Der Jesuslauf am Montag, den 10.Mai 2021 nach Christus

Der persönliche Studiengang, rund um das Leben und die Bibel, um an bibeltext- und themengeordneten Inspirationen kontinuierlich zu lernen, Jesus besser nachzufolgen und ein überzeugender Zeuge von ihm zu werden. Das heißt, Gott durch tägliches, kontemplatives und chronologisches Bibellesen - inspiriert durch unterschiedliche Bücherautoren und Vorbilder - suchend, fragend, forschend zu erkennen, um mit ihm wie sein Sohn eins zu werden und ihn durch unser Leben zu verherrlichen. Alle spirituell Interessierten sollen so dazu angeregt werden, sich ihm durch Jesus Christus zu öffnen. Wenn Du schon mit ihm unterwegs bist, trödelst Du, gehst Du oder läufst Du schonHolgus

Die aktuellen Studien und Kontemplationen - über anklicken der Banner unten - entdecken!

Gästebuch

Noch keine Einträge vorhanden.

Foto Holgus

.

Der aktuelle Meilenstein: Den neuen Menschen durch das Sterben des Alten freisetzen - April 2021

Der Meilenstein: Den neuen Menschen durch das Sterben des Alten freisetzen - April 2021

Die bisherigen Meilensteine

Denn alten Menschen immer wieder, soweit es bewusst sein kann, weiter sterben lassen, dass der neue voller Kraft in Christus aufstehen und agieren kann

Die aktuellen Inspirationen:

Alle Inspirationen nach Bibelbüchern geordnet - Die aktuellen Themen: Das Ego sterben lassen

Foto Fotolia

10.5.

Montag 10.5.2021 – SONNTAG ROGATEJesus Sirach 35,16-21 / Matthäus 26,11Das diakonische Leben / Das Gebet für die Armen - Pfarrer i.R. Dr.Gerhard Schäberle-Koenig  

Die Lebensverhältnisse der Armen in unserer Stadt und auf der ganzen Welt wahrnehmen, um dann für sie vor Gott durch unser Klagen und Schreien eintreten, bis sich der Himmel für sie öffnet und es ihnen – auch durch unsere Hilfe - zunehmend besser geht 

Der Lebensstil: 

Jesus Sirach 35,16-21 Er (Gott) hilft dem Armen ohne Ansehen der Person und erhört das Gebet des Unterdrückten. Er verachtet das Flehen der Waisen nicht, noch die Witwe, wenn sie ihre Klage erhebt. Laufen ihr nicht die Tränen die Wangen hinunter, und richtet sich ihr Schreien nicht gegen den, der die Tränen fließen lässt? Wer Gott dient, den nimmt er mit Wohlgefallen an, und sein Gebet reicht bis in die Wolken. Das Gebet eines Demütigen dringt durch die Wolken, doch bis es dort ist, bleibt er ohne Trost, und er lässt nicht nach, bis der Höchste sich seiner annimmt 

„Arme habt ihr immer bei euch“, sagte Jesus (Mt 26,11). Stimmt das wirklich? Wie ist das bei uns? Manche sagen: „Armut gibt es bei uns in unserem reichen Land nicht. Und wer arm ist, ist selbst schuld.“ Wir sind auch stolz auf unsere freiheitliche Gesellschaft. „Hier wird niemand unterdrückt.“ Und „das Problem mit den Witwen und Waisen, das ist bei uns schon seit mehr als hundert Jahren gelöst, damit die nicht am Hungertuch nagen müssen.“
Ja, es ist vieles gut geregelt bei uns. Gott sei Dank. Doch wenn Jesus sagt: „Arme habt ihr immer unter euch“, dann sollten wir noch einmal unsere Brille putzen, ob da nicht ein paar blinde Flecken drauf sind.
 Wir könnten besser Bescheid wissen über Armut. Armut zeigt man lieber nicht. Arm zu sein in unserem Land, gilt als peinlich. Es sind vielleicht nur noch die Obdachlosen, die es nicht aufgegeben haben, ihre Armut zu zeigen. Viele von ihnen gehen schon gar nicht mehr auf die Ämter. Es tut ihnen nicht gut, wie sie dort behandelt werden. Nur noch wenige trauen sich, an Pfarrhäusern zu klingeln.

Gott erhört ihre Gebete? Viele derjenigen, die heute am dunklen Rand unserer Gesellschaft leben, beten nicht. Sie haben es nie gelernt. Sie sind enttäuscht und verbittert. Sie hoffen auch nicht auf Gott.
Da es nun so ist, dass diejenigen, deren Gebete Gott bevorzugt erhört, oft gar nicht beten, haben wir allen Grund zu beherzigen, was der Name dieses Sonntags uns nahelegt: „Betet!“ Betet stellvertretend für die, die keine Worte finden oder es aufgegeben haben. Wenn deren Gebete, falls sie welche hätten, durch die Wolken hindurch dringen, dann können wir doch auch darauf vertrauen, dass das, was jemand für sie betet, ebenfalls die Wolken durchdringt. Darum noch einmal: „Betet!“. Amen. Pfarrer i.R. Dr. Gerhard Schäberle-Koenigs, Bad Teinach-Zavelstein aus seiner Predigt zum Sonntag Rogate 2021


Foto Fotolia

7.5.

Freitag 7.5.2021 – Der Fokus: Apostelgeschichte 1,2-7 Die Vorbereitung der Jünger den  Heiligen Geist zu empfangen - Apostelgeschichte 1,4+5Die Fülle des Geistes erwarten - MURWAG 95+96

Nicht nur allein, sondern möglichst gemeinsam und einmütig den Heiligen Geist erwarten, dass er noch mehr und öfter unser Leben erfüllt und bevollmächtigt 

Der Lebensstil:

Apostelgeschichte 1,4+5 Einmal aß er mit ihnen zusammen. Dabei wies er sie an, Jerusalem nicht zu verlassen. "Wartet bis die Zusage des Vaters in Erfüllung geht, die ihr von mir vernommen habt: 'Johannes hat mit Wasser getauft, aber ihr werdet schon bald - in ein paar Tagen - mit dem Heiligen Geist getauft werden.'"

Der, der am meisten voll des Geistes ist, wird der erste sein, äußerst ernsthaft auf Gott zu warten, damit er weiter seine Verheißung erfüllt und ihn am inwendigen Menschen noch bestärkt. Der Geist in uns ist keine Kraft zu unserer freien Verfügung. Er ist auch nicht eine unabhängige Macht, die ohne den Vater und den Sohn handelt. Der Geist ist die wirkliche und lebendige Gegenwart und Kraft des Vaters für die volle Offenbarung und Erfahrung dessen, was das Innewohnen des Geistes bedeutet, damit dieser vermehrt und überreich wird. – Die wahre Stellung, in der wir auf diese unaufhörliche Kraftwirkung warten können, ist die, dass wir mit Lob für das bereits Empfangene, immer noch ohne Unterlass darauf warten, dass die Verheißung des Vaters noch mächtiger erfüllt wird. Andrew Murray aus „Warten auf Gott“ Seite 95+96



Onlinbild Bing

6.5.

Donnerstag 6.5.2021 – Der Fokus: Markus 16,9-14 Jesu zeigt sich seinen Nachfolgern als Auferstandener - Markus 16,9 / Lukas 8,1+2 Gemeinsam Jesus auf der Spur bleiben - DREMEZ 706

Maria Magdalena und ihren Freundinnen nachfolgen, indem wir dem verschwundenen Jesus auf der Spur bleiben, er uns immer wieder erscheinen und unser Wesen vollenden kann

Die Faszination:

Markus 16,9 Als er aber früh am ersten Tage der Woche auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalena, von welcher er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Lukas  8,1+2 In der folgenden Zeit zog Jesus durch viele Städte und Dörfer und verkündigte überall die Botschaft vom Reich Gottes. Begleitet wurde er von den Zwölf und von einigen Frauen, die er von bösen Geistern befreit und von Krankheiten geheilt hatte. Es waren Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte, 

Maria, die Frau aus dem Fischerdorf Magdala am See Genezareth war von sieben Geistern besessen, ehe sie Jesus begegnete, ein Dasein das sich selbst nicht gehört, das unter dem Diktat von fremden Stimmen, aufgezwungenen Ängsten und furchtbaren Schuldgefühlen wie gejagt dahin getrieben wurde, ein Leben der Entfremdung, der Entwürdigung und der Ohnmacht, hin- und hergeschleudert zwischen Tod, Schmerz, Wahnsinn und Verlorenheit. Die Begegnung muss für Maria Magdalena wirklich wie eine zweite Geburt gewesen sein, ein Neuanfang, von allem, ein Wiedergewinnen von Ordnen aller Kräfte – endlich war es möglich, einen eigenen Geist, eine eigene Freiheit, einen eigenen Körper, ein eigenes Gefühl, eine eigene Empfindung, ein eigenes Ich zu sein und zu haben. – Nur in der Nähe eines Menschen, der uns unbedingt meint, strahlt so viel von Gott auf, dass es uns als Personen neu erschafft und zu der Wahrheit unseres Wesens führt; und ein solcher Mensch war Jesus für Maria Magdalena und für die anderen Frauen. In seiner Nähe war es wirklich für sie, wie wenn Funken aus den Steinen, Körner aus der Erde, Lichtgestirne aus der Nacht geboren würden. Ihm schlossen sie sich an, weil nur bei ihm ihr Leben seinen Ursprung wiederfinden konnte. In seiner Nähe wohnte Gottes Heil. Eugen Drewermann aus „Das Markusevangelium – Zweiter Teil“ Seite 706

Onlinbild Bing

5.5.

Mittwoch 5.5.2021 – Matthäus 28,16-20 Das Vermächtnis von Jesus an seine Jünger - Matthäus 28,20 / Matthäus 18,20 / Johannes 11,28Jesus der Gegenwärtige - KEMDNC 129

Zunehmend allein, aber auch gemeinsam erleben, dass unser Leben in der Gegenwart von Jesus leichter wird, wenn wir ihn in unsere Lebenszusammenhänge eintreten und Gestalter sein lassen

Die Ermutigung: 

Matthäus 28,20 Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Matthäus 18,20 Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Ist Jesus da, ist alles gut, und nichts erscheint schwierig; ist er aber fern, so ist alles hart. Spricht Jesus nicht in uns, ist aller Trost nichts wert. Spricht Jesus aber nur ein Wort, so empfinden wir tiefen Trost. Stand Maria Magdalena nicht sofort auf als sie weinte und Maria zu ihr sagte: „Der Meister ist da und ruft dich!“ (Johannes 11,28) Glückliche Stunde, wenn Jesus von den Tränen weg zur Freude ruft! Wie trocken, wie hart bist du ohne Jesus! Wie töricht und eitel, wenn du außer Jesus noch etwas anderes verlangst. – Ohne Jesus sein ist eine entsetzliche Hölle, mit Jesus sein ein liebliches Paradies. Wenn Jesus mit dir ist, kann kein Feind dir schaden. Thomas von Kempen aus „Die Nachfolge Christi“ Seite 129

Ja danke für die Entwicklungen nach Ostern und vor Himmelfahrt. Das soll sich mir einprägen, dass Du immer wieder überraschend in unser Leben trittst, aber auch, dass wir Dich überall in und an unser Leben ranlassen. Das will ich noch erleben, dass mir es mit Dir noch einiges leichter wird.

Foto Fotolia

4.5.

Dienstag 4.5.2021 – SONNTAG KANTATE - Der Predigttext: Lukas 19,37-40 Der Einzug von Jesus in Jerusalem - Lukas 19,37-40 / Psalm 98,1 - Das Gebet durch Singen von Liedern / Evangelisation durch Singen - Pfarrer Johannes Schleuning, Weinstadt-Schnait

Sich neu von der der Wirklichkeit und der Regierung des Königs aller Könige Jesus Christus erfassen lassen, dass unser Jubel ihm zur Ehre zunimmt, dass seine Wunder heute noch geschehen können

Der Lebensstil: 

Lukas 19,37-40 Als Jesus an die Stelle kam, wo der Weg vom Ölberg in die Stadt hinabführte, brach die ganze Menge der Jünger in Freudenrufe aus. Sie lobten Gott mit lauter Stimme für all die Wunder, die sie miterlebt hatten: "Gepriesen sei der König, / der kommt im Namen des Herrn! / Frieden dem, der im Himmel ist, / Ehre dem, der in der Höhe wohnt!" Da riefen ihm einige Pharisäer aus der Menge zu: "Rabbi, bring deine Jünger doch zur Vernunft!"

Den Glanz, den Jesus von Nazareth in ihr Leben gebracht hat, werden die Jünger niemals vergessen. Sie sehen noch das Leuchten in den Augen der armen und geknechteten Menschen, denen Jesus das Reich Gottes vor Augen gemalt hat. Seine Worte und seine Wunder und die Hoffnung auf eine neue, gerechte und bessere Welt sind ihnen noch präsent. Darum jubeln sie ihm zu, dem Eselreiter, dem Lastenträger, dem Friedensstifter, der liebt und leidet für Gottes neue Welt.
 Sie tun das „mit Freuden“ und „mit lauter Stimme“. Was in ihnen ist, muss nach außen. Es muss unter die Leute. Darum jubeln diese vielen kleinen Leute, Fischer, Bauern und Zollbeamte, Männer und Frauen, die Befreiung und eine neue Perspektive durch den Rabbi Jesus erfahren haben. So wie es im Wochenspruch für die neue Woche heißt: „Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“ (Psalm 98,1). Genau das geschieht hier am Abhang des Ölbergs zwischen Jubel und Tränen. Die Jünger singen das neue Lied. Sie tun es voller Freude über ihren Retter und mit lauter Stimme, so dass alle es hören.

 Nicht allen gefällt dieses Lied. Einige fürchten den Zorn der Römer oder bangen um ihre eigene Stellung beim Volk. Sie fordern Jesus auf, seine Jünger zurechtzuweisen. Aber es ist nicht möglich, diese Leute zum Schweigen zu bringen. Ihre Sehnsucht nach Freiheit ist geweckt. Ihr Hunger nach Leben ist nicht zu stillen durch Ersatzangebote. Die Leute haben selbst erlebt, dass es bei diesem Menschen Leben in Fülle zu sehen und zu schmecken gibt. Deshalb sagt Jesus: „Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien.“ Dieser Lobgesang braucht Raum. Das Lied von der Erlösung muss erklingen, selbst wenn wir nicht singen dürfen. Das Evangelium hat sich auch in Zeiten des Lockdowns tausend Wege gesucht, um die Ohren, Augen und Herzen der Menschen zu erreichen. Viele neue Ideen wurden geboren und umgesetzt. Gott sei Dank! Pfarrer Johannes Schleuning, Weinstadt-Schnait aus seiner Predigt zum Sonntag Kandate am 2.5.2021

Foto Fotolia

3.5.

Montag 3.5.2021 – Der Fokus: Sprüche 3,1-26 Vom Segen der Gottesfurcht und Weisheit - Sprüche 3,5+6Mein Leben Gott ganz und immer anvertrauen - DEIAGD 55 / ENGGOA 38/39

Völlig entspannt und gelockert, im Vertrauen auf Gottes Allmacht und Kreativität im Alltag vorgehen, indem wir alles, Menschen, Begegnungen, Herausforderungen, alles mit was wir uns beschäftigen, unsere tägliche Arbeit usw. ihm anvertrauen

Der Lebensstil:

Sprüche 3,5+6 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlasse dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er Dir Deine Pfade eröffnen, dass Du auf ihnen gehen kannst.

Man muss sich ein für allemal Gott recht anvertrauen und sich ihm allein gänzlich überlassen. Er wird uns nicht betrügen. Bruder Lorenz zitiert von Reinhard Deichgräber aus „All meine Gedanken sind bei dir“ Seite 55 

Es ist beeindruckend, die Kreativität Gottes zu entdecken und zu sehen, mit wie viel wohlwollendem Entgegenkommen, Gnade, Weisheit und Feinheit er auf die einzelne Person in ihrer einmaligen Wesensart und Situation eingeht. – Als Schöpfer-Gott mit unendlicher Kreativität fehlt es ihm nie an Lösungen und Wegen. Seine allgemeinen, aber besonders auch seine individuellen Angebote sind immer Ausdruck seiner Weisheit und seiner allparteilichen Liebe. Gottes Lösungen machen uns nie von anderen abhängig; er selber tritt in die Lücke und schenkt uns, was wir brauchen. Sie bewirken zudem den größtmöglichen Segen für alle Beteilgten. Manfred Engeli aus „Gottes Angebote“ Seite 38/39 

Ja Vater im Himmel, ich probiere es vielleicht zum ersten Mal Dir richtig bzw. ganz zu vertrauen. Ich vertraue auf Deine Regie, wie ein Schauspieler auf den Regisseur Deines Dramas, dessen Autor und Drehbuchschreiber Du bist. Du traust mir mein Schicksal zu und Du bietest mir Vorbesprechungen und Auftritte an. Ja ich will meine Einsätze nicht verpassen und gut auf sie vorbereitet werden. Ja ich möchte einen Lebensstil entwickeln, der Dir alles anvertraut, meine Zeitplanungen besonders, aber auch was ich zu tun habe.

Foto Fotolia

28.4.

Mittwoch 28.4.2021 – Der Fokus: Johannes 21,1-14 Der auferstandene Jesus erscheint sieben Jüngern beim Fischen - Johannes 21,3-4 - Als Menschenfischer erfolgreich ausgebildet - Hugh E.Alexanders

Morgens mit Jesus unsere Beziehung mit ihm genießen und mit ihm im Boot durch den Tag steuern, dass Menschen wahrnehmen können, dass ein besseres Leben auf sie wartet und sich gewinnen lassen

Die Faszination: 

Johannes 21,3-4 Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen! Sie sprechen zu ihm: So kommen wir auch mit dir. Da gingen sie hinaus und stiegen sogleich in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts. Als es aber schon Morgen wurde, stand Jesus am Gestade; doch wussten die Jünger nicht, dass es Jesus sei.

Der Auferstehungsmorgen ist angebrochen. Jesus steht am Ufer, dort, wo unsere irdische Beschäftigung und der himmlische Schöpfer sich zusammenfinden und wir die Sicht auf das unabsehbar weite Meer haben, in dem die erwünschten «Fische» sind! Lasst uns dem Auferstandenen begegnen, und dann dürfen wir in kindlichem Vertrauen unser Netz «auf der rechten Seite des Schiffes» auswerfen. Lasst uns also hinaustreten aus unserer «Nacht», um in die herrliche Wirklichkeit der Auferstehung zu gelangen. Unser Herr erwartet uns. Er will uns den rechten Blick für den Fischfang geben und unsere berufliche Arbeit mit unserem geistlichen Wirken verschmelzen, denn das eine führt zum anderen. Dann werden wir das Netz «auf der rechten Seite» auswerfen, auf der richtigen Seite. «Da warfen sie es aus und konnten es nicht mehr einziehen wegen der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Simon Petrus: Es ist der Herr!» Hugh E.Alexanders aus Evangeliums.net

Onlinebild bing

28.4.

Dienstag 27.4.2021 – Der Fokus: Johannes 20,19-23 Jesus erscheint seinen Jüngern -  Johannes 20,19 / Matthäus 28,20Jesus der Gegenwärtige / Jesus die Hauptperson der Gemeinde - Jakob Kroeker 

Immer wieder – ja täglich - uns überraschen lassen vom Hereinkommen von Jesus Christus in uns und unsere Gemeinschaften, indem wir ihn und sein Wirken unter uns wahrnehmen, um alle wieder neu Kraft zu bekommen, für unsere besonderen Aufträge für das Reich Gottes im zunehmenden Chaos der Welt

Die Faszination:

Johannes 20,19 Am Abend jenes Sonntags trafen sich die Jünger hinter verschlossenen Türen, weil sie Angst vor den Juden hatten. Plötzlich stand Jesus mitten unter ihnen und sagte: "Friede sei mit euch!" 

Dein Wirken ist im Laufe der Zweijahrtausende noch viel grösser geworden, daher bist Du selbst uns grösser! Deine Kraft ist gegenwärtig, daher bist Du uns zeitlich so viel näher gerückt. Zwischen uns und Dir steht keine zweitausendjährige Vergangenheit wie ein unüberbrückbarer Zeitraum. Du erfüllst Tag für Tag dein Versprechen: "Siehe, Ich bin bei euch!" (Matthäus 28,20) - Wir sehen Dich in Deinem großen Heute innerhalb Deiner Gesamtkirche. Welch ein Baum ist aus dem kleinen Senfkorn geworden! Welch eine Werkstätte Deines Heiligen Geistes ist heute Deine Gemeinde mit ihren fast unübersehbaren Missionen, mit ihrer unzähligen Kleinarbeit, mit den Opfern ihrer hingebenden Liebe, mit ihrem selbstlosen Dienst am Nächsten, mit ihren verschiedenen Charismen zur Auferbauung und Vollendung der geschichtlichen Gesamtgemeinde. Bibliotheken würden sich mit Bänden füllen, wenn es möglich wäre, ihr ganzes Leben mit all seinen Verzweigungen dieser Werkstätte Deines Geistes zu schildern. - Und wie hat sich der Schauplatz Deines Wirkens und Dienens erweitert in unserem persönlichen Heute. Wie viel mehr Licht muss uns heute von Dir werden, weil die Welt um uns so viel verworrener und zerrissener geworden ist. Wie viel mehr Kraft brauchen wir in unserer Schwachheit, weil sich unser Dienst vermehrt und unsere Verantwortlichkeit vergrößert hat. Wie viel mehr Gnade muss uns werden, damit wir uns in einer Welt bewähren, die uns in ihrer Unruhe und in ihrem Kampf wie ein Chaos umgibt. Wie viel mehr müssen wir von Dir hören, um auch unserer zerrissenen Zeit mit dem Evangelium zu antworten, in dem allein das Heil der Gegenwart und jeder neuen Zukunft liegt. Jakob Kroeker aus Evangeliums.net


Onlinebild bing

Johannes 20,19 / Matthäus 28,20

Dienstag 27.4.2021 – Der Fokus: Johannes 20,19-23 Jesus erscheint seinen Jüngern -  Johannes 20,19 / Matthäus 28,20Jesus der Gegenwärtige / Jesus die Hauptperson der Gemeinde - Jakob Kroeker 

Immer wieder – ja täglich - uns überraschen lassen vom Hereinkommen von Jesus Christus in uns und unsere Gemeinschaften, indem wir ihn und sein Wirken unter uns wahrnehmen, um alle wieder neu Kraft zu bekommen, für unsere besonderen Aufträge für das Reich Gottes im zunehmenden Chaos der Welt

Die Faszination:

Johannes 20,19 Am Abend jenes Sonntags trafen sich die Jünger hinter verschlossenen Türen, weil sie Angst vor den Juden hatten. Plötzlich stand Jesus mitten unter ihnen und sagte: "Friede sei mit euch!" 

Dein Wirken ist im Laufe der Zweijahrtausende noch viel grösser geworden, daher bist Du selbst uns grösser! Deine Kraft ist gegenwärtig, daher bist Du uns zeitlich so viel näher gerückt. Zwischen uns und Dir steht keine zweitausendjährige Vergangenheit wie ein unüberbrückbarer Zeitraum. Du erfüllst Tag für Tag dein Versprechen: "Siehe, Ich bin bei euch!" (Matthäus 28,20) - Wir sehen Dich in Deinem großen Heute innerhalb Deiner Gesamtkirche. Welch ein Baum ist aus dem kleinen Senfkorn geworden! Welch eine Werkstätte Deines Heiligen Geistes ist heute Deine Gemeinde mit ihren fast unübersehbaren Missionen, mit ihrer unzähligen Kleinarbeit, mit den Opfern ihrer hingebenden Liebe, mit ihrem selbstlosen Dienst am Nächsten, mit ihren verschiedenen Charismen zur Auferbauung und Vollendung der geschichtlichen Gesamtgemeinde. Bibliotheken würden sich mit Bänden füllen, wenn es möglich wäre, ihr ganzes Leben mit all seinen Verzweigungen dieser Werkstätte Deines Geistes zu schildern. - Und wie hat sich der Schauplatz Deines Wirkens und Dienens erweitert in unserem persönlichen Heute. Wie viel mehr Licht muss uns heute von Dir werden, weil die Welt um uns so viel verworrener und zerrissener geworden ist. Wie viel mehr Kraft brauchen wir in unserer Schwachheit, weil sich unser Dienst vermehrt und unsere Verantwortlichkeit vergrößert hat. Wie viel mehr Gnade muss uns werden, damit wir uns in einer Welt bewähren, die uns in ihrer Unruhe und in ihrem Kampf wie ein Chaos umgibt. Wie viel mehr müssen wir von Dir hören, um auch unserer zerrissenen Zeit mit dem Evangelium zu antworten, in dem allein das Heil der Gegenwart und jeder neuen Zukunft liegt. Jakob Kroeker aus Evangeliums.net

Ja mein lieber Rabbi, das tut gut heute Morgen, auferbaut durch Jakob Kroeker (1872-1948) aus einer viel schwierigeren Zeit als unserer im Moment. Ja lehre mich auch diesen Blick für Dein Heute innerhalb der Gesamtkirche, Deines Leibes zu sehen. Ich fühle mich relativ allein, auf meinem Posten und in meinem Arbeiten im Reich Gottes. Lass das anders werden, indem wir uns versammeln, um Dich und Dein Wirken unter uns zu erleben. 





Foto Holgus

26.4.

Montag 26.4.2021 – SONNTAG JUBILATE - Apostelgeschichte 17,26 -28Die Schöpfungsverantwortung - Pfarrerin Susanne Wolf Tübingen - Die Kontemplation: Schöpfungsverantwortung selbstverständlich ausbrühten

Die Schöpfung genussvoll als Geschenk an uns wahrnehmen lernen, dass unsere Liebe zu und unser Respekt vor ihr zunimmt, dass wir von selbst umkehren, um sie zu bewahren und würdevoll nutzen zu lernen

Der Lebensstil:

Apostelgeschichte 17,26-28 Aus einem einzigen Menschen hat er alle Völker hervorgehen lassen. Er wollte, dass sie die Erde bewohnen, er bestimmte die Zeit ihres Bestehens und die Grenzen ihres Gebietes. Er wollte, dass sie nach ihm fragen, dass sie sich bemühen, ihn irgendwie zu finden, obwohl er keinem von uns wirklich fern ist. Denn 'durch ihn leben wir, bestehen wir und sind wir'. Oder wie es einige eurer Dichter ausgedrückt haben: 'Denn auch wir sind von seiner Art.' 

Gott loben, das ist unser Amt - Der Gott Israels und Vater Jesu Christi ist reich an Beziehungen. Er will gar nicht für sich sein. Sonst gäbe es ja die Schöpfung nicht, das Werk seiner Liebe. Gott begibt sich in Beziehung mit ihr, mit seinen Geschöpfen. Verwickelt ins Wechselspiel von Ruf und Antwort. Deshalb ist das Loben unsere Antwort an ihn: Gott loben, das ist unser Amt und Gottes Freude!

Gebrauch statt Raubbau - Was uns zu Händen ist, bleibt unverfügbar. Wenn wir es gebrauchen, dann hoffentlich mit einer letzten Scheu: wie wenn ein Kind etwas neu entdeckt, oder wenn ich aus einem kostbaren Glas trinke. Mit zarter Geste. Weder zaghaft noch zupackend. Ich bin hier zu Gast. Ich spüre die freundliche Absicht des Gastgebers. Sei mir willkommen! - Wo das Staunen ins Zugreifen umschlägt, da schrumpft die wunderbar vielfältige Welt zusammen auf den Maisacker, das Weizenfeld, die Bananenplantage. Oder auf das Stück Land, planiert und betoniert zum Wohnen und Fahren. Alles, worauf der Mensch meint, einen Anspruch zu haben, was er und sie in ihren Besitz zu bringen versuchen, verändert sich unter ihren Händen. Aus Nießbrauch wird Raub. Aus Gabe wird Beute, gar Ausbeutung. So kommt’s zum Landgrabbing, zum Krieg um seltene Erden und um Wasser. Die Klimakrise ist eigentlich eine Krise des Menschen. Dreht sich denn die ganze Welt um uns? Muss sich alles unserem Zugriff fügen? Sind wir uns selbst Gott?

Auferweckt zur neuen Schöpfung: Gott macht dem tödlichen Zugriff aufs Leben ein Ende. Und weckt Glauben in den Jüngerinnen und Jüngern. So geht ihnen auf, wie Gottes Schöpferkraft in Jesus lebendig war und ist und bleiben wird. Sie ahnen: Die Auferstehung des Einen, der nichts für sich selbst sein und haben wollte, hat Folgen für alle, die ihr Vertrauen auf ihn setzen. Wenn er nicht im Tod geblieben ist, haben wir Hoffnung für unsere Toten und für uns selbst und für diese Welt. Pfarrerin Susanne Wolf, Tübingen aus ihrer Predigt zum Sonntag Jubilate am 25.4.2021

Foto Fotolia

.

23.4.

Freitag 23.4.2021 – Die Hauskreisstudie  – Johannes 15,9-14Jesus der Freund / Das AbendmahlDEIAGD 52 / Holgus

Die Freundschaft von Jesus – besonders durch das Abendmahl - zunehmend schätzen lernen, um durch die Erwiderung seiner Liebe ihn durch unser Leben zu lieben

Die Faszination: 

Johannes 15,9-14 Ich habe euch genauso geliebt, wie der Vater mich geliebt hat. Bleibt in meiner Liebe. Wenn ihr auf mich hört, bleibt ihr in meiner Liebe, genauso wie ich auf meinen Vater höre und in seiner Liebe bleibe. Ich sage euch das, damit meine Freude euch erfüllt. Ja, eure Freude soll vollkommen sein! Ich gebiete euch, einander genauso zu lieben, wie ich euch liebe. Die größte Liebe beweist der, der sein Leben für die Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. 

Um zu Gott zu kommen, braucht man weder Klugheit noch Wissenschaft, sondern nur ein Herz, das entschlossen ist, sich um nichts zu kümmern als um ihn und nichts zu lieben außer ihm Bruder Lorenz zitiert von Reinhard Deichgräber aus „Alle meine Gedanken sind bei Dir“ Seite 52

Realistisch wahrgenommen begegnen wir uns Christen im Hauskreis oder in der Gemeinde im großen Ganzen nicht als Freunde, bestenfalls als gute Bekannte. Schön ist es, wenn wir unter ihnen geistliche Freundschaften hatten oder haben, in denen gegenseitige Inspiration wie von selbst entstanden. Die Suche nach solchen Freundschaften ist sinnlos, sie werden einem wohl nur geschenkt. Die große Wahrheit sollte uns dagegen aufwecken, dass Jesus Christus uns Christen zu seinen Freunden gemacht hat.  Er hat uns auf irgendeine einzigartige Weise - wie seine Jünger - zu seinen Freunden erwählt. Zu mir ist er nach meiner Lebensübergabe während der der Rückfahrt ins Auto eingestiegen und ist so mein Beifahrer im Leben geworden. Die Wahrnehmung dieser Freundschaft und deren Erneuerung ist existentiell für uns. Er ist immer bei uns und verlässt uns nicht. Er möchte auch mit uns vereinigt sein, aber wir erwidern seine Liebe zu wenig. Wir nehmen seinen Tod für uns ungenügend wahr, weil wir glauben, dass wir schon irgendwie vor Gott gerecht sind. Wir waren und wir bleiben als Christen weiterhin auf seinen Tod und auf diese Rechtfertigung vor Gott angewiesen. Wenn wir das nicht mehr zutiefst wahrnehmen, erfahren wir seine Liebe nicht so, wie wir es könnten. Aber gerade in dieser Liebe sollen wir bleiben. Sie verwandelt uns, dass wir auch fähig sind, seine Aufträge durch unser Leben umzusetzen. So wird die Freundschaft mit ihm und untereinander zunehmen. Das Abendmahl ist und bleibt die Zeremonie, die die Freundschaft mit ihm und untereinander erneuern will. Bisher habe ich solche Abendmahlsfeier aber noch nicht erlebt. Um das zu erleben lohnt es sich wie Bruder Lorenz, diese Liebe wahrzunehmen und in allem was ich denke und tue Gott zu lieben. Wenn unsere Freude an dieser Freundschaft zunimmt und dabei ist vollkommen zu werden, dann sind wir als Gemeinde auf dem richtigen Weg. Holgus 23.4.2021

Foto Pixabay

.

22.4.

Donnerstag 22.4.2021 – Der Fokus: Matthäus 28,1-10 Die Ereignisse am Tag der Auferstehung - Matthäus 28,2+3 / Sacharja 3,6+7Die Auferstehung / Die Einsätze eines Engels ca. 30 nach Christus - Wilhelm Busch

Die Macht Gottes durch den Engel und das Erdbeben am Grab wahrnehmen, die uns davon überzeugen will, dass der Tod besiegt und das neue Leben durch Christus Realität ist

Die Faszination: 

Matthäus 28,2+3 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des HERRN kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie Schnee. 

Drei Welten begegnen sich am Grabe des Auferstandenen: die himmlische Welt, die Welt der Verlorenen und die Welt der Geretteten. Hier sehen wir den Vertreter der himmlischen Welt. „Der Engel kam vom Himmel herab." Die römischen Soldaten hatten auf blutigen Schlachtfeldern gekämpft und nicht gezittert. Aber nun fielen sie in Ohnmacht. „Gibt es denn das wirklich?" mag ihr letzter Gedanke gewesen sein, ehe ihnen die Sinne schwanden. „Gibt es denn wirklich eine himmlische Welt?" Nein, damit hatten sie nicht gerechnet.

Damit rechnen auch die Menschen unserer Tage nicht. Aber seht, weil die Menschen mit den Mächten der unsichtbaren Welt nicht rechnen, darum sind all ihre klugen Berechnungen falsch. Die ganze Weltgeschichte ist eine Geschichte von falschen Berechnungen und darum eine Geschichte von fürchterlichen Katastrophen. Ja, der dreieinige Gott lebt! Und es gibt „Engel des Herrn"!

Nun ist das für Christen nicht nur eine theoretische Erkenntnis. Daß wir doch dem Hohenpriester Josua glichen, von dem der Prophet Sacharja berichtet (Sacharja 3,6+7). Dem sagt ein Engel ein seltsames Wort: „»So spricht der Herr, der Allmächtige: `Wenn du dich an meine Wege hältst und meinen Dienst recht versiehst, sollst du meinen Tempel verwalten und auf die Sicherheit in meinen Vorhöfen achten. Dann gewähre ich dir zusammen mit denen, die hier stehen, Zutritt zu mir." Und dabei zeigt Er auf den himmlischen Hofstaat der Engelscharen. Die Kriegsknechte erschrecken an der himmlischen Welt. Jünger Jesu aber haben offenen Zutritt zu ihr, ja zum Thron Gottes. Das hat Jesus uns erworben. Das haben die, welche durch Sein Blut Vergebung der Sünden bekamen. Wilhelm Busch aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

21.4.

Mittwoch 21.4.2021 – Der Fokus: Apostelgeschichte 1,12-14 Das einmütige Gebet der Jünger in Jerusalem - Apostelgeschichte 1,14Die Gemeinde und der Heilige Geist - Wilhelm Busch

Nicht nur allein, sondern zunehmend einmütig eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes erwarten, deren Auswirkungen die modernen Menschen unserer Zeit für das Reich Gottes gewinnen 

Die Herausforderung:

Apostelgeschichte 1,14 Es waren auch einige Frauen dabei, darunter Maria, die Mutter von Jesus, und außerdem seine Brüder. Sie waren einmütig beieinander und beteten beharrlich miteinander. 

Wollen wir den Heiligen Geist? Dann müssen wir uns zur Gemeinde Jesu halten. Wenn damals ein Apostel sich abgesondert hätte, hätte er die Pfingstgabe nicht bekommen. Denn der Heilige Geist wird der Gemeinde gegeben. Wie sieht diese „Gemeinde" aus? 

Die verschiedensten Leute, Berufe, Alter und Temperamente waren beieinander. Was hielt denn diese Leute zusammen? Vor allem eins: Sie alle hatten Jesus lieb und glaubten an Ihn als den Sohn Gottes. Das ist das entscheidende Kennzeichen der Gemeinde. - Es waren weiter Leute, die Vergebung der Sünden hatten. In dieser Schar war keiner, in dessen Leben nicht Sünde und Schuld lag. Da war Petrus, der Verleugner, – Magdalena, die große Sünderin, – Matthäus, der frühere Zöllner und Betrüger. Sünder waren hier beieinander und warteten auf den Heiligen Geist, – aber begnadigte Sünder, rein gemacht im Blute Jesu.

„Einmütig" waren sie versammelt. Nun, diese Leute waren nicht immer einmütig gewesen. Wir wissen, dass die Jünger sich einst gezankt hatten, wer der Größte unter ihnen sei. Dabei waren sicher harte Worte gefallen Nun sind sie „einmütig" beieinander. Sie haben sich vergeben. Solche Gemeinde, in der man vergeben kann, hat die Verheißung des Heiligen Geistes. Wer sich zu solcher Gemeinde hält, dem will Gott den Heiligen Geist schenken. Amen. Wilhelm Busch aus Evangeliums.net

.

20.4.

Dienstag 20.4.2021 – Die Chronik: Die Coronakrise - Jesaja 43,18+19Das Neue Gottes wirken sehenWalter Heidenreich

Sich von Gott wie eine gereinigte mit Wasser gefüllte Flasche, in ein Wassersprudelgerät einschließen und auf die sprudelnde Wirkungen Gottes vertrauen, der Neues um uns schaffen will, um Erfrischtes der Welt zur Rettung anbieten zu können.

Der Lebensstil:

Jesaja 43,18+19 Denkt nicht mehr daran, was war und grübelt nicht mehr über das Vergangene. Seht hin; ich mache etwas Neues; schon keimt es auf. Seht ihr es nicht? Ich bahne einen Weg durch die Wüste und lasse Flüsse in der Einöde entstehen. 

Gott haben wir in den letzten Jahrzehnten auf eine bestimmte Art und Weise erlebt. Die Gefahr ist, dass wir ihn weiterhin genauso erleben möchten. Es wird aber etwas Neues kommen! Wie leben in einer Zeit der Herstellung aller Dinge. Wir sind unruhig, nervös und fürchten uns und sind unsicher. Wir fürchten uns vor dem Neuen und wissen nicht wie es aussehen soll. Gott hat uns aber noch nicht an den Punkt gebracht, wo er uns haben will. Er will uns runterfahren, in eine innere Ruhe, um uns durch seinen Geist zu regieren. Er möchte sein Volk erneuern, nicht nur in eine Richtung, zum Beispiel Evangelisation, Seelsorge, Lobpreis oder Einheit. Wir sind zu sehr nach außen gerichtet und singen, spielen ihm zu wenig in unseren Herzen und erleben zu wenig Nähe mit den Geschwistern. Wir Christen sind zum Anfassen da, zum in den Arm nehmen, zum Hände auflegen, zum Bruderkuß. Immer gemeinsam unterwegs, beständig in der Apostel Lehre, in der Gemeinschaft und beim Brot brechen, Säulen die uns niemand wegnehmen darf.

Ich erahne folgendes: Wir werden eine Zeit von vollmächtigem und regierendem Beten durch seine Gnade und seinen Geist erleben, das den Himmel mit der Erde verbinden wird. Danach wird es eine große Ernte geben, wovon wir träumen. Gott wird seinen Geist souverän ausgießen. Ich war Teil der Jesuspeople-Bewegung. Unsere Generation wurde aufgegeben, weil wir sündig, krass und chaotisch waren, alles auf den Kopf gestellt haben. Gott hatte den Clou uns auf eine einzigartige Weise zu erretten und zu gebrauchen. Als Volk Gottes werden wir durch turbulente Zeiten gehen. In denen wir verfolgt und unterdrückt werden. Aber der Geist Gottes wird kommen und Überführung und Heilung schenken. Er will durch die Pandemie Neues tun. Er führt uns in die Berufungen und Ordnungen Gottes, dass sein Leib – wie noch nie - voll zur Wirkung kommen wird und sich an seiner Ernte beteiligen kann. Ich spüre Entwicklungen, einige erkennen schon wo es lang geht und es gibt schon Aufbrüche. Walter Heidenreich sinngemäß aus seinem Vortrag: Als Christen verantwortlich leben in Corona-Zeiten. 

Foto Pixabay

.

19.4.

Montag 19.4.2021 – SONNTAG MISERICORDIAS DOMINI – Der Predigttext: Hesekiel 34,1-16+31 - Hesekiel 34,31 / Johannes 10,16 - Gemeinde als ein in den Umfeldern integriertes Hirtennetzwerk / Gott der gute Hirte - Dekanin Elisabeth Hege, Tübingen

Von Gott und seinen Hirten Jesus inspiriert, unsere Mitmenschen in seine Menschenherde integrieren, indem wir sie in Wort und Tat auf ihrem Lebensweg unterstützen und für die Nachfolge Jesus gewinnen 

Der Lebensstil:

Hesekiel 34,31 Ihr seid meine Herde, ihr Menschen seid die Herde, für die ich sorge, und ich bin euer Gott, spricht Jahwe, der Herr." Johannes 10,16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden.

“Ihr sollt meine Herde sein ...“ Wie viele haben im Gebet zu Gott gerufen! Und er greift ein: Ich will meine Schafe selbst weiden, ich will mich um meine Menschen kümmern. Die Sorge um die Menschen wird Chefsache. Gott tut alles, was ein guter Hirte tun muss: Er stärkt die Schwachen. Er verbindet die Verletzten. Er nimmt sich der Menschen an, geht ihnen nach, jedem Einzelnen. Er wird auch sein verstreutes Volk wieder zurückbringen und wird ihnen Ruhe und Frieden geben. So kündigt Ezechiel es seinen geschundenen und traumatisierten Zeitgenossen an. - Das setzt Maßstäbe, was Menschen brauchen: Sorge brauchen sie. Fürsorge. Und sie brauchen Anleitung und den Mut, selbst Verantwortung zu übernehmen, damit die Gemeinschaft nicht immer weiter auseinanderdriftet. Es kommt dabei nicht nur auf die an, die große Macht haben. Sondern auf jeden und jede von uns. Gott nimmt uns mit in die Verantwortung. Er traut sie uns zu! Im Hirtenkapitel bei Ezechiel wendet Gott sich auch ganz direkt an seine „Menschenherde“ und sagt: „Aber zu euch, meine Herde, spricht Gott der Herr: Siehe, ich will richten zwischen Schaf und Schaf …“. Wo immer Menschen die Aufgabe haben, nach anderen zu sehen, wo immer wir Verantwortung für andere tragen – im Beruf oder in der Kirchengemeinde, als Eltern oder als Pflegende – da sind wir selbst Hirten. Und Gott ist es nicht gleichgültig, wie wir unser Hirtenamt wahrnehmen. Es gibt zum Glück viele solche Hirtinnen und Hirten. Menschen, die das Sorgen und Helfen, das Pflegen und Heilen, zu ihrer Aufgabe gemacht haben. Solche Menschen schauen nicht nur nach sich selbst. Sie führen andere „zum frischen Wasser“. Sie leiten sie an. Sie trösten sie. Sie stehen ihnen bei. Dekanin Elisabeth Hege, Tübingen aus Ihrer Predigt zum Sonntag Misericordias Domini 18.4.2021

Ja mein großer Hirte, mein Gott und sein verlängerter Arm auf dieser Welt Jesus Christus. Du willst eine große Herde von Menschen aus aller Herren Länder zusammen bringen. Danke dass Du mich auch gefunden und gerettet hast, mich nun integrierst. Ich bitte Dich  dass ich als Hirte in allem meinen Beziehungen und Umfeldern zunehmend fruchtbarer als ein solcher lebe. Lehre mich Menschen durch meine Gaben zu helfen, zu unterstützen, dann aber auch zu Dir zu führen. 

Kontemplation 19.4.2021 zu Hesekiel 34,31: Ganz darauf vertrauen, dass uns unser guter Hirte Jesus Christus durch die Wirkung des Heiligen Geistes zum erfüllten Leben führt und uns dazu bevollmächtigt uns von ihm für sein Wirken an unseren Mitmenschen benutzen zu lassen, indem wir für sie beten und jede Chance nutzen ihnen zu dienen

Foto Holgus

.

16.4.

Freitag 16.4.2021 – Der Fokus: Apostelgeschichte 1,12-14 Das einmütige Gebet der Jünger in Jerusalem - Apostelgeschichte 1,13+14 Das einmütige Gebet von Christen / Die Gemeinde als Gebetshaus - Elias Schrenk 

Sich von Jesus Christus zur Einmütigkeit im Gebet erziehen lassen, dass Gott in unseren Gemeinschaften und Städten zur Wirkung kommen kann

Die Faszination:

Apostelgeschichte 1,13+14 Als sie angekommen waren, stiegen sie in den Obersaal hinauf, in dem sie sich gewöhnlich aufhielten. Es waren Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus Ben-Alphäus, Simon der Zelot und Judas Ben-Jakobus. Es waren auch einige Frauen dabei, darunter Maria, die Mutter von Jesus, und außerdem seine Brüder. Sie waren einmütig beieinander und beteten beharrlich miteinander. 

Wie vielsagend ist doch das Wort einmütig! Sieben Wochen vorher stritten sie noch mit einander, wer der Größte unter ihnen sein solle; sie waren hochmütig und selbstsüchtig. Jetzt sind sie demütig geworden. Vor Jesu Leiden und Sterben waren sie voll törichter Erwartungen und hatten kein Verständnis; von der Notwendigkeit seines Todes und seiner Auferstehung. Jetzt haben sie volle Klarheit darüber. - War schon früher der Herr der Mittelpunkt ihres Lebens geworden, so war er es nach dem vierzigtägigen Umgang mit ihnen, nach seiner Auferstehung, in einer unvergleichlich höheren Weise. Sie waren durch ihn innerlich begnadigte Leute geworden, die den Frieden Gottes hatten. Gemeinsamen Reichsblick hatte er ihnen geschenkt, und gemeinsame innere Stärkung verliehen durch sein Anhauchen und seinen Umgang mit ihnen, so dass sie eine Kraft hatten, die sie vorher nicht kannten, und die sie in den Stand setzte, zehn Tage lang im Gebet zu verharren. Welch eine Qual müsste es sein für nicht wiedergeborene Menschen, zehn Tage lange zu beten! Wir sehen nichts von Qual; es war ein gläubiges, getrostes Warten auf den heiligen Geist. So finden wir einen gewaltigen Unterschied zwischen ihrem Stand unmittelbar vor Pfingsten und dem vor Jesu Tod. Ihr selbstsüchtiges Ich war entthront, der Herr war ihr Mittelpunkt geworden. Wir können an ihnen lernen, in welcher Vorbereitung wir sein sollen, den heiligen Geist zum Innewohnen zu empfangen. Wo ist heutzutage eine einmütige Gemeinde, eine anhaltend betende Gemeinde? Elias Schrenk aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

15.4.

Donnerstag 15.4.2021 – Der Fokus: Markus 16,15-18 Die Mission Gottes und ihre Zeichen - Markus 16,16Die Verdammnis - DUVEZA 381

Die Verdammnis zunehmend in ihrer vollen Tragweite erkennen, in die sich Menschen - in ihre Hölle - nach und nach verirren, weil sie Gottes Wege nicht kennen und von uns durch die gute Nachricht nicht herausgeführt werden können

Die Mahnung:

Markus 16,16 Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

Wer das glaubt, der wird selig werden: selig nicht nur im Sinne von: in den Himmel kommen, sondern von: ein tief erfülltes Leben finden – „ewiges Leben“, in dem von Christus her Freude, Freiheit, Wahrheit und Liebe um sich greifen wie Kreise, die sich im Wasser um eine Mitte bilden. – Wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden: Das klingt ziemlich dramatisch – und ist es auch. – Verdammt werden ist nicht etwas, was Gott zusätzlich zu dem macht was wir tun. „Verdammnis“ ist die Konsequenz unseres Handelns und Tuns, ist das Ergebnis  unseres von Gott entfremdeten Lebens. Wir enden dann in totaler Entfremdung, wir „verdammen“ uns selbst. Wir laufen so lange von Gott weg, bis wir nicht mehr zu ihm zurückwollen, obwohl wir kreuzunglücklich sind. Wer ohne Gott leben will, bekommt seinen Willen. Das ist die Hölle: seinen Willen bekommen – und darüber nicht mehr glücklich werden. 

Foto Fotolia

.

14.4.

Mittwoch 14.4.2021 – Der Fokus: Lukas 24,36-49 Jesus gibt sich seinen Jüngern zu erkennen - Lukas 24,36 / Offenbarung 3,20 Jesus in unser Leben hereinlassen - Jesus die Hauptperson der Gemeinde - FUHDWM 81+82

Jesus immer wieder mit seiner ganzen Zuwendung und seinem Frieden, aber auch seinem Anspruch an unser Leben in unser Leben, in unsere Wohnung und in unsere Kirchen einladen und uns von ihm verwandeln lassen

Die Herausforderung:

Lukas 24,36 Während sie noch erzählten, stand der Herr plötzlich selbst in ihrer Mitte. "Friede sei mit euch!", grüßte er sie.

Offenbarung 3,20 Merkst du nicht, dass ich vor der Tür stehe und anklopfe? Wer mich rufen hört und mir öffnet, zu dem gehe ich hinein und wir werden miteinander essen - ich mit ihm und er mit mir. 

Normalerweise wird der Vers in Offenbarung 3,20 so ausgelegt, dass Jesus vor unserer Herzenstür steht und uns bittet, ihn hereinzulassen. Hier ist aber nicht die Rede von persönlicher Evangelisation. Es geht hier um eine bestimmte Kirche an einem bestimmten Ort, Laodizea – die berüchtigte Kirche, die Jesus ausspucken wollte, weil sie lauwarm war. – Steht Jesus auch vor der Tür unserer Kirchen? Haben wir ihn dadurch vor die Tür gesetzt, indem wir als Kirchen der westlichen Welt mal mehr, mal weniger den Kontakt zu Jesus eingebüßt und damit die gefährliche und unbeugsame Botschaft verloren haben, die sie doch eigentlich ausleben und vor allem weitertragen soll. Als Jünger von Jesus sind wir gerufen, so zu leben wie er lebte. Egal, wie das für uns aussehen mag. Eines ist dabei sicher – unser Leben und unsere Gemeinschaften müssen im Wesentlichen mit dem Leben, der Lehre und der Mission von Jesus übereinstimmen. M.Frost und A.Hirsch aus „Der wilde Messias“ Seite 81+82  

Foto Fotolia

.

12.4.

Montag 12.4.2021 – Der Fokus: Johannes 21,1-14 Der auferstandene Jesus erscheint sieben Jüngern beim FischenJohannes 21,4-7In der Gemeinschaft mit Jesus bleiben - FUHDWM 63 

In der Verbindung mit Jesus bleiben, indem wir darauf achten, dass er zum Wirken kommt und dann sich diesem Wirken wie Petrus hingeben

Der Mahnung: 

Johannes 21,4-7 Als es Tag wurde, stand Jesus am Ufer, doch die Jünger erkannten ihn nicht. "Kinder, habt ihr vielleicht etwas zu essen dabei?", rief er ihnen zu. "Nein!", riefen sie zurück. "Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus!", forderte er sie auf. "Dort werdet ihr welche finden." Das taten sie. Doch dann konnten sie das Netz nicht mehr ins Boot ziehen, so viele Fische hatten sie gefangen. Da sagte der Jünger, den Jesus besonders liebte, zu Petrus: "Es ist der Herr!" Daraufhin warf sich Simon Petrus das Obergewand über, das er bei der Arbeit abgelegt hatte, band es hoch und sprang ins Wasser. 

Es ist eine schwere Aufgabe. Eine Beziehung zu Gott zu führen, die ehrlich und offen ist und auch bleibt. Wenn die Beziehung gelingen soll, dann kann sie da nur in einer direkten und selbstständigen Verbindung mit Jesus – darin liegt der einzige Weg. Und in ihr müssen immer wieder lebendige Erfahrungen mit unserem Herrn vorkommen. Verliert man diese Bundesbeziehung, rutscht man unweigerlich in eine starre Religion ab, die ihm entgegenstehrt, was Jesus angefangen hat. Es mag sein, dass diese Religion die Form eines christlichen Glaubens annimmt, aber sie wird weder die Echtheit noch das Leben Christi in sich tragen. M.Frost und A.Hirsch aus „Der wilde Messias“ Seite 63

Foto Fotolia

.

9.4.

Freitag 9.4.2021 – Der Fokus: Markus 16,9-14 Jesu zeigt sich seinen Nachfolgern als Auferstandener - Markus 16,12+13 / Hebräer 11,27Jesus anschauen und verwandelt werden - CHAÄHN 158 

Mit Jesus im Leben unterwegs sein, ihn immer wieder neu entdecken, wie er wirklich ist und ihm dann wie einem unsichtbaren Begleiter folgen

Die Faszination:

Markus 16,12+13 Darnach, da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer anderen Gestalt, da sie aufs Feld gingen. Und die gingen auch hin und verkündigten das den anderen; denen glaubten sie auch nicht. 

Wenn Du Jesus einmal gesehen hast, dann bist du nie wieder wie vorher. Andere Dinge können dich nie mehr so in Anspruch nehmen. – Wenn du nur siehst, was er für dich getan hat, dann ist dein Gott zu klein. Aber wenn du eine Vision von ihm hattest, und du hast ihn gesehen wie er wirklich ist, dann zählt es nicht mehr viel, was dir im Leben begegnet; Du kannst entschlossen Deinen Weg gehen, weil Du den unsichtbaren Gott vor Augen hast. (Hebräer 11,27) – Hast du Jesus gesehen? Dann wünschst du dir, dass andere ihn auch sehen: „Und die gingen auch hin und verkündeten es den anderen. Aber auch denen glaubten sie nicht.“ (Markus 16,13). Wenn du ihn siehst, dann musst du es jemandem sagen, auch wenn er es nicht glaubt. Oswald Chamber aus „Mein Äußerstes für sein Höchstes neu“ Seite 158

Foto Holgus

.

8.4.

Donnerstag 8.4.2021 – Der Fokus: Römer 6,1-13 Die Befreiung von der Macht der Sünde in der Vereinigung mit Christus - Römer 6,8Das Ego sterben lassen - Aiden Wilson Tozer 

Denn alten Menschen immer wieder soweit es bewusst sein kann sterben lassen, dass der neue voller Kraft in Christus aufstehen und agieren kann

Der Lebensstil:

Römer 6,8 Wenn wir nun mit Christus gestorben sind, vertrauen wir darauf, dass wir auch mit ihm leben werden. 

Hast du festgestellt, dass heute sehr, sehr viele die Möglichkeit für selbstverständlich halten, für Christus zu leben, ohne mit Ihm gestorben zu sein? Dies ist ein ernster Fehler, und wir wagen nicht, ihn unwidersprochen zu lassen! Der siegreiche Christ hat zwei Leben kennengelernt. Das erste war sein Leben in Adam, das durch das fleischliche Herz bestimmt wurde und das auf keine Weise und unter keinen Umständen Gott gefallen kann. Es kann nicht bekehrt werden – es kann nur sterben. Das zweite Leben eines Christen ist das neue Leben in Christus. Das Leben eines Christen mit dem Adamsleben zu führen, ist völlig unmöglich. Doch große Scharen sind sich sicher, sie könnten das tun, und stolpern so, Jahr für Jahr, von einer Niederlage in die andere. Das Schlimmste ist: Sie halten diesen halb toten Zustand für normal! Ein anderer Aspekt dieser Haltung zeigt sich in dem Bemühen vieler, geistliches Werk ohne geistliche Kraft zu vollbringen. David Brainerd verglich einmal einen Menschen, der ohne die Kraft des Geistes Gottes versucht, geistliche Arbeit zu leisten, mit einem Mann, der ohne Finger versucht, eine komplizierte Handarbeit auszuführen. Das Bild ist sehr eindrücklich und übertreibt in keiner Weise die Tatsachen. Der Heilige Geist ist kein Luxus, bestimmt für Christen der Extraklasse, so wie ein hübsches Titelbild und ein Ledereinband die Luxusausgabe eines Buches kennzeichnen. Der Geist ist eine unverzichtbare Notwendigkeit. Nur der ewige Geist kann Werke von Ewigkeitswert schaffen! Aiden Wilson Tozer aus Evangeliums.net

Foto Holgus

.

7.4.

Freitag 7.6.2013 – Der Fokus: Markus 15,42-47 Das Begräbnis von Jesus - Markus 15,42-44 / Römer 6,8  - Der Tod von Jesus am Kreuz / Jesus als Sohn Gottes - DUVEZA 354

Den gestorbenen Christus auf uns wirken lassen und mit ihm sterben, um ihn noch tiefer als wahren Sohn seines Vaters im Himmel zu erkennen

Die Faszination: 

Markus 15,42-44 Da wagte es Josef aus Arimathäa, zu Pilatus zu gehen und ihn um den Leichnam von Jesus zu bitten. Er war ein angesehenes Mitglied des Hohen Rates und einer von denen, die auf das Kommen des Reiches Gottes warteten. Pilatus war erstaunt zu hören, dass Jesus schon tot sein solle. Er ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus wirklich schon gestorben sei. Als der das bestätigte, überließ er Josef den Leib.

Die tiefe Botschaft, die Markus damit verbindet, ist die, dass man Jesus zuletzt und zutiefst erst am Kreuz als den Sohn Gottes erkennen kann. Vielleicht wurde auch Josef von Arimathäa unter dem Kreuz urplötztlich von dieser Erkenntnis getroffen wie von einem Blitz. Dann wären er, der Jude, und der Hauptmann die ersten Vorboten eines neuen Glaubens an Jesus, den Christus und Gottessohn. – Freilich wussten beide zu diesem Zeitpunkt noch nichts von seiner Auferstehung. Darum konnten sie nicht viel mehr tun, als dem toten Jesus die Ehre erweisen. Für einen Glaube, der darüber hinausging, fehlte ihnen noch ein wichtiges Puzzleteil. Und vielleicht sollten wir nicht zu schnell österlich   werden in unserem Glauben. K.Douglass und F.Vogt aus „Expedition zum Anfang“  Seite 354

Römer 6,8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, … 

Foto Fotolia

.

6.4.

Dienstag 6.4.2021 – KARFREITAG - Der Fokus: Markus 15,33-41 Das Sterben von Jesus am Kreuz - Markus 15,36-39 / Lukas 23,46 / Johannes 19,30In den Schrei von Jesus bei seinem Sterben einstimmen - SCHEVA 497+498

Mit allem Schreien über Ungerechtigkeit in den letzten Schrei von Jesus einstimmen, der sie für alle Menschen auf sich nimmt und für die Erlösung von ihr durch seine Auferstehung sorgt

Die Faszination: 

Markus 15,36-39 Jesus aber stieß einen lauten Schrei aus und starb. In diesem Augenblick riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei. Als der Hauptmann, der vor dem Kreuz stand, Jesus so sterben sah, sagte er: "Dieser Mann war wirklich Gottes Sohn." 

Es hat etwa besonderes auf sich mit dem letzten Schrei. Es muss ein Schrei von ganz besonderer Gewalt gewesen sein. Zuerst einmal im Sinne ungebrochener Leibesstärke. Dann aber auch im Sinne geistlicher Mächtigkeit. Es war darin etwas enthalten, ein Wort, ein letztes, das hart vom Jenseits der großen Grenze schon herüberklang, in dem schon Auferstehungsgewalten zitterten, die auch den Vorhang des Tempels zerriß. Es war ein Reden nicht mehr mit irdischen Zungen. Es war charismatisch geredet, was da laut wurde, ähnlich der Pfingstrede der Jünger oder der Missionare Zinzendorfs, die den Indianern, ohne ihre Sprache zu kennen, predigten und verstanden wurden. Die Überlieferung, die Lukas bietet, sagt: Und Jesus rief laut und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt, verschied er. Lukas 23,46 Dieses Gebet hat den lauten Schrei begleitet, diesen Akt der Übergabe. Das griechische Wort sagt mehr als “befehlen“. Es drückt die Handlung aus, in der man eine Kostbarkeit in die Hände eines anderen legt. Der Text fährt fort: Und als er das gesagt hatte verschied er. Bei Johannes heißt das letzte Wort von ihm: Es ist vollbracht. Johannes 19,30 Er spricht es aus, neigt das Haupt und verscheidet. Nach unserem Text ist es die charismatische Gewalt des letzten Christuslauts, die den heidnischen Hauptmann überwältigt. Da er sah, dass er mit „solchem Geschrei“ verschied, sprach er: Wahrlich dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen. Markus 15,39 - Es gibt Darstellungen des Gekreuzigten, und zwar sehr alte, die das Königtum dieses freien Sterbens, die des Auferstehenden schon ahnen lassen. Es ist der wahre Christus, wie ihn der Glaubende nur immer sehen kann: als den Auferstehenden. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 497+498

Foto Wikipedia

.

1.4.

Gründonnerstag 13.4.2017 – Der Fokus: Markus 14,18-26 Das letzte Passahmahl mit JesusMarkus 14,22-24Das Abendmahl - Holgus

Sich an den Tisch mit Jesus zwischen seinen Jüngern auf der ganzen Welt aller Zeiten setzen, die Gemeinschaft mit ihm genießen und den Bund mit Gott im Abendmahl zunehmend tiefer wahrnehmen

Die Faszination: 

Markus 14,22-24 Noch während sie aßen, nahm Jesus ein Fladenbrot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es seinen Jüngern mit den Worten: "Nehmt, das ist mein Leib." Dann nahm er einen Becher mit Wein, sprach das Dankgebet und reichte ihnen auch den; und alle tranken daraus. Er sagte: "Das ist mein Blut, das Blut, das für viele vergossen wird und den Bund zwischen Gott und Menschen besiegelt. 

Wie schön, dass Jesus uns einlädt an seinem Tisch zu sitzen. Der Tisch ist immer reichlich gedeckt. Wir können uns immer wieder dazusetzen und genießen, was an uns passiert, ob nun bei einem offiziellen Abendmahl oder wann immer es uns hungert und dürstet nach ihm. Er ist eigentlich ja immer in uns da, lebendig wird er aber erst, wenn er wahrgenommen wird und von uns versorgt wird, zum Beispiel durch das Abendmahl. Wenn er in uns versorgt wird und deshalb agieren kann, sind wir wirklich versorgt. Es tut gut, ihn dabei im Blick anzusehen oder wir sein Jünger Johannes uns an ihn anzulehnen. Dabei erfahren wir seine Freundlichkeit und werden von ihr erfasst. Ja sie soll uns erfüllen und in Besitz nehmen, weil Freundlichkeit letztlich nur bei ihm zu finden ist. Erst dann können wir sie an andere weitergeben, besonders an die, von denen wir keine Freundlichkeit erfahren. Freundlichkeit ist eine umwerfende Eigenschaft, wer sie leben kann, dem geht es gut und denen, die um ihn herum leben. Holgus 13.4.2017

 

Foto Holgus

.

31.3.

Dienstag 27.4.2010 - Der Fokus: Johannes 13,1-20 Jesus wäscht seinen Jüngern die FüßeJohannes 13,4+5Der Tod von Jesus am Kreuz / Jesus der Diener - GRÜWZL 543

Den Dienst von Jesus durch seinen Tod am Kreuz zulassen, wie die Reinigung und Heilung der geschundenen Füße der Menschen ohne Schuhe damals

Die Faszination: 

Johannes 13,4+5 Jesus stand vom Tisch auf, zog sein Obergewand aus und band sich ein Leinentuch um. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen, das er sich umgebunden hatte.

Wenn wir die Fußwaschung symbolisch verstehen, dann beschreibt sie das Wesen von den Tod von Jesus am Kreuz. Am Kreuz beugt sich Jesus am tiefsten hinab zu uns Menschen. Er beugt sich bis in den Staub des Todes. Am Kreuz berührt er unsere Füße und wäscht sie. Die Füße sind Bild für unsere Beziehung zur Welt. Mit ihr betreten wir die Welt und machen uns schmutzig. Jesus berührt uns an der welthaften Stelle, um uns von der Macht der Welt zu befreien. Die Füße sind aber auch die verwundbarsten Stellen. Der antike Dienst des Waschens der Füße war nicht nur Reinigung, sondern immer auch Heilung. Da man normalerweise keine Sandalen trug, verletzte man sich beim Gehen häufig an den Füßen. Der Sklave untersuchte die Füße nach ihren Wunden und rieb sie mit Öl ein, um sie zu heilen. Jesus berührt in seinem Tod am Kreuz unsere Wunden. Die verwundbarste Stelle ist für uns der Tod. Dass wir sterblich sind, hinfällig, vergänglich, das war für die Griechen die größte Beeinträchtigung der menschlichen Würde. Jesus heilt uns in seinem Tod am Kreuz von unserer Todeswunde. Und er reinigt uns von allem, was uns beschmutzt. Anselm Grün aus „Jesus – Wege zum Leben“ Seite 543 

Foto Fotolia

.

30.3.

Montag 25.4.2016 – Der Fokus: Johannes 12,1-8  Die verschwenderische Salbung von Jesus durch MariaJohannes 12,3In Berührung mit Jesus sein - GRÜWZL 532

Von der Liebe von Jesus erfüllt, sie an ihn wieder zurückgeben und ihren Duft um uns herum verbreiten

Die Faszination: 

Johannes 12,3 Maria aber nahm eine Flasche mit einem Pfund Salböl, es war echte, sehr kostbare Narde, und salbte Jesus damit die Füße. Dann tupfte sie diese mit ihrem Haar ab. Der Duft des Salböls erfüllte das ganze Haus. 

Gottes Liebe, die im Tod Jesu zur Vollendung kommt, verbreitet einen angenehmen Duft. Das ganze Haus, die ganze Kirche, die ganze Welt wird davon erfüllt und verwandelt. Die Kirchenväter deuten diese Szene so, dass der Wohlgeruch der Erkenntnis (der Gnosis) seit Jesu Auferstehung die ganze Welt erfüllt. Gegenüber dem üblen Geruch, den der tote Lazarus verbreitet, bedeutet Auferstehung, angenehm zu riechen. Johannes zeigt in diesen Bildern, dass die Wirklichkeit Gottes mit allen Sinnen wahrzunehmen ist. Sie kann geschaut und gehört, geschmeckt und gerochen und betastet werden. Die mystische Tradition hat diese Sicht des Johannes weiter geführt in ihrer Theologie der „dulceto“ = Süßigkeit Gottes. Gott lässt sich erfahren und spüren. Gottes Spur in der menschlichen Seele ist der Wohlgeruch, der neue Geschmack, die Süßigkeit und Freude. Anselm Grün aus „Jesus-Wege zum Leben“ Seite 532

.

Hebräer 12,1

Montag 29.3.2021 – PALMSONNTAG - Hebräer 12,1-3 Die Motivation für den Lauf aller Läufe - Hebräer 12,1Sich entlasten, um Jesus folgen zu können - Pfarrerin Petra Frey, Ulm

Sich unbeschwert zu einer mehr oder weniger großen Wolke eines Zeugen bilden und sich durch den Geist sich zum ewigen Ziel - den anderen Wolken nach - treiben lassen

Der Lebensstil:

Hebräer 12,1 Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, 

Loslassen!  was sagt unser Prediger dazu? Wie jeder gute Motivator rät er zuerst zum Loslassen. Wer nur auf die eigene Unfähigkeit starrt, auf Fehler und Versäumtes, der wird nicht frei sein, um zu laufen. Denn ohne Ballast geht es leichter. Manchmal scheint es, als hinge auch ich an meinen Altlasten: bittere Gedanken voller Missgunst und Neid. Verhasst und doch liebgeworden über die Jahre. Das Loslassen können wir von den Sportlerinnen und Athleten in der Tat lernen. Den Blick aufs Ziel. Nicht zurückschauen auf das Versagen der vergangenen Woche. Loslassen. Nicht klebenbleiben an dem Ärger und den Schwierigkeiten mit mir selbst und meinen Mitmenschen. Loslassen. Auch die schweren Gedanken und die belastenden Erlebnisse. Loslassen.

Wir sind keine Einzelkämpfer/innen! So gewinnt der Lauf an Leichtigkeit. Auch weil wir nicht allein sind. Christinnen und Christen sind keine Einzelkämpfer. Wie von einer Wolke sind wir von Menschen umgeben, die vor uns und mit uns laufen. Geborgen und nicht allein. Die Wolke der Glaubenszeugen umhüllt uns. Tragende Gefährten und Gefährtinnen nehmen uns mit. - Solche Zeugen, die auf Jesus Christus hinweisen und zum Vertrauen ermutigen, gibt es bis heute. Wie sieht Ihre Zeugenwolke aus? Verändert sie sich auch wie meine? Wer ist dabei? Die Großmutter, Dietrich Bonhoeffer, Sophie Scholl? Wohl denen, die ihre Glaubensvorbilder nicht nur aus Büchern kennen. Oft kann man ja auch erleben, wie eine ihren Glauben lebt und hinsteht. Gerade da, wo es besonders viel Anstrengung und Mut braucht und weh tut. Pfarrerin Petra Frey, Ulm aus ihrer Predigt zum Palmsonntag 2021

Foto Fotolia

.

24.8.

Freitag 24.8.2012 - Der Fokus: Markus 13,32-37 Das Gleichnis vom verreisten Hausherr der zurück kommt Markus 13,34+35 / Lukas 12,39+40Die Wachsamkeit - GRÜWLZ 269

Als Jünger zunehmend wachsamer werden, besonders für die letzte Zeit nach der der Meister und König zurückkommt

Die Mahnung: 

Markus 13,34+35 Es ist wie bei einem Mann, der verreist. Er verlässt das Haus und überträgt seinen Sklaven die Verantwortung. Jedem teilt er seine Aufgabe zu. Dem Türhüter schärft er ein, besonders wachsam zu sein. Darum seid auch ihr wachsam! Ihr wisst ja nicht, wann der Herr des Hauses kommt - ob am Abend, mitten in der Nacht, beim ersten Hahnenschrei oder früh am Morgen.  

Lukas 12,39+40 Und das ist doch klar: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welchem Zeitpunkt der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass in sein Haus eingebrochen wird. So solltet auch ihr immer bereit sein, denn der Menschensohn wird dann kommen, wenn ihr es gerade nicht erwartet." 

Was Jesus von seinen Jüngern erwartet, dass sie wachen und nicht schlafen, werden gerade die drei Jünger die er auswählt, damit sie seinen Gebetskampf in Getsemane wachend begleiten nicht erfüllen. Sie schlafen immer wieder ein. So ist diese Mahnung angesichts der drei Jünger umso ernster. Als Jünger und Jüngerinnen von Jesus sollen wir uns durch Wachen auszeichnen. Markus bringt hier zwei verschiedene Worte für wachen „agypneite“, das Schlaflosigkeit bedeutet, und „gregoreite“, was so viel heißt wie „haltet die Augen offen“. – Wir wollen nicht hinsehen, was ist. Wir verschließen die Augen vor der Wirklichkeit, vor der Nähe von Jesus, der jeden Augenblick an unsere Tür klopfen könnte. Wir meinen es würde genügen, anständig zu leben, die Gebote zu erfüllen, nichts Böses zu tun. Doch Christsein heißt: wachsam sein, die Augen aufmachen, um der Wirklichkeit ins Auge zu sehen. Und die Wirklichkeit ist geprägt vom Kommen des Menschensohns. – Wenn er kommt, werden wir wahrhaft zu Hause sein, dann wird unser Haus zur Heimat, weil Christus selbst darin wohnt. Anselm Grün GRÜWZL269

Donnerstag 25.3.2021 - Australien / New South Wales

Donnerstag 25.3.2021 - Die Zeitchronik - 22.03.2021 - Nach Buschbränden nun "Jahrhundert-Regen" in Australien – BR24

Ja mein Gott, ich nehme vor Dir eine weitere Wehen wahr: Die Katastrophe in New South Wales. ...


Foto Fotolia

.

25.3.

Donnerstag 5.7.2007 - Der Fokus: Markus 13,6-8 Die Lehre von Jesus über die EndzeitMarkus 13,7+8 / Markus 2,22  – Die kommenden Prüfungen / Die Klimakrise - DREMEZ 367 / 368

Innerlich gut vorbereitet und gerüstet, die Geburtswehen vor der neuen Zeit wahrnehmen und sie mit Jesus Christus mutig durchstehen

Die Mahnung: 

Markus 13,7+8 Erschreckt nicht, wenn ihr von Kriegen hört oder wenn Kriegsgefahr droht. Das muss so kommen, aber es ist noch nicht das Ende. Ein Volk wird sich gegen das andere erheben, und ein Staat den anderen angreifen. In vielen Teilen der Welt wird es Erdbeben und Hungersnöte geben. Doch das ist erst der Anfang, es ist wie bei den Geburtswehen. 

Angesichts eines deutlich sichtbaren und dennoch unabwendbaren Grauens kann es, wenn überhaupt, nur einen Glauben geben, wie die Apokalyptiker ihn bezeugen: zu hoffen, dass gerade die Katastrophe der Weg Gottes sei, um bestimmte Wahrheiten am Ende nur umso klarer sichtbar zu machen. Freilich wird man, um so zu glauben, oft einen unerträglich langen Atem brauchen; „es ist noch nicht das Ende“ Markus 13,7 zu seinen Jüngern; „es ist nur erst der Anfang der Wehen“ Markus 13,8; gerade der Schmerz an den bestehenden Verwirrungen werde schließlich zum Beginn eines neuen Lebens, einer neuen Geburt führen; - ein ungeheuerlicher Gedanke, der dennoch vieles für sich hat. Kann es denn nicht sein, dass etwas Neues wirklich erst kommt, wenn wir mit all unserem Tun   an eine Ende gekommen sind? Und wenn man dem neuen Wein keine neuen Schläuche zur Verfügung stellt, muss er dann nicht die Alten zerreißen. (Markus 2,22) Eugen Drevermann aus „Das Markusevangelium – Teil 2“ Seite 367 / 368

Foto Fotolia

.

24.3.

Dienstag 4.7.2017 – Der Fokus: Markus 12,28-34 Jesus beantwortet die Frage der Pharsäer nach dem wichtigsten Gebot - Markus 12,29 Das Gebet als Hören / In Beziehungen Gott zur Wirkung kommen lassen - LEBDSH 159

Auf Gott, auf Menschen und auf seine Schöpfung hören lernen, ohne, aber auch mit konkreten Anliegen, um Gottes Wirken an und durch uns zulassen zu können

Die Faszination: 

Markus 12,29 "Das wichtigste", erwiderte Jesus, "ist: 'Höre Israel! Der Herr, unser Gott, ist der alleinige Herr.

„Hineinhorchen“, ich wollte, dass ich dafür einen guten holländischen Ausdruck finden könnte. Eigentlich ist mein Leben ein andauerndes „Hineinhorchen“ in mich selbst, in andere, in Gott. Und wenn ich sage, ich „horche hinein“, dann ist es eigentlich Gott in mir, der „hineinhorcht“. Das Wesentlichste und Tiefste in mir, das auf das Wesentlichste und Tiefste in dem anderen hört, Gott auf Gott. Etty Hillesum – Ihre Subjektivität (…) drückt sich in Entsprechung dazu aus, wie sie Gott erfahren hat: im tiefsten Inneren ihrer selbst, und auch in ihren Mitmenschen, in allen Menschen. Um diese Erfahrung wiederzugeben, gebraucht sie das deutsche Wort, hinhören auf den Grund ihrer selbst. K.J.Hahn über Etty Hillesum zitiert in „Das suchende Herz“ von Paul Lebeau Seite 159

Foto Holgus

.

23.3.

Donnerstag 6.11.2014 – Der Fokus: Markus 12,13-17 Jesus pariert die Frage nach der Steuer - Markus 12,14 - Jesus der freie Mensch / Die Freiheit der PersonGRÜBVJ 57-59

Herausgefordert durch die Machenschaften der Menschen, in Christus teilhaben lernen an seiner Freiheit, um ihnen frei und souverän begegnen zu können wie er

Die Orientierung:

Die innere Souveränität Jesu wird besonders gut in der Szene von der kaiserlichen Steuer sichtbar. Da wollen ihn einige Pharisäer in die Falle locken. Sie müssen zwar selbst zugeben: Markus 12,14 Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und dich um niemand kümmerst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an, sondern lehrst den Weg Gottes der Wahrheit gemäß. Jesus hat offensichtlich auf sie Eindruck gemacht, dass er unbestechlich ist, dass er innerlich frei ist. Er muss sich nicht nach den Menschen richten, sondern er handelt aus einem inneren Gespür heraus. – Ich möchte teilhaben an Jesu Freiheit. Ich möchte mich wie Jesus den Spielregeln der Menschen entziehen können, die mich oft genug in die Enge treiben. Jesus verweist mich auf Gott. Wenn ich Gott gehöre, dann hat kein Mensch Macht über mich. – Jesus verkündet einen Gott der mir Freiheit schenkt, der mich befreit von dem Zugriff der Menschen, die mich in ihren Griff bekommen möchten. – Du wirst sehen, dass die Begegnung mit dem freien Jesus in Dir die Freiheit hervorlocken wird, die in Dir verborgen liegt. Anselm Grün aus "Bilder von Jesus" Seite 57-59

Foto Holgus

.

22.3.

Montag 22.3.2021 – Der Fokus: Markus 12,1-12 Das Gleichnis von den undankbaren Weingärtnern - Markus 12,1+2 / Jesaja 5,1+2Die Früchte des Geistes / Die weltweite Kirche - RAGDGJ 224

Früchte bringen und Projekte der Liebe bzw. der Gerechtigkeit umsetzen, die durch den Heiligen Geist inspiriert sind und genährt werden, die dann unserem Schöpfer und Erlöser einmal gut schmecken

Die Mahnung:

Markus 12,1+2 Dann fing Jesus an, ihnen Gleichnisse zu erzählen. Er begann: "Ein Mann legte einen Weinberg an, zog eine Mauer darum, hob eine Grube aus, um den Wein darin zu keltern, und baute einen Wachtturm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste ab. Als die Zeit gekommen war, schickte er einen seiner Sklaven zu den Pächtern, um seinen Anteil an der Ernte zu erhalten. / Jesaja 5,1+2 Ich will singen von dem, den ich liebe, ein Lied vom Weinberg meines Freundes: Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fruchtbaren Höhe. Er grub ihn um und entfernte die Steine und bepflanzte ihn mit edelsten Reben. Einen Turm baute er mitten darin / und hieb auch eine Kelter aus. Dann wartete er auf die süße Frucht. / Doch die Trauben waren sauer und schlecht.

Die offizielle Religion ist immer in Gefahr, sich selbst zu dienen, statt Gott, ja sogar den Auftrag für den Weinberg für sehr weltliche Dinge zu missbrauchen: für die Gewinnung von Macht und Ehre und nicht zuletzt – wie die Kirchengeschichte auf vielen dunklen Blättern zeigt – von Geld und Gut. Ihr Auftrag ist die Sache Gotte und das heißt: das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit für die Erde. Der Weinberg soll Frucht tragen: Wahrheit, Freiheit, Recht, Frieden, Reinheit, Freude für alles Volk, Gotteserkenntnis und Menschlichkeit, einen neuen Himmel und eine neue Erde in denen Gerechtigkeit wohnt. – Aber ist das wirklich das, was unsere Kirchen als ihr erstes und wesentliche Thema der Gottesdienste, der Predigten, der Gebete und der Lieder? Sind Taufe und Abendmahl danach ausgerichtet? Ist die Übernahme des Reiches Gottes, der Sinn unserer Gemeinden und ist die Nachfolge Christis, die Übernahme seines Reiches die zentrale Losung der Christen? Leonhard Ragaz aus „Die Bergpredigt Jesu“ Seite 224

Foto Pixabay

.

18.3.

Donnerstag 18.3.2021 – Der Fokus: Markus 11,15-19 Jesus reinigt den TempelMarkus 11,17 / Jeremia 7,11Die Gemeinde als Gebetshaus - SCHEVA 398 

Die Ökumene, die Kirche, die Gemeinde, unsere Gemeinschaften, unsere Wohnung, mein Leben als Tempel Gottes, als Gebetshaus verwandeln lernen, indem alle Motive und aller Betrieb durch das Gebet durchdrungen wird 

Der Lebensstil:

Markus 11,17 Jesus rief: "In der Schrift heißt es: Mein Haus soll ein Ort des Gebets für alle Völker sein. Aber ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht.“ – Jeremia 7,11 „Ist denn dieses Haus, das meinen Namen trägt, für euch zu einer Räuberhöhle geworden? - Gut, dann sehe ich es auch so an“, spricht Jahwe. 

Ein Bethaus nennt Christus das Gotteshaus. „Proseuche“ heißt das Gebet, welches mit emporgerichtetem Antlitz zu Gott verrichtet wird. So heißt auch der Ort selbst, an dem so gebetet wird. Das soll eine Kirche sein: Ort der „Proseuche“. Hier sagt er uns, was die Seele der Kirche sei, die „Proseuche“. Es gibt Augenblicke, in denen die Dinge zu härtester Entscheidung aufeinanderprallen. Und wo die Entscheidung fällt, einfach und hart. Was sind alle Begriffsbestimmungen der Kirche, die wir Theologen dem Christuswort hinterher getragen haben! Das ist die Kirche: Ort des Gebets. Ja sie ist, wie wie es der alte Sprachgebrauch weiß, das Gebet selbst. Ich gehe in die Kirche, das heißt, ich gehe in das Gebet. Das also ist der Urbegriff der Kirche. Nach ihm ist alles auszurichten, was in der Christenheit von der Kirche gelehrt wird. Was auch sonst alles an Wort und Werk in ihr leben mag, in dieser „Proseuche“ kommt alles andere zur Vollendung. Sie ist die höchste Gestalt all dessen, was geschehen mag. In der Christenheit. Hier in den betenden Händen faltet sich alles zusammen, was in der Kirche – von unten und oben einander entgegengetragen – eines wird. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 398

Foto Pixabay

.

17.3.

Montag 23.7.2012 Markus 10,1-12 – Der Fokus: Markus 10,1-12 Über die Ehe und deren Scheidung - Markus 10,7+8Die Ehe / 6. Du sollst die Ehe nicht brechen - GRÜWZL 241

Die Sehnsucht nach dem Einswerden mit Gott durch die Ehe leben, wie einen Paartanz nach der Musik des Heiligen Geistes 

Die Orientierung: 

Markus 10,7+8 Deshalb wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden eine Einheit sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. 

Es ist ein Geschenk Gottes an den Menschen, dass Mann und Frau in der ehelichen Liebe Anteil haben am Einssein Gottes. In ihrem körperlichen Einssein erfahren sie das Ziel der ganzen Schöpfung, dass sie mit Gott eins sind. Doch die körperliche Einheit verlangt nach einem geistigen Einswerden, nach einem Sichergänzen auf dem Weg der Menschwerdung. Weil das so ist, darf der Mensch nicht auseinanderdividieren, was Gott verbunden hat. Das ist aber kein Gebot. Es bezieht sich vielmehr auf den Sinn der Ehe. Was eins geworden ist, soll eins bleiben. Das ist die tiefe Sehnsucht des Menschen und Gottes. Anselm Grün aus „Jesus – Wege zum Leben“ Seite 241 

Foto Pixabay

.

16.3.

Dienstag 16.3.2021 – SONNTAG LAETARE - Johannes 12,23+24Jesus das fruchtbare WeizenkornHolgus

Zusammen als Früchte des Weizenkorns weiter reifen, das als Einziges die Erde, den Tod durchbrechen konnte, um millionenfache Frucht hervorzubringen

Die Faszination: 

Johannes 12,24 Doch Jesus erwiderte: "Die Zeit ist gekommen, in der die Herrlichkeit des Menschensohnes sichtbar wird. Ja, ich versichere euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde kommt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, wird es viele neue Körner hervorbringen.

Wir Kinder Gottes sind die Früchte, die aus dem Samen aufgewachsen sind, der als Einziger in die Erde eingegangen ist und aus ihr hervorgebrochen ist. Wir dürfen es genießen solch ein Samen an ihm unserem Halm zu sein und aufzuwachsen. Sein Tod macht die verfluchte Erde fruchtbar und sein Leben hat uns in sein Licht geführt. Zusammen dürfen wir eine Ehre bilden, dicht an dicht. – Gleichzeitig sind wir für das gleiche Schicksal wie er bestimmt. Voll ausgereift, können wir im Humus dieser Welt aufgehen, in die Schwierigkeiten dieser Welt hineinwurzeln und sie so verwandeln. Dabei löst sich unser selbstgefälliges Eigenleben auf, wenn wir es weiter diesem Prozess zur Verfügung stellen. Jede durchlebte Passionszeit nimmt löst uns weiter in der Erde auf und lässt uns im Himmel weiter reifen. Zusammen können wir uns von ihm in der Ehre getragen und reifend fühlen, gleichzeitig aber auch wie er sterbend, sich auflösend und sich ernährend in der Erde. So wächst auch ein Halm aus uns heraus, der sechzig, achtzig oder hundertfache Frucht bringt, wenn sie in dieselben Prozesse einsteigen. Wenn die Passionszeit dieses Wachstum weiter auslöst, dann hat sie ihren Sinn erfüllt und wir erleben die Herrlichkeit des Menschensohns zunehmend mehr. Holgus 16.3.2021

Foto Fotolia

.

12.3.

Freitag 12.3.2021 – Der Fokus: Luk.19,11-27 Das Gleichnis von den anvertrauten Pfunden - Lukas 19,20+21 / Matthäus 25,24-26Die Frucht des Geistes Treue / Das Reich Gottes als Geschenk - RAGDGJ 204

Das Reich Gottes als Geschenk an unser Leben annehmen, es treu investieren und seine Fülle erleben, die sich daraus entwickelt, um es als Gewinn an den Geber zurück zu geben

Die Orientierung:

Lukas 19,20+21 Doch der Nächste, der kam, erklärte: „Herr, hier ist dein Pfund Silbergeld. Ich habe es in einem Schweißtuch aufbewahrt, denn ich hatte Angst vor dir, weil du ein so strenger Mann bist. Du forderst Gewinn, wo du nichts angelegt hast, und erntest, wo du nicht gesät hast.“

Der Herr des Reiches ist kein harter Herr. Gott ist über die Massen großzügig, ist bereit, Rücksicht zu nehmen und zu schenken ohne Maß.Das Reich Gottes selbst ist nicht eine Forderung, sondern ein Geschenk. Es ist nicht ein Anspruch, sondern ein Angebot. Das Reich Gottes will doch gerade die Dürftigkeit des Lebens  aufheben durch seinen Reichtum; es will doch gerade das Unrecht gut machen durch sein Recht. Und das Reich Gottes ist eine so einfache Sache. Es erfordert gar keine besonderen Gaben. Es gibt sich selbst. Es ist gerade für die Kleinen und Schwachen; denn die Großen und Starken glauben nur zu leicht, sie brauchen es nicht. Das Reich Gottes ist gerade für die Stillen und Bescheidenen; die Lauten und Hochmütigen meinen es nicht notwendig zu haben. Es kommt wie gesagt ganz und gar auf des Eine an: die Treue. In dieser Treue haben immer und immer wieder Kleine und Schwache Großes getan, das Reich Gottes getragen und gefördert. – Mit der Treue vermehrt sich die Gabe des Reiches, bis sie sehr groß wird, überschwängliche Fülle wird, aber ohne die Treue, in der Zaghaftigkeit und im Trotz, in der falschen Demut und im Hochmut verringert sie sich und wird zuletzt zum Bankrott. Leonhard Ragaz aus „Die Gleichnisse Jesu“ Seite 204

Foto Pixabay

.

11.3.

Samstag 30.Juni 2007 – Der Fokus: Markus 10,32-34 Auf dem Weg nach Jerusalem kündigt Jesus nochmals sein Todesurteil an - Markus 10,32Auch dem verunsichernden Jesus folgen - CHAÄHN 120

Auf dem persönlichen Weg der Nachfolge, Jesus weiter folgen, auch wenn er uns verunsichert, weil er uns in die umfassende Gemeinschaft mit sich und in die Freude darüber führt

Die Anfechtung: 

Markus 10,32 Als sie auf dem Weg nach Jerusalem hinauf waren, ging Jesus voran. Die Jünger waren sehr beunruhigt, und die, die mitgingen, hatten Angst. Da nahm er die Zwölf noch einmal beiseite und machte ihnen klar, was mit ihm geschehen werde: …

Wenn wir ihn so sehen, spüren wir, dass wir ihn eigentlich nicht kennen. Wir erkennen keinen Wesenszug an ihm wieder und haben nicht die leiseste Ahnung, wie wir ihm folgen könnten. Er ist weit vor uns, führt uns zwar, aber ohne jede Vertrautheit, Freundschaft ist mit ihm undenkbar. Die Erfahrung, vor Jesus zu erschrecken, ist wesentlich, wenn man ihm folgen will. Wenn Dich ein solcher Schrecken trifft, halte ihn aus, bis er vorbei ist, denn aus ihm entsteht die Fähigkeit, Jesus wirklich zu folgen und das schafft eine unbeschreibliche Freude. Oswald Chambers aus „Mein Äußerstes für sein Höchstes“ Seite 120 

Foto Fotolia

.

10.3.

Samstag 11.5.2013 – Der Fokus: Markus 10,13-16 Die Lehre von Jesus über die Kinder - Markus 10,14Das Kind / Kinderarbeit in der Gemeinde - DUVEZA 240/243

Alle Kinder – aber auch alle Erwachsene – im Namen von Jesus im Reich Gottes willkommen heißen und sie – barrierefrei - öffnen für das Leben mit Jesus Christus

Der Lebensstil: 

Markus 10,14 Als Jesus das sah, sagte er den Jüngern ärgerlich: "Lasst doch die Kinder zu mir kommen, und hindert sie nicht daran! Gottes Reich ist ja gerade für solche wie sie bestimmt. 

Wenn uns Kinder am Herzen liegen – überhaupt, wenn uns Menschen am Herzen liegen! – sollten wir sie zu Jesus bringen, dass er sie berühre. Wir können nichts Besseres für sie tun. Christen sind dazu berufen, Menschen den Zugang zu Jesus zu ermöglichen. Faktisch bauen wir oft Barrieren auf. Es ist schon merkwürdig: Es geht ein religiöser Hunger durchs Land, die Menschen sehnen sich nach Gott – und die Jüngerinnen und Jünger bauen oft Barrieren auf: moralische, intellektuelle, kulturelle und religiöse Barrieren. Wir sind ganz groß darin, uns abzugrenzen. – Eine Statistik besagt, dass 80% der praktizierenden Christinnen und Christen im Erwachsenen alter die Grundlage ihres Glaubens vor dem 18.Lebensjahr gelegt haben. Es ist offensichtlich sehr viel schwieriger, als Erwachsener zum Glauben zu kommen, denn als Kind. Und das hat nichts damit zu tun, dass wir Erwachsenen so furchtbar klug wären und die Kinder so furchtbar dumm! Nein nicht unsere Klugheit hindert uns Erwachsene am Glauben, sondern dass wir verlernt haben, auf die Stimme unseres Herzens zu hören. – Douglass und Vogt aus „Expedition zum Anfang“ 240/243   

Foto Holgus

.

9.3.

Dienstag 9.3.2021 – Der Fokus: Matthäus 18,15-18 Von der Verantwortung für die Gemeindegeschwister bei Konflikten - Matthäus 18,15+16 - Konfliktlösungen in der Gemeinde - Adolf Schlatter

Gemeinschaft in der lokalen Gemeinde lernen, indem möglichst die Konflikte zuerst in der Beziehung eins zu eins gelöst werden, um unbewussten Sand aus dem Getriebe aufzulösen

Die Orientierung:

Matthäus 18,15+16 "Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Wenn er nicht auf dich hört, dann nimm einen oder zwei andere mit und geht noch einmal zu ihm, damit alles von zwei oder drei Zeugen bestätigt wird. 

In der Christenheit darf Gottes Gebot nicht schwankend werden. Es gehört vielmehr zu ihrer heiligen Aufgabe, dass sie den Kampf gegen das Böse gemeinsam führt. In der Christenheit stärkt sich jeder am Widerstand der anderen gegen die Sünde der Geschwister. Die Wahrhaftigkeit aller trennt alle vom Lügen und die Liebe aller macht allen ihre Eigensucht zur hässlichen Not. 

Gemeinschaft ist aber ein hohes Ziel, vollends dann, wenn sie im gemeinsamen Kampf gegen alles Böse wirksam wird. Die Gemeinschaft kommt in Verwirrung, wenn sie zu weit greift und das Recht eines jeden, sein Innerstes für sich zu haben, antastet. Darum verbot Jesus dem, der in der Gemeinschaft der Jünger lebt, sich mit seiner Klage sofort an die Brüder zu wenden. Freilich darf das, was recht ist, nicht verletzt und die Gemeinschaft nicht durch die Duldung von Unrecht geschwächt werden. Der Verletzte soll aber nicht zur Gemeinde gehen, sondern zum Fehlenden, der ihn geschädigt hat. So kannst du den Bruder gewinnen, sagt uns Jesus, und das hohe Ziel, das er uns damit zeigt, soll uns für einen solchen Gang mit Mut ausrüsten und mit Weisheit begaben. 

Da aber Jesus die Macht der Sünde kennt, verheißt er nicht, dass ein solcher Schritt sicher gelingt. Menschen werden nicht nur gewonnen, sondern auch verloren, und einen mechanisch wirkenden Schutz gegen die Versündigung gibt es nicht. Keine Höhe der Erkenntnis, kein Sakrament, auch keine werbende Liebesmacht des Bruders, der den Bruder vom bösen Handeln befreien will, trägt die Bürgschaft in sich, dass sich der Sündigende unter das ihn mahnende Wort beugt. Aber auch dann lässt Jesus dem Geschädigten nicht zu, dass er schon jetzt auf die Erneuerung der Gemeinschaft verzichtet. Er hat noch zwei Mittel bei der Hand, die vielleicht den Bruder gewinnen, das unparteiische Urteil anderer Brüder und das einträchtige Urteil der gesamten Bruderschaft. Erst mit diesem fällt über das Schicksal des Boshaften die Entscheidung. Hält er auch gegen die Gemeinde an seinem Unrecht fest, dann ist diese verpflichtet, das Band zwischen ihr und ihm aufzulösen. Um den Preis der Duldung des Bösen wird die Gemeinschaft nicht gewährt und Jesus spricht in Kraft seines königlichen Amtes, wenn er sagt, dass ein solches Binden das Binden im Himmel bewirke, wie auch das Lösen und Vergeben der Gemeinde die Vergebung Gottes gewährt. Adolf Schlatter aus Evangeliums.net

Foto Holgus

.

Matthäus 18,15+16

Dienstag 9.3.2021 – Der Fokus: Matthäus 18,15-18 Von der Verantwortung für die Gemeindegeschwister bei Konflikten - Matthäus 18,15+16 - Konfliktlösungen in der Gemeinde - Adolf Schlatter

Gemeinschaft in der lokalen Gemeinde lernen, indem möglichst die Konflikte zuerst in der Beziehung eins zu eins gelöst werden, um unbewussten Sand aus dem Getriebe aufzulösen

Die Orientierung:

Matthäus 18,15+16 "Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und stell ihn unter vier Augen zur Rede. Wenn er mit sich reden lässt, hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Wenn er nicht auf dich hört, dann nimm einen oder zwei andere mit und geht noch einmal zu ihm, damit alles von zwei oder drei Zeugen bestätigt wird. 

In der Christenheit darf Gottes Gebot nicht schwankend werden. Es gehört vielmehr zu ihrer heiligen Aufgabe, dass sie den Kampf gegen das Böse gemeinsam führt. In der Christenheit stärkt sich jeder am Widerstand der anderen gegen die Sünde der Geschwister. Die Wahrhaftigkeit aller trennt alle vom Lügen und die Liebe aller macht allen ihre Eigensucht zur hässlichen Not. 

Gemeinschaft ist aber ein hohes Ziel, vollends dann, wenn sie im gemeinsamen Kampf gegen alles Böse wirksam wird. Die Gemeinschaft kommt in Verwirrung, wenn sie zu weit greift und das Recht eines jeden, sein Innerstes für sich zu haben, antastet. Darum verbot Jesus dem, der in der Gemeinschaft der Jünger lebt, sich mit seiner Klage sofort an die Brüder zu wenden. Freilich darf das, was recht ist, nicht verletzt und die Gemeinschaft nicht durch die Duldung von Unrecht geschwächt werden. Der Verletzte soll aber nicht zur Gemeinde gehen, sondern zum Fehlenden, der ihn geschädigt hat. So kannst du den Bruder gewinnen, sagt uns Jesus, und das hohe Ziel, das er uns damit zeigt, soll uns für einen solchen Gang mit Mut ausrüsten und mit Weisheit begaben. 

Da aber Jesus die Macht der Sünde kennt, verheißt er nicht, dass ein solcher Schritt sicher gelingt. Menschen werden nicht nur gewonnen, sondern auch verloren, und einen mechanisch wirkenden Schutz gegen die Versündigung gibt es nicht. Keine Höhe der Erkenntnis, kein Sakrament, auch keine werbende Liebesmacht des Bruders, der den Bruder vom bösen Handeln befreien will, trägt die Bürgschaft in sich, dass sich der Sündigende unter das ihn mahnende Wort beugt. Aber auch dann lässt Jesus dem Geschädigten nicht zu, dass er schon jetzt auf die Erneuerung der Gemeinschaft verzichtet. Er hat noch zwei Mittel bei der Hand, die vielleicht den Bruder gewinnen, das unparteiische Urteil anderer Brüder und das einträchtige Urteil der gesamten Bruderschaft. Erst mit diesem fällt über das Schicksal des Boshaften die Entscheidung. Hält er auch gegen die Gemeinde an seinem Unrecht fest, dann ist diese verpflichtet, das Band zwischen ihr und ihm aufzulösen. Um den Preis der Duldung des Bösen wird die Gemeinschaft nicht gewährt und Jesus spricht in Kraft seines königlichen Amtes, wenn er sagt, dass ein solches Binden das Binden im Himmel bewirke, wie auch das Lösen und Vergeben der Gemeinde die Vergebung Gottes gewährt. Adolf Schlatter aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

8.3.

Montag 8.3.2021 – Der Fokus: 2.Korinther 12,1-10 Die Lehre von Paulus über Offenbarungen und die Kraft die in der Schwachheit wirkt - Die aktuelle Studie - 2.Korinther 12,9Die Gnade / Die Kraft - Carl Eichhorn

Gnade als Lebenselixier annehmen, in das wir abtauchen können wie im Meer, um alles an Energie und Fähigkeiten ausschöpfen zu können, für ein überzeugendes Leben in unseren ganz normalen Rollen, Aufgaben und Herausforderungen

Die Ermutigung:

2.Korinther 12,9 Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne.

Die Gnade ist ein Meer, in dem sich ein Kind Gottes bewegen darf wie Fische in ihrem Element. Die Gnade durchflutet sein ganzes Leben. Nach allen Seiten und Beziehungen kommt die Gnade zu Hilfe. Sie setzt uns instand, unseren Posten im Haus auszufüllen, dass wir unser Haus richtig leiten als Vater oder Mutter, dass wir als Ehegatten unser Eheleben nach Gottes Sinn führen, dass wir als Angestellte uns in rechter Weise verhalten. Die Gnade befähigt, uns auch außer dem Haus uns recht zu benehmen und mit den Menschen, die uns in den Weg kommen, so umzugehen, wie es Gott gefällt. Sie gibt ein Wort zu rechter Zeit, aber auch Kraft zum Schweigen, wenn sich ein böses Wort auf die Lippen drängen will.

Die Gnade setzt uns instand, unseren Arbeitsleben nach Gottes Willen auszuführen und alle Aufgaben zu lösen, die uns gestellt werden. Die Gnade lässt uns im Leiden geduldig sein, dass wir uns fügen, wenn wir der gewohnten und geliebten Tätigkeit entsagen müssen. Die Gnade hilft uns, auch den Tod zu überwinden. Wenn die Stunde kommt, wenn wir sterben, werden wir nicht weggerissen wider unseren Willen, sondern gehen getrost und gern, um ganz bei Christus zu sein. Carl Eichhorn etwas modernisiert aus Evangeliums.net


Foto Pixabay

.

5.3.

Freitag 5.3.2021 – Der Fokus: Markus 9,33-41 Die Lehre von Jesus über Ehrgeiz und Unduldsamkeit - Markus 9,41Die praktische Liebe - Chiara Lubich 

Von Gottes Liebe erfüllt, sich auf die Suche begeben, sie an andere weiterzugeben, durch einen Schluck Wasser, ein Stück Brot oder ein gutes Wort. 

Der Lebensstil:

Markus 9,41 Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört - amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.

Ein Glas Wasser anzubieten ist sicher eine einfache Geste. In den Augen Gottes aber ist es etwas Besonderes, wenn es in seinem Namen, das bedeutet aus Liebe, gegeben wird.
Und die Liebe zeigt sich in unterschiedlichsten Weisen. Sie findet immer eine Möglichkeit, sich auszudrücken. Die Liebe ist aufmerksam, weil sie nicht auf sich schaut. Sie ist zuvorkommend. Kaum bemerkt sie, dass jemand etwas braucht, zerreißt sie sich förmlich, bis eine Lösung gefunden ist. Die Liebe zielt auf das Wesentliche. Sie schafft es anzukommen, und sei es auch nur durch Zuhören, kleine Aufmerksamkeiten oder das Dasein für den anderen. Wie oft meinen wir, wir würden Menschen, vor allem wenn sie leiden, mit unseren nicht immer ganz passenden Ratschlägen einen großen Dienst erweisen. Dabei langweilen oder belasten wir sie vielleicht nur mit unseren überflüssigen Worten. Wie wichtig ist es stattdessen, alles daran zu setzen, immer Liebe zu „sein“! So werden wir den Weg direkt zum Innersten unserer Mitmenschen finden und ihnen wirklich eine Hilfe sein. Chiara Lubich aus dem Wort des Lebens der Fokolar-Bewegung im Oktober 2006

Foto Fotolia

.

4.3.

Donnerstag 4.3.2021 – Der Fokus: Markus 9,14-29 Jesus heilt einen kranken Jungen und lehrt seine Jünger über Vollmacht - Markus 9,23+24Die Entstehung von  Glauben - BITBSS 221

Den Glauben aus dem Unglauben in den Herausforderungen des Lebens gebären, wie ein Kind, das von selbst aber durch Wehen zur Welt kommen will

Die Orientierung: 

Markus 9,23+24 "Wenn du etwas kannst?", erwiderte Jesus. "Was soll das heißen? Für den, der Gott vertraut, ist alles möglich!" Da schrie der Vater des Jungen: "Ich glaube ja! Hilf mir bitte aus dem Unglauben!"

Wir haben es hier mit einem Glauben zu tun, der in den Geburtswehen liegt. Der Vater schreit gleichsam nach der Hebamme, weil der Glauben zwar schon da, aber noch nicht geboren ist. Das Kind mit dem Namen „Glauben“, oder besser „Vertrauen“, ist schon fertig gebildet und wird nun durch die Wehen „Unglauben“ hindurch geboren. Glauben wird auch bei sogenannten „gläubigen“ Christen nicht anders geboren als durch die Wehen des Unglaubens hindurch. Bei jedem neuen Glaubensakt heißt es, dass wir uns an Gott klammern. Wer zu sagen wagt: „Ich glaube“, der kann das nur sagen im Vertrauen darauf, dass ihm Gott jeweils neu zum Glauben verhilft. Von uns aus können wir nicht vertrauen. Dazu sind wir zu oft im Umgang mit Menschen enttäuscht, hintergangen und betrogen worden. Das überträgt sich sich auch auf unser Verhältnis zu Gott. Wenn uns Gott trotzdem die Möglichkeit schenkt, zu vertrauen, dann ist das jeweils wie eine neue Geburt, es ist sein Werk nicht unsere Leistung. Arnold Bittlinger aus „Biblische Seelsorge“ Seite 221

Foto Fotolia

.

3.3.

Mittwoch 3.3.2021 – Der Fokus: Markus 7,31-37 Jesus heilt einen Taubstummen - Markus 7,33-35In Beziehungen Gott zur Wirkung kommen lassen / Die Gemeinschaft unter Christen - GRÜWZL 224

In Gesprächen Gott zur Wirkung kommen lassen, indem wir im Aufblick zum Himmel wie Jesus erwarten dass Gott handelt und wir unserem Gegenüber das sagen können, was ihn für ihn öffnet

Der Lebensstil:

Markus 7,33-35 Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren,  spuckte aus und berührte seine Zunge und sah auf gen Himmel, seufzte und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: Tu dich auf! Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge war los, und er redete recht. „Danach blickte er zum Himmel auf.“  

Das ist ein Bild dafür, dass Jesus Gottes Hilfe in Anspruch nimmt, damit der Kranke gesund wird. Aber es ist auch ein Bild dafür, was Hören und Reden eigentlich meinen. Jesus zeigt mit dieser Geste dem Kranken an, was in jedem wirklichen Gespräch zwischen Menschen geschehen sollte: Da öffnete sich der Himmel über ihnen, und es entsteht Weite. Wenn ich auf den anderen höre und nicht nur auf die Worte, die er sagt, sondern in seiner Stimme den anderen selbst höre, und wenn ich ihm das sage, was in mir ist, dann entsteht Gemeinschaft. Zugleich ist in der Gemeinschaft etwas gegenwärtig, was uns Menschen übersteigt. Etwas Göttliches, Transzendentes bricht ein in unser Leben. Augustinus hat das in seinem berühmten Gespräch mit seiner Mutter Monika erfahren, das er kurz vor ihrem Tod geführt hat. Da öffnete sich der Himmel über ihnen, und Gottes Gegenwart war spürbar. Anselm Grün aus „Jesus – Wege zum Leben“ Seite 224

Foto Holgus

.

2.3.

Dienstag 7.5.2013 - Der Fokus: Markus 8,34-38 Der Preis der JüngerschaftMarkus 8,35 / Matthäus 10,39  – Die Einstellungen der Nachfolge / Die Voraussetzungen um Liebe leben zu können / Das GlückDUVEZA 208

Sich selbst und alles an dem man sich festhalten kann loslassen und lernen sich zu verflüssigen und abzufließen wie ein sich anwärmender gefrorener Bach 

Die Faszination: 

Leben, so lernen wir hier, finden wir nicht im Haben-Wollen, Besitzen-Wollen, An-uns-Reißen oder Festklammern. Wir finden es nicht, indem wir versuchen, es krampfhaft zu sichern. Das Geheimnis eines erfüllten Lebens heißt vielmehr Hingabe. Wer sein Leben behalten will, wird es verlieren. Die großen und entscheidenden Dinge empfangen wir nur, wenn wir uns hingeben. Was ich meine, wird vielleicht am deutlichsten am Beispiel der Liebe. Liebe ist ein Vorgang, bei dem ein Mensch sich an einen anderen verliert. Und gerade indem er sich verliert, findet er sich. Gerade indem er etwas von sich wegschenkt, empfängt er Liebe ist ihrem Wesen nach Hingabe, und bei unendlich vielen Paaren und Beziehungen kann man sehen, wie wahr die Warnung ist, die Jesus in unserem Vers ausspricht. Denn wer sein Leben will behalten, der wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinet- und des Evangeliums willen, der wird's behalten. (Markus 8,35) In dem Moment wo wir nur noch auf uns selbst schauen, verlieren wir nicht weniger als alles. Im Festhalten liegt kein Leben. – Das Gleiche gilt auch für das Glück. In der neuen Forschung hat man einen Fachbegriff für das Glück gefunden. Er heißt FLOW – was so viel bedeutet wie Fließen, Strömen. Glücklich bin ich dann, wenn es fließt, wenn ich mich verströme, wenn ich ganz eins bin mit dem, was um mich herum ist. Das heißt, wenn ich mich verliere: an einen Menschen, an meine Arbeit, an ein Musikstück, an die Natur um mich herum … Wenn ich mich verliere und verströme an das, was um mich herum ist, dann bin ich glücklich. Douglass und Vogt aus „Expedition zum Anfang“ Seite 208

Foto Holgus

.

1.3.

Montag 1.3.2021 – SONNTAG REMINISCERE – Der Predigttext: Jesaja 5,1-7 Der Weinberg Gottes Israel  – Jesaja 5,7 / Jesaja 54,8Gott als Weingärtner / Die Arbeit Gottes zulassen – Pfarrer Frieder Dehlinger Eislingen/Fils

Darüber dankbar werden, wie Gott an unserem Leben, das unserer Gemeinden und unseres Landes, aber auch an dem Volk Israel gearbeitet hat, dass er wieder Freude an seiner Arbeit, weil wir sie schätzen, sie nicht umsonst war und viele gute Früchte brachte, die dann auch seinem Volk Israel zugute kommen

Die Mahnung: 

Jesaja 5,7 Denn der Weinberg von Jahwe, dem allmächtigen Gott, ist das Volk Israel. Und die Männer von Juda sind die Pflanzung seiner Lust. Er hoffte auf Rechtsspruch und erntete Rechtsbruch, er hoffte auf Gerechtigkeit und hörte Geschrei über Schlechtigkeit.

Schaut man von Jesajas Weinberglied aufs Ganze der Bibel, wird erkennbar, dass Gott immer wieder verzweifelt, dass von uns Menschen so wenig Resonanz kommt auf seine Weisheit und seine Liebe. Er wirbt und bittet, und Gott lädt ein und argumentiert, sendet Propheten, kommt selbst in Christus als Mensch! Immer neu kommt Gott auf uns Menschen zu, dass wir umkehren und aus seiner Weisheit leben. Und manchmal droht Gott, so wie er hier durch Jesaja warnt und droht. Und manchmal nimmt Gott sich zurück und gebietet den Wolken, für eine kleine Zeit keinen Segen zu regnen. „Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der HERR, dein Erlöser“ (Jes 54,8). Doch dann kommt Gott wieder zurück, zeigt sein Gesicht, spendet seinen Segen, zeigt seine Liebe, wendet neu sich uns zu und wirbt wieder um uns - weil, wenn ich die Bibel recht versteh, weil Gott, der allmächtige, - weil er nicht anders kann. Das ist die Ohnmacht des Allmächtigen. Pfarrer Frieder Dehlinger, Eislingen in seiner Predigt zum Sonntag Reminiscere am 28. Februar 2021

Foto Fotolia

.

26.2.

Freitag 26.2.2021 – Der Fokus: Markus 7,1-13 Die Lehre von Jesus über Reinheit und Unreinheit - Markus 7,5+6Die Nähe Gottes / Die Gemeinschaft unter Christen - Holgus - Herz und Herz vereint zusammen ...

Unser Herz Gott hinhalten, dass es durch seine Gnade erfüllt wird und mit Gott und mit anderen Menschen in Verbindung stehen kann

Die Orientierung: 

Markus 7,5+6 Da fragten ihn nun die Pharisäer und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach den Aufsätzen der Ältesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen Händen? Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wohl fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: "Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir.

Das Leben mit Gott besteht darin, dass sich unser Herz mit ihm, aber auch mit anderen Menschen vereint. Er möchte von Herz zu Herz mit uns in Verbindung sein. Wenn wir so mit ihm, aber auch mit anderen Menschen verbunden sind, dann wird unser Verhalten davon geprägt und inspiriert die Beziehungen. Wenn dagegen ein Verhalten – von uns selbst oder anderen - gefordert wird und darüber Beziehungen funktionieren sollen, dann sind die Herzen voneinander entfernt und können sich nicht mehr befruchten. Die Verbindung der Herzen kommt zustande, wenn sie sich gegenseitig voreinander öffnen und sich genießen können, weil sie durch einen Geist miteinander verbunden sind. Jesus ist ein Beispiel wie ein Mensch mit Gott als seinem Vater durch seinen Geist vereinigt werden kann. Diese Vereinigung ist das Vorbild für uns und kann dann um sich greifen, es macht uns selbst und uns als Gemeinschaft ganz und integriert Glied um Glied. Holgus 26.2.2021

Foto Fotolia

.

24.2.

Mittwoch 24.2.2021 – Der Fokus: Markus 6,33-44 Jesus organisiert für fünftausend Menschen Essen - Markus 6,37+38+41Selig sind die Armen / Der Samariterdienst - DREMEE 439

Unsere Armut in vieler Hinsicht erkennen, sie Gott mit dem wenigen was wir haben anbieten und unseren Blick in den Himmel richten, um zu erleben, wie er unsere und die Bedürfnisse anderer überreich erfüllt

Die Faszination: 

Markus 6,37+38+41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und für zweihundert Groschen Brot kaufen und ihnen zu essen geben? Er aber sprach zu ihnen: Wie viel Brot habt ihr? Geht hin und seht! Und da sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fünf, und zwei Fische. - Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische, sah zum Himmel auf und dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische teilte er unter sie alle.

Das Wunder der Brotvermehrung in der Nähe von Jesus beginnt damit, dass wir gemeinsam den Blick von unseren Armseligkeiten weg hinaufheben in den Himmel. Diese wunderbare Fähigkeit besitzen wir, das Leben des anderen zu berühren wie ein anvertrautes Geschenk und es zu segnen mit der Gnade des Himmels oder, tiefer noch, es selbst zu entdecken als einen Segen in dem wir die Gnade des Himmels wiederfinden. – Jedes Menschenleben vermag sich aus seiner Armut in den Reichtum Gottes zu wandeln, so dass unser Herz weit wird im Glück seiner Begnadigung. An sich lässt sich bei einem solchen Wunder der Verwandlung nichts zählen, nichts verrechnen, und doch erscheint am Ende selbst im Bereich des Zählbaren und Sichtbaren womöglich alles von Grund auf reicher, schöner, fruchtbarer und nützlicher als vorher. Eugen Drevermann aus „Das Markusevangelium – Erster Teil“ Seite 439

Foto Fotolia

.

Markus 6,31+32

Dienstag 23.2.2021 – Der Fokus: Markus 6,30-32 Die Jünger regenrieren bei und mit Jesus - Markus 6,31+32Präsent sein im Regenerieren und Agieren - DREMEE 425

Den ganzen Tag im harmonischen Schwingen zwischen Alleinsein und in der Bewährung in Gottes Gegenwart verbringen, um ganz präsent sein zu können, was Gott durch uns gestalten will

Die Orientierung:

Markus 6,31+32 Und er sprach zu ihnen: Lasset uns besonders an eine wüste Stätte gehen und ruht ein wenig. Denn ihr waren viele, die ab und zu gingen; und sie hatten nicht Zeit genug, zu essen. Und er fuhr da in einem Schiff zu einer wüsten Stätte besonders. 

Etwas Wahres kann sich nur formen in den Stunden, in denen wir bei uns selber sind und im Alleinsein mit uns selbst nahe bei Gott. Unser Leben gestaltet sich, wenn wir es wahr vollziehen, in einem harmonischen Schwingen zwischen Abgrenzung und Verschmelzung, zwischen Eigenständigkeit und Gemeinsamkeit, zwischen Ich und Du, in einem ständigen Wechsel von Ebbe und Flut, von Stille und Sprache, von Sammeln und Säen, von Einkehr und Mitteilung. Von Bei-sich-Selber-Sein und Zuwendung, in einem Pendelschlag der Zeit zwischen Kommen und Gehen, Warten und Erfüllung, Sehnsucht und Ergänzung. Deshalb kommt alles darauf an, in beiden Phasen unseres Lebens wirklich  und ganz zu sein, und vielleicht ist kein Schaden größer, als wenn wir von außen her, künstlich und gewaltsam, diesen natürlichen Rhythmus zwischen Ein- und Ausatmen, zwischen Sein und Handeln, zwischen Bewahrung und Bewährung des Lebens zerschneiden. Eugen Drevermann aus „ Das Markusevangelium – Erster Teil „ Seite 425


.

22.2.

Montag 22.2.2021 – Die Studien: Gottes Angebote - 2.Korinther 5,17+18 / Johannes 1,11-13 / Lukas 15,24 - Versöhnung mit Gott, in der Kindschaft lebenHolgus

Zunehmend in der Versöhnung, in der Liebe des Vaters und des verlorenen Sohnes zu ihm leben, indem wir ihm erlauben zunehmend mehr sein Eigentum zu sein, durch den er in der Welt Versöhnung anbieten kann 

Der Lebensstil:

2.Korinther 5,17+18 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat. – Johannes 1,11+12 Er kam in sein Eigentum, aber sein Volk wollte nichts von ihm wissen. Doch allen, die ihn aufnahmen, die an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden. – Lukas 15,24 denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an fröhlich zu sein.

Versöhnung ist eine tiefe Sehnsucht des Menschen, vor allem sie mit anderen Menschen zu erleben, mit denen eine Entzweiung geschehen ist. Was sich einmal gefunden hatte, hat sich verloren. Sie vermittelte Harmonie und wurde zur Disharmonie. Versöhnung ist dann ein Wunder und ein großes Glück, weil sie nicht machbar scheint. Sie wird meistens mit dem Zauberwort eingeleitet: Entschuldige bitte! Eine Schuld wurde bewusst und sie konnte so entschuldet werden. Die Versöhnung mit Gott scheint uns Menschen kein erstrebenswertes Ziel zu sein. Wir sind uns unserer Schuld ihm gegenüber nicht bewusst genug, auch als Christen. Früher oder später werden wir unserer Verlorenheit bewusst, weil das Leben unseren Erwartungen nicht entsprochen hat. Wir erkennen nicht, dass das die Folge davon war, dass wir Gott unser Leben vorenthalten haben, das eigentlich ihm gehört, als Eigentum, das wir uns angeeignet haben. Er wartet wie der Vater des verlorenen Sohnes darauf, dass wir wieder zu ihm kommen und das zugeben. Wir Christen konnten zu ihm kommen und erlebten, wie er uns in den Arm nahm und uns wieder voll als Sohn oder Tochter annahm. In dieser Sohnschaft, in dieser Versöhnung können wir dann weiterleben, indem wir uns immer wieder bei ihm entschuldigen, weil wir uns ihm nicht voll zur Verfügung gestellt haben. Wenn wir uns wieder ergeben haben ganz sein Eigentum zu sein, dann übernimmt er seine Pflicht für es zu sorgen und sich durch es zu verherrlichen. Wenn wir das erleben und genießen können, dann übernehmen wir gerne die Verantwortung Menschen diese Art von Versöhnung anzubieten. Holgus 22.2.2021

Foto Holgus

.

19.2.

Freitag 19.2.2021 – Der Fokus: Markus 5,25-34 Die blutflüssige Frau wird in der Berührung mit Jesus gesund - Markus 5,30 / Lukas 6,19 In Berührung mit Jesus sein / Die Kraft Holgus

In Berührung mit Jesus sein und bleiben, wie er damals mit dem Vater, dass Kraft von uns ausgehen kann, durch Berührungen und in Beziehungen 

Die Faszination:

Markus 5,30 Im selben Augenblick spürte auch Jesus, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war. Er drehte sich in der Menge um und fragte: "Wer hat mein Gewand berührt?" / Lukas 6,19 Alle versuchten, ihn zu berühren, denn es ging eine Kraft von ihm aus, die alle gesund machte. 

Beziehungen leben von Berührungen, sie geben ihnen eine besondere Kraft, zum Beispiel bei einer Umarmung von Verwandten oder Freunden zur Begrüßung oder zum Abschied. Ehepaare leben von Berührungen und Umarmungen und – wenn die Beziehung reif ist - von der sexuellen Vereinigung, da fließt mehr oder weniger Energie zwischen ihnen, besonders beim Orgasmus. Auch eine segnende Handauflegung kann Wunder bewirken. Heilung und Kraft ging damals von Jesus aus, nicht nur durch die körperliche Berührung mit ihm. Das wussten die Menschen damals. Er war wohl dauernd nicht nur in einer geistigen Beziehung mit seinem Vater, sondern auch in Berührung mit ihm. Beziehungen können viel wohltuendes auslösen, Berührungen aber noch mehr. Wir können einüben, wie Jesus in Berührung mit seinem Vater zu leben. Besonders der Lieblingsjünger von Jesus Johannes – so wird es berichtet – suchte die Berührung mit Jesus. Wir sollten genauso die Berührung mit Jesus suchen wie er. Weil er auferstanden ist und der Heilige Geist diese Berührung zustande bringen kann, können wir das auch. Wenn wir den inneren Kontakt zu ihm verloren haben, können wir ihn wieder durch einer spirituelle Berührung herstellen. Das ist ein lohnendes Übungsfeld, das interessant ist angegangen zu werden. Unsere Kraft wird dann zunehmen, wie bei einer Batterie die immer wieder aufgeladen wir, die aber niemals leer ist. Holgus 19.2.2021

Foto Holgus

.

18.2.

Donnerstag 18.2.2021 – Der Fokus: Markus 5,1-20 Der Besessene von Gerasa wird befreit von Dämonen - Markus 5,18+19 - Das Familienleben / Jesus als Therapeut / Die Persönlichkeitsentwicklung - DREMEE 364

Nachfolge leben lernen, entweder im Auszug aus der Herkunftsfamilie oder in der Integration in ihr, um die Heilung in Christus zu bestätigen, zu bewähren und auszuleben

Die Orientierung: 

Markus 5,18+19 Als Jesus dann ins Boot stieg, bat ihn der Geheilte, bei ihm bleiben zu dürfen. Doch er gestattete es nicht, sondern sagte: "Geh nach Hause zu deinen Angehörigen und berichte ihnen, wie viel der Herr in seinem Erbarmen an dir getan hat."

Etwas ist an dieser Heilungsgeschichte bemerkenswert. Es geschieht, wie auch sonst im Neuen Testament, dass der Besessene, der nun geheilte, Jesus bittet, bei ihm bleiben zu dürfen, und es ist das einzige Mal im ganzen Evangelium, dass diese Bitte nicht erhört wird. Jesus gebietet diesem Mann im Gegenteil, zurückzugehen zu den Seinen, in sein Haus, wie wenn er ihm sagen wollte: „Es gibt für Dein Leben künftig eine Gefahr und eine Chance. Die Gefahr droht, dass ein Drang zur Freiheit in der Hauslosigkeit erneut erwacht und dich wiederum wegzieht von dir selber. Es besteht aber auch die Chance, dass du beginnst, mit Menschen zu leben und sie als deine Hausgenossen kennenzulernen. Diese Chance musst du nutzen!“ Es ist ein ganz überraschender Befehl von Jesus. An vielen Stellen des Evangeliums bemüht Jesus sich, Menschen aus ihrer Borniertheit des Alltags, aus der Verflachung ihrer engstirnigen Bürgerexistenz in die Freiheit zu rufen., und so fordert er sie auf, alles zu verlassen, was sie einschnürt und einengt. - Hier geht es Jesus darum, einen Menschen, der nie ein Zuhause gehabt hat, auf dieser Erde inmitten seiner Angehörigen heimisch zu machen. Der eigene Vater, die eigene Mutter können oft schlimmer wirken als der Tod, und es ist wie eine Bestätigung und Bewährung der Heilung dieses Besessenen, wenn er es lernt, mit gerade den Menschen zusammenzuleben, vor denen er ursprünglich bis an den Rand des Todes geflohen ist. – So völlig undogmatisch kann Jesus handeln, dass er niemals eine Lebensform für jedermann verbindlich macht, sondern von Fall zu Fall sich fragt, was für den Einzelnen richtig ist. Eugen Drevermann aus „Das Markusevangelium – Erster Teil“ Seite 364


Foto Holgus

.

17.2.

Samstag 18.6.2011 – Der Fokus: Markus 4,30-34 Das Gleichnis vom Senfkorn - Markus 4,33+34Der sonntägliche Gottesdienst / Die Evangelisation - RAGDGJ 12

Unsere Evangelisation wie Jesus ausüben, indem wir Gleichnisse, Bilder und Geschichten für Gott sprechen lassen

Der Lebensstil: 

Markus 4,33+34 Jesus gebrauchte viele solcher Gleichnisse, um den Menschen die Botschaft Gottes verständlich zu machen. Er verwendete immer Gleichnisse, wenn er zu den Leuten sprach. Aber seinen Jüngern erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war. 

Jesus bringt Gottes Wesen, Wollen und Wirken den Leuten nahe, aber er drängt es ihnen nicht auf. Die, welche es fassen können, sollen es fassen, die Einen mehr, die Anderen weniger. Alle in Freiheit; die Übrigen sollen es eben lassen. Gott drängt sich nicht auf. Namentlich nicht in einem Dogma. So sollten auch wir es halten. – Es ist natürlich, dass die Jünger tiefer in das Wesen des Reiches Gottes eingeweiht sind. Aber dieses ist freiwillig, wenn es auch für alles Volk ist, doch wieder ein zartes Geheimnis. Es darf nicht ins banal lehrhafte gezerrt, es darf einfach nichts auf den Markt geworfen, ins Schaufenster gestellt werden. Darin fehlen wir und das ist einer der Gründe warum Gott und das Reich so wenig gelten. Leonhard Ragaz aus „Die Gleichnisse Jesu“ Seite 12

Foto Holgus

.

16.2.

Dienstag 16.2.2021 – Der Fokus: Markus 4,13-20 Jesus erklärt das Gleichnis vom Sämann - Markus 4,20 / Matthäus 25,29Das Wachstum - SCHEVA 264

Lernen die Worte Gottes wie Samen in einen guten Boden eindringen zu lassen, dass sie aufwachsen wie ein Weizenfeld, das eine gute Ernte für den Landwirt einbringt

Die Faszination: 

Markus 4,20 Die Menschen schließlich, die dem guten Boden gleichen, hören die Botschaft, nehmen sie auf und bringen Frucht: dreißig-, sechzig- und hundertfach.

 Ihr wisst das Geheimnis des Reiches. Nun fällt der Segen über euch und wächst. Die Gabe, die ihr empfangt, ruht nicht. Sie ist Same, der wächst. Sie ist Kraft, die schwillt. Sie hat Himmel in sich. Und der ruht nicht, bis er die ganze Erde verwandelt hat. Man wird euch deshalb mit größerem Masse messen als die anderen. Denn wer viel empfing wie ihr, von dem wird auch viel gefordert werden. Das charismatische Leben ruht nicht. Es ist mit dem Wort des Evangeliums „dynamis“. Es stellt die ganze Welt von jetzt an unter das Gesetz seiner Dynamik. Die große Verwandlung hält jetzt niemand mehr auf. Entweder wachsen nach oben für den, dem gegeben wird, unwiderstehlich durch jedes Hindernis, Felsen sprengend, Berge bewegend. Oder abnehmen nach unten hin, dem genommen wird. Dem das Keimauge genommen wird, hat er auch zuvor besessen, was auch immer. Verwesen, verderben vom Wurm gefressen. „Denn wer nicht hat, von dem wird man nehmen auch, das er hat.“ ( Matthäus 25,29) Paul Schütz aus "Evangelium" Seite 264

Foto Fotolia


.

15.2.

Montag 15.2.2021 – SONNTAG ESTOMIHI – Der Predigttext: Jesaja 58,1-9 - Jesaja 58,6-8Gerechtigkeit leben / Das wahre Fasten / Die Coronakrise - Prälatin Dagmar Zobel

Das wahre Fasten lernen, das Gott gefällt, Verzicht an Konsum üben, die Unterdrückung von Menschen abschaffen, die Bedürftigen unterstützen und der Schöpfung durch einen neuen Lebensstil gerecht werden

Der Lebensstil:

Jesaja 58,6-8 Nein, ein Fasten, das mir gefällt, ist so: Löst die Fesseln der Ungerechtigkeit, knotet die Jochstricke auf, gebt Misshandelten die Freiheit, schafft jede Art von Unterdrückung ab! Ladet Hungernde an euren Tisch, nehmt Obdachlose bei euch auf! Wenn du jemand halbnackt und zerlumpt herumlaufen siehst, dann gib ihm etwas anzuziehen! Hilf dem in deinem Volk, der deine Hilfe braucht! Dann strahlt dein Licht wie die Morgenröte auf, und deine Wunden heilen schnell. Dann zieht die Gerechtigkeit vor dir her, / und die Herrlichkeit Jahwes wird deine Nachhut sein. 

 Wie geht Fasten? Die prophetische Rede stellt das sehr klar und deutlich vor Augen. Da kann man nichts missverstehen. Umkehr und Buße und Fasten haben in erster Linie etwas mit einem gerechten Ausgleich zu tun. Es geht um den Versuch, Verhältnisse wieder herzustellen, die das Leben für alle möglich macht, so wie Gott es für seine Menschen gedacht hat.

Ein Verzicht, der nur mir selbst zugutekommt, meiner Gesundheit, meinem Körper, meiner Seelenruhe, der geht an dem vorbei, worauf dieses Fasten zielt. Eigentlich wissen wir das doch. Eigentlich sollte es anders sein: Aus meiner Fülle teile ich etwas, damit andere leben können, meine Privilegien will ich nicht um den Preis behalten, dass anderen dafür die Lebensgrundlagen entzogen werden, meine Macht will ich nicht nutzen, um anderen die Freiheit zu nehmen. Reichtum, Fülle und Überfluss sollen wir einsetzen, um anderen zu helfen. Es ist uns aufgegeben, für einen Ausgleich zwischen Reich und Arm zu sorgen. Das ist die Aufgabe, die uns Gott stellt. Damit wir sie erfüllen können, müssen wir tatsächlich etwas aufgeben. Etwas von unserem Geld, von unserer Zeit. Und weil unsere Lebensweise Einwirkungen auf das Weltklima hat und weil der Klimawandel schlimme Folgen auf der ganzen Erde mit sich bringt, deshalb müssen auch wir etwas von unserem gehobenen Lebensstil aufgeben. Es sind halt nicht nur andere Kräfte, die diese Katastrophe beschleunigen, es sind auch wir.
Die Pandemie führt uns so deutlich vor Augen, wie wir als Weltgemeinschaft aufeinander gewiesen sind. Umkehr und Umdenken sind nötig, um diese Herausforderung gemeinsam zu bewältigen.
Prälatin Dagmar Zobel, Freiburg aus ihrer Predigt zum Sonntag Estomihi 2021

Foto Holgus

.

12.2.

Freitag 12.2.2021 – Der Fokus: Lukas 18,18-30 Der strebsame Jüngling und der Reichtum / Die Hauskreisstudien - Lukas 18,25-27 / Lukas 19,5+6Die Verlorenen werden gefunden / Der Besitz - Holgus

Als Mensch immer zutiefst bedürftig bleiben, um Jesus immer wieder begegnen zu wollen und sich finden zu lassen, dass das Fest des Lebens mit ihm uns freisetzt Taten zu tun, die ihn ehren

Die Orientierung:

Lukas 18,25-27 Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in Gottes Reich." Da fragten die Zuhörer: "Wer kann dann überhaupt gerettet werden?" Jesus sagte: "Das für Menschen Unmögliche ist möglich bei Gott."

Bei Gott ist alles möglich, auch einen Reichen durchs Nadelöhr gehen zu lassen. Das zeigt die Geschichte über Zachäus dem Zöllner. Beim reichen Jüngling zog er alle Register, aber der verstand nicht, wohin ihn Jesus führen wollte. Er wollte ein Gerechter von Jugend an sein und sich vervollkommnen. Jesus unterstützt ihn darin nicht, er setzt noch ein Anspruch oben drauf, den er nicht erfüllen kann. Seine Hoffnung war wohl in zur Besinnung zu bringen, dass dieser Lebensstil nie Befriedigung findet. Jesus sucht den Verlorenen, den Schwachen, den Bedürftige, die Menschen die erkannt haben dass sie es sich selbst, anderen und Gott gar nicht recht machen können. Zudem wird auch die Erkenntnis von Jesus geschätzt, dass wir alle auf Kosten von anderen leben. Denen kann er eine Freude machen und sie auf ihrer Suche nach ihm – auch auf einem Baum – entdecken und bei Ihnen anschließend einkehren. Als Jesus an die Stelle kam, blickte er hoch und sah ihn an und rief. "Zachäus, komm schnell herunter! Ich muss heute noch zu dir kommen!" Schnell stieg Zachäus vom Baum herunter und nahm Jesus voller Freude bei sich auf. (Lukas 19,5+6) Wenn Jesus in unserem Haus, wenn er in uns ist,  dann sind wir – wie auch Zachäus – zu allem in  der Lage. Die Gemeinschaft mit Jesus ist das große Geschenk, der Schatz, der uns in die Lage versetzt alles dafür zu geben, um dieser wunderbaren Beziehung gerecht zu werden. So stehen wir immer wieder vor der Entscheidung, Jesus zu suchen, uns finden zu lassen, ihn wieder in unser Haus einzuladen und dann zu erleben, wozu er uns befähigt. Holgus 12.2.2021

Foto Fotolia

.

9.2.

Dienstag 9.2.2021 - Die Artikelstudie: Der Schrei des Raben - Matthäus 6,33 / Jeremia 29,11Die Plagen unserer Zeit / Die CoronakriseMartin Schleske

Nach dem Einfluss Gottes und umfassend nach seiner Gerechtigkeit trachten, als erste Lebensaufgabe annehmen und umsetzen lernen, nun aber auch der Schöpfung gerecht werden

Der Lebensstil: 

Matthäus 6,33 Euch soll es zuerst um das Reich Gottes und um seine Gerechtigkeit gehen, dann wird er euch alles Übrige dazugeben.

Haben wir das geistliche Recht gegen Plagen anzubeten, als seien diese der Feind, anstatt ihre Botschaft zu hören? Die Jesusbewegung (Kirche) verliert ihren Meister, wenn sie sich in eine selige Innerlichkeit zurückzieht und träge geworden ist, das „Trachten nach der Gerechtigkeit“ Matthäus 5,33 als eine heilige Berufung zur Zukunft zu sehen. Hat das Evangelium etwa keine Kraft, die gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und ökologische Zukunft zu gestalten? Heißt es nicht beim Propheten Jeremia: „Ich weiß wohl, was ich für Gedanken über Euch habe, spricht der Ewige: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch eine Zukunft und Hoffnung gebe (vgl. Jeremia 29,11). Das Wort sagt: Gottes Wille ist nicht die Krise und nicht die Plage. Ich glaube, es ist an der Zeit, dass eine Bewegung „Gospel for Future“ entsteht. Martin Schleske aus dem Artikel „Der Schrei des Raben“ aus der Zeitschrift „Anders leben“

Foto Fotolia

.

8.2.

Montag 8.2.2021 – Matthäus 6,9-13 Das Gebet mit Gott dem Vater - Matthäus 6,10 / Matthäus 7,7Dein Reich komme - RAGBDJ 84 

Weiter in die Schule des Gebets gehen - auch gemeinsam wie Schulkinder – um den Vater im Himmel zu veranlassen, auf das Ringen und Beten um mehr Einfluss von ihm eingehen zu können  

Der Lebensstil:

Matthäus 6,10 Deine Herrschaft komme! Dein Wille geschehe auf der Erde wie im Himmel! 

Die Rolle des Gebets für die Arbeit und den Kampf des Reiches Gottes reicht weiter. Das „Bittet so wird euch gegeben. Sucht so werdet ihr finden. Klopft an, so wird euch aufgetan.“ (Matthäus 7,7) Es weist über das Gebet im engeren Sinn hinaus auf eine Gesamteinstellung des Menschen, der nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit trachtet. Es ist in seiner ganzen Haltung auf dieses gerichtet. ER sucht es. Er passt auf es auf. Er achtet auf seine Zeichen. Er fragt immer neu nach seinem Sinn und seinem Wesen. Er klopft an die Pforten seiner Möglichkeiten, klopft immer wieder. Und tut es nicht umsonst. Seinem Suchen antwortet ein Finden, seinem Fragen eine Antwort, seinem Aufpassen ein Entdecken und Erkennen, seinem Anpochen ein Aufgehen der Türen. Leonhard Ragaz aus „Die Bibel eine Deutung – Jesus“ Seite 84 

Foto Holgus

.

5.2.

Freitag 5.2.2021 - Der Fokus: Matthäus 5,17-20 Die Lehre von Jesus über das Gesetz - Matthäus 5,19Leben in der Gegenwart Gottes / Der übergeordnete Sinn der 10 Worte / Die Gemeinde als Liebesgemeinschaft - Chiara Lubich

In der Gegenwart Gottes auch als Gemeinschaft leben lernen, in der die Gesetze und die Liebe Gottes eine Synergie eingehen können, damit er durch sie zunehmend wahrnehmbar wird

Die Faszination: 

Matthäus 5,19 Wer diese Gebote hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich. 

 Was zählt, ist, Gottes Gegenwart unter uns lebendig zu halten: durch die gegenseitige Liebe, durch das wache Hinhören auf seine Stimme, die Stimme des Gewissens, die immer zu uns spricht, wenn wir die anderen Stimmen in uns zum Schweigen bringen. Er wird uns lehren, wie wir mit Freude und Kreativität auch die geringsten seiner Gebote „halten“ können, um unser Leben für die Einheit immer mehr zu verfeinern. Damit man auch von uns, wie damals von den ersten Christen, sagen kann: „Seht, wie sie einander lieben, und einer für den anderen zu sterben bereit ist.“ Denn an der Art und Weise, wie unsere Beziehungen durch die Liebe erneuert werden, wird man erkennen, dass das Evangelium auch die Gesellschaft erneuern kann. Chiara Lubich aus dem „Wort des Lebens Februar 1988“

Ja danke lieber Rabbi und danke auch Chiara Lubich, die nicht nur verschiedene Wahrheiten kombiniert, sondern auch ermutigt nach den Gesetzen in der Gegenwart Gottes leben und lieben zu lernen. Ja danke für die Motivation diesen Lernprozess weiter zu vollziehen. Danke auch für die Inspiration heute Morgen, dass die Gegenwart Gottes einen auch nährt, wenn wir in ihr leben lernen. Danke auch für den Hauskreis gestern über christliche Gemeinschaft der sehr gesegnet war.

.

4.2.

Donnerstag 4.2.2021 – Der Fokus: Matthäus 5,2-12 Die Seligpreisungen der Bergpredigt - Matthäus 5,4 / Jesaja 53,4+5Selig sind die Leid tragen - LUBAES 30

Das Leiden im Leben nicht verdrängen oder wegschütten, sondern fast genussvoll trinken, weil es uns Gott einschenkt, nicht um uns zu bedrücken, sondern um uns dadurch zu verwandeln

Der Lebensstil:

Matthäus 5,4 Selig sind die Trauernden, selig sind die Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden! – Jesaja 53,4+5 Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.…

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bitter'n. Des Leids gefüllt, bis an den höchsten Rand. So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern. Aus deiner guten und geliebten Hand. Aus dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ von Dietrich Bonhöfer

Wenn Du leidest und Deine Leiden so groß ist, dass es Dich an jeder Tätigkeit hindert, dann denke an die Messe. In der Messe, damals wie heute, arbeitet und predigt Jesus nicht: Er opfert sich aus Liebe. - Im Leben kann man vieles tun und vieles sagen, doch die Stimme des Schmerzes, stumm vielleicht und von keinem beachtet, aber aus Liebe geschenkt, ist das eindringlichste Wort: Es erschüttert den Himmel! - Wenn du leidest, versenke Deinen Schmerz in seinen: Feiere deine Messe! Wenn die Welt das nicht versteht, soll es Dich nicht verwirren. Gib Dein Blut zum Segen für die Menschheit – wie Jesus. Die Messe: zu groß, um verstanden zu werden! Seine Messe, unsere Messe. Chiara Lubich aus „Alle sollen eins sein“ Seite 30

.

Matthäus 5,4 / Jesaja 53,4+5

Donnerstag 4.2.2021 – Der Fokus: Matthäus 5,2-12 Die Seligpreisungen der Bergpredigt - Matthäus 5,4 / Jesaja 53,4+5Selig sind die Leid tragen - LUBAES 30

Das Leiden im Leben nicht verdrängen oder wegschütten, sondern fast genussvoll trinken, weil es uns Gott einschenkt, nicht um uns zu bedrücken, sondern um uns dadurch zu verwandeln

Der Lebensstil:

Matthäus 5,4 Selig sind die Trauernden, selig sind die Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden! – Jesaja 53,4+5 Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.…

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bitter'n. Des Leids gefüllt, bis an den höchsten Rand. So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern. Aus deiner guten und geliebten Hand. Aus dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ von Dietrich Bonhöfer

Wenn Du leidest und Deine Leiden so groß ist, dass es Dich an jeder Tätigkeit hindert, dann denke an die Messe. In der Messe, damals wie heute, arbeitet und predigt Jesus nicht: Er opfert sich aus Liebe. - Im Leben kann man vieles tun und vieles sagen, doch die Stimme des Schmerzes, stumm vielleicht und von keinem beachtet, aber aus Liebe geschenkt, ist das eindringlichste Wort: Es erschüttert den Himmel! - Wenn du leidest, versenke Deinen Schmerz in seinen: Feiere deine Messe! Wenn die Welt das nicht versteht, soll es Dich nicht verwirren. Gib Dein Blut zum Segen für die Menschheit – wie Jesus. Die Messe: zu groß, um verstanden zu werden! Seine Messe, unsere Messe. Chiara Lubich aus „Alle sollen eins sein“ Seite 30

Ja Vater, nach einer Nacht mit weniger Schlaf und ein wenig Kopfweh leide ich ein wenig an mir. Dann bringe ich Dir die Leiden, die mir Menschen verursacht haben und immer wieder verursachen. Ich bringe Dir auch die Leiden anderer Menschen, mit denen ich mitleiden muss. Lehre mich meine Kelche des Leids zu trinken wie bei einer Messe und dabei verwandelt, aber um auch wieder handlungsfähig zu werden.

.

3.2.

Mittwoch 3.2.2021 – Der Fokus: Markus 3,7-12 Die Massen folgen dem heilenden und lehrenden Jesus zum See Genezareth - Markus 3,7+8 / Matthäus 4,25Jesus der Anführer zum Leben - SCHEVA 243

Sich der Masse von Menschen aller Zeiten und aller Erdteile anschließen, die Jesus suchen, finden und folgen wollen, um dem Leben einen wirklichen Sinn zu geben

Die Faszination:

Markus 3,7+8 Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Eine Menschenmenge aus Galiläa folgte ihm. Auch aus Judäa, Jerusalem und Idumäa, aus dem Ostjordanland und der Gegend von Tyrus und Sidon kamen sie in Scharen zu ihm, weil sie von seinen Taten gehört hatten.

Jetzt begann man im Volk bereits zu merken, um was er hier ging. Da war einer der nicht nur Kranke heilte und Besessene befreite. Da ging es um mehr. Es ahnte plötzlich dunkel die Front, die da vor ihren Augen mit den zwei Malen, die Krankenheilung und die Teufelsaustreibung hießen, abgesteckt worden war. Es ahnte die Tiefe, die sich dahinter erstreckte. Über dem Kampf um den Sabbath war ihnen dieses Ahnen gekommen. Und das war es, was über alle Sensationen hinaus jetzt in den Seelen der Menschen die Flamme einer unbeschreibbaren Erregung entzündete. – Volkshaufen brachen jetzt sogar vom südliche Land um Jerusalem. Sie scheuten wochenlange Wanderung nicht, um an den See zu kommen. Schon sprang die Erregung  auf das nichtjüdische Grenzland über. Jenseits vom Jordan her zogen die Menschen aus den Steppen und westwärts her auf den Straßen der volkreichen Städte Tyrus und Sidon. Christus entwich zuerst mit seinen Jüngern an die stilleren Gestaden des Sees. Dort war er bald gefunden. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 243

Foto Holgus

.

2.2.

Dienstag 2.2.2021 – Der Fokus: Markus 2,23-28 Das Ährenraufen der Jünger und das Sabbatgebot - Markus 2,27+28Du sollst Gott lieben / Du sollst den Feiertag heiligen - DUVEZA 110

Lernen, es uns allgemein, besonders am Sonntag besser gehen zu lassen, insbesondere ihn dadurch so Gott zu leben

Die Orientierung:

Markus 2,27+28 Und Jesus fügte hinzu: "Der Sabbat wurde für den Menschen geschaffen und nicht der Mensch für den Sabbat. Darum kann der Menschensohn auch über den Sabbat bestimmen."

Markus legt damit nahe: Nicht nur „der Menschensohn“ Jesus, sondern jeder Menschensohn und jede Menschentochter – wir alle! – sind Herren über den Sabbath. Wir alle haben das Recht, zu beurteilen, wann und in welchen Fällen von den guten Geboten Ausnahmen gemacht werden dürfen. Natürlich liegt die Gefahr nahe, dass wir uns dabei selbst in die Tasche lügen. Aber das ist allemal die kleinere Gefahr gegenüber der, dass wir die Gebote in jeder Situation konsequent „mit der Axt“ durchziehen. Wir alle haben die Pflicht, zu unterscheiden, wann ein Gebot hilfreich ist, ob es uns hilft, menschlicher zu werden oder ob es uns und unsere Mitmenschen an Menschlichkeit verlieren lässt. – Es geht dabei nicht um ein Auflösen der Gebote. Wir brauchen Regeln oder Gebote für unser Leben und Zusammenleben, und die biblischen Gebote sind hilfreich weise und gut. Darum wäre überhaupt nichts gewonnen, wenn wir die Gebote einfach abschaffen. Aber für Jesus gibt es etwas Höheres als die Gebote, und das ist unsere Liebe zu Gott und die Liebe zu den Menschen – und die Liebe zu uns selbst. Dieses Dreifachgebot der Liebe ist das Kriterium aller Gebote. Wo die Gebote helfen, diese drei Dimensionen der Liebe zu fördern, sind sie gut. Wo sie hinderlich dazu sind, sind sie nicht gut. Klaus Douglass aus „Expedition zum Anfang“ Seite 110

Foto Fotolia

.

1.2.

Montag 1.2.2021 – Die Artikelstudie: Der Schrei des RabenGalater 6,7 / Hiob 38,1+41Die Plagen unserer Zeit / Die CoronakriseMartin Schleske

Wahrnehmen dass Gott als Schöpfer die Tiere und die Artenvielfalt liebt und auch ihre Gebete gerne hört, um ihre Fülle des Lebens zu respektieren und zu unterstützen

Die Mahnung:

Was wir durch das Coronavirus erleben, ist aus meiner Sicht keine Krise, sondern das, was biblisch Plage heißt. Es ist die Frucht von unrechtem Handel (Ungerechtigkeit), die das Menschenkollektiv trifft. Plagen trffen die Menschen ihrem biblischen Wesen nach nicht individuell, sondern kollektiv. Es ist das Gesetz von Ursache und Wirkung: Gal 6,7 Irrt euch nicht; Gott lässt seiner nicht spotten! Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. – Es ist, als würde sich die Schöpfung mit diesem Virus mahnend an die Menschen wenden und einklagen, dass wir ihr gegenüber ein Verhalten erlernen, das unserer Schöpfungsberufung entspricht. Wir haben uns gegenüber dem Ruf der Schöpfung und dem Aufschrei der Arten verhärtet und unser Verhalten nicht verändert. Jetzt seufzt die Schöpfung und fordert ein anderes Menschsein. Wir haben das Gebet der Arten überhört. Im Buch Hiob lesen wir davon, dass die Tiere einen instinktiven Zugang zu ihrem Schöpfer haben: „Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und irrefliegen, weil sie nichts zu essen haben (Hiob 38,41). Sie rufen zu Gott. Und dann folgt etwas gewaltiges. Es ist überschrieben mit den Worten „Erste Rede des Herrn aus dem Sturm (Hiob 38,1). Gott selbst stimmt einen Lobpreis an. Es ist ein Gesang Gottes voll Ehrfurcht und Freude über die Vielfalt der Arten. Martin Schleske aus dem Artikel „Der Schrei des Raben“ aus der Zeitschrift „Anders leben“

Foto Pixabay

.

Johannes 5,28 / Psalm 73,13-26

Freitag 29.1.2021 – Der Fokus: Johannes 5,25-30 Jesus der Richter der Menschheit - Johannes 5,28 / Psalm 73,13-26Jesus der Richter Gottes / Eintritt in das ewige Leben - Carl Olof Rosenius

In Erwartung des großen Tages leben, an dem wir zum ewigen Leben auferweckt werden, indem wir nur allein Gott haben wollen

Die Orientierung:

Johannes 5,28+29 Ihr müsst euch darüber nicht wundern, denn es wird die Stunde kommen, in der alle Toten in den Gräbern seine Stimme hörenund herauskommen werden. Diejenigen, die das Gute getan haben, werden zum ewigen Leben auferweckt werden, und diejenigen, die das Böse getan haben, zu ihrer Verurteilung. 

Es ist also erforderlich, auf die Hoffnung der Seligkeit fest gegründet zu sein, wenn unser Weg durch dieses Leben nur finster und öde ist, wenn ein Christ schließlich seltener etwas von der Nähe und der Lieblichkeit Gottes empfindet und zuweilen von Überdruss und Ungeduld angefochten wird. - Welch ein Trost und welch eine Kraft wäre es dann, wenn sein geistliches Auge genügend geöffnet würde, in den geheimen, aber treuen Ratschluss des Wunderbaren hineinzublicken! Dann würde er sehen, dass sein Glück und seine Freude keineswegs verscherzt, sondern nur auf eine andere Zeit, auf eine andere Welt aufgehoben sind; dort wird es besser glücken. Schon durch dieses Bewusstsein würde er mit Gott und dessen wundersamer Haushaltung so vergnügt werden, dass er sich nur Ihn allein wünschen würde und so höchst glücklich und reich wäre mit seinem "Gott allein".

Wir haben hierfür ein Beispiel im 73. Psalm. Da bekennt Asaph zuerst, wie geplagt er dadurch war, dass er sah, wie der Gottlose Glück und Wohlergehen hatte, während es ihm und den Gerechten übel erging. Er sagt: "Ich hätte schier gesagt wie die Gottlosen: Soll es denn umsonst sein, dass mein Herz unsträflich lebt und ich meine Hände in Unschuld wasche?" (Psalm 73,13) Beachte aber, wie er aus dieser Versuchung herauskam! Er sagt: "Ich dachte ihm nach, dass ich es begreifen möchte; aber es war mir zu schwer, bis dass ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende. Wie werden sie so plötzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken! Aber Du leitest mich nach Deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an." (Psalm 73,16+24) Dadurch wurde sein Herz so vollauf vergnügt mit "Gott allein", dass er in die Worte ausbricht: "Wenn ich nur Dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachten, so bist Du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil." (Psalm 73,25+26) Carl Olof Rosenius

Foto Fotolia

.

Johannes 5,6

Donnerstag 28.1.2021 – Der Fokus: Johannes 5,1-16 Die Heilung eines Kranken am Teich Bethesda - Johannes 5,6Der Arzt Jesus / Die umfassende Gesundheit - - Carl Eichhorn

Gesundheit rundum wollen, indem wir die Therapien und Kuren unseres Arztes an uns zulassen, um wieder voll durchatmen und das Leben genießen zu können

Der Lebensstil:

Johannes 5,6 Als Jesus ihn sah, wurde ihm klar, dass er schon lange krank war, und er fragte ihn: "Willst du gesund werden?" 1.Thessalonicher 5,23 Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus.

Die Krankheiten des Körpers sind Bilder der Schäden, Gebrechen und Wunden der Seele. Jede Sünde bindet und knebelt die Seele wie eine lähmende Krankheit, dass sie sich nicht frei bewegen und zu Gott aufschwingen kann. Sie versetzt sie in eine Stickluft, entzieht ihr die gesunde, erquickende Himmelsluft. Sie scheidet sie von Gott, bei dem sie allein Gesundung findet, und überliefert sie dem Siechtum und dem Tod.  - Willst du gesund werden? Mit dieser Frage tritt Jesus an jeden heran, der noch eine Empfindung für seine innere Krankheit und Not hat. Willst du? Vielleicht dazwischen, für einige Augenblicke. Aber dann gibst du dich wieder dem alten Wesen hin. Du willst und willst doch nicht. Du entschuldigst deine Fehler, verkleinerst sie. Einem Kranken, der nicht als krank bezeichnet werden will, dem ist nicht zu helfen. Es gibt Kranke, die den Todeskeim in sich tragen und sich für gesund erklären. Fühlst du deine traurige innere Lage und willst du gesund werden um jeden Preis, dann kann der große Seelenarzt dich in seine Behandlung nehmen. Und wenn der Schaden verzweifelt böse ist und die Wunden unheilbar: Er kann und wird sie heilen. Gib dich diesem Arzt nur vertrauensvoll hin! Es misslingt ihm keine Kur. Carl Eichhorn aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

27.1.

Mittwoch 27.1.2021 – Der Fokus: Markus 2,13-17 Die Berufung des Levi durch Jesus und dessen Einkehr in seinem Haus - Markus 2,14+15Die Kraft der Sehnsucht ihm nachzufolgen - SCHEVA 228

Die Gemeinschaft mit Jesus feiern, der sich immer gerne von Menschen einladen lässt, die zum ersten Mal und immer wieder neu die Kraft des großen stürmischen Herzens haben ihm zu folgen

Die Fazination:

Markus 2,14+15 Als er weiterging und an der Zollstelle vorbei kam, sah er Levi, den Sohn von Alphäus, dort sitzen und sagte zu ihm: "Komm, folge mir!" Der stand auf und folgte ihm. Später war Jesus in seinem Haus zu Gast. Mit ihm und seinen Jüngern waren noch viele Zolleinnehmer eingeladen und andere, die einen ebenso schlechten Ruf hatten. Viele von ihnen gehörten schon zu denen, die ihm nachfolgten. 

Christus geht jetzt mit Matthäus in sein Haus, das große Haus eines reichen Mannes. Küche und Keller öffnen sich, und viele setzen sich mit ihm zu Tisch, „Zöllner und Sünder“ mit Jesus und seinen Jüngern. Dort sitzt er mitten in der Welt unter den Menschen dieser Welt. Teilt mit ihnen Brot und Wein und Rede. Draußen aber stehen die Gerechten und zürnen. Warum setzt sich mit den Jüngern an den Tisch? Was ist es, das er an ihnen liebt. – Jesus liebt am Zöllner die unbändige Kraft, nicht rechts und links zu schauen, über das Urteil und Vorurteil  der anderen durchzubrechen zu ihm. Die Kraft des großen, stürmischen, kindlichen Herzens, das ja sagt, ja zur Sünde, ja zu seiner Hilflosigkeit. Die unbändige Kraft, die unter der Sünde hervorstößt, emportaucht und das brennende Herz Christus entgegenhebt. Das brennende Herz der Sehnsucht nach Gott – das ist es, was Christus liebt. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 228

Foto Pixabay

.

26.1.

Dienstag 26.1.2021 – Der Fokus: Markus 2,1-12 Die Heilung des GelähmtenMarkus 2,9-12 / Psalm 103,3Jesus, die Macht Gottes - SCHEVA 215

Vergebung und Heilung als die Mächte von Jesus verstehen und erfahren, die uns zunehmend verwandeln und eines Tages voll erfassen können

Die Faszination:

Markus 2,9-12 Ist es leichter, zu einem Gelähmten zu sagen: 'Deine Sünden sind dir vergeben', oder: 'Steh auf, nimm deine Matte und geh umher'?Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben." Damit wandte er sich dem Gelähmten zu: "Ich befehle dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause!" Der Mann stand sofort auf, nahm seine Matte und ging vor den Augen der ganzen Menge hinaus. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: "So etwas haben wir noch nie gesehen!" 

Seht das ist meine Macht! Die Macht, die ihr noch nicht kennt. Leibhafte, harte, massive Macht! Die man daran erkennen kann, mit Händen betasten kann, dass sie auch den Leib heilt. Dass sie die Seele samt dem Leib heilt. - Was geschieht hier unter dem geöffneten Dach, das hat der Psalmist schon prophetisch geahnt: „Der dir alle deine Sünden vergibt und heilt alle deine Gebrechen (Psalm 103,3). In diesem „und“, da steckt das Entscheidende, das Neue Gottes drin. Da steckt das ganze Evangelium drin, welches das große „Und“ Gottes ist, indem er Himmel und Erde zusammenbringt und sein Geschöpf Mensch, das sich so über mitgespielt hat, wieder heil macht. Sie haben Recht die Schriftgelehrten, nur zu recht, die da sagen in ihrem Herzen, das nur Gott die Macht habe, die Sünden zu vergeben. Denn dieses Vergeben, das hier geübt wird, ist allerdings nur aus Gottes Hand selbst. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 215

Foto Fotolia

.

25.1.

Montag 25.1.2021 – Der Fokus: Markus 1,35-39 Jesus zieht durch Galiläa - Markus 1,35Gebet als Stille - HALBET 69/70

Jeden Morgen und so oft wie möglich von Gott in der Stille in die Andacht geführt werden und darin in der Gegenwart Gottes bleiben, dass er durch uns wirken kann

Der Lebensstil:

Lukas 1,35 Früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, stand er auf und ging aus dem Haus fort an eine einsame Stelle, um dort zu beten.

Sogar Jesus, der zu jeder Zeit am Tag in ununterbrochener Verbindung mit seinem Vater stand, musste sich von der Menge und vom Lärm zurückziehen, um allein zu sein und Stille zu haben. Die Welt und die Menschen stören und zerstreuen unseren Geist. Darum sollten wir uns in regelmäßigen Zeitabständen von allem dem entfernen, damit unsere Seele die Stille und innere Sammlung wahrnehmen kann, welche erforderlich ist, um Gottes Stimme zu hören. – So bedeutet die rein äußerliche Stille, viel für die Neuorientierung der Seele. Erst wenn sich alles aufgelöst hat, was sonst unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht oder ziehen kann, ist die Seele für innere Aktivität frei. Sobald das äußere Leben seinen zerstreuenden Einfluss auf unser Seelenleben verliert, stimmt Gott selbst unsere Seele bei Beten, indem er uns in eine andächtige Haltung versetzt. Sie ist mit Gottes Vorreiter zu vergleichen, der uns seine Ankunft meldet. – Gib Gott Zeit für das Präludium an Deiner zerstreuten Seele. Ole Hallesby leicht verändert aus „Vom Beten“ Seite 69/70

Foto Holgus

.

22.1.

Freitag 22.1.2020 – Der Fokus: Markus 1,16-20 Jesus beruft vier Jünger am See Genzareth - Markus 1,16-18 / Matthäus 13,37Der Menschensohn / Dem Ruf von Jesus folgen - DREMEE 162

Von Jesus fasziniert und aufgerufen Jünger zu werden, ein ganzes Leben lang ihm folgen und Menschlichkeit auf seine Weise leben, indem wir sie von ihm übernehmen

Die Faszination:

Vielleicht kann man einen Menschen überhaupt am Besten daran erkennen, was ihn innerlich anspricht und was ihn in Gang bringt, welche Interessen ihn leiten und welche Motive ihn bestimmen. Doch welch eine Verzauberung muss von der Person Jesus ausgegangen sein, wenn sie imstande war Menschen aus ihrem Alltag, aus ihren vertrauten Lebenszusammenhängen herauszulösen und in eine ganz neue Welt hineinzustellen, und zwar „sogleich“ wie Markus immer wieder sagt. An der Seite von Jesus müssen die Menschen geahnt haben, dass es stimmt, was der Mann aus Nazareth verkündete. Die Zeit ist erfüllt, die Herrschaft Gottes ist nahe herangerückt. (Markus 1,15) Wenn Jesus vom Kommen des Menschensohns (Der Menschensohn sät den guten Samen Matthäus 13,37) sprach, so muss in seiner Nähe selber eine solche Menschlichkeit spürbar geworden sein, dass man ein für allemal wusste. Jetzt und in diesem Augenblick entscheidet sich alles; es gilt, die eigene Menschlichkeit jetzt zurück zu gewinnen, oder man wird endgültig eine letzte Chance vertun. Jesus muss auf eine Weise von Gott erfüllt gewesen sein und von Gott gesprochen haben, dass man es ihm glaubte, wenn er Got seinen und unseren Vater nannte. Eugen Drevermann aus „Das Markusevangelium erster Teil“ Seite 162

Foto Fotolia

.

21.1.

Donnerstag 21.1.2021 – Der Fokus: Lukas 4,16-30 Jesus auf Besuch in seiner Vaterstadt - Lukas 4,21 / Lukas 1,38Gott als einer der sein Wort erfüllt / Das Wort wirken lassenHolgus

Worte Gottes wie ein Kind zeugen lassen, dessen Wirkungen dann an Wirkung zunehmen lassen, bis wir wie bei einer Geburt sagen können: Heute hat sich dieses Wort erfüllt

Der Lebensstil:

Lukas 4,21 Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren

Je wichtiger eine Zusage ist, die sich erfüllt, desto größer ist die Freude oder Befriedigung, wenn dies geschieht. Wir Menschen geben viele Zusagen, die wir aber leider nur mehr oder weniger einhalten. Gott ist anders, er hat seine Zusagen eingehalten, die er gegeben hat. Er hat seinen Sohn gesandt und durch sein ganzes Leben hindurch sein Wort gehalten, indem Jesus seinen Willen getan hat. Wird Gott auch durch uns Wort halten können und die vielen ganz konkreten Zusagen erfüllen können? Ist unser höchstes Bestreben, dass er das durch uns tun kann? Wenn dieses Bestreben immer wieder keine Erfüllung fand, dann wohl nur deshalb, weil wir es aufgegeben haben oder selbst erfüllen wollten. Wenn wir aber mit den Worten von Maria beten, „Maria aber sprach: Siehe ich bin des HERRN Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast“ (Lukas 1,38), dann geschieht das Wort an, in und dann durch uns. Worte Gottes werden gezeugt, wenn wir eine intensive Gemeinschaft mit ihm pflegen. Sie wachsen in uns dann wie von selbst, wenn wir sie an uns mit allen Konsequenzen geschehen lassen. Und sie werden geboren und erfüllen sich, wenn unsere Umgebung erfährt, dass Gott einmal wieder überraschenderweise Wort gehalten hat. Holgus 21.1.2020

Foto Fotolia

.

20.1.

Mittwoch 20.1.2021 – Der Fokus: Johannes 4,6-30 Jesus und die Samariterin am Jakobsbrunnen - Johannes 4,16-18 / 1.Korinther 2,10bDie geistliche Begleitung - GORKDO 56/57

Die eigenen und die Abgründe von anderen Menschen durch den Geist Gottes erforschen lassen, dass die Quelle des Lebens freigelegt und durch uns heraussprudeln kann

Die Faszination:

Johannes 4,16-18 "Geh und hole deinen Mann hierher!", sagte Jesus. "Ich habe keinen Mann", entgegnete die Frau. "Das ist richtig", erwiderte Jesus. "Du hast keinen Mann. Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Da hast du etwas Wahres gesagt." 

Ich habe Starzen (weise geistliche Begleiter) kennen gelernt, die genial sind im Dienen; die so sensibel sind und schon wissen, was man braucht, bevor man überhaupt den Mund aufgetan hat. Es ist eine solche Kultur, als wären diese Menschen von einem anderen Planeten. Sie gehen auf einen ein, erfühlen das innere Leben eines Menschen und wissen sofort alles. - Sie haben mir oft gesagt: Das Geheimnis des Dienens besteht darin, dass man am meisten die Menschen lieben muss, die die schlimmsten sind. Wir sehen schnell die schwachen Seiten eines Menschen. Wir fangen an zu kritisieren und etwas Schlechtes zu denken und sehen sofort seine Sünden. – Die Starzen sehen noch mehr (durch den Geist Gottes) . Denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. 1.Korinther 2,10b  Sie sehen auch die Sünden, die wir nicht sehen. Sie sehen schwarze Hintergründe, die wir verdecken oder die wir gar nicht wissen oder nicht wissen wollen. In uns sind Abgründe, die wir gar nicht sehen können. Aber die Starzen sehen sie, Gott sei Dank! Beispiel auf Seite 57. Tatiana Goritschewa aus „Die Kraft der Ohnmächtigen“ Seite 56/57

Foto Fotolia

.

19.1.

Dienstag 19.1.2021 – Der Fokus: Johannes 3,22-36 Das letzte Zeugnis von Johannes dem Täufer über Jesus - Johannes 3,26+27Das tägliche Leben aus Gott empfangenCarl Eichhorn

Was wir durch unser Leben nehmen und geben können, von Gott empfangen, weil nur er in der Lage ist wesentlich zu helfen und zu befähigen

Der Lebensstil:

Johannes 3,26+27 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war jenseits des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm. Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel.

Wie außerordentlich tief und weitgreifend ist dieses Wort! Bei der Nachricht: "Jesus tauft, und jedermann kommt zu ihm", gibt Johannes nicht dem Neid Raum, sondern überwindet ihn mit diesem Wort: „Ein Mensch kann nichts nehmen, es werde ihm denn gegeben vom Himmel.“ Es gibt zweierlei Standpunkte: Entweder will man sich alles selbst nehmen, oder man lässt sich als Bittender von oben geben. Weil der Neid aus der selbstsüchtigen Gier stammt, ist er unausbleiblich bei denen, die alles an sich raffen wollen. Arme Menschen, sie kommen doch nie zum gewünschten Ziel! - Wie anders, wenn ich nach oben blicke! Dann kann der Neid nicht aufkommen. Wenn ich um mich schaue, schleicht er sich in meine Seele ein. Wenn ich aber auf den Geber aller guten Gaben schaue, dann weiss ich, dass er es auch dann mit mir gut meint, wenn er mir dieses und jenes versagt. Es würde mir gewiss zum Schaden ausschlagen, wenn ich das hätte, was dem andern zuteil geworden ist. Jeder bekommt, soviel er tragen kann. Alles, worin ich hinter anderen zurückstehe, muss zu meinem Besten dienen. Es ist eine Schule der Demut. - O, wie herrlich ist es, wenn man alles von oben nimmt und sich geben lässt! An Stelle des finsteren Neides treten dann erquickender Dank für das, was andern gegeben ist, und Freude über ihre reicheren Gaben. Man sieht selbst in den Widerwärtigkeiten eine Gabe. Der ganze Heiland wird allen zuteil, die von Herzen nach ihm verlangen. Carl Eichhorn aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

Psalm 4,4

Freitag 15.1.2021 – Der Fokus: Psalm 4,1-9 Davids Abendgebet mit Freude und Friede trotz AnfeindungenPsalm 4,4Die Führung durch Gott / Das Gebet als Hören - Hermann Friedrich Kohlbrügge

Gottes wunderbare, aber auch ungewöhnliche Lebensführung ersehnen und wahrnehmen, besonders wenn wir uns auf sie eingelassen haben, aber auch wenn wir von ihr abgewichen sind und er uns durch sie erziehen muss

Die Faszination:

Psalm 4,4 Erkennt doch dass der Herr seine Heiligen wunderbar führt, der Herr hört wenn ich ihn anrufe

Gott führt seine Heiligen wunderbar. Immerdar ganz anders, als sie es sich vorgestellt haben. Sein Weg mit ihnen ist durch das tiefe Meer. Verheißt er ihnen das Licht, so macht er alles finster; verheißt er ihnen Raum, so werden sie eingeengt; verheißt er ihnen Hilfe, so wird jede Stütze zerbrochen; verheißt er den Frieden, so wird die Seele in uns ach so unruhig; verheißt er den Segen, so scheinen alle Flüche auf uns zu kommen; verheißt er Ehre, so muss man schreien: Lass mich nicht beschämt werden, oder: Unsere Seele ist der Verachtung sehr voll. Verheißt er Gnade, so scheint er seinen Zorn über uns ausgegossen zu haben; verheißt er Heiligung, so beginnt die Sünde wie nie zuvor in uns zu wüten; verheißt er Leben, so geht es alles in den Tod, so sehen wir alles in ein Grab verscharren. Wo er bauen will, bricht er ab; wo er pflanzen will, rottet er aus; wo er aufrichten will, kehrt er um; wo er trösten will, macht er uns herzensbetrübt; wo er seine Liebe zeigen will, da scheint er ganz hart und lieblos zu sein; und er verwundet tief, wo er heilen will. - Diese Führung kommt seinen Freunden fremd vor. Sie haben es anders erwartet. Sie stellen sich Gottes Führung immer anders vor, als sie ist, und können es nicht begreifen, dass der Weg, den sie zu gehen haben, wirklich der Weg Gottes sei. Dennoch ist es Gottes Weg mit ihnen; und ob sie auch anders darüber denken, sie haben alle Ursache, sich über solchen Weg zu freuen. Sei aber der Weg hart, komme er ihnen auch fremd vor, anschließend werden sie doch mit dem Wege zufrieden sein. Hermann Friedrich Kohlbrügge aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

14.1.

Donnerstag 14.1.2020 – Der Fokus: Johannes 3,1-13 Das Nachtgespräch von Jesus mit Nikodemus - Johannes 3,8 / Römer 9,16 / Philipper 2,12+13Das vom Geist geleitete Gebet / Die Wiedergeburt - Hermann Friedrich Kohlbrügge

Den Wind des Geistes wahrnehmen und sich von ihm beeinflussen lassen, der geistliche Neugeburten und Werke durch unser Mitwirken schaffen will, die das Reich Gottes stärken

Die Faszination:

Johannes 3,8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.

Es gibt in der Natur wohl nichts unkontrollierteres, als der Wind in seiner Bewegung. Man kann den Wind nicht beeinflussen, man kann ihm nicht befehlen, dass er hier oder dorthin bläst. Unabhängig ist er von allen Menschen und von all ihrem Tun. Was auch die Naturforscher erforscht haben mögen, sie können nicht sagen, wo der Wind herkommt, auch nicht, wo er hinfährt, noch den Ort angeben, wo er sich legen wird, wenn wir auch sein Sausen vernehmen. Das meinte Jesus von der Freiheit Gottes, von dem von allen Menschen und ihrem Tun unabhängigen Gott und seiner Gnade, wie auch Paulus Römer 9,16 bezeugt: So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmung, und wiederum: So erbarmt er sich, wessen er will. – Denn so ist die Freiheit der Gnade Gottes, sie macht lebendig, was sie will, und lässt sich durch menschliche Bestrebung oder Anmaßung nicht regulieren. Darum bezeugt auch Paulus Philipper 2,12+13: Schaffet, dass ihr selig werdet mit Furcht und Zittern; denn Gott ist es, der in euch wirket beides, das Wollen und das Vollbringen nach seinem Wohlgefallen. Denn weil das Wollen und Vollbringen durch Gott und sein Vermögen kommt, weil er so gütig ist, so soll alle Anmaßung, Erhebung seiner selbst über andere oder der Dünkel, als seien wir etwas, weit fern von uns sein. Hermann Friedrich Kohlbrügge aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

Dienstag 12.1.

Dienstag 28.11.2017 – Der Fokus: Johannes 2,1-11 Jesus hilft Maria bei einer Hochzeit in Kana -  Johannes 2,3-5Das Gebet als Delegation / Maria und Jesus - HALBET 33

Lernen unser Leben, unsere Beziehungen und unsere Nöte an Jesus zu delegieren, dass er es leben und aus dem Mangel Fülle generieren kann  

Der Lebensstil:

Johannes 2,3-5 Als während des Festes der Wein ausging, sagte seine Mutter zu Jesus: "Sie haben keinen Wein mehr!" "Frau, in was für eine Sache willst du mich da hineinziehen?", entgegnete Jesus. "Meine Zeit ist noch nicht gekommen." Da wandte sich seine Mutter an die Diener und sagte: "Tut alles, was er euch aufträgt." 

Das Geheimnis des Betens wurde mir einmal besonders klar, als ich vor vielen Jahren den kleinen wunderbaren Bericht von der Hochzeit von Kana las. – Die Mutter von Jesus erweist sich als rechte und geübte Beterin. Sie geht mit der Not, in die sie eingeweiht worden ist, an die richtige Stelle: sie geht zu Jesus und erzählt es ihm. Wir müssen uns dabei merken, was sie zu ihm sagt: Nur die wenigen und schlichten Worte: „Sie haben keinen Wein!“ Hier hast Du den Sinn des Gebets: Jesus zu sagen was uns fehlt. Fürbitte bedeutet Jesus zu sagen was anderen fehlt. Und wenn wir genau hinsehen merken wir, dass die Mutter von Jesus auch nichts anderes tat. Sie hat ihm einfach die Not ihrer Freunde erzählt und wusste, dass sie von sich aus nichts hinzufügen brauchte. Sie wusste, dass er ihre Hilfe nicht benötigte, weder durch Vorschläge noch in anderer Form. Sie kannte ihn und war ganz sicher, dass diese Not in die richtigen Hände gelegt war. Er weiß schon was zu tun ist. – Aber lasst uns auch beachten, dass sie das ihre getan hat, indem sie ihre Bitte äußerte. Damit hatte sie die Sache von sich auf ihn übertragen. Sie hatte sozusagen keine Verantwortung mehr für die peinliche Lage. Die Verantwortung war nun auf Jesus gelegt. Ole Hallesby aus „Vom Beten“ Seite 33

Foto Holgus

.

Jesaja 60,1+2

Montag 11.1.2021 – EPIPHANIASFEST – Der Predigttext: Jesaja 60,1-6Jesaja 60,1+2Der Christ als Licht - Dr. Andreas Löw - Mache Dich auf und werde Licht …

Sich für das Licht Jesus Christus in uns immer mehr und wieder neu öffnen, dass es uns erleuchten, durch uns scheinen, aber auch Werke des Lichts hervorbringen kann

Die Ermutigung:

Jesaja 60,1+2 Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN erglänzt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Wir, die wir uns nach dem Aufstrahlen von Gottes Licht in unserer Welt sehnen, dürfen uns nicht an die Finsternis gewöhnen oder sie schönreden. - Mit der Auferstehung Christi im Rücken und der Gewissheit, dass wir als gerechtfertigte Sünder in die Nachfolge Christi gerufen sind, hören und verkünden wir den prophetischen Ruf Jesajas. Wir lassen unseren Blick von unseren Ohnmachtserfahrungen wegziehen, hin auf Gottes Möglichkeiten, auf seine Verheißungen, auf seine kommende Herrlichkeit. Gott legt uns niemals auf unsere Schuld, auf unser Versagen, auf unsere Schwäche fest. Sondern Gottes Güte und Gnade sind jeden Morgen neu. Gott füllt uns täglich unsere Hände mit all dem Licht und der Herrlichkeit seines Sohnes Jesus Christus. Gottes Wort aus dem Munde des Propheten öffnet unseren Geist für den Geist der Kraft und der Liebe und der Zuversicht. Schuldekan Dr. Andreas Löw, Ludwigsburg aus seiner Predigt zum Epiphaniasfest 2021

.

8.1.

Freitag 8.1.2021 – Der Fokus: Johannes 1,35-51 Die Berufung der ersten Jünger - Johannes 1,47-49Jesus begegnen und verwandelt werden - GRÜWZL 471

Jesus so oft wie möglich kontemplativ begegnen, um so von ihm durchschaut werden und ihm fasziniert nachfolgen zu können

Die Faszination:

Johannes 1,47-49  Als Jesus Natanaël kommen sah, sagte er: "Das ist ein wahrer Israelit, ein Mann ohne Falschheit." "Woher kennst du mich?", fragte Natanaël. Jesus antwortete: "Ich sah dich, als du noch unter dem Feigenbaum saßt, bevor Philippus dich rief." Da erklärte Natanaël: "Rabbi, du bist der Sohn Gottes! Du bist der König Israels!"

Jesus verblüfft den Natanael, dass er seinen Charakter und Wesen kennt. Der Israelit ohne Falschheit fühlt sich durchschaut. Jesus spricht ihn auf den Feigenbaum an, unter dem er offensichtlich eine tiefe spirituelle Erfahrung gemacht hat. Jesus offenbart mit diesem Hinweis dem Natanael, dass er den Menschen kennt, dass er es nicht nötig hat, dass andere ihm etwas über den Menschen erzählen. Jesus kennt jeden Einzelnen und schaut in die Tiefe seines Herzens. Wir können uns Jesus nicht nähern, ohne durchschaut, ohne mit unserer eigenen Wahrheit konfrontiert zu werden. Dem Glaubenden – so sagt Bultmann – wird in der Begegnung mit Jesus die eigene Existenz erhellt und aufgedeckt. Anselm Grün aus „Jesus, Wege zum Leben“ Seite 471

Foto Pixabay

.

7.1.

Donnerstag 7.1.2021 – Der Fokus: Matthäus 4,1-11 Die Versuchung von Jesus in der Wüste - Matthäus 4,11Jesus das schöpferische Wort Gottes - Aiden Wilson Tozer

Die natürlich guten und die himmlischen Kräfte wahrnehmen, die durch Christus geschaffen sind, um dann den eigentlichen Feind wahrnehmen und ihm widerstehen zu können, dem Satan

Die Orientierung:

Matthäus 4,11 Da ließ der Teufel von Jesus ab, und Engel kamen und versorgten ihn.

Jesus Christus kam in unsere Welt, als die Zeit dafür gekommen war, und Seine eigene Welt - in das Reich der Natur - nahm Ihn auf, obwohl Ihn Sein eigenes Volk ablehnte. Ich habe das Gefühl, dass die ganze Natur Jesus entgegenging, um ihn zu begrüßen, als Er auf diese Erde kam. Das Vieh im Stall von Bethlehem behelligte Ihn nicht. Das, was Ihm in der erschaffenen Natur gehörte, empfing Ihn und nahm Ihn auf. - Dr. G. Campbell Morgan meinte, dass Jesus, als Er 40 Tage in die Wüste ging, um vom Teufel versucht zu werden, dort mit den wilden Tieren 40 Tage und Nächte verbracht hat. Dr. Morgan hält es für abwegig, zu meinen, dass Jesus durch Engel vor den Tieren hätte geschützt werden müssen. - Jesus war dort vollkommen sicher. Er war der Schöpfer und Herr der Natur. Jesus war in vollkommener Harmonie mit der Natur. Und ich bin der Meinung, dass wir uns desto mehr in Übereinstimmung und Harmonie mit der natürlichen Welt um uns herum befinden werden, je tiefer unser Christsein wird. Aiden Wilson Tozer aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

6.1.

Mittwoch 6.1.2021 – Der Fokus: Markus 1,9-13 Die Taufe von Jesus - Markus 1,9+10Die Taufe von Jesus - SCHEVA 172/173

Die Taufe von Jesus und auf seinen Namen wahrnehmen, mit allem was sich für uns daraus ergibt, vor allem das Kommen von Gottes Geist

Die Faszination:

Markus 1,9+10 Damals kam auch Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich im Jordan von Johannes taufen. Noch während er aus dem Wasser stieg, sah er, wie der Himmel sich öffnete und der Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herabfuhr.

So öffnet sich jetzt über dem Einen der Himmel. Und wie er da heraufsteigt, kommt die Taube aus dem geöffneten Himmel auf ihn nieder. Nun ist der Himmel wieder offen, der so lange verschlossene. Die Erde hat den Himmel wieder und Geburt aus dem Himmel ist wieder möglich. Der Himmel ist wieder geöffnet, der Geist des ersten Schöpfungstages ist wieder da. Und nun kann die Schar der Tausenden ihm nachziehen unter den geöffneten Himmel und wieder aus dem Himmel geboren werden aus Feuer und Geist. - Taufe ist Zeugung und Geburt. Und Christustaufe ist Geburt aus dem Himmel. Die Erde geht jetzt wieder mit dem Himmel schwanger. Das Fleisch mit dem Geist. Der alte Adam mir der neuen Kreatur. Der irdische Mensch wird Mutter des himmlischen. So liegen jetzt Erde und Himmel, Mensch und Gott durch den Sohn ineinander wie die Frucht im Schoß. Das Taufevangelium verkündet die Welt als den irdisch-himmlischen Durchdringungsraum der göttlichen Liebe. Die Grenze zwischen Diesseits und Jenseits ist nicht mehr. Der Geist ist da: Das ist das Leben aus dem Himmel, auf der Erde gelebt. – Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 172/173

Foto Fotolia

.

5.1.

Dienstag 5.1.2021 – Der Fokus: Mar.1,1-8 Der Auftritt von Johannes dem Täufer  - Markus 1,3Die Umgestaltung durch Christus - Holgus

Nachdem wir Jesus in unser Leben herein gelassen haben, ihn aufräumen und sich einrichten lassen, dass er mit uns Gemeinschaft haben kann und alles beeinflussen kann

Der Lebensstil:

Markus 1,3 Hört, in der Wüste ruft eine Stimme: 'Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet seine Pfade!'"

Jesus hat sich bei uns angemeldet, wir konnten ihm die Tür öffnen und ihn in unser Leben herein lassen. Seither ist er dabei – wenn wir das ihm zulassen – in unserem Leben aufzuräumen, sich einzurichten und sich es bei uns bequem zu machen. Wenn es ihm in uns gut geht, dann spüren wir das und wir öffnen ihm weitere Lebensbereiche und unsere Tage wie Räume in einem Haus. Wenn wir ihn als Hausmeister, Freund und König wirken lassen können, dann entwickelt sich unser Leben weiter, wird unser Haus erleuchtet und unser Leben in unserem Umfeld wirksam. Holgus 5.1.2021

Foto Holgus

.

4.1.

Montag 4.1.2021 – 2.SONNTAG NACH DEM CHRISTFEST – Der Predigttext: Lukas 2,41-52 Der zwölfjährige Jesus lässt sich im Tempel unterweisen - Lukas 2,46+47 / Lukas 2,52Das Wort Gottes selbstständig studieren und verkörpern - Pfarrer Eberhard Grötzinger

Geistlich und persönlich umfassend reifen, indem wir selbstständig aus dem Wort Gottes – auch im Diskurs mit anderen - wie Jesus alle Register, um wie er an Weisheit, sowie Gnade bei Gott und den Menschen zuzunehmen

Die Faszination:

Lukas 2,46+47 Nach drei Tagen endlich entdeckten sie ihn im Tempel. Er saß mitten unter den Gesetzeslehrern, hörte ihnen zu und stellte ihnen Fragen. Alle, die zuhörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten. 

Nun hat die Geschichte aber noch eine religiöse Tiefendimension, die vermutlich schuld daran ist, dass sie überhaupt in der Bibel steht. Der 12-jährige Jesus ist ja nicht nur äußerlich eigene Wege gegangen. Er fängt auch an, im Nachdenken über den Glauben eigene Wege zu gehen. Er will wissen, was es auf sich hat mit der überlieferten Religion, in der er erzogen worden war, mit den Geboten, mit dem Tempel, mit den religiösen Vorschriften, mit den Riten und Gebräuchen. Und da hat er im Tempel die Gelegenheit, die Theologen, die von Berufs wegen darüber Auskunft geben können, zu befragen.

Da gab es damals sicherlich eine Menge zu kritisieren am Tempelbetrieb zu Jerusalem, so wie es auch heute – seien wir ehrlich – auch an unserer Kirche manches zu kritisieren gibt. Da gab es viele Fragen auch in Bezug auf Gott und Gottes Wirken in der Welt – wie sich auch heute für jede Generation neu und elementar die Frage stellt nach Gott und dem Wissen von ihm, nach der Verbindung zu Gott und der Verlässlichkeit der überlieferten Aussagen über ihn. Nicht immer stellen sich die Fragen über Gott mit derselben Wucht. Aber ganz ohne Fragen geht es offenbar nicht. Ein einfaches, gläubiges Nachsprechen der vorgegebenen Texte reicht nicht. Es hat Jesus nicht gereicht, wie die Geschichte von ihm als Zwölfjährigem beweist. Es reicht auch uns nicht. Wir müssen auch in Sachen des Glaubens eigene Wege gehen. Wir müssen eigene Antworten finden, was Christsein bedeutet, und dies für uns selbst definieren. Ist das schlimm? Das ist zumindest gefährlich. Es enthält das Risiko des Irrtums, des Zurechtlegens, des Irrglaubens und Unglaubens. Jesus selbst kam im Nachdenken über religiöse Fragen zu einer Auffassung, die für die Schriftgelehrten, denen er als 12-jähriger Junge noch treu zuhörte, eine reine Gotteslästerung war.
Es kann sein, die eigene Erkenntnis in Sachen des Glaubens macht einsam. Und erst nach einer längeren Wegstrecke des Suchens, des Fragens, des Erprobens ergeben sich neue Gemeinsamkeiten mit anderen Menschen, die offenbar auf demselben Weg unterwegs sind. So ist das auch heute, wenn Christus in uns Gestalt gewinnt. Er überspielt unsere Fragen nicht. Er nimmt sie ernst. Denn sie gehören zu uns. Und wenn er uns mit seinem himmlischen Vater in Verbindung bringt, dann möchte er uns ganz dabeihaben, mit allem, was wir sind und haben, mit all unseren Gefühlen und allen unseren Gedanken, mit unserer Geschichte und mit unseren Widersprüchen. Es ist ein lebendiges Gespräch, in dem wir sowohl Fragen stellen als auch uns selbst fragen lassen. Und wenn wir Glück haben, geschieht dann auch bei uns, was Lukas vom heranwachsenden Jesus berichtet: Lukas 2,52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.
Pfarrer i.R. Dr. Eberhard Grötzinger, Stuttgart-Weilimdorf aus seiner Predigt

Foto Holgus

.

30.12.

Mittwoch 30.12.2020 – Der Fokus: Lukas 2,25-38 Anbetung und Prophetie Simeons und HannasLukas 2,25 / Römer 6,11Jesus der Erlöser - MURWAG 91/90  

Die Erlösung durch Jesus Christus erwarten, wie Simeon damals, dass sie in mir und auf der Erde ganz konkret Gestalt gewinnt

Die Orientierung:

Lukas 2,25 Damals lebte in Jerusalem ein gerechter und gottesfürchtiger Mann namens Simeon. Er wartete auf die Ankunft des Messias, der Israel Trost und Rettung bringen würde. Der Heilige Geist ruhte auf ihm / Römer 6,11 Haltet euch selbst dafür, dass ihr für die Sünde tot seid, aber für Gott lebt in Christus Jesus, unserem Herrn!

Von Simeon aber auch von Hanna kann jeder Christ eine Lektion lernen. Es war für sie unmöglich, irgendetwas zur großen Erlösung beizutragen, zur Geburt von Jesus Christuas oder seinem Tod. Es war Gottes Werk. Sie konnten nichts tun als warten. Wir sind ebenso hilflos im Hinblick auf die Offenbarung von Jesus Christus in uns. Gott erwirkte nicht die große Versöhnung in Christus als Ganzes und überließ dann uns ihre Anwendung im Detail. – Die tägliche Offenbarung von Jesus Christus in jedem einzelnen Gläubigen – Schritt für Schritt und Augenblick für Augenblick – ist genauso ein Werk der Almacht Gottes, wie die Geburt oder Auferstehung von Jesus Christus. – Mein Leben in Christus oben im Himmel und sein Leben in mir auf der Erde – diese beiden ergänzen einander. Je mehr mein Warten auf GFott von dem lebendigen Glauben „ich in Christus“ gekennzeichnet ist, desto mehr dürstet das Herz nach Christus in mir und beansprucht ihn. Andrew Murray aus „Warten auf Gott“ Seite 91/90

Foto Pixabay

.

29.12.

Montag 16.4.2012 – Der Fokus: Matthäus 2,1-12 Die Weisen aus dem Morgenland huldigen dem Königskind - Matthäus 2,11 / Psalm 72,10+11Jesus als König - GRÜWZL 34

Dem König aller Könige, unsere Liebe, unsere Sehnsucht und unsere Schmerzen bringen, dass er sich mit uns vereinigen und durch uns wirken kann

Der Lebensstil:

Matthäus 2,11 Sie gingen in das Haus und fanden das Kind mit seiner Mutter Maria. Da warfen sie sich vor ihm nieder und erwiesen ihm die Ehre. Dann holten sie ihre mitgebrachten Schätze hervor und legten sie dem Kind hin: Gold, Weihrauch und Myrrhe. – Psalm 72,10+11 Die Könige von Tarschisch und den fernsten Inseln bringen ihm Geschenke. Die Könige von Scheba und Saba bringen Tribut. Alle Herrscher huldigen ihm und alle Völker werden ihm dienen.

Die Gaben können aber auch Gaben sein, die wir Jesus darbringen sollen. Gold verweist dann auf unsere Liebe, Weihrauch auf unsere Sehnsucht und Myrrhe auf unsere Schmerzen, auf die Wunden, die wir mit uns tragen. Myrrhe ist aber nicht nur ein Bild für unsere Schmerzen. Als Heilkraut steht es auch für die Heilung unserer Wunden. Indem wir unsere Wirklichkeit dem göttlichen Kind in der Krippe hinhalten, heilen unsere Verletzungen, und unsere Sehnsucht kommt an ihr Ziel. Wir bringen nicht nur Liebe, sondern erfahren in dem Kind, die menschgewordene Liebe Gotte. Sie lässt uns mitten in der Fremde dieser Welt zuhause sein. Sie schenkt uns Unbehausten Heimat. Anselm Grün aus „Wege zum Leben“ Seite 34

Foto Fotolia

.

28.12.

Montag 28.12.2020 – Der Fokus: Lukas 2,15-20 Die Hirten besuchen Maria und erzählen von ihrer Himmelserscheinung - Lukas 2,16+17Die Geburt von Jesus - Pfarrer Gerhard Schäfer - Ich steh an deiner Krippen hier …

Meine Seele von Gott, durch sein Kommen in Jesus Christus, weiten lassen, dass er sie so weit wie möglich – wie ein Meer - erfüllen kann

Die Faszination:

Lukas 2,16+17 Schnell brachen sie auf und fanden Maria und Josef und auch das Kind, das in der Futterkrippe lag. Als sie es gesehen hatten, erzählten sie, was ihnen über dieses Kind gesagt worden war. - Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen; und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen. O dass mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, dass ich dich möchte fassen. Vers 4 aus dem Lied „Ich steh an deiner Krippen hier“

Wir heute stehen vielleicht etwas nüchterner und zurückhaltender an der Krippe. Aber auch für uns bleibt das Ereignis der Menschwerdung Gottes ein Ereignis, das uns glücklich machen will. Darum gibt es auch nichts passenderes, als dieses Ereignis zu besingen und zu feiern. So, wie wir es an Weihnachten getan haben und in der Epiphaniaszeit noch einmal für einige Wochen tun können. Auch wir können deshalb an der Krippe nichts anderes tun als innehalten, das Christuskind betrachten, uns an seinem Anblick freuen und uns von ihm verändern lassen. Auch wir können und brauchen nichts anderes zu tun als uns ganz weit für Gott und seine Gegenwart zu öffnen. Pfarrer Gerhard Schäfer aus seiner Predigt zum Lied „Ich steh an deiner Krippen hier“

Foto Holgus

.

23.12.

Mittwoch 23.12.2020 – Der Fokus: Lukas 1,57-66 Johannes der Täufer wird geboren und bekommt seinen Namen - Lukas 1,66Die Hand Gottes / Die vorbereiteten Werke Gottes ausführen - Holgus

Gottes Hand in unserem Leben wahrnehmen lernen, wie sie uns berührt und führt, dass wir in der Lage sind, die Werke zu tun, die er für uns vorgesehen hat

Die Faszination:

Lukas 1,66 Und alle, die es hörten, nahmen es sich zu Herzen und sprachen: Was wird wohl aus diesem Kindlein (Johannes) werden? Denn die Hand des Herrn war mit ihm.

Eine Hand kann uns berühren, drücken, umarmen, wunderbar massieren, führen und vor allem segnen. Es ist gut zu wissen, dass Gott auch eine Hand hat, die uns durch unser Leben begleitet. Erst recht gut ist es zu wissen, dass sie uns auch berühren, drücken, umarmen, wunderbar massieren, führen und segnen will. Es wäre gut zu wissen, wie diese Hand mit Johannes dem Täufer verfahren ist. Es begann schon während seines Heranwachsens im Bauch seiner Mutter, er nahm unbewusst wahr, dass Jesus in seiner Nähe ist und musste dabei außer sich geraten. Sie war bei seiner Namensnennung, die ungewöhnlich war. Mehr wissen wir nicht, bis er am Jordan auftauchte, die Israeliten zur Umkehr aufforderte und zu taufen begann. So können wir auch wir dieser Hand vertrauen und sie wahrnehmen, sie suchen, bis wir sie fühlen und wahrnehmen können. Apostelgeschichte 17,27

Foto Pixabay

.

22.12.

Dienstag 22.12.2020 – Der Fokus: Lukas 1,26-33 Die Ankündigung der Geburt von Jesus - Lukas 1,26+27Als Gesandter Gottes leben - Jan von Lingen

Ganz Ohr für Gottes Wort werden, dass es uns ansprechen kann und der Heilige Geist kommen kann, um es in uns zu zeugen und durch uns als Bote, wieder anders zur Welt kommen kann

Die Faszination:

Lukas 1,26+27 Als Elisabet im sechsten Monat schwanger war, sandte Gott den Engel Gabriel nach Galiläa in eine Stadt namens Nazareth zu einer jungen Frau, die Maria hieß. Sie war noch unberührt und mit einem Mann namens Josef verlobt, einem Nachfahren Davids.

Im Kern verstehe ich das so: Wir können uns die Weihnachtsbotschaft nicht selber sagen. Ein anderer muss uns ansprechen, die Botschaft mitteilen. Wir brauchen Boten, die uns erreichen – mitten im Alltag, zwischen dem was, zu tun ist oder gelassen werden könnte. Wo verrutscht unser Teppich im Alltag, weil uns eine himmlische Nachricht berührt? Wo halten wir im geschäftigen Tag inne, weil uns plötzlich wie aus heiterem Himmel klar, worum es Advent und Weihnachten eigentlich geht? Wann legen wir das Buch und das Laptop zur Seite, weil ein Stück Himmel auf die Erde kommt? Oder DAMIT ein Stück Himmel die Erde berührt?

Ich entdecke hier etwas, das zu unserem evangelisch-lutherischen Bekenntnis gehört. Die Antworten des Glaubens liegen nicht in uns selbst verborgen, so dass wir nur meditieren müssten, um zu Gott zu finden. Es geht vielmehr um das Wort Gottes, das uns gesagt werden muss. Das Wort, die Schrift – darauf baut sich unsere Kirche auf. In unserem Predigttext nimmt das Wort Gottes Gestalt, kommt in den Worten eines Engels. Es ist ein Gruß, ein Zuspruch, ein Versprechen, das uns erreicht zwischen Hausarbeit und Gottesdienst, zwischen Alltag und Festtag. Jan von Lingen aus seiner Predigt über Lukas 1,26-38 19.12.2010 in der Marktkirche Hannover

Foto Holgus

.

21.12.

Montag 21.12.2020 – Der Fokus: Johannes 1,1-5 Gottes Wort, als der Anfang und die Wirkung alles Geschaffenem - Johannes 1,3 / 1.Korinther 8,6Jesus, das Wort Gottes - Hermann Friedrich Kohlbrügge

Mich als Schöpfung und Ausdruck des Wortes Gottes verstehen lernen, dass es durch mich noch mehr wirksam verkörpert werden kann

Die Faszination:

Johannes 1,3 Alles ist dadurch (durch das Wort) entstanden. Ohne das Wort entstand nichts von dem, was besteht. – 1.Korinther 8,6 So haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alles kommt und zu dem wir gehen. Und wir haben nur einen Herrn, Jesus Christus, durch den alles entstand und durch den wir leben

Willst du mit den Deinen selig werden, so glaube an Christus, des ewigen Vaters ewiges Wort. Dies Wort war da, als noch nichts da war. Glaubst du an dieses Wort, befindest du dich in diesem Wort, so befindest du dich bei Gott; denn dieses war bei Gott, da noch nichts war. Bleibst du in diesem Wort, so hast du den rechten Gott; denn Gott war dieses Wort. Bleibst du in diesem Wort, so befindest du dich auf dem alten und ältesten Boden des göttlichen Wohlgefallens; denn dieses Wort war im Anfang bei Gott. Bleibst du in diesem Wort, so wird es dir an nichts fehlen, so kann nichts wider dich, sondern es muss alles für dich sein; dieses Wort wird wohl Rat wissen und vor dir her schaffen und darstellen, dass du es gut haben und mit Ehren durch die Welt kommen wirst. Es sei nur deine Sorge, in dem Wort zu bleiben, so wird das Wort dafür sorgen, dass du Gnade und Ehre finden wirst und ein seliges Ende dazu. Da wird dir nichts im Wege sein können; denn alle Dinge sind durch es gemacht, und ohne es ist nichts gemacht, was gemacht ist. Der Gott aller Barmherzigkeit verleihe uns die Gnade seines Heiligen Geistes, auf dass solches Zeugnis von dem Wort, von Christo, in uns lebe, so werden wir in allen Dingen guten Mut haben, beim Glauben Christi zu beharren, auch keinen anderen Grund oder Trost im Leben und Sterben haben wollen, als dieses Wort, welches im Anfang war. Hermann Friedrich Kohlbrügge aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

18.12.

Freitag 18.12.2020 – Der Fokus: Maleachi 3,16-18 Das Buch Gottes über seine Freunde - Maleachi 3,16 / Psalm 25,14+15 / Hiob 29,2-4Gott als Freund / Das Vorbild Johannes der Jünger - William MacDonald

Die Freundschaft mit Gott in guten Zeiten schätzen und sie suchen und vertiefen in schwierigen Zeiten, dass er unser bester Freund wird und dass sich seine Freunde erkennen können

Der Lebensstil:

Maleachi 3,16 Jahwe hörte aufmerksam zu, als die Menschen, die ihn fürchteten und seinen Namen achteten, so miteinander redeten. Für sie wurde ein Gedenkbuch vor ihm geschrieben. 

Es ist gut möglich, dass man so beschäftigt ist, dass die eigene Seele dabei verdorrt und unfruchtbar wird. Zuviel Aktivität bringt uns dazu, dass wir uns zu sehr um unsere eigene Arbeit und viel zu wenig um unseren Gott kümmern. - Der Stress des modernen Lebens treibt uns dazu an, immer ungeheuer aktiv zu sein, Übermenschliches zu leisten. - Und doch gibt es auch die Menschen, die sich dazu zwingen, aus diesem Wettlauf auszubrechen, die auch einmal Einladungen ablehnen, die weniger wichtige Aktivitäten beiseite legen können, um eine Weile allein mit ihrem Herrn zu verbringen. Sie halten sich entschlossen eine Zeit frei für das Gebet und das Nachdenken über Gottes Wort. Sie haben ein stilles Versteck, wo sie den Lärm der Welt einmal abschalten und mit dem Herrn Jesus ganz allein sein können. - Solche Leute gehen einen inneren Weg in enger Gemeinschaft mit Gott. Den Gottesfürchtigen vertraut Jahwe. Er weiht sie ein in seinen Bund. Meine Augen haben Jahwe immer im Blick, / denn er zieht meine Füße aus dem Netz.  (Psalm 25,14+15). Gott offenbart ihnen Geheimnisse, von denen wir in unserem gehetzten Leben überhaupt nichts wissen. Er kann göttliche Einsichten schenken in Bezug auf Führungen im Leben, auf Ereignisse im geistlichen Bereich und auf die Zukunft. Die Menschen, die im Heiligtum Gottes wohnen, erleben die Nähe Gottes in einer Weise, die diejenigen, welche in den Vororten der Welt leben, sich gar nicht vorstellen können. Gerade dem Jünger (Johannes), der an der Brust des Herrn lag, wurde die Offenbarung von Jesus Christus geschenkt. William MacDonald aus Evangeliums.net

Das ist eine Freundschaftsbeziehung wie sie Hiob vor und wohl besonders nach seiner schweren Zeit hatte: Ach wäre ich doch wie in den früheren Jahren, wie in den Tagen, als Gott mich beschützte, als seine Leuchte über mir schien, als ich in seinem Licht durchs Dunkel ging, wie ich war in der Zeit meiner Reife; als Gottes Freundschaft über meinem Zelt stand, … (Hiob 29,2-4) Holgus

Foto Fotolia

.

18.12.

Donnerstag 17.12.2020 – Die Lesung; Esther 7-10 – Der Fokus: Esther 10,1-3 Der zunehmende Einfluß des Juden Mardochai unter dem König Ahasveros - Esther 10,3Die Führung durch den Heiligen Geist - Charles H.Spurgeon

Zunehmend regiert durch den Geist Gottes, das Beste für unsere Umfelder, für die Gemeinde, für unsere Stadt und für unser Land suchen, indem wir weise und konsequent Einfluss nehmen können wir Mardochai

Der Lebensstil:

Esther 10,3 Mardochai war der erste Mann direkt nach dem König. Er war sehr angesehen und beliebt bei allen seinen Stammesbrüdern. Er sorgte für sein Volk und setzte sich stets für dessen Wohl ein.

Mardochai war ein echter Vaterlandsfreund, und darum benutzte er seine Stellung als der Mächtigste nach König Ahasveros zur Förderung des Wohlergehens seines Volkes Israel. Darin  war er ein Vorbild auf Jesus Christus, welcher auf dem Thron seiner Herrlichkeit nicht das Seine gesucht hat, sondern seine Macht zum Besten der Seinen verwendet. Es wäre gut, wenn jeder Christ in der Gemeinde der Heiligen als ein Mardochai handeln würde und nach Kräften ihr Bestes zu fördern suchte. - Erleuchtete Gläubige können ihrem Herrn kräftig dienen, wenn sie ihre Gaben zum gemeinen Besten verwenden und ihren Schatz himmlischer Erkenntnis anderen mitteilen, und sie in göttlichen Dingen unterweisen können. Charles H.Spurgeon aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

16.11.

Mittwoch 16.11.2010 - Der Fokus: Esther 4,1-17 Die Reaktion von Esther nach der Mitteilung Mardochais über die Vernichtung der Juden - Esther 4,12-14 / Matthäus 16,25 / Lukas 9,24Das Ego sterben lassen - THOTKN 57

Selbstvergessen im Vertrauen auf Gott, den Weg der eigenen Berufung in schwierigen, aber auch in alltäglichen Situationen gehen, auch wenn ins Ungewisse führt

Die Orientierung:

Esther 4,12-14 Als man Mordechai die Worte Esters mitgeteilt hatte, ließ er ihr antworten: "Bilde dir nicht ein, dass du als einzige Jüdin dein Leben retten kannst, nur weil du im Königspalast wohnst. Denn wenn du in diesem Augenblick schweigst, wird von anderswo her Hilfe und Rettung für die Juden kommen. Doch du und deine Verwandtschaft, ihr werdet zugrunde gehen. Wer weiß, ob du nicht gerade für eine Zeit wie diese zur Königin erhoben worden bist." 

Mardochai erklärte Ester mit anderen Worten: „Wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren. (Matthäus 16,25 / Lukas 9,24) Wenn Du aber bereit bist, dein Leben für Gottes Sache zu verlieren, so wirst Du es finden. Das ist deine Schicksalsstunde! Wähle mit Bedacht den richtigen Weg! Weise nicht einfach alles von Dir!“ Ich glaube, dass es solch einen Augenblick im Leben eines jeden Gotteskindes gibt. Es ist der Moment, in dem Gottes Absichten und Pläne für dein persönliches Leben gleichsam mit ungewissem Ausgang in der Schwebe hängen. Wahre Erfüllung kommt mit der Erkenntnis, dass Du es nicht in Dir selbst findest, was Dir Erfüllung bringt. Alle eigenen Unzulänglichkeiten in den Tod zu geben, das ist der einzige Zugang, das Nadelöhr zur Fülle des Reichtums in Christus. Major Ian Thomas aus "Tote können nicht sterben" Seite 57

Ja abba Vater, du bist ein wunderbarer Gott, der uns immer zu sich lässt, wenn wir mit aufrichtigem Herzen uns für andere Menschen einsetzen. Wie König Esther will ich immer mehr zu Dir kommen und FÜRBITTE tun für die Menschen die mir auf dem Herzen liegen und die noch nichts davon ahnen, was für ein Ende auf sie wartet. Ja Vater, ich bin bereit weiter – wie bisher - mein Leben zu riskieren für Projekte, in die Du mich hineinführst.

Ja mein lieber Rabbi, dafür bist Du gestorben und auferstanden, dass wir unsere Unzulänglichkeiten und unsere Verfehlungen in den Tod geben können. Wenn wir nicht in Deinem Grab liegen können und immer wieder neu allem Eigenen absterben können, dann erleben wir keine Frischzellenkur, die Du durch deine Auferstehung immer wieder in uns bewirken willst. Danke dass du mich heute morgen wieder belebst, nachdem ich wieder heute Nacht sterben musste. Jeden Morgen soll eine Frischzellenkur in der Zeit mit Dir stattfinden, dass unser Leben vibriert wie eine Nervenzelle.   

Foto Fotolia

.

15.12.

Dienstag 15.12.2020 – 3.ADVENTDer Predigttext: Lukas 1,67-79Lukas 1,74+75 / 1.Johannes 4,18Jesus der Erlöser - Samuel Keller

Uns von allem, was uns verstimmt von Jesus Christus erlösen und neu stimmen lassen, dass wir ohne Furcht ihn in unseren Umfeldern wirkungsvoll verkörpern können, indem wir ihm allein dienen

Der Lebensstil:

Lukas 1,74+75 dass wir, erlöst aus der Hand der Feinde, ihm dienten ohne Furcht unser Leben lang in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor seinen Augen.

Welche schroffen Gegensätze! Ohne Jesus sind wir Sklaven der Sünde unser Leben lang, und dazwischen sind all die kleinen Nebengötzen der Furcht: Sorge, Ängstlichkeit, Gedrücktheit, bange Spannung des Augenblicks. Und dann kam die Wasserscheide; jetzt geht's mit dem Antlitz ihm zugewendet, den unsere Seele liebt: ohne Furcht unser Leben lang! Wir brauchen in Augenblicken, wo die alte Furcht ihre Fangarme nach uns ausstreut, uns nur zu besinnen darauf, dass Er uns liebt, dass Er uns nahe ist, dass nichts uns schaden kann, und der törichte Alpdruck weicht. Vor wem sollte uns denn grauen? Ist Jesus denn nicht derselbe? Der Nahe, Barmherzige, Freundliche, der sich um uns kümmert wie ein Vater um sein Kind. Furcht ist nicht in der Liebe, Furcht ist stets ein Symptom einer Seelenverstimmung. Je kindlicher wir uns dem nahen Heiland anvertrauen, desto völliger treibt die Freude an ihm alle Furcht aus. 1.Johannes 4,18.  Furcht ist die Folge der kleinen Blicke in die irdischen Dinge. Sobald wir den großen Blick tun in die herrliche Zukunft der Kinder Gottes, ist die Furcht verscheucht. Nein! Furcht ist eine Stimmungssache. Gib deine verstimmte Harfe in die Hände des Meisters: der wird neue Saiten des Dankens und Lobens aufziehen. Samuel Keller aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

10.12.

Donnerstag 10.12.2020 – Der Fokus: Esther 3,1-15 Hamans Anschlag gegen die Juden - Esther 3,2 -  Die Unbeugsamkeit gegen Menschen - THOTKN 25-27

In vollem Vertrauen auf Gott, ihm ergeben widersprechen und widerstehen lernen, um voll zu ihm, zur Gerechtigkeit, zur Wahrheit und zur Menschenwürde zu stehen

Der Lebensstil:

Esther 3,2 Und alle Knechte des Königs, die im Tor waren, beugten die Kniee und fielen vor Haman nieder; denn der König hatte es also geboten. Aber Mardochai beugte die Kniee nicht und fiel nicht nieder. 

Haman erkannte in Mardochai seinen Erzfeind. In ihm sah er die Ursache dessen, was in ihm den Hass gegen die Juden geweckt und ans Licht gebracht hat. Es gibt eine ehrfurchtgebietende Autorität, einen Ausdruck fester Entschlossenheit im Blick eines Menschen, der genau weiß, dass er im Recht ist und Frieden mit Gott hat. Haman sah in den Juden eine Gefährdung seiner eigenen Authorität. Er sah sie gefährdet durch die herausfordernde, unnachgiebige Art Mardochais. Major Ian Thomas aus „Tote können nicht sterben“ Seite 25-27

Foto Fotolia

.

9.12.

Mittwoch 9.12.2020 – Der Fokus: Esra 5,1-5 Die Arbeit am Tempel wird wieder aufgenommen - Esra 5,5 / Psalm 34,15 / Johannes 10,14 / 1.Petrus 3,12 - Die Augen Gottes - Frederick B. Meyer

Sich von Gott mit seinen Augen ansehen lassen, die immer auf uns gerichtet sind, dass er auf uns wirksamer achthaben kann und wir das zunehmend wahrnehmen können

Der Lebensstil:

Esra 5,5 Aber das Auge ihres Gottes war auf die Ältesten der Juden gerichtet, dass sie nichts gegen die Ältesten der Juden unternahmen und sie ungehindert weiterbauen konnten, bis eine Entscheidung von König Darius eingetroffen war. 

Was war das für ein trostreicher Gedanke für die Juden, bei aller Feindschaft und allem Widerspruch, den sie erfuhren, dass Gott selbst mit liebender Sorgfalt sie bewachte! Wir werden dabei erinnert an die Worte des Psalmisten (Psalm 34,15) , die der Apostel Petrus später anführt und bestätigt: „Die Augen Gottes merken auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Schreien; sein Antlitz steht aber wider die, die Böses tun;“ (1.Petrus 3,12+13) woraus er dann schließt: „Wer ist, der euch, schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommt?“ Augenscheinlich erlebten die Juden die Wahrheit dieser Worte; denn die Bemühungen ihrer Feinde, sie von der Arbeit am Tempelbau abzuhalten, erwiesen sich als nichtig und unwirksam, durch den über ihnen waltenden, besonderen Schutz ihres allmächtigen Freundes. Es mag sein, dass auch du bei deiner Arbeit für Gott auf Hass und Widerstand stoßest; aber achte nicht darauf, sondern blicke unverwandt auf Jesus. Musst du aber den Feind nicht beobachten? Nein, du könntest nichts Ungeschickteres tut. Schaue von ihm hinweg, auf das Angesicht von Jesus, dann wirst du finden, dass Er, gleich einem guten Hirten (Johannes 10,14) , sorgsam und liebevoll auf dich blickt und die verstohlenen Bewegungen deines Feindes scharf beobachtet. Auch dann, wenn wir uns des allezeit wachsamen Auges nicht bestimmt bewusst sind, begleitet es uns. Gott weiß, welcher Weg vor dir liegt, und Er kennt die verschiedenen, vielleicht verschlungenen Verhältnisse deines Lebens. Er hat sich dafür verbürgt, bei dir zu sein alle Tage. Frederik B.Meyer aus Evangeliums.net

Ja mein Gott es ist schön, meine Augen auf Dich zu richten und wahrzunehmen, dass Du mich ebenfalls ansiehst. Da kommt Nähe und Intimität auf, sowie Vertrauen, dass Du mein Leben führen und benutzen willst, obwohl es manchmal nicht danach aussieht. Lehre mich immer wieder Deine Augen zu suchen und Blickkontakt mit Dir haben zu können.

Foto Holgus

.

8.12.

Dienstag 8.12.2020 – Der Fokus: Sacharja 8,9-19 Aufforderungen auf die Propheten zu hören - Sacharja 8,19Das Gebet als Fasten - Jakob Kroeker

Die Trauer- und Fastentage werden sich zu Festtagen wandeln an denen wir jubelnd feiern können, wenn wir auf die Botschaft der Propheten zur Umkehr und für ein besseres Leben hören lernen

Die Ermutigung:

Sacharja 8,19 So spricht Jahwe, der allmächtige Gott: Die Fast- und Trauertage im Januar, Juli, August und Oktober werden den Juden zu fröhlichen Festtagen mit Jubel und Freude werden. Doch Wahrheit und Frieden müsst ihr lieben!

Genau wie beim Osterfest, das in der Alten Kirche schon früher als Weihnachten gefeiert wurde, sollte es auch auf das Geburtsfest hin eine Vorbereitungszeit in Form von Fasten und Buße geben. Und wie bei der österlichen Bußzeit diente dafür ein ganz bestimmtes Ereignis als Vorbild: das 40-tägige Fasten Jesu in der Wüste, von dem die Heilige Schrift berichtet (Mt 4,2). Vom Weihnachtstermin am 25. Dezember rechnete man dementsprechend sechs Wochen zurück, sodass die vorweihnachtliche Fastenzeit nach dem 11. November begann. Verschiedene Synoden erließen Gesetze über das gebotene Fasten in diesen Wochen – so etwa die Synode im gallischen Mâcon im Jahr 581, die Fastentage jeweils montags, mittwochs und freitags zwischen 11. November und Weihnachten vorsah. Aus katholisch.de

Das war die positive, große, gewaltige Gotteskunde für ein seufzendes, innerlich zerrissenes Volk. Was sollte durch dieses Wort geschehen? Doch nichts anderes, als dass der Blick der Trauernden einmal hinweggelenkt werden sollte von dem Gegenwärtigen hin zu dem Kommenden. Der wesentliche Inhalt dieser großen Gotteskunde war nichts Geringeres als jene gewaltige Heilsbotschaft, dass die Auferstehung des Neuen aus den Trümmern der Vergangenheit noch viel herrlicher sein wird, als das Untergegangene gewesen ist. Daher werden die einstigen Fasttage zu Gedenktagen der Freude und Wonne gemacht werden. Denn nicht dem Tode, dem Leben gehört die Zukunft. Nicht dem Gericht, der Gerechtigkeit gehört die Erde. Nicht der Verelendung, sondern der Erlösung gehört der Mensch und seine Kultur. Jakob Kroeker aus Evangeliums.net

Foto Pixabay

.

7.12.

Montag 7.12.2020 – Sacharja 4,8-14 Der Auftrag an Serubabel den Tempel zu vollenden - Sacharja 4,10 / Haggai 2,3+4Die Gemeinde als Tempel Gottes / Der Tempelbauer Jesus -  Charles H.Spurgeon - Jesus will uns baun zu einem Tempel

Jesus den Tempel Gottes bauen lassen, als Stein oder Mörtel sich voller Vertrauen bearbeiten lassen und an dem Platz wo wir gerade zwischengelagert oder eingebaut sind voller Hingabe seinen Tempel selbstbewußt und wirksam verkörpern

Der Lebensstil:

Sacharja 4,10 Denn wer verachtet den Tag kleiner Dinge? Und mit Freuden werden jene Sieben das Senkblei in der Hand Serubbabels sehen: die Augen Jehovas, sie durchlaufen die ganze Erde. / Haggai 2,3+4 Wer ist unter euch übriggeblieben, der dieses Haus in seiner früheren Herrlichkeit gesehen hat? und wie sehet ihr es jetzt? Ist es nicht wie nichts in euren Augen? Und nun sei stark, Serubbabel, spricht Jehova; und sei stark, Josua, Sohn Jozadaks, du Hoherpriester, und seid stark, alles Volk des Landes, spricht Jehova, und arbeitet! denn ich bin mit euch, spricht Jehova der Heerscharen.

Jesus wacht stets über den Aufbau seines geistlichen Tempels, damit er sicher und gut gebaut wird. Wir sind ungeduldig, aber Christus ist voller Vorsicht. Er braucht das Maß, und was uneben ist, muss beseitigt werden, Stein um Stein. Hierin liegt der Grund, warum so manches Werk zu Grunde geht, warum so manches wohllautendes Bekenntnis zuschanden wird. Es ist nicht unsre Sache, über des Herrn Tempel zu urteilen, weil Jesus eine sichere Hand hat und ein zuverlässiges Auge und das Senkblei wohl zu gebrauchen weiß. Warum freuen wir uns denn nicht, dass Ihm dieses anvertraut ist? Das Senkblei wurde tüchtig gehandhabt, es befand sich in Hand des Baumeisters; ein sicheres Zeichen, dass Er die Absicht hatte, das Werk zur Vollendung zu bringen. O Jesus, wir wollen uns daran freuen, Dich in Deinem großen Werk zu betrachten! O Zion, du Schöne, deine Mauern noch nicht fertig! Mache Dich auf, Du herrlicher Baumeister, und vollende Dein Werk! Charles H.Spurgeon aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

4.12.

Mittwoch 8.8.2012 – Der Fokus: Sacharja 2,10-17 Die neue Zeit für Israel und die Völker - Sacharja 2,17 / Habakuk 2,20Das Gebet als Stille - MURWAG 84

Nicht nur in besonderen Momenten still werden, um Gott wahrzunehmen, sondern alle unsere Sehnsucht ihn erwartend in der Stille ihm hinhalten, dass er in uns wirken kann

Der Lebensstil:

Sacharja 2,17 Ihr Menschen, seid still vor Jahwe, denn er tritt aus seiner heiligen Wohnung hervor! – Habakuk 2,20 Aber Jahwe ist in seinem heiligen Palast. Alle Welt schweige vor ihm! 

Das Wort Gottes gibt in reichem Maße Zeugnis, wie uns der bloße Gedanke an Gott in seiner Majestät und Heiligkeit zum Schweigen bringen sollte. Solange man das Warten auf Gott hauptsächlich als Mittel für wirksameres Beten und die Erlangung unserer Bitten ansieht, wird der Geist völliger Stille nicht erreicht. Aber wenn man erkennt, dass das Warten auf Gott, in sich selbst unaussprechliches Glück bringt, eine der höchsten Formen der Gemeinschaft mit dem Heiligen darstellt, wird die Anbetung Gottes in Seiner Herrlichkeit, die Seele notwendigerweise in heilige Stille demütigen und dabei den Weg vorbereiten, dass Gott spricht und sich offenbart.  Andrew Murray aus „Warten auf Gott“ Seite 84

Foto Holgus

.

Haggai 2,9

Donnerstag 3.12.2020 – Der Fokus: Haggai 2,1-9 Die zukünftige Herrlichkeit des Tempels - Haggai 2,9Die Gemeinde als Tempel Gottes - Jakob Kroeker  

Die Intentionen Gottes wahrnehmen, dass er aus den Trümmern seiner Wohnungen, ob nun Gebäude oder Gemeinschaften, immer wieder etwas noch herrlicheres machen will

Die Faszination:

Haggai 2,9 Dieser neue Tempel wird viel herrlicher sein als der alte, spricht Jahwe, der allmächtige Gott. Und hier, an diesem Ort schenke ich Frieden und Heil. Das sage ich euch zu. 

Der neue Tempel blieb an Herrlichkeit gegen jenen zurück, durch welche der erste Tempel in den Glanztagen Salomos erfüllt worden war. Aber was der Tempel nicht sein konnte, das Volk, die Gemeinde gewann an Herrlichkeit. Die israelitische Gemeinde war nicht umsonst in den Feuerofen von Babel geworfen und daselbst geläutert worden. Manche Schlacken, die das Volk vor der Gefangenschaft in sich trug, hat es nach der Gefangenschaft nicht mehr gehabt. Man bezeichnet das Zeitalter des Judentums seit der Gefangenschaft als das Zeitalter des Gebets. Man behauptet, es ist nie von einem Volk als Ganzes so viel gebetet worden wie damals vom jüdischen. - Es wird auch uns vielfach nicht anders ergehen, wie dem jüdischen Volke damals. Werden wir uns Gott zur Verfügung stellen und zur Mitarbeit bereit sein und anfangen, aus den Trümmern der Vergangenheit ein Neues zu bauen, so wird auch uns das, was unter unseren Händen entsteht, so klein und unvollkommen, so voller Mängel und Fehler vorkommen. - Wer Geschichte kennt und die damit verbundene Heilsgeschichte, der weiß, dass Gott noch immer nach dem Gesetz gehandelt hat, dass Er die Herrlichkeit des Neuen grösser werden ließ, als die Herrlichkeit des Vergangenen gewesen war. Jakob Kroeker aus Evangeliums.net

Foto Holgus

.

2.12.

Mittwoch 2.12.2020 – Der Fokus: Psalm 126,1-6 Erinnerung an vergangenen SegenPsalm 126,1+2 / Esra 3,11+12Das vergangene Wirken Gottes aufleben lassen - Charles H.SpurgeonTochter Zion …

Nacht- und Tagträume aufkommen lassen, über das was Gott seinen beiden Völkern ( Israel und Christenheit) getan hat, um Mut zu bekommen aktiver Teil seiner vielfältigen Gründungen und deren letzter Zion zu werden

Die Faszination:

Psalm 126,1+2 Ein Lied für den Aufstieg zum Tempel. Als Jahwe Zions Geschick gewendet hat, da waren wir wie Träumende. Da war unser Mund mit Lachen erfüllt und unsere Zunge mit Jubel. Damals sagte man unter den Völkern: "Jahwe hat Großes für sie getan!"  - Esra 3,11+12 Dann stimmten sie den Wechselgesang an. Sie lobten und priesen Jahwe: "Wie gut ist er! Niemals hört seine Liebe zu Israel auf!" Das ganze Volk fiel jubelnd in das Lob Jahwes ein, denn das Fundament für den Tempel war nun gelegt. Doch während die einen vor Freude jubelten, weinten viele von den Alten, den Priestern, Leviten und Sippenober-häuptern, die den ersten Tempel noch gesehen hatten. Sie weinten laut, als vor ihren Augen das Fundament gelegt wurde.

Die Heiden vernahmen die Lieder Israels, und einige unter ihnen errieten bald den Grund von Israels Freude. Der HERR war ihnen als Gott Israels bekannt, und Ihm schrieben die anderen Völker die Befreiung Seines Volkes zu, wobei ihnen bewusst war, dass es keine Kleinigkeit war, was der HERR da für Israel getan hatte. Denn es war nirgends und niemals geschehen, dass ein verschlepptes Volk an seinen früheren Wohnort zurückgebracht wurde. Diese Fremden waren keine Träumer; wenn sie auch nur Zuschauer und nicht Teilhaber an dieser überraschenden Gnade waren, so sahen sie doch deutlich, was geschehen war, und schrieben dies zu Recht dem großen Geber aller guten Gaben zu. Charles H.Spurgeon aus Evangeliums.net

.

1.12.

Dienstag 1.12.2020 – Der Fokus: Esra 1,1-4 Der persische König Kores erlaubt den Israeliten die Heimkehr nach Jerusalem - Esra 1,1+2 / Jesaja 45,1-3Gott der Gestalter der Zukunft / Das Gebet für Weltbewegendes - Frederick B.Meyer

Frauen und Männern wie Chiara Lubich oder Daniel nacheifern, die Weltbewegendes von Gott erbeten, erwarten und erleben, um ihn dadurch zu verherrlichen

Die Faszination:

Esra 1,1+2 Im ersten Regierungsjahr des Perserkönigs Kyrus sollte sich erfüllen, was Jahwe durch den Propheten Jeremia angekündigt hatte. Jahwe bewegte den König dazu, in seinem ganzen Reich folgende Verfügung mündlich und schriftlich bekannt zu machen: "Kyrus, der König von Persien, gibt bekannt: Jahwe, der Gott des Himmels, hat alle Königreiche der Erde in meine Gewalt gegeben. Nun hat er mich beauftragt, ihm in Jerusalem in Judäa einen Tempel zu bauen. 

Jeremia hatte deutlich vorausgesagt, dass die Gefangenschaft nur siebzig Jahre dauern sollte. Hierauf hatte Daniel, durch Vergleichung der Jahreszahlen, herausgefunden, dass die festgesetzte Zeit beinahe abgelaufen war, und dies seinem Gott in intensivem Gebet vorgelegt. Auch hatte dieser alte Prophet, wenn wir der Aussage des Josephus Glauben Schenken wollen, dem jungen König die Weissagungen Jesajas gezeigt, worin sein eigener Name deutlich bezeichnet war: So spricht Jahwe zu Kyrus, seinem Gesalbten, den er an der Hand gefasst hat, um Völker ihm zu unterwerfen, um Königen den Hüftgurt zu lösen, um vor ihm zu öffnen Tür und Tor: "Ich selbst, ich gehe vor dir her. Ich ebne die Ringmauern ein, zerschlage Bronzetore und zerbreche eiserne Riegel. Ich liefere dir die verborgenen Schätze und die versteckten Vorräte aus, damit du erkennst, dass ich, Jahwe, der Gott Israels bin, der dich bei deinem Namen rief. Jesaja 45,1-3

Gott ist der Urheber aller jener großen Bewegungen, die von Zeit zu Zeit die ganze Welt durchzogen haben, um die Menschheit zu erleuchten und höheren Zielen zuzuführen. Zu Ihm müssen wir uns wenden, wenn wir die Herzen der Könige, der Propheten und des Volkes erreichen wollen. O dass wir doch den Glauben eines Samuels, eines Elias, eines Daniels und anderer heldenmütiger Männer Gottes hätten, dass Gott selbst den Geist derer erwecken könnte und wollte, die unserer Aufforderung bisher widerstrebten! Durch das Gebet können wir die Triebfeder aller der Bewegungen, deren die Welt bedarf, in Tätigkeit setzen. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

30.11.

Mittwoch 21.7.2010 - Daniel 11+12 – Der Fokus: Daniel 12,1-3 Die große Trübsal und die Auferstehungen - Daniel 12,3 / Matthäus 13,43Als Gesandter Gottes leben - SPUKGV 207

Die gerecht gemachten und die sie dazu angeleitet haben, werden jetzt schon, aber erst recht in der Ewigkeit strahlen und sich aneinander freuen können

Der Lebensstil:

Daniel 12,3 Doch die Verständigen werden leuchten wie der strahlende Himmel; und die, die vielen anderen zur Gerechtigkeit verholfen haben, werden glänzen wie die Sterne, immer und ewig. – Matthäus 13,43 Und dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters leuchten wie die Sonne.

Ein Seelengewinner zu sein ist etwas Herrliches. Ich habe es schon nötig, weise zu sein, wenn ich nur einen zur Gerechtigkeit weisen will, wie viel mehr, wenn ich vielen diesen Dienst tun soll. Dass ich doch Erkenntnis Gottes und der Menschen, des Wortes und des Heilands hätte, um meine Mitmenschen zu bekehren und um viele von ihnen zu Gott führen zu können! Es würde mich zu einem glänzenden Stern machen, der immer und ewig leuchtet; ja noch mehr, es wird mich leuchten machen wie viele Sterne. Meine Seele, erhebe Dich! Herr belebe mich neu! C.H.Spurgeon aus „Kleinode göttlicher Verheißungen“ 207

Ja mein lieber Rabbi, Du hast es vorgemacht Menschen zur Gerechtigkeit zu führen. Von Dir sollen wir lernen. Wie einfach war es doch bei mir, ich war offen für deine Wahrheit wie ein trockener Schwamm. Bis heute bin ich noch dabei mich mit lebendigem Wasser vollzusaugen. Zur Gerechtigkeit verhelfen ist das Eine und zur Gerechtigkeit erziehen das andere. Das ist unser Kerngeschäft als Christen. Heute Vormittag geht es wieder darum einen Menschen zur Gerechtigkeit zu führen. Mische Du in mir wieder einen Cocktail an Weisheit und Liebe, dass ich zur Gerechtigkeit führen kann. Es ist entscheidend gut zuzuhören und zu wissen was ich sage, wie es die beiden Männer ausdrücken. Ja poliere meinen Glanz auf, dass ich in der Dunkelheit dieser Welt Menschen und in der Ewigkeit dir scheinen kann. Hilf Du mir besonders bei meinem Bruder, zwei Männern und einem Ehepaar, die mir gerade besonders auf dem Herzen sind. INJVBZVFDAJ!

Foto Holgus

.

Daniel 10,19 / Offenbar. 1,17 / 1.Korinther 3,18

Freitag 27.11.2020 – Der Fokus: Daniel 10,1-21 Die Vision der Herrlichkeit Gottes - Daniel 10,19 / Offenbarung 1,17 / 1.Korinther 3,18Jesus anschauen und verwandelt werden - Elias Schrenk

Den Fokus zunehmend darauf ausrichten, Jesus wie durch eine Kamera mit einer langen Belichtung des Geistes wahrzunehmen und Bilder von ihm zu schießen, die uns in unserem Inneren verwandeln

Die Faszination:

Dan 10,19 Und er sprach: Fürchte dich nicht, du liebenswerter Mann! Friede sei mit dir! Sei stark und fest! Und als er so mit mir redete, wurde ich gestärkt, und ich sprach: Mein Herr, rede; denn du hast mich gestärkt!

Daniel sah im Gesicht die herrliche Gestalt des Herrn, ähnlich wie Johannes sie sah nach Offenbarung 1,17 Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seine Füße. Aber er legte seine rechte Hand auf mich und sagte: "Hab keine Angst! Ich bin der Erste und der Letzte. Daniel sinkt zu Boden, wie Johannes, vor der überwältigenden Herrlichkeit der himmlischen Erscheinung und hat keine Kraft mehr. Auch die geheiligtsten Persönlichkeiten können den Anblick des Herrn der Herrlichkeit nicht ertragen. Erst in der Ewigkeit wird uns sein Anschauen selig sein lassen, wenn wir ihm gleich sein werden. Hier ist unsere Vorbereitungszeit dazu: Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht. (1.Kor.3,18). Halten wir im Gedächtnis, dass unser höchstes Ziel ist: Gott zu schauen und lassen wir uns das ein Antrieb sein, der Heiligung nachzujagen. Der schwach am Boden liegende Daniel wird drei Mal angerührt und gestärkt und vom Herrn angeredet: „Du lieber Daniel;“ „fürchte dich nicht, du lieber Mann.“ Er ist dem Herrn lieb, weil ihm das Wohl und die Zukunft seines Volkes so sehr am Herzen liegt, des Volkes, an das auch Gott so viel Liebe und Treue gewandt hat. Elias Schrenk aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

Daniel 7,27 / 1.Petrus 2,9 / Apostelgeschichte 9,6

Donnerstag 26.11.2020 – Der Fokus: Daniel 7,24-28 Der gotteslästerliche Herrscher - Daniel 7,27 / 1.Petrus 2,9 / Apostelgeschichte 9,6 - Übergabe der Herrschaft an die HeiligenAlfred Christlieb

Die Herrschaft über die Reiche und ihre Mächte werden den Heiligen übergeben, die sich mit Gott und seinem Willen eins gemacht haben

Die Faszination:

Daniel 7,27 Das Reich und die Herrschaft und die Macht und Größe aller anderen Reiche zusammen werden dann dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben. Sein Reich ist ein ewiges Reich und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen.

Von welcher ungeheuer großen Macht ist hier die Rede! Die Bibel will die unbeschränkte Macht andeuten, die Gottes Volk haben soll. Dieselbe erstreckt sich nicht nur über den ganzen Erdball, sondern auch über andere Weltenkörper. Was sind alle irdischen Machtstellungen gegen diese gottgeschenkte Gewalt! - Und wem wird dieselbe verliehen? - Gott spricht von dem "Volk des Höchsten", von den Leuten, welche ein Eigentum Gottes geworden sind, die nicht dem Fürsten dieser Welt, nicht der Sünde, nicht sich selber gehören. Es ist gemeint "das heilige Volk, das Volk des Eigentums, welches verkündet die Tugenden dessen, der es berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht" (1. Petr. 2, 9). - Die Auswahl derer, die zu Gottes Volk gehören, geschieht hier unten danach, ob sie in allen Dingen fragen: "Herr, was willst du, das ich tun soll?" (Apg. 9, 6). Und so wird ewig und allein der Wille Gottes all ihr Tun und Lassen bestimmen. Ihr innerstes Wesen ist so geartet, dass sie gar nicht anders können, als ihm dienen und gehorchen. Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

Foto Fotolia

.

Daniel 6,10

Mittwoch 25.11.2020 – Der Fokus: Daniel 6,5-16 Die führenden Männer des Staates machen eine Verschwörung gegen Daniel - Daniel 6,10Das Gebet in der Krise - RIDMFL 39

Nicht nur in Krisen, wer Gott folgt ist immer in Gefahr Krisen meistern zu müssen, drei Mal am Tag auf die Knie gehen und sich mit Gott vereinigen, dass er sich verherrlichen kann

Der Lebensstil:

Daniel 6,10 Als nun Daniel erfuhr, dass das Edikt unterschrieben sei, ging er hinauf in sein Haus (er hatte aber in seinem Obergemach offene Fenster gen Jerusalem); und er fiel des Tages dreimal auf die Knie nieder, betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er vordem zu tun pflegte.

Daniel hatte wirklich viele Krisen in seinem Leben überstanden. Jede einzelne bedeutete für ihn höchste Lebensgefahr, aber diese Krise war vielleicht die schwerwiegendste von allen. Führende Männer des Staates schmiedeten einen bösen Plan, um ihn aus seiner Führungsrolle zu drängen. Sie meinten in Daniels Treue seinem Gott gegenüber, die einzige Schwäche in seinem Leben erkannt zu haben. Nun wollten sie ihn auf die Probe stellen und für immer loswerden. – Keiner kann sich von uns vor Krisen schützen oder verstecken. Sie kommen ungefragt in unser Leben. Dann kommen die Fragen: Wo war Gott? Und warum lässt er das zu? – Daniel stellte diese Frage nicht. Aus Daniels Krisenmanagement können wir lernen: Er wendete sich wie immer regelmäßig auf den Knien dreimal am Tag an Gott. Brigitte Woykos aus „Meines Fußes Leuchte“ Seite 39

Foto Fotolia

.

23.11.

Montag 23.11.2020 – Der Fokus: Daniel 4,25-34 Die Wiederherstellung Nebukadnezars  - Daniel 4,34 - Die Herrschaft Gottes / Die Demut - Frederick B.Meyer

Sich durch unser Schicksal von Gott gründlich demütigen lassen, dass er uns gebrauchen kann und wir ihn staunend loben können, wie wunderbar er an und durch uns gewirkt hat

Die Faszination:

Daniel 4,34 Nun lobe und erhebe und verherrliche ich, Nebukadnezar, den König des Himmels; denn all sein Tun ist richtig, und seine Wege sind gerecht; wer aber stolz einhergeht, den kann er demütigen!

Das ist das Bekenntnis eines heidnischen Königs und wie wahr ist es! Wohl uns, wenn wir trotz allem Anschein des Gegenteils, trotz der Verzagtheit unsers natürlichen Menschen es zu behaupten wagen, dass alles Tun Gottes Wahrheit, alle seine Wege recht sind, nicht nur in den Gebieten des Himmels, sondern auch in dem winzigen Kreise unsers kurzen Lebens. Was wir nach dem Inhalt dieses Kapitels besonders beachten sollen, und worauf Nebukadnezar den Hauptnachdruck legt, das ist die Abscheu Gottes gegen allen Hochmut. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Foto Holgus

.

20.11.

Freitag 20.11.2020 – Der Fokus: Daniel 1,8-21 Daniels Treue zu Gott wird belohnt -  Daniel 1,8 / 3.Mose 11,10-11Die Hingabe an Gott und seine Gebote - Hugh E.Alexander

Gott in allem was wir tun und nicht tun treu bleiben, egal was dies momentan für Konsequenzen hat, im Vertrauen darauf, dass er das Beste aus dieser Situation macht

Der Lebensstil:

Daniel 1,8 Daniel aber nahm sich vor, sich mit des Königs feiner Speise und mit dem Wein, den er trank, nicht zu verunreinigen; er erbat sich von dem obersten Kämmerer, daß er sich nicht verunreinigen müsse. – 3.Mose 11,10-11 Aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, im Meer und in Bächen, unter allem Getier, das sich in den Wassern regt, und von allem, was im Wasser lebt, das soll euch ein Greuel sein. Ein Greuel sollen sie euch sein; von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen und vor ihrem Aas euch scheuen.

Daniel hat mehr als andere biblische Persönlichkeiten einen tiefgehenden Einfluss ausgeübt, nicht nur auf die Herrscher, die während seiner Lebenszeit aufkamen, sondern auch auf den Lauf der Ereignisse in seinem Volk und anderen Nationen. Sein Geheimnis bestand darin, dass er in seinem Herzen den Entschluss gefasst hatte, dem Gott seiner Väter, der die Verheißungen gegeben hatte, treu zu bleiben. Für solch ein Leben, das Gott und dem König unterworfen ist, hat Gott unbegrenzte Verwendungsmöglichkeiten. Daniel machte kein «langes Gesicht», als er sich lossagte von dem, was Gott missfiel, im Gegenteil, er und seine Freunde sahen besser aus als die anderen. Sie machten Gott Ehre mit ihrem konsequenten, männlichen Leben, und ihre Mitmenschen wurden dadurch gewonnen. - Was für ein Vorbild, was für eine Lehre für den Christen! Ist der Platz, an dem du stehst, die Stellung, die du innehast, schwierig? Weshalb beklagst du dich? Wurdest du nicht dahin gerufen? Warum vor der Schwierigkeit fliehen? Dazu bist du nicht berufen! Halte stand! Sei überzeugt davon, dass Gott einen verborgenen Plan und eine göttliche Absicht hat, die Er sich vorgenommen hat. Aber Er wartet darauf, dass du den Entschluss fasst, Ihm unbedingt gehorsam zu sein und den Menschen zu dienen. Wenn es ihnen dann auffällt, dass unser Glaube und unser Christentum uns ein «besseres Aussehen» geben, werden sie um unsertwillen an Gott glauben! Hugh E.Alexander aus Evangeliums.net

Foto Pixabay

.

19.11.

Donnerstag 19.11.2020 – BUSS- UND BETTAG - Der Predigttext: Jesaja 1,10-18 - Jesaja 1,17-21Das StadtlebenHOLGUS

Die Stadt wie eine ältere Dame wertschätzen und genießen, um durch Gottes Inspirationen das Beste für sie zu erbeten und zu tun

Der Lebensstil:

Jesaja 1,17-21 Lernet Gutes tun, erforschet das Recht, bestraft den Gewalttätigen, schaffet den Waisen Recht, führt die Sache der Witwe. Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der HERR: Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Purpur, sollen sie wie Wolle werden. Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gut des Landes essen; Wie ist die fromme Stadt zur Dirne geworden? Sie war voll Recht; Gerechtigkeit wohnte in ihr, nun aber Mörder! weigert ihr euch aber und seid widerspenstig, so sollt ihr vom Schwerte gefressen werden! Ja, der Mund des HERRN hat es gesprochen. Wie ist die fromme Stadt zur Dirne geworden? Sie war voll Recht; Gerechtigkeit wohnte in ihr, nun aber Mörder! 

Jesaja bekommt den Blick Gottes für Jerusalem. Sie war einmal voll Recht und Gerechtigkeit, welches Glück! Da konnte das Gute des Landes genossen werden. Bei der Gründung der Stadt Jerusalem war David an der Regierung und später sein weiser, aber auch von Gott abtrünniger Sohn Salomo. Sie war damals wie eine junge schöne Frau, zur Zeit Jesajas ist sie zu einer Dirne geworden.

Wie steht es heute um unsere Städte? Mit was für einer Frau kann sie verglichen werden? Wer führt sie und kümmert sich um sie? Wir Christen können für eine gute Führung und für eine Umkehr zu Gott beten! Aber das ist Gott zu wenig! Wir sollen lernen Gutes zu tun und das halbherzige abzuwaschen! Den Gewalttätigen sollen wir bestrafen und die Sache der Waisen und der Witwen führen. Jede Chance ist da für uns Bürger zu nutzen und solche Politiker zu wählen, die es der Stadt gut gehen lassen können. Das Gute kommt von Gott, das sollten wir lernen! Er muss uns das Gute erkennen und uns es vollbringen lassen können. Wenn wir für unsere Stadt das Beste anstreben, dann muss das Gute Gottes in uns zur Motivation für uns werden. Der Genuss des Guten unserer Stadt, soll uns Ansporn sein, es ihr noch besser gehen zu lassen, wie für der Frau unseres Lebens. Holgus 19.11.2020

Foto Fotolia

.

18.11.

Mittwoch 18.11.2020 – Der Fokus: 4.Mose 8,5-26 Die Weihe und Einsetzung der Leviten durch Aaron - 4.Mose 8,21+22 / Johannes 17,19Der Christ als Priester - Frederick B.Meyer

Sich für den Gebetsdienst von Jesus gründlich reinigen lassen, um vor Gott stehen und ihn mit umfassender Anbetung dienen zu können

Der Lebensstil:

4.Mose 8,21+22 Die Leviten ließen sich entsündigen und wuschen ihre Kleider. Aaron brachte sie dann als Weihgabe vor Jahwe dar und erwirkte Sühne für sie, um sie zu reinigen. Danach traten die Leviten ihren Dienst bei Aaron und seinen Söhnen im Zelt der Gottesbegegnung an. So wie Jahwe es Mose für die Leviten aufgetragen hatte, machten es die Israeliten. 

Dies Opfer ist so interessant als lehrreich. Die Leviten galten als die Stellvertreter der Erstgeburt Israels. Zunächst wurden sie ausgesondert aus dem übrigen Volk, gereinigt, besprengt und schließlich durch eine feierliche Handlung Aarons, der sie nach dem hebräischen Wort „weben“, Jehova weihen sollte, Ihm dargestellt. Dieses Weben geschah natürlich nur auf bildliche Weise, etwa wie es beim Räuchern gebräuchlich war. Allein dies genügte nicht, sie mussten nachher ins Heiligtum gehen, und da ihren Dienst verrichten. Mit andern Worten: sie sollten mit der Tat ihre vor Gottes Angesicht eingenommene Stellung verwirklichen.- Hierin sehen wir ein genaues Gegenstück von dem, was Jesus für uns alle getan hat. Er sprach: „Ich heilige mich, auf dass auch sie geheiligt werden.“ (Johannes 17,19) Als Er sich selbst ohne allen Fehl Gott opferte, um Seines Vaters Willen zu vollbringen, obwohl dies Ihn das Todesleiden Golgathas kostete, da webte uns der himmlische Aaron vor Gott, zu seinem Eigentum. Durch Seinen Tod wurden wir ausgesondert, um nun gänzlich unsers Gottes zu sein. Aber was uns durch die wunderbare Tat Jesu erworben wurde, muss auch durch unseren freien Entschluss zur Tatsache werden. Wir müssen darauf eintreten und den Dienst verrichten, wozu wir von dem heiligen Geist erwählt und ausgesondert worden sind. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Foto Pixabay

.

17.11.

Dienstag 17.11.2020 – Die Lesung: 4.Mose 7 – Der Fokus: 4.Mose 7,1-89 Die Gaben der Stammesfürsten4.Mose 7,89 / 1.Johannes 5,14+15Das Gebet das erhört wird - Frederick B.Meyer

Wie Jesus beten lernen, dessen Gebete vom Heiligen Geist inspiriert waren und deshalb erhört werden konnten

Der Lebensstil:

4.Mose 7,89 Und wenn Mose in die Stiftshütte ging, um mit Ihm zu reden, so hörte er die Stimme zu ihm reden vom Sühndeckel herab, der auf der Lade des Zeugnisses ist, zwischen den beiden Cherubim; und Er redete zu ihm. – 1.Johannes 5,14+15 Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben."

Diese Worte scheinen anzudeuten, dass Moses, wenn er in das Heiligtum ging, um dort mit Gott zu reden, eine göttliche Stimme vernahm, die ihm die Gedanken und Absichten Gottes derart offenbarte dass seine Gedanken davon ergriffen, und also zu Gott zurückgeführt wurden. Wir treten oft vor Gott mit unseren Gedanken und Wünschen, und haben wir diese ausgesprochen, so gehen wir wieder weg. Wir warten nicht lange genug, um die göttliche Stimme zu hören: darum finden unsere Bitten so oft keine Erhörung. Wir bitten nicht nach dem Willen unseres himmlischen Vaters: deshalb ist uns der Himmel wie Erz. Wir haben nicht, weil wir nicht bitten oder weil wir falsch bitten. Wir sollen aber im Glauben bitten und nicht zweifeln. - Wollen wir also richtig beten, so sollten wir vor Gott harren, bis der heilige Geist uns eingibt, um was wir bitten sollen, ja uns selbst innerlich vertritt. Einsamkeit, stilles Warten, vor Gott, da wir Ihm seine eigenen Gedanken wieder vorbringen und die wichtigen Angelegenheiten, die Jesus auf Seinem Herzen trägt, als unsere Last auf uns nehmen, das gehört zu dem Gebet, das vor Gott angenehm ist, und Erhörung findet. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Foto Pixabay

.

17.11.

Dienstag 17.11.2020 – Die Lesung: 4.Mose 7 – Der Fokus: 4.Mose 7,1-89 Die Gaben der Stammesfürsten4.Mose 7,89Das Gebet das erhört wird - Frederick B.Meyer

Wie Jesus beten lernen, dessen Gebete vom Heiligen Geist inspiriert waren und deshalb erhört werden konnten

Der Lebensstil:

4.Mose 7,89 Und wenn Mose in die Stiftshütte ging, um mit Ihm zu reden, so hörte er die Stimme zu ihm reden vom Sühndeckel herab, der auf der Lade des Zeugnisses ist, zwischen den beiden Cherubim; und Er redete zu ihm. – 1.Johannes 5,14+15 Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass er uns hört, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben."

Diese Worte scheinen anzudeuten, dass Moses, wenn er in das Heiligtum ging, um dort mit Gott zu reden, eine göttliche Stimme vernahm, die ihm die Gedanken und Absichten Gottes derart offenbarte dass seine Gedanken davon ergriffen, und also zu Gott zurückgeführt wurden. Wir treten oft vor Gott mit unseren Gedanken und Wünschen, und haben wir diese ausgesprochen, so gehen wir wieder weg. Wir warten nicht lange genug, um die göttliche Stimme zu hören: darum finden unsere Bitten so oft keine Erhörung. Wir bitten nicht nach dem Willen unseres himmlischen Vaters: deshalb ist uns der Himmel wie Erz. Wir haben nicht, weil wir nicht bitten oder weil wir falsch bitten. Wir sollen aber im Glauben bitten und nicht zweifeln. - Wollen wir also richtig beten, so sollten wir vor Gott harren, bis der heilige Geist uns eingibt, um was wir bitten sollen, ja uns selbst innerlich vertritt. Einsamkeit, stilles Warten, vor Gott, da wir Ihm seine eigenen Gedanken wieder vorbringen und die wichtigen Angelegenheiten, die Jesus auf Seinem Herzen trägt, als unsere Last auf uns nehmen, das gehört zu dem Gebet, das vor Gott angenehm ist, und Erhörung findet. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net