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Markus 11,22-24

Donnerstag 13.3.2025 – Der Fokus: Markus 11,20-26 Über den Glauben und das Gebet - Markus 11,22-24Der Glaube der Berge versetzt - Martin Schleske SCHWER 94+95

Die zu verändernde Wirklichkeit wahrnehmen und für ein Gebetsanliegen so viel Berge versetzenden Glauben in uns entstehen lassen, um dann in der Erwartung der Gebetserhörung bleiben zu können, bis sich die Wirklichkeit durch unser Gebet verändert hat   

Der Lebensstil:

Markus 11,22-24 Jesus sagte zu ihnen: "Ihr müsst Vertrauen zu Gott haben! Ich versichere euch: Wenn jemand zu diesem Berg hier sagt: 'Heb dich hoch und stürz dich ins Meer!', und dabei keinen Zweifel in seinem Herzen hat, sondern fest darauf vertraut, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen. Darum sage ich euch: Worum ihr im Gebet auch bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, dann werdet ihr es auch erhalten.

Macht sich Jesus über unsere Welt lustig? Warum sagt er nicht, wie die Meister des Ostens es immer tun: „Willigt ein in die Geschehnisse. Lasst los. Übt euch im Nichtwollen. Werdet gleichmütig und akzeptiert das Sein. Überwindet eure Wünsche, so werdet ihr nicht enttäuscht und euer Leiden wird aufgelöst.“ Warum sagt Jesus das Gegenteil? „Greift ein in die Geschehnisse, und tut dies nicht allein im Vertrauen auf eure sichtbaren Möglichkeiten, sondern mehr noch durch das Recht eures Glaubens. Sprecht zu diesem Berg: „Hebe dich und wirf dich ins Meer! Denn wenn ihr nicht zweifelt in eurem Herzen, wird er euch gehorchen. Anstelle einer gleichmütigen, emotionsgedämpften Hinnahme der Welt predigte Jesus seinen Jüngern die leidenschaftliche Hingabe des Glaubens. Er lehrte eine Macht, die wirksam wird, wenn der Glaube ohne Zweifel ist. Er sagte nicht: > Versinkt in der Wirklichkeit, sondern: „Leistet Widerstand gegen das scheinbar Aussichtslose und lernt, welches geistige Recht euer Glaube hat." 

Hier zeigt sich, dass Glaube kein Fürwahrhalten des Unbeweisbaren ist, sondern in seiner extremsten Form ein Hineingreifen in die Wahrheit. Die Wahrheit ist, dass ein Berg sich dem Wort des Menschen nicht beugt. Jesus aber sagt: „Doch er tut es“ Damit provoziert er alles was wir voreilig für wahr halten. Er provoziert uns dazu, uns nicht darauf auszuruhen, was wir für möglich halten, sondern uns den Experimenten des Glaubens zu stellen und einzuwirken auf die Wirklichkeit. Tatsächlich fragt er: „Wie wirklich ist die Wirklichkeit, wenn es Gott gibt? Wie feststehend ist das Geschehen, wenn es in allem die Option des Glaubens gibt? Was ist ein Berg wenn er mit den Kräften Gottes zu rechnen hat! 

Man kann sich an diesem Jesuswort stoßen, man kann es aber auch als einen heiligen Anstoß verstehen, auf eine uns erlaubte und gebotene Weise mit Gott zu experimentieren. Es muss offenbar eine kritische Erregungsschwelle an Verstörung und Vertrauen in uns überschritten werden, damit die Wirklichkeit auf den geistigen Akt dessen reagieren kann, was wir „glauben“ nennen. 

Die geistige Kraft, die in Gott ist, lässt das Experiment zu und freut sich ganz offensichtlich an unserem Mut, der Realität die Stirn zu bieten. Jesus ernst zu nehmen, bedeutet, unsere Wirklichkeit zu provozieren durch das Gottesexperiment des Glaubens. Martin Schleske aus „Werkzeuge“ Seite 94+95 

Ja mein lieber Rabbi, das will ich lernen: Glauben der Berge versetzt! Ja ich möchte weiter, noch intensiver experimentieren Gebetsanliegen wahrzunehmen, den Glauben entstehen lassen um ein Vollmachtwort sprechen zu können, das in der Lage ist die Erwartung wach zu halten, bis sich das Gebet erfüllt hat.