Der Jesuslauf Freitag 2.Dezember 2022 nach Christus

Der persönliche Studiengang, rund um das Leben und die Bibel, um an bibeltext- und themengeordneten, sowie visualisierten  Inspirationen kontinuierlich zu lernen, Jesus besser - Meilenstein um Meilenstein - nachzufolgen und ein überzeugender Zeuge von ihm zu werden.  Mehr…

Das heißt durch tägliches, kontemplatives und chronologisches Bibellesen - inspiriert durch verschiedene Bücherautoren und Vorbilder - Gott suchend, fragend, forschend zu erkennen, um mit ihm wie sein Sohn eins zu werden und ihn in Beziehung mit anderen Kindern Gottes in Beziehung durch unser Leben zu verherrlichen. Alle spirituell Interessierten sollen so dazu angeregt werden, sich ihm durch Jesus Christus zu öffnen. Wenn Du schon mit ihm unterwegs bist, trödelst Du, gehst Du oder läufst Du schon? Holgus 

P.S: Wer den Jesuslauf mit anderen zusammen einfach mitlaufen möchte, der kann dies auf der Facebookseite Wortlauf, wie ich damit begonnen habe!

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Dezember 2022

Bilddatenbank Bundestag

2.11.

Mittwoch 8.12.2010 – Der Fokus: Offenbarung 5,1-7 Die Würde des Lammes das versiegelte Buch zu öffnen - Offenbarung 5,8Das Gebet als RegierungsbeteiligungSCHWZM 96

Unseren Platz als Christen einnehmen und uns an der globalen und genialen Regierung unseres Königs beteiligen, dass er seine Ziele – auch durch unsere Unterstützung im Gebet – umsetzen kann

Der Lebensstil: 

Offenbarung 5,8 Und als es die Schriftrolle nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder. Jeder von ihnen hatte eine Harfe, und sie hielten goldene Schalen in den Händen, die mit Weihrauch gefüllt waren. Der Weihrauch sind die Gebete derer, die zu Gott gehören!

Die Gebete der Heiligen haben unmittelbaren Anteil an seiner Regierungsgewalt. Dass die Schalen aus Gold sind will uns sagen, dass nur geläuterte Gebete in den Gang der großen Geschichte eingreifen. Selbstsüchtige Gebete mögen keine Regierungsgewalt ausüben. Aber die Welt- und Gottesgeschichte wird durch die Gebete der Gemeinde Jesu vorwärts geführt, die von allem Selbstsüchtigen gelöst sind und in geläuterter, klarer Weise um das Kommen des Reiches Gottes ringen. Erich Schnepel aus wie „Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus“ Seite 96

Ja abba Vater, wie zunehmend weißer, ganz reiner  Rauch sollen meine Gebet zu Dir aufsteigen. Danke für die Inspiration gerade heute, wo es wieder einmal darum geht, ob und wie durch Gebet etwas in einer Region vor Dir erreicht werden kann. Ich habe den Eindruck, dass die Regierungsbänke leer sind, die Du für uns bereit gestellt hast. Ich setze mich heute wie ein neu gewählter Minister wie im Bundestag auf meinen Sitz und nehme meinen Platz ein. So lehre du mich jetzt so zu beten wie es Dir allein gefällt, dass möglichst viele Gebete von mir einmal in den goldenen Räucherschalen gesammelt werden konnten. Vergib mir, dass ich es mit dem Gebet in meinem Leben lange Zeit locker genommen habe. 

So versammle Du Deine deutschen Repräsentanten in deinem Bundestag und lass so viel wie möglich weißen Rauch aufsteigen. Wir sind nicht hineingewählt worden, sondern durch das Blut Deines Sohnes hineingekauft worden. So organisiere Du uns, dass Du in unserer Stadt, in unserem Land und auf der ganzen Welt durch uns regieren kannst. So inspiriere Du durch Deinen heiligen Geist die Besprechungen heute. 

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1.2.

Freitag 7.12.2012 – Der Fokus: Offenbarung 4,1-7 Der Thron der göttlichen Majestät - Offenbarung 4,1+2Gott sitzt auf dem Thron - SCHWZM 88

Die offene Tür erkennen, die nicht nur für Johannes da war, sondern auch für uns da ist, um durch sie hindurch zu gehen und den auf dem Thron sitzt wahrzunehmen, der uns die Zukunft aufschließt, dass wir gut orientiert unterwegs sind

Die Orientierung:

Offenbarung 4,1+2 Als ich dann aufschaute, sah ich im Himmel eine Tür offen stehen, und dieselbe Stimme, die sich zuvor wie eine Posaune angehört hatte, sprach zu mir: "Komm hier herauf, und ich werde dir zeigen, was nach diesen Dingen noch geschehen muss." Und im selben Augenblick sah ich im Geist einen Thron im Himmel, auf dem jemand saß.

Die geöffnete Tür bedeutet, dass die Gemeinde Jesu ein Einblick in die Pläne Gottes gewährt wird. Nur aus der Christusgemeinde heraus gibt es ein letztes Verständnis für den Gang der Entwicklung, weil nur Christus einen Einblick in den Weltenplan Gottes erschließen kann. - Dass Johannes sich im Geist befindet, bedeutet nicht, dass er eine rein gedankliche Überlegung anstellt, sondern dass der Geist Gottes ihm jetzt Durchblicke besonderer Art durch die Pläne Gottes gibt. Das Bild des Thrones besagt, dass Gott der Herrscher der Welt ist, der die Zügel der Weltentwicklung fest in seiner Hand hat. Erich Schnepel aus „Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus“Seite 88

November 2022

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29.11.

Montag 11.12.2006 – Der Fokus: Offenbarung 2,1-7 Sendschreiben an die Gemeinde von Ephesus - Offenbarung 2,4Die permanente UmkehrSCHWZM 38

In immer tieferem Umgang mit Jesus leben, damit Freude und Liebe an ihm aufkommen kann, weil er uns permanent zur Umkehr führen kann

Die Mahnung: Offenbarung 2,4+5 Aber ich habe wider dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast. Bedenke nun, wovon du abgefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Sonst komme ich über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle stoßen, wenn du nicht Buße tust!

Wenn Jesus solch schwerwiegendes gegen uns hat, steht alles auf dem Spiel. Das ist eigentlich unsere Frage, wenn wir über dem Wort der Schrift still werden: Herr was hast du gegen mich. Darum ist uns nichts so lebensnotwendig wie die tägliche stille Zeit, in der wir auf sein Wort hören. - Die Liebe zu Jesus, die ihn zum beherrschenden Faktor in unserem Leben macht und ihm den tonangebenden Platz in unserem Gewissen einräumt, ist das Lebenselement seiner Kinder in allen Lebensabschnitten. Darum ist uns nichts so lebensnotwendig wie die tägliche stille Zeit, in der wir auf ihn und sein Wort hören. Nur in dem stillen, verborgenen Umgang mit ihm und dem rechten Hören auf sein Wort kann er uns die Punkte deutlich machen, die für uns lebensgefährlich zu werden drohen. Es gibt unheimlich, starke Kräfte in uns, in unserer Umgebung und in der unsichtbaren Welt, die diese Liebe zu Jesus lahm legen wollen. Erich Schnepel aus „Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus“ Seite 38 

Ja Vater, ich danke Dir heute für die ermahnende und ermutigende Wirkung Deines Wortes. Die Arbeit an unserer Beziehung lieber Rhabbi Jesus soll weiterhin die wichtigste Arbeit in meinem Leben sein. Und doch müssen noch Punkte in meinem Leben sein, die wohl ausgeräumt werden müssen, damit ich wieder in der ersten Liebe oder noch besser in die allererste Liebe Deiner Jünger vor 2000 Jahren hineinfinde. Welche große Liebe wurde im Evangelium, in den Briefen und in der Offenbarung ausgedrückt durch Deinen Lieblingsjünger Johannes. Ja heiliger Geist ich lasse heute wieder Deine Beziehungsarbeit in meinem Leben zu. Errichte Du Dir einen besonderen Leuchter in unserer Stadt.

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28.11.

Montag 28.11.2022 – SONNTAG 1.ADVENT – Predigttext: Offenbarung 3,14-22 – Offenbarung 3,14+15Jesus zur Wirkung kommen lassenPfarrer Albrecht Conrad Stuttgart 

Das Klopfen von Jesus an unsere Tür, durch persönlichen Wortinspirationen und durch besondere Geschehen hören, ihn dann immer wieder in unser Leben rein und im Zeit lassen, dass er uns heiß für ihn machen und uns benutzen kann

Die Mahnung:

Offenbarung 3,14+15 Schreibe diesen Brief dem Engel der Gemeinde in Laodizea. Das ist die Botschaft dessen, der das Amen ist - der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich weiß alles, was du tust und dass du weder heiß noch kalt bist. Ich wünschte, du wärest entweder das eine oder das andere!

„Ausspeien“ übersetzt Luther zurückhaltend. Im Griechischen klingt das drastischer. Jesus muss sich unseretwegen übergeben. Er findet uns zum Kotzen.
Es geht Jesus wie einem, der bei großer Hitze in der Türkei unterwegs ist. Bei einer Gaststätte macht er Rast, um etwas zu trinken. Er trinkt entweder heißen Tee, wie er allerorten angeboten wird. Oder er erfrischt sich mit kühlem Wasser. Einen Schluck lauwarmem Wassers wird er jedoch unwillkürlich ausspucken – mindestens. So schmecken wir Jesus Christus: lau. 

Das Selbstbewusstsein der Christen in Laodizea ist uns heute als Kirche abhandengekommen, scheint mir. Reich sind wir immer noch. Doch wir haben das Gefühl, nicht mehr mitten im Leben zu stehen. Wir sind auf dem Weg an der Rand der Gesellschaft. - Natürlich spielen der ungeheuerliche sexuelle Missbrauch und seine skandalöse Aufarbeitung eine Rolle. Doch unter hohen Austrittszahlen leiden beide großen Kirchen schon länger. Es nähme zu viel Zeit in Anspruch, jetzt die Gründe für die Kirchenkrise zu diskutieren. Das sieht auch jeder anders. - Doch eines ist klar: Viele Menschen halten uns für unbrauchbar, unnütz, nicht der Unterstützung wert. Sie finden uns weder erwärmend noch erfrischend. Sie finden uns lau. Und vielleicht sind wir es auch!? Und vielleicht bald am Ende!? - Wie reagieren wir darauf? Landeskirche und Gemeinden schielen nach den Zahlen. Wir beschäftigen uns mit uns selbst, eine Sitzung folgt auf die andere. Wir basteln an den Strukturen rum. Wir probieren neue Gottesdienstformen aus. Neue Formen von Gemeinde. Hier das eine, dort das andere. „Wir müssen die Kirche“, so sagen wir, „zukunftsfähig aufstellen“. Kurzum: Wir tun meist so, als bräuchten wir Jesus Christus nicht. Wir verlassen uns eigentlich auf uns selbst. Wir suchen nach Rezepten, wie wir es besser machen können. - Das Schlimme: Es hilft nix. Wir kriegen es nicht selber hin. Es gibt anscheinend keine Rezepte gegen die Krise.

Der Predigttext zum 1. Advent rät uns, erstmal die Finger von allen eigenen Rezepten lassen. Lasst das Schielen nach den Zahlen, pfuscht nicht herum mit selbst zusammengerührten Heilmittelchen, hüllt euch nicht in zeitgemäß scheinende Gewänder. Denn es klopft schon. - Wieso gibt es dennoch die Hoffnung auf einen guten Ausgang? Jesus Christus klopft. Vermutlich sitzt niemand heute im Gottesdienst, der dieses Klopfen nicht schon gehört hat. Es erklingt in jedem Wort der Bibel, das uns im Herzen trifft. Das Klopfen erklingt in einer Liedstrophe, die uns berührt. Es erklingt in dem freundlichen Wort, in der deutlichen Mahnung, in dem vorsichtigen Hinweis, die ein freundlicher Mensch uns erteilt. Ja, vielleicht klopft der Herr auch in diesem beängstigenden Gefühl, das in uns pocht, wenn wir an die Krisen dieser Zeit denken und suchen, wo denn Hoffnung herkommen könnte.

Wo sollte unsere Hoffnung sonst herkommen, als von dem, der klopft. Unsere Hoffnung steckt in seinem Namen: „Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge.“

Pfarrer Albrecht Conrad Stuttgart aus seiner Predigt zum 1.Advent 2022

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25.11.

Freitag 25.11.2022 – Hauskreisstudie zum Thema Hoffnung – Römer 5,1-5Die Hoffnung - Holgus

Die gut trainierte Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes in unserem Leben und nach unserem Tod, soll uns jeden Tag durchs Leben – über alle Hindernisse und durch alle Unwegsamkeiten - hindurch tragen, um sie wiederum zu verherrlichen

Der Lebensstil:

Römer 5,1-5 Nachdem wir nun aufgrund des Glaubens für gerecht erklärt wurden, haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn haben wir auch freien Zugang zu der Gnade bekommen, in der wir jetzt leben. Das geschah im Glauben, und wir sind stolz auf die Hoffnung, mit der wir nun der Herrlichkeit Gottes entgegengehen dürfen. Aber nicht nur das: Wir sind auch stolz auf die Bedrückungen, denen wir ausgesetzt sind, denn wir wissen, dass wir durch Leiden Geduld lernen;  und wer Geduld gelernt hat, ist bewährt, und das wiederum festigt die Hoffnung. Und in dieser Hoffnung werden wir nicht enttäuscht, denn Gott hat uns mit dem Heiligen Geist, den er uns geschenkt hat, auch seine Liebe ins Herz ausgegossen.

Die Hoffnung, die Herrlichkeit Gottes in diesem Leben und nach unserem Tod umfassend erleben zu können, soll unser Leben zunehmend beleben und stärken. Dass wir Frieden mit Gott und einen freien Zugang zu ihm haben, sowie seine Liebe in unsere Herzen ausgegossen ist, um darin immer wieder aufzusprudeln nährt diese Hoffnung. Ohne diese Grundnahrung unserer Seele ist sie zur Entwicklung der Hoffnung nicht fähig. Die Hoffnung ist wie unser Pferd, durch das wir durchs Leben wie bei einem Hindernislauf reiten können. Das Christsein ist ein Hindernisrennen, weil sich die Welt, aber auch oft unsere Nächsten dagegenstellen wollen. Es ist eine Ehre, dass uns Gott die Aufgabe zutraut, Hindernisse, Wassergräben oder Mauern zu überspringen, die sich uns in den Weg stellen. Mit dem Pferd unserer Hoffnung müssen wir gut umgehen lernen. Da gibt es unheimlich viel zu lernen, bis wir auf dem Treppchen stehen und die Wahrnehmung bzw. die Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes bejubeln können, die uns den Mut, die Standhaftigkeit und die Bewährung gab diesen Sport betreiben zu können. Jeder Tag ist ein Ritt durch die Unwegsamkeiten und Unberechenbarkeiten des Lebens, die Gott sei Dank er selbst wie einen Parkour zusammen gestellt hat. Er trainiert uns durch unser Schicksal, auch das ist die große Hoffnung, die er uns schenkt. Holgus nach einem Hauskreisabend zum Thema Hoffnung

 

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24.11.

Donnerstag 24.11.2022 – Der Fokus: Offenbarung 1,9-20  Christus erscheint Johannes - Offenbarung 1,12-13aDie Gemeinde als Leuchter - SCHWZM 21 - Jesus will uns baun zu einem Tempel

Jesus ist in der Mitte seiner großen und kleinen Gemeinden – seiner Leuchter - auf der ganzen Welt, er ist der beste Insider und entwickelt sie weiter, wenn sie ihm vertrauen und ihn wirken lassen

Die Faszination: 

Offenbarung 1,12-13a - Als ich mich umdrehte, um zu sehen, wer da mit mir sprach, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten zwischen den Leuchtern jemand, der aussah wie der Menschensohn.

Die sieben Leuchter sind das Gleichnis für sieben Gemeinden. Was für die sieben Gemeinden gilt, gilt für alle Gemeinden von Jesus Christus. Er ist in ihrer Mitte. Sie haben ihr Leben nur durch die Beziehung zu ihm. Dass er sich in ihrer Mitte befindet, ist entscheidend. Er ist der Mittelpunkt seiner ganzen Gemeinde. Dass wir mit ihm verbunden sind, macht uns zu Gliedern seiner Gemeinde. Damit, dass sich Jesus mitten unter seinen Gemeinden auf Erden befindet, ist gegeben, dass er jede seiner Gemeinden und alle ihre Glieder sieht und kennt. Obwohl er der unsichtbare erhöhte Herr ist, ist er doch allen seinen Gemeinden unmittelbar nahe. Ihr ganzes Leben ist vor ihm wie ein aufgeschlossenes Buch. Nichts von dem Leben seiner Gemeinde ist ihm verborgen. Er kennt jede Gemeinde in ihren Wesenszügen, in ihrem verborgenen Leben mit ihm. Erich Schnepel aus „Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus“ Seite 21

Ja danke mein lieber Rabbi und König, Du bist Johannes erschienen und Du sollst sichtbar werden durch den unsichtbaren Tempel den wir Kinder Gottes bilden. Du baust uns zu Deinem Tempel, dieses Lied will ich singen und durch mein Leben verkörpern, dass ich in Deinen Tempel eingebaut werde und so auf Dich hinweise, weil Du in ihm gegenwärtig sein kannst. 

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21.11.

Montag 21.11.2022 – Der Fokus: Hesekiel 47,1-12 Der Strom der vom Tempel Gottes ausgeht - Hesekiel 47,1Der heilige Geist als Strom lebendigen WassersCarl EichhornFAZ 20.11.22 EINIGUNG BEI KLIMAKONFERENZ:„Hoffnung und Frustration liegen nahe beieinander“

Mit der globalen Christenheit zusammen den Tempel Gottes im Glauben, in seiner Anbetung und in der Liebe zu ihm bilden, um sich dann dem Strom des Heiligen Geistes innerlich öffnen, sich erfüllen lassen und sich von ihm durch den Tag treiben lassen 

Die Faszination:

Hesekiel 47,1 Dann führte er mich zum Eingang des Tempels zurück und ich sah, wie unter der Türschwelle Wasser hervorquoll. Es kam an der Südseite des Tempels heraus und floss südlich am Altar vorbei nach Osten ab, denn die Vorderseite des Hauses war nach Osten gerichtet.

Der Prophet sieht einen Strom wunderbarer Art, dessen Ursprung im Tempel ist. Das Wasser kommt aus dem Innersten des Heiligtums, aus dem Allerheiligsten, das nach Westen zu lag, und fließt in östlicher Richtung. Das Merkwürdige ist, dass er immer stärker wird, ohne Zufluss zu bekommen. Tausend Ellen vom Heiligtum entfernt, geht es dem Propheten bis an die Knöchel, nach abermals tausend Ellen bis an die Knie, dann bis an die Hüften, und zuletzt fand er keinen Grund mehr. - Dieser Strom ist ein Bild des Heiligen Geistes. Er bringt Leben; denn der Strom, den der Prophet sah, verwandelt das Tote Meer mit seinem ungenießbaren Wasser in eine Stätte des Lebens. Die Wasser, in denen kein lebendes Wesen gedeihen kann, werden gesund und füllen sich mit Fischen. An den Ufern sprossen Bäume hervor, die mit Früchten beladen sind. Ihre Blätter welken nicht, und die Früchte gehen nicht aus. Jeden Monat kommen frische Früchte zum Vorschein. Die Blätter aber dienen als Arznei. Das Wasser quillt aus dem Heiligtum; das gibt ihm seine lebenspendende Kraft. Es wirkt Leben nach zwei Seiten hin: erstens verborgenes Leben. Die Fische sind im Innern des Stromes und den Blicken entzogen. So wirkt der Heilige Geist verborgenes Leben: Liebeshingabe an Gott und zarte Scheu, seine Heiligkeit nicht zu verletzen, Herzensbeugung und sanftmütigen, demütigen Sinn; willigen Gehorsam und immerwährenden Dank und Anbetung; priesterlichen Sinn, der sich durch eintretende Fürbitte ausdrückt; Sehnsucht nach Reich Gottes, der es vor allem um die Heiligung des Namens des Vaters, um das Kommen seines Reiches und die Ausführung des göttlichen Willens zu tun ist. Das Wasser wirkt aber auch Leben, das nach außen hin sichtbar wird in den Bäumen mit ihren heilkräftigen Blättern und schmackhaften Früchten. Der Heilige Geist wirkt auch Leben, das nach außen hin sichtbar wird: das alte Wesen, der Wandel nach väterlicher Weise ist vergangen, es ist alles neu geworden. Das große Erleben der Neugeburt gestaltet völlig um. Als Zachäus seinen Wiedergutmachungsgang angetreten hat, merkten dies die Bewohner Jerichos. Der Heilige Geist macht genießbar und fruchtbar für andere durch Werke der Liebe und Worte des Lebens. Nur dürfen wir dem Strom nicht ausweichen, nicht auf der Seite stehenbleiben. Der Geistesstrom muss uns erfassen, durchdringen, bewegen und tragen. Carl Eichhorn aus Evangeliums.net

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18.11.

Mittwoch 16.3.2016 – Die Chronik: Hesekiel - Der Fokus: Hesekiel 45+46 - Hesekiel 46,13 / Matth.11,28+29 - RUTEAT 0112 - Jesus der Erlöser

Sich jeden Morgen völlig von Unreinheiten und Verspannungen lösen lassen, um durch unser entspanntes Auftreten ein guter Zeuge für den Erlöser Jesus Christus zu sein.

Die Ermutigung:

Hesekiel 46,13 Du sollst dem HERRN täglich ein einjähriges tadelloses Lamm als Brandopfer zurichten; jeden Morgen sollst du das darbringen.

Erlösung ist keine einmalige Erfahrung. Wir müssen sie Tag für Tag leben, wir müssen jeden Tag in Christus bleiben, der für unsere Sünden starb. So wie die Priester damals jeden Morgen ein Lamm opferten, so werden wir als die Priesterschaft der Gläubigen großen Segen empfangen, wenn wir jeden Tag vor Gott treten, um gereinigt zu werden und Gemeinschaft mit Gott zu haben. Tim Ruthven - Die Edelsteine Altes Testament 

Ja mein lieber Rabbi, zu Dir komme ich jeden Morgen, seit vielen Jahren. Und jeden Morgen soll sich dasselbe Ritual abspielen, Heute morgen komme ich wie zur Hamam-Reinigung, um von meiner Mühseligkeit gelöst zu werden. Es stimmt was Nietzsche gesagt hat: "Die Christen müssten mir erlöster aussehen. Bessere Lieder müssten sie mir singen, wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte." Ich höre auf Deine Arbeit zu machen, ich lasse Dich die Deinige tun, mich umfassend von allem zu lösen, was ein tiefes Leben mit Dir verhindert. An unserer Gelöstheit werden wir Christen erkannt werden. Wer geht aber heute und jeden Tag in sein Hamam, um sich von allen Unreinheiten und Verspannungen lösen zu lassen. So kann ich heute wieder neu erleben: Matth.11,28+29 Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.

17.11.

Donnerstag 17.11.2022 – BUSS- UND BETTAG – Der Predigttext: Offenbarung 3,-16 Sendschreiben an die Gemeinde von Sardes –Offenbarung 3,4Das Leben im Licht / Die Gemeinde als Volk Gottes - Pfarrer Florian Link 

Unser Leben als Christen zunehmend umfassend mit reinen Motiven vor und durch Jesus Christus leben lernen, dass wir gemeinsam Feste ihm zur Ehre feiern können, die Zeugniskraft haben

Der Lebensstil:

Offenbarung 3,4 Doch selbst in Sardes gibt es noch einige, die ihre Kleider nicht beschmutzt haben. Weiß gekleidet werden sie mit mir gehen, denn sie sind es wert.

Das Sendschreiben an diese Gemeinde ist eine bleibende, auf-rüttelnde Frage: Die Frage, ob unser Leben denn eine Antwort auf das Leben Jesu ist. Es ist die Frage, wie viel es uns eigentlich noch wert ist, im Adressbuch Gottes zu stehen als seine nahen und vertrauten Menschen. - Jesus will in uns und mit uns lebendig am Werk sein. Der Gott der Liebe will der alleinige Gott sein. Er will unser Vertrauen – ganz. Er will unsere Hoffnung sein – in allen Bereichen. Er will der Grund unseres Lebens sein. Nicht weil er ein despotischer Tyrann wäre, sondern weil ihm das Gelingen unseres Lebens am Herzen liegt. Weil er uns davor bewahren will, unser Herz an vergängliche, tote Dinge zu binden und darüber unser Leben zu versäumen. Weil er uns herausholen will aus der Angst vor der Zukunft und aus der aufreibenden Sorge um unser Leben. - Gott will uns zu freien Menschen machen. Er will es uns ersparen, dass wir uns Macht, Gewalt oder Eigennutz ausliefern und darüber den Blick für das Menschliche verlieren. Er will uns hinführen zum dem, was bleibt und was uns Halt und Tiefe gibt für jeden Tag. Und deshalb lenkt Johannes den Blick hinaus über die Zeitlichkeit des Lebens auf Jesus von Nazareth, den Erlöser. Pfarrer Florian Link, Stuttgart in seiner Predigt zum Buß und Bettag 2022

Brennende Synagoge in Göppingen

15.11.

Dienstag 15.11.2022 – Der Fokus: Psalm 74,1-23 Klage vor dem entweihten HeiligtumPsalm 74,4Antisemitismus / Kirchengeschichte: Deutschland 1938 - Dr. Ludwig Spaenle

Die besonderen Zeichen der Geschichte in der Erinnerung wach halten, dass wir die Zeichen der Zeit richtig wahrnehmen, um auf sie angemessen und geistgeleitet reagieren zu können

Die Mahnung:

Psalm 74,7 Sie haben Feuer in dein Heiligtum geworfen, die Wohnung deines Namens bis auf den Grund entweiht. 

Am 9. November 1938 als die Synagogen brannten hat Dietrich Bonhoeffer in seiner Studienbibel Psalm 74, Vers 8, unterstrichen: “Sie verbrennen alle Gotteshäuser im Lande!” Daneben setzte er das Datum des 9. November 1938. Doch Bonhoeffer beließ es nicht bei der privaten Erkenntnis, reduzierte seine Ansicht nicht auf das stille Kämmerlein, sondern er trug seine Anschauung auch in sein berufliches Umfeld. Aus seiner Tätigkeit im Predigerseminar der Bekennenden Kirche in Pommern ist der Ausspruch überliefert, unter den ich meine Kanzelrede gestellt habe: „Nur wer für die Juden schreit, darf gregorianisch singen. - Dietrich Bonhoeffer war einer der wenigen, die hingeschaut haben. - Die Bekennende Kirche stellte sich aktiv gegen die staatlichen Bemühungen mit den sogenannten „Deutschen Christen“ unter dem evangelischen Reichsbischof Johann Heinrich Ludwig Müller, die eine Synthese zwischen Christentum und Nationalsozialismus propagierten. Die Deutschen Christen wollten eine obrigkeitshörige, führergläubige Spielart des Protestantismus schaffen. - Einen öffentlichen Protest gegen die Verheerungen der Reichspogromnacht brachte die Bekennende Kirche nicht zustande, er blieb auch – von Aussagen einzelner abgesehen – in der folgenden Zeit aus. Ich darf ergänzen: Auch von Seiten der katholischen Kirche wurde – Einzelpersonen ausgenommen – kein Widerstand gegen die Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten geleistet. Dr. Ludwig Spaenle Schwabing in seiner Predigt vom 28.10.2018

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7.11.

Montag 7.11.2022 – Der Fokus: Hesekiel 36,16-38 Die Erneuerung Israels durch Gottes Geist - Hesekiel 36,26Das neue Herz - RUTIHZ 174

Gott unsere neuen Herzen immer besser programmieren und durch seinen Geist durchfluten lassen, dass wir selbstverständlich das Leben führten und die Werke umsetzen, die er für uns vorgesehen hat. 

Die Faszination:

Hesekiel 36,26 Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist: Das versteinerte Herz nehme ich aus eurer Brust und gebe euch ein lebendiges dafür. Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und euch nach meinen Rechtsbestimmungen richtet.

Einstein hat recht, als er sagte: „Das Problem unserer Zeit ist nicht die Atombombe, sondern das menschliche Herz!“ Das Problem unserer Zeit sind nicht die schlimmen Verhältnisse, sondern die Menschen selbst. Unser Herz ist fehlgesteuert. Die meisten sind ich-programmiert, Machtstreben, Selbstverwirklichung und Geltenwollen geben den Ton des Herzens an. Wir brauchen erneuerte Herzen. Steinende Herzen sind harte Herzen, sie reagieren nicht, sie fühlen nicht, sie lassen sich von der Not der anderen nicht erweichen. Nicht nur dem Volk Israel hat der Prophet Hesekiel die Erneuerung des Herzens versprochen. Wer sich Christus ausliefert, wird eine Revolution seines Herzens erleben. Und eine solche Herzoperation haben wir alle notwendig. Reinhold Ruthe aus „Ich habe Zeit für Dich“ Seite 174

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4.11.

Freitag 4.11.2022 – Der Fokus: Hesekiel 34,1-10 Weissagung gegen die Führungselite Israels - Hesekiel 34,2-4Der Hirtendienst / Die Regierenden - Dekanin Elisabeth Hege, Tübingen - SONNTAG MISERICORDIAS DOMINI

Sich vom guten Hirten selbst führen lernen lassen, um sich dann als Mitarbeiter zum Hirtendienst in allen Umfeldern an anderen Menschen, den Nächste, Übernächsten und einigen Menschen von dieser Welt zunehmend gebrauchen lassen lernen.

Die Orientierung:

Hesekiel 34,2-4 "Du Mensch, weissage gegen die Hirten Israels! Sprich zu ihnen: So spricht Jahwe, der Herr: 'Weh den Hirten Israels, die sich nur selbst versorgen! Müssen die Hirten nicht die Herde versorgen? Ihr genießt die Milch, nehmt Wolle für eure Kleidung und schlachtet die besten Tiere, aber um die Herde kümmert ihr euch nicht. Den Schwachen habt ihr nicht geholfen, die Kranken nicht gesund gepflegt, gebrochene Glieder nicht geschient, versprengte Tiere nicht zurückgebracht und verloren gegangene nicht gesucht. Mit Härte und Gewalt habt ihr über sie geherrscht. 

Die Könige, die Machthaber als Hirten. Nicht nur der Prophet hat sie so gesehen. Könige wurden oft als Hirten dargestellt. Hesekiel hat das überkommene Bild kritisch abgeklopft. Er hat es aus dem zeremoniellen Rahmen genommen und neu angeschaut. Was wäre denn die Aufgabe von Hirten, hat er gefragt. - Und man versteht unmittelbar, was er meint: Gute Hirten sind nicht die Leithammel, nicht die Alpha-Tiere. Hirten gehen mit der Herde und hinter ihr her. Hirten sorgen für Nahrung, für gute Weide und frisches Wasser und halten alle zusammen, so verschieden sie sind. Sie stärken die Schwachen oder Verletzten und geben den Starken genügend Raum. Sie hüten, was ihnen anvertraut ist. Sie plündern die Herde nicht aus und setzen die Zukunft nicht aufs Spiel. - All das sind die Aufgaben eines jeden, der Verantwortung für andere trägt. Im Kleinen. Und auch für ein ganzes Land: Für Schutz und für Frieden zu sorgen, für Gesundheit und Wohlergehen und für ein gedeihliches Miteinander.

Wo immer Menschen die Aufgabe haben, nach anderen zu sehen, wo immer wir Verantwortung für andere tragen – im Beruf oder in der Kirchengemeinde, als Eltern oder als Pflegende – da sind wir selbst Hirten. Und Gott ist es nicht gleichgültig, wie wir unser Hirtenamt wahrnehmen. Es gibt zum Glück viele solche Hirtinnen und Hirten. Menschen, die das Sorgen und Helfen, das Pflegen und Heilen, zu ihrer Aufgabe gemacht haben. Solche Menschen schauen nicht nur nach sich selbst. Sie führen andere „zum frischen Wasser“. Sie leiten sie an. Sie trösten sie. Sie stehen ihnen bei. Dekanin Elisabeth Hege, Tübingen aus Ihrer Predigt zum Sonntag Misericordias Domini 18.4.2021 

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3.11.

Donnerstag 3.11.2022 – Der Fokus: Hesekiel 32,1-16 Die Weissagung über den erlegten Drachen Pharaoh - Hesekiel 32,1 / Hohelied 2,14  - Das ergehende, prophetische Wort Gottes an uns  - Frederick B.Meyer

Auf das Reden Gottes warten und hören, wie eine hingegebene Geliebte auf ihren souveränen Geliebten, um für Gott wesentlich wirken zu können

Die Orientierung:

Hesekiel 32,1 Am 1. März im 12. Jahr unserer Verbannung kam das Wort Jahwes zu mir.  

Wir bringen oftmals unsere Worte vor Gott, sind aber nicht ebenso bereit, sein Wort an uns aufzunehmen. Es tritt häufig an uns heran, wenn wir zu sehr mit anderem beschäftigt sind, um es zu vernehmen. Nicht jedes Kind Gottes ist still und aufmerksam genug, um das Flüstern der leisen, sanften Stimme Gottes zu vernehmen. Wenn sie aber an uns ergeht und die vielen anderen Stimmen, die unser Herz und Leben erfüllen, übertönt, dann tun wir wohl daran, wenn wir, wie Hesekiel, sorgfältig diese denkwürdigen Tage auf den Tafeln unseres Herzens also eintragen: „An diesem Tage redete Gott mit meiner Seele.“

Es ist gut, sich besondere Tage im Verlaufe der Jahre zu merken: den Tag unserer Bekehrung oder unserer Übergabe an Gott; den Tag der Erlösung aus schwerer Trübsal; den Tag, da Er uns eine neue Pflicht auferlegte; den Tag, an dem der goldener Schein des Paradieses uns bestrahlte. Auch Paulus hielt, trotz seines vielbeschäftigten Lebens, den Tag fest in seinem Gedächtnis, da er entzückt ward bis in den dritten Himmel.

Lasset uns um göttliche Mitteilungen bitten, und dann auf unser Angesicht niederfallen, wenn Gott mit uns spricht. Seien wir aufmerksam, dass wir seinen gnädigen Ruf nicht überhören. In den Worten des Hohenlieds wollen wir den himmlischen Bräutigam bitten: „Lass mich deine Stimme hören, denn deine Stimme ist süß.“ (Hohelied 2,14) Dann mögen wir schlafen, aber unser Herz wacht, und wir werden die Stimme unseres Freundes erkennen, der an der Türe wartet und ruft: „Tue mir auf, meine Schwester, meine Taube, meine Fromme.“ Ach, wer kann die Tiefe solchen vertraulichen Umgangs ergründen, wenn das Wort Gottes also zu uns geschieht und wir darauf antworten dürfen! Dieser Verkehr wird aber sofort aufhören, wenn wir wohl hören, aber es am Gehorchen fehlen lassen. Demut und Gehorsam sind die unerlässlichen Bedingungen des Umgangs mit Gott. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Oktober 2022

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21.10

Freitag 21.10.2022 – Der Fokus: Hesekiel 20,32-44 Gott macht mit Israel einen neuen Anfang - Hesekiel 20,40+41 - Gottes allmächtige Wirken zulassen / Die Zukunft IsraelsRUTEAT 1911

Wie die Israeliten in Zukunft Gott auf dem hohen Berg Israel heute schon erleben, dass er nach Gericht und Gnade in Christus Jesus uns voller Liebe mit herrlichen Auswirkungen annimmt 

Die Faszination: 

Hesekiel 20,40+41 Denn auf meinem heiligen Berg, dem hohen Berg Israels, spricht Jahwe, der Herr, wird das ganze Volk Israel mir dienen, alle, die sich im Land befinden. Dort werde ich ihnen meine Gnade schenken. Dort werde ich eure Opfergaben, die Erstanteile eurer Ernte und eure Weihgaben annehmen. Beim Opfergeruch, der mich erfreut, werde ich euch voller Liebe wieder annehmen, nachdem ich euch aus den Völkern herausgeführt und aus den Ländern geholt habe, in die ich euch zerstreut hatte. So werde ich mich vor den Augen aller Völker als der Heilige erweisen. 

Gott weist Israel auf eine Zeit der Trennung hin. Sein Handeln durch Gericht und Strafe soll bewirken, dass sie sich von dem Wunsch nach Götzen lösen und von dem Bedürfnis, auf den Wegen der Gottlosen zu gehen. Er zerstreut sie unter den Heiden und gibt sie in die Hände der Welt. Dies ist nicht das Beste, was Gott ihnen bieten konnte, und es ist auch nicht der ursprüngliche Wille Gottes. Das, was er wirklich für sie möchte, kann man aus diesen Versen entnehmen. Es macht klar, wie sehr Gott sich gesehnt hat, ihnen nahe zu sein und an ihrem Leben teilzuhaben. Er wollte ihnen so nahe sein, dass seine Nähe zu ihnen als lieblicher Geruch, als Ausstrahlung für Dritte spürbar werden sollte. – Gott möchte auch uns dasselbe anbieten wie Israel. Wenn wir ein Volk sein wollen, das für Gott lebt, müssen wir uns innerlich von der Welt lösen. Wir müssen in der Welt, aber nicht von der Welt sein. – Diese Ausstrahlung verwirklicht sich, wenn wir uns jeden Tag bewusst Zeit für Gott nehmen. Allein mit unserem Schöpfer, lösen wir uns innerlich von allen Zwängen und Aufgaben. In diesen Augenblicken ruhen wir dann ganz in Gottes Wort und in seiner Nähe. Tim Ruthven leicht verständlicher gemacht aus „Edelsteine – Altes Testament“ 191

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18.10.

Dienstag 18.10.2022 – Der Fokus: Hesekiel 17,22-24 Die Verheißung der Wiederherstellung des Königtums Davids - Hesekiel 17,22+23 - Jesus als BaumFrederick B.Meyer

Die neue Pflanzung Gottes Jesus auf dem Berg Israel, in dem Menschen wie Vögel im Schatten der Zweige Heimat finden

Die Faszination:

Hesekiel 17,22+23 So spricht Jahwe, der Herr: 'Ich selbst nehme einen zarten Trieb vom Wipfel der Zeder und pflanze ihn auf einem hoch aufragenden Berg ein. Auf dem hohen Berg Israels werde ich ihn einpflanzen. Dort wird er Zweige treiben und Frucht tragen und zu einer herrlichen Zeder werden. In ihren Zweigen werden alle Arten von Vögeln wohnen, ja alles, was Flügel hat, wohnt im Schatten ihrer Zweige. 

Die Zeder ist ein königlicher Baum. Sie gedeiht noch in einer Höhe von 2000 Meter über dem Meer. Die Jahresringe eines dieser Bäume weisen auf ein Alter von 3500 Jahre. Welch ein Gegensatz zwischen diesem langlebigen, tief gewurzelten, weit ausgebreiteten Baum und den kleinen Vögeln, die in seinen Zweigen nisten! - Unsere Bibelstelle legt uns den Gedanken nahe, dass Jesus diese Zeder ist, bei dem, den Vögeln allerlei Art, alle möglichen Menschen Ruhe suchen: Junge und Alte, Reiche und Arme; Menschen mit mächtigem Adlerflug; oder von wilder Art wie der Rabe; oder von taubenartiger Sanftmut. Die Jungen, die eben erst die Kraft ihrer Flügel erproben, kommen vorbei; die Alten müde und einsam; solche, die von Jugend auf alle Gebote gehalten, und solche, die sie alle gebrochen haben. - Es ist einerlei, mit welchem Flügelschlag wir zu Jesus kommen, wenn wir nur überhaupt kommen. Das geübte Auge kann die Vögel leicht unterscheiden an ihrem Flug; also hat auch jede Seele ihre eignen Anlagen, ihr eigenes Temperament – die eine ist fieberhaft aufgeregt, die andere langsam und bedächtig; die eine feurig, die andere zögernd, die eine liebevoll und warmherzig, die andere kühl und schüchtern. Aber der Herr Jesus kennt uns alle, und versteht uns. Er tadelt die Taube nicht, weil sie dem Sturm nicht trotzen, noch in die Sonne schauen kann, wie der Adler. Er erwartet vom Sperling nicht den anhaltenden Flug der Möwe, noch den Gesang der Nachtigall von dem Buchfinken. - Suche nicht andere nachzuahmen; sei, was du bist. Gehe nicht traurig umher in der Welt, als wärst du unbrauchbar und missraten, weil du nicht das tun kannst, was ein anderer tut. Lerne Überfluss haben und Mangel leiden; aber ruhe allezeit in Jesus. Fliehe vor dem Sturm und Unwetter zu deinem Zufluchtsort unter dem Schatten seiner Flügel. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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17.10.

Montag 17.10.2022 – Der Fokus: Hesekiel 16,1-14 Israel die herrlich gemachte Ehefrau GottesHesekiel 16,9+10 – Gott als Liebhaber und Verlobter - Charles H.Spurgeon  

Sich jeden Morgen von unserem Liebhaber reinigen und anziehen lassen, dass wir an jedem Tag von Morgens bis Abends sein wunderbar ausgestatteter Zeuge sein können

Die Faszination: 

Hesekiel 16,9+10 Ich badete dich und wusch dein Blut von dir ab. Dann salbte ich dich mit Öl und zog dir ein bunt gewirktes Kleid an. Ich gab dir Sandalen aus Tachasch-Leder, band dir ein Kopftuch aus allerfeinstem Leinen um und hüllte dich in Seide ein.

Siehe, mit welch unvergleichlicher Großherzigkeit der Herr für seines Volkes Schmuck sorgt. Seine Kinder sind so gekleidet, dass die göttliche Sorgfalt für unvergleichlich "schön gestickte Gewänder" gesorgt hat, in welche alle herrlichen Eigenschaften sich vereinigen und alle göttliche Schönheit sich offenbart. Keine Kunst erreicht das Kunstwerk unsrer Erlösung; wie die Gerechtigkeit der Heiligen gibt es keine gewirkte Arbeit mehr von gleicher Vortrefflichkeit. Die Rechtfertigung durch den Glauben hat zu allen Zeiten in der Gemeinde Gottes begeisterte Federn in Bewegung gesetzt und wird in alle Ewigkeit ein Gegenstand der Bewunderung sein. Der Herr hat sie wahrlich "wunderbar gemacht." - Die Gerechtigkeit, die aus Gott kommt durch den Glauben, hat eine ewige Dauer, und wer mit diesem göttlichen Schuhwerk angetan ist, darf die Wüste ohne Sorgen betreten und darf seinen Fuß selbst auf Löwen und Ottern setzen. Reinheit und Heiligkeit unsres Kleides sind dargestellt durch "feine leinene Kleider." Wenn der Herr sein Volk heiligt, werden sie gleich Priestern in reines Weiss gekleidet; selbst der Schnee übertrifft sie an Reinheit nicht; sie sind in den Augen der Menschen und der Engel herrlich anzuschauen, und selbst in den Augen des Herrn sind sie makellos rein. Zugleich ist dies köstliche Kleid reich und kostbar wie "Seide." Keine Kosten sind dafür gescheut, keine Schönheit des Schmuckes vergessen, kein zierliches Geschmeide gespart. Wie nun, lässt sich nichts hieraus schließen? Gewiss fordert solche Gnade und Güte zur Dankbarkeit auf und ruft zum Jubel der Freude. Charles H.Spurgeon aus Evangeliums.net

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Hesekiel 14,3

Freitag 14.10.2022 – Der Fokus: Hesekiel 14,1-11 Die Abrechnung mit den Götzendienern - Hesekiel 14,3Der Götzendienst - KELGWG 14

Verführungen sich Götzen zu machen erkennen, um ihnen nicht wie Figuren von „Der Herr der Ringe“ zu verfallen, bösartig zu werden und sich selbst zu schaden

Die Mahnung:

Hesekiel 14,3 "Du Mensch, diese Männer haben ihre Götzen ins Herz geschlossen, sie haben sich den Stolperstein für ihre Schuld gerade vor Augen gestellt. Soll ich mich da etwa von ihnen befragen lassen?

Einige der Figuren in „Der Herr der Ringe“ waren mit guten Absichten aufgebrochen; sie wollten Sklaven befreien, das Land ihres Volkes schützen oder Verbrecher gerecht bestrafen. Aber sobald sie den Ring trugen, erfasste sie eine finstere Entschlossenheit, alles zu tun, um ihr jeweiliges Ziel zu erreichen. So entwickelte der Plan einen Absolutheitsanspruch, der sich über alle Werte und Beziehungen hinwegsetzte. Der Träger des Ringes wurde zunehmend von seinem Platz vereinnahmt. Die gute Absicht wurde zum Zwang, zum Götzen. Ein Leben ohne den Götzen war unvorstellbar. Um dem Götzen gerecht zu werden, war der Abhängige bereit, Gesetze zu brechen, die ihm früher heilig gewesen waren, andere zu verletzen und sogar sich selbst zu schaden. Eine geistliche Bindung war entstanden, die unweigerlich in den Abgrund führte. Diese Zusammenhänge kann man nicht nur in Tolkiens Werk wiederfinden, sondern auch im Leben vieler Menschen. Timothy Keller aus „Es ist nicht alles Gold was glänzt“ Seite 14

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20.10.

Montag 29.2.2016 – Der Fokus: Hesekiel 11,14-21 Das Gericht der Zerstreuung und die Verheißung der Rückkehr Israels aus der Zerstreuung Hesekiel 10,16Das Wort Gottes wirken lassen - RUTEAT 1511

Gott durch die Bibel und seinen Geist zunehmend besser zu uns sprechen lassen und in der Zeit mit ihm seine Gegenwart wie im Tempel erleben

Die Mahnung:

Hesekiel 11,16 Darum sprich: 'So spricht Jahwe, der Herr: Ja, ich habe sie weit weg unter fremde Völker versprengt, doch in den Ländern, wohin sie gekommen sind, bin ich ein wenig zum Heiligtum für sie geworden.'

Wenn Gottes Herrlichkeit seinen Tempel verließ, als sein Volk, sein Heiligtum und das Wort Gottes vernachlässigte, wie können wir Christen uns einbilden, dass wir die Erfahrung des Heils, die nur durch das Wort Gottes wachsen kann, vernachlässigen können, ohne einen Preis dafür zu bezahlen. – Wir können aber auch die Geduld Gottes in diesem Text wahrnehmen. Gott gab sein Volk nie ganz auf, obwohl er die Notwendigkeit sah, sie auf der Welt zu zerstreuen. Damals hatte Gott trotz allem noch die Verheißung für sie, dass er ihnen ein kleines Heiligtum sein wollte, in den Ländern, in die sie kommen. - Wenn wir als Christen das Heiligtum abweisen, das uns in unserer täglichen stillen Zeit mit Gott gegeben ist, kann es sein, dass wir kaum oder gar nicht geistlich wachsen. Tim Ruthven aus „Edelsteine – Altes Testament 15.11.“ 


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10.10.

Montag 10.10.2022 – Der Fokus: Hesekiel 4,1-5,4 Zeichenhafte Darstellung des kommenden Gerichts - Hesekiel 4,4+5Das Leiden von Jesus vor und während der Kreuzigung / Das Gerichtshandeln Gottes an seinem Volk - Jakob Reimers

Das Gericht Gottes angekündigt durch seinen Propheten durch eine symbolhafte Handlung als Hinweis für sein Erlösungsangebot durch Jesus erkennen

Die Orientierung: 

Hesekiel 4,4+5 Du aber lege dich auf deine linke Seite und lege die Missetat des Hauses Israel darauf. Solange du darauf liegst, sollst du ihre Missetat tragen. Ich aber habe dir die Jahre ihrer Missetat in ebenso viele Tage verwandelt, nämlich 390 Tage lang sollst du die Missetat des Hauses Israel tragen.

Was mag es mit diesen 390 Tagen auf sich haben. Vielleicht sind sie ein Hinweis auf die fast 400 Jahre zwischen dem Bau des Tempels in Jerusalem und dessen Zerstörung und ein Hinweis auf die Schuld Israels, die sie in dieser Zeit auf sich geladen hat. Es war zwar nur eine symbolische Handlung, die Gott von seinem Propheten erwartet, aber diese Handlung war verbunden mit körperlichen Schmerzen. Damit wird deutlich, dass der heilige Gott unsere Schuld nicht auf die leichte Schulter nimmt. 390 Tage also über ein Jahr lang soll Hesekiel die Sündenlast seines Volkes tragen. Eine schier unerträgliche Last will uns scheinen. Wie unangenehm und schmerzhaft ist es stundenlang auf einer Seite zu liegen. Der heilige Gott mutet seinem Propheten dieses Leiden zu, um seines Volkes willen. Durch diese symbolische Gerichtshandlung schimmert das Evangelium durch. Wir können diese Verse als Hinweis auf den lesen, dem Gott die Sünden der ganzen Welt auf schmerzhafte auf sich gebürdet hat wie es in Jesaja 53,4+5 steht: Unsere Krankheit hat er getragen, und unsere Schmerzen, er lud sie auf sich. Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, von ihm geschlagen und niedergebeugt. Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, ihn wegen unserer Sünden gequält. Das was der Sohn gottes auf sich genommen hat, war nicht nur ein Zeichen oder Symbol. Hesekiel konnte durch sein Leiden keine neue Lage für sein Volk schaffen. Sein Leiden wirkte keine Sühne, denn auch der Prophet war ein Sünder. Jemand der selber der Vergebung bedurfte. Anders dagegen Jesus. Er hat unsere Sündenlast ans Kreuz getragen und mit in seinen grauenvollen Tod genommen. Dadurch können wir aufatmen, weil wir diese Last und die damit verbundenen Schmerzen nicht mehr tragen müssen, wenn wir sie ihm anhängen. Pastor Hans Jakob Reimers sinngemäß aus der Audiothek ERF Plus 

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7.10.

Freitag 12.11.2004 – Der Fokus: Hesekiel 1,1-25 Die Erscheinung der Herrlichkeit des HERRN - Hesekiel 1,25 Das Gebet als Stille / Das Gebet als Hören auf Gott - COWAQD 192

Die Intentionen unseres Geistes - wie die Cherubim ihre Flügel – vollständig hängen lassen, dass Gott zu uns reden und durch uns sprechen kann

Die Orientierung: 

Hesekiel 1,25 Und es kam eine Stimme oben von dem Himmelsgewölbe her, welches über ihren Häuptern war; wenn sie still standen, ließen sie ihre Flügel hängen. 

Kommt es nicht oft vor, dass wir zwar vor dem Herrn knien oder sitzen, unser Geist jedoch hin- und herflattert? Wir merken es genau: Wir haben keine wirkliche Stille in Gottes Gegenwart. - Wie viel Zeit und Energie verschwenden wir, wenn wir die Flügel unseres Geistes nicht hängen lassen und vor Gott ganz still werden! Ruhe, Stille und Frieden werden uns erfüllen, wenn wir in seiner Gegenwart verharren, bis wir ihn reden hören. Dann können wir unverzüglich vorwärts gehen und uns nicht umwenden, sondern gehen, „wo der Geist hingehen wollte“. Charles Cowman aus „Alle meine Quellen sind in dir“ Seite 192 

6.10.

Donnerstag 6.10.2022 – Der Fokus: Daniel 11,21-35 Die Entweihung des Heiligtums durch den verachteten Herrscher des NordensDaniel 11,32 Gott suchen und erleben - Frederick B.Meyer – Großer herrlicher Gott…

Gott umfassend zu erkennen suchen und aus der Erkenntnis auch das Tun entstehen lassen, die diese erst verherrlicht

Die Orientierung:

Daniel 11,32 Der König wird die, die sich gegen den Bund vergangen haben, durch glatte Worte zu Gottlosen machen. Aber das Volk, das seinen Gott kennt, wird standhaft bleiben und entsprechend handeln.

Daniel weist hier wahrscheinlich auf die große Verfolgung unter Antiochus hin, wo die Nachfolger des Judas Makkabäus, die ihren Gott kannten, und Ihm, trotz dem allgemeinen Abfall, treu blieben, sich weigerten, vor den Götzen Syriens sich zu beugen. Diese waren stark in Gott und verrichteten Heldentaten, die unübertroffen geblieben sind in den Chroniken derer, die um der Wahrheit willen, gelitten haben.

Es gibt verschiedene Arten, Gott kennen zu lernen: durch die Heilige Schrift, den stillen Gebetsumgang mit Gott, und vor allem die Gemeinschaft mit der Person Jesus selbst; aber wir lernen Ihn auch durch die Erfahrungen im täglichen Leben kennen. Wer mit dir im gleichen Hause wohnt, der kennt dich viel genauer, als irgend jemand anders. Lerne mit Gott zu leben. Alle unsere Erkenntnis Gottes sollte praktisch verwertet werden. Es ist kaum etwas Gefährlicheres denkbar, als die Erkenntnis um ihrer selbst willen suchen zu wollen. Erkennen und tun, das soll zusammenhängen.

Dann wirst du stark werden, Heldentaten auszuführen. Wenn jemand auf sicherem Untergrund steht, dessen gewiss ist, dass sein Rücken geschützt ist, dass ein weiser Freund ihm seine Hilfe zugesagt hat, – dann kommt sein Herz zur Ruhe und er kann alle seine Aufmerksamkeit und Kraft auf die ihm vorliegende Arbeit verwenden. Er kennt keine Sorge mehr. Wenn wir Gott wirklich kennen und es erfassen, wie treu Er denen beisteht, die etwas im Glauben wagen, so können wir auch solches unternehmen, wovor andere zurückschrecken. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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4.10.

Dienstag 4.10.2022 ERNTEDANKFEST - Der Predigttext: 5.Mose 8,7-18  - 5.Mose 8,10+11+17+18Die Kraft / Das Gebet als DankbarkeitPfarrer Julian Scharpf, Fellbach

Gott dankbarer werden für die Kräfte unseres Landes und seiner Christenheit, dankbarer werden aber auch für alle Kräfte unserer Familien und von uns selbst, die er uns geschenkt hat, dass wir das gute Land einnehmen können, das er für uns individuell, aber auch kollektiv vorgesehen hat

Die Mahnung:

5.Mose 8,10+11+17+18 Darum, wenn du gegessen hast und satt geworden bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat. Hüte dich, dass du des HERRN, deines Gottes, nicht vergisst, so dass du seine Gebote, seine Satzungen und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht beobachtest; du nicht sagst in deinem Herzen: Meine eigene Kraft und meine fleißigen Hände haben mir diesen Reichtum verschafft. Sondern du sollst des HERRN, deines Gottes, gedenken; denn er ist es, der dir Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben; auf dass er seinen Bund aufrechterhalte, den er deinen Vätern geschworen hat, wie es heute geschieht.

Ich kann diese Worte von der Kraft Gottes berechtigterweise als eine Ermahnung an mich verstehen: Sei nicht so stolz auf das, was du hast. Schließlich kommt nichts allein durch dich. Selbst dein Ehrgeiz und deine Ideen sind nichts, was du dir selbst verschaffst, sondern sie sind von Gott geschenkt. Erinnere dich daran, dass du nicht alles in der Hand hast uns aus eigener Kraft schaffst. Das ist eine gesunde Kränkung, mit der uns Gott vor Hochmut bewahrt.

Ich kann die Worte Mose von der Kraft Gottes auch als eine Ermutigung lesen: Gott gibt uns immer wieder aufs Neue Kraft, um mit den Herausforderungen des Lebens zurechtzukommen. Gott bleibt seinem Bund mit den Menschen treu, er nimmt seine Verpflichtung ernst. Er hat die Israeliten damals nicht im Stich gelassen, und er wird auch uns nicht allein lassen. - Selbst in der leeren und öden Wüste hat Gott den Israeliten in scheinbar ausweglosen Situationen immer wieder geholfen. Er ließ Wasser aus dem harten Felsen hervorgehen, als sie Durst hatten und speiste sie mit Himmelsbrot, als sie hungerten.
So wie Mose die Israeliten beim Blick zurück erkennen lässt, wie sie Bewahrung erfahren haben, gibt mir dies Hoffnung für den Ausblick in die Zukunft. Pfarrer Julian Scharpf aus seiner Predigt zum Erntedankfest am 2.10.2022 https://www.calwer-stiftung.com/.452294.202264.htm

September 2022

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29.9.

Donnerstag 29.9.2022 – Der Fokus: Joel 2,18-32 Die Verheißung der Wiederherstellung für Israel nach dem Endgericht Joel 2,25+26 Die Erneuerung - Dora Rappard

Die verlorene Lebensarbeit von Gott zurückerstattet bekommen, weil wir von ihm erneuert aus ihnen gelernt haben

Die Ermutigung:

 Joel 2,25+26 Und ich werde euch die Ernten ersetzen, die meine Heere gefressen haben, die ich gegen euch schickte: Heuschrecke, Abfresser, Vertilger und Nager. Ihr werdet euch richtig satt essen können und den Namen von Jahwe, eurem Gott, loben, der solche Wunder für euch tat. Nie mehr soll mein Volk beschämt werden.

Wie viele Jahre unseres Lebens haben die Heuschrecken gefressen! In dieser oder jener Gestalt hat das eigene Ich uns in schmählicher Weise unsrer goldenen Garben beraubt, und sie in Staub verwandelt. Weichlichkeit, Leichtsinn, übermütige Vergeudung an Zeit, Gaben und Kräften, irdische Gesinnung, Habsucht, Trägheit und Nachlässigkeit, geheime Sünden – was ist das für ein Heer! Sie haben unsre verheißungsvollen Saaten und den Ertrag unseres Lebens aufgezehrt, wie die Heuschrecken, Käfer, Ungeziefer und Raupen es in den Feldern getan haben. Aber Gott ist bereit, zu vergeben, die schmähliche Vergangenheit aus seinem Gedächtnis auszuwischen, neue Hoffnungen in uns zu wecken – ja noch mehr: auch „die Jahre uns zu erstatten, welche die Heuschrecken gefressen haben.“ Auch aus diesen verlorenen Jahren soll Ihm eine Ernte zu seiner Verherrlichung entstehen. Diese besteht einerseits in der Erfahrung, die wir gewonnen haben, für den Umgang mit anderen; anderseits in der reumütigen, zerknirschten Herzensverfassung, die in uns selbst gewirkt wurde; – jene Jahre werden doch Gott noch Ehre einbringen, und uns fruchtbar machen zu seinem Dienst. Gott will uns in der Gegenwart und in der Zukunft mit seinem Segen so reichlich überschütten, dass wir nicht nur jeweils den Ertrag eines Jahres haben werden, – nein, jedes Jahr soll die Ernte von drei oder vier Jahren liefern. Es ist Gott eine Freude, uns so zu segnen, dass wir das größtmögliche Ergebnis unserer Lebensarbeit aufweisen können, obwohl wir sie in früheren Zeiten auf so traurige Weise vergeudet haben, was uns gegeben war. Hat Gott Petrus zu Pfingsten das nicht wieder erstattet, was er im Hofe des hohenpriesterlichen Palastes verloren hatte? Hat nicht Paulus große Ernten für Jesus einbringen können, trotz der verlorenen Jahre, die seiner Bekehrung vorangingen? Dora Rappard aus Evangeliums.net

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27.9.

Donnerstag 21.7.2016 – Der Fokus: Daniel 10,1-21 Die Vision der Herrlichkeit Gottes - Daniel 10,16-19Das geistgewirkte SprechenCRASOT 46+48

Zulassen mich durch Gott in die Leere der Unfähigkeit führen zu lassen, um von ihm direkt inspiriert zu werden Menschen ermahnen und ermutigen zu können

Der Lebensstil: 

Daniel 10,16-19 Da berührte einer meine Lippen. Er sah aus wie ein Mensch. Nun konnte ich wieder sprechen. Ich sagte zu dem, der vor mir stand: "Mein Herr, bei deiner Erscheinung wand ich mich in Schmerzen und verlor alle Kraft. Und wie soll dein Sklave auch mit dir reden können, Herr? Mir fehlt seitdem ja alle Kraft, und selbst der Atem bleibt mir weg." Da berührte mich der, der wie ein Mensch aussah, erneut und stärkte mich. "Hab keine Angst!", sagte er zu mir. "Du bist hoch geschätzt bei Gott! Friede sei mit dir! Sei stark und fest!" Als er so mit mir redete, fühlte ich mich gestärkt und sagte: "Sprich nun, mein Herr! Jetzt hast du mir die Kraft dazu gegeben!" 

Wenn sie bereit sind, mit einem ehrlichen Bewusstsein Ihrer Unzulänglichkeit zu leben, wenn sie bereit sind, sich mit einer Vielzahl seltsamer und unangenehmer Gefühle herumzuschlagen, während sie mit Menschen sprechen, dann sind sie bereit SoulTalk zu lernen. - Wenn sie nicht in der Verleugnung leben, sondern sich eingestehen, dass ihre Kraft, im Leben eines anderen Menschen etwas zu bewirken, was Bedeutung für die Ewigkeit hat, genau Null beträgt, dann sind sie bereit SoulTalk zu lernen. - Wenn Sie wissen, dass sie es nicht können, können sie es. Nur Leute die wissen, dass sie blind sind, bitten um die Kraft zu sehen. Lawrence Crabb aus „Soultalk“ Seite 46+48

Ja abba Vater, meine Kraft soll immer wieder an sein Ende kommen, dass Deine Kraft durch mich wirken kann. Wenn wir Deine Ansprüche an unser Leben heranlassen, dann geht allein schon dadurch unsere Kraft in die Knie, die alleine dazu da ist Deine Kraft zu empfangen. Ja lehre mich Dich hineinreden zu lassen in Menschenseelen, dass sie Dich erkennen, Dich lieben und Dir dienen! INJVBZVFDA!

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Daniel 10,16-19 / Joel 3,1

Montag 26.9.22 – Der Fokus: Daniel 8,15-27 Die Deutung der Vision vom Widder und Ziegenbock Daniel 8,27 / Joel 3,1 – Die Gabe Visionen zu sehen - Frederick B.Meyer

Nüchtern im Alltag, offen werden für Prophetien Gottes, die uns und der Christenheit im Kleinen und Großen ausrichtet

Die Orientierung:

Daniel 8,27 Danach war ich, Daniel, völlig erschöpft und tagelang krank. Als ich wieder aufstehen konnte, nahm ich meinen Dienst beim König wieder auf. Doch ich war fassungslos über das Geschaute, und es gab niemand, der es verstand.

Wenigen Menschen sind so viele Gesichte und Offenbarungen geschenkt worden wie Daniel. Die Zukunft wurde wiederholt, von verschiedenen Gesichtspunkten aus, vor ihm entfaltet, und er sah vieles, was ihn hoch beglückte und vieles, was ihn niederdrückte. Aber bei alledem richtete er treu des Königs Geschäfte aus; nichts sollte, soviel an ihm lag, darunter leiden oder in den Hintergrund gedrängt werden. Er hätte es als einen Makel seines religiösen Lebens angesehen, wenn ihm hätte nachgesagt werden können, dass seine Visionen den Dienst des Königs irgendwie beeinträchtigten. Wahrscheinlich war seine Arbeit nur um so vortrefflicher, weil sein Leben in Gott verborgen war.

Hierin liegt für uns viel Anregung und Warnung. Auch wir müssen unseren Berg der Offenbarungen haben; auch wir dürfen über die dunklen Täler hinweg ausschauen und Visonen haben. Und danach wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgießen werde über alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Greise werden Träume haben, eure Jünglinge werden Gesichte sehen.“ (Joel 3,1) Auch wir sollen unsere Visonen haben des Abends und des Morgens. Aber dies ist nicht alles. Wir haben unsere Arbeit in der Welt zu besorgen. Nicht nach den Sternen sollen wir schauen, sondern dem Stern folgen; nicht immer am Fenster stehen, sondern hin und her gehen in des Königs Haushalt, darauf achten, dass das königliche Volk seine Nahrung erhält; nicht Hütten bauen sollen wir auf dem Berge der Verklärung, sondern dahin eilen, wo menschliche Not uns hilfesuchend winkt.

Es wird uns jedoch dazu anspornen, unsere Arbeit besser auszurichten, wenn wir ein Gesicht gesehen haben. Wer seines Meisters Pläne versteht, wird ein um so besserer Arbeiter sein. Wenn Jesus uns nicht nur Knechte, sondern Freunde nennt, so dienen wir Ihm mit viel mehr Freudigkeit, mehr innigem Verständnis. Lass dir den Plan zeigen auf dem Berge, dann gehe hin und baue! Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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23.9.

Freitag 23.9.2022 – Der Fokus: Daniel 5,9-27 Daniel löst das Rätsel der Schrift, die Gott selbst während des Festmahls von König Belsazar an die Wand seines Schlosses schreibtDaniel 5,25-27 / Römer 7,24 / 1.Korinther 11,31Das Wort Gottes wirken lassen - Charles H.Spurgeon

Sich jeden Tag durch das Wort Gottes wiegen lassen, von ihm hochgehoben und zu leicht befunden, Jesus mit seinem Schwergewicht zu sich setzen lassen und erleben, dass sich durch ihn sich das Wort Gottes in und durch uns erfüllt

Die Mahnung:

Daniel 5,25-27 Das ist aber die Schrift, die geschrieben ist: Mene, Mene, Tekel Upharsin! Und das ist die Bedeutung des Spruches: Mene bedeutet: Gott hat die Tage deines Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet! Tekel bedeutet: du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden!

Es ist gut, wenn wir uns recht oft in der Waage des Wortes Gottes wägen. Du wirst finden, dass es eine heilsame Übung ist, irgendeinen Psalm Davids zu lesen, und dich beim Nachdenken über jeden einzelnen Vers zu fragen: „Kann ich dies auch von mir aussagen? Habe ich je das gleiche gefühlt wie David? War mein Herz je über die Sünde so gedemütigt und zerschlagen wie sein Herz, als er seine Bußpsalmen schrieb? War meine Seele in der Anfechtung je so von Gottvertrauen erfüllt wie die seine, als er die Gnade Gottes pries in der Höhle Adullam oder in der Burg zu Engedi? Habe ich je den heilsamen Kelch genommen und angerufen den Namen des Herrn?“ Danach halte dir das Leben Christi vor Augen, und wenn du es Blatt für Blatt durchgehst, so frage dich, wie weit du seinem Ebenbild gleich geworden bist. Forsche danach, ob du den Geist der Sanftmut, der Demut und der Liebe hast, den Er beständig übte und offenbarte. Und dann nimm die Briefe, und sieh, ob du in allem, was der Apostel von seinen inneren Erfahrungen spricht, mit ihm gehen kannst. Hast du je wie er ausrufen müssen: „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von dem Leibe dieses Todes!“ (Römer 7,24) Hast du je diese Zerknirschung empfunden? Bist du dir als der vornehmste unter den Sündern vorgekommen, und als der allergeringste unter allen Heiligen? Hast du je etwas von seiner Innigkeit in dir verspürt? Könntest du mit einstimmen in sein Bekenntnis: „Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn?“ Wenn wir in dieser Weise Gottes Wort lesen, als einen Prüfstein unseres geistlichen Zustandes, dann haben wir allen Grund, oft stille zu sein und zu sprechen: „Herr, ich fühle, dass ich noch nicht so weit gekommen bin; o, bringe mich doch auch dahin! Schenke mir wahrhafte Reue, wie die von der ich lese. Du bist ja nicht in die Welt gekommen, zu richten, sondern selig zu machen. Gib mir lebendigen Glauben; gib mir wärmere Begeisterung; entzünde mich mit inbrünstiger Liebe; gewähre mir die Gnade der Sanftmut; mache mich Dir Jesus, ähnlicher. Lass mich nicht in Zukunft zu leicht gefunden werden, wenn ich gewogen werde in der Waage des Heiligtums, damit ich nicht auch zu leicht gefunden werde in der Waage des Gerichts.“ „Wenn wir uns selber richten würden, so würden wir nicht gerichtet.“ (1.Korinther 11,31). Charles H.Spurgeon aus Evangeliums.net 

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22.9.22

Montag 23.11.2020 – Der Fokus: Daniel 4,25-34 Die Wiederherstellung Nebukadnezars  - Daniel 4,34 - Die Herrschaft Gottes / Die Demut - Frederick B.Meyer

Sich durch unser Schicksal von Gott gründlich demütigen lassen, dass er uns gebrauchen kann und wir ihn staunend loben können, wie wunderbar er an und durch uns gewirkt hat

Die Faszination:

Daniel 4,34 Nun lobe und erhebe und verherrliche ich, Nebukadnezar, den König des Himmels; denn all sein Tun ist richtig, und seine Wege sind gerecht; wer aber stolz einhergeht, den kann er demütigen!

Das ist das Bekenntnis eines heidnischen Königs und wie wahr ist es! Wohl uns, wenn wir trotz allem Anschein des Gegenteils, trotz der Verzagtheit unsers natürlichen Menschen es zu behaupten wagen, dass alles Tun Gottes Wahrheit, alle seine Wege recht sind, nicht nur in den Gebieten des Himmels, sondern auch in dem winzigen Kreise unsers kurzen Lebens. Was wir nach dem Inhalt dieses Kapitels besonders beachten sollen, und worauf Nebukadnezar den Hauptnachdruck legt, das ist die Abscheu Gottes gegen allen Hochmut. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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20.9.22

Dienstag 20.9.2022 - Daniel 2,12-23 Daniel rettet sich und die Weisen von Babel durch die Deutung des Traums von König Nebukadnezar - Daniel 2,20-22Der geheimnisvolle Gott - Jakob Kroeker

Die offenbarten Geheimnisse Gottes wahrnehmen, um heute unter seiner Herrschaft zu leben und durch unsere Einheit demonstrieren, das er als weiser Herrscher sein Reich jetzt schon baut und eines Tages voll verwirklicht

Die Faszination:

Daniel 2,20-22 Daniel fing an und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn sein ist beides, Weisheit und Macht. Er führt andere Zeiten und Stunden herbei; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand. Er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht!

Solche Psalmen sind Schöpfungen erlebter Inspirationen, die die Seele im Anschauen Gottes gewonnen hat. Denn so von Gott reden kann nur, wer Gott in seiner weltumfassenden Aktivität und weltbeherrschenden Majestät gesehen hat. Solch einen Einblick in die letzten Zusammenhänge der größten weltpolitischen Ereignisse gewinnt nur die Seele, die von Gott aus alles Weltgeschehen zu sehen vermag. Sie erkennt: hier waltet nicht nur ein wildes Spiel unberechenbarer Mächte. Hier ernten nicht nur Bosheit und Schuld ihr schweres Gericht. Hier bauen nicht nur Nationen dauernd an dem Turmbau ihrer Kultur. Hier eifert nicht nur der Mensch in seiner Feindschaft und Geistesrichtung wider Gott. Hinter allem steht vielmehr ein Wille, der nicht gebrochen werden konnte, und waltet ein Arm, der stark genug blieb, Zeiten kommen und Zeiten vergehen zu lassen, Könige abzusetzen und einzusetzen, Weltreiche zu rufen und zu stürzen. Er benutzte Kriege und Revolutionen, Machtbestrebungen der Könige und Empörungen der Völker, Blütezeiten der Kultur und nationale Nöte, um durch alles "seine Stunde" kommen zu lassen, wo Er ein Reich aufrichten kann, dessen Grundfeste Gerechtigkeit, dessen Antlitz Friede und dessen König der Menschensohn sein wird. - So kam Daniels Seele in Gott zur Ruhe. Daher konnte er auch beim Anbruch des Morgens eine Botschaft der Ruhe in die Aufregung des Königs und der Weisen Babels tragen. Das war der nächste Ausklang der Harfe jener Seele, die Gottes Finger im Heiligtum neu stimmen konnte. Sie sang am kommenden Tage ein Lied des Lebens, der Versöhnung und des Friedens in jene Herzen hinein, die sich in eine undurchdringliche Nacht des Hasses, der Angst und der Vernichtung versetzt sahen. Jakob Kroeker aus Evangeliums.net

August 2022

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18.8.

Donnerstag 18.8.2022 – Der Fokus: Apostelgeschichte 18,18-21 Paulus kehrt von Korinth aus nach Jerusalem zurück - Apostelgeschichte 18,18Die Werkzeuge Gottes - Alfred Christlieb 

Mit den Werkzeugen Gottes möglichst persönlich, aber auch durch ihr Werk im Nachhinein, besonders immer mit Jesus lernbereit mitgehen, um selbst ein wirksames Werkzeug Gottes zu werden

Der Lebensstil:

Apostelgeschichte 18,18 Paulus jedoch blieb noch etliche Tage in Korinth bis er schließlich von den Geschwistern Abschied nahm und zusammen mit Priszilla und Aquila nach Syrien absegelte. Bevor sie in Kenchreä an Bord gingen, ließ Paulus sich noch das Haar abschneiden, das er aufgrund eines Gelübdes hatte wachsen lassen. 

Dieser Abschied ruft den Orten, welche besondere Zeiten des Segens genießen dürfen, zu: Kauft die Zeit aus, denn sie nimmt einmal ein Ende. Auch kann uns solcher Abschied mahnen, dass wir uns doch ja nicht an die menschlichen Werkzeuge Gottes hängen, da uns diese doch früher oder später auf die eine oder andere Weise wieder verlassen. Sie sind nur vorübergehend bei uns. Wohl denen, die an dem Einen hängen, der uns nie verlässt. - Wir beobachten hier ein liebliches Band, das Paulus mit seinen Hausgenossen Priszilla und Aquila verband. Nicht immer entsteht ein solches. Im eigenen Haus kann man die Fehler seiner Mitmenschen am besten wahrnehmen. Man lernt sich genau kennen. Und manchmal schwindet dabei Achtung und Liebe. Das Gegenteil davon war hier der Fall. Priscilla und Aquila waren nicht etwa froh, Paulus als Hausgenossen wieder loszuwerden. Sie rückten nicht etwa nach genauem Bekanntwerden (auch in geschäftlichen Dingen) von ihm ab, sondern suchten seine Gemeinschaft so lange wie möglich festzuhalten. Ihr Mitziehen wirft ein günstiges Licht auf den Apostel als Hausgenossen. Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

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16.8.

Dienstag 16.8.2022 – Der Fokus: 2.Thessalonicher 3,1-5 Gegenseitige Fürbitte2.Thessalonicher 3,5 / 1.Johannes 4,8 / Offenbarung 1,9Die Liebe umfassend leben / Die Geduld von Jesus - Frederick B.Meyer 

Wie Jesus Liebe und Geduld leben, indem wir der Liebe Gottes in uns immer mehr Raum geben, uns immer voll annehmen lassen, um sie dann ausleben zu können

Der Lebensstil: 

2.Thessalonicher 3,5 Der Herr lenke eure Herzen zur Liebe Gottes und zur Geduld des Messias. 

Aus verschiedenen Gründen ist es äußerst notwendig, dass wir zur Liebe Gottes gebracht werden. Nur dadurch kann unsere Selbstsucht überwunden, und wir in unserem täglichen Leben und Wandel Gott ähnlich gemacht werden; nur dadurch werden wir auf die Verlorenen und Gefallenen einen Einfluss ausüben können; nur auf diesem Wege können wir Gott erkennen, „ … denn wer nicht lieb hat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist Liebe.“ 1.Johannes 4,8 Aber wie können wir lieben lernen? Gott allein kann uns diese heilige Kunst lehren und unsere Herzen dazu leiten. Sein Heiliger Geist muss uns mit seiner Liebe erfüllen; wir müssen sie beständig in uns aufnehmen, als die Kraft für unsere tägliche Übung in der Selbstverleugnung, und jede Gelegenheit wahrnehmen, da wir durch Selbstlose Hingabe für alle, mit denen wir in Berührung kommen, Anteil haben dürfen an der Liebe Gottes für sie.

Der Apostel der Liebe bekennt sich als unser Bruder und „… Mitgenosse an der Geduld Christi …“ Offenbarung 1,9. Wir erfahren alle etwas hiervon. Sehnen wir uns nicht nach der Erhörung unserer Gebete, die so oft zu zögern scheint? Strecken wir uns nicht aus nach der Erfüllung von Hoffnungen und Idealen, die der Geist Gottes uns selbst vorgehalten hat? Warten wir nicht noch immer auf die Offenbarung der Kinder Gottes? Da tut es uns Not, hingeführt zu werden zu der majestätischen Geduld des Glaubens, die da wartet, bis alle Dinge durch Jesus geordnet gemacht werden. Frederik B.Meyer aus Evangeliums.net

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15.8.

Montag 15.8.2022 – Der Fokus: 2.Thessalonicher 2,1-12 Die Ankunft Christi und der ihr vorausgehende große Verführer - 2.Thessalonicher 2,3+4 / Apostelgeschichte 21,21 – Der Abfall und das Auftreten des Antichrist – BOOTHE 133

Den Bösen erkennen, wenn er kommt, der sich hier auf der Erde zum Gott macht und den Abfall der Menschheit verkörpert bis Jesus wiederkommt und regiert

Die Orientierung:

2.Thessalonicher 2,3+4 Lasst euch von niemand und auf keine Weise täuschen! Zuerst muss es zum Aufruhr gegen Gott kommen und der "Mensch der Gesetzlosigkeit", der zur Vernichtung bestimmt ist, muss auftreten. Er wird sich auflehnen und über alles hinwegsetzen, was Gott oder Heiligtum genannt wird, bis er sich schließlich im Tempel Gottes niederlässt und für Gott ausgibt.

Und nun wendet sich der Brief gründlich dem Abfall der Weltgeschichte zu, die erst zur Reife kommen muss ehe das Befehlswort Gottes dem wartenden Sohn den Weg zum Kommen freigibt. – Es kommt zuerst die „Apostasie“, der „der Abfall“. Dieser Abfall steht in enger Verbindung zu der Offenbarung des „Menschen der Gesetzlosigkeit“. Beide Ausdrücke weisen zunächst auf Israel. „Du lehrst den Abfall von Mose“, ist die Anklage gegen Paulus in Jerusalem (Apostelgeschichte 21,21). „Abfallen“ in strengem Sinm kann man nur von einer rechtmäßigen und fest bestehenden Bindung. In diesem Sinne gehört nur Israel zu Gott durch einen klaren „Bund“. Ebenso besitzt nur Israel im eigentlichen Sinne „das Gesetz“. Ein „Mensch der Gesetzlosigkeit“ kann streng genommen nur ein Jude sein. So müssen wir ernstlich erwarten, dass jenes „das Maß ihrer Sünden voll machen“, von dem schon 1.Thessalonicher 2,16 sprach, sich in einer Lossagung weiter Kreise von Juden von Gott  vollenden wird. Und wir dürfen in dem Ausdruck „Mensch der Gesetzlosigkeit“ einen Hinweis darauf sehen, dass der Antichrist wie der Christus aus Israel kommt und ein Jude ist. Werner de Boor aus „Die Briefe des Paulus an die Thessalonicher“ Seite 133

Ja danke für diese Vorwarnung mein Gott, lehre mich gut vorbereitet zu sein und andere vorzubereiten auf das, was auf die Menschheit zukommt. Die Klimakrise ist ein Signal dafür, dass sich die Zukunft jetzt schneller abwickelt und Du kommst mein König. Du sollst mich auf jeden Fall bereit vorfinden, dass Du mich einsetzen kannst in das was Du für mich vorhast.  

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12.8.

Freitag 12.8.2022 – Der Fokus: 1.Thessalonicher 5,23-28 Segenswünsche und Grüße1.Thessalonicher 5,23 / Johannes 14,9Die Heiligung - Thomas Eger

Bis ins hohe Alter, Gottes Wesensart durch uns zu anderen Menschen zunehmend strömen lassen, dass er durch uns erkannt wird

Der Lebensstil:

1.Thessalonicher 5,23 Gott selbst, der Gott des Friedens, möge euch geben, ein völlig geheiligtes Leben zu führen. Er bewahre euch ganz nach Geist, Seele und Leib, damit bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus nichts Tadelnswertes an euch ist. 

Nun ist es der gute Wunsch des Paulus an die Christen damals und an Sie und mich heute, dass uns dieser Gott des Friedens heiligen soll. Heilig sein hat mit der Wesensart Gottes zu tun. Für Gott geheiligt werden heißt, zu Gott zu gehören, von ihm bestimmt werden. Vom Gott des Friedens bestimmt zu werden, das ist gut. Da bin ich auf der Seite der mächtigsten Persönlichkeit, die es überhaupt gibt. Was für einen Charakter Gott hat, zeigt sich im Leben seines Sohnes Jesus Christus auf dieser Erde. Da gab es nichts auszusetzen, nichts zu kritisieren an seinem Verhalten gegenüber den anderen Menschen. Und zu seinen Jüngern hat Jesus sogar gesagt (Joh 14,9): „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ – also Gott, seinen Vater im Himmel.

Der Wunsch des Paulus ist es, dass jeder, der zu Jesus gehört, buchstäblich von Gottes Wesensart durchströmt wird. Durch und durch nennt Paulus das. Den ganzen Menschen meint er damit. Geist, Seele und Leib. Alles, was ich bin, soll den Frieden Gottes atmen, soll ihn aufsaugen. Das möchte ich einfach eins zu eins für mich übernehmen.

Wenn der Gott des Friedens meine Gedanken durchströmt mit seinem Denken. Wenn der Gott des Friedens meine Gefühle durchströmt mit seinem Empfinden. Wenn der Gott des Friedens mein Tun durchströmt mit seiner Kraft. – Dann, ja dann wird jeder Tag zu einem Festtag, für mich und die anderen, die mit mir zu tun haben! Thomas Eger aus ERFplus

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9.8.

Dienstag 9.8.2022 – Die aktuelle Studie1.Johannes 4,16Die Liebe Gottes / Leben in der Gegenwart Gottes CARBDL 77

Mit Gott ununterbrochen – alle Lebensbereiche integriert - in der ersten Liebe leben lernen, indem wir immer wieder leer von allem werden, um von ihm und seiner Liebe erfüllt zu werden

Die Faszination: 

1.Johannes 4,16 Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 

Liebe bedeutet, dass ein anderer in uns wohnt. Liebe ist eine Gegenwart. Wir fühlen, dass wir einem anderen gehören und der andere uns. Liebe heißt, sich zwei fühlen, spüren, dass man selbst zwei ist. Liebe bedeutet sich geliebt fühlen, die Gegenwart eines anderen wahrnehmen, der einen erhebt und einem zulächelt. Lieben heißt, der andere sein wollen, wissen dass man der andere ist und dass der andere man selbst sein will und man selbst ist. Es bedeutet, von sich selbst leer und vom anderen voll zu sein. Wenn wir den Geliebten ansehen, verwandelt sich die ganze Seele in Blick. Wenn wir seufzen, gießt sich die ganze Seele in den Seufzer. Man weiß sich zwei und fühlt sich identifiziert mit allen Paaren, mit zwei Liebenden, zwei Wolken, zwei vorüberfliegenden Tauben, zwei Sternen. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 77

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4.8.

Donnerstag 4.8.2022 – Der Fokus: 1.Thessalonicher 1,2-10 Der Glaube der Thessalonicher und seine Ausstrahlung - 1.Thessalonicher 1,4Die Gemeindegründung / Die Erwählung - BOOTHE 28

Aus der Wahrnehmung der Erwählung Gottes leben und die Gemeinschaft der Erwählten gestalten als Wunder Gottes erleben

Die Faszination: 

1.Thessalonicher 1,4 Ihr seid von Gott geliebt, Geschwister, und wir wissen, dass er euch erwählt hat. 

Unvergesslich ist es den drei Männern, was sie damals erlebten. Unvergesslich soll es auch der Gemeinde bleiben. Denn in der Entstehung einer echten Gemeinde der Glaubenden vollzieht sich das Größte, was in dieser Welt überhaupt geschehen kann. Ganz gewiss, kann das kein Mensch „machen“. Jeder Mitarbeiter im Reich Gottes sollte von ganzem Herzen danach verlangen, ähnliches erleben zu dürfen. Wenn die drei an jene mächtige Zeit in der großen Hafenstadt zurückdenken, dann sehen sie nicht ihre Leitungen, ihre Missionsstrategie, ihre erfolgreichen Methoden, ihre gute Theologie, dann sehen sie ein Wunder Gottes. Darum steht am Anfang des ganzen Rückblicks die Versicherung: „Wir kennen eure Erwählung.“ Werner de Boor aus „Die Briefe des Paulus an die Thessalonicher“ Seite 28 

Jesaja 43,1 Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Ja mein Gott, danke dass Du mich erwählt hast und meinen Konfirmationsspruch verwirklicht hast: Fürchte Dich nicht …. Ja führe mich wieder neu in das Bewusstsein der Erwählung, ja der ersten Liebe und in ihre Taten. 

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1.8.

Montag 1.8.2022 – Der Fokus: Apostelgeschichte 17,10-15 Der segensreiche Aufenthalt in Beröa Apostelgeschichte 17,11 / Philipper 2,12 – Das Forschen / Die Geschichte - SCHEVA 47

Wahrheit und Geschichte Gottes in der Bibel mit Ehrfurcht und Ernsthaftigkeit erforschen, um zu realisieren, ob ihre Aussagen verwirklicht wurden und durch uns Verwirklichung finden

Der Lebensstil:

Apostelgeschichte 17,11 Die Juden in Beröa aber waren unvoreingenommener als die in Thessalonich. Sie nahmen die Botschaft bereitwillig auf und studierten täglich die Heiligen Schriften, um zu sehen, ob das, was Paulus lehrte, wirklich zutraf. 

Jede Zeit forscht mit den Mitteln die sie hat. Methoden sind kostbare Momente. Aber nicht mehr. Sie besitzen keinen absoluten Anspruch. Forschen geschieht mit „Furcht und Zittern“ (Philipper 2,12). Von ihrem Anspruch befreit, den zu erfüllen sie nicht fähig ist, wird Wissenschaft eine Fruchtbarkeit entwickeln, die sie für das Lesen der Bibel unentbehrlich macht. – Die Bibelwissenschaft hat uns das Merkmal der Geschichtlichkeit zurückgegeben, das durch die idealistische Philosophie, die individualistische Religion, die säkularistische Verkürzung verdeckt worden war. Das ist ihr Verdienst. Dieses Sachelement der Geschichtlichkeit hat eine Härte, die sich jeder Auflösung verweigert, eine Undurchdringbarkeit, an der jeder Gedanke scheitert, ein Überraschungselement in jener Zukünftigkeit, die es unverfügbar macht. Durch dieses Sachelement ertönt die leise Stimme Gottes. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 49

Juli 2022

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29.7.

Freitag 29.7.2022 – Der Fokus: Apostelgeschichte 16,23-34 Paulus und Silas im Gefängnis und die Bekehrung des KerkermeistersApostelgeschichte 16,31Unsere Familienmitglieder zu Gott führen / Das Familienleben - CHOGEB 73 / RUTENT 1107

Unsere Familien – wie es verheißen ist – von Gott inspiriert durch unser Gebet zum Glauben führen lassen

 Der Lebensstil: 

Apostelgeschichte 16,31 Sie sagten: "Glaube an Jesus, den Herrn! Dann wirst du gerettet und deine ganze Familie mit dir." 

Unsere Gebete sind dazu bestimmt beantwortet zu werden. Beten Sie darum mit kühnem Glauben. Wie die Schrift sagt: „Glaube an den Herrn Jesus, so wirst Du und Dein Haus gerettet werden. Apg.16,31. Lassen Sie nicht nach im Gebet für die Erlösung Ihrer Familienmitglieder. Selbst der rücksichtslose Heide Nebukadnezar hat schließlich kapituliert. Wie viel mehr erst recht Ihre Angehörigen! Ich bete im Namen Jesu, dass Sie für Ihre Familienmitglieder im Glauben beten und schließlich Antwort erhalten, nach der sie sich sehnen. Paul Yonggi Cho aus „Gebet – Schlüssel zur Erweckung“ Seite 73

Gott hat sicher einfachere und stillere Wege unsere Familien zu retten. Wir sind die Ersten in unserer Familie, die glauben, und wenn irgend jemand an die volle Rettung der Familie glauben soll, dann sind wir es. Wenn ich gerettet bin, dann ist es noch immer Gottes guter Plan , meine ganze Familie zu retten. Es reicht nicht aus zu glauben, dass Gott sie retten kann. Lassen Sie uns an Gottes bestem Plan festhalten, dass er sie retten wird. Tim Ruthven aus „Edelsteine – Neues Testament“ 1107

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28.7.

Montag 9.12.2013 – Der Fokus: Apostelgeschichte 16,6-10 Der göttliche Ruf nach Mazedoniern - Apostelgeschichte 16,7-10 Die Führung durch den Heiligen Geist COWAQD 283

Uns vollständig unter die Führung des Heiligen Geistes beugen, indem wir die aktuellen Bewegungsspielräume wahrnehmen und ihre Begrenzungen akzeptieren, um dann aber auch offen zu sein für seine besonderen Führungen

Die Faszination: 

Apostelgeschichte 16,7-10 Als sie dann an die Grenze von Mysien kamen, versuchten sie nach Bithynien weiterzureisen, aber durch seinen Geist erlaubte ihnen Jesus das auch nicht. So zogen sie ohne Aufenthalt durch Mysien, bis sie in die Hafenstadt Troas kamen. Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Er sah einen Mazedonier vor sich stehen, der ihn bat: "Komm nach Mazedonien herüber und hilf uns!" Daraufhin suchten wir unverzüglich nach einem Schiff, das uns nach Mazedonien mitnehmen konnte, denn wir hatten aus der Vision geschlossen, Gott habe uns gerufen, den Menschen dort das Evangelium zu bringen. 

Es ist interessant, die Methoden zu untersuchen, nach denen der heilige Geist jene ersten Boten des Evangeliums leitete. Diese Führung bestand hauptsächlich aus Verboten, wenn sie versuchten, einen anderen als den richtigen zu gehen. Als sie sich nach links nach Asien wenden wollten, gebot er ihnen Halt. Als sie versuchten, in die andere Richtung nach Bithynien, zu ziehen, wurden sie wieder aufgehalten. – wenn wir im Zweifel sind, welchen Weg wir gehen sollen, unterstellen wir unser Urteil völlig dem Heiligen Geist und bitten ihn jede Türe zu schließen außer der, durch die wir gehen sollen. – In der Zwischenzeit gehen wir auf dem Weg weiter, den wir eingeschlagen haben und bleiben in dem, darin wir berufen wurden, es sei denn, es wird uns klar gezeigt, wir sollten etwas anderes tun. Der Geist Jesu wartet darauf, auch uns zu leiten, wie er Paulus geleitet hat. – Wenn aber links und rechts Türen verschlossen sind, bleibt gewiss ein Weg frei der nach Europa führt. Dort warten Menschen auf uns und Visionen zeigen den Weg dorthin, wo große Möglichkeiten offen stehen und treue Freunde warten. Charles Cowman aus „Alle Quellen sind in Dir“  Seite 283 leicht verändert

 Ja mein lieber Rabbi, über dir konnte der Geist schweben und sich auf Dich herablassen. Er hatte ein ganz klares Ziel für Dich. Wir dagegen scheinen solch eine Führung als Christen nicht zu brauchen. Viele Türen blieben in meinem Leben verschlossen, manche haben sich geöffnet und wieder verschlossen. Ich möchte zunehmend gewisser den Weg finden, den Du für mein Leben hast. Heiliger Geist leite und führe mich, die Taize-Taube auf meiner Brust soll mich erinnern, Dich nicht zu betrüben und mich von Dir leiten zu lassen.  

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7.7.

Mittwoch 28.8.2019 – Die Chronik: Die wunderbare Schöpfung und das Drama MenschDer Fokus: Genesis / 1.Mose 12,1-9 Gott beruft Abram – 1.Mose 12,2+3 / Galater 3,14RUTEAT 0501 – Den Segen wirken lassen

Die Segensquelle in uns Jesus Christus durch uns Leben fließen lassen, um den Segen Gottes in unseren Umfeldern zur Wirkung kommen zu lassen

Die Ermutigung:

1.Mose 12,2+3 Ich will dich zu einem großen Volk werden lassen; ich werde dich segnen und deinen Namen bekannt machen. Du wirst ein Segen für andere sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dir fluchen. Alle Sippen der Erde werden durch dich gesegnet sein." - Galater 3,14 So sollte der Segen, den Abraham erhielt, durch Jesus Christus zu allen Völkern kommen, damit wir durch den Glauben den zugesagten Geist empfingen.

Durch Glauben wurde Gottes Verheißung empfangen und begann, sich zu verwirklichen. Der Glaube, der uns erfüllt, wird uns durch Gottes Gnade in gleicher Weise zu einem göttlichen Segen für die Familien der Erde machen. Wenn Gotts sie gesegnet hat, dann dürfen sie ein Segen für andere sein.  Erlauben Sie dem Segen Gottes, durch sie hindurchzuströmen? Ist Ihr Glaube ein offener Brunnen, durch den Gott segnen kann? Tim Ruthven aus "Edelsteine Altes Testament" 0501

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6.7.

Montag 9.7.2018 – Bibelabschnitt: Galater 2Galater 2,19+20 / Römer 7,19+20CARBDL 46 – Das Ego sterben lassenDer Hauskreis: HKFO 180705Das Video: Das ist das Geheimnis

Mindestens einmal am Tag, aber auch immer zwischen durch das Ego mit Christus sterben lassen, dass Gott in uns Handlungsspielraum gewinnt.

Die Faszination:

Galater 2,19+20 Nun bin ich aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, um Gott zu leben, ich bin mit Christus gekreuzigt. Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.

Gott liebt dich so, als ob es im ganzen Kosmos nur zwei Wesen gäbe: Gott und dich. Gott braucht den Menschen nicht, um glücklich zu sein, und doch liebt er ihn so, als ob Er ohne ihn ewig unglücklich wäre. Obwohl er die ganze Ewigkeit hindurch ohne uns ausgekommen ist, demütigt Er sich wie ein Sklave aus Liebe zu uns, als ob Er nicht einen Augenblick ohne uns auskommen könnte: „Gott liebt die Seele so sehr“, sagt die heilige Katharina von Genua, „als ob die Seele Gott wäre und Gott ihr Sklave.“ Das einzige, das uns von Gott trennt, ist unser Ego, unsere Liebe zu uns selbst. Darum kann sich die Vereinigung mit Gott nur dann vollziehen, wenn das Ego gestorben ist. Entweder Gott oder ich. Im gleichen Augenblick, in dem das Ego aus unserem Inneren verschwindet, nimmt Gott Wohnung in uns. Ernesto Cardenal CARBDL 46

Mai 2022

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9.5.22

Montag 9.5.2022 – Der Fokus: 5.Mose 15,1-18 Regelungen für die Freilassung hebräischer Sklaven - 5.Mose 15,16+17 / Römer 1,1 / Psalm 40,9Frederick B.Meyer 

Bei dem guten Herrn bleiben und dessen Regeln tief in sich aufnehmen, dessen Diener man geworden ist, weil das Leben unter seiner Führung am Besten zur Verherrlichung Gottes gemeistert werden kann

Die Faszination: 

5.Mose 15,16+17 Wenn dein Sklave aber sagt, dass er nicht von dir weggehen will, weil er dich und deine Familie liebt, weil es ihm gut bei dir geht, dann sollst du eine Ahle durch sein Ohr in die Tür stechen. Dann wird er für immer dein Sklave sein. Auch deine Sklavin sollst du so behandeln. 

In diesem Verhältnis wünschen wir zu Christus zu stehen. Unser natürliches Erbteil haben wir verloren, und uns in sein Haus geflüchtet. Jahrelang haben wir alles genossen, womit Jesus uns erfreuen konnte; wäre nun nicht die Zeit gekommen, dass wir zu Ihm sprechen sollten: „Wir wollen nicht von Dir ziehen, sondern bei Dir bleiben ewiglich.“ 5.Mose 15,16 Paulus nannte sich mit besonderer Freude „einen Knecht (einen Leibeigenen) Jesu Christi.“ (Römer 1,1) - Es gibt, sozusagen, zwei Stufen unseres Umgangs mit Jesu. Zuerst kommen wir zu Ihm, von Irritationen getrieben; unsere eigenen Anstrengungen haben zu nichts geführt; wir haben keinen anderen Ausweg. Gleich dem Vogel auf der Flucht vor dem Habicht, eilen wir zu Seiner Brust; gleich dem vom Sturm gejagten Seemann, steuern wir dem nächsten Hafen zu. Aber wenn wir einmal unseren geliebten Meister kennen gelernt, und Ihn ebenso liebevoll als stark erfunden haben, dann erwählen wir es, bei Ihm zu bleiben, nicht um Seiner Liebenswürdigkeit, nicht einmal um unseren Vorteil, sondern um Sein selbst willen. Wir verlangen nicht frei auszugehen; wir lieben Ihn so innig, dass wir lieber mit Ihm irgendwohin gehen wollten, als ohne Ihn zu bleiben. - Diesen unseren Entschluss bestätigt Er, indem Er uns das Ohr durchbohrt, und uns an sein Kreuz heftet. Durch das Blut dieser Selbstaufopferung, durch unser tiefes Verständnis der Bedeutung seines Kreuzes, das uns von unserem alten, selbstsüchtigen Wesen scheidet; durch unsere Darangabe alles dessen was uns aufhalten könnte, werden wir immer inniger und unauflöslicher mit Ihm verbunden. Wie der Vater das Opfer von Jesus annahm, da Er sich selbst Ihm freiwillig anbot: Ich liebe es, zu tun, was dir gefällt, mein Gott, denn dein Gesetz nahm ich tief in mich auf!  (Psalm 40,9), so wird Jesus unsere Hingabe an Ihn, die wir Ihm zu Füßen legen, zur tatsächlichen, unumstößlichen Wahrheit machen. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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6.5.

Freitag 6.5.2022 – Der Fokus: 5.Mose 13,1-6 Warnung vor falschen Propheten -  5.Mose 13,3bAuf sich selbst acht haben - Frederick B.Meyer

Die Testungen unseres Lebens durch unser Schicksal, als Prüfungen Gottes erkennen, die wir dann durch seine Gnade und Weisheit zu seiner Verherrlichung bestehen lernen können

Die Mahnung: 

5.Mose 13,3b denn der HERR, euer Gott, versucht euch, damit er erfahre, ob ihr den HERRN, euren Gott, liebet von ganzem Herzen und von ganzer Seele. 

Wie viel geschieht doch aus diesem Grund! Gott prüft uns – nicht, damit Er etwas von uns erfährt, was Er vorher nicht gewusst hätte, sondern damit wir uns selbst erkennen lernen. Es ist nötig, dass wir solche Einsicht gewinnen, damit wir, durch das Bewusstsein unserer Schwachheit und Hinfälligkeit, dazu kommen, uns Gottes Gnade anzueignen. - Wir haben vielleicht geglaubt, für einen großen Wirkungskreis befähigt zu sein, und sind ungeduldig, weil wir ihn nicht finden; aber die Ursache liegt nicht fern. An einer sehr bescheidenen Arbeit, vielleicht an einem Kindergottesdienst, wurden wir geprüft, sind aber als unpünktlich und gleichgültig erfunden worden; ist es da wahrscheinlich, dass uns Größeres anvertraut wird? - Das ist ein vorzüglicher Prüfstein. Das Geld wird auch der ungerechte Mammon genannt, im Gegensatz zu unseren Gütern; es wird uns anvertraut, damit wir geprüft werden, ehe Gott uns die Schätze Seines Königreiches übergibt. Sei vorsichtig mit der Benützung des Geldes; davon mag in jener Welt der Ewigkeit, von der wir jetzt noch so wenig wissen, ungeheuer viel abhängen. - Wir werden nicht an solchen Dingen geprüft, die ganz offenbar recht oder unrecht sind, sondern an solchen, die auf dem anfechtbaren Boden fraglichen Unscheinbarkeiten liegen. Es ist von größter Wichtigkeit für die Beurteilung eines Charakters, zu wissen, wie wir uns hierin benehmen. Durch die Bewegungen der öffentlichen Meinung, durch den Wind der Lehre, durch die vielen Stimmen, die auf uns einwirken, versucht uns unser Gott. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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4.5.

Mittwoch 18.8.2016 – Der Fokus: 5.Mose 8,1-9 Ermahnung zum Gehorsam und Erinnerung an Gottes Erziehungswege5.Mose 8,7-10Das Land Israel / Der Jude - RAGBDI 6

Sich als Christenheit wie das Volk Israels wahrnehmen, das er erwählt hat, mit denen er seine Wege bis ins Land der Verheißung geht

Die Faszination: 

5.Mose 8,7-9 denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, in ein Land, darin Wasserbäche, Quellen und Seen sind, die auf den Bergen und in den Tälern entspringen; ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel sind, ein Land voller Olivenbäume und Honig; ein Land, davon du dich nicht kümmerlich nähren mußt, worin es dir an nichts mangelt; ein Land, dessen Steine Eisen sind, wo du Erz aus den Bergen hauen wirst.

Israel bekommt nun ein eigenes Land. Es hat ein eigenes Land nur als Verheißung gehabt. Nun soll diese Verheißung Wirklichkeit werden. Freilich nicht von selbst, sondern durch Kampf und Anstrengung. Sie muss nun durch die Tat verwirklicht – sie muss erobert werden. – Das Land das es nun bekommt, entspricht auf eigentümliche und tief bedeutsame Weise dem Sinn der Geschichte Israels. Wenn Israel das Volk der Völker ist, so ist Erez Israel das Land der Länder. Es ist das wahre Land der Mitte. Denn es liegt inmitten von Asien, Afrika und Europa. – Und wie es geographisch die Mitte hält, so auch ethnographisch. Israel – wir dürfen nun wohl ohne weiteres auf das Volk kommen. - Der Jude, um diesen Sprung in die Gegenwart zu tun, den man begreifen wird ist kein Asiate, kein Afrikaner und kein Europäer, er ist der Mensch der Mitte, der Mensch des Zentrums, der Mensch, freilich in konkreter Gestalt. - Leonhard Ragaz aus „Die Bibel eine Deutung – Die Geschichte Israels / Die Propheten" Seite 6

April 2022

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28.4.

Donnerstag 28.4.2022 – Der Fokus: 5.Mose 1,1-46 Rückblick auf die Wüstenwanderung von Horeb bis Kadesch5.Mose 1,31-33Sich durch den Alltag von Gott tragen und versorgen lassen - Frederick Brotherton Meyer

Sich von Gott durch den Alltag auf seinen Wegen für uns tragen und uns von ihm versorgen lassen

Die Faszination:

5.Mose 1,31-33 In der Wüste, wo du gesehen hast, dass Jahwe, dein Gott, dich trug, wie ein Mann seinen Sohn trägt, und zwar auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen seid, bis ihr hierher kamt." Aber trotzdem hattet ihr kein Vertrauen zu Jahwe, eurem Gott, der auf dem Weg vor euch herzog, um einen Lagerplatz für euch zu suchen: bei Nacht im Feuer, damit ihr etwas sehen konntet auf dem Weg, den ihr gehen solltet, und bei Tag in einer Wolke.

Das war ein sicheres Tragen! In Seiner Liebe, Seinem Erbarmen hatte Gott Israel erlöst, sie getragen und hindurchgeführt in den vergangenen Tagen. Gott trägt uns selbst. Wenn das klar wird, dass unter uns sich die ewigen Arme ausbreiten, so sind wir sicher geborgen und brauchen kein Unheil zu fürchten. - Der Weg ist voll Abwechslung: zuweilen gibt es steile Aufstiege, wo man nur langsam vorankommt; oft muss man zu Fuß gehen und mühsam von einem Felsenvorsprung zum anderen klettern: zuweilen führt die Straße durch eine von Feinden bewohnte oder durch Fieberkrankheit durchseuchte Gegend; aber wir können uns dennoch dessen freuen, dass Gott den Weg kennt, den wir gehen, und dass allezeit Seine unermüdlichen, liebevollen Arme uns tragen. - Kein Tag ohne sein Kreuz, seine Aufgabe, seine Erziehung, seine Gefahr; aber auch kein Tag, da uns Gott nicht auf den Händen trägt, wie etwa ein mächtiger Strom das Boot des Missionars, in ferne Weltteile, trägt. Durch Wildnisse, an Dörfern vorbei, wo mordlustige Wilde wohnen, über Klippen und Felsen, trägt der geduldige Strom den Reisenden und seine Habe. So trägt uns unser Gott. Der gute Hirte trägt die Lämmer in seinem Busen. Warum sollte uns denn bange sein vor der Zukunft, warum sollten wir zittern angesichts unserer Feinde? „Der ewige Gott ist unsere Zuflucht, und unter uns sind die ewigen Arme.“ O sie sind stark, sie sind liebevoll! Überlasse dich ihnen und vertraue auf sie. Frederick Brotherton Meyer

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27.4.

Mittwoch 27.4.2022 – Der Fokus: 4.Mose 26,1-56 Die Volkszählung Israels und dessen Erbrecht von 11 Stämmen - 4.Mose 26,52-54Der Föderalismus / Die Demokratie / Das Erbrecht - RAGBDI 9

Die rechtlichen Grundlagen unseres Landes genießen und so umgestalten, dass jeder sein gutes Recht bekommt selbstständig zu leben, sich in der Gesellschaft bzw. in Familien zu bewähren und gesunde Familien zu gründen. 

Die Orientierung:

4.Mose 26,52-54 Jahwe sagte zu Mose: "Diesen soll das Land als Erbbesitz zugeteilt werden, und zwar entsprechend ihrer Anzahl. Einem großen Stamm sollst du einen großen Erbbesitz zuteilen und einem kleinen einen kleinen. Jedem Stamm soll sein Erbbesitz nach der Zahl seiner Gemusterten zugeteilt werden.“ 

Die Bedeutung des Landes aber kommt endlich auch in jener Verteilung desselben auf die Stämme zum Ausdruck, welche den Schluss der durch das Buch Josua dargestellten Geschichte bildet. Diese Landverteilung mutet uns wohl etwas einförmig an, ja pedantisch und schablonenhaft an, hat aber einen tiefen und aktuellen Sinn. Einmal darin, dass jeder Stamm seinen Landbesitz haben soll, und zwar auf eine gerechte und angemessene Weise und in jedem Stamm seinen Landbesitz haben soll, und zwar auf eine gerechte und angemessene Weise und in jedem Stamm selbstverständlich jedes Geschlecht. Jeder und jedes hat ein Recht auf Boden. Keiner und keines soll in der Luft stehen. Das ist der Grund, auf dem, mutatis mutandis, jede echte Demokratie zu stehen hat. Es darf kein Proletariat geben. Und was das Gleiche heißen will: es darf keine Ausbeutung geben, keine Spekulation mit dem Boden. Denn das Land gehört Gott. – Es leuchtet aus dem Bericht über die Landverteilung eine ewige Wahrheit und ein Glanz der Heiligkeit Gottes. – Es soll nicht der eine zu viel haben und der andere zu wenig, sondern jeder soll so viel haben, als er nötig hat, um sein Leben selbstständig und einzigartig zu entfalten und im Kreis der Anderen ebenbürtig dazustehen. – Der Föderalismus, der hier urtypisch in der Geschichte auftritt, ist die von Gott gewollte Form aller auf sein Gesetz gegründeten Gemeinschaft. Leonhard Ragaz aus „Die Bibel eine Deutung – Die Geschichte Israels / Die Propheten“ Seite 9

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26.4.

Dienstag 26.4.22 – SONNTAG QUASIMODOGENITI – Der Predigttext: Kolosser 2,12-15 Kolosser 2,15 – Pfarrer Dr. Alexander Kupsch, Balingen – Gewaltlosigkeit in der Nachfolge - Ein feste Burg ist unser Gott … - Die Chronik: Der UkrainekriegUkrainekrieg: Die Hintergründe und die Geschichte der russischen Invasion

Sich selbst durch Christus von Selbstermächtigung zunehmend vollständig entkleiden lassen, um wie Jesus zu seiner Zeit – mit ihm auferstanden - früher oder später zu erleben, dass die großen und kleinen Machthaber entweder sich auch entkleiden zu lassen oder gerichtet zu werden 

Die Orientierung:

Kolosser 2,15 »Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert in Christus.“  

Entkleidete Mächte – das klingt ein wenig nach dem nackten Kaiser im Märchen. Und tatsächlich, so weit sind diese beiden Texte gar nicht voneinander entfernt. In beiden geht es um Mächte und Gewalten. Im Märchen ist die Macht der eitle Kaiser, um den herum der ganze Hof einen Eiertanz aufführt. Bei den Christen in Kolossä ging es um himmlische Mächte, um kosmische Kräfte, vor denen die Menschen sich fürchteten. Sie glaubten daran, dass man mit den Elementen Feuer-Erde-Wasser-Luft in Einklang leben müsste, sonst drohten Schicksalsschläge. Es klingt ein wenig abergläubisch, aber die Angst vor den Mächten des Kosmos ist für die Christen damals nicht weniger real als unsere Angst davor, krank zu werden, einen geliebten Menschen zu verlieren, beruflich zu scheitern oder einsam zu sein. Und weil wir Menschen sich vor Mächten und Gewalten fürchten, versuchen wir sie, sie zu besänftigen. Dadurch, dass wir auf unsere Ernährung achten, dass wir Fleisch und unreine Pflanzen nicht essen, dass wir fasten, dass wir uns am Lauf der Sterne und des Mondes ausrichten, dass wir neben Gott auch Engelwesen verehren. Aus Angst vor der Macht der himmlischen Kräfte werden auch wir Christen unfrei, wir zwingen uns selbst einen Lebensstil auf, in dem sich alles um die Selbstdisziplin dreht, nach dem Motto: Wer sich selbst unter Kontrolle hat, muss die unkontrollierbaren Lebensmächte nicht fürchten – oder wenigstens nicht so sehr. Wer seine Ernährung, sein Zeitmanagement, sein Verhalten diszipliniert, der hat Chancen, den Unwägbarkeiten des Lebens zu entgehen.

Die Antwort des Kolosserbriefs ist eindeutig: Wer so lebt, der hat Ostern verpasst. Wer sich so einengen lässt und seine Freiheit der Furcht unterwirft vor dem, was kommen kann im Leben, der hat noch nicht wirklich verstanden, was die Auferstehung Jesu bedeutet. Denn die Auferstehung ist nicht irgendein erstaunliches Wunder, sie ist auch mehr als die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod. Die Auferstehung ist ein Machtbeweis: Gott hat die Macht auf Erden, niemand sonst, kein Kaiser und kein König. Gott hat die Macht, keine Engel und keine Elemente, keine Krankheit und keine Konstellation der Sterne, kein Schicksal und kein Chef. „Jesus Christus ist Sieger!“ So hat es der Theologe Johann Christoph Blumhardt gesagt, und er hat damit gemeint: Was auch immer in dieser Welt groß und mächtig erscheint, Christus ist größer. Was auch immer uns zu überwältigen droht, Christus ist stärker.

Wenn wir in diesen Tagen in Richtung Ukraine blicken, stellt sich allerdings die Frage: Gilt Ostern auch dort? Was ist mit den entkleideten Mächten und Gewalten, wenn unschuldige Menschen getötet und Kinder vertrieben werden? Wo ist der Sieger Christus in Mariupol und Kiew? Mit einem kindlichen Lachen über die entkleideten Mächte ist es da nicht getan.

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben: Da sind Mächte und Gewalten am Werk, die nicht nur Angst machen, sondern Zerstörung anrichten. Da sind Menschen an der Macht, die anderen ihren Willen aufzuzwingen versuchen mit Rücksichtslosigkeit und Gewalt. Was hilft da unsere christliche Osterbotschaft? Was hilft da das Wort vom Auferstandenen? Trotz Ostern gibt es Krieg. Trotz der Auferstehung leiden Menschen und sterben Menschen.
Doch wenn es wahr ist, was der Kolosserbrief sagt; wenn Gott wirklich die letzte Macht in seiner Hand hat und keiner sonst, dann müssen die Gewalttäter sich hüten, denn ihre Macht ist nur eine eingebildete Macht. Wenn Christus Sieger ist, dann werden alle Tyrannen fallen, früher oder später. Wir haben es in unserer eigenen Geschichte erlebt: Ein Tyrann, der von einem ewigen Reich deutscher Nation fantasiert hat – nach zwölf Jahren an der Macht lag er tot in einem Bunker inmitten einer verwüsteten Stadt. Größenwahn rächt sich, und die Ungerechtigkeit, die auf dem Weg geschieht, bleibt nicht ungestraft.

»Der Kaiser ist nackt!« Es bleibt die Wahrheit, auch wenn die Welt noch unter den Machtphantasien leidet. Christus ist Sieger, und die Gewalten sind schon entthront! Wir brauchen nur Mut, es auszusprechen und daran festzuhalten: „Er hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und über sie triumphiert in Christus.“ (Kolosser 2,15) Pfarrer Dr. Alexander Kupsch, Balingen aus seiner Predigt zum SONNTAG QUASIMODOGENITI 2022

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25.4.

Montag 25.4.2022 – Der Fokus: 4.Mose 23,1-24 Bileams Segen über Israel vor Balak und den Fürsten Moabs - 4.Mose 23,19-22Der grundlegende Segen Gottes - MAC5BM 875

Die Stärke und Macht Gottes wie einen Büffel beim Rodeo erleben, indem wir uns voll auf ihn und seine Zusagen einlassen, um seine Kraft in allen Lebenslagen zu erleben

Die Faszination: 

4.Mose 23,19-22 Gott ist ja kein Mensch, der lügt, kein Menschensohn, der etwas bereut. Wenn er etwas sagt, dann tut er es auch, und was er verspricht, das hält er gewiss. Er wies mich an, das Volk zu segnen. Er hat gesegnet, ich kann es nicht ändern! Er sieht nichts Böses in Jakob, kein Unglück wird Israel treffen. Denn Jahwe, sein Gott, ist mit ihm, und diesem König jubeln sie zu.

Hier befinden wir uns auf einer ebenso sicheren wie wirklich erhabenen Grundlage. Das ist in Wahrheit der „Gipfel des Felsens“, ist die reine Luft und die Weite der Hügel, wo das Volk Gottes nur in „dem Angesicht des Allmächtigen“ gesehen wird.; wo man es so sieht, wie er es sieht, ohne Flecken oder Runzeln oder etwas dergleichen. Alle seine Hässlichkeiten sind dem Blick verborgen, und nur die ganze Schönheit, die Gott ihm verliehen hat, ist sichtbar. In diesem herrlichen Text werden die Segnungen und die Sicherheit Israels nicht von dem Volk selbst, sondern von der Wahrheit und Treue des Herrn abhängig gemacht. Gott ist ja kein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschensohn, dass er bereue.“ Das stellt Israel auf eine sichere Grundlage. Gott kann sich nicht verleugnen. Gibt es irgend eine Macht, dass das hindern könnte, sein Wort und seinen Eid zu erfüllen? Bestimmt nicht! „Er hat gesegnet, und ich kann es nicht wenden.“ C.H.Mackintosh aus „Die Fünf Bücher Mose“ Seite 875 

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22.4.

Freitag 22.4.2022 – Der Fokus: 4.Mose 20,1-13 Miriams Tod, der Aufstand des Volkes und der schicksalhafte Fehler von Mose und Aaron – 4.Mose 20,2-6 – Die Herrlichkeit Gottes / Die Ergebung in der Not - MAC5BM 860 

In den Wüsten der Auseinandersetzungen und der Entbehrungen auf dem Weg ins gelobte Land, sich zurückziehen, vor Gott niederfallen und von der Herrlichkeit Gottes neu ermutigt werden

Der Lebensstil:

4.Mose 20,2-6 Als das Volk kein Wasser mehr hatte, rotteten sich die Leute gegen Mose und Aaron zusammen. Sie waren wütend auf Mose und sagten: "Wären wir doch umgekommen wie die anderen, die Jahwe sterben ließ! Warum habt ihr die Gemeinde Jahwes in diese Wüste gebracht? Damit wir hier sterben, samt unserem Vieh? Warum habt ihr uns überhaupt aus Ägypten herausgeführt? Um uns an diesen bösen Ort hier zu bringen? Hier kann man nicht säen, es gibt keine Feigenbäume, keine Weinstöcke, keine Granatapfelbäume, nicht einmal Wasser zum Trinken!" Mose und Aaron gingen aus der Versammlung weg zum Eingang vom Zelt der Gottesbegegnung und warfen sich dort nieder, mit dem Gesicht zum Boden. Da erschien ihnen die Herrlichkeit Jahwes.

Es ist ergreifend, Mose immer wieder auf dem Angesicht vor Gott zu sehen. Es war eine Erleichterung für ihn, sich von einer tobenden Menge zurückziehen und seine Zuflucht zu dem nehmen zu können, dessen Hilfsquellen allein einer solchen Lage gewachsen waren. Sie fielen auf ihr Angesicht; und die Herrlichkeit des Herrn erschien ihnen“. Anscheinend haben Mose und Aaron bei dieser Gelegenheit gar nicht erst versucht, dem Volk eine Antwort zu geben. „Sie gingen von der Versammlung weg.“ Und übergaben sich dem lebendigen Gott. Sie hätten nichts besseres tun können. Wer anders als der Gott aller Gnade konnte den tausend Bedürfnissen des Wüstenlebens entsprechen. Die Schatzkammer Gottes ist unerschöpflich. C.H.Mackintosh aus „Die Fünf Bücher Mose“ Seite 860

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21.4.

Mittwoch 20.4.2022 – Der Fokus: Lukas 24,13-32 Jesus offenbart sich zwei Jüngern bei Emmaus – Lukas 24,20+21 / Sprüche 3,5+6 – Jesus leben und lieben > Mit Jesus unterwegs - Oswald Chambers

Auf unserem alltäglichen Lebensweg Gott durch seine vielfältigen Wirkungen und Begleitungen wahrnehmen, um ihn zu erleben und die Wunder, die er durch uns tun will

Die Orientierung: 

Lukas 24,20+21 Unsere Hohen Priester und die anderen Oberen haben ihn zum Tod verurteilt und ans Kreuz nageln lassen. Dabei haben wir gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen würde. Heute ist außerdem schon der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist. 

Alle Tatsachen, die die Jünger feststellten, waren richtig; aber die Folgerungen, die sie aus diesen Tatsachen zogen, waren falsch. Alles, was geistlich nach Niederlage schmeckt, ist falsch. Wenn ich von Niedergeschlagenheit und Bedrückung befallen werde, bin ich selbst zu kritisieren – nicht Gott oder jemand anderes. Die Niedergeschlagenheit entwickelt sich aus der Begierde und bedeutet: „Ich möchte das sofort haben!“ Geistliche Begierde lässt mich eine Antwort von Gott verlangen, anstatt den Gott zu suchen. – Wir warten auf Visionen vom Himmel, auf Erdbeben und Donnerschläge durch Gott selbst und lassen uns nicht träumen, dass Gott immerfort in den gewöhnlichen Dingen und Menschen um uns herum wirkt. Wenn wir die Pflicht erfüllen, die uns am Nächsten liegt, werden wir ihn sehen. Eine der überraschendsten Offenbarungen Gottes wird uns dann zuteil, dass es die alltäglichen Dinge sind, in denen die Göttlichkeit Jesu Christi wahrgenommen wird. Oswald Chambers aus „Mein Äußerstes für sein Höchstes (alt)“ Seite 38 

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19.4.

Dienstag 19.4.2022 – OSTERSONNTAG – Der Predigttext: Markus 16,1-8 Die Auferstehung von Jesus Christus – Markus 16,4-6 - Die Auferstehung / Jesus zur Wirkung kommen lassen Pfarrerin Mirjam Wolfsberger

Enttäuscht oder erschreckt darüber, dass sich die Verheißungen von Jesus und seine Aufträge noch nicht erfüllt haben bzw. wurden, den auferstandenen Jesus selbst suchen und erwarten, dass er immer wieder alles erfüllt

Die Faszination:

Markus 16,4-6 Doch als sie jetzt hinblickten, sahen sie, dass der riesige Stein zur Seite gewälzt war. Sie gingen in die Grabkammer hinein und erschraken sehr, als sie innen auf der rechten Seite einen jungen Mann in weißem Gewand sitzen sahen. Der sprach sie gleich an und sagte: "Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Seht, das ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten.

Die drei Frauen waren auf den Tod eingestellt, als sie am leeren Grab ankamen. Und dann bricht eine unverständliche, fremde Wirklichkeit herein, die alles, was sie über Leben und Tod wissen, auf den Kopf stellt. Die Grenze zwischen Tod und Leben wird brüchig. „If you’re not afraid, you don’t understand“, meint der amerikanische Neutestamentler Brian Blount. Wer nicht erschrickt, hat nicht verstanden, was hier vor sich geht.
„Er ist nicht hier“, sagt der Engel über den Auferstandenen Jesus. Er ist nicht hier, nicht in dem, was wir uns ohnehin schon gedacht haben. Nicht in dem, was wir uns zurechtgelegt haben. Nicht in dem, was uns gleichgültig geworden ist.
Ich glaube: Die Wirklichkeit hat mehr Dimensionen als wir ahnen. Wenn wir uns mit den Frauen berühren lassen, wenn wir mit ihnen erschrecken über dieses leere 
Grab, dann passiert etwas. Die Erschütterung der Frauen kann einen inneren Raum freirütteln, der noch nicht gefüllt ist mit dem, was wir wissen oder glauben. Einen Raum für das Fremde und das Geheimnisvolle. Für Gott. Jörg Zink schreibt an einer Stelle: „Was wir einander beweisen können, füllt einen Fingerhut. Unsere Welt ist eine ungeheure, eine grenzenlose, dunkle Weite, die wir mit dem kleinen Licht unseres Verstandes nicht erhellen, und es wird uns von ihr immer nur so viel fühlbar sein, als wir in uns selbst Raum haben für Rätsel und Geheimnisse.“ Pfarrerin Mirjam Wolfsberger, Tübingen aus ihrer Predigt zum Ostersonntag am 17.4.2022

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15.4.

KARFREITAG 15.4.2022 – Der Predigttext: Lukas 23,33-43 Die Kreuzigung von Jesus - Lukas 23,33+34 – Die Eigenschaften von Jesus > Das Mitgefühl von JesusPfarrerin Margot Neuffer, Böbingen

Jesus unseren Schmerz spüren und heilen lassen, dass wie innerlich heil, ebenso wie er Schmerz begegnen können

Die Faszination:

Lukas 23,33+34 Als sie an die Stelle kamen, die "Schädel" genannt wird, kreuzigten sie ihn und die beiden Verbrecher, den einen rechts und den anderen links von ihm. Jesus sagte: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" Aber die Soldaten verlosten seine Kleider unter sich.

Ob wir als Zuschauer unter dem Kreuz mit diesen beiden Menschen – immerhin ein Verbrecher und ein Henker – mitgekommen wären? In dem Moment, wo ich sehe, wie sie berührt sind, berühren sie auch mich. Da erscheinen sie menschlich. Von diesem Blickwinkel aus möchte ich noch einmal die Frage aufwerfen, was es für uns bedeutet, dass Jesus leidet und stirbt. Es geht nicht darum, Leiden an sich gutzuheißen. Am Kreuz soll uns aufgehen, dass es keinen Bereich in unserem Leben gibt, wo Gott nicht mehr dazu kommt. In Jesus spürt Gott zu uns hin. Gott tut ja nicht nur so, als wäre er Mensch. Er ist es auch. Er spürt den Schmerz, den wir kaum aushalten; er fühlt die Traurigkeit, die uns bleischwer macht; er kennt die Angst, die uns den Atem einschnürt, und er teilt das Leid, für das wir keine Worte haben. Nichts erspart sich Gott, um mit uns in Beziehung zu sein. Eine echte Beziehung ist freilich nur da, wo man sich spürt und berührt. Da braucht es keine Informationen. Man muss nicht Beruf, Herkunft und Alter eines Menschen kennen, um mit ihm in der Tiefe verbunden zu sein. Auch der Säugling im Arm seiner Mutter weiß nicht, wer sie ist, und lebt doch ganz in und aus der Beziehung zu ihr. Ebenso wenig ahnt die Mutter, wer ihr Neugeborenes einmal sein wird. Und doch wird sie in der Beziehung zu ihm neu. - Wie ernst es Gott damit ist, mit uns in Beziehung zu sein, wird am Kreuz offenbar. Hier spürt Gott zu uns hin bis in die tiefsten Abgründe unseres Menschseins. Dies kann in seiner ganzen Dimension freilich nur der erfassen, der mehr ist als Zuschauer. Dem, der sich in Beziehung zu Gott wiederfindet, geht Gott im Leben auf. Pfarrerin Margot Neuffer, Böbingen aus ihrer Predigt zum Karfreitag 2022

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Lukas 24,20+21

Mittwoch 20.4.2022 – Der Fokus: Lukas 24,13-32 Jesus offenbart sich zwei Jüngern bei Emmaus – Lukas 24,20+21 / Sprüche 3,5+6 – Jesus leben und lieben > Mit Jesus unterwegs - Oswald Chambers

Auf unserem alltäglichen Lebensweg Gott durch seine vielfältigen Wirkungen und Begleitungen wahrnehmen, um ihn zu erleben und die Wunder, die er durch uns tun will

Die Orientierung: 

Lukas 24,20+21 Unsere Hohen Priester und die anderen Oberen haben ihn zum Tod verurteilt und ans Kreuz nageln lassen. Dabei haben wir gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen würde. Heute ist außerdem schon der dritte Tag, seitdem dies geschehen ist. 

Alle Tatsachen, die die Jünger feststellten, waren richtig; aber die Folgerungen, die sie aus diesen Tatsachen zogen, waren falsch. Alles, was geistlich nach Niederlage schmeckt, ist falsch. Wenn ich von Niedergeschlagenheit und Bedrückung befallen werde, bin ich selbst zu kritisieren – nicht Gott oder jemand anderes. Die Niedergeschlagenheit entwickelt sich aus der Begierde und bedeutet: „Ich möchte das sofort haben!“ Geistliche Begierde lässt mich eine Antwort von Gott verlangen, anstatt den Gott zu suchen. – Wir warten auf Visionen vom Himmel, auf Erdbeben und Donnerschläge durch Gott selbst und lassen uns nicht träumen, dass Gott immerfort in den gewöhnlichen Dingen und Menschen um uns herum wirkt. Wenn wir die Pflicht erfüllen, die uns am Nächsten liegt, werden wir ihn sehen. Eine der überraschendsten Offenbarungen Gottes wird uns dann zuteil, dass es die alltäglichen Dinge sind, in denen die Göttlichkeit Jesu Christi wahrgenommen wird. Oswald Chambers aus „Mein Äußerstes für sein Höchstes (alt)“ Seite 38 

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14.4.

GRÜNDONNERSTAG 14.4.2022 – Der Predigttext: 1.Korinter 10,16+171.Korinther 10,16+17 – Die Maximen der Gemeinde > Das Abendmahl - Pfarrer i.R. Harry Waßmann

Sich immer wieder während dem Abendmahl, mit Jesus und seinen Jüngern weltweit zunehmend verbinden und sich dabei auch psychosomatisch kräftigen

Die Faszination:

1.Korinther 10,16+17 Der Kelch des Segens, für den wir Gott loben, bedeutet er nicht Gemeinschaft mit dem Blut des Christus? Das Brot, das wir brechen, bedeutet es nicht Gemeinschaft mit dem Leib des Christus? Es ist ein einziges Brot. So sind wir als viele Menschen ein einziger Leib, denn wir alle haben Anteil an dem einen Brot. 

Wer das Brot isst und aus dem Kelch trinkt, wird im Abendmahl Bundesgenosse von Jesus, ist ganz mit ihm verbunden, mit seinem Leben, Sterben und Auferstehen, wird Teil einer Christus-Gemeinschaft, die ausstrahlt. Diese neue Gemeinschaft in Christus trägt Früchte: Früchte der Hoffnung – und Früchte der Liebe. Da werden Arme und Schwache nicht übersehen. Da wächst gegenseitige Unterstützung: Diakonie ist ein Zeichen dieser Gemeinschaft. Wir retten die Welt nicht. Aber Christen können zu Hoffnungsmenschen werden – füreinander. Das Abendmahl ist dafür Wegzehrung und Unterpfand. Das Abendmahl ist so etwas wie eine psychosomatische Kraftquelle – weil dort nämlich unsere Psyche – die Seele – und auch der Leib – unser Soma – gestärkt wird. Pfarrer i.R. Harry Waßmann, Rottenburg aus seiner Predigt zum Gründonnerstag 

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1.Korinther 10,16+17

GRÜNDONNERSTAG 14.4.2022 – Der Predigttext: 1.Korinter 10,16+171.Korinther 10,16+17 – Die Maximen der Gemeinde > Das Abendmahl - Pfarrer i.R. Harry Waßmann

Sich immer wieder während dem Abendmahl, mit Jesus und seinen Jüngern weltweit zunehmend verbinden und sich dabei auch psychosomatisch kräftigen

Die Faszination:

1.Korinther 10,16+17 Der Kelch des Segens, für den wir Gott loben, bedeutet er nicht Gemeinschaft mit dem Blut des Christus? Das Brot, das wir brechen, bedeutet es nicht Gemeinschaft mit dem Leib des Christus? Es ist ein einziges Brot. So sind wir als viele Menschen ein einziger Leib, denn wir alle haben Anteil an dem einen Brot. 

Wer das Brot isst und aus dem Kelch trinkt, wird im Abendmahl Bundesgenosse von Jesus, ist ganz mit ihm verbunden, mit seinem Leben, Sterben und Auferstehen, wird Teil einer Christus-Gemeinschaft, die ausstrahlt. Diese neue Gemeinschaft in Christus trägt Früchte: Früchte der Hoffnung – und Früchte der Liebe. Da werden Arme und Schwache nicht übersehen. Da wächst gegenseitige Unterstützung: Diakonie ist ein Zeichen dieser Gemeinschaft. Wir retten die Welt nicht. Aber Christen können zu Hoffnungsmenschen werden – füreinander. Das Abendmahl ist dafür Wegzehrung und Unterpfand. Das Abendmahl ist so etwas wie eine psychosomatische Kraftquelle – weil dort nämlich unsere Psyche – die Seele – und auch der Leib – unser Soma – gestärkt wird. Pfarrer i.R. Harry Waßmann, Rottenburg aus seiner Predigt zum Gründonnerstag 

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11.4.

Dienstag 11.12.2007 – Der Fokus: Lukas 21,1-4 Das kleine aber unermesslich große Opfer der WitweLukas 21,2-4 – Die praktische Lebensführung > Das selbstlose Geben - Mutter Theresa 

Nicht selbstgefällig von unserem Überfluss leben und von dem was wir geistlich oder karitativ an Geld und Engagement spenden, sondern aus unserer Armut über unsere Verhältnisse Gott zu leben und zu geben, was er uns aufzeigt

Der Lebensstil:

Lukas 21,2-4 Er sah auch wie eine arme Witwe zwei kleine Kupfermünzen, zwei Lepta, hineinsteckte. Da sagte er: "Ich versichere euch, diese arme Witwe hat mehr eingelegt als alle anderen. Denn die anderen haben nur etwas von ihrem Überfluss abgegeben. Sie aber hat alles hergegeben, was sie selbst dringend zum Lebensunterhalt gebraucht hätte."

Ihr müsst von dem geben, was euch etwas kostet. Es genügt nicht, einfach nur das weiterzugeben, was ihr sowieso nicht braucht, sondern gerade auch das, was ihr eigentlich nicht geben könntet oder nicht geben wolltet, etwas, an dem ihr hängt. Eure Gabe wird dadurch zu einem Opfer, das in den Augen Gottes wertvoll ist. So etwas nenne ich handelnde Liebe. Jeden Tag sehe ich, wie diese Liebe bei Kindern, Männern und Frauen wächst. - Eines Tages ging ich die Straße hinunter. Ein Bettler kam auf mich zu und sagte: „Mutter Teresa, alle schenken dir etwas; auch ich möchte dir eine Kleinigkeit schenken. Heute habe ich nur 29 Centimes an einem ganzen Tag bekommen und ich möchte sie dir schenken.“ Ich überlegte einen Augenblick; wenn ich diese 29 Centimes nehme (die fast nichts wert sind), wird er an diesem Abend wohl nichts zu essen bekommen, aber wenn ich sie nicht annehme, werde ich ihn traurig machen. Also habe ich die Hand ausgestreckt und das Geld genommen. Niemals habe ich auf einem Gesicht eine so große Freude gesehen wie bei diesem Mann, so froh war er, Mutter Teresa etwas schenken zu können! Es war ein großes Opfer für ihn, der den ganzen Tag über in der prallen Sonne diese lächerliche Summe erbettelt hatte, mit der man nichts anfangen konnte. Aber ebenso wunderbar war es, dass diese wenigen Münzen, auf die er verzichtet hatte, einem Reichtum gleichkamen – denn sie wurden mit einer so großen Liebe gegeben. Mutter Theresa 

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8.4.

Mittwoch 7.12.2011 – Der Fokus: Lukas 20,27-40 Jesus über die Auferstehung der TotenLukas 20,34-36Die Auferstehung - RAGBDJ 267

Töchter und Söhne der Auferstehung werden, die das wichtigste Lebensziel unbedingt erreichen wollen, indem sie mit Jesus Christus in lebendiger Verbindung sind und bleiben

Der Lebensstil:

Lukas 20,34-36 Jesus sagte zu ihnen: "Heiraten ist eine Sache für die gegenwärtige Welt. Aber die Menschen, die für würdig gehalten werden, in der kommenden Welt leben zu dürfen und von den Toten aufzuerstehen, werden nicht mehr heiraten. Sie können dann auch nicht mehr sterben, sondern sind den Engeln gleich. Als Menschen der Auferstehung sind sie dann Söhne Gottes. 

 Die Auferstehung Jesu Christi ist nur von dem zu fassen, der sich persönlich mit seiner ganzen Existenz, wenn auch in Schwachheit und Unzulänglichkeit, auf diese Linie stellt. Weil Christus die Auferstehung ist, so kann diese nur für denjenigen siegreiche Gewissheit und lebendige Kraft sein, der mit Christus, dem Lebendigen, in lebendiger und das heißt gegenwärtiger, sich in Glaube, Liebe, Hoffnung, Gehorsam und Tat, kurz in der Nachfolge ausdrückender und auswirkender Verbindung steht. Hier wird Christus täglich neu die Auferstehung und das Leben. Leonhard Ragaz aus „Die Bibel eine Deutung – Jesus“ RAGBDJ 267

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6.4.

Samstag 5.12.2009 - Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Lukas 19,29-44 - Lukas 19,35+36 - Holgus - Jesus den Vortritt lassen

Unser Leben als roten Teppich auslegen, dass Jesus durch unser Leben kommen und unseren Mitmenschen begegnen kann.                

Die Faszination:

Lukas 19,35+36 Und sie brachten es (das Eselfüllen) zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf. Als er aber weiterzog, breiteten sie auf dem Wege ihre Kleider aus.

Wenn Jesus in uns groß geworden ist und in uns leben kann, dann legen wir durch unser Leben einen roten Teppich für ihn aus, auf dem er gern zu den Menschen kommt. Er ist zwar unsichtbar, aber durch uns wird er sichtbar. Wir werden von den Menschen erkannt, weil wir durch unser Leben zurückhaltend Jesus den Vortritt und ihn zur Wirkung kommen lassen. Seine Gegenwart durch uns ist auf dieser Welt so wichtig, da ordnet sich alles wohl, da werden wir uns einig, da werden Probleme gelöst, da werden wir körperlich gesund und seelisch heil. Alles kommt darauf an, dass er gerne über den roten Teppich – wie ein Staatsgast bei der Begrüßungszeremonie - unseres Lebens läuft, da sollten Stolperfallen für ihn geglättet werden, Schlaglöcher vorher geschlossen werden und der Teppich möglichst breit sein, dass er mit größtmöglicher Machtentfaltung kommen kann. Wenn er über eine Sünde von uns gestolpert ist, sollten wir ihn um Vergebung bitten und ihn wieder aufrichten. Holgus 4.12.2009

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5.4.

Dienstag 20.3.2012 - Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Lukas 19,11-28 - Lukas 19,15-17 - DUVEZI 370 - Die Frucht des Lebens

Natürliche Früchte, mit zunehmender Sehnsucht, aus der tiefen Beziehung mit Gott und unseren besonderen Fähigkeiten reifen lassen, dann erleben wir die Abrechnung als eine Belohnung und nicht als ein Gericht seinen Schrecken verliert.

Die Orientierung:

Lukas 19,15-17 Und es begab sich, als er wiederkam, nachdem er die Königswürde empfangen, da ließ er die Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, vor sich rufen, um zu erfahren, was ein jeder erhandelt habe. Da kam der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund dazugewonnen! Und er sprach zu ihm: Recht so, du braver Knecht! Weil du im Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben über zehn Städte!

Das Leben lehrt uns, dass die einzige Möglichkeit, die Gaben, die wir empfangen haben, nicht zu verlieren, darin besteht sie zu nutzen. Wenn wir sie aber nutzen, vermehren und entfalten sie sich von selbst. – Das Gleiche gilt auf der Ebene der Beziehungen, in Beziehungen gibt es keinen Stillstand. Entweder sie wachsen oder sie nehmen ab. Es geht entweder aufwärts oder abwärts. Wenn wir unsere Beziehung mit Gott pflegen und in sie investieren, dann wird sie wachsen: Wer da hat, dem wird gegeben werden. Wenn wir sie hingegen brach liegen und verlottern lassen, wird sie mehr und mehr verloren gehen, selbst wenn sie einmal vorhanden war. – Es wird wahr werden, was wirklich hinter unseren Taten steckte und worauf diese Taten letztlich zielten. Es wird offenbart werden, was der „Rote Faden“ in unserem Leben war: die Sehnsucht nach Gott oder der Wunsch dass dieser nicht über uns herrsche“. Das was wir im Tiefsten gewollt haben, werden wir bekommen: so oder so. Douglass/Vogt aus "Expedition zum ICH" Seite 370

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4.4.

Mittwoch 6.3.2019 – Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Lukas 18,1-14Lukas 18,1COWAQD 236 – Das Gebet als Bitten

Unterstützt von Gottes Geist, beharrlich um die Anliegen unseres Lebens mit Gott bitten, um bis zur Erhörung zu reifen oder in froher Erwartung zu sein.

Der Lebensstil:

Lk 18,1 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, dass sie allezeit beten und nicht nachlässig werden sollten, …

Es ist auf allen Gebieten des Lebens verhängnisvoll, wenn Unternehmungen ins Leben gerufen werden, aber nicht vollendet werden. Menschen, die sich daran gewöhnt haben, etwas anzufangen, ohne es zu vollenden, haben sich an ihr Versagen gewöhnt. Genauso geht es dem, der anfängt, für etwas zu beten und nicht bis zur Erhörung durchbetet. Er hat sich in seinem Gebetsleben an Niederlagen gewöhnt. – Bete also bis Gott dir gegeben hat, worum du gebeten hast, oder bis du in deinem Herzen die Gewissheit hast, dass er es dir geben wird. – Wir werden in unserem gebetsleben mehr und mehr diese von Gott gegebene Gewissheit bekommen und erkennen, wann wir ruhig warten und wann wir weiterbeten sollten, bis die Erhörung da ist. Charles Cowman aus „Alle Quellen sind in Dir“ Seite 236

März 2022

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24.3.

Donnerstag 1.12.2011 - Der Fokus: Lukas 17,20-37 Das Reich Gottes und das Wiederkommen von JesusLukas 17,20+21 – Das Reich Gottes im Menschen > Jesus zur Wirkung kommen lassenKEMDNC 111

Jesus in uns und durch uns an seinen Werken und an unseren Nächsten arbeiten lassen, dass es ihm in uns gut geht und er durch uns erkannt wird

Die Faszination: 

Lukas 17,20+21 Einige Pharisäer fragten Jesus, wann das Reich Gottes komme. Er antwortete: "Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen kann. Man wird auch nicht sagen können: 'Seht, hier ist es!', oder: 'Seht einmal, dort!' Nein, das Reich Gottes ist schon jetzt mitten unter euch."

Lerne was äußerlich ist verschmähen und gebe Dich Deinem Inneren hin, und du wirst sehen, dass das Reich Gottes in Dich einzieht. Denn das Gottesreich ist Friede und Freude im Heiligen Geist, ein Geschenk das den Gottlosen nicht gegeben ist. Christus wird zu Dir kommen und dir zeigen, was es um seine Tröstungen ist, wenn Du ihm nur eine würdige Wohnung in Dir bereitest. Seine ganze Größe und Herrlichkeit strahlt aus dem Inneren. Dort gefällt es ihm. Thomas von Kempen aus „Die Nachfolge Christi“ Seite 111 

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23.3.

Montag 12.11.2012 - Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Lukas 15.1-32 - Lukas 15,8 - GRÜWZL 349 - Die Ganzheit der Person - EJWZL - Der verlorene Sohn

Alle Anteile des Lebens in sich zulassen und in Christus vereinigen lassen, um alles Verlorene und scheinbar Sinnlose ins Ganze unserer Persönlichkeit von Gott zu seiner Ehre integrieren lassen zu können.

Die Orientierung:

Lukas 15,8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, wenn sie eine Drachme verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie sie findet? 

Die Frau hat eine von zehn Drachmen verloren. Zehn ist die Zahl der Ganzheit. Eins ist ein Bild für die Einheit. Wenn die Frau eine Drachme verloren hat, fällt sie aus ihrer Ganzheit, aus ihrer Einheit mit sich selbst und mit Gott. Sie hat ihre Mitte verloren. Und ohne diese Mitte nützen ihr die neun Drachmen  auch nichts. Sie fallen auseinander. Sie sind nicht mehr miteinander verbunden. Die Frau weiß um ihren Verlust. Sie hat sich selbst verloren. Gregor von Nyssa deutet die Drachme als Bild für Christus. Psychologisch könnte man sagen, die Drachme symbolisiert das Selbst. Wer sein Selbst verloren hat, der tut nach außen Vieles. Aber allem fehlt die Mitte, die Kraft, die Klarheit. - Die Frau fegt das ganze Haus aus. Sie fegt den Schmutz weg, der sich auf den Boden ihres Hauses gelegt hat. Gregor von Nyssa deutet diesen Schmutz als Bild für die Unachtsamkeit, mit der wir leben. Wenn wir uns unachtsam auf viele Aktivitäten einlassen, dann verschmutzt unser Haus. Wir sind nicht mehr Herr im Haus. Es legt sich eine Schicht von Staub auf den Boden unserer Seele. So müssen wir kräftig fegen, um wieder an den ursprünglichen Glanz unserer Seele zu gelangen. Anselm Grün aus "Jesus, Wege zum Leben" Seite 349

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21.3.

Montag 21.3.2022 – Der Fokus: Lukas 11,37-54 Die Lehre wider die Pharisäer und Schriftgelehrten - Lukas 11,44-46 / Römer 7,18 / Galater 2,20Frei zur Nachfolge > Sich vom Eigenleben lösen - SANHVG 260f

Direkt aber auch nicht indirekt Menschen durch Druck unterschiedlicher Art vereinnamen, sondern sich von manipulativer Liebe - von Christus durch und durch gekreuzigt - befreien lassen, indem er durch uns leben kann

Die Mahnung:

Leider sind viele Christen der Meinung, sie wären durch die Bekehrung völlig verändert worden, obgleich diese nur der Anfang eines Prozesses ist. Und so sind auch sie nicht nur in ihren vererbten, unbewussten Ansprüchen verharrt, sie haben dem noch alles hinzugefügt, was sie momentan in der Gemeinde lernen. So rücken die Mauern des Gefängnisses nur noch enger zusammen. Christus hat etwas über Gesetzeslehrer gesagt, das manchmal auch für uns Christen gilt. Weh euch! Ihr seid wie unkenntlich gemachte Gräber. Die Menschen laufen darüber hinweg und merken nicht, wie sie verunreinigt werden." "Rabbi", sagte einer der Gesetzeslehrer, "damit greifst du auch uns an!" Jesus erwiderte: "Ja, weh auch euch Gesetzeslehrern! Ihr ladet den Menschen kaum tragbare Lasten auf und macht selbst keinen Finger dafür krumm. (Lukas 11,44-46). Erst muss vieles von uns mit Jesus sterben, damit unsere „Du sollst“ und „Du müsstest“-Welten endlich den Versuch bleiben lassen, unseren Partner zu zwingen, unseren Vorstellungen zu entsprechen und ihn stattdessen so sein zu lassen, wie Gott es beabsichtigt hat. – Wir haben keine lauteren Motive. Nichts wohnt in uns, das durch und durch gut wäre. (Römer 7,18) All unsere Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Alle Vorstellungen und Arten der Liebe, mit denen wir groß wurden, sind Sünde und müssen sterben. All die guten Dinge, die ein Teil von uns wurden als wir heranwuchsen – Loyalität. Zuwendung, Zärtlichkeit, Dankbarkeit, Höflichkeit und vieles andere mehr – wurden durch die Sünde verdorben und müssen am Kreuz sterben. – John und Paula Sanford „Heilung des verwundeten Geistes“ Seite 260f Die einzige Hoffnung ist, dass mein ICH mit all seinen Vorgehensweisen immer wieder gekreuzigt werden, dass immer weniger ich lebe, sondern Christus in mir. (Galater 2,20) Holgus


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17.3.

Freitag 27.11.2009 – Der Fokus: Lukas 14,7-14 Einladung zum ungewöhnlichen Essen - Lukas 14,13+14 / Sprüche 16,3 – Die besonderen Beziehungen mit den SchwachenRUTENT 1304      

Der Lebensstil: 

Lukas 14,13+14 Wenn du ein Gastmahl machst, so lade Arme, Krüppel, Lahme, Blinde ein, so wirst du selig sein; denn weil sie es dir nicht vergelten können, wird es dir vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten. 

Dieser Vers bietet Dir an Jesus zu gefallen. Es wird Dich etwas kosten, aber die Möglichkeit ist da. Um zu tun was hier steht, kannst Du zuerst einmal in Deinem Kämmerlein mit Jesus über diesen Grundsatz sprechen: „Befiehl dem Herrn Deine Werke, so wird Dein Vorhaben gelingen.“ Sprüche 16,3 Wenn Du Dich im Glauben näher mit dieser Sache befasst, wirst Du Dich wahrscheinlich fragen, wann und wo Du Menschen zu einem Essen einladen wirst. Wie viel wirst Du einladen, und soll es im Verborgenen geschehen? Will der Herr, dass Du Dein Haus öffnest für solch ein Abenteuer? Sollst Du die Gäste bewirten aus Mitleid, als arme Leute, oder sollst Du sie behandeln wie Deine reichsten Freunde? Wessen Gäste sind sie, Deine oder Jesu Gäste? Wenn Du zu der Schlussfolgerung kommst, dass es seine, Jesu Gäste sind, dann behandle sie als solche und lade sie in seinem Namen ein. Tim Ruthven aus „Edelsteine Neues Testament“ Seite 1304                                

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16.3.

Freitag 25.11.2011 Der Fokus: Lukas 13,22-30 Das Ringen darum selig zu werdenLukas 13,29 Eintritt in das ewige Leben / Die Evangelisation aller Völker - RIDMFL 27

In der Ewigkeit erleben wollen, dass der Kampf der Kulturen endet und die Vielfalt der Kulturen gefeiert wird, indem wir Christen alle Völker und Kulturen das Evangelium bringen

Die Faszination: 

Lk 13,29 Und sie werden kommen von Morgen und von Abend, von Mitternacht und von Mittag, und zu Tische sitzen im Reiche Gottes. 

Schon jetzt genieße ich es, bei meinen Reisen ins Ausland Gemeinschaft mit den Geschwistern zu haben, die in ihrer ganz eigenen Kultur Gott preisen, loben und feiern. Im Himmel wird es eine harmonische Vielfalt der Kulturen geben und keinen „Kampf der Kulturen“! Und ich bin sicher: Mancher wird dort sitzen, weil sie die Bibel in ihrer „Traumsprache“ lesen konnten. Menschen werden jedoch nur dann von Osten und von Westen, von Norden und von Süden kommen, wenn vorher andere Menschen in diese Richtungen gegangen sind. Volker Kessler aus "Meines Fußes Leuchte" Seite 27

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15.3.

Dienstag 24.11.2015 – Der Fokus: Lukas 13,18-21 Senfkorn und Sauerteig als Gleichnisse für das Reich Gottes - Lukas 13,18+19Das Wachstum des Reiches Gottes - RAGDGJ 166

Alles was groß wird, fängt klein an, als Wachstumsprozess zutiefst annehmen und erleben, wie ein Leben oder ein Werk zu Gottes Verherrlichung groß wird

Die Orientierung: 

Lukas 13,18+19 Dann sagte Jesus: "Welches Bild kann das Reich Gottes am besten wiedergeben? Womit soll ich es vergleichen? Es gleicht einem Senfkorn, das ein Mann in seinen Garten sät. Es geht auf und wächst und wird zu einem Baum, in dessen Zweigen Vögel nisten können."  

Wenn etwas klein anfängt, auch gar klein aussieht, so verachtet man es und denkt: „Da kann ja nichts daraus werden.“ Darum scheint es oft auch mit der Sache des Reiches Gottes hoffnungslos zu stehen. Denn es liegt in seiner Natur, dass ihm die Kräfte und Mittel der Welt nicht zur Verfügung stehen. Da liegt dann das Verzagen nah. Aber die Wahrheit ist genau umgekehrt. Wenn man eine Sache, die geistiger Art ist, von vorneherein dem baldigen Verwelken und Zerfallen weihen will, dann muss man nur recht groß und prächtig anfangen. Etwa mit viel Geld, Reklame, viel Empfehlung von Prominenten und viel offizieller Protektion. Dann sitzt von vorneherein der Wurm an der Wurzel. Bald wird die Fäulnis sich einstellen. Wenn ein solches Werk gerettet werden soll, dann muss der Glaube, die Treue, das Opfer und Leiden von Menschen dafür eingesetzt werden, die ohne Vertrauen auf Geld und Glanz, aus einem anderen Vertrauen heraus, das Werk tragen. Es ist geradezu eine Grundordnung Gottes: Alles, was groß werden soll, muss klein beginnen. Leonhard Ragaz aus "Die Geleichnisse Jesu 166

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Mit Polarisierungen und Spaltungen rechnen, um an ihnen zu reifen, indem wir eine eigenständige, aber auch differenzierte Haltung einnehmen

14.3.

Donnerstag 21.2.2019 – Die Chronik: Die Passion des KönigsDer Fokus: Lukuas 12,41-13,9Lukas 12,51-53GRÜJAT 79f - Das Leben unter den Nächsten: Das Leben in der Familie - Familienstreitigkeiten - Künstliche Harmonie - Eigene Freiheit wagen

Die Orientierung

Lukas 12,51-53 Meinet ihr, daß ich gekommen sei, Frieden zu spenden auf Erden? Nein, ich sage euch, sondern eher Zwietracht. Denn von nun an werden fünf in einem Hause entzweit sein, drei wider zwei und zwei wider drei, der Vater wider den Sohn und der Sohn wider den Vater, die Mutter wider die Tochter und die Tochter wider die Mutter, die Schwiegermutter wider ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter.

Mit diesem provozierenden Wort will Jesus nicht unsere Familienstreitigkeiten sanktionieren. Er will uns vielmehr davor bewahren, uns von anderen Menschen bestimmen zu lassen und so das eigene Gespür für das Stimmige um der Harmonie willen zu unterdrücken. Es gibt auch einen faulen Frieden, eine künstliche Harmonie. Es gibt in der Familie die Harmonisierer, die keinen Konflikt aushalten und daher alles mit frommen Worten zudecken wollen. – Jesus will uns ermutigen, dass wir uns zuerst einmal von den anderen in einem guten Sinn distanzieren. Wir müssen den eigenen Stand finden und auf eigenen Füßen stehen. Nur so sind wirkliche  Beziehungen möglich. In vielen familien gibt es keine wirklichen Beziehungen. Da wir alles der Familientradition unterworfen. – Erst der freie Mensch der sich gefunden hat, versteht was Jesus von uns will. Er lässt sich dann auf Jesu Botschaft ein. Manchmal aber verwechseln wir die Botschaft Jesu mit Wohlanständigkeit und Anpassung. Jesus will den freien Menschen. Er provoziert uns, die eigene Freiheit zu wagen, um so wirklich beziehungsfähig zu werden. Anselm Grün – Jesus als Therapeut Seite 79f

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11.3.

Freitag 11.3.2022 – Der Fokus: Luk.12,13-21 Das Gleichnis über die Habgier - Lukas 12,16-21Die Vereinigung mit Gott - CARBDL 103f

Sich in uns von allem, was wir besitzen und festhalten wollen, lösen, um uns in uns mit Gott vereinigen zu können. 

Die Mahnung: 

Lukas 12,16-21 Dann erzählte er ihnen ein Gleichnis: "Ein reicher Bauer hatte eine gute Ernte zu erwarten. Er überlegte hin und her: 'Was kann ich tun? Ich weiß gar nicht, wo ich das alles unterbringen soll.' Dann sagte er sich: 'Ich werde meine Scheunen niederreißen und größere bauen. Dort werde ich mein ganzes Getreide und alle meine Vorräte unterbringen können. Und dann werde ich mir sagen, so, jetzt hast du es geschafft! Du bist auf viele Jahre versorgt. Ruh dich aus, iss und trink und genieße das Leben!' Da sagte Gott zu ihm: 'Du Narr! Noch in dieser Nacht wird man das Leben von dir fordern! Wem gehört dann alles, was du dir aufgehäuft hast?' So geht es jedem, der nur auf seinen Gewinn aus ist, aber bei Gott nichts besitzt."

Gott besitzen heißt, sich von allen Dingen lösen. Sich von allen Dingen lösen heißt Gott umarmen. Nur Gott lässt sich besitzen. Wenn ich einen Gegenstand sehe, der mir gefällt, und ich kaufe ihn, so besitze ich ihn darum doch nicht. Auch wenn ich ihn verkaufen oder verschenken kann, habe ich ihn nie besessen. Er ist unverletzt und unberührt geblieben, weil unsere Fähigkeit ihn zu besitzen so ganz in unserem Inneren ist, dass kein äußerliches Ding an sie heranreicht, So erklärt sich die tiefe Unzufriedenheit aller Menschen, die Reichtümer ihr eigen nennen. Es ist eine Unzufriedenheit, die nie gestillt werden kann, höchstens verschlimmert. – Allein Gott lässt sich besitzen, weil er der Einzige ist, der Zugang zu unserem inneren Wesen hat, dort, wo wir besitzen und besessen werden können. Nur er hat den Schlüssel zu unserem Sein. – Denn er kommt nicht von außen, sondern tritt von innen her in uns ein. Er spottet der Festungsgräben und Verteidigungsmauern unserer inneren Burg und kommt durch Geheimgänge, die nur er kennt. – Und wir können uns nur mit ihm  Seite vereinigen, wenn wir in uns selbst sind. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ 103f

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Das Licht Jesus Christus in alle Zusammenhänge unseres Lebens hinein strömen lassen, dass alle Dunkelheiten in und um uns durchdrungen werden können.

10.3.

Dienstag 21.11.2017 – Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Lukas 11,29-52 - Lukas 11,36 / Johannes 8,12Holgus - Die Bilder von Jesus: Jesus das Licht

Der Lebensstil:

Lukas 11,36 Wenn nun dein ganzer Leib licht ist, so dass er keinen finstern Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem Strahl dich erleuchtet. - Johannes 8,12 Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.

Wenn wir Jesus in unser ganzes Leben hinein lassen, das heißt in alle Vorstellungen, in unsere Begegnungen, in unsere Umstände und besonders in unsere Schwierigkeiten, dann wird es Licht und warm, dann fühlen wie uns wohl und wissen wohin wir gehen und was wir tun sollen, wenn wir ihm dazu Zeit lassen uns zu lehren. Die Dunkelheiten unseres Leben müssen  durchleuchtet werden, bis uns klar wird was wir tun sollen. Wenn es dann Licht wird, wie ein elektrischer Strom in uns und warm, dann wissen wir dass er an der Arbeit ist. Wenn wir dann wie er vorgehen wollen, dann werden wir zu seinem Licht in der Welt, dann merken Menschen an unserem Schreiben, an unserem Sprechen und an unserem Vorgehen, dass sie es mit ihm zu tun haben. Erst dann sind wir erst Licht in seinem Sinne. Holgus 21.11.2017

Ja abba Vater, danke für die Erkenntnisse und Wahrnehmungen heute Morgen, für die inneren Vorgänge. Ich lasse Dich, dein Licht hinein in diesen Tag und insbesondere an eine besondere Möglichkeit des Wirkens am Donnerstagabend. Lehre mich, lehre Du uns ein Leuchtkörper für Dein Licht auf dieser Welt zu sein: Jesus Christus

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8.3.

Montag 29.11.2012 – Der Fokus: Lukas 11,1-13 Die Gebetslehre von Jesus - Lukas 11,13 / Epheser 3,20 - Das Gebet um den Heiligen Geist - RAGDGJ 196

Unsere Nöte vor Gott bringen, je größer sie sind desto intensiver, um konkret zu erbitten, dass sie sich so auflösen, dass damit auch eine Offenbarung Gottes verbunden ist

Die Orientierung: 

Lukas 11,13 So schlecht wie ihr seid, wisst ihr doch, was gute Gaben für eure Kinder sind, und gebt sie ihnen auch. Wie viel eher wird dann der Vater aus dem Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn bitten.

Nicht alles werden wir erhalten, um was wir bitten, aber vielleicht mehr als das, um was wir bitten, „über Bitten und Verstehen“ (Epheser 3,20). Eines werden wir jedenfalls immer bekommen, wenn wir recht bitten: „Heiligen Geist“, das will bedeuten: eine Klarheit von Gott her, die in Trübung und Dunkel unserer Seele und unseres Weges hindurchleuchtet. Und das ist die beste aller Gaben. Dazu ist noch eines zu beachten, das damit zusammenhängt: Es kommt schließlich weniger auf die Erhörung im gewöhnlichen Sinn an, als auf die Hörung, darauf, dass wir als Kinder oder als seine Mitarbeiter, vielleicht gar Mitkämpfer, mit Gott reden dürfen, wissend, dass er uns hört. Und wir dürfen dessen sicher sein, dass er, wenn er uns das Eine nicht geben kann, uns dafür, weil er uns gehört hat, etwas anderes geben wird, dass unser Gebet weniger ein Tischlein-deck-dich für eine, zwei oder drei besondere Gaben ist, als ein Werkzeug, das uns den Zugang zu einer überreichen Quelle öffnet, vielleicht ein Hammer, der Wasser aus dem Felsen schlägt. Leonhard Ragaz aus „Die Gleichnisse Jesu“ Seite 196 

Foto von einer Jesusgestalt in Washington - Holgus 

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4.3.

Donnerstag 30.3.2017 – Der Fokus: Lukas 11,38-42 Jesus bei Maria und Martha eingeladen - Lukas 10,41+42Die Beziehung mit Jesus vertiefen / Als Christ aktiv zuhören lernen - KRESKL 38+39 

Jesus immer besser aktiv zuhören lernen, dass unsere Beziehung an Wirksamkeit zunimmt und sein Beziehungsnetz immer mehr Menschen in seinen Bann zieht

Die Orientierung: 

Lukas 10,41+42 "Aber Marta", entgegnete ihr Jesus, "Marta, du bist beunruhigt und machst dir Sorgen um so viele Dinge! Notwendig ist aber nur eins. Maria hat das Bessere gewählt, und das soll ihr nicht genommen werden."

Jesus rückt die Sichtweise von Martha zurecht. Und das macht er nicht auf die sanfte Art, sondern er wird hier ganz eindeutig. Er hat gänzlich andere Prioritäten. Es wird sonnenklar: Arbeit und Leistung rangieren bei ihm nicht auf den Spitzenplätzen. Die haben untergeordnete Prioritäten. – Eines wir bei der Episode von Maria und Martha deutlich. Martha arbeitet. Maria hört zu. Was passiert, wenn ich zuhöre? Damit meine ich echtes und aktives Zuhören und nicht das Zuhören, wo es zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus geht. Wenn ich aktiv zuhöre, bekomme ich einen persönlichen Zugang zu ihm, es ensteht Beziehung. Ich lerne den anderen auf eine Weise kennen, wie es nicht möglich wäre, wenn ich lediglich für ihn arbeiten würde. Das Zuhören bringt mich näher an den anderen heran. Ich lerne ihn tiefer kennen. Es ist ein Weg zu mehr Herzensnähe und Intimität. In der Bibel wird es immer wieder deutlich, dass dies auf Gottes Werteskala ganz oben rangiert. Günter Kretz aus „Skandalös leben“ Seite 38+39

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3.3.

Donnerstag 3.3.2022 – Der Fokus: Lukas 10,1-12 Die Aussendung der 72 Jünger - Lukas 10,3 / Johannes 1,19 Gewaltlosigkeit als Nachfolge / Jesus als das Lamm Gottes - Rainer Dick

Das Wesen von Jesus zunehmend als Lamm Gottes übernehmen, im Alltag und während der Überbringung des Evangeliums, jegliche Form von Gereiztheit oder Aggression unterlassen zu können 

Der Lebensstil:

Johannes 10,3 Geht! Ich sende euch wie Lämmer unter Wölfe. / Johannes 1,29 Am nächsten Tag sah Johannes Jesus auf sich zukommen und sagte: "Seht, das ist das Opferlamm Gottes, das die Sünde der ganzen Welt wegnimmt.“

Jesus sendet seine Leute in die Welt, die gute Nachricht von Gottes Liebe unter die Leute zu bringen. Und gleichzeitig stellt er ihnen in Aussicht, dass sie gefressen werden. Man muss schon ein selten dummes Schaf sein, um sich auf dieses Geschäft einzulassen. Dabei redet Jesus von nichts anderem als von dem, was sich tagtäglich in unserer Welt ereignet: Die Nachfolger von Jesus Christus dürfen ihre Botschaft auf keinen Fall mit Gewalt durchsetzen. Sie müssen sich häufig selbst der Gewalt aussetzen. - Jesus sendet seine Leute als Lämmer. Sie können zur Beute werden. Sie haben mit ihren armseligen Stimmen die gute Nachricht zu blöken. Sie haben nicht die Aufgabe, mit den Wölfen zu heulen. Nur als Lämmer entsprechen sie ihrem Herrn. Denn der ist „das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegträgt“ (Johannes 1,19). Er kommt ums Leben und schafft damit ewiges Leben für die, die an ihn glauben. - Christen haben nicht zu erwarten, dass man sie mit Glace-Handschuhen anfasst, wenn sie Menschen die Liebe Gottes übermitteln. Viel eher müssen sie mit bissigen Kommentaren, knurrender Abwehr und frontalen Angriffen rechnen. Manchmal erleben sie, dass andere in Rudeln über sie herfallen. Kein Grund, mit gleichen Waffen zurück zu schlagen. Wir wissen doch von uns selbst, wie wir Jesus und sein Angebot belächelt, abgelehnt, angezweifelt und bekämpft haben. Und wir wissen auch, wie Jesus uns mit seiner vergebenden Liebe überwunden hat. Wir sind die Nachfolger von Jesus. Seine Art soll unsere Art werden. Sein Leben soll unser Leben prägen. Ich bitte Gott darum, dass er mich so verändert. Rainer Dick aus seinem Wort zum Tag ERF

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2.3.

Montag 12.9.2016 – Der Fokus: Lukas 9,57-62 Jünger werden und sein ohne wenn und aber - Lukas 9,61-62 - Präsentes durchgängiges Vorgehen Akt um Akt - GRÜWZL 380 

In innerer Verbindung zu Jesus und seinem Ruf ihm nachzufolgen bleiben und dann unser Vorgehen in allen Beziehungen und Tätigkeiten danach auszurichten

Die Orientierung: 

Lukas 9,61+62 Es sprach aber auch ein anderer zu ihm: Herr, ich will dir nachfolgen, zuvor aber erlaube es mir, von denen, die in meinem Hause sind, Abschied zu nehmen. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist nicht geschickt zum Reiche Gottes! 

Jesus fordert mit diesem radikalen Sprichwort dazu auf, seinem inneren Ruf zu folgen, ohne nach links und rechts zu schielen, ohne sich abzusichern und sich die Zustimmung seiner Verwandtschaft und seiner Freunde einzuholen. Wenn mir im Herzen aufgeht, wer Jesus ist und wohin er mich führen möchte, dann muss ich ihm folgen, ohne zurückzuschauen. Wer zurückschaut und kontrollieren möchte, ob die Furche, die er in den Acker seiner Seele gezogen hat, gerade ist, der ist unfähig, den Acker wirklich zu bebauen. Bei dem wird nichts wachsen. Das Reich Gottes öffnet uns unseren Blick nach vorn. Gott – so meint Jesus mit diesem Wort – ist eine so radikale Wirklichkeit, dass alles andere dahinter verblasst. Gott treibt uns auf den Weg. Er eröffnet uns die Zukunft. Die Vergangenheit mit ihren Verletzungen, mit ihrer Nostalgie, die sollen wir begraben, um frei zu sein für den Augenblick will. Anselm Grün aus „Jesus, Wege zum Leben“ Seite 380 

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1.3.

Dienstag 1.3.2022 – Der Fokus: Matthäus 18,1-5 Größenwahnsinn oder Gotteskindschaft - Matthäus 18,1-3Christsein als Kinder Gottes / Der StillmodusHolgus

Neugierig und spielerisch, im Heute, wieder voll Urvertrauen leben lernen, weil unser Gott uns voll annimmt, erzieht und durch seinen Geist inspiriert führt

Die Kontemplation:

Matthäus 18,1-3 Etwa zu dieser Zeit kamen die Jünger zu Jesus und fragten: "Wer ist eigentlich der Größte im Reich, das der Himmel regiert?" Da rief Jesus ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: "Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Reich kommen, das der Himmel regiert.  

Vollständig durch Gott angenommen, gestillt und gesättigt, können wir ihn als Mutter bzw. Vater annehmen und uns als seine Kinder wahrnehmen. So können wir wie Kinder werden, die von den Eltern gut geführt und erzogen, ihnen voll vertrauend, spielerisch im Leben versunken, entspannt aufwachsen lernen, weil wir uns um nichts sorgen müssen und nur im Heute leben können. Wir lassen uns jetzt als Kinder Gottes von seinem Geist durchdringen und in allen Tätigkeiten inspirieren. Holgus

Ja mein Gott, wie schön ist es mit Dir als Vater wie ein Kind, wie Deine Tochter oder dein Sohn – inspiriert und geführt – von Deinem Geist leben zu können. Gleichzeitig dürfen wir natürlich erwachsen werden, weil wir ein gesundes Kindheits-Ich in uns haben. Eröffne uns so Dein Reich und lass unser Leben unter Deiner Herrschaft zu Deiner Ehre gelingen. 

Februar 2022

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25.2.

Freitag 25.2.2022 – Der Fokus: Johannes 17,1-26 Das Gebet von Jesus für seine JüngernJohannes 17,20-21 / Psalm 131,2 / Hebräer 4,9-11 Die Einheit unter Christen / Der StillmodusHolgus

Den Genuss Gottes wie von einer Mutter - die ihr Kind stillt - erleben, indem wir uns von ihm rundum sättigen und versorgen lassen, um dann zu erleben wie wir als Christen dabei zu einer immer größeren Einheit vereinigt werden, die dann ein überzeugendes Zeugnis für die Welt wird 

Die Kontemplation:

Johannes 17,20-21 Ich bitte aber nicht nur für sie, sondern auch für die Menschen, die durch ihr Wort an mich glauben werden. Ich bete, dass sie alle eins sind, und zwar so, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen sie in uns eins sein. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast. – Hebräer 4,9-11 Es gibt also noch eine besondere Ruhe für das Volk Gottes. Denn wer in diese Ruhe hineinkommt, wird sich von all seiner Arbeit ausruhen, so wie Gott von der seinen ruht. Wir wollen deshalb alles dransetzen, zu dieser Ruhe zu gelangen, um nicht wie jene frühere Generation durch den gleichen Ungehorsam zu Fall zu kommen. – Psalm 131,2 Ja, ich habe meine Seele gesetzt und gestillt; so ist meine Seele in mir wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter. 
 

Nachdem wir uns von Gott beruhigen, anlegen und stillen haben lassen, verweilen wir wunschlos und still in enger Berührung mit ihm. Wir genießen ihn wie ein Baby die Symbiose mit seiner Mutter nach dem Stillen und die Einheit mit allen seinen Kindern, die so in ihm aufgehen. So finden wir Kraft allein und zusammen mit ihm zu leben, um in tiefer Verbindung mit ihm unser Leben zu gestalten und ihn gemeinsam zu verherrlichen. Holgus 

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21.2.

Donnerstag 11.5.2017 – Der Fokus: Psalm 46,1-12 Das Lied vom unerschütterlichen Gottvertrauen - Psalm 46,11Das Gebet als Stille / Der Stillmodus - LEBDSH 92 Dag Hammarskjöld

In den Tag starten und in jede Herausforderung, in einer großen Stille leben, in die man sich morgens und immer wieder dazwischen hinein begibt, um Gott zunehmend ununterbrochen mächtig zu erfahren

Der Lebensstil: 

Psalm 46,11 Seid still und erkennt, dass ich Gott bin; ich will erhaben sein unter den Völkern, ich will erhaben sein auf Erden. 

Und die Menschen, die Freunde, die vielen Freunde, zu fast mit niemand stehe ich nur in zufälliger Verbindung. Mit einem jeden eine ausdrückliche und immer wieder anders nuancierte Beziehung; man kann der einen nicht untreu werden um der anderen willen. Man hat keine verlorenen und langweiligen Minuten mehr, man muss stets besser lernen, zwischen zwei tiefen Atemzügen auszuruhen oder in einem Gebet von fünf Minuten. Man muss trotz der vielen Menschen, der vielen Fragen, des vielseitigen Studiums immer eine große Stille mit sich mitnehmen, wohin man sich immer zurück ziehen kann, auch inmitten des schlimmsten Gewühls und mitten im tiefsten Gespräch. Etty Hillesum zitiert in „Das suchende Herz“ von Paul Lebeau - Verstehen durch Stille, wirken aus Stille, gewinnen aus Stille. Dag Hammarskjöld

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18.2.

Freitag 20.10.2017 – Der Fokus: Psalm 131,1-3 Still wie ein gesättigtes Baby werden Psalm 131,2Das Gebet als Schreien / Das Gebet als Hilflosigkeit - HALVOB 11

Hilflos werden können und sich von Gott wie durch eine Mutter trösten und bis zur völligen Sättigung und Ruhe stillen lassen können

Die Faszination: 

Psalm 131,2 Ich habe meine Seele beruhigt und gestillt. Wie ein entwöhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwöhntes Kind ist meine Seele stille in mir. 

Höre mein Freund! Deine Hilflosigkeit ist Dein bestes Gebet. Sie ruft aus deinem Herzen besser zu Gottes Herzen als alle deine Worte und formulierten Gebete. – Als Mutter verstehst du leichter diese Seite des Gebets. Dein kleines, zartes Kind kann nicht eine einzige Bitte an dich in Worte kleiden und doch bittet es so gut es kann, indem es schreit. – Er, der Vater nimmt in derselben Weise teil an uns. Unsere Hilflosigkeit ist eine einzige Bitte an sein Vaterherz. – Wie eine richtige Mutter ihr Leben der Pflege ihres Kindes weiht, so hat der ewige Gott in seiner unfassbaren Gnade sein ewiges Leben der Pflege seiner sündigen Menschenkinder geweiht. So ist Gott mit allen. Auch mit dem unbekehrten Menschen. Ole Hallesby aus „Vom Beten“ Seite 11

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11.2.

Freitag 13.11.2015 – Der Fokus: Psalm 1,1-6 Der Weg des Gottlosen und des Gerechten - Psalm 1,3 – Der Mensch als BaumDie Verwurzelung - Ortwin Schweizer

Wie ein Mangobaum ununterbrochen aufblühen, sich befruchten lassen und Frucht bringen, immer tiefer gewurzelt in Gott und so genährt von bestem Grundwasser

Die Faszination: 

Psalm 1,3 Der Gerechte ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und dessen Blätter nicht verwelken, und alles, was er macht, gerät wohl. 

Ich bin in den Tropen geboren. Mangos gehörten mit zu meiner ersten Nahrung. Ein sehr spezieller Geschmack! Aber der ganze Baum ist speziell: er blüht und trägt Früchte zu gleicher Zeit und hat dazu ein dichtes, grünes Blätterdach sogar in der Trockenzeit. Wieso? Weil er unendlich tiefe Wurzeln hat. Er holt sich die Kraft aus der Tiefe. 

Immer wieder bete ich: „Herr, lass mich so ein Mangobaum sein, dessen Wurzeln bis an die Quellen des Lebens reichen, der blüht und zugleich gereifte Frucht trägt und den die Hitze nur seine Wurzeln noch tiefer senken lässt.“ Es beunruhigt mich, wie knapp liebe Geschwister, auch Leiter, sich „Wurzelzeit“ vor Gott nehmen und wie bei charismatischen Konferenzen kaum mehr eine tiefschürfende Bibelarbeit zu hören ist. “Herr, lass uns vom Mangobaum lernen!“ Ortwin Schweitzer

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10.2.

Donnerstag 10.2.2022 – Der Fokus: Lukas 9,57-62 Jünger werden und sein ohne wenn und aber  - Lukas 9,62 / Lukas 9,23Präsentes durchgängiges Vorgehen Akt um Akt - Pfarrer Michael Nitzke 

Tag für Tag – besonders heute – die Vorgehensweisen unseres Lebens möglichst gerade und harmonisch mit den Vorherigen angehen und durchziehen, besonders dann wenn es trübes Wetter ist, um so Gott zur Wirkung kommen zu lassen 

Die Mahnung:

 Wir müssen alle unser Kreuz auf uns nehmen. (Lukas 9,23) Aber auch wirklich unser Kreuz, nicht sein Kreuz oder das eines derer, die ihm gefolgt sind. Wir müssen erkennen, was von uns ganz persönlich gefordert ist, wie wir die besonderen Aufgaben lösen, die uns individuell gestellt sind, und was wir in dieser Situation dazu beitragen können, in der Welt das Licht Jesus Christi zum Leuchten zu bringen. Und Jesus hilft uns bei diesem Weg. Er hilft uns mit seinen eigenen Worten, die uns doch oft so fremd erschienen. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lukas 9,62)  - So ein antiker Pflug ist heute vielen fremd. Aber beim Pflügen kommt es darauf an, eine gerade Linie zu ziehen, um den Platz auf dem Feld auszunutzen, damit viel Getreide darauf wachsen kann. Bei dieser Arbeit kann man sich nicht umdrehen, dann wird unweigerlich die Furche krumm und schief. Genauso wenig hilft es nicht, nur in die Ferne zu schauen. Beim Pflügen, muss ich nur den kleinen Bereich vor meinen Füßen im Blick haben, dann wird sich eine gezogene Linie harmonisch an die andere anfügen. - Im übertragenen Sinne heißt das für mich: Wenn ich dem Weg Jesu folge, darf ich nicht zurückschauen, ich darf mich nicht an die Vergangenheit klammern und ihr nachtrauern. Ich darf aber auch nicht das erblicken wollen, was ich noch gar nicht sehen kann. Ich darf nicht zu weit nach vorn schauen, das heißt, ich brauche keine Angst vor der Zukunft zu haben. Wenn ich nur vor meine Füße schaue, dann kann ich Schritt für Schritt meinen Weg gehen. Und dann darf ich sicher sein, dass Jesus mich begleitet, wenn ich seinem Weg folge. So werde ich auch die Aufgaben, die am Wegesrand auf mich warten erkennen und mit seiner Hilfe bewältigen. Pfarrer Michael Nitzke aus seiner Predigt zu Lukas 9,57-62 „Ich will dir folgen“ 

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8.2.

Dienstag 8.2.2022 - Der Fokus: Lukas 9,51-56 Jesus wird in Samaria auf dem Weg nach Jerusalem abgewiesenLukas 9,54+55 Die Toleranz - BARLUE 144f

Menschen gegenüber - wie Jesus – in Liebe zugewandt freundlich bleiben, auch wenn sie uns irritieren oder verurteilen, bis ein klarer Schnitt unumgänglich ist

Die Mahnung:

Lukas 9,54+55 Als aber das seine Jünger Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, daß Feuer vom Himmel herabfalle und sie verzehre, wie auch Elia getan hat! Jesus aber wandte sich und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr nicht, welches Geistes Kinder ihr seid? 

In keinem anderen Abschnitt lehrt Jesus uns so unmittelbar, dass es unsere Pflicht ist, duldsam zu sein. Toleranz ist in mancher Hinsicht eine ausgestorbene Tugend, und dort, wo es sie noch gibt, hat sie eine falsche Ursache. – Viele Wege führen zu Gott. Gott besitzt einen geheimen Zugang zu jedem Herzen. Gott gibt’s sich auf mancherlei Weise zu erkennen, und kein Mensch und keine Kirche hat allein den Anspruch auf die göttliche Wahrheit. Doch – und das ist ungeheuer wichtig – unsere Toleranz darf nicht auf Gleichgültigkeit, sie soll vielmehr auf Liebe gegründet sein. Wir sollen nicht tolerant sein, weil es uns  - um es im modernen Jargon auszudrücken – völlig schnuppe ist und wir uns das geringste daraus machen; sondern weil wir stets den anderen Menschen dabei im Auge haben, nicht um Kritik an ihm zu üben, sondern mit liebendem Blick. William Barclay aus „Lukasevangelium“ Seite 144f  

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7.2.

Dienstag 3.3.2015 – Der Fokus: Lukas 9,28-36 Mit Jesus auf dem Berg seiner Verklärung - Lukas 9,33-35Gebet als auf Jesus hören - Holgus   

Im Nebel der Unsicherheiten, das Licht von Jesus wahrnehmen und auf sein Wort hören, dass sich der Nebel wieder lichtet und wir uns wieder besser orientieren können

Die Faszination: 

Lukas 9,33-35 Als diese gerade weggehen wollten, sagte Petrus zu Jesus: "Rabbi, wie gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen: eine für dich, eine für Mose und eine für Elija." Doch Petrus wusste selbst nicht, was er da sagte. Und noch während er redete, fiel der Schatten einer Wolke auf sie. Als die Wolke sie dann ganz einhüllte, bekamen sie Angst. Da sagte eine Stimme aus der Wolke: "Das ist mein Sohn, mein Auserwählter, hört auf ihn!" 

Gott verhüllt sich in besonderen Situationen in einer Wolke, wie auf dem Berg Sinai bei der Übergabe der zehn Gebote an Mose oder mit Jesus auf dem Berg seiner Verklärung. Er ist dann wie in einem dichten Nebel, der jede Weitsicht nicht mehr zulässt. Dann kann man sich an nichts anderes mehr freuen, als an ihm allein. Wir sind dann nicht mehr abgelenkt, sondern können uns ganz auf ihn einlassen und hören was er uns zu sagen habt, für den Moment oder so für alle Zeiten: Dies ist mein lieber Sohn; auf den sollt ihr hören! (Lukas 9,35) Gut, dass er es sich vorgenommen hat durch einen Menschen zu reden, aus Fleisch und Blut. Gut, dass er nach seiner Auferstehung und seiner Himmelfahrt nun bei uns ist, alle Tage bis an der Welt Ende. Dann können wir nicht nur seine Worte von vor 2000 Jahren eingehen, sondern können ihn - verbunden mit dem Geist Gottes – überall persönlich wahrnehmen. Er kann dann auch zu uns sprechen, auch wenn er nichts konkretes spricht, bis wir wahrnehmen was er meint. Holgus 3.3.2015

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5.2.

Mittwoch 16.11.2011 – Der Fokus: Lukas 9,23-27 Nachfolge im Verlieren des Eigenlebens erfüllt leben Lukas 9,23+24 Sich vom Eigenleben lösen - GRÜWZL 85

Nachfolge erleben, indem wir uns von unserem Eigenleben lösen, indem wir es ableiten, um dann aufleben können und gestärkt zunehmend mehr wie Jesus leben können

Der Lebensstil: 

Lukas 9,23+24 Er sprach aber zu allen: Will jemand mir nachkommen, so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach. Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele verliert um meinetwillen, der wird sie retten. 

Das Wort von der Selbstverleugnung ist oft genug missverständlich ausgelegt worden als Selbstverneinung, Selbstverbiegung und Selbstentwertung. Doch das ist nicht damit gemeint. Es geht auch darum dieses Wort von Jesus nicht nur asketisch auszulegen, als ob wir alle Leidenschaften abtöten müssten. Aber wir brauchen innere Distanz zu der Tendenz in uns, die alles haben, alles vereinnamen, alles für sich gebrauchen möchte, die immer nur um sich kreist, die auch Gott noch zu sich hinabzieht. Wer nur auf sein kleines Ich fixiert ist, dem geht es nur um “angstvolle Selbstbewahrung” (Drewermann). Wer Christus nachfolgt, dem weitet sich das Herz, der hält sein zerbrechliches Ich Gott hin. Wenn Gotteserfahrung dazu dient, das Ego aufzublähen, dann wird der Mensch blind und er gerät in die Irre. Das Wort von der Selbstverleugnung ist also kein asketisches, sondern ein mystisches Wort. Es zeigt Jesus als den Lehrer mystischer Weisheit. Jesus will seine Jünger in eine Spiritualität führen, die Gott Gott sein lässt und die Wirklichkeit so sieht, wie sie ist. Ohne Gott und die Wirklichkeit für sich vereinnamen zu wollen. Anselm Grün aus „Wege zum Leben“ Seite 85

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4.2.

Freitag 4.2.2022 – Der Fokus: Lukas 9,10-17 Die Speisung der Fünftausend - Lukas 9,13Watchman NeeJesus der Wunder tut - Denn Du bist groß … 

In persönlichen und globalen Nöten, das Wenige das wir haben Jesus an ihn glaubend und zu ihm betend hinhalten, dass er daraus ein Wunder kreiert, dass Menschen körperlich, aber auch seelisch satt macht.

Die Mahnung: 

Lukas 9,13 Aber Jesus erwiderte: "Gebt ihr ihnen doch zu essen!" - "Wir haben aber nicht mehr als fünf Fladenbrote und zwei Fische", entgegneten sie. "Sollen wir wirklich losgehen und für dieses ganze Volk Essen kaufen?" 

Als Jesus sagte: "Gebt ihr ihnen zu essen", tat er es nicht, weil er erwartete, dass seine Jünger einen Plan hätten, sondern er wollte, dass sie ein Wunder erwarteten. Gleich uns wählten sie aber den leichteren Weg, den Weg, der keine praktische Anwendung des Glaubens oder Gebets erfordert. Sie wollten "hingehen und kaufen". Ein solcher Vorschlag war ihrer, der Jünger, nicht würdig; er hätte eher zu Pharisäern oder sogar zu Sadduzäern gepasst. Aus ihm sprach kein Glaube, kein Vertrauen auf Jesus. Wie aus der Parallelstelle bei Johannes hervorgeht, dachten die Jünger an das, was sie in der Tasche hatten. Sie hatten nicht genug Geld! - Wir sehen nur, was wir tun können. Vor Gott und seinen unerschöpflichen Mitteln verschließen wir die Augen. Aber an uns kann Gott nicht gemessen werden. Was wir vermögen oder nicht vermögen, spielt keine Rolle; er wartet darauf, uns seine Wunder zu zeigen. Watchman Nee aus Evangeliums.net

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3.2.

Mittwoch 2.2.2022 – Der Fokus: Lukas 9,1-6 Die Bevollmächtigung und Aussendung der zwölf Jünger - Lukas 9,1Die Vollmacht körperlich und geistig zu heilen - Holgus

In die Gegenwart Gottes treten und sich von Jesus unserem Priester bevollmächtigen lassen, umfassend heilsam und aufklärend zu leben, um immer wieder auch Wunder der Freisetzung von Menschen zu erleben

Das Bibliodrama: 

Lukas 9,1 Jesus rief die Zwölf zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht, alle bösen Geister auszutreiben und die Kranken zu heilen. 

Jesus ich trete jetzt unter Deine Jünger damals und heute mit meinen Glaubensgeschwistern zu Dir mein Christus. Ich bin wie sie damals heute überrascht, was Du heute an uns tun willst. Wie damals möchtest Du uns heute bevollmächtigen Dämonen auszutreiben und Krankheiten zu heilen. Ich überlasse Dir die Inszenierung dieser Bevollmächtigung. Es tut gut in Deiner Nähe zu sein und zu erwarten, was Du an uns tust. Ich knie mich vor Dich hin mein Christus, um Bevollmächtigungen für meinen Alltag zu empfangen: Für die Begleitung einer mir sehr nahestehenden erschöpften Frau, für die Beziehungen mit Kindern die ich heute pflege, für die einmaligen und für die großen Werke die Du durch mich tun willst. Heile durch mich, kläre auf durch mich. Ich lass Dich durch mich geschehen. Holgus 3.2.2022

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Lukas 8,17

Dienstag 1.2.2022 – Der Fokus: Lukas 8,16-18 Das Gleichnis vom Licht und vom rechten HörenLukas 8,17Die Authentizität - BARLUE 115

Ein offener und authentischer Mensch wie ein Haus werden, dessen Fenster Einblick gewährt ins Innere gewährt und Licht durchscheinen lässt, das wohltuend aber auch offenbarend wirkt. 

Die Orientierung: 

Lukas 8,17 Denn alles, was verborgen oder geheim ist, wird irgendwann ans Licht kommen und bekannt werden.

Mitunter versuchen wir etwas vor unseren Mitmenschen zu verbergen. Aber auf irgendeine Weise kommt es schließlich an den Tag. Wer ein Geheimnis mit sich herumschleppt, ist ein unglücklicher Mensch. Glücklich dagegen ist, wer nichts zu verbergen hat. Ein Baumeister soll Plato einst angeboten haben, ein Haus für ihn zu bauen, das keinen Einblick böte. „ich will dir das Doppelte bezahlen“, erwiderte Plato darauf, „wenn du mir ein Haus baust, in dessen Räume jedermann hineinsehen kann.“ Glücklich ist der Mensch , der das von sich behaupten kann. William Barclay aus „Lukasevangelium“ Seite 115


Januar 2022

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31.1.

Montag 31.1.2021 – Der Fokus: Lukas 7,36-50 Jesus wird von einer Sünderin durch ihre Liebe verherrlicht - Lukas 7,37+38Jesus der Liebeauslöser - Holgus

Von Jesus von Sünde überführen und fast gleichzeitig, sich durch ihn entlasten lassen und sich so zu einer überwältigenden Liebe zu Jesus entzünden lassen

Der Lebensstil:

Lukas 7,37+38 In dieser Stadt lebte auch eine Frau, die für ihren unmoralischen Lebenswandel bekannt war. Als sie erfahren hatte, dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war, nahm sie ein Alabastergefäß voll Salböl und ging dorthin. Sie trat an das Fußende des Liegepolsters, auf dem Jesus sich ausgestreckt hatte, kniete sich hin und fing so sehr zu weinen an, dass ihre Tränen seine Füße benetzten. Sie trocknete sie dann mit ihren Haaren ab, küsste sie immer wieder und salbte sie mit dem Öl.

Unsere Liebe zu Gott bzw. zu Jesus ist davon beeinflusst, inwieweit wir uns als Sünder wahrnehmen und persönlich Vergebung notwendig haben. Je weniger wir uns vom Geist Gottes und von der Wahrheit erforschen und überführen lassen, desto weniger ist uns unsere Schuld bewusst und die Vergebung, die sie auflöst. Was mag wohl konkret die Liebe dieser Frau ausgelöst haben? Dieser Frage nachzugehen kann wohl nur ein Hineinversetzen in ihr Leben erschließen. Diese Liebe muss durch ein großes, persönliches Schuldbewusstsein ausgelöst worden sein, das wohl Jesus selbst inspiriert hat, weil er für sie die Vergebung verkörpert hat. Was unterscheidet uns von ihr? So gut wie nichts, wir alle sind unendlich viel Gott schuldig und können genauso viel von dieser Schuld entlastet, erlöst sein. Die Liebe ist ein Produkt, der Offenbarung unserer Schuld und der Vergebung Gottes, die nur Jesus selbst entfalten kann. Holgus 31.1.2022 

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26.1.

Mittwoch 26.1.2022 – Der Fokus: Luk.7,31-35 Das Spiel der Kinder der WeisheitLukas 7,35 Gott als Regisseur / Die Weisheit Gottes - Pastor Stefan Herb (EmK)

Wie Kinder beim Spiel des Lebens mitgehen, wenn es ums freudige aus uns herausgehen geht oder wenn wir in uns gehen, etwas betrauern oder bereuen müssen

Die Faszination:

Lukas 7,35 Und doch ist die Weisheit von allen ihren Kindern gerechtfertigt worden.

Die Weisheit Gottes ist immer im Recht – das zeigt sich durch alle ihre Kinder. Mit diesem Satz endet die Geschichte. Mit der Weisheit Gottes und deren Kinder. Es gibt offenbar doch nicht nur Spielverderber. Es gibt Kinder, die tatsächlich heulen, wenn Beerdigung gespielt wird, und es gibt Kinder, die anfangen zu tanzen, wenn andere zur Hochzeit aufspielen. Es gibt Menschen, die mit dem Täufer Johannes umkehren und es gibt solche, die sich vom Menschensohn zum Festmahl einladen lassen. Bei Jesus erfahren sie, dass Gottes Weisheit größer ist als all die Dummheiten, in die sich Menschen verirren. Kinder der Weisheit sind diejenigen, die Gott recht geben.

Es ist schon ein ungewöhnlicher Gedanke: das „Spiel“ des Lebens, bei dem es Mitspieler gibt, nämlich die Kinder der Weisheit, und Spielverderber, das sind die Dummen. Aber – so müssen wir uns fragen – ist das Leben denn ein Spiel? Und ob! Es steckt sehr viel mehr Spiel drin als wir denken: in der Mannschaft spielen wir zusammen, in der Diskussion spielen wir uns den Ball zu, in der Therapie spielen wir eine bestimmte Situation durch, am Arbeitsplatz verspielen wir uns gelegentlich Sympathien, manchmal spielen wir ein böses Spiel, um anderen eins auszuwischen, ja, wir sind unter Umständen sogar bereit, eine Freundschaft aufs Spiel zu setzen. Oder denken wir an die Spielregeln im Straßenverkehr oder daran, dass Menschen zum Spielball dunkler Mächte werden können. Das Leben ist ein Spiel. Mitunter sogar ein Tanz auf dem Vulkan. Also ein sehr ernstes Spiel. Denn es geht dabei um alles. Es geht um Hochzeit und Beerdigung. Es geht um Leben und Tod. Und doch ist es auch ein leichtes Spiel, ein fröhliches, denn es ist ein Tanz. Und alles kommt darauf an, dass wir mittanzen, dass wir uns in dieses Spiel hineinnehmen lassen, dass wir uns anstecken lassen von der Spielfreude, dass wir uns verlocken lassen zum Tanz des Lebens. Pastoraltheologe Pastor Stefan Herb (EmK)

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20.1.

Donnerstag 20.1.2022 – Die Studie zum Stillmodus des Projekts Abhängen - 2.Mose 14,10 / Psalm 18,2-4Das Gebet als SchreienEvangelischen Freikirche Wiehl

Lernen zu Gott zu schreien, nicht nur für uns, sondern auch für andere Menschen, dass er sofort oder im Lauf der Zeit eingreifen und sich auf seine Weise verherrlichen kann

Der Lebensstil:

Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, erhoben die Kinder Israels ihre Augen, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her! Da fürchteten sich die Kinder Israels sehr, und sie schrien zum Herrn. 2. Mose 14, 10 

Ich mag es nicht, wenn schlimme Sachen passieren. Ich mag es lieber, wenn immer alles glatt läuft. Aber dann würde ich mich nicht auf Gott verlassen, sondern auf mich selbst. Und ich würde die großartigste Möglichkeit, die der menschlichen Seele je geboten wurde, versäumen - das Geschenk, Gott zu kennen. Aus diesem Grund erlaubt Gott in seiner Barmherzigkeit und Gnade schwere Dinge, ja, Er führt sie manchmal sogar herbei. Es war Gott, der die Israeliten zum Roten Meer führte. Es war Gott, der sie in die Enge führte und die Ägypter veranlasste, ihnen hinterher zu jagen. Warum? Damit die Israeliten zu Gott schreien und seine Macht, Liebe und Souveränität auf ganz neue Art und Weise erfahren würden. 

Es gibt kein größeres Geschenk, als den Herrn zu kennen; und es gibt keinen besseren Weg, dieses Geschenk zu erfahren als eine Situation, in der wir nur zu Gott schreien können. Wofür beten? Bete, dass sich Frauen in Zeiten der Not zuallererst an Gott wenden. Bete, dass Gott dir die Augen deines Herzens öffnet, damit du all die Wege siehst, auf denen Er bereits wirkt. Bete, dass Gott sich dir auf neue Weise offenbart, wenn du zu ihm flehst. Bete, dass du ihm vertraust, solange du wartest. Gebet: ein Beispiel 

Ich will dich von Herzen lieben, o Herr, meine Stärke! Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Retter; mein Gott ist mein Fels, in dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine sichere Festung. Den Herrn, den Hochgelobten, rief ich an – und ich wurde von meinen Feinden errettet! (Psalm 18, 2-4)

Aus einer Tagesandacht der Evangelischen Freikirche Wiehl

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14.1.

Freitag 14.1.2022 – Der Fokus: Lukas 5,36-39 Das Gleichnis von dem neuen Kleid und den neuen Weinschläuchen - Lukas 5,37+38Das Neue Gottes wirken sehen - Hugh E.Alexanders

Den einfließenden Säfte, die Jesus durch den Geist in unser Leben gießen will, unser immer wieder erneuertes Herz dafür öffnen, dann eingießen und ideal ausreifen lassen, dass wir das Neue Gottes überzeugt anbieten können und es Gott und möglichst vielen Menschen köstlich schmeckt

Der Lebensstil:

Lukas 5,37+38 Und niemand füllt jungen Wein, der noch gärt, in alte Weinschläuche. Der Wein würde die Schläuche zerreißen und auslaufen. So wären Wein und Schläuche verdorben. Nein, jungen Wein füllt man in neue Schläuche!  

Unser Fleisch und das natürliche Herz hängt an dem gewohnten Alten. Das bezeugen die Kämpfe, welche die Urgemeinde mit denen auszufechten hatte, die das Gesetz aufrechterhalten wollten. Wenn der Heilige Geist Erweckungswind wehen lässt und dabei ist, etwas Neues zu schaffen, erwacht das Alte in uns und widerstrebt sofort. Unser Herz mag von Natur gern auf demselben Fleck bleiben. Dadurch hindern wir Gott, Sein Gnadenwerk in uns zu tun und uns den Lebenshauch zu schenken, der vorwärts führt.

Was «alt» ist, widerstrebt immer den geistlichen Siegen und dem, was der Geist neu geschaffen hat. Wenn wir noch sagen: «Das alte ist besser », begreifen wir nur mit Mühe, dass der Geist des Lebens in Christus Jesus uns viel mehr geben kann als alles, woran wir uns so festklammern. Gott gebietet uns, vorwärts zu gehen. Aber unser Herz denkt – wie einst Israel – mit Bedauern an das alte, bequeme Leben von früher. Wie töricht, an dem «alten Kleid» zu hängen und sich gegen den neuen Stoff, des Lebens aus dem Geiste, zu wehren! Hugh E. Alexanders aus Evangeliums.net

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13.1.

Donnerstag 13.1.2022 – Der Fokus: Luk.5,27-32 Berufung und Einladung des Levi Lukas 5,33+34 - Jesus als Bräutigam - Holgus 

Glück in der Berührung – auch gemeinsam als Jünger*innen - mit unserem Bräutigam erleben, der immer wieder da ist, wenn wir uns auf ihn einlassen, auch wenn er nicht physisch, sondern geistlich unter uns ist 

Das Bibliodrama:

Lukas 5,33+34 Daraufhin sagten sie zu Jesus: "Die Jünger des Johannes fasten oft und beten viel. Die der Pharisäer tun das auch, aber deine Jünger essen und trinken." Jesus erwiderte: "Könnt ihr die Hochzeitsgäste denn fasten lassen, wenn der Bräutigam bei ihnen ist? 

Wie wunderbar ist es – für mich als Levi - doch, dass Jesus, meine Brüder, Zöllner, Pharisaer und Mitmenschen um sich zulässt, niemand ausgegrenzt wird und alle fragen dürfen, was sie umtreibt. Wie schön ist es ihm nahe zu sein, nicht nur auf seinen Wegen, die er mit uns Jüngern geht, sondern mit ihm sein Dasein unter uns zu feiern. Ja er ist wie unser Bräutigam und wir seine Braut. Es ist schön immer wieder Berührung mit seinem Wesen aufzunehmen, das uns in seinen Bann zieht und fasziniert. - Ganz intim, fast zärtlich, darf ich ihn anrühren, darf durch ihn gereinigt sein von aller Unvollkommenheit, die immer wieder in meinem Leben ausdrückt. Wie kann ich wirken, wenn seine Klarheit und Reinheit mich nicht ausfüllt. Sie soll heute aus mir herausströmen, alles um mich liebevoll verdrängen was nicht von Dir ist. Holgus am 7.11.2007  und am 13.1.2022

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12.1.

Mittwoch 12.1.2022 – Der Fokus: Lukas 5,17-26 Die Heilung des GelähmtenLukas 5,18-20 / Matthäus 11,28+29 / 2.Korinther 12,9+10Die Stärke / Der Erneuerungsmodus - Holgus

Mich bei Jesus hängen lassen und schwach werden, dass er vergebend und heilend aus Hilflosigkeit, Schwäche und Stärke in uns synchronisiert und zu seiner Verherrlichung zur Wirkung kommen lässt

Die Kontemplation:

Lukas 5,18-20 Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Trage herbei. Sie wollten ihn ins Haus hineintragen und vor Jesus hinlegen. Weil sie aber wegen des Gedränges der Leute keinen Weg fanden, wie sie ihn hineinbringen sollten, stiegen sie aufs Dach, deckten einige Ziegel ab und ließen die Trage mit dem Kranken mitten unter sie hinunter, genau vor Jesus. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: "Deine Sünden sind dir vergeben." - Ich lasse mich voll Glauben an die Kraft Gottes, die in Jesus ist, mich selbst wie den Gelähmte zu Jesus auf einer Trage hinunter. Ich gebe zu, dass ich ein mehr oder weniger Gelähmter bin, weil ich durch gottlose Lebensstile gebremst bin und immer wieder Ermutigung durch Jesus brauche. Ich folge dem Aufruf von ihm: Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen … (Matthäus 11,28+29). - Ich strecke mich voll Glaubens auf der Trage aus und gebe wie der Gelähmte alle meine Hilflosigkeit zu. Ich werde schwach, wie er schwach war und genieße es Aufmerksamkeit von Jesus Christus zu bekommen, der durch seinen Geist immer gerade dort ist, wo sich ein Mensch sich ihm so anvertraut. Ich ergebe mich wieder neu, dass er mit und durch mich alles tun kann, was er für mich vorgesehen hat. In seiner Nähe kann ich schwach werden und gleichzeitig stark werden und lasse ihm Zeit, dies zu bewirken. (2.Korinther 12,9+10) 

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10.1.

Montag 10.1.2022 – 1.SONNTAG NACH EPIPHANIAS – Der Predigttext: Jesaja 42,1-9 - Jesaja 42,1-4Jesus der Knecht Gottes / Das RechtPfarrer i.R. Frieder GrauSonne der Gerechtigkeit 

Die Verwirklichung des Rechts auf der Erde jetzt schon, letztlich und schlussendlich durch den Knecht Gottes erwarten

Die Ermutigung:

Jesaja 42,1-4 Siehe, das ist mein Knecht, den ich halte, und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung.

Es wird recht werden, liebe Gemeinde, es wird alles recht werden. Auch wenn jetzt noch viel – viel zu viel – Unrecht ist: in unseren persönlichen Beziehungen, zwischen Nord und Süd, gegenüber der Schöpfung, manches Unrecht auch in der Kirche. Aber: Es wird recht werden auf der ganzen Erde bis zu den hintersten Inseln. Denn er, der Gottesknecht, trägt das Recht hinaus unter alle Völker: von Israel bis Palästina, von Russland bis in den Kongo, von meinem Wohnzimmer bis zum Flüchtlingslager auf Lesbos. Das verspricht Gott.

Knecht? Niemand ist gerne Knecht. Der Knecht hat wenig Rechte. Aber dieser Knecht ist von Gott auserwählt. Gott hat an ihm Wohlgefallen, hat ihn mit seinem Geist ausgestattet, hält ihn bei der Hand, behütet ihn, hat ihm einen besonderen Auftrag übertragen. Der Knecht vertritt Gott. Wenn jemand zweifelnd fragt: Wo ist denn Gott? Hier ist er, im Gottesknecht. Er geht ganz in seinem Auftrag auf. Das ist ja das Wesen eines Knechts, dass er das ist, was ihm aufgetragen ist. Und diesem Gottesknecht ist aufgetragen, das Recht hinauszutragen in alle Welt.
Jeder Mensch soll Recht bekommen! Gott sei Dank leben wir in einem Rechtsstaat. Es gibt Grundrechte, Kinderrechte, Arbeitnehmerrechte, eine Behindertenrechtskonvention. Aber vielen Menschen wird das Recht verweigert, manchmal auch bei uns. Nur da, wo ein Mensch Recht bekommt, kann er Mensch sein. Man kann die menschliche Würde nicht tiefer verletzten als dadurch, dass man einem Menschen, einer Gruppe, einem Volk das Recht verweigert. Die Aufgabe dieses Gottesknechtes ist bitter nötig.

Dabei geht dieser Knecht leise, behutsam, unaufdringlich vor. Das Recht durchsetzen kann man nicht mit Gewalt oder mit lautem Getöse. Auch im Christentum meinte man zu oft, das Gottesrecht mit Gewalt und Druck durchsetzen zu müssen. Oder man will mit lautem Getöse und spektakulären Auftritten auf Gott aufmerksam machen. Welch schlimme Missverständnisse! Der Gottesknecht kommt leise zu den Menschen. Und zwar zu den Geknickten und zu denen im Dunkel zuerst. Pfarrer i.R. Frieder Grau, Plochingen aus seiner Predigt zum 1.SONNTAG NACH EPIPHANIAS 2022

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4.1.

Dienstag 4.1.2022 – Der Fokus: Lukas 3,1-7 Der Auftritt von Johannes dem Täufer - Lukas 3,5+6Jesus zur Wirkung kommen lassen - Fabio Ciardi

Feinsinnig den Einfluss von Jesus zu uns und unseren Umfeldern ermöglichen, indem er uns führen und folgen kann, weil wir gerade Wege gehen und indem er uns durch Menschen begegnen kann, durch die wir ihm dienen können

Die Mahnung:

Lukas 3,5+6 Die Täler sollen aufgefüllt, die Berge und Hügel eingeebnet werden. Krumme Wege sollen begradigt werden und holprige eben gemacht. Dann werden alle Menschen das Heil sehen, das von Gott kommt.'" 

Diese Worte sind an mich gerichtet, weil Jesus jeden Tag kommen will. Jeden Tag klopft er an meine Tür, und auch mir fällt es, wie damals den Juden, nicht leicht, ihn zu erkennen. Damals zeigte er sich entgegen allen Erwartungen als bescheidener Zimmermann aus dem unbedeutenden Nazareth. Heute steht er vielleicht vor mir als Flüchtling, als Arbeitsloser, als Chef, als Klassenkamerad, als Familienmitglied, als eine Person, bei der ich zunächst einmal so gar nicht an ihn denken würde. Die feine Stimme, mit der er uns dazu einlädt, zu vergeben, Vertrauen und Freundschaft zu schenken, uns nicht auf Wege einzulassen, die dem Evangelium widersprechen, wird allzu oft übertönt. Andere Stimmen wollen uns dazu verleiten, mit unlauteren Mitteln zu arbeiten, es den anderen heimzuzahlen oder sie zu verachten.

Da passt das Bild von einer holprigen und kurvenreichen Straße, die es Gott nicht gerade leicht macht, zu uns zu kommen. Es gibt viele Formen von Engstirnigkeit und Selbstsucht, die unseren Blick für ihn trüben und unsere Ohren unempfänglich machen für seine Stimme. Sie alle aufzuzählen würde uns nicht weiterbringen. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir, was unserer Begegnung mit Jesus, mit seinem Wort, mit den Menschen, mit denen er sich identifiziert, im Weg steht. Fabio Ciardi aus dem Wort des Lebens der Fokolar-Bewegung

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3.1.

Montag 3.1.2022 – 1.SONNTAG NACH DEM CHRISTFEST – Der Predittext: 1.Johannes 5,11-13 - 1.Johannes 5,11 / Johannes 11,25 / Lukas 2,49Das Leben auf Gottes Erde - Auf uns - Andreas Bourani - Pfarrerin Lisbeth Sinner

Beschenkt mit dem ewigen Leben durch Jesus Christus, ein Hoch auf dieses Leben Gottes, zunehmend in jedem Moment in umfassenden Beziehungen zum Leben auf dieser Erde singend leben 

Die Faszination:

Ein Hoch auf uns und auf das Leben. Auf den Moment, der immer bleibt. Ein Hoch auf uns, auf jetzt und ewig. Auf einen Tag Unendlichkeit.

Denn Leben ist niemals abstrakt. Leben hat Hunger und Durst. Leben kennt Sehnsucht und Liebe, Angst und Verletzung. Leben kennt den Tod. Und Leben heißt zu atmen, zu riechen und zu fühlen. Leben heißt zu genießen und zu ersehnen, zu lieben und zu enttäuschen. Leben mit Haut und Haaren kennt den Schmerz und die Sehnsucht, das tiefe Glück und die Freude, die uns jubeln lässt. „Ein Hoch auf das Leben und den Moment, der immer bleibt“.

Das Unerhörte des christlichen Bekenntnisses ist nicht, dass es einen Gott gibt, sondern dass dieser Gott Ja sagt zum Leben in all seinen Facetten und Begrenzungen. Das Unglaubliche des christlichen Glaubens ist nicht, dass es eine Ewigkeit gibt, sondern dass der ewige Gott den Schritt in die Endlichkeit wagt. Der Sohn Gottes betritt diese Welt mit seinen Füßen. Gott teilt mit uns das Leben und das Sterben. Niemand kann mehr sagen: Gott weiß nicht, was Leben und Sterben bedeutet. Gott sendet seinen Sohn aus der Ewigkeit in diese endliche Welt und mit ihm zieht an Weihnachten das Licht der Ewigkeit in die Dunkelheit, mit ihm stirbt Gott auf Golgatha, mit ihm siegt das Leben am Ostermorgen.
 
Alles Leben ist Begegnung „Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.“ (1.Johannes 5,11) Gott bindet sein Ja zum Leben an seinen Sohn, der das Leben in sich trägt, der das Leben ist. Der von sich sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Johannes 11,25).
 

Als Glaubende sehen wir im Stall von Bethlehem das ewige Leben aufleuchten. Hier tritt Gott in Beziehung zu dieser Welt. Hier ist das Leben zu sehen, zu hören, zu riechen und zu schmecken. Denn – so Martin Buber – „alles wirkliche Leben ist Begegnung!“ Leben weist damit nicht nur über sich selbst hinaus, sondern weist mich an andere. Ich bin auf Beziehung hin geschaffen und erlebe mich als lebendig in der Beziehung zu Menschen, zu Gott und zu seiner ganzen Schöpfung.
Gott wird Mensch, und sein Sohn lebt in dieser unmittelbaren und unauflöslichen Beziehung zu seinem Vater. Das Evangelium dieses Sonntags legt Zeugnis ab von dieser „intimen“ Beziehung zwischen Sohn und Vater. "Warum habt ihr mich denn gesucht?", erwiderte Jesus. "Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?" Wer diesem Sohn begegnet, begegnet seinem Vater. Und in diesem Sohn tritt der Vater in Beziehung zu seinen Geschöpfen.
Leben wird so im wahrsten Sinne des Wortes “be-greifbar”. Das Leben, Gott selbst, ist in seinem Sohn zu sehen, zu hören, zu riechen und zu schmecken. Gott ist nahe. Jesus Christus ist „das Zeugnis, dass Gott das ewige Leben gegeben hat.“
Und da ist die Ahnung und die Sehnsucht, die uns jedes Jahr neu durch die Weihnachtstage und den Jahreswechsel trägt: Es gibt sie, die Ewigkeit mitten in der Zeit, diesen einen Moment Unendlichkeit. Aus der Predigt von Pfarrerin Lisbeth Sinner, Wildberg
zum 1.SONNTAG NACH WEIHNACHTEN 2.1.2022

 Ja mein Gott lehre mich das Leben, das Du in Jesus Christus vorgesehen hast so umfassend zu leben, dass es Dir gefällt und große Wirkungen hat, die Dich verherrlichen. 

Dezember 2021

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31.12.

Freitag 31.12.2021 – ALTJAHRESABEND – Der Predigttext: Matthäus 13,24-30 – Matthäus 13,30 / Matthäus 6,13 Das Gute in uns und durch uns aufwachsen lassen / Erlöse uns von dem Bösen - Pfarrer Dr. Martin Hauff, Langenau

Das Gute in, durch und um uns - unter der segnenden Hand Gottes - in allen Lebensbereichen aufwachsen lassen und gleichzeitig schreiend und erwartend sich - auch gemeinsam - vom Unkraut bzw. von Bösen erlösen lassen

Die Ermutigung:

Matthäus 13,30 Lasst beides – den guten Weizen und das Unkraut - wachsen bis zur Ernte. Wenn es dann so weit ist, werde ich den Erntearbeitern sagen: Reißt zuerst das Unkraut aus und bindet es zum Verbrennen in Bündel. Und dann bringt den Weizen in meine Scheune.'" 

Der Landbesitzer bremst den Aktionismus seiner Knechte aus. Er sagt ein klares Nein. Seine Entscheidung gegen das Ausjäten dient dem Schutz des guten Weizens. Die klare Ansage des Landbesitzers strahlt Zuversicht aus. Ja natürlich sieht er auch den Lolch. Aber er sieht mittendrin den guten Weizen. Der Landbesitzer ist erfüllt von der Hoffnung, dass der Weizen reif wird. Er darf jetzt nicht durch unbedachtes Handeln gefährdet werden. Hoffnungsvoll leben heißt, die Schlechtigkeit der Welt nicht täglich neu entdecken und beklagen. Hoffnungsvoll leben heißt, ihr das Bestmögliche entgegenzusetzen.

Mit den Knechten hören wir die große Zuversicht des Herrn, dass der gute Same heranwachsen wird. Der gute Same auf dem Ackerfeld dieser Welt, das ist jede noch so kleine Tat der Liebe, die im Sinne Jesu geschieht. Sie hat in Ewigkeit Bestand – allem Bösen zum Trotz. Das gibt uns etwas von der Hoffnung und Gelassenheit, die der Herr in dem Gleichnis ausstrahlt. So blicken wir vom Feldrand hinauf in Gottes weiten Himmel, der seine Sonne aufgehen lässt über Böse und Gute. Mit Jesu Worten beten wir vertrauensvoll: „Vater im Himmel, erlöse uns von dem Bösen!“ Das entlastet uns von der Sorge um das Heil der Welt und die Überwindung des Bösen in ihr. Das überlassen wir getrost Gott selbst. Dennoch nutzen wir die uns anvertraute Zeit verantwortungsvoll. Denn wer erfahren hat, dass Gott für das Heil der Welt und des Menschen alles getan hat, der kann für das Wohl des Menschen gar nicht genug tun.

Noch ist uns Zeit anvertraut, um beherzt unseren – zugegeben kleinen – Teil zur Schonung des Klimas beizutragen. Aber viele kleine Schritte ergeben in der Summe Veränderungen, die wirken. Deshalb ist die Aufgabe der Christen in unserer Situation nicht, den Untergang anzusagen, sondern zur Umkehr aufzufordern, zur Änderung der Meinungen und Gesinnungen, damit das Leben gerettet wird und nicht zugrunde geht. Wir resignieren nicht, sondern widerstehen dem Unheil. - Noch ist uns Zeit anvertraut, um mit verantwortungsvollem Verhalten mitzuhelfen, dass die vierte Welle gebrochen wird. „Wellenbrecher“, das Wort des Jahres 2021, ist ja schon mit einer positiven Zukunftsperspektive verbunden: Ja, es kann gelingen, diese Welle zu brechen. Pfarrer Dr. Martin Hauff, Langenau  aus seiner Predigt zum Altjahresabend 2021

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30.12.

Samstag 5.11.2011 – Der Fokus: Lukas 2,25-38 Anbetung und Prophetie Simeons und Hannas  – Lukas 2,36+37Das Gebet als Geschehen erlebenROHPUP 120

Das Gebet auch an und durch uns – im Durchfluss des Heiligen Geistes – leicht erleben und dabei von Gott erfasst, um dann von ihm gebraucht zu werden

Die Faszination: 

Lukas 2,36+37 Damals lebte auch eine alte Prophetin in Jerusalem. Sie hieß Hanna und war eine Tochter Penuëls aus dem Stamm Ascher. Nur sieben Jahre war sie verheiratet gewesen und war jetzt eine Witwe von 84 Jahren. Sie verließ den Tempel gar nicht mehr und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 

Gebet ist eher etwas was Dir widerfährt, als etwas, was Du privat für Dich tust. Es bedeutet eher das große selbst zulassen, als das kleine selbst durchzusetzen. Schließlich wirst du selber lieber sagen: „Gebet geschah und ich war da“ als: „Heute habe ich gebetet“ Du weißt nur, dass Du geführt wurdest, geleitet, geliebt, gebraucht und „durchbetet“ wurdest und dass Du dabei nicht mehr am Steuer sitzt. Richard Rohr aus „Pure Präsenz“ Seite 120

   

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Lukas 2,1

Mittwoch 29.12.2021 – Die aktuelle Studie – Der Fokus: Lukas 2,1-7 Die Geburt von Jesu in Bethlehem - Lukas 2,1Gott als Regisseur / Die Schöpfungsakte Gottes durch besondere Geschehen - ENGGOA 141

Den Regisseur des Lebens – Gott – wahrnehmen, der dem Leben scheinbar freien Lauf lässt und doch gleichzeitig sein Drehbuch - durch uns seine Darsteller - durch Christus und besondere Akte in Szene setzt, um seine Genialität und Liebe durch uns auszudrücken

Die Faszination: 

Lukas 2,1 Es begab sich aber in jenen Tagen, das ein Befehl ausging vom Kaiser Augustus, dass alle Welt sich sollte schätzen lassen.

Wie sieht das praktisch aus, wenn Gott Regie führt? Es wird dann immer gelten: „Und es begab sich …“, wie es in den Berichten über Jesus oft heißt. Wenn Gott Regie führt, gewinnt das Leben eine Folgerichtigkeit zu gewinnen, die mit Gottes finalem Denken zu tun hat. Diese innere Logik können wir im Moment oft nicht erkennen, aber beim Rückblick über bestimmte Geschehen packt uns dann ein großes Staunen über Gottes weise Führung. Durch diese Erfahrung lernen wir, uns der Leitung des Heiligen Geistes immer mehr anzuvertrauen, auch wenn er uns ungewohnte Wege führt; Gott ist oft so überraschend! Es ist Ausdruck seines schrittweisen Führens, dass er die Dinge immer erst dann ans Licht zieht, wenn er sie bearbeiten will; er liefert uns keine Auftragsliste. - In den Akten, in denen Gott Regie führen konnte, ist es mir im Rückblick immer gleich ergangen. Wenn wir die durch unsere Arbeit bewirkten Veränderungen zusammentrugen, wurde jedesmal klar, dass die Frucht das, was sich durch unser Gespräch erklären ließ, weit übertraf. Das Staunen über Gottes überreiches, gnädiges Wirken führte dann jeweils ganz natürlich zu einer gemeinsamen Lob- und Dankzeit. Manfred Engeli leicht verändert aus seinem Buch „Gottes Angebote“ Seite 141

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28.12.

Dienstag 28.12.2021 – Der Fokus: Lukas 1,67-80 Der Lobpreis des Zacharias LukasLukas 1,74+75 / 1.Johannes 4,18  – Die Furcht / Furchtlos Gott alleine dienen - Samuel Keller - Jesus Du bist König in unserer Mitte

Befreit von der Gefangenschaft der Furcht und ihren Nebenwirkungen durch unseren Liebhaber, der durch sein Liebe alle Furcht vertreibt, dass wir – in allen Umständen zu unserem Besten - ihm allein dienen zu können

Die Faszination:

Lukas 1,74+75 Befreit aus der Hand unserer Feinde dürfen wir ihm nun ohne Furcht dienen, in Heiligkeit und Gerechtigkeit, so lange wir am Leben sind.

Welche schroffen Gegensätze! Ohne Jesus sind wir Gefangene der Furcht unser Leben lang, und dazwischen all die kleinen Nebengötzen der Furcht: Sorge, Ängstlichkeit, Gedrücktheit, bange Spannung des Augenblicks. Und dann kam die Umkehrung; jetzt geht's mit dem Blick ihm zugewandt, den unsere Seele liebt: ohne Furcht unser Leben lang! Wir brauchen in Augenblicken, wo die alte Furcht ihre Fangarme nach uns ausstreut, uns nur darauf zu besinnen, dass Er uns liebt, dass Er uns nahe ist, dass nichts uns schaden kann, und der törichte Alpdruck weicht. Vor wem sollte uns denn grauen? Ist Jesus denn nicht derselbe? Der Nahe, Barmherzige, Freundliche, der sich um uns kümmert wie ein Vater um sein Kind. Furcht ist nicht in der Liebe, die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht (1.Johannes 4,18), Furcht ist stets ein Symptom einer Seelenverstimmung. Je kindlicher wir uns dem nahen Heiland anvertrauen, desto völliger treibt die Freude an ihm alle Furcht aus. Furcht ist die Folge der kleinen Blicke in die irdischen Dinge. Sobald wir den großen Blick tun in die herrliche Zukunft der Kinder Gottes, ist die Furcht verscheucht. Nein! Furcht ist eine Stimmungssache. Gib deine verstimmte Harfe in die Hände des Meisters: der wird neue Saiten des Dankens und Lobens aufziehen. Samuel Keller aus Evangeliums.net

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27.12.

Montag 27.12.2021 – Der Fokus: Lukas 1,26-33 Die Ankündigung der Geburt von Jesus - Lukas 1,37+38Das Wachstum von Christus ins uns - Holgus 

Wie Maria Christus in uns durch den Heiligen Geist zeugen und aufwachsen lassen, um ihn wie es verheißen ist, auf unterschiedliche Art und Weise auf die Welt zu bringen 

Die Faszination:

Lukas 1,37+38 Für Gott ist nichts unmöglich." Da sagte Maria: "Ich gehöre ganz dem Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen." Darauf verließ sie der Engel.

Dasselbe Angebot wie der Engel der Maria machte und die darauf positiv reagierte, indem sie das Verheißene an sich und durch sich geschehen lassen wollte, macht uns Jesus auch. Das Christsein ist etwas, das an, in und durch uns durch Christus geschieht. Wir haben eigentlich nur sein Wort zu lesen und zuzustimmen, dass er es in und durch uns umfassend – eine Verheißung nach der anderen - verwirklicht. Wir werden dann merken, dass unser innerer Mensch mit Christus in uns – allerdings nach meiner Erfahrung langsam - wächst und immer ausgeprägter durch uns zur Welt - gerade in den Umständen und Schwierigkeiten in denen wir leben -  kommt. Christsein ist ein erstmal ein passives an sich geschehen lassen, das uns von selbst in wirksame und fruchtbare Wirksamkeit und Tätigkeiten hineinführt. Wenn es das nicht ist, dann ist es bestenfalls Religion oder Philosophie, die wir versuchen zu leben. Christus in uns selbstverständlich aufwachsen zu lassen und auf die Welt zu bringen, haben wir von Maria – aber auch von vielen Vorbildern – durch den Heiligen Geist zu lernen. Die Verheißung, dass für Gott nichts unmöglich ist, stärkt uns auch in diesem Wachstumsprozess. Holgus 27.12.2021

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Titus 2,11+12

Freitag 24.12.2021 – CHRISTNACHT – Der Predigttext: Titus 2,11-14 – Titus 2,11+12 Die Gnade - Professor Dr. Bernhard Mutschler, Reutlingen

Die offene Tür zu Gott wahrnehmen und immer wieder zu ihm zurückkehren, dass seine Gnade mich weiter heilsam erziehen kann und mich zu einem helleren Licht unter meinen Mitmenschen macht

Die Faszination:

Titus 2,11+12 Denn die Gnade Gottes ist jetzt sichtbar geworden, um allen Menschen die Rettung zu bringen. Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben, 

Gottes heilsame Gnade, lese ich im Titusbrief, „erzieht uns, dass wir – nach Absage an Gottvergessenheit und weltliche Begierden – besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben.“ Was für eine Änderung, wenn Gottes heilsame Gnade Menschen „erzieht“, sie begleitet, bildet und stetig erneuert in ihrem Leben.
Ich stelle mir vor: Gottes Gnade wirkt, als ob sie unserem Leben tödliches Gift entzieht. Sie vertreibt Gottvergessenheit und Gottlosigkeit. Sie erinnert uns immer wieder an Gottes offene Tür. Der Zugang zu Gott ist offen für alle. Der Himmel ist nicht verschlossen, sondern von Gott her geöffnet. Kein Lockdown von Seiten Gottes, sondern ein Kommunikations- und Liebesangebot!
Es lebt sich anders aus Gott. Es lebt sich tiefer und voller und runder aus dem Strom des Lebens, der Versöhnung und des Vertrauens Gottes. Wenn Menschen „besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben“, dann führt dies – davon bin ich überzeugt – zu einer hohen Lebensqualität für alle Menschen und für die gesamte Schöpfung. Es führt zu jenem guten Leben, nach dem sich alle Menschen sehnen. Wie sieht dieses Leben aus? „Besonnen“ – im Umgang mit sich selbst; „gerecht“, d.h. solidarisch, fair, barmherzig – gegenüber anderen und der Schöpfung; „fromm“ und dankbar – im Blick auf Gott. Das ist die Richtung, in die Gottes heilsame Gnade Menschen erzieht, entwickelt und entfesselt. Wäre das eigentlich schlimm, wenn Menschen sich von Gottes heilsamer Gnade anleiten, inspirieren, anstecken ließen? Wenn sie Besonnenheit, Solidarität und Dankbarkeit als Tugenden hoch halten und immer wieder daraus schöpfen wie aus einer Quelle? Wenn nicht, dann lassen Sie uns diesen Weg gehen, jede und jeder für sich und alle miteinander. Gottes heilsame Gnade erneuert, befreit und ermutigt uns. Dieser Weg führt zu einem wahrhaftigen und guten Leben. Professor Dr. Bernhard Mutschler, Reutlingen


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22.12.

Mittwoch 22.12.2021 – Der Fokus: Lukas1,1-4 Lukas widmet Theophilus sein EvangeliumLukas 1,1-4Der Jesuslauf - Das Wort Gottes selbstständig studieren - Holgus 

Jesus nachfolgen wie einen öffentlichen und inspirierenden Lauf querfeldein ihm nach durchs Leben verstehen und zunehmend gemeinsam laufen

Die Vision:

Lukas 1,1-4 Schon viele haben sich darangesetzt, einen Bericht über die Ereignisse zu schreiben, die bei uns geschehen sind und die wir von denen erfahren haben, die von Anfang an als Augenzeugen dabei waren und dann den Auftrag erhielten, die Botschaft weiterzusagen. Nun habe auch ich mich dazu entschlossen, allem von Anfang an sorgfältig nachzugehen und es für dich, verehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben.  So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Dinge überzeugen, in denen du unterwiesen worden bist. 

Solch einen Entschluss zu fassen, über Jesus und sein Leben eine Chronik zu schreiben ist sicher nicht von heute auf morgen bei dem Arzt und Reisebeleiter von Paulus Lukas gefallen, eine Vision muss ihn dazu beflügelt haben und sein Schreiben inspiriert haben. Vor ihm haben sich damit viele versucht, wie er berichtet, aber auch sicher viele nach ihm. Aber nur 4 Evangelien wurden in die Bibel aufgenommen. Interessant wäre es die anderen zu studieren und zu erfahren, warum sie nicht aufgenommen wurden. Er bildet durch sein Evangelium seine persönliche Spiritualität ab und wir die wir es studieren können unsere aus ihr heraus entwickeln. 

Der Jesuslauf – ein persönlicher Studiengang inspiriert durch die Bibel, um Jesus besser nachzufolgen - ist solch eine persönliche Weiterentwicklung. Dies ist sicher nicht der Erste und wird nicht der Letzte sein, an einigen orientiere ich mich und bin gespannt auf die Zukünftigen. Meine Vision war immer, dass der Jesuslauf von mehr Christen gestaltet und gelebt wird. Wer daran Interesse hat, der kann mich anschreiben und ihn dann mitgestalten. Ich hatte keinen bestimmten Adressaten, Lukas hatte seltsamerweise nur einen: Theophilus. Anselm Grün vermutet, dass er ein Buchverleger war, dem Lukas die zwei Bücher, das Evangelium und die Lukasgeschichte gesendet hat. Er hat ihn sicher nicht für die Menschheit geschrieben, die sich von diesem Evangelium hat inspirieren lassen, das durch das Buch aller Bücher weltweit Veröffentlichung fand und findet. Er hatte die Hoffnung dass die Bücher veröffentlicht würden.

Meine Vision weitet sich heute aus. Der Jesuslauf soll Menschen wie das Lukasevangelium von der Zuverlässigkeit der Botschaft von Jesus überzeugen und zur Nachfolge inspirieren. Priszilla hat einmal angefangen Priszilla - priszillaJimdo-Page! Und hat damit ein gutes Beispiel gegeben. Leider hat sie seit über einem Jahr mit dem öffentlich bezeugten Laufen aufgehört. Es ist auf jeden Fall spannend, die eigenen Inspirationen und das Labern das sich von ihnen ableitet aus der Bibel bzw. den Evangelien herauswachsen zu lassen. Ich weiß nicht wie lange Lukas für seine beiden Werke gebraucht hat. Der Jesuslauf hat 1993 aus kleinen Anfängen begonnen. Alles braucht seine Zeit.  Holgus 22.12.2021

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17.12.

Montag 23.2.2020 – SONNTAG LAETARE - Der Predigttext: Jesaja 66,10-14 - Jesaja 66,12-14Der Christ als TempelDer Tempel in Jerusalem - HOLGUS

Als Gottes Wohnungen und Tempel, innerlich voll gesättigt, Trost und Frieden in unseren Umfeldern – besonders in Krisenzeiten – verbreiten, bis der eine Tempel Gottes in Jerusalem voll zur Wirkung kommt

Die Ermutigung:

Jesaja 66,12-14 Denn so spricht Jahwe: "Seht, wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr, den Reichtum der Völker wie einen überfließenden Bach. Trinkt euch an dieser Fülle satt! Auf den Armen werdet ihr getragen, und auf den Knien wird man euch wiegen. Ich will euch trösten, wie nur eine Mutter trösten kann. Und an Jerusalem findet ihr Trost. Wenn ihr das erlebt, werdet ihr voll Freude sein, wie frisches Gras sprosst euer Lebensmut." Seinen Dienern offenbart Jahwe seine Macht, aber seine Feinde sind von ihm bedroht.

Diese Verheißung für Jerusalem wird sicher in der Zukunft erfüllt werden. Diese Stadt wird zu seiner Bestimmung finden, nach einem Kampf um sie während Jahrhunderten ja Jahrtausenden. Was Gott beruft und verheißt, das erfüllt er auch, darauf dürfen wir uns verlassen. Wie gut ist es heute in Christus schon Tempel Gottes sein zu können, den Gott versorgt wie eine Mutter sein Baby und aus dem zunehmend Frieden herausströmt. Dies ist das Markenzeichen von Gottes Tempeln, voll gesättigt sein und aus Frieden heraus zu agieren. Unfassbar ist es, was einmal in Zukunft Gott aus einer Stadt Jerusalem machen wird. Holgus 23.2.2020

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16.12.

Donnerstag 16.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 63,7-64,11 Gebet des Volkes um Gottes EingreifenJesaja 64,1-3Das Gebet für ErweckungDAWUSF  65 – Songimpuls: Oh Heiland reiß die Himmel auf

Durch unser Gebet Gott bewegen den Himmel aufzureißen, dass sein Licht durch uns aufleuchtet, dass sich Dunkelheiten in und um uns auflösen

Der Lebensstil: 

Erweckung wird unseren religiösen Stolz und unsere Selbstgefälligkeit zertrümmern. Deshalb werden die herrschenden religiösen Institutionen versucht sein, dem Wind des Heiligen Geistes zu widerstehen und die Beteiligten zu kritisieren. Um uns nicht in Versuchung zu führen, ist Gott momentan dabei (1991), die Leiterschaft aufzurütteln, die während des evangelikalen Aufbruchs in den 50er Jahren in Erscheinung trat., und er diszipliniert die Leiterschaft, die aus der charismatischen Erneuerung und der Jesusbewegung der 70er Jahr hervorging. – Wir dürfen in dieser Zeit, in der der Weinstock beschnitten wird, nicht die Hoffung verlieren. Wir wollen auf den allmächtigen Gott schauen. Dieses Werk der Züchtiugung soll uns auf die Vollmacht vorbereiten. Lasst uns wie die Urgemeinde in Einheit, Demut und Umkehr im Obergemach zusammenkommen und auf die Ausgießung des Geistes warten. Unser Gebet sollte sein (John Dawson aus „Unsere Städte für Gott gewinnen“ Seite 64: Jesaja 64,1-3 O reiß doch den Himmel auf und komm zu uns herab, dass die Berge vor dir erbeben; wie das Feuer Reisig entfacht und wie es Wasser wallen macht; dass deine Feinde merken, wer du bist, / dass die Völker vor Angst vergehen, wenn du furchterregende Taten vollbringst, die niemand von dir erwartet hat! Ja, führest du doch herab, dass die Berge erbebten vor dir! Noch nie hat man so etwas gehört, noch niemals so etwas erlauscht, noch nie hat ein Auge einen Gott gesehen wie dich, der an denen, die auf ihn hoffen, so gewaltige Dinge tut!

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15.12.

Montag 11.1.2021 – EPIPHANIASFEST – Der Predigttext: Jesaja 60,1-6Jesaja 60,1+2Der Christ als Licht - Dr. Andreas Löw - Mache Dich auf und werde Licht …

Sich für das Licht Jesus Christus in uns immer mehr und wieder neu öffnen, dass es uns erleuchten, durch uns scheinen, aber auch Werke des Lichts hervorbringen kann

Die Ermutigung:

Jesaja 60,1+2 Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN erglänzt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Wir, die wir uns nach dem Aufstrahlen von Gottes Licht in unserer Welt sehnen, dürfen uns nicht an die Finsternis gewöhnen oder sie schönreden. - Mit der Auferstehung Christi im Rücken und der Gewissheit, dass wir als gerechtfertigte Sünder in die Nachfolge Christi gerufen sind, hören und verkünden wir den prophetischen Ruf Jesajas. Wir lassen unseren Blick von unseren Ohnmachtserfahrungen wegziehen, hin auf Gottes Möglichkeiten, auf seine Verheißungen, auf seine kommende Herrlichkeit. Gott legt uns niemals auf unsere Schuld, auf unser Versagen, auf unsere Schwäche fest. Sondern Gottes Güte und Gnade sind jeden Morgen neu. Gott füllt uns täglich unsere Hände mit all dem Licht und der Herrlichkeit seines Sohnes Jesus Christus. Gottes Wort aus dem Munde des Propheten öffnet unseren Geist für den Geist der Kraft und der Liebe und der Zuversicht. Schuldekan Dr. Andreas Löw, Ludwigsburg aus seiner Predigt zum Epiphaniasfest 2021

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14.12.

Dienstag 14.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 57,14-21 Gottes Hilfe für die Zerschlagenen - Jesaja 57,15 – Selig sind die Armen - Charles H.Spurgeon 

Die Versuchung erkennen von Wohlstand verwöhnt und ohne göttliche Ansprüche zu sein, dem Leben mit Herzensbildung aus dem Weg zu gehen, dadurch von Gott abgeschirmt nicht mehr von ihm erreichbar zu sein 

Die Orientierung: 

Jesaja 57,15 Denn so spricht der hohe und erhabene Gott, der ewig lebt und dessen Name 'der Heilige' ist: "Ich wohne in der Höhe, in unnahbarer Heiligkeit, doch bin ich auch den Zerschlagenen nah, deren Geist niedergedrückt ist, und belebe den Geist dieser Gedemütigten neu, richte das Herz der Zerschlagenen auf. 

Manche sagen, dass sie nie getröstet worden sind, sie bedurften dessen nie; sie nehmen nichts zu Herzen. Zu dieser Gesellschaft gehören die, welche frei geboren sind und niemals in irgend einer Unterdrückung von Menschen waren, und doch durch ihr Prahlen die Ketten ihres Stolzes klirren lassen. Die, welche nie verwundet waren, und deshalb nie geheilt wurden, mögen sich ihres Zustandes rühmen, aber die Zeit wird kommen, wo sie wünschen werden, es würde anders mit ihnen stehen und den Geringsten beneiden, die zerbrochenen Herzens und von Jesu verbunden sind. Ein Tag wird anbrechen, wo die Selbstgerechten, die sich jetzt selbstgefällig in Zion fühlen, mit Freuden tauschen würden mit denjenigen, die sie jetzt als mürrisch und trübsinnig verachten. Charles H.Spurgeon aus Evangeliums.net

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13.12.

Samstag 14.10.2006 – Der Fokus: Jesaja 55,6-13 Gottes wunderbarer Weg - Jesaja 55,10-11Das Wort Gottes wirken lassen - COWAQD 15

Das Wort Gottes in uns - gepflegt von Gott selbst - wirken lassen, wie Samen im Humus, die zu guten fruchtbaren Pflanzungen aus unserem Leben herauswachsen

Die Faszination: 

Jesaja 55,10-11 Und wie Regen oder Schnee vom Himmel fällt / und nicht dorthin zurückkehrt, ohne dass er die Erde tränkt, sie fruchtbar macht, dass alles sprießt,  dass Brot zum Essen da ist und Saatgut für die nächste Saat, so ist es auch mit meinem Wort: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und führt aus, was ich ihm aufgetragen habe. 

Das gedruckte Wort weicht niemals zurück, zeigt nie Feigheit; es kommt nie in Versuchung, Zugeständnisse zu machen; es wird nie müde und lässt sich nie entmutigen; es reist billig; es wirkt während wir schlafen, verliert nie die Fassung und wirkt auch dann noch weiter, wenn wir schon lange tod sind. Es trifft den Menschen immer in der richtigen inneren Verfassung; denn es spricht ihn nur an, wenn er sich zum Leben Zeit nimmt; es steht immer zu dem, was es gesagt hat; es ist wie ein Angelköder, der immer im Wasser hängt. Charles Cowman aus „Alle meine Quellen sind in Dir“ Seite 15

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10.12.

Mittwoch 22.5.2013 – Der Fokus: Jesaja 51,1-8 Trost für das Volk Gottes - Jesaja 51,7Die Sünde der Gesetzlosigkeit SCHDKL 122

Innerlich durch das Gesetz Gottes gelehrt und orientiert, es durch Liebe in allen Lebenslagen verwirklichen

Die Orientierung: 

Jesaja 51,7 Hört auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennt, du Volk, das meine Weisung, mein Gesetz in sich trägt: Fürchtet nicht den Hohn von Menschen, erschreckt doch nicht vor ihrem Spott!

Das nicht liebende Herz stellt die Selbstgerechtigkeit über die Gerechtigkeit, die Selbstzufriedenheit über den Frieden; es stellt das eigene Recht über die Versöhnung. – Die innere Gesetzlosigkeit ist billig! Das Herz braucht einen Widerstand gegen sich selbst! Es braucht einen Grund, an dem seine Kraft ansetzen kann. Ohne diesen Grund findet die moralische Rückstellkraft des menschlichen Herzens keinen Ansatzpunkt. Eine Kraft kann nicht im Nichts ansetzen. – Die Lüge der Gesetzlosigkeit wird vorangetrieben durch eine romantische Verklärung des sich selbst suchenden Ichs. Da ändert es auch nichts, dem Ich ein frommes Vorzeichen zu geben. Ohne innere Ordnung wird jede Suche zur Sucht. Menschen, die die Wahrheit ihres Herzens verlieren, werden im Innern von Selbstsucht zerstört; eine Gemeinschaft die ihr Herz verliert, wird im Äußeren durch Ungerechtigkeit zerstört. Denn das Gesetz zu verlieren bedeutet die Wahrheit des Herzens zu verlieren. Die Psalmen und die Propheten reden davon, dass der Mensch (und sogar ein ganzes Volk) „das Gesetz seines Gottes im Herzen hat“. Gesetz und Liebe sind damit innere Größen des Glaubens, es sind harmonische Gegensätze, die sich im Äußeren des gemeinsamen Lebens zeigen! Martin Schleske aus „Der Klang“ Seite 122

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9.12.

Donnerstag 9.12.2021 – Der Fokus: Jes.45,8-13 Kritik an der Überheblichkeit in IsraelJesaja 45,13 / Jesaja 48,17Die gelebte Gerechtigkeit - SCHDKL 106

Von Gott selbst gelehrt, sich von der geschenkten Gerechtigkeit zur gelebten Gerechtigkeit verwandeln lassen, dass das Leben nicht scheitert sondern gelingt 

Der Lebensstil:

Wenn sich Gerechtigkeit erfüllt, entsteht nichts Fremdes, sondern im Tiefsten das wahrhaft Eigene. Bei der biblischen Gerechtigkeit geht es nicht um ein juristisches Urteil, sondern um unseren Lebensweg. Der Glaube kommt nicht als etwas künstliches zum Leben dazu, sondern er ist die Lebensbewegung selbst. Das ist der prophetische Ausdruck der Gerechtigkeit: „Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit, und alle seine Wege will ich eben machen.“ (Jesaja 45,13) und „Ich bin der Herr dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft, und dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst.“ (Jesaja 48,17) Das Ziel der Gerechtigkeit ist das gelingende Leben. Die Weisheit führt den Werdegang. Martin Schleske etwas verkürzt aus „Der Klang“ Seite 10

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8.12.

Mittwoch 8.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 45,1-7 König Kyrus das Werkzeug Gottes - Jesaja 45,1-7Die Allmacht Gottes / Auf die Strategien Gottes eingehen - KOCFWA 302f

Das Drama des Lebens – das von Gott inszeniert wird – als Kind Gottes verstehen lernen, der Frieden und Unheil schafft wie es ihm gefällt, um von ihm eingesetzt werden zu können und um nicht sein Gegenspieler zu werden

Das Bibliodrama:

Jesaja 45,1-7 So spricht Jahwe zu Kyrus, seinem Gesalbten, den er an die Hand gefasst hat, um Völker ihm zu unterwerfen, um Königen den Hüftgurt zu lösen, um vor ihm zu öffnen Tür und Tor: "Ich selbst, ich gehe vor dir her. Ich ebne die Ringmauern ein, zerschlage Bronzetore und zerbreche eiserne Riegel. Ich liefere dir die verborgenen Schätze und die versteckten Vorräte aus, damit du erkennst, dass ich, Jahwe, der Gott Israels bin, der dich bei deinem Namen rief. Wegen Jakob, meinem Diener, wegen meinem Schützling Israel habe ich dich berufen und verlieh dir einen Ehrennamen, ohne dass du mich kanntest. Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! / Ich bin der einzige Gott! Ich gebe dir die Macht, obwohl du nichts von mir weißt, damit man von da, wo die Sonne aufgeht, bis dahin, wo sie untergeht, erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! Ich bin es, der Licht und Dunkelheit macht, der Frieden gibt und Unheil schafft. Ich, Jahwe, bin es, der das alles tut. 

Dann bat der König um das Papyrusblatt mit der Rede des Propheten über ihn und fuhr fort: Ich darf euch an meine Liebe zum Schachspiel erinnern. Es ist ein Kamopfspiel, bei dem zwei Gegner ihre Züge gegeneinander machen, um den König des anderen zu schlagen. Es ist ein Abbild des menschlichen Lebens, das auch aus vielen solcher Kämpfe besteht. Sogar von den Göttern sagen unsere Priester, dass sie gegen Feinde kämpfen, die sie schädigen oder gar stürzen wollen. – Aber ganz anders ist der Gott, von dem Jesaja spricht. Er hat keinen ihm ebenbürtigen Gegner, mit dem er kämpfen müsste. Am Schluss der Rede heißt es ja, dass er auch die Finsternis und das Unheil geschaffen hat. Die Könige und Götter müssen darum letztlich ihm, dem alleinigen Gott dienen. Wenn ich diese Vorstellung von Gott auf das Schachspiel übertrage, so kämpfen nicht zwei Götter gegeneinander. Jesajas Gott allein setzt seine Figuren ein und lenkt das Spiel nach seinem Willen. Das ist Schach solo. – Jetzt aber das andere: Dieser allmächtige Gott ist zugleich uns Menschen zugewandt. Er nennt mich seinen „Gesalbten“. Er teilt mir seine Pläne mit, obwohl ich ihn nicht kenne. Ich bin aber für ihn keine willenlose Figur, keine "Marionette" in seinem Spiel. Er nimmt ja an, dass ich meinen Weg gehe, der mich nach Babylon führt. Aber ich soll ihn, den mir Unbekannten kennenlernen, und zwar durch die Erfahrung, die ich als Soldat zusammen mit euch mache. Dass er den Menschen zugewandt ist, das zeigt sich vor allem darin, dass er sich seines Volkes in der Verbannung annimmt. Er will ihnen durch mich helfen lassen. Hermann Koch aus „mit Flügeln wie Adler“ Seite 320f

7.12.

Dienstag 7.12.2021 – Die gesellschaftliche Studie - Jesaja 2,7-9 Die Propheten / Die Gerechtigkeit im Land - SCHDKL 104 

Die Chronik: Bundesrepublik Deutschland - 7.12.2021 Fokus: Regierung komplett - Das sind die 16 Bundesminister im Kabinett Olaf Scholz 2021 im Überblick

Die moralische Kraft des politischen Systems und ihre Einstellung zur Gerechtigkeit wahrnehmen, um durch Gebet, durch Berufungen, von Gott vorbereitete Werke und Dienste zu verwirklichen

Die Mahnung:

Man muss religiös erblindet sein, um die Bibel nur als ein Buch für das rein persönliche Heil zu lesen. Die biblischen Propheten greifen vor allem die Mächtigen und die Systeme an. So klingt ihr Grundtenor gegen die Ungerechtigkeit: Jesaja 2,7-9 Ihr Land ist voll Silber und Gold und ihrer Schätze kein Ende; ihr Land ist voll Rosse, und ihrer Wagen ist kein Ende; auch ist ihr Land voll Götzen, das Werk ihrer Hände beten sie an und das, was ihre Finger gemacht haben. Da beugt sich der Mensch, da demütigt sich der Mann; aber du wirst es ihnen nicht vergeben! - Die Propheten stellen nie nur die Tugendhaftigkeit des Einzelnen infrage, sondern stets auch die moralische Kraft des Systems und der Institutionen. Ein prophetisches Lebensgefühl wird in sich eine beständige Frage spüren (und daran leiden), ob Gerechtigkeit überhaupt noch ein Leitgedanke ist, dem die Gemeinschaft verpflichtet ist. Ab wann hört eine Gesellschaft auf, eine Gemeinschaft zu sein, und zerfällt in tausend splitterhafte Egoismen? Ohne die Ausrichtung auf Gerechtigkeit verliert nicht nur die Politik ihren Sinn und ihre Authorität; die Gesellschaft verliert ihren inneren Zusammenhalt. Solch eine zerfallene Gesellschaft wird angreifbar, denn sie kann nur fordern und nichts geben. Sie macht die Politik zu ihrer Prostituierten: „Befragt unsere Bedürfnisse! Schafft uns äußeren Wohlstand und innere Ruhe!“ Es reicht nicht aus, zu glauben, der Sinn des Lebens bestehe darin, in Ruhe gelassen zu werden. Darum müssen wir an der Gerechtigkeit festhalten – an der „Mäßigung“ (im Äußeren) und der „Heiligung“ (im Inneren). Die Gerechtigkeit soll eine Geliebte sein. In ihr üben wir uns in der Intonation unserer Berufung. Wir brauchen ein höheres Maß an gesellschaftlicher Intelligenz, um lebbare Alternativen zum frevelhaften Götzendienst zu finden, der den Schwachen opfert und diese Welt schändet. Martin Schleske aus „Der Klang“ Seite 104

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6.12.

Montag 6.12.2021 – CHANUKKA / LICHTERFESTSacharja 4,1-6Die Menora / Der Christ als Licht Gabriel Strenger 

Unser Licht vollständig – unter allen Bedingungen – leuchten lassen, genährt nicht durch unsere eigene Kraft, sondern vom Geist Gottes 

Die Faszination: 

Sacharja 4,1-6 Der Engel, der mir zur Seite stand und alles erklärt hatte, kam wieder und rüttelte mich auf wie einen, der aus dem Schlaf geweckt wird. 2 Er fragte mich: "Was siehst du?" - "Einen Leuchter", erwiderte ich, "er ist ganz aus Gold. Oben drauf ist ein Ölbehälter, von dem aus je sieben Röhren zu den Öllampen führen. Rechts und links vom Ölgefäss sehe ich je einen Ölbaum stehen. - Was hat das zu bedeuten, mein Herr?", fragte ich den Engel. "Verstehst du das denn nicht?", erwiderte er. "Nein, mein Herr", sagte ich. Da gab er mir folgende Auskunft: "So lautet das Wort Jahwes an Serubbabel: 'Nicht durch Heeresmacht und menschliche Gewalt wird es geschehen, sondern durch meinen Geist', spricht Jahwe, der allmächtige Gott.

Die siebenarmige Menora (hebräisch für Leuchter) wurde im Jerusalemer Tempel Abend für Abend mit reinem Olivenöl angezündet, als Zeichen für die göttliche Einwohnung (hebr.: Schechina) im Volk Israel. Im Buch Sacharja sieht der Prophet  die Minora in einem mystischen Vision und kommentiert dies mit den unsterblichen Worten: Nicht durch Heer und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen. (Sacharja 4,6) In der jüdischen Mystik manifestiert sich der Geist in Form von sieben erhabenen Attributen, die mit Liebe, Zurückhaltung, Ausgeglichenheit, Einsatz, Dankbarkeit, Energie und Präsenz umschrieben werden können. Im Altertum hielt der Leuchter den Judäern ihre siebenfache geistige Bestimmung vor Augen. Heute dient die Minora Israel als Staatssymbol und schmückt den Pass aller Israeli. Gabriel Strenger aus Publik Forum 22 / 2021

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3.12.

Freitag 3.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 43,1-7 Gott erlöst sein Volk - Jesaja 43,1Die Erlösung - BÜRILH 115 

Von Gott durch Jesus Christus persönlich bei meinem eigenen Namen gerufen und so aus Gottes Händen angenommen, in Beziehung mit ihm leben und ihm nachfolgend auf seine Anweisungen hören

Die Faszination: 

Ich - Sören Kierkegaard - konnte nicht Du zu mir sagen, weil ich keine Beziehung zu mir hatte, weil ich mich nicht kannte, weil ich meinen Namen nicht wusste. Mein Lebenssinn war mir verborgen, weil ich mich nicht aus Gottes Händen angenommen hatte. - Es kommt darauf an, meine Bestimmung zu verstehen, einzusehen, was Gott eigentlich will, das ich tun soll. – Diese meine Bestimmung, meinen Namen werde ich aus Gottes Mund nur dann vernehmen, wenn alle eigenen und fremden Stimmen zum Schweigen gebracht sind: 

Jesaja 43,1 "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir!“

Mein Name, das ist meine Person, mein eigenstes Leben, dieser einmalige und unverwechselbare Mensch, der ich bin. Diesen meinen Namen, die Erkenntnis meiner selbst empfange ich gleichzeitig mit dem (liebenden!) Anspruch Gottes an mich: du bist mein. Dadurch wird ich erlöst, dass mich Gott mit sich selbst verbindet. Dann kann ich Du zu mir sagen, weil ich Du zu ihm sagen kann; dann erkenne ich mich, weil ich ihn erkennen. – Wenn ich ihm nicht gehören und gehorchen will, bleibe ich namenlos. Dann kann ich nicht Du zu mir sagen, ich bin unerlöst. Hans Bürki aus „Im Leben herrschen“ Seite 115 

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5.12.

Donnerstag 2.12.2021 – Die aktuelle Studie1,Johannes 4,16Die Liebe Gottes / Der Alltagsmodus - Holgus

Vorgestern übte ich mich plötzlich darin ein, bei Gott in seiner Liebe so tief abzuhängen, dass ich erfüllt von Liebe alles was ich auch immer tue aus Liebe zu Gott zu tun, meine Arbeit, mein Leben, aber auch alle Menschen denen ich begegne.

Gottes Liebe im Alltag zunehmend mehr wahrnehmen, indem wir ganz von ihr abhängen, um so in ihr bleiben zu können, dass sie sich ununterbrochen durch uns verwirklichen kann

Die Kontemplation:

1.Johannes 4,16 Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 

Wir erkennen, dass unser größtes Problem das ist, dass es uns an Liebe für uns, für andere, aber vor allem für Gott selbst fehlt. Wir erkennen an, dass nur Gottes Liebe dieses Vakuum ununterbrochen in uns füllen kann. Wir erkennen an, dass wir von dieser Liebe, und nicht von der Liebe anderer Menschen abhängig sind und dass wir uns nicht selbst und andere Menschen lieben können, wie wir es brauchen. 

Wir lassen uns jetzt auf Gottes Liebe wieder neu, noch tiefer ein und bekennen, dass wir uns von ihm noch nicht so lieben lassen, wie er es eigentlich will. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Alltag - bei Tag und Nacht - versinken wir wieder neu und möglichst immer tiefer in seiner Liebe, wie in den Polstern eines Hängesessel oder einer Coach, den wir so aufs äußerste beanspruchen, dass er kerzengerade und still hängt. 

Wir nehmen während des Tages genau wahr, was uns aus dieser Liebe heraus katapultiert, um anschließend noch tiefer in die Liebe Gottes einzudringen. So können wir wahrnehmen, inwieweit wir in Gottes Liebe bleiben konnten und können. Wir lassen alle Ungeliebtheiten die wir wahrnehmen so schnell wie möglich von seiner Liebe durchdringen, auch die Sünden, so können sie sich nur auflösen. 

Wir lassen nun zu, dass wir Gottes Liebe durch uns zur Wirkung kommen lassen, wie sie es selber will und wie das Leben es für uns vorsieht, vor allem immer zu unserem bzw. zu unseren Nächsten, aber auch zu uns selbst. Wir lassen nun zu, dass alle Beurteilungen und Verurteilungen von uns selbst, aber auch von anderen ihre Wirkung in der Liebe Gottes verlieren. 

Wir lassen zu und nehmen es in Anspruch, dass alles was uns wiederfährt uns zum Besten dient und nehmen das Leben aus seiner guten und geliebten Hand. Wir trinken auch die besonders schweren Kelche, die Gott bzw. das Leben uns darreicht und lernen sie besonders zu genießen. So können wir zunehmend ununterbrochen in Gottes liebender Gegenwart leben und sie zunehmend mehr genießen.

Holgus 2.12.2021

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1.12.

Mittwoch 1.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 41,8-16 Gott steht zu seinem erwählten Volk - Jesaja 41,8-10Die Erwählung IsraelsDie uneingeschränkte Unterstützung Gottes - KOCFWA 151

Sich als Jude und auch als Christ, die Erwählung Gottes tiefer annehmen und ganz auf ihn vertrauen, indem wir furchtlos auf seine umfassende Unterstützung vertrauen

Die Faszination:

Nachdem sich die Lage des Volkes gerade wegen der Predigt Jesajas verschlechtert hat, hatte er wohl nicht den Mut, noch einmal aufzutreten. Doch da stand er plötzlich ganz in der Nähe des Exilarchen. Alle Anwesenden schauten auf ihn. Was würde er jetzt sagen? Und Jesaja fand die richtigen Worte: „Angst, das ist ein Gefühl, das alle Menschen niederdrücken kann, wenn wir vergessen, wer unser Gott ist und wem wir darum gehören.“ Dann erhob er fuchtlos seine Stimme und sprach: 

Jesaja 41,8 Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, mein Auserwählter, 

Samuel richtete sich auf: „Ja Israel sind wir; unter Gottes Schutz stehen wir darum. Jakob sind wir, von Gott in seiner großen vergebenden Liebe erwählt. Wenn wir das ersnt nehmen, können wir furchtlos in die Zukunft blicken.“ Der Trost, der von Jesajas Worten ausging, wurde verstärkt, als er weitersprach: 

Jesaja 41,8+9 … du Same Abrahams, meines Freundes; welchen ich von den Enden der Erde genommen und aus ihren Winkeln berufen und zu dem ich gesprochen habe: Du bist mein Knecht, ich habe dich auserwählt und verwerfe dich nicht; …

Was einst für Abraham galt, das gilt auch für alle seine Nachkommen. Ganz klar stand es vor Samuel: „Wir sind nicht verworfen. Gott bricht sein Wort nicht. Die Erwählung steht fest“ Dann sprach Jesaja von dem Trost, der heute für seine Erwählten galt. 

Jesaja 41,10 … Fürchte dich nicht; denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. 

Deborah wurde ganz ruhig. Das war die Botschaft von dem Gott, der mitgeht: „So wie er einst mit Abraham ging, so geht er auch heute mit mir.“

Hermann Koch aus „mit Flügeln wie Adler“ Seite 151

November 2021

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30.11.

Montag 20.4.2020 – SONNTAG QUASIMODOGENITIDer Predigttext: Jesaja 40,26-31 - Jesaja 40,28+31Den Sieg in allen Kämpfen erleben Die Meilensteine - MURWAG 72

Sich jeden Tag in die Gegenwart Gottes in seiner Kraft hinaufschwingen lernen, um dann die Übersicht zu behalten und jedes Werk der Liebe und der Arbeit - wie ein Adler seine Beute – zu finden und souverän zu bewältigen  

Die Ermutigung:

Jesaja 40,28-31 Weißt du es denn nicht, oder hast du es noch nie gehört? Jahwe ist ein ewiger Gott, der die ganze weite Erde schuf. Er wird nicht müde, seine Kraft lässt nicht nach und seine Weisheit ist unerschöpflich tief. Er gibt dem Müden Kraft, und die Schwachen macht er stark. Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und brechen zusammen. Doch die auf Jahwe hoffen, gewinnen neue Kraft. Wie Adler breiten sie die Flügel aus. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

Der Adler ist der König der Vögel, er schwingt sich am höchsten in den Himmel auf. Gläubige sollten ein himmlisches Leben in der direkten Gegenwart der Liebe und Freude Gottes. Sie sollen leben, wo Gott lebt. Um dorthin aufzusteigen brauchen sie Kraft. Sie wird denen gegeben, die auf ihn warten. – Jeder weiß, wie man ein Adler wird; nur auf eine Weise: indem man als Adler geboren wird. Du bist aus Gott geboren, Du besitzt die Flügel eines Adlers. Vielleicht wusstest Du es noch nicht und hast sie noch nie benutzt; aber Gott kann und will dich lehren, sie einzusetzen. Andrew Murray aus „Warten auf Gott“ Seite 72

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29.11.

Montag 29.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 37,14-20 Das Gebet von Hiskia im Tempel - Jesaja 37,14Das Gebet als Delegation - Frederick B.Meyer

Lernen uns als Gottes Eigentum ihm zu ergeben und alle unsere Angelegenheiten - ja jeden Tag - konsequenter ihm zu übergeben, dass er sich daran verherrlichen kann und wir glücklich darüber werden können

Der Lebensstil:

Jesaja 37,14 Hiskija nahm das Schreiben der Boten in Empfang und las es. Dann ging er in den Tempel, breitete es vor Jahwe aus 

Hiermit übergab er buchstäblich den Brief der Hand Gottes, indem er ihn geöffnet im Heiligtum ablegte, um dadurch anzudeuten, dass die Verantwortlichkeit der Beantwortung des Inhalts nicht länger auf ihm ruhe. Die göttliche Antwort kam zuerst in Gestalt der durch Jesaja übersandten Verheißung; und dann, als der Engel des Herrn seine Flügel ausbreitete und den Feinden ins Angesicht blies. Gewöhnen wir uns doch daran, unsere Kümmernisse und unsere Sorgen Gott zu übergeben. Gott lädt uns ein, zu seiner Ruhe einzugehen, das heißt: Er will selbst für uns eintreten, zwischen uns und allem, was uns schaden oder weh tun könnte. „Sorgt Gott für die Ochsen,“ und sollte Er nicht für seine Kinder sorgen? Ist ein zur Erde fallender Sperling Ihm wertvoller, als sein Kind? Hat Er uns auf unserer Reise so weit gebracht, um uns nun im Stich zu lassen? Seien wir nur dessen gewiss, dass wir den unfreundlichen Ton jenes Briefes nicht selbst verschuldet haben. Übe dich täglich, ein unverletztes Gewissen zu haben; denn mit Gott auf deiner Seite kannst du es wagen, einer ganzen, bewaffneten Welt ins Angesicht zu sehen. Frederick B. Meyer

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26.11.

Freitag 26.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 31,4-9 Das Gericht über Assyrien - Jesaja 31,5+6 – Besondere Studien: Flieg Friedenstaube / Kapitel Tränen ab Seite 437 / Das Wunder des Abzugs der Assyrer und die Enttäuschung über die Reaktion der Juden - Die Umkehr /  KOCFFT 441

Die Hoffnung nie aufgeben und Lieder auf sie in allen Lebenslagen singen, um Umkehr in den Umfeldern und Ländern zu erleben, auch wenn Gott immer wieder rettend eingreift

Die Faszination:

Schear Jaschub brachte seinem Vater die Nachricht vom Wunder dieser Nacht, während der die Assyrer abzogen. „Gott sei Dank“ sprach der Prophet Jesaja. “Schear-Jaschub, wie nahe ist Gott!“ Mir ist zumute, wie damals in der Stunde meiner Berufung. Die Näher Gottes überwältigt mich. Ich sprach: „Wehe mir, ich muss vergehen!“ Aber Gott hat mich begnadigt und mich in seinen Dienst genommen. Jetzt ist Gott seinem Volk ganz nahe gekommen., in dieser unerhörten Rettungstat. Die Güte Gottes wird alle überwältigen. Das ganze Volk wird sprechen: „Hier sind wir, zu deinem Dienst bereit!“ Dann wandte er sich an Dan, seinem Enkel: „Reich mir meine Gitarre, Dan!“ „Du willst die Lieder der Hoffnung spielen und singen, Großvater? Ich kennen sie alle!“ „Dan, Schear Jaschub: Wenn ich die Lieder der Hoffnung sang, hoffte ich immer, dass mein Volk umkehrt zu seinem Gott. Jetzt ist der Tag da. Jetzt kommt der große Schar-Jaschub-Tag, der Tag der Umkehr. 

Jesaja 31,5+6 Wie ein Vogel flatternd sein Nest beschützt, so wird Jahwe, der allmächtige Gott, Jerusalem beschirmen, beschützen und retten, schonen und befreien. Ihr Israeliten, kehrt um zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid! 

„Kommt. Lasst uns die Lieder der Hoffnung singen und zum Königspalast ziehen!“ Umringt von seinen Jüngern, zusammen mit Esther, Schear-Jaschub und seinen Enkelkindern zog Jeraja durch die Straßen zur Königsburg. Sie sangen unter seiner Begleitung die Lieder der Hoffnung. „Kehrt um zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid!“ Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 441f

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23.11.

Montag 15.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 31,4-9 Die Prophetie über Assyriens Flucht von Jerusalem wegJesaja 31,4-9Sich in den Stürmen des Lebens bewährenKOCFFT 435-439 

Auch in größter Gefahr auf Gott vertrauen und sich nicht auf andere Hilfsangebote einlassen, um ihn dann wunderbar – wie auch immer – zu erleben und sich daran zu erfreuen

Die Ermutigung: 

Nur langsam kamen die Belagerten von den Mauern und den Türmen herab. Zwei Vorstellungen wurden jetzt in allen Gesprächen bewegt: Bedingungslose Kapitulation oder überlaufen! - Zusammen mit seinen Jüngern trat Jesaja hinaus auf die Straße. Gespenstische Stille lag über den Menschen, die verängstigt herumstanden. Aber vor dem Königspalast stand ein großer Haufe redend beieinander. „Überlaufen, das ist die einzige Rettung!“ hörte Jesaja immer wieder. - Jesaja 31,4-9  Denn das hat Jahwe mir gesagt: "Wie der Löwe über seiner Beute knurrt, der Junglöwe, gegen den man alle Hirten zusammengeholt hat, wie er vor ihrem Geschrei nicht erschrickt und sich bei ihrem Lärm nicht duckt, so kommt Jahwe, der allmächtige Gott, auf den Berg Zion herab, zur Verteidigung seiner Hügelstadt. Wie ein Vogel flatternd sein Nest beschützt, so wird Jahwe, der allmächtige Gott, Jerusalem beschirmen, / beschützen und retten, schonen und befreien." Ihr Israeliten, kehrt um zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid! Denn es kommt der Tag, an dem jeder seine silbernen und goldenen Götzenbilder verabscheuen wird, die Götzen, die ihr mit euren Händen zu eurer Sünde angefertigt habt. Assyrien wird fallen durch das Schwert, doch nicht durch eines Menschen Schwert. Vor diesem Schwert ergreift es die Flucht. Seine jungen Krieger müssen Zwangsarbeit tun. Sein Fels wird vor Grauen vergehen, seine Oberen ergreifen die Flucht, spricht Jahwe, der seinen Herd in Jerusalem hat und dessen Feuer auf dem Zion brennt. Jesaja stieg von dem Felsblock herab. „Kommt, kehrt um. Kehrt zurück zu eurem Gott, traut auf ihn! – Als sich im Osten die ersten Anzeichen des Morgenrots zeigten, standen alle Soldaten auf den Mauer und starrten hinaus in die Nacht. Als dann das Morgenlicht kam und langsam in die Täler fiel, da konnte jeder das Wunder dieser Nacht sehen. Eilig hatte man den König geweckt. Bei ihm liefen die Meldungen zusammen. „Oberst Jojada meldet vom Usiaturm an der Westmauer: Kein Assyrer mehr vor der Stadt!“ Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 435-439 

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22.11.

Montag 22.11.2021 - Die aktuelle Studie - Psalm 77,7 - Gott als Schöpfer / Der Geist des Menschen / Schöpferisch in allen Lebensbereichen zunehmend vorgehenDer Genussmodus - SCHHER 90f

Beim Weiterlesen des Buches Herztöne wurde mir dieser Textabschnitt für mein Leben sehr wichtig. Nur das Experimentieren, der schöpferische Prozess bringt uns im Leben weiter und lässt uns reifen. Das Experimentieren bringt aber auch kleinere und größere Versagen mit sich. Sie als Gnade wahrzunehmen, aus denen wir besser lernen können, als immer im Gelingen stur bleiben zu müssen tat so gut, dass ich nun weiter umdenken kann. Nun kann ich meine schöpferischen Prozesse noch intensiver umsetzen, zum Beispiel einer von ihnen, den Jesuslauf.

Das Leben als schöpferische Prozesse in allen Lebensbereichen, indem wir weit über hinaus letztlich nach Gott forschen und das Spiel der Gnade zwischen Gelingen und Scheitern lernen

Die Faszination:

Schöpferisch zu sein, bedeutet, auf eine Art vermessen zu sein, denn man muss über das hinausgehen, was man schon weiß und kann. Das Nichtwissen ist Voraussetzung eines jeden schöpferischen Prozesses, denn wir immer nur tun, worin wir uns sicher sind, ist alles was wir tun, bestenfalls feige, schlimmstenfalls belanglos. Vielleicht ist eder Glaube an Gott vor allem ein Protest gegen die Belanglosigkeit, denn es bedeutet, mit mehr zu rechnen als mit sich selbst. Die Liebe des empirischen/experimentellen Weges weiß wovon der Psalter spricht: „Ich denke und sinne des Nachts und rede mit meinem Herzen. Mein Geist muss forschen.“ Diese Art der Liebe, die die Dinge ausprobiert, widersteht der Resignation, denn sie weiß: Der Schöpfungsprozess ist ein Akt, durch den etwas entsteht, was über das Können und Wissen hinausgeht. Es bedeutet, mehr zu wollen, als du absehen kannst. Du rechnest mit dem Wunder, du greifst nach der Gnade, damit dein Werk sich über dich erheben kann. – Wie aber kann man die Enttäuschung aushalten, wenn es nicht geschieht und die Versuche misslingen? Um in diesem vermessenen Drang nicht gestutzt zu werden, müssen wir wissen, dass die Gnade, nach der wir greifen, vor allem die Gnade des Scheiterns ist. – Was die Liebe des empirischen Weges sagt, ist dies: Deine einzige Aufgabe besteht darin , wieder aufzustehen. Das zu wissen bringt dich dazu, nicht aufzuhören, auch wenn alles dagegenspricht, dass du weitermachst. Mach dich bereit mit der Gnade zu spielen, und du wirst erfahren, was es heißt Gemeinschaft mit dem Schöpfer zu haben. Martin Schleske aus „Herztöne“ Seite 90f

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19.11.

Freitag 19.11.2021 – BUSS- UND BETTAG - Der Predigttext: Matthäus 7,12-20In Beziehung leben / Das Leben mit der goldenen Regel / Der Christ als BaumPfarrerin Karina Beck, Stuttgart

Paradiesische Früchte durch unser Leben wie ein guter Baum gedeihen und anbieten lernen, indem wir verwurzelt in der guten Erde Gottes dafür Kraft schöpfen und so glückselige Beziehungen lernen zu gestalten

Der Lebensstil:

Matthäus 7,12-20 Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch für sie! Das ist es, was Gesetz und Propheten fordern. Geht durch das enge Tor! Denn das weite Tor und der breite Weg führen ins Verderben, und viele sind dorthin unterwegs. Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der ins Leben führt, und nur wenige sind es, die ihn finden! Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie sehen aus wie sanfte Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.  An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Von Dornen erntet man keine Weintrauben, und von Disteln kann man keine Feigen lesen. So trägt jeder gute Baum gute Früchte und ein schlechter Baum schlechte. Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte und ein schlechter Baum keine guten. 19 Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb sage ich: An ihren Früchten werden sie erkannt.

Im Predigttext stecken viele berühmte Bilder und Sprichwörter: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“, „der Wolf im Schafspelz“ oder auch „die Goldene Regel“: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Der Predigttext ist sogar noch umfassender, weil er positiv formuliert: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.“ Stellen Sie sich vor, wir alle würden nach dieser Devise leben und alle Menschen so behandeln, wie wir behandelt werden möchten. Und wir würden von allen so behandelt werden, wie sie sich selbst wünschen würden, behandelt zu werden. 

Wer sich an die Goldene Regel hält, erfüllt das Gesetz und die Propheten, also den Willen Gottes. Wenn es mir gelingt, mich ganz und gar auf mein Gegenüber einzulassen, wenn ich es schaffe, den anderen mit Interesse und Empathie auf Augenhöhe wahrzunehmen (und nichts weniger als das erwarten wir ja auch von anderen), dann tue ich Gottes Willen. Dann nehme ich mein Gegenüber als geliebtes und gewolltes Geschöpf Gottes mit einer eigenen Würde wahr. So wie Adam und Eva einander erkannten und respektierten im Paradies: als einzigartige Menschen in ihrer Verschiedenheit. Sie nahmen sich wahr, erkannten, dass sie aus demselben Fleisch sind, also von der gleichen Art, mit den gleichen Gefühlen und Bedürfnissen. Meine Gedanken zur Goldenen Regel haben mich nun ins Paradies geführt. Aber ja, warum nicht: Das wäre doch das Paradies, wenn alle Menschen täglich nach der Goldenen Regel leben. Das Paradies freilich ist erst für das Ende der Zeit verheißen.

Für mich ist klar: Der Weg ins Paradies braucht Pausen, und ich brauche Unterstützung. Ich will ihn nicht allein gehen. Ich kann es auch nicht, und ich kann den Willen Gottes auch nicht immer tun. Das schaffe ich einfach nicht. Als Mensch bin ich manchmal ungerecht und müde oder sogar verzweifelt. Woher soll ich die Kraft nehmen – und das Wissen und die Geduld und das Selbstwertgefühl–, allen Menschen und der Schöpfung gegenüber immer respektvoll und verantwortungsvoll zu handeln?
 
An dieser Stelle entwirft der Predigttext ein weiteres starkes Bild: das vom Baum und den Früchten: Gute Früchte wachsen nur an gesunden und starken Bäumen, die genügend Licht und Wasser haben. Gute Früchte wachsen nicht aufgrund eigener Anstrengung, sondern aufgrund eines guten Standorts mit Licht und Wasser. An den Früchten kann man darum erkennen, wie gut ein Baum versorgt ist. Für mich heißt das: Wenn ich selbst gut verwurzelt bin und nicht um jeden Sonnenstrahl kämpfen muss, dann gelingt es mir besser, nach der Goldenen Regel zu leben und Gottes Willen zu erfüllen. 

Ich mag das Bild vom Baum. Es strahlt Ruhe und Entschleunigung aus: langsam wachsen, blühen, Früchte ansetzen, langsam reifen und dann andere mit dem Ergebnis erfreuen und satt machen. Das braucht Zeit und Geduld. Das geht nicht in Hektik und Stress. Gottes Gegenwart ist nicht im Sturm und in der Achterbahn. Sie ist im Windhauch, im sanft plätschernden Wasser, in der Pause. Da kann ich diejenige Kraft tanken, die ich brauche, um Früchte zu tragen. Um noch einmal in das Bild vom Weg zu wechseln: Ich möchte darauf achten, dass ich genügend Pausen mache auf dem schmalen Weg und mich stärken lasse von Gottes Wort und seiner Nähe. Pfarrerin Karina Beck aus ihrer Predigt zum Buss- und Bettag 2021

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17.11.

Montag 4.10.2004 – Der Fokus: Jesaja 30,18-26 Gott will sich über sein Volk erbarmen - Jesaja 30,21Die Führung durch Gott - COWAQD 169

Auf unserem schmalen Weg in unbekanntem Gelände, sicher der Führung von Gott anvertrauen und bei Weggabelungen auf ihn hören

Die Orientierung: 

Jesaja 30,21 Wenn ihr nach rechts oder links abbiegen wollt, werdet ihr eine Stimme hinter euch hören: "Dies ist der Weg, dem folgt!"

In der ersten Zeit unseres Glaubenslebens ist es nicht klug, uns allein darauf zu verlassen, auf die Bestätigung der Umstände zu warten. Diejenigen aber, die viel Erfahrung im Umgang mit Gott haben, wissen den Wert der Gemeinschaft mit ihm zu schätzen, um dadurch seinen Willen zu erkennen - Bist du im Zweifel wegen des Weges, den du gehen sollst? Geh mit Deiner Frage zu Gott. Geh nur in die Stille dorthin, wo die Lichter und Schatten der Welt dich nicht ablenken können, wo dich menschliche Meinungen nicht erreichen können. Wenn Du es wagst, dort still und vertrauensvoll zu warten, dann wirst Du den Willen Gottes klar erkennen, eine tiefere Einsicht in seine Natur und sein Herz voller Liebe. Charles Cowman aus „Alle Quellen sind in dir“ Seite 169

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16.11.

Samstag 13.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 28,7-23 Gerichtsrede über die Politiker, die Priester und Propheten in Jerusalem - Jesaja 28,14-22Jesus der Eckstein - KOCFFT 316 

Sich auf dem Stein, den die meisten Menschen nicht nützlich finden ausruhen, sich vom Heiligen Geist neu organisieren lassen, um die Herausforderungen des Lebens zu bestehen

Die Orientierung: 

Dann sprach Kanzler Shebna: Zum Zeichen für diesen Bund legen wir hiermit den Grundstein des Silohturms! So lebensspendend wie das Wasser , das durch den Siloahkanal fließt, so mächtig und unüberwindlich  wie dieser Turm der diesen Kanals bewacht, so möge auch der „Vierbund“ sein. Feierlich legte er den Grundstein  an seinen Ort. Der Bund war geschlossen. Dann marschierten die Soldaten   der bundesschließenden Mächte  auf der Straße vorbei: ägyptische Streitwagen, philistäische Reiter, judäische Fußsoldaten. Noch stand Kanzler Schebna an seinem Ort. Es war die größte Stunde seines Lebens. Im Vollgefühl seiner Macht stand er da. Er rief: „Volk von Juda! Wir sind jetzt sicher! Nicht nur einen Dreibund haben wir geschlossen. Ein „Vierbund“ ist es! Wir haben auch den Bund mit der Unterwelt und dem Tod geschlossen! Wo sind nun unsere Feinde? Sind sie nicht alle verstummt? Sie mögen herzutreten. Ich fordere sie heraus an diesem Siegestag.“ Da bahnte sich Jesaja den Weg durch die Menge. Er schwang sich auf einen Felsblock. Und er rief: Jesaja 28,14-22 Darum hört das Wort Jahwes, ihr Lästermäuler, ihr Herrscher von Jerusalem! Ihr prahlt, mit dem Tod im Bund zu sein. Ihr habt mit dem Totenreich einen Vertrag? Ihr glaubt, wenn die Katastrophe kommt, geht sie an euch vorbei, denn ihr hättet Lügen zu eurer Zuflucht gemacht, euch abgesichert durch Betrug? Darum spricht der Herr Jahwe: Seht her, ich habe auf dem Zionsberg ein festes Fundament gelegt: ein erprobter Block, ein kostbarer Eckstein, ein felsenfester Grund. Wer ihm vertraut, hält ebenso stand. Als Richtschnur nehme ich das Recht / und als Waage die Gerechtigkeit. Der Hagelsturm fegt eure Lügenzuflucht weg, und Wasser überflutet das Versteck. Euer Bündnis mit dem Tod ist dann gelöst, und mit dem Totenreich ist der Vertrag gelöscht. Und wenn die Katastrophe wie eine Flut über euch kommt, seid ihr nur noch zertretenes Land. Sooft sie heranbraust, reißt sie euch mit, und Morgen für Morgen tobt sie heran. Selbst in der Nacht habt ihr keine Ruhe mehr. Und jedes Prophetenwort wird euch eine Schreckensnachricht sein. Ja, "das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecken und die Decke zu schmal, um sich einzuwickeln." Denn Jahwe wird sich erheben wie am Berg Perazim, er wird toben wie im Tal von Gibeon. Doch was er tut, wird euch befremden, sein Werk wird euch unheimlich sein. Darum lasst jetzt euren Spott, damit man eure Fesseln nicht noch fester zieht! Denn ich habe von Jahwe, dem allmächtigen Gott, vom Herrn der ganzen Erde, ein "Zunichte!" gehört und ein "Entschieden!" – Entscheidet euch auf welchen der beiden Ecksteine ihr bauen wollt. Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 316 

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15.11.

Montag 15.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 26,7-19 Gebet in der letzten Zeit - Jesaja 26,12 / Epheser 2,10Die Arbeit Gottes zulassen - Holgus - Befiehl du deine Wege … 

In vollem Vertrauen auf Gottes Wirken - wie auf einer Rutschbahnfahrt - in seinem Frieden, die kleinen und wenn es sein soll die großen Taten in unserem Leben zu seiner Verherrlichung in uns vorbereiten und durch uns ausführen lassen

Der Lebensstil:

Jesaja 26,12 Du wirst uns Frieden geben, Jahwe, denn du hast ja alle unsere Taten für uns vollbracht. 

Wir Kinder Gottes sind insgesamt seine Werke und Werkzeuge , durch die er sich verwirklichen und handeln will. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. (Epheser 2,10) Wenn der Friede Gottes uns erfüllen kann, dann sind wir in der Lage wahrzunehmen, dass er die Werke durch uns tun will. Wir dürfen Ideen zu Werken in uns vorbereiten und entstehen lassen, um sie dann so durch uns ausführen zu lassen, wie es ihm gefällt und ihn verherrlicht. Die kleinen Werke, die uns der Alltag vorgibt, auch die dürfen wir eins nach dem anderen ihn durch uns tun lassen. Wenn wir ihm unseren Tag anbefehlen und ihm in tiefem Vertrauen gestalten lassen, dann kommt entspanntes Handeln auf. Wir strengen und nicht mehr an, sondern geben uns seinen Werken in und durch uns hin, ohne zu bremsen oder zu beschleunigen, wie auf einer Rutschbahn von einer Kurve in die andere durch den Tag, von seinem Anfang bis zu seinem Ende. Holgus 15.11.2021

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12.11.

Freitag 12.11.2021 - Die aktuelle Studie - Johannes 17,22+23 – Der Christ als Licht / Die Einheit in der Dreieinigkeit – Holgus

Heute bin ich nach einer Kleingruppe etwas schockiert, dass wir nur so wenig aus dem Bibeltext Johannes 17,21-26 und aus dem Referat von Erika Pöllmann „Das Geheimnis der Verbindlichkeit“ machen können.

Als Christen, die Herrlichkeit Gottes, die er seinem Sohn übergeben und die er in uns als Geschenk hineingelegt hat, in uns auspacken und wahrnehmbar immer heller - in uns und durch uns - so leuchten lassen, dass Gottes Liebe in der Welt erkannt wird

Die Kontemplation: 

Johannes 17,22+23 Ich habe ihnen die Herrlichkeit geschenkt, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, so wie wir eins sind ich in ihnen und du in mir, damit sie die vollkommene Einheit gewinnen und damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, so wie ich von dir geliebt bin.

Wir nehmen wahr, dass Jesus Christus uns die Herrlichkeit geschenkt hat, die er von seinem Vater bekommen hat. Wir sind Christen, wenn wir das erlebt haben. Dieses Geschenk ist unendlich durchsichtig eingepackt, es leuchtet und möchte immer heller in uns durch uns leuchten. Immer wenn wir es ein weiteres Mal annehmen und einmal weiter auspacken leuchtet es heller. Zunehmend werden wir so intensivere Lichter der Welt, wie uns Jesus Christus definierte. Auch wenn die Ausstrahlung noch nicht so stark ist, nehmen wir wahr dass es in uns leuchtet. Dazu lassen wir uns so lange wie möglich Zeit, immer wieder, immer öfter, zunehmend ganz entspannt, um einzutauchen in die Lichter der Dreieinigkeit. So erleuchtet verändert sich alles, je länger und intensiver wir es in uns durch den kontemplativen Glauben leuchten lassen können, durch alles was wir sind, tun und aussprechen. So werden wir zu immer stärkeren Lichtern, die sich nun auch gegenseitig wahrnehmen und zusammen so ein starkes Licht abgeben, dass es Menschen wahrnehmen und fragend werden können. Holgus 12.11.2021

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11.11.

Donnerstag 11.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 22,15-25 Prophetien über Schebna und Eljakim - Jesaja 22,22 / Offenbarung 3,7Das tägliche Leben aus Gottes Hand empfangen - Frederick B.Meyer

Gottes Führungen vertrauen, der vor uns die Türen verschließt und öffnet, wie und wenn er es will, um uns zu seinem Werk zu machen, das ihn verherrlicht, wenn wir die sich öffnenden Räume voll ausfüllen

Die Faszination:

Jesaja 22,22 Ich vertraue ihm die Schlüssel zum Palast der Nachkommen Davids an. Was er öffnet, wird kein anderer verschließen, und was er verschließt, wird keiner mehr öffnen. 

Hinter dem irdischen Vorbild steht in diesen Worten der göttliche Menschensohn in majestätischer Schönheit. „Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids, der auftut und niemand schließt zu, der zuschließt und niemand tut auf; siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tür.“ (Offenbarung 3,7)  Worte von unvergleichlicher Schönheit, die wir auch auf uns anwenden dürfen!

Jesus will uns jeden Tag einführen in seinen Dienst, jede Türe zu den Seelen anderer, jede neue Seite des Lebens, der Erkenntnis uns aufschließen; und Er, der uns die offenen Türen gibt, Er weiß unsere Werke und kennt unsere kleine Kraft. Er wird uns niemals eine Türe öffnen zu einem neuen Lebensweg, der für unsere Schritte zu schwierig wäre. Die offene Türe wird uns Ziele zeigen, die zu erreichen wir nicht für möglich gehalten hätten, – und ist einmal eine Türe geöffnet, dann wagen wir es nur, durchzudringen, ob sie auch von Gewappneten belagert wäre, wie in Bunyans Gesicht, und wenn auch ein starker Gegendruck sich fühlbar machte, – wagen mir es trotz allen Hindernissen, im Vertrauen auf die erhabenen Worte: Niemand wird zuschließen. Wiederholen wir es uns immer wieder: niemand wird zuschließen.

Aber der Herr schließt zu. Der heilige Geist erlaubte den Aposteln nicht, durch Bithynien zu ziehen. Wir mögen zuweilen durch einen langen Korridor an lauter geschlossenen Türen vorbei geführt werden. Das Herz will fast brechen, wenn die mit: Freundschaft, Liebe, Heimat überschriebenen Türen uns verschlossen sind; aber an ihnen vorbei führt uns der Weg zu der einen unverschlossenen Türe, durch die wir zum wahren Leben eingehen. Verliere nicht den Mut und die Hoffnung, wegen der, verschlossenen Türen deines vergangenen Lebens. Folge Ihm nach, der die Schlüssel hat. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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10.11.

Mittwoch 10.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 19,16-26 Gottes Pläne für Ägypten - Jesaja 19,22-25Die Völker / Die Hand Gottes - Frederick B.Meyer 

Die Hand Gottes über den Völkern zu Entwicklungen, Mahnungen, Bestrafungen und Begnadigungen wahrnehmen, sie durch Gebet beeinflussen und ihm vertrauen, dass sie zu einem guten Ende finden

Die Faszination: 

Jesaja 19,22-25 Jahwe wird die Ägypter zwar schlagen, aber ihnen wieder aufhelfen. Sie werden zu ihm umkehren, und er wird ihre Gebete erhören und sie heilen. Zu der Zeit wird es eine Straße von Ägypten nach Assyrien geben. Die Völker werden sich gegenseitig besuchen und gemeinsam Jahwe dienen. Dann wird Israel der Dritte im Bund sein und - zusammen mit Assyrien und Ägypten - ein Segen für die ganze Erde. Denn Jahwe, der allmächtige Gott, wird sie segnen mit den Worten: "Gesegnet sei mein Volk Ägypten! Gesegnet sei Assyrien, das Werk meiner Hände! Gesegnet sei Israel, mein Eigentum!" 

Es ist außerordentlich auffallend, diese Ausdrücke aus dem Munde eines Israeliten zu vernehmen. Wir sehen daraus die Wirkung jener glühenden Kohle auf den Lippen Jesajas. Er hatte etwas verstehen gelernt von der Liebe Gottes, die sich über die Grenzen der Nationalität und der Kaste erstreckt, und sich allen denen mitteilt, die demütig darnach verlangen. Hier wird uns zum Voraus ein Bild jenes Zeitalters vor die Augen geführt, das noch seiner Erfüllung harrt, wo die langmütige Erziehung Gottes an der Menschheit, ihr Ziel in ihrer Bekehrung zu Ihm erreicht haben wird. Oh wie herrlich ist die Aussicht, die uns hier angedeutet wird, dass einst die bittersten Feinde der Kirche Christi in ihre Grenzen aufgenommen und mit der Gunst behandelt werden sollen, die Gott seinem Volke erweist! Hätte wohl jemand, der einst die schrecklichen Plagen miterlebte, gedacht, dass die Ägypter jemals vor Gott, als „mein Volk“ angeredet werden würden? Wer hätte sich einbilden können, dass Assur, jener tyrannische Verfolger, je „das Werk meiner Hände“ genannt würde? Und doch, – das sind die Siegeszeichen der göttlichen Gnade. Unser Hirte hat viele Schafe, nicht nur in der jüdischen Hürde: diese muss er auch zu sich führen – dann wird es nur eine Herde sein unter einem Hirten. Wir brauchen an niemand zu verzweifeln, denn Gottes Gnade ist höher als die Gipfel der Berge. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

9.11.

Dienstag 9.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 17,12-14 Der vergebliche Wirbelsturm der VölkerJesaja 17,12-14Die VölkerKOCFFT 417f - Meine Hoffnung und meine Freude …

Sich nicht vom dramatischen Weltgeschehen vereinnamen lassen und sich fürchten, sondern die Weltgeschichte vom Ende her sehen, wenn sich die Stürme der Völker aufgelöst haben und der Friedefürst regiert

Die Faszination: 

Auf dem Usiaturm, mitten unter den verängstigten Menschen und vor dem gewaltigen assyrischen Heer, griff Jesaja in die Saiten: Jes.17,12+13 „Ha, ein Getöse vieler Völker! Wie das Tosen des Meeres tosen sie! Und ein Gebrause von Nationen, wie das Brausen von gewaltigen Wassern brausen sie!“ „So ist es!“ rief ein Soldat. „ Aber was hilft es, wenn du uns jetzt bloß beschreibst, wie groß die Gefahr ist! Gibt es für uns noch eine Hoffnung?“ Jes.17,13 Da fährt er mit einem gewaltigen Schelten drein und schon flieht’s fernhin, gejagt wie Spreu auf den Bergen vor dem Wind, wie Distelräder vor dem Sturm!“ Es war keiner unter den Zuhörern, von dem Knaben Dan an bis zum ältesten Mann, der nicht das Ungeheure begriffen hätte, das sich mit diesen Worten ereignete. Sie blickten hinunter von der Mauer und sahen das gewaltige Heer. Immer neue Massen strömten auch jetzt noch über die Berge heran. Dieses Heer! Da war die Gestalterin der Welt! Das war in der Hand des Großkönigs das Instrument der neuen Ordnung. Und was tat Jesaja? Mit Wertlosem verglich er es, mit Spreu! Mit lächerlich Unbrauchbarem, dem Spiel der Winde ausgeliefert, mit Distelrädern! Dan lachte, der Soldat lachte, und der Mann lachte. Lachten, weil sie auf einmal befreit waren von der Angst durch Jesaja’s Lied der Hoffnung. Der Prophet aber fuhr fort: Jes 17,14 Siehe, zur Abendzeit ist Schrecken da; ehe es aber Morgen wird, sind sie nicht mehr vorhanden! Das ist das Teil derer, die uns berauben, und das Los derer, die uns plündern. Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 417