Der Jesuslauf Dienstag 11.Januar 2022 nach Christus

Der persönliche Studiengang, rund um das Leben und die Bibel, um an bibeltext- und themengeordneten, sowie visualisierten  Inspirationen kontinuierlich zu lernen, Jesus besser - Meilenstein um Meilenstein - nachzufolgen und ein überzeugender Zeuge von ihm zu werden.  Mehr…

Das heißt durch tägliches, kontemplatives und chronologisches Bibellesen - inspiriert durch verschiedene Bücherautoren und Vorbilder - Gott suchend, fragend, forschend zu erkennen, um mit ihm wie sein Sohn eins zu werden und ihn in Beziehung mit anderen Kindern Gottes in Beziehung durch unser Leben zu verherrlichen. Alle spirituell Interessierten sollen so dazu angeregt werden, sich ihm durch Jesus Christus zu öffnen. Wenn Du schon mit ihm unterwegs bist, trödelst Du, gehst Du oder läufst Du schon? Holgus 

P.S: Wer den Jesuslauf mit anderen zusammen einfach mitlaufen möchte, der kann dies auf der Facebookseite Wortlauf, wie ich damit begonnen habe!

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Die aktuellen Studien und Kontemplationen - über anklicken der Banner unten - entdecken!

Der aktuelle Meilenstein:

Die Meilensteine:

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Christus in uns wachsen und durch uns zur Welt bringen lassen - ab Januar 2022

Der Meilenstein: Christus in uns wachsen und durch zur Welt bringen lassen - ab Januar 2022

Lukas 1,37+38Das Wachstum von Christus ins uns - Holgus 

Wie Maria, Christus in uns durch den Heiligen Geist zeugen und aufwachsen lassen, um ihn wie es verheißen ist, auf unterschiedliche Art und Weise auf die Welt zu bringen 


Januar 2022

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Lukas 5,18-20 / Matthäus 11,28+29 / 2.Korinther 12,9+10

Mittwoch 12.1.2022 – Der Fokus: Lukas 5,17-26 Die Heilung des GelähmtenLukas 5,18-20 / Matthäus 11,28+29 / 2.Korinther 12,9+10Die Stärke / Der Erneuerungsmodus - Holgus

Mich bei Jesus hängen lassen und schwach werden, dass er vergebend und heilend aus Hilflosigkeit, Schwäche und Stärke in uns synchronisiert und zu seiner Verherrlichung zur Wirkung kommen lässt

Die Kontemplation:

Lukas 5,18-20 Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Trage herbei. Sie wollten ihn ins Haus hineintragen und vor Jesus hinlegen. Weil sie aber wegen des Gedränges der Leute keinen Weg fanden, wie sie ihn hineinbringen sollten, stiegen sie aufs Dach, deckten einige Ziegel ab und ließen die Trage mit dem Kranken mitten unter sie hinunter, genau vor Jesus. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: "Deine Sünden sind dir vergeben." - Ich lasse mich voll Glauben an die Kraft Gottes, die in Jesus ist, mich selbst wie den Gelähmte zu Jesus auf einer Trage hinunter. Ich gebe zu, dass ich ein mehr oder weniger Gelähmter bin, weil ich durch gottlose Lebensstile gebremst bin und immer wieder Ermutigung durch Jesus brauche. Ich folge dem Aufruf von ihm: Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen … (Matthäus 11,28+29). - Ich strecke mich voll Glaubens auf der Trage aus und gebe wie der Gelähmte alle meine Hilflosigkeit zu. Ich werde schwach, wie er schwach war und genieße es Aufmerksamkeit von Jesus Christus zu bekommen, der durch seinen Geist immer gerade dort ist, wo sich ein Mensch sich ihm so anvertraut. Ich ergebe mich wieder neu, dass er mit und durch mich alles tun kann, was er für mich vorgesehen hat. In seiner Nähe kann ich schwach werden und gleichzeitig stark werden und lasse ihm Zeit, dies zu bewirken. (2.Korinther 12,9+10) 

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10.1.

Montag 10.1.2022 – 1.SONNTAG NACH EPIPHANIAS – Der Predigttext: Jesaja 42,1-9 - Jesaja 42,1-4Jesus der Knecht Gottes / Das RechtPfarrer i.R. Frieder GrauSonne der Gerechtigkeit 

Die Verwirklichung des Rechts auf der Erde jetzt schon, letztlich und schlussendlich durch den Knecht Gottes erwarten

Die Ermutigung:

Jesaja 42,1-4 Siehe, das ist mein Knecht, den ich halte, und mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er wird das Recht unter die Heiden bringen. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht hören auf den Gassen. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus. Er selbst wird nicht verlöschen und nicht zerbrechen, bis er auf Erden das Recht aufrichte; und die Inseln warten auf seine Weisung.

Es wird recht werden, liebe Gemeinde, es wird alles recht werden. Auch wenn jetzt noch viel – viel zu viel – Unrecht ist: in unseren persönlichen Beziehungen, zwischen Nord und Süd, gegenüber der Schöpfung, manches Unrecht auch in der Kirche. Aber: Es wird recht werden auf der ganzen Erde bis zu den hintersten Inseln. Denn er, der Gottesknecht, trägt das Recht hinaus unter alle Völker: von Israel bis Palästina, von Russland bis in den Kongo, von meinem Wohnzimmer bis zum Flüchtlingslager auf Lesbos. Das verspricht Gott.

Knecht? Niemand ist gerne Knecht. Der Knecht hat wenig Rechte. Aber dieser Knecht ist von Gott auserwählt. Gott hat an ihm Wohlgefallen, hat ihn mit seinem Geist ausgestattet, hält ihn bei der Hand, behütet ihn, hat ihm einen besonderen Auftrag übertragen. Der Knecht vertritt Gott. Wenn jemand zweifelnd fragt: Wo ist denn Gott? Hier ist er, im Gottesknecht. Er geht ganz in seinem Auftrag auf. Das ist ja das Wesen eines Knechts, dass er das ist, was ihm aufgetragen ist. Und diesem Gottesknecht ist aufgetragen, das Recht hinauszutragen in alle Welt.
Jeder Mensch soll Recht bekommen! Gott sei Dank leben wir in einem Rechtsstaat. Es gibt Grundrechte, Kinderrechte, Arbeitnehmerrechte, eine Behindertenrechtskonvention. Aber vielen Menschen wird das Recht verweigert, manchmal auch bei uns. Nur da, wo ein Mensch Recht bekommt, kann er Mensch sein. Man kann die menschliche Würde nicht tiefer verletzten als dadurch, dass man einem Menschen, einer Gruppe, einem Volk das Recht verweigert. Die Aufgabe dieses Gottesknechtes ist bitter nötig.

Dabei geht dieser Knecht leise, behutsam, unaufdringlich vor. Das Recht durchsetzen kann man nicht mit Gewalt oder mit lautem Getöse. Auch im Christentum meinte man zu oft, das Gottesrecht mit Gewalt und Druck durchsetzen zu müssen. Oder man will mit lautem Getöse und spektakulären Auftritten auf Gott aufmerksam machen. Welch schlimme Missverständnisse! Der Gottesknecht kommt leise zu den Menschen. Und zwar zu den Geknickten und zu denen im Dunkel zuerst. Pfarrer i.R. Frieder Grau, Plochingen aus seiner Predigt zum 1.SONNTAG NACH EPIPHANIAS 2022

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4.1.

Dienstag 4.1.2022 – Der Fokus: Lukas 3,1-7 Der Auftritt von Johannes dem Täufer - Lukas 3,5+6Jesus zur Wirkung kommen lassen - Fabio Ciardi

Feinsinnig den Einfluss von Jesus zu uns und unseren Umfeldern ermöglichen, indem er uns führen und folgen kann, weil wir gerade Wege gehen und indem er uns durch Menschen begegnen kann, durch die wir ihm dienen können

Die Mahnung:

Lukas 3,5+6 Die Täler sollen aufgefüllt, die Berge und Hügel eingeebnet werden. Krumme Wege sollen begradigt werden und holprige eben gemacht. Dann werden alle Menschen das Heil sehen, das von Gott kommt.'" 

Diese Worte sind an mich gerichtet, weil Jesus jeden Tag kommen will. Jeden Tag klopft er an meine Tür, und auch mir fällt es, wie damals den Juden, nicht leicht, ihn zu erkennen. Damals zeigte er sich entgegen allen Erwartungen als bescheidener Zimmermann aus dem unbedeutenden Nazareth. Heute steht er vielleicht vor mir als Flüchtling, als Arbeitsloser, als Chef, als Klassenkamerad, als Familienmitglied, als eine Person, bei der ich zunächst einmal so gar nicht an ihn denken würde. Die feine Stimme, mit der er uns dazu einlädt, zu vergeben, Vertrauen und Freundschaft zu schenken, uns nicht auf Wege einzulassen, die dem Evangelium widersprechen, wird allzu oft übertönt. Andere Stimmen wollen uns dazu verleiten, mit unlauteren Mitteln zu arbeiten, es den anderen heimzuzahlen oder sie zu verachten.

Da passt das Bild von einer holprigen und kurvenreichen Straße, die es Gott nicht gerade leicht macht, zu uns zu kommen. Es gibt viele Formen von Engstirnigkeit und Selbstsucht, die unseren Blick für ihn trüben und unsere Ohren unempfänglich machen für seine Stimme. Sie alle aufzuzählen würde uns nicht weiterbringen. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir, was unserer Begegnung mit Jesus, mit seinem Wort, mit den Menschen, mit denen er sich identifiziert, im Weg steht. Fabio Ciardi aus dem Wort des Lebens der Fokolar-Bewegung

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3.1.

Montag 3.1.2022 – 1.SONNTAG NACH DEM CHRISTFEST – Der Predittext: 1.Johannes 5,11-13 - 1.Johannes 5,11 / Johannes 11,25 / Lukas 2,49Das Leben auf Gottes Erde - Auf uns - Andreas Bourani - Pfarrerin Lisbeth Sinner

Beschenkt mit dem ewigen Leben durch Jesus Christus, ein Hoch auf dieses Leben Gottes, zunehmend in jedem Moment in umfassenden Beziehungen zum Leben auf dieser Erde singend leben 

Die Faszination:

Ein Hoch auf uns und auf das Leben. Auf den Moment, der immer bleibt. Ein Hoch auf uns, auf jetzt und ewig. Auf einen Tag Unendlichkeit.

Denn Leben ist niemals abstrakt. Leben hat Hunger und Durst. Leben kennt Sehnsucht und Liebe, Angst und Verletzung. Leben kennt den Tod. Und Leben heißt zu atmen, zu riechen und zu fühlen. Leben heißt zu genießen und zu ersehnen, zu lieben und zu enttäuschen. Leben mit Haut und Haaren kennt den Schmerz und die Sehnsucht, das tiefe Glück und die Freude, die uns jubeln lässt. „Ein Hoch auf das Leben und den Moment, der immer bleibt“.

Das Unerhörte des christlichen Bekenntnisses ist nicht, dass es einen Gott gibt, sondern dass dieser Gott Ja sagt zum Leben in all seinen Facetten und Begrenzungen. Das Unglaubliche des christlichen Glaubens ist nicht, dass es eine Ewigkeit gibt, sondern dass der ewige Gott den Schritt in die Endlichkeit wagt. Der Sohn Gottes betritt diese Welt mit seinen Füßen. Gott teilt mit uns das Leben und das Sterben. Niemand kann mehr sagen: Gott weiß nicht, was Leben und Sterben bedeutet. Gott sendet seinen Sohn aus der Ewigkeit in diese endliche Welt und mit ihm zieht an Weihnachten das Licht der Ewigkeit in die Dunkelheit, mit ihm stirbt Gott auf Golgatha, mit ihm siegt das Leben am Ostermorgen.
 
Alles Leben ist Begegnung „Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.“ (1.Johannes 5,11) Gott bindet sein Ja zum Leben an seinen Sohn, der das Leben in sich trägt, der das Leben ist. Der von sich sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ (Johannes 11,25).
 

Als Glaubende sehen wir im Stall von Bethlehem das ewige Leben aufleuchten. Hier tritt Gott in Beziehung zu dieser Welt. Hier ist das Leben zu sehen, zu hören, zu riechen und zu schmecken. Denn – so Martin Buber – „alles wirkliche Leben ist Begegnung!“ Leben weist damit nicht nur über sich selbst hinaus, sondern weist mich an andere. Ich bin auf Beziehung hin geschaffen und erlebe mich als lebendig in der Beziehung zu Menschen, zu Gott und zu seiner ganzen Schöpfung.
Gott wird Mensch, und sein Sohn lebt in dieser unmittelbaren und unauflöslichen Beziehung zu seinem Vater. Das Evangelium dieses Sonntags legt Zeugnis ab von dieser „intimen“ Beziehung zwischen Sohn und Vater. "Warum habt ihr mich denn gesucht?", erwiderte Jesus. "Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?" Wer diesem Sohn begegnet, begegnet seinem Vater. Und in diesem Sohn tritt der Vater in Beziehung zu seinen Geschöpfen.
Leben wird so im wahrsten Sinne des Wortes “be-greifbar”. Das Leben, Gott selbst, ist in seinem Sohn zu sehen, zu hören, zu riechen und zu schmecken. Gott ist nahe. Jesus Christus ist „das Zeugnis, dass Gott das ewige Leben gegeben hat.“
Und da ist die Ahnung und die Sehnsucht, die uns jedes Jahr neu durch die Weihnachtstage und den Jahreswechsel trägt: Es gibt sie, die Ewigkeit mitten in der Zeit, diesen einen Moment Unendlichkeit. Aus der Predigt von Pfarrerin Lisbeth Sinner, Wildberg
zum 1.SONNTAG NACH WEIHNACHTEN 2.1.2022

 Ja mein Gott lehre mich das Leben, das Du in Jesus Christus vorgesehen hast so umfassend zu leben, dass es Dir gefällt und große Wirkungen hat, die Dich verherrlichen. 

Dezember 2021

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31.12.

Freitag 31.12.2021 – ALTJAHRESABEND – Der Predigttext: Matthäus 13,24-30 – Matthäus 13,30 / Matthäus 6,13 Das Gute in uns und durch uns aufwachsen lassen / Erlöse uns von dem Bösen - Pfarrer Dr. Martin Hauff, Langenau

Das Gute in, durch und um uns - unter der segnenden Hand Gottes - in allen Lebensbereichen aufwachsen lassen und gleichzeitig schreiend und erwartend sich - auch gemeinsam - vom Unkraut bzw. von Bösen erlösen lassen

Die Ermutigung:

Matthäus 13,30 Lasst beides – den guten Weizen und das Unkraut - wachsen bis zur Ernte. Wenn es dann so weit ist, werde ich den Erntearbeitern sagen: Reißt zuerst das Unkraut aus und bindet es zum Verbrennen in Bündel. Und dann bringt den Weizen in meine Scheune.'" 

Der Landbesitzer bremst den Aktionismus seiner Knechte aus. Er sagt ein klares Nein. Seine Entscheidung gegen das Ausjäten dient dem Schutz des guten Weizens. Die klare Ansage des Landbesitzers strahlt Zuversicht aus. Ja natürlich sieht er auch den Lolch. Aber er sieht mittendrin den guten Weizen. Der Landbesitzer ist erfüllt von der Hoffnung, dass der Weizen reif wird. Er darf jetzt nicht durch unbedachtes Handeln gefährdet werden. Hoffnungsvoll leben heißt, die Schlechtigkeit der Welt nicht täglich neu entdecken und beklagen. Hoffnungsvoll leben heißt, ihr das Bestmögliche entgegenzusetzen.

Mit den Knechten hören wir die große Zuversicht des Herrn, dass der gute Same heranwachsen wird. Der gute Same auf dem Ackerfeld dieser Welt, das ist jede noch so kleine Tat der Liebe, die im Sinne Jesu geschieht. Sie hat in Ewigkeit Bestand – allem Bösen zum Trotz. Das gibt uns etwas von der Hoffnung und Gelassenheit, die der Herr in dem Gleichnis ausstrahlt. So blicken wir vom Feldrand hinauf in Gottes weiten Himmel, der seine Sonne aufgehen lässt über Böse und Gute. Mit Jesu Worten beten wir vertrauensvoll: „Vater im Himmel, erlöse uns von dem Bösen!“ Das entlastet uns von der Sorge um das Heil der Welt und die Überwindung des Bösen in ihr. Das überlassen wir getrost Gott selbst. Dennoch nutzen wir die uns anvertraute Zeit verantwortungsvoll. Denn wer erfahren hat, dass Gott für das Heil der Welt und des Menschen alles getan hat, der kann für das Wohl des Menschen gar nicht genug tun.

Noch ist uns Zeit anvertraut, um beherzt unseren – zugegeben kleinen – Teil zur Schonung des Klimas beizutragen. Aber viele kleine Schritte ergeben in der Summe Veränderungen, die wirken. Deshalb ist die Aufgabe der Christen in unserer Situation nicht, den Untergang anzusagen, sondern zur Umkehr aufzufordern, zur Änderung der Meinungen und Gesinnungen, damit das Leben gerettet wird und nicht zugrunde geht. Wir resignieren nicht, sondern widerstehen dem Unheil. - Noch ist uns Zeit anvertraut, um mit verantwortungsvollem Verhalten mitzuhelfen, dass die vierte Welle gebrochen wird. „Wellenbrecher“, das Wort des Jahres 2021, ist ja schon mit einer positiven Zukunftsperspektive verbunden: Ja, es kann gelingen, diese Welle zu brechen. Pfarrer Dr. Martin Hauff, Langenau  aus seiner Predigt zum Altjahresabend 2021

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30.12.

Samstag 5.11.2011 – Der Fokus: Lukas 2,25-38 Anbetung und Prophetie Simeons und Hannas  – Lukas 2,36+37Das Gebet als Geschehen erlebenROHPUP 120

Das Gebet auch an und durch uns – im Durchfluss des Heiligen Geistes – leicht erleben und dabei von Gott erfasst, um dann von ihm gebraucht zu werden

Die Faszination: 

Lukas 2,36+37 Damals lebte auch eine alte Prophetin in Jerusalem. Sie hieß Hanna und war eine Tochter Penuëls aus dem Stamm Ascher. Nur sieben Jahre war sie verheiratet gewesen und war jetzt eine Witwe von 84 Jahren. Sie verließ den Tempel gar nicht mehr und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten. 

Gebet ist eher etwas was Dir widerfährt, als etwas, was Du privat für Dich tust. Es bedeutet eher das große selbst zulassen, als das kleine selbst durchzusetzen. Schließlich wirst du selber lieber sagen: „Gebet geschah und ich war da“ als: „Heute habe ich gebetet“ Du weißt nur, dass Du geführt wurdest, geleitet, geliebt, gebraucht und „durchbetet“ wurdest und dass Du dabei nicht mehr am Steuer sitzt. Richard Rohr aus „Pure Präsenz“ Seite 120

   

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Lukas 2,1

Mittwoch 29.12.2021 – Die aktuelle Studie – Der Fokus: Lukas 2,1-7 Die Geburt von Jesu in Bethlehem - Lukas 2,1Gott als Regisseur / Die Schöpfungsakte Gottes durch besondere Geschehen - ENGGOA 141

Den Regisseur des Lebens – Gott – wahrnehmen, der dem Leben scheinbar freien Lauf lässt und doch gleichzeitig sein Drehbuch - durch uns seine Darsteller - durch Christus und besondere Akte in Szene setzt, um seine Genialität und Liebe durch uns auszudrücken

Die Faszination: 

Lukas 2,1 Es begab sich aber in jenen Tagen, das ein Befehl ausging vom Kaiser Augustus, dass alle Welt sich sollte schätzen lassen.

Wie sieht das praktisch aus, wenn Gott Regie führt? Es wird dann immer gelten: „Und es begab sich …“, wie es in den Berichten über Jesus oft heißt. Wenn Gott Regie führt, gewinnt das Leben eine Folgerichtigkeit zu gewinnen, die mit Gottes finalem Denken zu tun hat. Diese innere Logik können wir im Moment oft nicht erkennen, aber beim Rückblick über bestimmte Geschehen packt uns dann ein großes Staunen über Gottes weise Führung. Durch diese Erfahrung lernen wir, uns der Leitung des Heiligen Geistes immer mehr anzuvertrauen, auch wenn er uns ungewohnte Wege führt; Gott ist oft so überraschend! Es ist Ausdruck seines schrittweisen Führens, dass er die Dinge immer erst dann ans Licht zieht, wenn er sie bearbeiten will; er liefert uns keine Auftragsliste. - In den Akten, in denen Gott Regie führen konnte, ist es mir im Rückblick immer gleich ergangen. Wenn wir die durch unsere Arbeit bewirkten Veränderungen zusammentrugen, wurde jedesmal klar, dass die Frucht das, was sich durch unser Gespräch erklären ließ, weit übertraf. Das Staunen über Gottes überreiches, gnädiges Wirken führte dann jeweils ganz natürlich zu einer gemeinsamen Lob- und Dankzeit. Manfred Engeli leicht verändert aus seinem Buch „Gottes Angebote“ Seite 141

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28.12.

Dienstag 28.12.2021 – Der Fokus: Lukas 1,67-80 Der Lobpreis des Zacharias LukasLukas 1,74+75 / 1.Johannes 4,18  – Die Furcht / Furchtlos Gott alleine dienen - Samuel Keller - Jesus Du bist König in unserer Mitte

Befreit von der Gefangenschaft der Furcht und ihren Nebenwirkungen durch unseren Liebhaber, der durch sein Liebe alle Furcht vertreibt, dass wir – in allen Umständen zu unserem Besten - ihm allein dienen zu können

Die Faszination:

Lukas 1,74+75 Befreit aus der Hand unserer Feinde dürfen wir ihm nun ohne Furcht dienen, in Heiligkeit und Gerechtigkeit, so lange wir am Leben sind.

Welche schroffen Gegensätze! Ohne Jesus sind wir Gefangene der Furcht unser Leben lang, und dazwischen all die kleinen Nebengötzen der Furcht: Sorge, Ängstlichkeit, Gedrücktheit, bange Spannung des Augenblicks. Und dann kam die Umkehrung; jetzt geht's mit dem Blick ihm zugewandt, den unsere Seele liebt: ohne Furcht unser Leben lang! Wir brauchen in Augenblicken, wo die alte Furcht ihre Fangarme nach uns ausstreut, uns nur darauf zu besinnen, dass Er uns liebt, dass Er uns nahe ist, dass nichts uns schaden kann, und der törichte Alpdruck weicht. Vor wem sollte uns denn grauen? Ist Jesus denn nicht derselbe? Der Nahe, Barmherzige, Freundliche, der sich um uns kümmert wie ein Vater um sein Kind. Furcht ist nicht in der Liebe, die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht (1.Johannes 4,18), Furcht ist stets ein Symptom einer Seelenverstimmung. Je kindlicher wir uns dem nahen Heiland anvertrauen, desto völliger treibt die Freude an ihm alle Furcht aus. Furcht ist die Folge der kleinen Blicke in die irdischen Dinge. Sobald wir den großen Blick tun in die herrliche Zukunft der Kinder Gottes, ist die Furcht verscheucht. Nein! Furcht ist eine Stimmungssache. Gib deine verstimmte Harfe in die Hände des Meisters: der wird neue Saiten des Dankens und Lobens aufziehen. Samuel Keller aus Evangeliums.net

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27.12.

Montag 27.12.2021 – Der Fokus: Lukas 1,26-33 Die Ankündigung der Geburt von Jesus - Lukas 1,37+38Das Wachstum von Christus ins uns - Holgus 

Wie Maria Christus in uns durch den Heiligen Geist zeugen und aufwachsen lassen, um ihn wie es verheißen ist, auf unterschiedliche Art und Weise auf die Welt zu bringen 

Die Faszination:

Lukas 1,37+38 Für Gott ist nichts unmöglich." Da sagte Maria: "Ich gehöre ganz dem Herrn. Was du gesagt hast, soll mit mir geschehen." Darauf verließ sie der Engel.

Dasselbe Angebot wie der Engel der Maria machte und die darauf positiv reagierte, indem sie das Verheißene an sich und durch sich geschehen lassen wollte, macht uns Jesus auch. Das Christsein ist etwas, das an, in und durch uns durch Christus geschieht. Wir haben eigentlich nur sein Wort zu lesen und zuzustimmen, dass er es in und durch uns umfassend – eine Verheißung nach der anderen - verwirklicht. Wir werden dann merken, dass unser innerer Mensch mit Christus in uns – allerdings nach meiner Erfahrung langsam - wächst und immer ausgeprägter durch uns zur Welt - gerade in den Umständen und Schwierigkeiten in denen wir leben -  kommt. Christsein ist ein erstmal ein passives an sich geschehen lassen, das uns von selbst in wirksame und fruchtbare Wirksamkeit und Tätigkeiten hineinführt. Wenn es das nicht ist, dann ist es bestenfalls Religion oder Philosophie, die wir versuchen zu leben. Christus in uns selbstverständlich aufwachsen zu lassen und auf die Welt zu bringen, haben wir von Maria – aber auch von vielen Vorbildern – durch den Heiligen Geist zu lernen. Die Verheißung, dass für Gott nichts unmöglich ist, stärkt uns auch in diesem Wachstumsprozess. Holgus 27.12.2021

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Titus 2,11+12

Freitag 24.12.2021 – CHRISTNACHT – Der Predigttext: Titus 2,11-14 – Titus 2,11+12 Die Gnade - Professor Dr. Bernhard Mutschler, Reutlingen

Die offene Tür zu Gott wahrnehmen und immer wieder zu ihm zurückkehren, dass seine Gnade mich weiter heilsam erziehen kann und mich zu einem helleren Licht unter meinen Mitmenschen macht

Die Faszination:

Titus 2,11+12 Denn die Gnade Gottes ist jetzt sichtbar geworden, um allen Menschen die Rettung zu bringen. Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben, 

Gottes heilsame Gnade, lese ich im Titusbrief, „erzieht uns, dass wir – nach Absage an Gottvergessenheit und weltliche Begierden – besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben.“ Was für eine Änderung, wenn Gottes heilsame Gnade Menschen „erzieht“, sie begleitet, bildet und stetig erneuert in ihrem Leben.
Ich stelle mir vor: Gottes Gnade wirkt, als ob sie unserem Leben tödliches Gift entzieht. Sie vertreibt Gottvergessenheit und Gottlosigkeit. Sie erinnert uns immer wieder an Gottes offene Tür. Der Zugang zu Gott ist offen für alle. Der Himmel ist nicht verschlossen, sondern von Gott her geöffnet. Kein Lockdown von Seiten Gottes, sondern ein Kommunikations- und Liebesangebot!
Es lebt sich anders aus Gott. Es lebt sich tiefer und voller und runder aus dem Strom des Lebens, der Versöhnung und des Vertrauens Gottes. Wenn Menschen „besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt leben“, dann führt dies – davon bin ich überzeugt – zu einer hohen Lebensqualität für alle Menschen und für die gesamte Schöpfung. Es führt zu jenem guten Leben, nach dem sich alle Menschen sehnen. Wie sieht dieses Leben aus? „Besonnen“ – im Umgang mit sich selbst; „gerecht“, d.h. solidarisch, fair, barmherzig – gegenüber anderen und der Schöpfung; „fromm“ und dankbar – im Blick auf Gott. Das ist die Richtung, in die Gottes heilsame Gnade Menschen erzieht, entwickelt und entfesselt. Wäre das eigentlich schlimm, wenn Menschen sich von Gottes heilsamer Gnade anleiten, inspirieren, anstecken ließen? Wenn sie Besonnenheit, Solidarität und Dankbarkeit als Tugenden hoch halten und immer wieder daraus schöpfen wie aus einer Quelle? Wenn nicht, dann lassen Sie uns diesen Weg gehen, jede und jeder für sich und alle miteinander. Gottes heilsame Gnade erneuert, befreit und ermutigt uns. Dieser Weg führt zu einem wahrhaftigen und guten Leben. Professor Dr. Bernhard Mutschler, Reutlingen


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22.12.

Mittwoch 22.12.2021 – Der Fokus: Lukas1,1-4 Lukas widmet Theophilus sein EvangeliumLukas 1,1-4Der Jesuslauf - Das Wort Gottes selbstständig studieren - Holgus 

Jesus nachfolgen wie einen öffentlichen und inspirierenden Lauf querfeldein ihm nach durchs Leben verstehen und zunehmend gemeinsam laufen

Die Vision:

Lukas 1,1-4 Schon viele haben sich darangesetzt, einen Bericht über die Ereignisse zu schreiben, die bei uns geschehen sind und die wir von denen erfahren haben, die von Anfang an als Augenzeugen dabei waren und dann den Auftrag erhielten, die Botschaft weiterzusagen. Nun habe auch ich mich dazu entschlossen, allem von Anfang an sorgfältig nachzugehen und es für dich, verehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben.  So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Dinge überzeugen, in denen du unterwiesen worden bist. 

Solch einen Entschluss zu fassen, über Jesus und sein Leben eine Chronik zu schreiben ist sicher nicht von heute auf morgen bei dem Arzt und Reisebeleiter von Paulus Lukas gefallen, eine Vision muss ihn dazu beflügelt haben und sein Schreiben inspiriert haben. Vor ihm haben sich damit viele versucht, wie er berichtet, aber auch sicher viele nach ihm. Aber nur 4 Evangelien wurden in die Bibel aufgenommen. Interessant wäre es die anderen zu studieren und zu erfahren, warum sie nicht aufgenommen wurden. Er bildet durch sein Evangelium seine persönliche Spiritualität ab und wir die wir es studieren können unsere aus ihr heraus entwickeln. 

Der Jesuslauf – ein persönlicher Studiengang inspiriert durch die Bibel, um Jesus besser nachzufolgen - ist solch eine persönliche Weiterentwicklung. Dies ist sicher nicht der Erste und wird nicht der Letzte sein, an einigen orientiere ich mich und bin gespannt auf die Zukünftigen. Meine Vision war immer, dass der Jesuslauf von mehr Christen gestaltet und gelebt wird. Wer daran Interesse hat, der kann mich anschreiben und ihn dann mitgestalten. Ich hatte keinen bestimmten Adressaten, Lukas hatte seltsamerweise nur einen: Theophilus. Anselm Grün vermutet, dass er ein Buchverleger war, dem Lukas die zwei Bücher, das Evangelium und die Lukasgeschichte gesendet hat. Er hat ihn sicher nicht für die Menschheit geschrieben, die sich von diesem Evangelium hat inspirieren lassen, das durch das Buch aller Bücher weltweit Veröffentlichung fand und findet. Er hatte die Hoffnung dass die Bücher veröffentlicht würden.

Meine Vision weitet sich heute aus. Der Jesuslauf soll Menschen wie das Lukasevangelium von der Zuverlässigkeit der Botschaft von Jesus überzeugen und zur Nachfolge inspirieren. Priszilla hat einmal angefangen Priszilla - priszillaJimdo-Page! Und hat damit ein gutes Beispiel gegeben. Leider hat sie seit über einem Jahr mit dem öffentlich bezeugten Laufen aufgehört. Es ist auf jeden Fall spannend, die eigenen Inspirationen und das Labern das sich von ihnen ableitet aus der Bibel bzw. den Evangelien herauswachsen zu lassen. Ich weiß nicht wie lange Lukas für seine beiden Werke gebraucht hat. Der Jesuslauf hat 1993 aus kleinen Anfängen begonnen. Alles braucht seine Zeit.  Holgus 22.12.2021

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17.12.

Montag 23.2.2020 – SONNTAG LAETARE - Der Predigttext: Jesaja 66,10-14 - Jesaja 66,12-14Der Christ als TempelDer Tempel in Jerusalem - HOLGUS

Als Gottes Wohnungen und Tempel, innerlich voll gesättigt, Trost und Frieden in unseren Umfeldern – besonders in Krisenzeiten – verbreiten, bis der eine Tempel Gottes in Jerusalem voll zur Wirkung kommt

Die Ermutigung:

Jesaja 66,12-14 Denn so spricht Jahwe: "Seht, wie einen Strom leite ich den Frieden zu ihr, den Reichtum der Völker wie einen überfließenden Bach. Trinkt euch an dieser Fülle satt! Auf den Armen werdet ihr getragen, und auf den Knien wird man euch wiegen. Ich will euch trösten, wie nur eine Mutter trösten kann. Und an Jerusalem findet ihr Trost. Wenn ihr das erlebt, werdet ihr voll Freude sein, wie frisches Gras sprosst euer Lebensmut." Seinen Dienern offenbart Jahwe seine Macht, aber seine Feinde sind von ihm bedroht.

Diese Verheißung für Jerusalem wird sicher in der Zukunft erfüllt werden. Diese Stadt wird zu seiner Bestimmung finden, nach einem Kampf um sie während Jahrhunderten ja Jahrtausenden. Was Gott beruft und verheißt, das erfüllt er auch, darauf dürfen wir uns verlassen. Wie gut ist es heute in Christus schon Tempel Gottes sein zu können, den Gott versorgt wie eine Mutter sein Baby und aus dem zunehmend Frieden herausströmt. Dies ist das Markenzeichen von Gottes Tempeln, voll gesättigt sein und aus Frieden heraus zu agieren. Unfassbar ist es, was einmal in Zukunft Gott aus einer Stadt Jerusalem machen wird. Holgus 23.2.2020

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16.12.

Donnerstag 16.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 63,7-64,11 Gebet des Volkes um Gottes EingreifenJesaja 64,1-3Das Gebet für ErweckungDAWUSF  65 – Songimpuls: Oh Heiland reiß die Himmel auf

Durch unser Gebet Gott bewegen den Himmel aufzureißen, dass sein Licht durch uns aufleuchtet, dass sich Dunkelheiten in und um uns auflösen

Der Lebensstil: 

Erweckung wird unseren religiösen Stolz und unsere Selbstgefälligkeit zertrümmern. Deshalb werden die herrschenden religiösen Institutionen versucht sein, dem Wind des Heiligen Geistes zu widerstehen und die Beteiligten zu kritisieren. Um uns nicht in Versuchung zu führen, ist Gott momentan dabei (1991), die Leiterschaft aufzurütteln, die während des evangelikalen Aufbruchs in den 50er Jahren in Erscheinung trat., und er diszipliniert die Leiterschaft, die aus der charismatischen Erneuerung und der Jesusbewegung der 70er Jahr hervorging. – Wir dürfen in dieser Zeit, in der der Weinstock beschnitten wird, nicht die Hoffung verlieren. Wir wollen auf den allmächtigen Gott schauen. Dieses Werk der Züchtiugung soll uns auf die Vollmacht vorbereiten. Lasst uns wie die Urgemeinde in Einheit, Demut und Umkehr im Obergemach zusammenkommen und auf die Ausgießung des Geistes warten. Unser Gebet sollte sein (John Dawson aus „Unsere Städte für Gott gewinnen“ Seite 64: Jesaja 64,1-3 O reiß doch den Himmel auf und komm zu uns herab, dass die Berge vor dir erbeben; wie das Feuer Reisig entfacht und wie es Wasser wallen macht; dass deine Feinde merken, wer du bist, / dass die Völker vor Angst vergehen, wenn du furchterregende Taten vollbringst, die niemand von dir erwartet hat! Ja, führest du doch herab, dass die Berge erbebten vor dir! Noch nie hat man so etwas gehört, noch niemals so etwas erlauscht, noch nie hat ein Auge einen Gott gesehen wie dich, der an denen, die auf ihn hoffen, so gewaltige Dinge tut!

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15.12.

Montag 11.1.2021 – EPIPHANIASFEST – Der Predigttext: Jesaja 60,1-6Jesaja 60,1+2Der Christ als Licht - Dr. Andreas Löw - Mache Dich auf und werde Licht …

Sich für das Licht Jesus Christus in uns immer mehr und wieder neu öffnen, dass es uns erleuchten, durch uns scheinen, aber auch Werke des Lichts hervorbringen kann

Die Ermutigung:

Jesaja 60,1+2 Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN erglänzt über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.

Wir, die wir uns nach dem Aufstrahlen von Gottes Licht in unserer Welt sehnen, dürfen uns nicht an die Finsternis gewöhnen oder sie schönreden. - Mit der Auferstehung Christi im Rücken und der Gewissheit, dass wir als gerechtfertigte Sünder in die Nachfolge Christi gerufen sind, hören und verkünden wir den prophetischen Ruf Jesajas. Wir lassen unseren Blick von unseren Ohnmachtserfahrungen wegziehen, hin auf Gottes Möglichkeiten, auf seine Verheißungen, auf seine kommende Herrlichkeit. Gott legt uns niemals auf unsere Schuld, auf unser Versagen, auf unsere Schwäche fest. Sondern Gottes Güte und Gnade sind jeden Morgen neu. Gott füllt uns täglich unsere Hände mit all dem Licht und der Herrlichkeit seines Sohnes Jesus Christus. Gottes Wort aus dem Munde des Propheten öffnet unseren Geist für den Geist der Kraft und der Liebe und der Zuversicht. Schuldekan Dr. Andreas Löw, Ludwigsburg aus seiner Predigt zum Epiphaniasfest 2021

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14.12.

Dienstag 14.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 57,14-21 Gottes Hilfe für die Zerschlagenen - Jesaja 57,15 – Selig sind die Armen - Charles H.Spurgeon 

Die Versuchung erkennen von Wohlstand verwöhnt und ohne göttliche Ansprüche zu sein, dem Leben mit Herzensbildung aus dem Weg zu gehen, dadurch von Gott abgeschirmt nicht mehr von ihm erreichbar zu sein 

Die Orientierung: 

Jesaja 57,15 Denn so spricht der hohe und erhabene Gott, der ewig lebt und dessen Name 'der Heilige' ist: "Ich wohne in der Höhe, in unnahbarer Heiligkeit, doch bin ich auch den Zerschlagenen nah, deren Geist niedergedrückt ist, und belebe den Geist dieser Gedemütigten neu, richte das Herz der Zerschlagenen auf. 

Manche sagen, dass sie nie getröstet worden sind, sie bedurften dessen nie; sie nehmen nichts zu Herzen. Zu dieser Gesellschaft gehören die, welche frei geboren sind und niemals in irgend einer Unterdrückung von Menschen waren, und doch durch ihr Prahlen die Ketten ihres Stolzes klirren lassen. Die, welche nie verwundet waren, und deshalb nie geheilt wurden, mögen sich ihres Zustandes rühmen, aber die Zeit wird kommen, wo sie wünschen werden, es würde anders mit ihnen stehen und den Geringsten beneiden, die zerbrochenen Herzens und von Jesu verbunden sind. Ein Tag wird anbrechen, wo die Selbstgerechten, die sich jetzt selbstgefällig in Zion fühlen, mit Freuden tauschen würden mit denjenigen, die sie jetzt als mürrisch und trübsinnig verachten. Charles H.Spurgeon aus Evangeliums.net

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13.12.

Samstag 14.10.2006 – Der Fokus: Jesaja 55,6-13 Gottes wunderbarer Weg - Jesaja 55,10-11Das Wort Gottes wirken lassen - COWAQD 15

Das Wort Gottes in uns - gepflegt von Gott selbst - wirken lassen, wie Samen im Humus, die zu guten fruchtbaren Pflanzungen aus unserem Leben herauswachsen

Die Faszination: 

Jesaja 55,10-11 Und wie Regen oder Schnee vom Himmel fällt / und nicht dorthin zurückkehrt, ohne dass er die Erde tränkt, sie fruchtbar macht, dass alles sprießt,  dass Brot zum Essen da ist und Saatgut für die nächste Saat, so ist es auch mit meinem Wort: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und führt aus, was ich ihm aufgetragen habe. 

Das gedruckte Wort weicht niemals zurück, zeigt nie Feigheit; es kommt nie in Versuchung, Zugeständnisse zu machen; es wird nie müde und lässt sich nie entmutigen; es reist billig; es wirkt während wir schlafen, verliert nie die Fassung und wirkt auch dann noch weiter, wenn wir schon lange tod sind. Es trifft den Menschen immer in der richtigen inneren Verfassung; denn es spricht ihn nur an, wenn er sich zum Leben Zeit nimmt; es steht immer zu dem, was es gesagt hat; es ist wie ein Angelköder, der immer im Wasser hängt. Charles Cowman aus „Alle meine Quellen sind in Dir“ Seite 15

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10.12.

Mittwoch 22.5.2013 – Der Fokus: Jesaja 51,1-8 Trost für das Volk Gottes - Jesaja 51,7Die Sünde der Gesetzlosigkeit SCHDKL 122

Innerlich durch das Gesetz Gottes gelehrt und orientiert, es durch Liebe in allen Lebenslagen verwirklichen

Die Orientierung: 

Jesaja 51,7 Hört auf mich, die ihr Gerechtigkeit kennt, du Volk, das meine Weisung, mein Gesetz in sich trägt: Fürchtet nicht den Hohn von Menschen, erschreckt doch nicht vor ihrem Spott!

Das nicht liebende Herz stellt die Selbstgerechtigkeit über die Gerechtigkeit, die Selbstzufriedenheit über den Frieden; es stellt das eigene Recht über die Versöhnung. – Die innere Gesetzlosigkeit ist billig! Das Herz braucht einen Widerstand gegen sich selbst! Es braucht einen Grund, an dem seine Kraft ansetzen kann. Ohne diesen Grund findet die moralische Rückstellkraft des menschlichen Herzens keinen Ansatzpunkt. Eine Kraft kann nicht im Nichts ansetzen. – Die Lüge der Gesetzlosigkeit wird vorangetrieben durch eine romantische Verklärung des sich selbst suchenden Ichs. Da ändert es auch nichts, dem Ich ein frommes Vorzeichen zu geben. Ohne innere Ordnung wird jede Suche zur Sucht. Menschen, die die Wahrheit ihres Herzens verlieren, werden im Innern von Selbstsucht zerstört; eine Gemeinschaft die ihr Herz verliert, wird im Äußeren durch Ungerechtigkeit zerstört. Denn das Gesetz zu verlieren bedeutet die Wahrheit des Herzens zu verlieren. Die Psalmen und die Propheten reden davon, dass der Mensch (und sogar ein ganzes Volk) „das Gesetz seines Gottes im Herzen hat“. Gesetz und Liebe sind damit innere Größen des Glaubens, es sind harmonische Gegensätze, die sich im Äußeren des gemeinsamen Lebens zeigen! Martin Schleske aus „Der Klang“ Seite 122

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9.12.

Donnerstag 9.12.2021 – Der Fokus: Jes.45,8-13 Kritik an der Überheblichkeit in IsraelJesaja 45,13 / Jesaja 48,17Die gelebte Gerechtigkeit - SCHDKL 106

Von Gott selbst gelehrt, sich von der geschenkten Gerechtigkeit zur gelebten Gerechtigkeit verwandeln lassen, dass das Leben nicht scheitert sondern gelingt 

Der Lebensstil:

Wenn sich Gerechtigkeit erfüllt, entsteht nichts Fremdes, sondern im Tiefsten das wahrhaft Eigene. Bei der biblischen Gerechtigkeit geht es nicht um ein juristisches Urteil, sondern um unseren Lebensweg. Der Glaube kommt nicht als etwas künstliches zum Leben dazu, sondern er ist die Lebensbewegung selbst. Das ist der prophetische Ausdruck der Gerechtigkeit: „Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit, und alle seine Wege will ich eben machen.“ (Jesaja 45,13) und „Ich bin der Herr dein Gott, der dich lehrt, was dir hilft, und dich leitet auf dem Weg, den du gehen sollst.“ (Jesaja 48,17) Das Ziel der Gerechtigkeit ist das gelingende Leben. Die Weisheit führt den Werdegang. Martin Schleske etwas verkürzt aus „Der Klang“ Seite 10

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8.12.

Mittwoch 8.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 45,1-7 König Kyrus das Werkzeug Gottes - Jesaja 45,1-7Die Allmacht Gottes / Auf die Strategien Gottes eingehen - KOCFWA 302f

Das Drama des Lebens – das von Gott inszeniert wird – als Kind Gottes verstehen lernen, der Frieden und Unheil schafft wie es ihm gefällt, um von ihm eingesetzt werden zu können und um nicht sein Gegenspieler zu werden

Das Bibliodrama:

Jesaja 45,1-7 So spricht Jahwe zu Kyrus, seinem Gesalbten, den er an die Hand gefasst hat, um Völker ihm zu unterwerfen, um Königen den Hüftgurt zu lösen, um vor ihm zu öffnen Tür und Tor: "Ich selbst, ich gehe vor dir her. Ich ebne die Ringmauern ein, zerschlage Bronzetore und zerbreche eiserne Riegel. Ich liefere dir die verborgenen Schätze und die versteckten Vorräte aus, damit du erkennst, dass ich, Jahwe, der Gott Israels bin, der dich bei deinem Namen rief. Wegen Jakob, meinem Diener, wegen meinem Schützling Israel habe ich dich berufen und verlieh dir einen Ehrennamen, ohne dass du mich kanntest. Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! / Ich bin der einzige Gott! Ich gebe dir die Macht, obwohl du nichts von mir weißt, damit man von da, wo die Sonne aufgeht, bis dahin, wo sie untergeht, erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! Ich bin es, der Licht und Dunkelheit macht, der Frieden gibt und Unheil schafft. Ich, Jahwe, bin es, der das alles tut. 

Dann bat der König um das Papyrusblatt mit der Rede des Propheten über ihn und fuhr fort: Ich darf euch an meine Liebe zum Schachspiel erinnern. Es ist ein Kamopfspiel, bei dem zwei Gegner ihre Züge gegeneinander machen, um den König des anderen zu schlagen. Es ist ein Abbild des menschlichen Lebens, das auch aus vielen solcher Kämpfe besteht. Sogar von den Göttern sagen unsere Priester, dass sie gegen Feinde kämpfen, die sie schädigen oder gar stürzen wollen. – Aber ganz anders ist der Gott, von dem Jesaja spricht. Er hat keinen ihm ebenbürtigen Gegner, mit dem er kämpfen müsste. Am Schluss der Rede heißt es ja, dass er auch die Finsternis und das Unheil geschaffen hat. Die Könige und Götter müssen darum letztlich ihm, dem alleinigen Gott dienen. Wenn ich diese Vorstellung von Gott auf das Schachspiel übertrage, so kämpfen nicht zwei Götter gegeneinander. Jesajas Gott allein setzt seine Figuren ein und lenkt das Spiel nach seinem Willen. Das ist Schach solo. – Jetzt aber das andere: Dieser allmächtige Gott ist zugleich uns Menschen zugewandt. Er nennt mich seinen „Gesalbten“. Er teilt mir seine Pläne mit, obwohl ich ihn nicht kenne. Ich bin aber für ihn keine willenlose Figur, keine "Marionette" in seinem Spiel. Er nimmt ja an, dass ich meinen Weg gehe, der mich nach Babylon führt. Aber ich soll ihn, den mir Unbekannten kennenlernen, und zwar durch die Erfahrung, die ich als Soldat zusammen mit euch mache. Dass er den Menschen zugewandt ist, das zeigt sich vor allem darin, dass er sich seines Volkes in der Verbannung annimmt. Er will ihnen durch mich helfen lassen. Hermann Koch aus „mit Flügeln wie Adler“ Seite 320f

7.12.

Dienstag 7.12.2021 – Die gesellschaftliche Studie - Jesaja 2,7-9 Die Propheten / Die Gerechtigkeit im Land - SCHDKL 104 

Die Chronik: Bundesrepublik Deutschland - 7.12.2021 Fokus: Regierung komplett - Das sind die 16 Bundesminister im Kabinett Olaf Scholz 2021 im Überblick

Die moralische Kraft des politischen Systems und ihre Einstellung zur Gerechtigkeit wahrnehmen, um durch Gebet, durch Berufungen, von Gott vorbereitete Werke und Dienste zu verwirklichen

Die Mahnung:

Man muss religiös erblindet sein, um die Bibel nur als ein Buch für das rein persönliche Heil zu lesen. Die biblischen Propheten greifen vor allem die Mächtigen und die Systeme an. So klingt ihr Grundtenor gegen die Ungerechtigkeit: Jesaja 2,7-9 Ihr Land ist voll Silber und Gold und ihrer Schätze kein Ende; ihr Land ist voll Rosse, und ihrer Wagen ist kein Ende; auch ist ihr Land voll Götzen, das Werk ihrer Hände beten sie an und das, was ihre Finger gemacht haben. Da beugt sich der Mensch, da demütigt sich der Mann; aber du wirst es ihnen nicht vergeben! - Die Propheten stellen nie nur die Tugendhaftigkeit des Einzelnen infrage, sondern stets auch die moralische Kraft des Systems und der Institutionen. Ein prophetisches Lebensgefühl wird in sich eine beständige Frage spüren (und daran leiden), ob Gerechtigkeit überhaupt noch ein Leitgedanke ist, dem die Gemeinschaft verpflichtet ist. Ab wann hört eine Gesellschaft auf, eine Gemeinschaft zu sein, und zerfällt in tausend splitterhafte Egoismen? Ohne die Ausrichtung auf Gerechtigkeit verliert nicht nur die Politik ihren Sinn und ihre Authorität; die Gesellschaft verliert ihren inneren Zusammenhalt. Solch eine zerfallene Gesellschaft wird angreifbar, denn sie kann nur fordern und nichts geben. Sie macht die Politik zu ihrer Prostituierten: „Befragt unsere Bedürfnisse! Schafft uns äußeren Wohlstand und innere Ruhe!“ Es reicht nicht aus, zu glauben, der Sinn des Lebens bestehe darin, in Ruhe gelassen zu werden. Darum müssen wir an der Gerechtigkeit festhalten – an der „Mäßigung“ (im Äußeren) und der „Heiligung“ (im Inneren). Die Gerechtigkeit soll eine Geliebte sein. In ihr üben wir uns in der Intonation unserer Berufung. Wir brauchen ein höheres Maß an gesellschaftlicher Intelligenz, um lebbare Alternativen zum frevelhaften Götzendienst zu finden, der den Schwachen opfert und diese Welt schändet. Martin Schleske aus „Der Klang“ Seite 104

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6.12.

Montag 6.12.2021 – CHANUKKA / LICHTERFESTSacharja 4,1-6Die Menora / Der Christ als Licht Gabriel Strenger 

Unser Licht vollständig – unter allen Bedingungen – leuchten lassen, genährt nicht durch unsere eigene Kraft, sondern vom Geist Gottes 

Die Faszination: 

Sacharja 4,1-6 Der Engel, der mir zur Seite stand und alles erklärt hatte, kam wieder und rüttelte mich auf wie einen, der aus dem Schlaf geweckt wird. 2 Er fragte mich: "Was siehst du?" - "Einen Leuchter", erwiderte ich, "er ist ganz aus Gold. Oben drauf ist ein Ölbehälter, von dem aus je sieben Röhren zu den Öllampen führen. Rechts und links vom Ölgefäss sehe ich je einen Ölbaum stehen. - Was hat das zu bedeuten, mein Herr?", fragte ich den Engel. "Verstehst du das denn nicht?", erwiderte er. "Nein, mein Herr", sagte ich. Da gab er mir folgende Auskunft: "So lautet das Wort Jahwes an Serubbabel: 'Nicht durch Heeresmacht und menschliche Gewalt wird es geschehen, sondern durch meinen Geist', spricht Jahwe, der allmächtige Gott.

Die siebenarmige Menora (hebräisch für Leuchter) wurde im Jerusalemer Tempel Abend für Abend mit reinem Olivenöl angezündet, als Zeichen für die göttliche Einwohnung (hebr.: Schechina) im Volk Israel. Im Buch Sacharja sieht der Prophet  die Minora in einem mystischen Vision und kommentiert dies mit den unsterblichen Worten: Nicht durch Heer und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen. (Sacharja 4,6) In der jüdischen Mystik manifestiert sich der Geist in Form von sieben erhabenen Attributen, die mit Liebe, Zurückhaltung, Ausgeglichenheit, Einsatz, Dankbarkeit, Energie und Präsenz umschrieben werden können. Im Altertum hielt der Leuchter den Judäern ihre siebenfache geistige Bestimmung vor Augen. Heute dient die Minora Israel als Staatssymbol und schmückt den Pass aller Israeli. Gabriel Strenger aus Publik Forum 22 / 2021

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3.12.

Freitag 3.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 43,1-7 Gott erlöst sein Volk - Jesaja 43,1Die Erlösung - BÜRILH 115 

Von Gott durch Jesus Christus persönlich bei meinem eigenen Namen gerufen und so aus Gottes Händen angenommen, in Beziehung mit ihm leben und ihm nachfolgend auf seine Anweisungen hören

Die Faszination: 

Ich - Sören Kierkegaard - konnte nicht Du zu mir sagen, weil ich keine Beziehung zu mir hatte, weil ich mich nicht kannte, weil ich meinen Namen nicht wusste. Mein Lebenssinn war mir verborgen, weil ich mich nicht aus Gottes Händen angenommen hatte. - Es kommt darauf an, meine Bestimmung zu verstehen, einzusehen, was Gott eigentlich will, das ich tun soll. – Diese meine Bestimmung, meinen Namen werde ich aus Gottes Mund nur dann vernehmen, wenn alle eigenen und fremden Stimmen zum Schweigen gebracht sind: 

Jesaja 43,1 "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir!“

Mein Name, das ist meine Person, mein eigenstes Leben, dieser einmalige und unverwechselbare Mensch, der ich bin. Diesen meinen Namen, die Erkenntnis meiner selbst empfange ich gleichzeitig mit dem (liebenden!) Anspruch Gottes an mich: du bist mein. Dadurch wird ich erlöst, dass mich Gott mit sich selbst verbindet. Dann kann ich Du zu mir sagen, weil ich Du zu ihm sagen kann; dann erkenne ich mich, weil ich ihn erkennen. – Wenn ich ihm nicht gehören und gehorchen will, bleibe ich namenlos. Dann kann ich nicht Du zu mir sagen, ich bin unerlöst. Hans Bürki aus „Im Leben herrschen“ Seite 115 

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5.12.

Donnerstag 2.12.2021 – Die aktuelle Studie1,Johannes 4,16Die Liebe Gottes / Der Alltagsmodus - Holgus

Vorgestern übte ich mich plötzlich darin ein, bei Gott in seiner Liebe so tief abzuhängen, dass ich erfüllt von Liebe alles was ich auch immer tue aus Liebe zu Gott zu tun, meine Arbeit, mein Leben, aber auch alle Menschen denen ich begegne.

Gottes Liebe im Alltag zunehmend mehr wahrnehmen, indem wir ganz von ihr abhängen, um so in ihr bleiben zu können, dass sie sich ununterbrochen durch uns verwirklichen kann

Die Kontemplation:

1.Johannes 4,16 Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 

Wir erkennen, dass unser größtes Problem das ist, dass es uns an Liebe für uns, für andere, aber vor allem für Gott selbst fehlt. Wir erkennen an, dass nur Gottes Liebe dieses Vakuum ununterbrochen in uns füllen kann. Wir erkennen an, dass wir von dieser Liebe, und nicht von der Liebe anderer Menschen abhängig sind und dass wir uns nicht selbst und andere Menschen lieben können, wie wir es brauchen. 

Wir lassen uns jetzt auf Gottes Liebe wieder neu, noch tiefer ein und bekennen, dass wir uns von ihm noch nicht so lieben lassen, wie er es eigentlich will. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Alltag - bei Tag und Nacht - versinken wir wieder neu und möglichst immer tiefer in seiner Liebe, wie in den Polstern eines Hängesessel oder einer Coach, den wir so aufs äußerste beanspruchen, dass er kerzengerade und still hängt. 

Wir nehmen während des Tages genau wahr, was uns aus dieser Liebe heraus katapultiert, um anschließend noch tiefer in die Liebe Gottes einzudringen. So können wir wahrnehmen, inwieweit wir in Gottes Liebe bleiben konnten und können. Wir lassen alle Ungeliebtheiten die wir wahrnehmen so schnell wie möglich von seiner Liebe durchdringen, auch die Sünden, so können sie sich nur auflösen. 

Wir lassen nun zu, dass wir Gottes Liebe durch uns zur Wirkung kommen lassen, wie sie es selber will und wie das Leben es für uns vorsieht, vor allem immer zu unserem bzw. zu unseren Nächsten, aber auch zu uns selbst. Wir lassen nun zu, dass alle Beurteilungen und Verurteilungen von uns selbst, aber auch von anderen ihre Wirkung in der Liebe Gottes verlieren. 

Wir lassen zu und nehmen es in Anspruch, dass alles was uns wiederfährt uns zum Besten dient und nehmen das Leben aus seiner guten und geliebten Hand. Wir trinken auch die besonders schweren Kelche, die Gott bzw. das Leben uns darreicht und lernen sie besonders zu genießen. So können wir zunehmend ununterbrochen in Gottes liebender Gegenwart leben und sie zunehmend mehr genießen.

Holgus 2.12.2021

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1.12.

Mittwoch 1.12.2021 – Der Fokus: Jesaja 41,8-16 Gott steht zu seinem erwählten Volk - Jesaja 41,8-10Die Erwählung IsraelsDie uneingeschränkte Unterstützung Gottes - KOCFWA 151

Sich als Jude und auch als Christ, die Erwählung Gottes tiefer annehmen und ganz auf ihn vertrauen, indem wir furchtlos auf seine umfassende Unterstützung vertrauen

Die Faszination:

Nachdem sich die Lage des Volkes gerade wegen der Predigt Jesajas verschlechtert hat, hatte er wohl nicht den Mut, noch einmal aufzutreten. Doch da stand er plötzlich ganz in der Nähe des Exilarchen. Alle Anwesenden schauten auf ihn. Was würde er jetzt sagen? Und Jesaja fand die richtigen Worte: „Angst, das ist ein Gefühl, das alle Menschen niederdrücken kann, wenn wir vergessen, wer unser Gott ist und wem wir darum gehören.“ Dann erhob er fuchtlos seine Stimme und sprach: 

Jesaja 41,8 Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, mein Auserwählter, 

Samuel richtete sich auf: „Ja Israel sind wir; unter Gottes Schutz stehen wir darum. Jakob sind wir, von Gott in seiner großen vergebenden Liebe erwählt. Wenn wir das ersnt nehmen, können wir furchtlos in die Zukunft blicken.“ Der Trost, der von Jesajas Worten ausging, wurde verstärkt, als er weitersprach: 

Jesaja 41,8+9 … du Same Abrahams, meines Freundes; welchen ich von den Enden der Erde genommen und aus ihren Winkeln berufen und zu dem ich gesprochen habe: Du bist mein Knecht, ich habe dich auserwählt und verwerfe dich nicht; …

Was einst für Abraham galt, das gilt auch für alle seine Nachkommen. Ganz klar stand es vor Samuel: „Wir sind nicht verworfen. Gott bricht sein Wort nicht. Die Erwählung steht fest“ Dann sprach Jesaja von dem Trost, der heute für seine Erwählten galt. 

Jesaja 41,10 … Fürchte dich nicht; denn ich bin mit dir; sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. 

Deborah wurde ganz ruhig. Das war die Botschaft von dem Gott, der mitgeht: „So wie er einst mit Abraham ging, so geht er auch heute mit mir.“

Hermann Koch aus „mit Flügeln wie Adler“ Seite 151

November 2021

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30.11.

Montag 20.4.2020 – SONNTAG QUASIMODOGENITIDer Predigttext: Jesaja 40,26-31 - Jesaja 40,28+31Den Sieg in allen Kämpfen erleben Die Meilensteine - MURWAG 72

Sich jeden Tag in die Gegenwart Gottes in seiner Kraft hinaufschwingen lernen, um dann die Übersicht zu behalten und jedes Werk der Liebe und der Arbeit - wie ein Adler seine Beute – zu finden und souverän zu bewältigen  

Die Ermutigung:

Jesaja 40,28-31 Weißt du es denn nicht, oder hast du es noch nie gehört? Jahwe ist ein ewiger Gott, der die ganze weite Erde schuf. Er wird nicht müde, seine Kraft lässt nicht nach und seine Weisheit ist unerschöpflich tief. Er gibt dem Müden Kraft, und die Schwachen macht er stark. Die Jungen werden müde und matt, junge Männer stolpern und brechen zusammen. Doch die auf Jahwe hoffen, gewinnen neue Kraft. Wie Adler breiten sie die Flügel aus. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

Der Adler ist der König der Vögel, er schwingt sich am höchsten in den Himmel auf. Gläubige sollten ein himmlisches Leben in der direkten Gegenwart der Liebe und Freude Gottes. Sie sollen leben, wo Gott lebt. Um dorthin aufzusteigen brauchen sie Kraft. Sie wird denen gegeben, die auf ihn warten. – Jeder weiß, wie man ein Adler wird; nur auf eine Weise: indem man als Adler geboren wird. Du bist aus Gott geboren, Du besitzt die Flügel eines Adlers. Vielleicht wusstest Du es noch nicht und hast sie noch nie benutzt; aber Gott kann und will dich lehren, sie einzusetzen. Andrew Murray aus „Warten auf Gott“ Seite 72

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29.11.

Montag 29.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 37,14-20 Das Gebet von Hiskia im Tempel - Jesaja 37,14Das Gebet als Delegation - Frederick B.Meyer

Lernen uns als Gottes Eigentum ihm zu ergeben und alle unsere Angelegenheiten - ja jeden Tag - konsequenter ihm zu übergeben, dass er sich daran verherrlichen kann und wir glücklich darüber werden können

Der Lebensstil:

Jesaja 37,14 Hiskija nahm das Schreiben der Boten in Empfang und las es. Dann ging er in den Tempel, breitete es vor Jahwe aus 

Hiermit übergab er buchstäblich den Brief der Hand Gottes, indem er ihn geöffnet im Heiligtum ablegte, um dadurch anzudeuten, dass die Verantwortlichkeit der Beantwortung des Inhalts nicht länger auf ihm ruhe. Die göttliche Antwort kam zuerst in Gestalt der durch Jesaja übersandten Verheißung; und dann, als der Engel des Herrn seine Flügel ausbreitete und den Feinden ins Angesicht blies. Gewöhnen wir uns doch daran, unsere Kümmernisse und unsere Sorgen Gott zu übergeben. Gott lädt uns ein, zu seiner Ruhe einzugehen, das heißt: Er will selbst für uns eintreten, zwischen uns und allem, was uns schaden oder weh tun könnte. „Sorgt Gott für die Ochsen,“ und sollte Er nicht für seine Kinder sorgen? Ist ein zur Erde fallender Sperling Ihm wertvoller, als sein Kind? Hat Er uns auf unserer Reise so weit gebracht, um uns nun im Stich zu lassen? Seien wir nur dessen gewiss, dass wir den unfreundlichen Ton jenes Briefes nicht selbst verschuldet haben. Übe dich täglich, ein unverletztes Gewissen zu haben; denn mit Gott auf deiner Seite kannst du es wagen, einer ganzen, bewaffneten Welt ins Angesicht zu sehen. Frederick B. Meyer

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26.11.

Freitag 26.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 31,4-9 Das Gericht über Assyrien - Jesaja 31,5+6 – Besondere Studien: Flieg Friedenstaube / Kapitel Tränen ab Seite 437 / Das Wunder des Abzugs der Assyrer und die Enttäuschung über die Reaktion der Juden - Die Umkehr /  KOCFFT 441

Die Hoffnung nie aufgeben und Lieder auf sie in allen Lebenslagen singen, um Umkehr in den Umfeldern und Ländern zu erleben, auch wenn Gott immer wieder rettend eingreift

Die Faszination:

Schear Jaschub brachte seinem Vater die Nachricht vom Wunder dieser Nacht, während der die Assyrer abzogen. „Gott sei Dank“ sprach der Prophet Jesaja. “Schear-Jaschub, wie nahe ist Gott!“ Mir ist zumute, wie damals in der Stunde meiner Berufung. Die Näher Gottes überwältigt mich. Ich sprach: „Wehe mir, ich muss vergehen!“ Aber Gott hat mich begnadigt und mich in seinen Dienst genommen. Jetzt ist Gott seinem Volk ganz nahe gekommen., in dieser unerhörten Rettungstat. Die Güte Gottes wird alle überwältigen. Das ganze Volk wird sprechen: „Hier sind wir, zu deinem Dienst bereit!“ Dann wandte er sich an Dan, seinem Enkel: „Reich mir meine Gitarre, Dan!“ „Du willst die Lieder der Hoffnung spielen und singen, Großvater? Ich kennen sie alle!“ „Dan, Schear Jaschub: Wenn ich die Lieder der Hoffnung sang, hoffte ich immer, dass mein Volk umkehrt zu seinem Gott. Jetzt ist der Tag da. Jetzt kommt der große Schar-Jaschub-Tag, der Tag der Umkehr. 

Jesaja 31,5+6 Wie ein Vogel flatternd sein Nest beschützt, so wird Jahwe, der allmächtige Gott, Jerusalem beschirmen, beschützen und retten, schonen und befreien. Ihr Israeliten, kehrt um zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid! 

„Kommt. Lasst uns die Lieder der Hoffnung singen und zum Königspalast ziehen!“ Umringt von seinen Jüngern, zusammen mit Esther, Schear-Jaschub und seinen Enkelkindern zog Jeraja durch die Straßen zur Königsburg. Sie sangen unter seiner Begleitung die Lieder der Hoffnung. „Kehrt um zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid!“ Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 441f

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23.11.

Montag 15.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 31,4-9 Die Prophetie über Assyriens Flucht von Jerusalem wegJesaja 31,4-9Sich in den Stürmen des Lebens bewährenKOCFFT 435-439 

Auch in größter Gefahr auf Gott vertrauen und sich nicht auf andere Hilfsangebote einlassen, um ihn dann wunderbar – wie auch immer – zu erleben und sich daran zu erfreuen

Die Ermutigung: 

Nur langsam kamen die Belagerten von den Mauern und den Türmen herab. Zwei Vorstellungen wurden jetzt in allen Gesprächen bewegt: Bedingungslose Kapitulation oder überlaufen! - Zusammen mit seinen Jüngern trat Jesaja hinaus auf die Straße. Gespenstische Stille lag über den Menschen, die verängstigt herumstanden. Aber vor dem Königspalast stand ein großer Haufe redend beieinander. „Überlaufen, das ist die einzige Rettung!“ hörte Jesaja immer wieder. - Jesaja 31,4-9  Denn das hat Jahwe mir gesagt: "Wie der Löwe über seiner Beute knurrt, der Junglöwe, gegen den man alle Hirten zusammengeholt hat, wie er vor ihrem Geschrei nicht erschrickt und sich bei ihrem Lärm nicht duckt, so kommt Jahwe, der allmächtige Gott, auf den Berg Zion herab, zur Verteidigung seiner Hügelstadt. Wie ein Vogel flatternd sein Nest beschützt, so wird Jahwe, der allmächtige Gott, Jerusalem beschirmen, / beschützen und retten, schonen und befreien." Ihr Israeliten, kehrt um zu dem, von dem ihr so tief abgefallen seid! Denn es kommt der Tag, an dem jeder seine silbernen und goldenen Götzenbilder verabscheuen wird, die Götzen, die ihr mit euren Händen zu eurer Sünde angefertigt habt. Assyrien wird fallen durch das Schwert, doch nicht durch eines Menschen Schwert. Vor diesem Schwert ergreift es die Flucht. Seine jungen Krieger müssen Zwangsarbeit tun. Sein Fels wird vor Grauen vergehen, seine Oberen ergreifen die Flucht, spricht Jahwe, der seinen Herd in Jerusalem hat und dessen Feuer auf dem Zion brennt. Jesaja stieg von dem Felsblock herab. „Kommt, kehrt um. Kehrt zurück zu eurem Gott, traut auf ihn! – Als sich im Osten die ersten Anzeichen des Morgenrots zeigten, standen alle Soldaten auf den Mauer und starrten hinaus in die Nacht. Als dann das Morgenlicht kam und langsam in die Täler fiel, da konnte jeder das Wunder dieser Nacht sehen. Eilig hatte man den König geweckt. Bei ihm liefen die Meldungen zusammen. „Oberst Jojada meldet vom Usiaturm an der Westmauer: Kein Assyrer mehr vor der Stadt!“ Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 435-439 

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22.11.

Montag 22.11.2021 - Die aktuelle Studie - Psalm 77,7 - Gott als Schöpfer / Der Geist des Menschen / Schöpferisch in allen Lebensbereichen zunehmend vorgehenDer Genussmodus - SCHHER 90f

Beim Weiterlesen des Buches Herztöne wurde mir dieser Textabschnitt für mein Leben sehr wichtig. Nur das Experimentieren, der schöpferische Prozess bringt uns im Leben weiter und lässt uns reifen. Das Experimentieren bringt aber auch kleinere und größere Versagen mit sich. Sie als Gnade wahrzunehmen, aus denen wir besser lernen können, als immer im Gelingen stur bleiben zu müssen tat so gut, dass ich nun weiter umdenken kann. Nun kann ich meine schöpferischen Prozesse noch intensiver umsetzen, zum Beispiel einer von ihnen, den Jesuslauf.

Das Leben als schöpferische Prozesse in allen Lebensbereichen, indem wir weit über hinaus letztlich nach Gott forschen und das Spiel der Gnade zwischen Gelingen und Scheitern lernen

Die Faszination:

Schöpferisch zu sein, bedeutet, auf eine Art vermessen zu sein, denn man muss über das hinausgehen, was man schon weiß und kann. Das Nichtwissen ist Voraussetzung eines jeden schöpferischen Prozesses, denn wir immer nur tun, worin wir uns sicher sind, ist alles was wir tun, bestenfalls feige, schlimmstenfalls belanglos. Vielleicht ist eder Glaube an Gott vor allem ein Protest gegen die Belanglosigkeit, denn es bedeutet, mit mehr zu rechnen als mit sich selbst. Die Liebe des empirischen/experimentellen Weges weiß wovon der Psalter spricht: „Ich denke und sinne des Nachts und rede mit meinem Herzen. Mein Geist muss forschen.“ Diese Art der Liebe, die die Dinge ausprobiert, widersteht der Resignation, denn sie weiß: Der Schöpfungsprozess ist ein Akt, durch den etwas entsteht, was über das Können und Wissen hinausgeht. Es bedeutet, mehr zu wollen, als du absehen kannst. Du rechnest mit dem Wunder, du greifst nach der Gnade, damit dein Werk sich über dich erheben kann. – Wie aber kann man die Enttäuschung aushalten, wenn es nicht geschieht und die Versuche misslingen? Um in diesem vermessenen Drang nicht gestutzt zu werden, müssen wir wissen, dass die Gnade, nach der wir greifen, vor allem die Gnade des Scheiterns ist. – Was die Liebe des empirischen Weges sagt, ist dies: Deine einzige Aufgabe besteht darin , wieder aufzustehen. Das zu wissen bringt dich dazu, nicht aufzuhören, auch wenn alles dagegenspricht, dass du weitermachst. Mach dich bereit mit der Gnade zu spielen, und du wirst erfahren, was es heißt Gemeinschaft mit dem Schöpfer zu haben. Martin Schleske aus „Herztöne“ Seite 90f

Bild Holgus

19.11.

Freitag 19.11.2021 – BUSS- UND BETTAG - Der Predigttext: Matthäus 7,12-20In Beziehung leben / Das Leben mit der goldenen Regel / Der Christ als BaumPfarrerin Karina Beck, Stuttgart

Paradiesische Früchte durch unser Leben wie ein guter Baum gedeihen und anbieten lernen, indem wir verwurzelt in der guten Erde Gottes dafür Kraft schöpfen und so glückselige Beziehungen lernen zu gestalten

Der Lebensstil:

Matthäus 7,12-20 Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch für sie! Das ist es, was Gesetz und Propheten fordern. Geht durch das enge Tor! Denn das weite Tor und der breite Weg führen ins Verderben, und viele sind dorthin unterwegs. Wie eng ist das Tor und wie schmal der Weg, der ins Leben führt, und nur wenige sind es, die ihn finden! Hütet euch vor den falschen Propheten! Sie sehen aus wie sanfte Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.  An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Von Dornen erntet man keine Weintrauben, und von Disteln kann man keine Feigen lesen. So trägt jeder gute Baum gute Früchte und ein schlechter Baum schlechte. Ein guter Baum trägt keine schlechten Früchte und ein schlechter Baum keine guten. 19 Jeder Baum, der keine guten Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb sage ich: An ihren Früchten werden sie erkannt.

Im Predigttext stecken viele berühmte Bilder und Sprichwörter: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“, „der Wolf im Schafspelz“ oder auch „die Goldene Regel“: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“ Der Predigttext ist sogar noch umfassender, weil er positiv formuliert: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.“ Stellen Sie sich vor, wir alle würden nach dieser Devise leben und alle Menschen so behandeln, wie wir behandelt werden möchten. Und wir würden von allen so behandelt werden, wie sie sich selbst wünschen würden, behandelt zu werden. 

Wer sich an die Goldene Regel hält, erfüllt das Gesetz und die Propheten, also den Willen Gottes. Wenn es mir gelingt, mich ganz und gar auf mein Gegenüber einzulassen, wenn ich es schaffe, den anderen mit Interesse und Empathie auf Augenhöhe wahrzunehmen (und nichts weniger als das erwarten wir ja auch von anderen), dann tue ich Gottes Willen. Dann nehme ich mein Gegenüber als geliebtes und gewolltes Geschöpf Gottes mit einer eigenen Würde wahr. So wie Adam und Eva einander erkannten und respektierten im Paradies: als einzigartige Menschen in ihrer Verschiedenheit. Sie nahmen sich wahr, erkannten, dass sie aus demselben Fleisch sind, also von der gleichen Art, mit den gleichen Gefühlen und Bedürfnissen. Meine Gedanken zur Goldenen Regel haben mich nun ins Paradies geführt. Aber ja, warum nicht: Das wäre doch das Paradies, wenn alle Menschen täglich nach der Goldenen Regel leben. Das Paradies freilich ist erst für das Ende der Zeit verheißen.

Für mich ist klar: Der Weg ins Paradies braucht Pausen, und ich brauche Unterstützung. Ich will ihn nicht allein gehen. Ich kann es auch nicht, und ich kann den Willen Gottes auch nicht immer tun. Das schaffe ich einfach nicht. Als Mensch bin ich manchmal ungerecht und müde oder sogar verzweifelt. Woher soll ich die Kraft nehmen – und das Wissen und die Geduld und das Selbstwertgefühl–, allen Menschen und der Schöpfung gegenüber immer respektvoll und verantwortungsvoll zu handeln?
 
An dieser Stelle entwirft der Predigttext ein weiteres starkes Bild: das vom Baum und den Früchten: Gute Früchte wachsen nur an gesunden und starken Bäumen, die genügend Licht und Wasser haben. Gute Früchte wachsen nicht aufgrund eigener Anstrengung, sondern aufgrund eines guten Standorts mit Licht und Wasser. An den Früchten kann man darum erkennen, wie gut ein Baum versorgt ist. Für mich heißt das: Wenn ich selbst gut verwurzelt bin und nicht um jeden Sonnenstrahl kämpfen muss, dann gelingt es mir besser, nach der Goldenen Regel zu leben und Gottes Willen zu erfüllen. 

Ich mag das Bild vom Baum. Es strahlt Ruhe und Entschleunigung aus: langsam wachsen, blühen, Früchte ansetzen, langsam reifen und dann andere mit dem Ergebnis erfreuen und satt machen. Das braucht Zeit und Geduld. Das geht nicht in Hektik und Stress. Gottes Gegenwart ist nicht im Sturm und in der Achterbahn. Sie ist im Windhauch, im sanft plätschernden Wasser, in der Pause. Da kann ich diejenige Kraft tanken, die ich brauche, um Früchte zu tragen. Um noch einmal in das Bild vom Weg zu wechseln: Ich möchte darauf achten, dass ich genügend Pausen mache auf dem schmalen Weg und mich stärken lasse von Gottes Wort und seiner Nähe. Pfarrerin Karina Beck aus ihrer Predigt zum Buss- und Bettag 2021

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17.11.

Montag 4.10.2004 – Der Fokus: Jesaja 30,18-26 Gott will sich über sein Volk erbarmen - Jesaja 30,21Die Führung durch Gott - COWAQD 169

Auf unserem schmalen Weg in unbekanntem Gelände, sicher der Führung von Gott anvertrauen und bei Weggabelungen auf ihn hören

Die Orientierung: 

Jesaja 30,21 Wenn ihr nach rechts oder links abbiegen wollt, werdet ihr eine Stimme hinter euch hören: "Dies ist der Weg, dem folgt!"

In der ersten Zeit unseres Glaubenslebens ist es nicht klug, uns allein darauf zu verlassen, auf die Bestätigung der Umstände zu warten. Diejenigen aber, die viel Erfahrung im Umgang mit Gott haben, wissen den Wert der Gemeinschaft mit ihm zu schätzen, um dadurch seinen Willen zu erkennen - Bist du im Zweifel wegen des Weges, den du gehen sollst? Geh mit Deiner Frage zu Gott. Geh nur in die Stille dorthin, wo die Lichter und Schatten der Welt dich nicht ablenken können, wo dich menschliche Meinungen nicht erreichen können. Wenn Du es wagst, dort still und vertrauensvoll zu warten, dann wirst Du den Willen Gottes klar erkennen, eine tiefere Einsicht in seine Natur und sein Herz voller Liebe. Charles Cowman aus „Alle Quellen sind in dir“ Seite 169

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16.11.

Samstag 13.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 28,7-23 Gerichtsrede über die Politiker, die Priester und Propheten in Jerusalem - Jesaja 28,14-22Jesus der Eckstein - KOCFFT 316 

Sich auf dem Stein, den die meisten Menschen nicht nützlich finden ausruhen, sich vom Heiligen Geist neu organisieren lassen, um die Herausforderungen des Lebens zu bestehen

Die Orientierung: 

Dann sprach Kanzler Shebna: Zum Zeichen für diesen Bund legen wir hiermit den Grundstein des Silohturms! So lebensspendend wie das Wasser , das durch den Siloahkanal fließt, so mächtig und unüberwindlich  wie dieser Turm der diesen Kanals bewacht, so möge auch der „Vierbund“ sein. Feierlich legte er den Grundstein  an seinen Ort. Der Bund war geschlossen. Dann marschierten die Soldaten   der bundesschließenden Mächte  auf der Straße vorbei: ägyptische Streitwagen, philistäische Reiter, judäische Fußsoldaten. Noch stand Kanzler Schebna an seinem Ort. Es war die größte Stunde seines Lebens. Im Vollgefühl seiner Macht stand er da. Er rief: „Volk von Juda! Wir sind jetzt sicher! Nicht nur einen Dreibund haben wir geschlossen. Ein „Vierbund“ ist es! Wir haben auch den Bund mit der Unterwelt und dem Tod geschlossen! Wo sind nun unsere Feinde? Sind sie nicht alle verstummt? Sie mögen herzutreten. Ich fordere sie heraus an diesem Siegestag.“ Da bahnte sich Jesaja den Weg durch die Menge. Er schwang sich auf einen Felsblock. Und er rief: Jesaja 28,14-22 Darum hört das Wort Jahwes, ihr Lästermäuler, ihr Herrscher von Jerusalem! Ihr prahlt, mit dem Tod im Bund zu sein. Ihr habt mit dem Totenreich einen Vertrag? Ihr glaubt, wenn die Katastrophe kommt, geht sie an euch vorbei, denn ihr hättet Lügen zu eurer Zuflucht gemacht, euch abgesichert durch Betrug? Darum spricht der Herr Jahwe: Seht her, ich habe auf dem Zionsberg ein festes Fundament gelegt: ein erprobter Block, ein kostbarer Eckstein, ein felsenfester Grund. Wer ihm vertraut, hält ebenso stand. Als Richtschnur nehme ich das Recht / und als Waage die Gerechtigkeit. Der Hagelsturm fegt eure Lügenzuflucht weg, und Wasser überflutet das Versteck. Euer Bündnis mit dem Tod ist dann gelöst, und mit dem Totenreich ist der Vertrag gelöscht. Und wenn die Katastrophe wie eine Flut über euch kommt, seid ihr nur noch zertretenes Land. Sooft sie heranbraust, reißt sie euch mit, und Morgen für Morgen tobt sie heran. Selbst in der Nacht habt ihr keine Ruhe mehr. Und jedes Prophetenwort wird euch eine Schreckensnachricht sein. Ja, "das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecken und die Decke zu schmal, um sich einzuwickeln." Denn Jahwe wird sich erheben wie am Berg Perazim, er wird toben wie im Tal von Gibeon. Doch was er tut, wird euch befremden, sein Werk wird euch unheimlich sein. Darum lasst jetzt euren Spott, damit man eure Fesseln nicht noch fester zieht! Denn ich habe von Jahwe, dem allmächtigen Gott, vom Herrn der ganzen Erde, ein "Zunichte!" gehört und ein "Entschieden!" – Entscheidet euch auf welchen der beiden Ecksteine ihr bauen wollt. Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 316 

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15.11.

Montag 15.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 26,7-19 Gebet in der letzten Zeit - Jesaja 26,12 / Epheser 2,10Die Arbeit Gottes zulassen - Holgus - Befiehl du deine Wege … 

In vollem Vertrauen auf Gottes Wirken - wie auf einer Rutschbahnfahrt - in seinem Frieden, die kleinen und wenn es sein soll die großen Taten in unserem Leben zu seiner Verherrlichung in uns vorbereiten und durch uns ausführen lassen

Der Lebensstil:

Jesaja 26,12 Du wirst uns Frieden geben, Jahwe, denn du hast ja alle unsere Taten für uns vollbracht. 

Wir Kinder Gottes sind insgesamt seine Werke und Werkzeuge , durch die er sich verwirklichen und handeln will. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesu zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darin wandeln sollen. (Epheser 2,10) Wenn der Friede Gottes uns erfüllen kann, dann sind wir in der Lage wahrzunehmen, dass er die Werke durch uns tun will. Wir dürfen Ideen zu Werken in uns vorbereiten und entstehen lassen, um sie dann so durch uns ausführen zu lassen, wie es ihm gefällt und ihn verherrlicht. Die kleinen Werke, die uns der Alltag vorgibt, auch die dürfen wir eins nach dem anderen ihn durch uns tun lassen. Wenn wir ihm unseren Tag anbefehlen und ihm in tiefem Vertrauen gestalten lassen, dann kommt entspanntes Handeln auf. Wir strengen und nicht mehr an, sondern geben uns seinen Werken in und durch uns hin, ohne zu bremsen oder zu beschleunigen, wie auf einer Rutschbahn von einer Kurve in die andere durch den Tag, von seinem Anfang bis zu seinem Ende. Holgus 15.11.2021

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12.11.

Freitag 12.11.2021 - Die aktuelle Studie - Johannes 17,22+23 – Der Christ als Licht / Die Einheit in der Dreieinigkeit – Holgus

Heute bin ich nach einer Kleingruppe etwas schockiert, dass wir nur so wenig aus dem Bibeltext Johannes 17,21-26 und aus dem Referat von Erika Pöllmann „Das Geheimnis der Verbindlichkeit“ machen können.

Als Christen, die Herrlichkeit Gottes, die er seinem Sohn übergeben und die er in uns als Geschenk hineingelegt hat, in uns auspacken und wahrnehmbar immer heller - in uns und durch uns - so leuchten lassen, dass Gottes Liebe in der Welt erkannt wird

Die Kontemplation: 

Johannes 17,22+23 Ich habe ihnen die Herrlichkeit geschenkt, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, so wie wir eins sind ich in ihnen und du in mir, damit sie die vollkommene Einheit gewinnen und damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, so wie ich von dir geliebt bin.

Wir nehmen wahr, dass Jesus Christus uns die Herrlichkeit geschenkt hat, die er von seinem Vater bekommen hat. Wir sind Christen, wenn wir das erlebt haben. Dieses Geschenk ist unendlich durchsichtig eingepackt, es leuchtet und möchte immer heller in uns durch uns leuchten. Immer wenn wir es ein weiteres Mal annehmen und einmal weiter auspacken leuchtet es heller. Zunehmend werden wir so intensivere Lichter der Welt, wie uns Jesus Christus definierte. Auch wenn die Ausstrahlung noch nicht so stark ist, nehmen wir wahr dass es in uns leuchtet. Dazu lassen wir uns so lange wie möglich Zeit, immer wieder, immer öfter, zunehmend ganz entspannt, um einzutauchen in die Lichter der Dreieinigkeit. So erleuchtet verändert sich alles, je länger und intensiver wir es in uns durch den kontemplativen Glauben leuchten lassen können, durch alles was wir sind, tun und aussprechen. So werden wir zu immer stärkeren Lichtern, die sich nun auch gegenseitig wahrnehmen und zusammen so ein starkes Licht abgeben, dass es Menschen wahrnehmen und fragend werden können. Holgus 12.11.2021

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11.11.

Donnerstag 11.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 22,15-25 Prophetien über Schebna und Eljakim - Jesaja 22,22 / Offenbarung 3,7Das tägliche Leben aus Gottes Hand empfangen - Frederick B.Meyer

Gottes Führungen vertrauen, der vor uns die Türen verschließt und öffnet, wie und wenn er es will, um uns zu seinem Werk zu machen, das ihn verherrlicht, wenn wir die sich öffnenden Räume voll ausfüllen

Die Faszination:

Jesaja 22,22 Ich vertraue ihm die Schlüssel zum Palast der Nachkommen Davids an. Was er öffnet, wird kein anderer verschließen, und was er verschließt, wird keiner mehr öffnen. 

Hinter dem irdischen Vorbild steht in diesen Worten der göttliche Menschensohn in majestätischer Schönheit. „Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids, der auftut und niemand schließt zu, der zuschließt und niemand tut auf; siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tür.“ (Offenbarung 3,7)  Worte von unvergleichlicher Schönheit, die wir auch auf uns anwenden dürfen!

Jesus will uns jeden Tag einführen in seinen Dienst, jede Türe zu den Seelen anderer, jede neue Seite des Lebens, der Erkenntnis uns aufschließen; und Er, der uns die offenen Türen gibt, Er weiß unsere Werke und kennt unsere kleine Kraft. Er wird uns niemals eine Türe öffnen zu einem neuen Lebensweg, der für unsere Schritte zu schwierig wäre. Die offene Türe wird uns Ziele zeigen, die zu erreichen wir nicht für möglich gehalten hätten, – und ist einmal eine Türe geöffnet, dann wagen wir es nur, durchzudringen, ob sie auch von Gewappneten belagert wäre, wie in Bunyans Gesicht, und wenn auch ein starker Gegendruck sich fühlbar machte, – wagen mir es trotz allen Hindernissen, im Vertrauen auf die erhabenen Worte: Niemand wird zuschließen. Wiederholen wir es uns immer wieder: niemand wird zuschließen.

Aber der Herr schließt zu. Der heilige Geist erlaubte den Aposteln nicht, durch Bithynien zu ziehen. Wir mögen zuweilen durch einen langen Korridor an lauter geschlossenen Türen vorbei geführt werden. Das Herz will fast brechen, wenn die mit: Freundschaft, Liebe, Heimat überschriebenen Türen uns verschlossen sind; aber an ihnen vorbei führt uns der Weg zu der einen unverschlossenen Türe, durch die wir zum wahren Leben eingehen. Verliere nicht den Mut und die Hoffnung, wegen der, verschlossenen Türen deines vergangenen Lebens. Folge Ihm nach, der die Schlüssel hat. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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10.11.

Mittwoch 10.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 19,16-26 Gottes Pläne für Ägypten - Jesaja 19,22-25Die Völker / Die Hand Gottes - Frederick B.Meyer 

Die Hand Gottes über den Völkern zu Entwicklungen, Mahnungen, Bestrafungen und Begnadigungen wahrnehmen, sie durch Gebet beeinflussen und ihm vertrauen, dass sie zu einem guten Ende finden

Die Faszination: 

Jesaja 19,22-25 Jahwe wird die Ägypter zwar schlagen, aber ihnen wieder aufhelfen. Sie werden zu ihm umkehren, und er wird ihre Gebete erhören und sie heilen. Zu der Zeit wird es eine Straße von Ägypten nach Assyrien geben. Die Völker werden sich gegenseitig besuchen und gemeinsam Jahwe dienen. Dann wird Israel der Dritte im Bund sein und - zusammen mit Assyrien und Ägypten - ein Segen für die ganze Erde. Denn Jahwe, der allmächtige Gott, wird sie segnen mit den Worten: "Gesegnet sei mein Volk Ägypten! Gesegnet sei Assyrien, das Werk meiner Hände! Gesegnet sei Israel, mein Eigentum!" 

Es ist außerordentlich auffallend, diese Ausdrücke aus dem Munde eines Israeliten zu vernehmen. Wir sehen daraus die Wirkung jener glühenden Kohle auf den Lippen Jesajas. Er hatte etwas verstehen gelernt von der Liebe Gottes, die sich über die Grenzen der Nationalität und der Kaste erstreckt, und sich allen denen mitteilt, die demütig darnach verlangen. Hier wird uns zum Voraus ein Bild jenes Zeitalters vor die Augen geführt, das noch seiner Erfüllung harrt, wo die langmütige Erziehung Gottes an der Menschheit, ihr Ziel in ihrer Bekehrung zu Ihm erreicht haben wird. Oh wie herrlich ist die Aussicht, die uns hier angedeutet wird, dass einst die bittersten Feinde der Kirche Christi in ihre Grenzen aufgenommen und mit der Gunst behandelt werden sollen, die Gott seinem Volke erweist! Hätte wohl jemand, der einst die schrecklichen Plagen miterlebte, gedacht, dass die Ägypter jemals vor Gott, als „mein Volk“ angeredet werden würden? Wer hätte sich einbilden können, dass Assur, jener tyrannische Verfolger, je „das Werk meiner Hände“ genannt würde? Und doch, – das sind die Siegeszeichen der göttlichen Gnade. Unser Hirte hat viele Schafe, nicht nur in der jüdischen Hürde: diese muss er auch zu sich führen – dann wird es nur eine Herde sein unter einem Hirten. Wir brauchen an niemand zu verzweifeln, denn Gottes Gnade ist höher als die Gipfel der Berge. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

9.11.

Dienstag 9.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 17,12-14 Der vergebliche Wirbelsturm der VölkerJesaja 17,12-14Die VölkerKOCFFT 417f - Meine Hoffnung und meine Freude …

Sich nicht vom dramatischen Weltgeschehen vereinnamen lassen und sich fürchten, sondern die Weltgeschichte vom Ende her sehen, wenn sich die Stürme der Völker aufgelöst haben und der Friedefürst regiert

Die Faszination: 

Auf dem Usiaturm, mitten unter den verängstigten Menschen und vor dem gewaltigen assyrischen Heer, griff Jesaja in die Saiten: Jes.17,12+13 „Ha, ein Getöse vieler Völker! Wie das Tosen des Meeres tosen sie! Und ein Gebrause von Nationen, wie das Brausen von gewaltigen Wassern brausen sie!“ „So ist es!“ rief ein Soldat. „ Aber was hilft es, wenn du uns jetzt bloß beschreibst, wie groß die Gefahr ist! Gibt es für uns noch eine Hoffnung?“ Jes.17,13 Da fährt er mit einem gewaltigen Schelten drein und schon flieht’s fernhin, gejagt wie Spreu auf den Bergen vor dem Wind, wie Distelräder vor dem Sturm!“ Es war keiner unter den Zuhörern, von dem Knaben Dan an bis zum ältesten Mann, der nicht das Ungeheure begriffen hätte, das sich mit diesen Worten ereignete. Sie blickten hinunter von der Mauer und sahen das gewaltige Heer. Immer neue Massen strömten auch jetzt noch über die Berge heran. Dieses Heer! Da war die Gestalterin der Welt! Das war in der Hand des Großkönigs das Instrument der neuen Ordnung. Und was tat Jesaja? Mit Wertlosem verglich er es, mit Spreu! Mit lächerlich Unbrauchbarem, dem Spiel der Winde ausgeliefert, mit Distelrädern! Dan lachte, der Soldat lachte, und der Mann lachte. Lachten, weil sie auf einmal befreit waren von der Angst durch Jesaja’s Lied der Hoffnung. Der Prophet aber fuhr fort: Jes 17,14 Siehe, zur Abendzeit ist Schrecken da; ehe es aber Morgen wird, sind sie nicht mehr vorhanden! Das ist das Teil derer, die uns berauben, und das Los derer, die uns plündern. Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 417

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8.11.

Montag 8.11.2021 – Die aktuelle Studie - Hebräer 4,9-11 / Psalm 131,2Das Gebet als Stille / Der Stillmodus SCHHER 248 

Bei Gott wie ein Baby bei seiner Mutter gestillt, die Zweisamkeit mit ihm zusammen wunschlos genießen, um aus seiner Ruhe heraus leben und agieren zu können

Der Lebensstil: 

Hebräer 4,9-11 Es gibt also noch eine besondere Ruhe für das Volk Gottes. Denn wer in diese Ruhe hineinkommt, wird sich von all seiner Arbeit ausruhen, so wie Gott von der seinen ruht.  Wir wollen deshalb alles dransetzen, zu dieser Ruhe zu gelangen, um nicht wie jene frühere Generation durch den gleichen Ungehorsam zu Fall zu kommen. – Psalm 131,2 Ja, ich ließ meine Seele still und ruhig werden; wie ein kleines Kind bei seiner Mutter, wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir.

Beten heißt warten und verweilen, es heißt, gemeinsam mit Gott zu schweigen und diese Zeitlosigkeit über alles zu lieben. Es ist die Liebe der gemeinsamen Gegenwart. – Man merkt einer Seele an, ob sie weiß, was Stille vor Gott bedeutet. Was ist die heilige Stille? Es bedeutet, wunschlos in Gott zu ruhen. Da wird unsere Seele in einen Raum wunschlosen Vertrauens geführt. Martin Schleske aus „Herztöne“ Seite 248

Die Kontemplation:

Nachdem wir uns von Gott beruhigen, anlegen und stillen haben lassen, verweilen wir wunschlos und still in enger Berührung mit ihm. Wir genießen uns gegenseitig wie eine Mutter ihr gestilltes Baby und ruhen in seiner Ruhe, im Raum seiner Liebe, in der wir Kraft finden mit ihm zu leben, um zunehmend alles in Ruhe zu tun und in allen Beziehungen zu Menschen zu verbreiten.  

4.11.

Samstag 7.5.2011 – Der Fokus: Jesaja 14,1-21 Das Triumpflied über den Sturz des Weltherrschers - Jesaja 14,16Das Stadtleben / Der Satan / Den Kampf in und um uns gewinnen - DAWUSF 71

Um unsere Städte, unsere Familien und unsere Mitmenschen vor allem geistlich kämpfen, indem wir den Sieg bis zum Endsieg des Löwen von Juda über dem Verführer ausrufen und in den Auseinandersetzungen seine Siege jetzt schon bis zum Frieden vorerleben

Der Lebensstil: 

Jesaja 14,5-7 Der HERR hat den Stab der Gottlosen zerbrochen, das Zepter des Tyrannen, der die Völker in seinem Übermute schlug mit unaufhörlichen Schlägen, der im Grimm Nationen mit schonungsloser Verfolgung niedertrat. Jetzt ruht und ist stille das ganze Land; man bricht in Jubel aus. 

Geistliche Kampfführung fordert zwei grundlegende Schritte. Zuerst müssen wir die Lüge des Feindes erkennen. Dann gilt es die Autorität wie Jesus auszuüben, um satanische Aktivitäten zu unterbinden. - Die Bibel sagt, Satan ist wie ein brüllender Löwe. Es gibt jedoch nur einen Löwen mit wahrer Autorität, und das ist der König von Juda. Satan gewinnt nur dann Autorität, wenn Menschen der Anklage und dem Betrug des Feindes unterliegen. Die Bibel sagt, dass wir eines Tages mit Erstaunen den Feind ansehen und uns fragen werden: „Ist das der Mann, der die Erde erbeben lies, Königreiche erschütterte.“ Jes.14,16. Er wird in Wirklichkeit klein und kraftlos sein. In jedem Kampf um eine Person, eine Familie, eine Gemeinde oder eine Stadt ist die halbe Schlacht schon gewonnen, wenn wir die Lüge erkannt haben. Ist dieser Betrug einmal aufgedeckt, können wir die jeweiligen Verheißungen im Wort Gottes anwenden, die die Grundlage unseres Glaubens und unserer Autorität sind. John Dawson aus „Unsere Städte für Gott gewinnen“ Seite 71

Ja abba Vater, wir sind das Volk, Dein Volk das Führung braucht und an den „Endsieg“ glauben muss, wenn es im Alltag Tag für Tag Sieg erleben will. So reiße ich mich heute Morgen wieder zusammen und ziehe die Siegesflagge über mir und meinem Haus, meiner Familie und meiner Stadt bis zum Anschlag hoch und rufe Deinen Sieg aus. Dann setzt sich der Glaube durch: Jes 14,27 Denn der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, wer will es vereiteln? Seine Hand ist ausgestreckt; wer will sie abwenden? Für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit kann ich mich gerne auch einsetzen, die tiefere Bedeutung der Farben der französischen Flagge.  

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4.11.

Donnerstag 4.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 11,1-10 Der Friedenskönig und sein Reich - Jesaja 11,1+2 / Lukas 10,21 – Die Gabe der Weisheit / Die Selbstwahrnehmung - GRÜTDK 87f

Den Heiligen Geist uns ins Reine mit uns selbst bringen lassen, dass wir uns und andere riechen können, um die Gabe der Weisheit empfangen und sie wirkungsvoll weitergeben zu können

Die Faszination:

Jesaja 11,1+2 Aus Isais Stumpf wächst ein Spross, aus seinen Wurzeln schießt ein neuer Trieb. Auf ihm wird ruhen der Geist Jahwes, der Geist der Weisheit und des Verstands, der Geist des Rates und der Kraft, der Erkenntnis und der Ehrfurcht vor Jahwe. 

Weise ist der, der im Einklang mit sich selbst ist, der sich ausgesöhnt hat mit sich  und seiner Lebensgeschichte, der sich selbst mag. Wenn er sich selbst schmeckt, dann verbreitet er auch einen guten Geschmack einen angenehmen Beigeschmack. Bei Menschen, die nicht weise sind, die sich selbst nicht schmecken können, haben wir nach dem Gespräch das Gefühl eines bitteren oder faden Nachgeschmacks. Weise ist jemand, der nach außen hin einen angenehmen Geschmack verbreitet, der eine angenehme Ausstrahlung hat. – Weise ist der, der richtig sieht, der die Welt so erblickt, wie sie ist, der die inneren Zusammenhänge erkennt. – Jesus ruft „vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verbrogen, den Unmündigen aber offenbart hast“ (Lukas 10,21). Wer an Jesus glaubt, hat teil an seiner Weisheit. Er sieht mehr als die Menschen, die sich viel Wissen angeeignet haben. Zu dieser Weisheit gehört für Thomas von Aquin nicht nur der Glaube, der tiefer sieht, sondern auch die Liebe. Die Liebe wird dem Menschen zum Auge, das ihn sehen lässt. Wer glaubt und liebt, der ist wahrhaft weise. Der sieht die Wirklichkeit so wie sie ist. Anselm Grün aus „Trau deiner Kraft“ Seite 87 f

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3.11.

Mittwoch 3.11.2021 – Der Fokus: Jesaja 9,1-6 Der kommende Friedefürst wird prophezeit - Jesaja 9,5Jesus der wunderbare Ratgeber - Dietrich Bonhöfer 

Die Herrschaft von Jesus als König aller Könige und Herr aller Herren im Glauben wahrnehmen, um seinen wunderbaren Einfluss und seinen besonderen Rat im Alltag, aber auch besonders in schwierigen Situationen zu erleben

Die Faszination:

Jesaja 9,5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns geschenkt. Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. 

»Wunder-Rat« – heißt dieses Kind. In ihm ist das Wunder aller Wunder geschehen, aus Gottes ewigem Rat ging die Geburt des Heilandkindes hervor. In der Gestalt eines Menschen­kindes gab Gott uns seinen Sohn, Gott ward Mensch, das Wort ward Fleisch. Das ist das Wunder der Liebe Gottes zu uns, und es ist der unergründliche weise Rat, daß diese Liebe uns gewinnt und rettet. Weil aber dieses Kind Gottes eigener Wunder-Rat ist, darum ist es auch selbst eine Quelle aller Wunder und alles Rates. Wer in Jesus das Wunder des Sohnes Gottes erkennt, dem wird jedes seiner Worte und jede Tat zum Wunder, der findet bei ihm in allen Nöten und Fragen letzten, tiefsten, hilfreichsten Rat. Ja, bevor das Kind seine Lippen auftun kann, ist es voller Wunder und voller Rat. Geh zum Kind in der Krippe, glaube in ihm den Sohn Gottes, und du findest in ihm Wunder über Wunder, Rat über Rat. Dietrich Bonhöfer aus seiner Weihnachtspredigt 1940

Oktober 2021

Foto Holgus - Fußgängerzone Esslingen/Neckar

29.10.

Freitag 29.10.2021 – Der Fokus: Jesaja 5,8-24  Gott straft seine Verächter Jesaja 5,12 / Psalm 28,5Die Arbeit GottesCARBVL 121f

Das Leben mit seinen Zufällen, als Akte Gottes verstehen, über die wir uns freuen dürfen, durch die wir geläutert werden und in denen wir seine Boten sein können, die seinen Willen in den Alltag einflechten können

Die Faszination:

Jesaja 5,12 Zither und Harfe, Pauke und Flöte und Wein gehören zu ihrem Gelage, doch was Jahwe tut, beachten sie nicht, / vor seinem Wirken haben sie keinen Respekt. / Psalm 28,5 Denn sie achten nicht auf die Taten Jahwes, noch auf das Werk seiner Hände. Darum reißt er sie nieder, und richtet sie nicht wieder auf.

Gott vollbringt manchmal fühlbare Wunder, um die Welt – von sich – zu überzeugen. In der Zweisamkeit der Seele aber hat Er solche Wunder nicht nötig. Dort vollbringt Er seine Wunder durch das wunderbare Zusammentreffen der täglichen Ereignisse. Manchmal ist es nicht schwer, Wunder und Zufall zu unterscheiden, aber oft ist auch der Zufall ein Wunder, oder Gott vollbringt Seine Wunder durch den Zufall. In Wirklichkeit existiert der Zufall gar nicht. Was wir Zufall oder Schickung nennen, ist nichts anderes als den Wille Gottes zu erkennen, weil er sich in den Ereignissen des täglichen Lebens verwirklicht, in den Naturgesetzen und der Geschichte, im Zufall, im Schicksal, in Schickungen und Zufälligkeiten. Aber alles das ist die Vorsehung Gottes. – Oft erkennen wir die Göttliche Vorsehung nicht, weil sich unser Wille störend gegen den Willen Gottes stellt und so seine Absichten und Pläne unterbricht. Wenn wir unseren Willen aber ganz unter den Willen Gottes stellen, wenn wir nicht das Geringste unternehmen, um uns gegen Seine Pläne zu stellen, dann sehen wir auf wunderbare Weise die göttliche Vorsehung in unser Leben eingreifen. Dann erhält aller Zufall und unser ganzes tägliches Leben einen Sinn, und unser ganzes Leben wird voll von unvergleichlichen Fügungen. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 121f  

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28.10.

Donnerstag 4.5.2017 – Der Fokus: Jesaja 1,21-31 Gottes Anklage zur Läuterung Jerusalems - Jesaja 1,21Die Macht der Gottlosigkeit - KOCFFT 70 

Verführt werden von der Liebesbeziehung zu Gott, zu anderen gottlosen Beziehungen und deren Verwirklichung, wie in einer Ehe zum Ehebruch

Die Mahnung: 

Der Oberpriester schaute Simei an, damit dieser den Einsatz nicht verpasste: „Darum spricht Gott …!“ An dieser Stelle, in diesem Augenblick geschah es. Vom geöffneten Tempeltor her ertönte eine Stimme. Und gleich nach den ersten Tönen war es, wie in jeder Stunde, als die Totenklage über Usia die Stadt erfüllte. „Ach…!“ Wie damals noch einmal „Ach…!“ Vor wenigen Wochen noch galt die Totenklage dem toten König Usia, der die Augen geschlossen hatte und jetzt in seiner Gruft lag. Wem galt das Leichenlied jetzt? Weil die Totenklage um den König noch in jedermanns Erinnerung war, weil die Gefühle noch lebendig waren, die sich damals damit verbunden hatten, darum zog die Totenklage jetzt jedermann mit unwiderstehlicher Gewalt in ihren Bann. Jesaja 1,21 Ach, wie ist zur Hure geworden die treue Stadt! Sie war voll Recht, Gerechtigkeit wohnte darin; nun aber – Mörder. Der Oberpriester war unfähig, auch nur ein Wort zu sagen. Da war es, das Bild, das er gefürchtet hatte! Die treue Stadt – eine Hure! Hermann Koch aus „Flieg Friedenstaube“ Seite 70

Ja abba Vater, eine Million Männer suchen immer wieder Huren in unserem Land auf, Dir sei es geklagt. Damals hast Du Dein Volk entlarvt, warum tust Du es heute nicht mehr. Wir gehen fremd und merken es nicht, nicht mehr Du bist Objekt unserer Anbetung, sondern andere Objekte schieben sich ganz subtil vor Dich und schon verlassen wir den, der uns gebildet und zusammengeführt hat. Lass uns zunehmend wachsamer werden, dass wir Dich vom Thron stürzen wie die Deutschen Christen vor 84 Jahren.

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27.10.

Mittwoch 27.10.2021 – Der Fokus: 2.Chronik 29,1-19 Hiskia wird König von Israel und reinigt den Tempel - 2.Chronik 29,4-6Der Christ als Tempel - Frederick B. Meyer

Den Gottesdienst von uns als Tempel immer wieder -– noch entschiedener und hingebungsvoller – erneuern, dass unser Lob zu Gott immer leidenschaftlicher und durchgehender aufsteigt

Die Erneuerung:

2.Chronik 29,4-6 Und er - Hiskia - ließ die Priester und Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz gegen Aufgang und sprach zu ihnen: Hört mir zu, ihr Leviten! Nunmehr heiligt euch und heiligt das Haus des HERRN, des Gottes eurer Väter, und schafft den Unrat aus dem Heiligtum heraus! Denn unsre Väter haben sich versündigt und getan, was in den Augen des HERRN, unsres Gottes, böse ist, und haben ihn verlassen; denn sie haben ihr Angesicht von der Wohnung des HERRN abgewandt und ihr den Rücken gekehrt.

Die in diesem Kapitel beschriebene Reinigung des Tempels lässt sich auf unser Herz anwenden. Da sind die Tore des Gebets nicht aufgeschlossen, die Lampe des Zeugnisses brennt nicht; die Brandopfer der Selbsthingabe sind vernachlässigt, und als Folge hiervon ist das Lied der heiligen Sänger verstummt. Soll dies Lied je wieder erschallen, so muss eine gründliche Reinigung und Erneuerung des inneren Heiligtums vorher stattfinden. Du sagst mir, du könntest das Lied des Herrn nicht mehr singen; dann weiß ich, dass du dich in das fremde Land des Rückfalls verirrt hast. Du gestehst, dass du schon seit einiger Zeit keine Freude mehr gehabt hast an Gott und seinem Dienste; dann bin ich überzeugt, dass der Tempel deines Herzens einer Erneuerung dringend bedarf. - Reinige das Haus des Herrn; ziehe ans Licht alle Unreinigkeit. Scheide durch Selbstprüfung den Unrat aus, der sich durch Monate und Jahre der Vernachlässigung angesammelt hat. Halte dich für das Vergangene an das vollbrachte Sühnopfer, und erneuere das Brandopfer der ungeteilten Übergabe deiner selbst. Wenn du dich dann entschließest, ein ganzes Eigentum Gottes zu sein, dann lege dich, mit allen Angelegenheiten deines Lebens, zu den Füßen Jesu hin, dass Er über dich verfüge, alsdann wird der Gesang des Herrn aufs neue beginnen. - Das Lied deines Lebens ist verstummt, weil du nicht im Einklang bist mit dem Willen Gottes; aber wenn durch die geheiligte Übergabe deines Herzens die Harmonie wieder hergestellt ist, dann wird deine Seele erfüllt mit Liedern ohne Worte, und die Liebe wird, einem Ozeane gleich, sich über dich ergießen. Frederick B. Meyer aus Evangeliums.net

Ja mein Gott, mein Leben soll ein Gottesdienst sein, der nicht unterbrochen wird, ja an Intensität zunimmt. Ja mein Gebet soll zunehmen, mein Leben soll Dir gehören, mein Leben Dir und meinen Mitmenschen leuchten. Ja mein Lobgesang soll zunehmen. Danke dass wir in einer so guten zeit leben, das birgt aber auch die Gefahr in sich, die Beziehung zu Dir zu vernachlässigen. Führe uns Christen zur Umkehr!

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26.10.

Dienstag 23.9.2014 – Der Fokus: Apostelgeschichte 18,24-28 Apollos predigt in Ephesus und Korinth - Apostelgeschichte 18,24-26Das geistgewirkte Sprechen - Alfred Christlieb 

Zunehmend durch Belehrbarkeit, segensreich über Jesus freimütig und leidenschaftlich zu verschiedensten Menschen und Milieus vollmächtig sprechen, ja sogar predigen können

Die Faszination: 

Apostelgeschichte 18,24-26 Inzwischen war ein Jude namens Apollos nach Ephesus gekommen. Er stammte aus Alexandria und war ein gebildeter, wortgewandter Mann, der eine umfassende Kenntnis der Heiligen Schriften besaß und außerdem in der Lehre des Herrn unterwiesen war. Er sprach mit glühender Begeisterung und belehrte seine Zuhörer genau über das Leben von Jesus, obwohl er keine andere Taufe als die von Johannes kannte. Dieser Apollos begann freimütig in der Synagoge zu sprechen. Als Priszilla und Aquila ihn dort hörten, luden sie ihn zu sich nach Hause ein und erklärten ihm die Lehre Gottes noch genauer. 

Es gibt Segensmenschen, die abnehmen und verflachen, sei es durch Hochmut, den ihr Erfolg mit sich bringt, sei es durch irgendwelche Untreue. Apollos dagegen nahm an Segen zu. Wodurch? Es sind keine Leidensschulen erwähnt, durch die oft die gesegnetsten Werkzeuge Gottes innerlich weiter und tiefer geführt werden. Wohl aber ist uns ein anderes wichtiges Mittel zum Wachstum des Segens genannt: Apollos ließ sich von einfachen Brüdern und Schwestern etwas sagen. Er nahm es von Aquila und Priscilla gern an, dass sie ihm den Weg Gottes noch tiefer auslegten. Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

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25.10.

Montag 25.10.2021 – Die aktuelle Studie - Epheser 1,11+12Die Geschichte / Der RegiemodusLUCGGM 17 

Gelassen – voll Vertrauen – der Regie des allmächtigen Lenkers der Zukunft folgen, indem wir sein Drehbuch und unsere Rollen intuitiv verstehen und unsere Einsätze gut vorbereitet ausfüllen

Die Faszination: 

Können Sie die Handlung eines Buches aus einem Absatz erschließen oder den Verlauf einer Sinfonie aus nur einem Takt heraushören? Können Sie den Handlungsablauf Ihres gesamten Lebens enthüllen, indem sie es näher untersuchen? Auf keinen Fall. Sie bestehen aus so viel mehr als den paar Tagen zwischen Wiege und Bahre. - Ihre Geschichte bewegt sich innerhalb der Geschichte Gottes. Das ist das große Versprechen der Bibel und die große Hoffnung dieses Buches. "In Christus finden wir heraus, wer wir sind und wofür wir leben. Lange bevor wir das erste Mal von Jesus Christus hörten und uns Hoffnung machten, hatte er schon ein Auge auf uns und Pläne für ein wunderbares Leben, als Teil der Gesamtbestimmung, die er für alles und für jeden von uns ausgearbeitet hat." Epheser 1,11+12 Über uns und um uns herum führ Gott Regie in einer größeren Saga, die von seiner Hand geschrieben wurde, nach seinem Willen inszeniert und nach seinem Zeitplan enthüllt wird. Und Sie sind ein Teil davon. Lassen sie uns eintauchen in seine Geschichte. Der Plan ist einfach: Wir streifen auf der Suche nach Gottes Narrativen chronologisch durch die Bibel. Max Lucado aus "Gottes Geschichte mit Dir“ Seite 17 

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22.10.

Freitag 22.10.2021 – Der Fokus: Apostelgeschichte 21,1-16 Die Reise von Paulus von Milet nach Jerusalem - Apostelgeschichte 21,4-6Die Gemeinschaft unter Christen - Frederick B.Meyer Jesus Du bist König in unserer Mitte ...

Für wahre Christen gibt es keine Abschiede, sie bleiben auf ewig im Gebet miteinander verbunden und freuen sich jetzt schon auf das Wiedersehen in der Ewigkeit

Die Faszination:

Apostelgeschichte 21,4-6 Die Christen von Tyrus warnten uns – Paulus und seine Gefährten - wiederholt vor der Weiterreise. Trotzdem brachen wir nach Ablauf der Woche wieder auf. Die Jünger begleiteten uns mit ihren Frauen und Kindern bis vor die Stadt. Am Strand knieten wir nieder und beteten. Dann nahmen wir Abschied von ihnen und gingen wieder an Bord, während sie nach Hause zurückkehrten. 

Christen nehmen niemals Abschied. Die in der Liebe Gottes gegründete Verwandtschaft kann nicht abgebrochen werden. Bei solcher Freundschaft gibt es weder Vergangenheit noch Zukunft, nur eine selige Gegenwart. Was da war, das ist und wird bleiben. Und wenn die Herzen sich im Gebet begegnen, so kann von Trennung keine Rede sein, ob auch hunderte von Meilen, Länder und Meere zwischen ihnen liegen. Sie sind vereint vor dem Angesichte des Vaters – ewig, unauflöslich, selig vereint. Wenn wir von denen scheiden müssen, die uns die Liebsten sind, dann lasst uns niederknien und beten, lasset uns in dieser Stellung in unaufhörlicher Fürbitte bleiben; Raum und Zeit sind nicht wesentliche Hindernisse der Gemeinschaft; wer dem König nahe steht, ist damit auch allen denen nahe, die Ihm, sei es im Himmel oder auf Erden, am nächsten sind. Für solche gibt es schon jetzt kein Meer der Trennung mehr. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

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21.10.

Donnerstag 21.10.2021 – Der Fokus: Apostelgeschichte 20,17-38 Abschied von den Ephesern in Milet - Apostelgeschichte 20,22-24 / Psalm 143,10Die lebenslange Reise bis zum Ziel - Alfred Christlieb

Vom Heiligen Geist zunehmend unseren Berufungen und Werken Gottes geführt, trotz Widrigkeiten alles dran setzen, sie in unserem Leben zur Vollendung zu bringen

Der Lebensstil:

Apostelgeschichte 20,22-24 Seht, durch die Weisung des Geistes gebunden, gehe ich jetzt nach Jerusalem und weiß nicht, was mir dort begegnen wird. Aber ich weiß, dass der Heilige Geist mir in jeder Stadt, durch die ich komme, ankündigt, dass Gefangenschaft und Leiden dort auf mich warten. Doch halte ich mein persönliches Ergehen und mein Leben für nicht der Rede wert. Wichtig ist nur, dass ich das Ziel erreiche und den Auftrag erfülle, den mir Jesus, der Herr, aufgetragen hat: den Menschen die gute Botschaft von Gottes Gnade zu bringen. 

Der Grund seiner Reise ist die innere Nötigung durch den heiligen Geist. Gebunden durch die Weisung des Geistes reist er nach Jerusalem. Eine zweifellose Gewissheit des göttlichen Willens ist und bleibt der sicherste Grund jeder Reise in unserem Leben. Das Licht und der Führer seiner Reise ist der Heilige Geist. Dieser treibt ihn nicht nur zu dieser Reise an, sondern erleuchtet ihn auch, und gibt ihm diejenige Kenntnis über seinen Weg, die ihm vonnöten ist. Dieser Führer gibt ihm auch für dunkle und schwere Wege große Kraft und Freudigkeit, so dass er nicht zu erschrecken braucht, sondern "mit Freuden" seinen Lauf fortsetzt. Es gibt keinen besseren Führer und kein besseres Licht für all unser Reisen, als das Licht des Geistes Gottes. Lehre mich tun, was dir gefällt, denn du bist mein Gott! Dein guter Geist führe mich auf ebenes Land! Psalm 143,10 - Das Ziel und der Zweck seiner Reise ist die Ausrichtung der ihm von Jesus übertragenen Aufgabe Wichtig ist nur, dass ich das Ziel erreiche und den Auftrag erfülle, den mir Jesus, der Herr, aufgetragen hat Apostelgeschichte 20,24 Wichtig ist nur, dass ich das Ziel erreiche und den Auftrag erfülle, den mir Jesus, der Herr, aufgetragen hat) Ihm war der Dienst der Verkündigung des Evangeliums unter den Heiden anvertraut. Er war berufener Missionar und wollte diesen Beruf treu ausfüllen. Auch wir haben eine Aufgabe in unserem Leben bekommen, die wir aus Gottes Hand annehmen dürfen. Es ist gut für uns, wenn unser ganzer Eifer darauf gerichtet ist, unsere Aufgabe auf die rechte Weise zu erfüllen.

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20.10.

Montag 2.5.2011 – Der Fokus: Römer 16,1-16 Liebesgrüße an Christen aus RomRömer 16,16 / 1.Korinther 16,20Die Gemeinschaft unter Christen - BÜRILH 134 

Die durch einen Kuss ausgedrückte Liebesgemeinschaft und die besonderen Dienstbeziehungen – auch weltweit - zwischen Christen wieder vom Geist Gottes organisieren lassen 

Der Lebensstil: 

Römer 16,16 Grüsst einander mit einem heiligen Kuss. Alle Gemeinden, die zu Christus gehören, grüßen euch. / 1.Korinther 16,20 Alle Brüder hier lassen euch grüßen. Grüßt euch mit dem Bruderkuss. ​​​​

Wie herzlich frei und natürlich die Liebe der Christen untereinander strömen konnte! Davon machen wir uns wahrscheinlich eine nur blasse Vorstellung. Wir können uns weder an den kalten Formen christlicher „Begegnung“ entzünden, noch uns nach den schwärmerischen Kurzschlüssen „geistlicher“ Verbrüderung richten. 

Wie seltsam und fremd ist diese Sprache im Kapitel 16 des Römerbriefs und Wirklichkeit in unserer Erfahrung! Paulus begegnet seinen Mitverbundenen zart wie eine Mutter, stark wie ein Vater, persönlich wie ein Freund, innig wie ein Geliebter, herzlich wie ein Bruder. Er freut sich an ihnen, er sehnt sich nach ihnen, er möchte sie genießen, er wird durch sie erquickt und getröstet, er selbst teilt ihnen seine Seele mit, weil er sie lieb gewann, er ist gewiss, dass sie ihn aufnehmen wie ein Geschenk, wenn er kommt. 

Eine derartige Freiheit und Liebesfähigkeit, eine solche menschliche Herzlichkeit und lautere Wärme der Beziehungen lässt sich nicht organisieren und einrichten. Wo zwei oder drei sich darin  nach dem Maß des Glaubens und Gehorsams vor Gott , wird solche Liebe wachsen. Hans Bürki aus „Im Leben herrschen“ Seite 134 

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18.10.

Montag 18.10.2021 – Die aktuelle Studie -  1.Mose 2,7 / 1.Mose 1,31Der Genußmodus / Der Geist des Menschen - Holgus

Mich als Mensch mit einem Geist wahrnehmen, der nur dann unsere Persönlichkeit freisetzen kann, wenn wir den Heiligen Geist in uns einatmend aufnehmen, um Gottes Bestimmung für unser Leben zu erfüllen, eine sehr gute Schöpfung von ihm zu sein

Die Kontemplation:

1.Mose 2,7 Da formte Jahwe, Gott, den Menschen. Er nahm lose Erde vom Ackerboden und hauchte Lebensatem in sein Gesicht. So wurde der Mensch ein lebendes Wesen. - 1.Mose 1,31 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend und wieder Morgen - der sechste Tag.

Wir beginnen nun, uns als Menschen wahrzunehmen, die einen Geist von Gott eingehaucht bekommen haben und die von ihm, mit der ganzen Schöpfung, das Prädikat sehr gut bekommen haben. Wir lassen nun alles Gute an unserer Persönlichkeit, an unserem Aussehen, unseren besonderen Intelligenzen, Begabungen und Erfahrungen wirken und lernen auf sie zu vertrauen.

Wir  nehmen uns auch als Unvollkommene wahr, weil unser Geist Leben durch den Geist Gottes zutiefst braucht, um uns als brauchbaren Menschen wahrnehmen und wertschätzen zu können. Er steht uns wie die umgebende Luft zur Verfügung, die wir einatmen können und von dessen Sauerstoffe wir leben. Wir können ihn nun atmend aufnehmen und unser ganzes Menschsein von ihm durchdringen lassen. 

Erfüllt von ihm können wir aus unseren Potentialen das Beste aus unserem Heute machen, indem wir das Gute das Gott in uns hineingelegt hat und legt, entspannt durch unser Sein, unser Sprechen, unsere Taten und durch unsere Beziehungen ausleben. Wir erleben uns dabei wie befruchtete Blüten, aus denen wohlschmeckende Früchte herauswachsen und genossen werden können. Holgus aus der Kontemplation "Der Genussmodus"

Ja mein Gott, danke dass Du Deine Schöpfung und besonders uns Menschen sehr gut gemacht hast. Obwohl wir gefallene Menschen vor Dir sind, dürfen in Christus mit Dir leben und zu unserer Bestimmung finden sehr Gutes   durch unser Leben zu gestalten, durch unsere Ideen, unser Wahrnehmen und durch unser Sprechen. Danke dass Du uns dafür ein menschliches Vorbild gegeben hast: Deinen Sohn Jesus Christus!

 

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15.10.

Dienstag 2.5.2017 – Der Fokus: Römer 15,22-33 Die Reisepläne von PaulusRömer 15,29 / Epheser 2,10Der Segen – Hugh E.AlexandersAll die Fülle ist in Dir ...

Begleitet von Segen wie in einem Umzug, als Repräsentant Gottes, die vorbereiteten Werke angehen und vollbringen, dass viel Frucht zu seiner Ehre entsteht

Die Faszination: 

Röm 15,29 Und ich weiß, dass ich euch die ganze Fülle des Segens von Christus mitbringen werde. / Epheser 2,10 Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Jesus Christus zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Wir sind berufen, die Segensfülle des Evangeliums von Christus kennenzulernen. Das ist das Gegenteil von Kleinglauben, Ängstlichkeit und Passivität, gegen die wir zu kämpfen haben, um nicht stehen zu bleiben. Warum uns mit Wenigem begnügen, wenn wir die Fülle haben können? Lasst uns schöpfen aus Gottes Fülle, Lebenswasser aus den Schleusen des Himmels empfangen und dadurch erquickt und erneuert werden! Der Segen wird sich in unserem Leben zeigen, wenn wir den Schatz des Evangeliums von Christus freigeben und, von unserer Selbstsucht freigemacht, nur eines im Auge haben: diesen Schatz an andere weiterzugeben. Hugh E. Alexanders aus Evangeliums.net

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14.10.

Donnerstag 14.10.2021 – Der Fokus: Römer 13,1-7 Der Christ und die Unterordnung -  Römer 13,1 / Apostelgeschichte 16,37Revolutionäre Unterordnung leben – FOSNAF 108

Revolutionäre Unterordnung leben lernen, indem wir uns bis zu den Grenzen des Verstehbaren unterordnen und gleichzeitig uns gegen Unrecht im Sinne und in der Weisheit von Jesus Christus wehren

Die Orientierung:

Paulus schrieb durchaus im Sinne der Kreuzesnachfolge: Röm 13,1 Jedermann sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die vorhandenen aber sind von Gott verordnet. – Als er jedoch sah, dass der Staat die von ihm von Gott zugewiesene Funktion, Gerechtigkeit für alle zu gewähren, nicht mehr erfüllte, klagte er die Verantwortlichen an und bestand darauf, dass das Unrecht in Ordnung gebracht würde: Apg 16,37 Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns, die wir Römer sind, öffentlich ohne Urteil geschlagen und ins Gefängnis geworfen; und jetzt schicken sie uns heimlich fort? Nicht also; sondern sie mögen selbst kommen und uns hinausführen! Befand sich Paulus damit im Gegensatz zu ihrem eigenen Grundsatz der Selbstverleugnung? Nein. Er hatte nur verstanden, dass die Unterordnung ihre Grenzen erreicht hatte, wenn sie sich destruktiv auswirkte. Er demonstrierte eine revolutionäre Unterordnung, indem er ein ungerechtes Vorgehen mehr mutig als sanft zurück wies und willig war, die Konsequenz auf sich zu nehmen. Richard Foster „ Nachfolge feiern“ Seite 108  

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13.10.

Montag 14.8.2017 – Der Fokus: Römer 12,1+2 Unser Leben als Gottesdienst gestaltenRömer 12,2Dein Wille geschehe - DEIAGD 53

Gottes Willen in uns immer wieder neu wahrnehmen und erkennen, was wir für ihn im Kleinen und im Großen zu tun haben, was uns als sein Werk bestätigt, um es dann freudig mit seinem dauerndem Beistand zu tun

Der Königsweg:

Römer 12,2 Und richtet euch nicht nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lasst die Art und Weise, wie ihr denkt, von Gott erneuern und euch dadurch umgestalten, sodass ihr prüfen könnt, ob etwas Gottes Wille ist - ob es gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es zum Ziel führt

Wir haben nichts anderes zu tun, als zu erkennen, dass Gott in unserem Inneren gegenwärtig ist, und dass wir ihn alle Augenblicke ansprechen und ihn um seinen Beistand bitten, damit wir in zweifelhaften Dingen seinen Willen erkennen und das was wir klar als seinen Willen erkannt haben, so verrichten wie es sich gebührt; ferner dass wir dies alles bevor wir damit beginnen, ihm übergeben und am Ende ihm dafür danken, dass wir es um seinetwillen verrichtet haben. Bruder Lorenz zitiert in „Alle meine Gedanken sind bei Dir“ von Reinhard Deichgräber

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12.10.

Dienstag 12.10.2021 – Der Fokus: Römer 11,13-24 Die aufgepfropften Zweige der Heidenchristen  - Römer 11,17Der Christ als Zweig - Holgus

Sich als Zweig eines wunderbaren Baumes verstehen, der einen trägt, versorgt und fruchtbar macht

Der Lebensstil:

Römer 11,17 Nun sind einige Zweige ausgebrochen worden, und du wurdest als neuer Zweig unter die übrigen eingepfropft. Obwohl du von einem wilden Ölbaum stammst, hast du jetzt Anteil am Saft aus der Wurzel des edlen Ölbaums. 

Wir nehmen uns als Zweige eines einzigartigen, wunderbaren Baumes wahr, wir waren wilde Sprösslinge, wurden ausgewählt, einbezogen und ließen uns abschneiden, wir wurden dann aufgesteckt und verbunden, zunehmend vertraut, verwachsen wir mit ihm, wir tragen uns nicht mehr selbst, wir lassen uns von ihm tragen, so können wir schwerelos wachsen, Wir werden nicht zum Stock, sondern verzweigen uns in Nähe und Distanz tastend weiter vor. Wir können den Baum nicht veredeln, wir lassen uns von ihm veredeln. Wir finden immer Licht, wo auch immer, unsere Blätter verwandeln es um in Energie für ihn. Wir saugen uns mit den Säften des Baumes voll, nähren uns davon und verdunsten sie um uns. Wir lernen einzigartige Blüten zu entfalten und uns gegenseitig zu bestäuben, wir bringen mit der Zeit, mehr oder weniger nahrhafte und wohlschmeckende Früchte. Holgus aus seiner Kontemplation „Der geheimnisvolle Baum“ 


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11.10.

Montag 11.10.2021 –Der Fokus: Römer 10,1-13 Die Sinnlosigkeit der Selbstgerechtigkeit - Römer 10,3+4Die geschenkte Gerechtigkeit / Die Sünde der Selbstgerechtigkeit - Carl Olof Rosenius

Der erdrückende Antrieb zur Selbstgerechtigkeit bei anderen, aber auch bei uns selbst wahrnehmen, um sich im Glauben ganz in der uns geschenkten Gerechtigkeit reinigen zu lassen und zu entspannen, dass wir sie dann gestärkt ausleben können

Die Orientierung:

Römer 10,3+4 Sie – die Juden und auch viele Christen - begreifen nicht, worum es bei der Gerechtigkeit Gottes geht, und versuchen, durch ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott - oder vor sich selbst und anderen - zu bestehen. Damit haben sie sich der Gerechtigkeit, die Gott ihnen schenken will, verweigert. Denn mit Christus ist der Weg des Gesetzes zu Ende. Jetzt wird jeder, der an ihn glaubt, für gerecht erklärt. 

Der Grund des vorsätzlichen Bestrebens, die eigene Gerechtigkeit aufzurichten, ist der, dass man weder die Tiefe des eigenen Verderbens noch die heiligen Forderungen Gottes recht erkennt. Man beachtet nicht, dass Gott die Reinheit des Herzens fordert, stattdessen Frömmigkeit nur auf äußere Werke misst. Und in dieser Weise kann man in seinen eigenen Augen gut und fromm werden. Dazu ist nur erforderlich, so heuchlerisch zu sein, dass man sich nicht um das Herz kümmert, das zu allen Zeiten gut, rein, demütig, mild und liebevoll ist, sondern dass du nur auf Werke blickst. Dann kannst du so fromm werden, wie du es willst, um in dir selbst Trost zu finden, und dann bist du mit deiner ganzen Frömmigkeit ein Pharisäer geworden. 

Ganz anders ist es, wenn der Mensch an sich selbst, an seiner eigenen Frömmigkeit und Kraft gänzlich verzweifelt, wegen aller Dinge bestraft und schuldig wird, seinen alleinigen Trost aber in der Gerechtigkeit von Jesus Christus hat und nur durch die große, freie Gnade belebt wird, das Gute zu tun. Dann sind die Werke Früchte des Geistes, dann sind sie Gott angenehm. Damit ist aber nicht gemeint, dass diese Gläubigen nun von aller Selbstgerechtigkeit frei sind. Gewiss nicht! Ihre Selbstgerechtigkeit ist aber nicht mehr ihr Ausrichtung, sondern ihre Anfechtung und Plage, der sie wie jeder anderen Versuchung und Sünde begegnen, nämlich dadurch, dass sie diese selber strafen und sich von ihr erlösen lassen. Carl Olof Rosenius aus Evangeliums.net

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8.10.

Montag 23.4.2007 – Der Fokus: Röm.9,19-29 Gottes Erwählung und deren Verherrlichung - Römer 9,20+21 / Jesaja 45,9-12 Das Temperament - Ole HallesbyRUTIHZ 232 

Das Temperament und unsere Erwählung als Kinder Gottes als Gottes Schöpfung wahrnehmen, um es selbstbewusster und entschiedener zum Baus des Reiches Gottes einzusetzen

Die Orientierung:

Römer 9,20+21 So? Wer bist du eigentlich? Du Mensch willst anfangen, mit Gott zu streiten? Sagt das Werk zu seinem Meister: "Warum hast du mich so gemacht?" Ist der Töpfer nicht Herr über den Ton und kann aus derselben Masse ein Gefäß machen, das auf der Festtafel zu Ehren kommt, und ein anderes, das für den Abfall dienen soll?

Jesaja 45,9-12 Weh dem, der mit seinem Urheber hadert, hadert und doch nur eine Scherbe von vielen Tonscherben ist. Sagt der Ton vielleicht zum Töpfer: "Was machst du denn da?" Hält er ihm vielleicht vor: "Du hast kein Geschick!"? Weh dem, der zum Vater sagt: "Warum hast du gezeugt?" und zur Frau: "Warum hast du Wehen gehabt?" So spricht Jahwe, der heilige Gott Israels und sein Schöpfer: "Fragt mich über das, was kommt! Doch meine Kinder und das Werk meiner Hände lasst mir anbefohlen sein! Ich selbst habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr! Ich habe den Himmel ausgespannt und gab den Sternen ihr Gesetz. 

 Das Temperament bleibt eine Stärke unserer Persönlichkeit von der Wiege bis zum Grab … Das Temperament prägt uns als Persönlichkeit und unterscheidet uns von allen anderen Menschen. Warum erkennen wir nicht in unserer typischen Persönlichkeitsstruktur unser Charisma. Dieser individuelle Unterschied ist ein festgelegter Teil von Gottes Plan. Er macht das Leben vielfältig und reich in allen seinen Beziehungen. Alles wurde zur Verherrlichung Gottes geschaffen. Auch die Temperamente. Sie sind ein Teil des reichen, farbigen Lebens, aus dem sich einst, wenn alles erfüllt ist, das Reich Gottes aufbauen wird. Ole Hallesby zitiert „Ich habe Zeit für Dich“ von Reinhold Ruthe Seite 232 

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7.10.

Donnerstag 7.10.2021 – Der Fokus: Römer 14,1-12 Das Zusammenleben in der Gemeinde - Römer 14,4+5 / Johannes 21,22Sich von unguten Abhängigkeiten lösen / Selbstverantwortung in der Nachfolge - BÜRILH 121

Erfüllt von Frieden und Gerechtigkeit gegenüber jedem auftreten, unabhängig von den Verurteilungen der Menschen Gott dienen 

Der Lebensstil:

Römer 14,4+5 Wie kommst du denn dazu, den Sklaven eines anderen zur Rechenschaft zu ziehen? Ob er mit seinem Tun bestehen kann oder nicht, geht nur seinen Herrn etwas an. Und er wird bestehen, denn sein Herr ist in der Lage, dafür zu sorgen. Der eine hebt bestimmte Tage hervor, für den anderen ist jeder Tag gleich. Aber jeder soll mit voller Überzeugung zu seiner Auffassung stehen.

Jedes Alleinsein bringt einen Vorgeschmack meines Todes, bedeutet eine Vorübung auf mein Sterben. Ich bin allein in die Welt gekommen, ich werde allein hinausgehen. Keiner kann für mich noch mit mir sterben. Ich selber bin unvertretbar! – Auch das erscheint uns wie ein Sterben, wenn wir in der Einsamkeit von den Menschen und Diktaten der Menschen gelöst werden. – Gott hat in dem allen seine Hand darin. Er führt uns durch Sterben zu neuem Leben. Er löst uns von der Herrschaft der Meinungen und bindet uns an seinen Willen. Wir werden uns dann nicht mehr von anderen richten und bestimmen lassen, denn wir haben angefangen, uns selber des Richtens zu enthalten; wir lernen, dass jeder für sich selbst Rechenschaft ablegen muss. Und wenn ich meine, ich müsste auf Gott über seine Wege mit anderen zugehen, dann werde ich häufiger die Antwort erhalten: „Was geht es dich an? Folge du mir nach!“ Johannes 21,22. Hans Bürki aus „Im Leben herrschen“ Seite 121f

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6.10.

Donnerstag 8.8.2014 – Der Fokus: Römer 8,18-29 Die große Hoffnung auf die Herrlichkeit - Römer 8,28 / Psalm 37,41.Gebot: Du sollst Gott lieben / Die Seelsorge - ENGOA 100

In allen Lebenslagen durch unser Leben Gott lieben und Lust an ihm haben, dass wir als Menschen wahrgenommen werden, denen alles zum Besten dient und das bekommen, was ihr Herz wünscht

Die Faszination: 

Römer 8,28 Wir wissen aber, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt. Das sind ja die Menschen, die er nach seinem freien Entschluss berufen hat. / Psalm 37,4 Habe deine am Herrn, und er wird dir geben, was dein Herz wünscht.

Die Größe von Gottes Gnade- und Retter-Macht zeigt sich in dieser Verheißung. Die gilt für alle und immer; es gibt keine Ausnahme, wirklich keine! Gott will und kann auch aus den schwersten Erfahrungen etwas Gutes machen. Der Beitrag des Menschen heißt: Gott lieben! Dies ist eine Herausforderung, wenn wir in der Not stecken. Es bedarf einer klaren Entscheidung, sich durch nichts von der Liebe Gottes trennen zu lassen, auch nicht in unseren Gedanken und Schussfolgerungen. Ich bin gewiß, dass Gott das Mass dessen, was uns geschieht, so festsetzt, dass er diese Verheißung auch wirklich erfüllen kann. Dies aus eigener Erfahrung zu wissen, ist für Seelsorger sehr wichtig, weil wir immer wieder mit der bedrängenden Frage konfrontiert werden: „Weshalb hat Gott das zugelassen?“ Und dann folgt meistens die logisch erscheinende Begründung: „Wenn er mich lieben würde, hätte er mir das nicht zugemutet.“ - Wer eine falsche Definition der Liebe Gottes hat, hat falsche Erwartungen und hält sich für ein ungeliebtes Kind. So kann er Gott nicht mehr lieben, und das Schwere kann nicht mehr zum Segen umgesetzt werden. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen. Manfred Engeli aus „Gottes Angebote“ Seite 100

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5.10.

Dienstag 5.10.2021 – Der Fokus: Römer 8,1-17 Das neue Leben im Geist - Römer 8,13+14 / Johannes 14,26Die Führung und Begleitung durch den Heiligen Geist / Christsein als Tochter und Sohn Gottes - VIEVLG 33+34

Als Kinder Gottes immer mehr dem Geist Gottes in und durch uns Raum geben, keinen Widerstand mehr ihm entgegensetzen, dass er uns lenken und benutzen kann

Der Lebensstil:

Römer 8,13+14 Denn wenn ihr euer Leben von eurer Natur bestimmen lasst, werdet ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die alten Verhaltensweisen tötet, werdet ihr leben. Denn diejenigen, die von Gottes Geist gelenkt werden, sind Kinder Gottes.

Die normale Entfaltung des göttlichen Lebens findet überall da statt, wo man das Arbeiten des Geistes Gottes durch nichts aufhält. Das Reifen und Zunehmen im göttlichen Leben geschieht nur unter fortlaufender Demütigung und Zerbrechung. Das ist die bei Kindern Gottes immer neu geforderte Buße, dieses himmlische Geschenk, dass der Heilige Geist wirkt und das man auch die göttliche Traurigkeit nennt. - Es gilt, mit heiligem Eifer jedem Zug des alten Wesens, jeder Spur von Ungöttlichkeit zu Leibe zu gehen. Jesus sagt: So jemand zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein. Johannes 14,26. Christa von Viebahn Seite 33+34