HIMMELFAHRT - Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen. Joh 12,32

Predigttexte: Johannes 17,20-26  Epheser 1,15-23

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Epheser 1,18-20

Freitag 14.5.2021 – HIMMELFAHRT – Der Predigttext: Epheser 1,15-23 - Epheser 1,18-20Die Kraft - Dekan i.R. Hans Peetz

Sich immer wieder wach machen, um aus der allzu menschliche Schläfrigkeit aufzuwachen und wie überwältigend groß die Kraft ist, mit der er an uns Gläubigen wirkt.

Der Lebensstil: 

Epheser 1,18-20 Er (Gott) öffne euch das innere Auge, damit ihr seht, welche Hoffnung er euch gegeben, zu welch großartigem Ziel er euch berufen hat. Er lasse euch erkennen, wie reich er euch beschenken will und zu welcher Herrlichkeit er euch in der Gemeinschaft der heiligen Engel bestimmt hat. Ihr sollt begreifen, wie überwältigend groß die Kraft ist, mit der er an uns, den Glaubenden, wirkt. Es ist dieselbe gewaltige Kraft, mit der er an Christus gewirkt hat, als er ihn vom Tod auferweckte und in der himmlischen Welt an seine rechte Seite setzte. 

Die christlichen Osterlieder verspotten nicht die bedauernswerten Menschen, die das Haus oder das Bett - in Zeiten der Pandemie - hüten müssen oder wollen. Sie verspotten den Mächtigsten der Mächtigen: »O Tod, wo ist dein Stachel nun« (1.Korinther 15,26). Und sie preisen und bekennen Jesus Christus als Sieger. 

Die gleiche Kraft und die gleiche Macht sind wirksam, wenn Menschen das glauben können. Von dieser Kraft heißt es im Predigtwort: Die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke. Wenn wir Menschen das glauben können, ist dieselbe Kraft am Werk, die Jesus Christus von den Toten auferweckte. - Manchmal sagt man das von einem starken Kaffee oder Tee: »Der weckt Tote auf«. Das kann die Müdigkeit vertreiben und die Lebensgeister wecken. Manchmal braucht man schon einen starken Wachmacher für den müden Körper. Um wieviel stärker muss der Wachmacher für die Seele sein. Was muss da nicht alles an Barrikaden oder Mauern weggeräumt oder eingerissen werden, welch große Steine vom Herzen weggerollt werden wie vom Grab Jesu. Angst oder Sorgen, die uns gefangen nehmen; dieses tief in uns sitzende Misstrauen oder auf der anderen Seite, diese Leichtgläubigkeit, die uns allen den anderen Versprechungen nachlaufen lässt; der Widerspruch der Vernunft und der Erfahrung, die sich nicht einfach wegdiskutieren oder abschalten lassen, weil sie ja realistisch gesehen Recht haben – ihr bestimmtes und begrenztes Recht. Gott nimmt sie ernst, auch wenn Jesus schon einmal seufzt über den Kleinglauben seine Jünger. - Wie lange? Jesus gibt die Antwort selbst: Immer und überall, bis an der Welt Ende. Denn diesen Glauben, dieses Wissen um Gottes Macht haben wir in Gestalt der Hoffnung. Nicht als Besitz, als Einmaleins des Lebens oder wie ein Naturgesetz, das gilt, wie eins und eins zwei ergeben. Sondern als erkämpfte, ertrotzte und zugleich immer wieder geschenkte Hoffnung und Gewissheit. Erkämpft und ertrotzt gegen den übermächtigen Widerspruch, wenn von Gott, von seiner Macht und seiner Liebe nichts zu spüren ist, wenn andere Mächte und Mächtige das Weltgeschehen bestimmen. Dekan i.R. Hans Peetz aus VELKD.de

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Mittwoch 20.5.2020 – CHRISTI HIMMELFAHRT – Der Predigttext: Johannes 17,20-26Johannes 17,24Leben in der Ewigkeit - Samuel Keller

Zunehmend von der Herrlichkeit von Jesus Christus leben, die in uns Christen ist und uns verbindet, bis wir sie im Himmel voll erleben werden  

Die Faszination:

Johannes 17,24 Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen nämlich meine Herrlichkeit sehen können, die du mir gegeben hast, weil du mich geliebt hast - schon vor Erschaffung der Welt.

Hat uns der Heilige Geist innerlich das Zeugnis gegeben, dass das wirklich uns gilt: "die du mir gegeben hast", dann soll das "Wo" des Heilands auch unser "Wo" werden. Seine Bitte klingt an dieser Stelle so eigentümlich befehlend: "Ich will", dass wir den Eindruck bekommen, als bitte er jetzt nicht mehr, sondern zeige nur an, was er beschlossen hat. Und diese feste Tatsache bezieht sich auf unser Glück, dass wir nahen, lebendigen Anteil bekommen sollen an Jesu ewiger Herrlichkeit. Wir können uns das nicht vorstellen, unsere stärkste Phantasie hat keine Farben, das Bild zu malen, und doch können wir uns darauf freuen, weil wir Zutrauen zu Jesus haben und wissen, was wir an ihm haben. Samuel Keller aus Evangeliums.net

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Freitag 30.5.2014 - CHRISTI HIMMELFAHRT - Predigttext: Epheser 1,15-23 - Epheser 1,19-21 - ROHWLG 149/150 - Der Prophet Jesus

Im Heiligen Raum, in dem Jesus Christus als König, Priester und Prophet regiert zunehmend intensiver bleiben und dadurch verwandelt werden

Die Verwandlung:

Epheser 1,19-21 Ihr sollt begreifen, wie überwältigend groß die Kraft ist, mit der er an uns, den Glaubenden, wirkt. Es ist dieselbe gewaltige Kraft, mit der er an Christus gewirkt hat, als er ihn vom Tod auferweckte und in der himmlischen Welt an seine rechte Seite setzte. Dort thront jetzt Christus über allen unsichtbaren Mächten und Gewalten, über allem, was irgend Rang und Namen hat, in dieser Welt und auch in der kommenden.

 - Wir müssen uns in den heiligen Raum ziehen lassen, der auch der Schwellenraum bezeichnet werden kann. Dort findet jede Art von Transformation statt. - Im Heiligen Raum kann die alte Welt zusammenbrechen, und die neue Welt kann sich enthüllen. Wenn wir in unserem Leben keine Schwellenräume finden, beginnen wir, die Normalität zu vergöttern. Schließlich glauben wir, dass die Normalität die einzige Realität sei, und unser Leben verwelkt. - Ich finde es interessant, dass Jesus als Priester, Prophet und König bezeichnet wird. Wir führen seine Priesterschaft jeden Sonntag im Gottesdienst fort, wir haben Feste und Symbole, die Christus als König feiern, aber niemals in der gesamten Welt, habe ich eine Kirche gefunden, die den Namen „Christus der Prophet“ trug. Und es gibt keinen Feiertag des Propheten Christus. Wir wollen nicht, dass Christus das System abbaut. Wir wünschen uns den Christus, der den Status Quo absegnet. – Echte Mystiker werden sowohl der Kirche als auch dem Staat wirklich bedrohlich. Sie sind nicht käuflich, weil ihr Lohn irgendwo anders herkommt. – Richard Rohr aus "Wer loslässt wird gehalten" Seite 149/150

Ja mein lieber Rabbi, danke dass wir Zugang haben dürfen zum Heiligen Raum, in dem Du als König regierst, als Priester betest und als Prophet an uns direkt wirken kannst. Danke dass ich in den letzten Tagen Zugang gefunden habe zu diesem Raum, der auch in mir ist und in dem ich ununterbrochen Gottesdienst feiern und Dich loben kann. Danke dass Du dort für mich Priester bist und für mich beten kannst. Danke dass ich mich dort auch Dir als Prophet stellen kann, der mich zur Umkehr führen kann. Danke dass ich immer wieder mein System, das ich mir aufbaue zusammenbrechen lassen kann, weil Du mich aus den Trümmern weiter mit einer fast unendlichen Geduld weiter neu gestaltest. Wenn ich in Deinem Heiligen Raum bin erlebe ich Deine unendliche Kraft und das ist Lohn genug, dass ich keinen anderen brauche.