Jesus leben und lieben

Mittwoch 22.4.2020 – Der Fokus: 2.Samuel 15,13-16,14 David flieht aus Jerusalem2.Samuel 15,20-22Jesus leben und lieben - Dein Wille geschehe - REDLHG 200+201

Jesus dem König folgen und mit seinem Willen verschmelzen, auch wenn er nicht bejubelt wird, weil er schlussendlich der Sieger sein wird und als Einziger der Anbetung würdig ist

Der Lebensstil:

2.Samuel 15,20-22 Gestern erst bist du gekommen und heute sollte ich dich schon wieder aufscheuchen, dass du mit uns ziehst? Ich muss gehen, wohin ich eben gehe. Aber du, kehr um und nimm auch deine Landsleute mit. Erweise ihnen Güte und Treue!" Aber Ittai erwiderte dem König: "So wahr Jahwe lebt und mein Herr und König lebt: Dort, wo mein Herr und König sein wird, werde auch ich sein, im Leben oder im Tod!" Da sagte David zu Ittai: "Dann komm und zieh weiter!" So zogen Ittai und seine Männer mit ihrem ganzen Tross am König vorbei.

Als David die Stadt verließ, war es diese Schar allein – alles wilde Krieger -, die sich an der Sache des Königs und an seinen Willen auslieferten. Davids halbherzige Anhänger wählten die siegreiche, beliebte Seite. In aller Freundlichkeit möchte ich ihnen sagen, dass Jesus nur dann König ist, wenn ihr Wille und sein Wille übereinstimmen. Wo sich sein Wille mit dem Ihrigen deckt, da liegt die Kraft und die Würde eines Lebens mit Gott. Wo das nicht der Fall ist, da begegnet uns Schwäche. Lebendige, christliche Erfahrung ist so einfach: Christi Wille wird ihr Wille. Alan Redpath aus „Leben nach dem Herzen Gottes“ Seite 200+201

Mittwoch 15.4.2020 – KARFREITAG - Der Predigttext: 2.Korinther 5,15-21 - 2.Korinther 5,15  / Johannes 12,24 – Jesus leben und lieben - HOLGUS 15.4.20

Im Humus des Sterbens von Jesus Christus zunehmend aufgehen und wurzeln, wie ein lebendiger Organismus, dass so durch sein Leben aufwachsen und für ihn leben kann

Der Lebensstil:

2.Korinther 5,15 Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.

Jesus Christus ist unter anderem dafür gestorben, dass wir nicht mehr für uns selbst oder für andere leben, sondern für ihn. In seinem Tod, löst sich alles Eigene, Gottlose auf, wenn wir uns in ihn hinein begeben. Nur hier werden wir von uns selbst erlöst, die wichtigste Erlösung. Es ist gut in diesem Tod Zeit zu verbringen und sich weiter verwandeln zu lassen. Immer wieder, noch besser ist es jeden Tag, in diesem Tod, aber auch in seinem Leben zunehmend aufzugeben. Das ist wie das Sterben eines Menschen, der von seinem Leben erlöst wird. Das braucht seine Zeit, bis alle Motive sterben bzw. durchdrungen werden von dem einen Motiv für Jesus zu leben. Das ist wie das Sterben eines Weizenkorns und sein Aufgehen im Humus. Erst dann wenn der Trieb durch die Erde ins Licht tritt, können wir diesen Tod und dieses Leben genießen und diesen Prozess weiter fördern. Holgus am 15.4.2020

Montag 6.4.2020 – PALMSONNTAGDer Predigttext: Markus 14,1-9Markus 14,6-8Jesus lieben - SCHEVA 451-453

Von Jesus mit seinem Geist gesalbt sein, dass wir ihm unser Leben widmen können, ohne Maß, aus der Fülle schöpfen und austeilen können

Die Faszination:

Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis.

Da kommt eine Frau herein, als er am Tisch sitzt, und salbt seinen Leib. Salbt ihn zu seinem Tod. Die ahnende Seele einer Frau hat es gewusst. Der Männer Sinn ist von den Ereignissen verwirrt, von den eigenen Befürchtungen und Hoffnungen durchkreuzt, ganz im Vordergrund der Dinge gefangen.– Sie steht schon auf der anderen Seite. Sie steht schon im Licht des Auferstandenen. Mitstreiterin wider den Tod. Nur den Leib erreicht die Hand. – Christus stellt sich nicht zu den Jüngern, den Ethikern, den Sozialen, den Humanitären, den Philantropen, den Altruisten. Christus steht bei der Frau, das den Balsam vergeudet über seinem Haupt, in einem kurzen Augenblick. Das ist das Charisma und im Charisma der Geist, der nicht nach dem Maß gegeben wird. Diese Fülle, dieses Überschwengliche, dieses Vergeuden, dieses ganz-bei-der-Sache-Sein, und dieses sich ganz verströmen in die Stunde. – Eins ist not: Ihn lieben, Ihn lieben ohne Maß. Darin ist alle Tat getan. Das ist der Taten Saat. Paul Schütz aus „Evangelium“ Seite 451-453

Dienstag 11.6.2019 – Die Chronik: Die Passion des KönigsDer Fokus: Die Verheißung des Geistes / Johannes 14,15-26Johannes 14,23 / 1.Korinther 14,1SCHHER 120 – Jesus lieben

Der Lebensstil:

Johannes 14,23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen. – 1.Korinther 14,1 Die Liebe soll euer höchstes Ziel sein. Aber bemüht euch auch um die besonderen Gaben, die der Geist zuteilt, vor allem um die Gabe der Prophetie.

Die Liebe ist die einzige Quelle, aus der heraus wir Erkenntnis Gottes schöpfen, sie ist das einzige Gefäß, das der Himmel mit seinen Gaben erfüllen kann. Während ich eine Vortrag über die Gnadengaben des Heiligen Geistes vorbereitete, geschah etwas Schroffes. Ich sah, dass Jesus sich zu mir umdrehte und sagte: „Ich will dich etwas fragen: Auf welche Weise wollt ihr mir eure Liebe zeigen?“ – Es liegt an uns, Antwort zu geben, auf welche Weise wir Gott unsere Liebe zeigen wollen. Es ist unsere Würde und unser Mitspracherecht an diesem Leben. Wenn wir uns vor dieser heiligen Antwort drücken, konfrontiert uns das Leben mit einem schroffen Klang. – Es gibt keinen anderen Weg zu unserer Wahrheit, als dass wir darauf Antwort geben. Es ist der Weg zu unserem Charisma. Martin Schleske aus „Herztöne“ Seite 120

Dienstag 30.4.2019 – Die Chronik: Die Verherrlichung des KönigsDer Fokus: Johannes 21,1-23Johannes 21,15-17MALGBK 95 – Jesus lieben

Sich durch Jesus zunehmend in die Liebe zu ihm hineinziehen lassen und zusammen mit ihm unser Leben gestalten lernen

Die Orientierung:

Johannes 21,15-17 Als sie gefrühstückt hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: "Simon Ben-Johannes, liebst du mich mehr als die anderen hier?" - "Gewiss, Herr", antwortete Petrus, "du weißt, dass ich dich lieb habe." - "Dann weide meine Lämmer!", sagte Jesus. Gleich darauf wiederholte er die Frage: "Simon Ben-Johannes, liebst du mich?" - "Ja, Herr", antwortete Petrus, "du weißt, dass ich dich lieb habe." - "Dann hüte meine Schafe!", sagte Jesus. Noch einmal fragte er ihn: "Simon Ben-Johannes, hast du mich lieb?" Petrus wurde traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal fragte, ob er ihn lieb habe, und sagte: "Herr, du weißt alles. Du weißt, dass ich dich lieb habe." - "Dann sorge für meine Schafe!", sagte Jesus.

Nie und nirgends kann für einen leitenden Christen etwas wichtiger sein, als Jesus zu lieben. Alles andere ist dieser Liebe untergeordnet und eine Frucht von ihr. In dieser Liebesbeziehung zu Jesus finden wir den Schlüssel zu der Führungsrolle des Petrus in der Urgemeinde. Er durfte den Zusammenhang, den Jesus ihm dort am Seeufer gezeigt hatte, praktizieren: den Zusammenhang zwischen seiner Liebe zum Meister und seinem Vermögen , andere zu führen. Aus diesem Liebesverhältnis bezog er die Weide für kleine Lämmer, reife Mutterschafe und störrische Böcke. Weder eine Schafherde noch eine christliche Gemeinde kann von Prinzipien, Idealen und Theorien leben. Um leben zu können, braucht man frische Speise. Und diese Speise, dieses verborgene Manna, bekommen wir nur von Jesus, in einer persönlichen Liebesbeziehung zu ihm. Wer diese Liebe nicht erfahren hat, der kann anderen nur Steine statt Brot geben. – Aber wir dürfen diese Liebe auch nicht entgegennehmen, damit wir anderen Nahrung geben, damit wir gute Leiter werden usw.. Solches Nützlichkeitsdenken ist dem Wesen der Liebe fremd. Liebe bleibt be dem geliebten, kreist ständig um ihn, ohne sich darum zu bekümmern, „wohin das führt“ oder „wofür das gut ist“. Der Geliebte selbst ist das Ziel meiner Berufung. Magnus Malm aus „Gott braucht keine Helden“ Seite 95

Montag 1.4.2019 – Die Chronik: Die Passion des KönigsDer Fokus: Johannes 14,15-31 – Johannes 14,21 - LUBAES 91+92 – Jesus lieben

In der echten, konkreten und beständigen Liebe zu Jesus, erleben wir zunehmend die Offenbarungen Gottes und werden eingetaucht in ihn

Die Faszination:

Johannes 14,21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

Wenn sich der Mensch Gott zuwendet und ihn zu lieben beginnt, wenn seine Liebe echt, konkret und beständig ist, dann macht sich – unter den vielen Stimmen, die das Leben begleiten – hin und wieder eine besondere bemerkbar. Wie ein Licht bricht sie sich sanft Bahn, in dem verworrenen Lärm  der menschlichen Seele. -  All dies ist etwas so Kostbares, dass wir mit ganzer Hingabe danach trachten sollten, bis unser Herz den ganzen Tag über eingetaucht ist ins Göttliche, sodass er überfließt von Gedanken des Himmels und unser Leben, genährt von den Sakramenten, dadurch vergöttlicht wird. Chiara Lubich aus „Alle sollen eins sein Seite 91+92