Jesus der Diener

Foto Holgus

.

Johannes 12,3

Dienstag 27.4.2010 - Der Fokus: Johannes 13,1-20 Jesus wäscht seinen Jüngern die FüßeJohannes 13,4+5Der Tod von Jesus am Kreuz / Jesus der Diener - GRÜWZL 543

Den Dienst von Jesus durch seinen Tod am Kreuz zulassen, wie die Reinigung und Heilung der geschundenen Füße der Menschen ohne Schuhe damals

Die Faszination: 

Johannes 13,4+5 Jesus stand vom Tisch auf, zog sein Obergewand aus und band sich ein Leinentuch um. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen, das er sich umgebunden hatte.

Wenn wir die Fußwaschung symbolisch verstehen, dann beschreibt sie das Wesen von den Tod von Jesus am Kreuz. Am Kreuz beugt sich Jesus am tiefsten hinab zu uns Menschen. Er beugt sich bis in den Staub des Todes. Am Kreuz berührt er unsere Füße und wäscht sie. Die Füße sind Bild für unsere Beziehung zur Welt. Mit ihr betreten wir die Welt und machen uns schmutzig. Jesus berührt uns an der welthaften Stelle, um uns von der Macht der Welt zu befreien. Die Füße sind aber auch die verwundbarsten Stellen. Der antike Dienst des Waschens der Füße war nicht nur Reinigung, sondern immer auch Heilung. Da man normalerweise keine Sandalen trug, verletzte man sich beim Gehen häufig an den Füßen. Der Sklave untersuchte die Füße nach ihren Wunden und rieb sie mit Öl ein, um sie zu heilen. Jesus berührt in seinem Tod am Kreuz unsere Wunden. Die verwundbarste Stelle ist für uns der Tod. Dass wir sterblich sind, hinfällig, vergänglich, das war für die Griechen die größte Beeinträchtigung der menschlichen Würde. Jesus heilt uns in seinem Tod am Kreuz von unserer Todeswunde. Und er reinigt uns von allem, was uns beschmutzt. Anselm Grün aus „Jesus – Wege zum Leben“ Seite 543