Lukas 1,39-80 – Maria besucht Elisabeth und dichtet inspiriert von der Begegnung ihren Lobgesang - ca. 7 vor Christus

Lukas 1,46-56 Der Lobgesang Marias

Lukas 1,41

Freitag 21.9.2012 - Fokus: Lukas 1,39-56 - Lukas 1,41 - GRÜWZL 319 - Die Beziehung der Christen - Urbild menschlicher Beziehung - Maria - Elisabeth

In der Begegnung mit Kindern Gottes zunehmend hüpfen, weil Christus sich in und durch uns sich bewegen kann, was Freude auslöst und sein Wirken auf der Welt wahrnehmbar macht.

Die Faszination:  Lk 1,41 Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe; und Elisabeth ward mit heiligem Geist erfüllt

Auch Elisabeth kommt in Bewegung. Als Maria sie grüßt, hüpft das Kind in ihrem Schoß. Sie kommt in Berührung mit ihrer Fruchtbarkeit, mit dem Neuen, das in ihr wächst. Und sie wird vom Heiligen Geist erfüllt. Sie wird zur Prophetin, die in Maria das Geheimnis ihrer Mutterschaft erkennt. In dieser wunderbaren Geschichte geht es nicht um das Geschehen damals. Die Szene ist vielmehr Urbild jeder tiefen menschlichen Begegnung. In jeder Begegnung geht es darum, im anderen das Geheimnis Christi zu entdecken. Jeder trägt Christus in sich. Wenn wir das verstehen dann hüpft das Kind in uns auf. Wir entdecken das Geheimnis des anderen und unser eigenes Geheimnis. Wir kommen mit dem Kind in uns in Berührung. Damit solche Begegnung möglich wird, müssen wir wie Maria aufstehen und uns auf den Weg machen. Wir müssen auf eigenen Füßen stehen, um beim Anderen anzukommen. Und wir müssen auf das Gebirge gehen, über die Berge von Hemmungen und Vorurteilen, um den anderen so zu sehen, wie er ist. Anselm Grün - Wege zum Leben Seite 319

Ja mein lieber Rabbi, du bist auch in mir eines Tages geboren und ich habe Dir zu wenig Raum in mir gegeben, so wurde es eine nicht einfache Schwangerschaft für mich und für Dich in mir, vergib mir! So möchte ich Dir einfach in Zukunft viel mehr Raum in und durch mich geben. Ja so viel dass Du in mir hüpfen kannst, wie in Maria und Elisabeth. Wie eingeschnürt bist Du doch in uns Christen, dass sich zwischen uns wenig regt, wenn wir uns begegnen. Es bewegt uns vielleicht Symphatie oder Interesse, aber wir spüren nicht das besondere Geheimnis, das in uns wohnt, Christus der in ganz neuer Gestalt, nämlich in Unserer geheimnisvoll heranwächst. Ja so möchte ich Dir heute noch mehr Raum geben, dass Du Deinen Willen auf der Welt umsetzen kannst durch das Wirken Deines Sohnes in uns.

Lukas 1,46-53

Mittwoch 18.12.2019 – Die Chronik: Gott wird MenschDer Fokus: Lukas 1,46-56 Der Lobgesang MariasLukas 1,46-53Der Lobpreis - BONBRE 501

Gelehrt vom Geist Gottes, wie Maria ihr Adventslied anstimmen, im Wissen, dass Jesus in uns lebt und als König aller Könige in Gerechtigkeit auftreten wird

Die Faszination:

Lukas 1,46-53 Da sagte Maria: "Meine Seele staunt über die Größe des Herrn und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter! Seiner geringsten Sklavin hat er Beachtung geschenkt!  Noch künftige Generationen werden mein Glück preisen! Heilig ist der Mächtige, der Großes an mir getan hat! Sein Erbarmen gilt jedem, der sich ihm unterstellt, in jeder Generation. Hoch hebt er seinen gewaltigen Arm und fegt die Hochmütigen weg.  Mächtige stürzt er vom Thron und Geringe setzt er darauf. Hungrige macht er mit guten Dingen satt und Reiche schickt er mit leeren Händen fort.

Dieses Lied der Maria ist das älteste Adventslied. Es ist zugleich das leidenschaftlichste, wildeste, ja man möchte sagen revolutionärste Adventslied, das je gesungen worden ist. Maria, die vom Geist ergriffene, die gehorsam und demütig an sich geschehen lässt, was der Geist ihr gebietet, sie spricht aus diesem Geist heraus vom Kommen Gottes in dieser Welt, vom Advent Christi. Sie weiß ja besser als irgendein anderer, was es heißt auf Christus zu warten. Er ist ihr näher als irgendjemand sonst. Sie weiß um den Geist, der hier sein Spiel spielt, um den allmächtigen Gott, der sein Wunder tut. Dietrich Bonhöfer aus „Bonhöfer Brevier“ Seite 501

Ja mein Gott, zutiefst kann ich heute dieses Lied mitsingen, weil ich die Ungerechtigkeit auf dieser Welt nicht ertragen kann und weil es Hoffnung gibt, dass die Ungerechtigkeit einmal aufhören wird. Dieses Magnificat, sollte wie ein Adventslied neu gedichtet werden, dass ich es auch singen könnte, leidenschaftlich, wild und revolutionär. Es tut gut zu wissen, dass Hochmütige, Mächtige und Reiche gestürzt werden, dass die Hungrigen gesättigt werden. Ja mein Gott ich bin immer hungrig, auf das was Du mir in Deiner Gnade servierst.