1. Gebot - Du sollst Gott lieben

Freitag 12.6.2020 – Der Fokus: Sprüche über die Hingabe des Herzens – Sprüche 23,261.Gebot: Du sollst Gott lieben / Das Herz - Hermann Bezzel

Unser Herz Gott zur Verfügung stellen, indem wir Gefallen finden an unseren Wegen, durch die er uns erzieht und führt

Die Orientierung:

Sprüche 23,26 Gib mir dein Herz, mein Sohn, und lass dir meine Wege gefallen. 

Wie steht dein Herz zu Gott? Wie steht es überhaupt zu göttlichen Dingen? Das ist die erste Frage für den der Umkehr sucht: Wer ist dein Gott? Sage nicht der Dreieinige; denn sonst könnte dein Leben nicht so klein, deine Gedanken nicht so eng und dein Planen und Sinnen nicht so ärmlich sein. Was dein Herz erfüllt, das ist dein Gott, und wovon du wünscht, dass es dir bleibt, das ist dein Gott. Und was erfüllt unser Herz? Ehrsucht, Bitterkeit, Ruhmbegierde, Neid, Streit, kleinliche Sorgen, tägliche Wiederholung und Betonung unseres eigenen Ichs, obwohl wir uns kaum ertragen können. – Ich fürchte, wenn der Herr die Hülle wegreißt, wird sich ein großer Mangel zeigen. Man wird alt und gewöhnt sich an sich selbst, man nimmt die Jahre und Tage wie sie kommen und tauscht unter sich nicht aus, was der Tag lehrt und spricht, sondern was an seiner Oberfläche war. Wo ist nun dein Gott? Hermann Bezzel aus Evangeliums.net

Mittwoch 25.2.2015 - Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Matthäus 22,15-40 - Matthäus 22,36-39 / 5.Mose 6,4+5 / 3.Mose 19,18 - DUVEZA 264 - 1.Gebot: Du sollst Gott lieben

In der umfassenden und tiefen Liebe zu Gott, den Nächsten und sich lieben lernen.

Die Ermutigung:

Matthäus 22,36-39 Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetz? Jesus sprach zu ihm: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüt.» Das ist das erste und größte Gebot. Ein anderes aber ist ihm gleich: «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.»

Wenn wir wissen wollen, wie man gleichzeitig Gott, den Nächsten und sich selbst lieben kann, sehen wir das bei niemandem besser als bei Jesus. Auch wenn wir diese dreidimensionale Liebe oft nur ansatzweise verwirklicht sehen werden. An einer Stelle der Weltgeschichte hat das tatsächlich mal geklappt mit der Einheit von Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe. Jesus liebte seinen himmlischen Vater wie kein anderer Mensch das jemals getan hat. Aus der Tatsache, dass er sich als geliebter Sohn dieses Vaters sah, zog er aber auch das entsprechende Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Gleichzeitig aber wandte er sich seinen Mitmenschen in einer Weise zu, die ihn über alle Zeiten hinweg geradezu zum Inbegriff praktizierender Nächstenliebe werden ließ, obwohl er durchaus auf sich selbst achtete und Gott über alles stellte. Klaus Douglass / Fabian Vogt aus "Expedition zum Anfang" Seite 264