Den beiden ehebrecherischen Völker Juda und Israel wird das Gericht, aber auch Hoffnung darüber hinaus angekündigt – Jeremia 3,1+4,31 – ca.624 vor Christus

Jeremia 3,10 - ROHPUP  70 / 101 - Die Umkehr

Jeremia 3,14+15 – Die Gemeindeleitung - Alfred Christlieb

Jeremia 25.34-38 / Jeremia 4,7 – Gott als Löwe - Helmut Lamparter 

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Jeremia 3,10

Samstag 24.9.2011 - Fokus: Jeremia 3+4Jeremia 3,10 - ROHPUP 70 / 101 - Die Umkehr - Vollständige Bekehrung - Natürlicher Wesenszug  

Aussteigen aus dem mehr oder weniger egoistischen Christsein, um durch zunehmende Bekehrung hineinzufinden in die fruchtbare Liebesbeziehung mit dem Mann Gottes Jesus und allen Menschen.

Die Warnung:

Jeremia 3,10 Trotzdem ist ihre treulose Schwester Juda nicht von ganzem Herzen zu mir zurückgekehrt, sondern nur zum Schein! spricht der HERR.

Echte und vollständige Bekehrung (Kopf, Herz und Bauch) ereignet sich nicht wirklich, bis das Umkehr-Programm fest in uns verankert ist und zu einem ständigen und „natürlichen Wesenszug" wird, anstatt eine einmalige Gefühlswallung zu sein. Dieser Prozess nimmt die größte Zeit des Lebens in Anspruch und ist die eigentliche Aufgabe des geistlichen Lebens und der Kontemplation ROHPUP 70 - Religiöse Bekehrung ereignet sich, wenn wir uns erlauben als Liebende zu leben, die getragen, gepackt, besetzt und besessen sind von echter Liebe, die nicht von dieser Welt ist. Erst dann sind wir spirituell bekehrt. Richard Rohr ROHPUP 101

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Jeremia 3,14+15

Dienstag 3.12.2024 – Der Fokus: Jeremia 3,14-18 Hoffnung für Juda über die Katastrophe hinaus - Jeremia 3,14+15Die Gemeindeleitung - Alfred Christlieb

Vollmächtige Seelenführer durch unsere Umkehr, unsere Sehnsucht nach Führung und unsere Gebet von Gott zu uns und zu den Völkern der Welt senden lassen

Die Verheißung:

Jeremia 3,14+15 "Kehrt doch um, ihr abtrünnigen Kinder!", spricht Jahwe, "denn ihr gehört doch zu mir! Ich hole euch - einen aus einer Stadt und zwei aus einer Sippe und werde euch nach Zion bringen. Dann werde ich euch Hirten geben, die nach meinem Herzen sind. Sie werden euch hüten mit Einsicht und Verstand."

Diese Verheißung hat Gott in der Reformationszeit herrlich erfüllt. Amtsträger und Machthaber gab es in der christlichen Kirche übergenug, aber keine rechten Seelsorger und Hirten nach dem Herzen Gottes. Da weckte Gott einen Luther und einen Calvin und alle ihre treuen Helfer und erfüllte seine Verheißung herrlich. - Wir wollen nie bei der Bewunderung großer Zeugen stehenbleiben, sondern immer an den denken, der sie uns beschert hat und der gesprochen: "Ich will euch Hirten geben nach meinem Herzen." Lasst uns daraufhin mit neuem Ernst flehen, dass Gott selbst Arbeiter in seine Ernte sende, denn "die von selbst herzulaufen, die taugen meist nicht viel." - Die von Gott gesandten Hirten sollen die Seelen weiden mit "Lehre und Weisheit". Wie die Schafe auf die richtigen Weideplätze geführt werden müssen, so muss man auch den Menschen zeigen, wo sie die rechte Speise finden und ihren Hunger stillen können. Welch ein Verlangen nach Gottes Wort bestand in der Reformationszeit. Jahrhundertelang hatte man dem Volke die gesunde Weide des göttlichen Wortes vorenthalten und die Seelen schmachten lassen. Gesetzeswerke und Ablass konnten den Hunger nicht stillen. Gott ließ nun die Reformatoren zuerst für das eigene, arme, hungernde Herz die rechte Weide im Wort Gottes entdecken. Und als sie da ihren inneren Hunger gestillt hatten, konnten sie auch andere auf die rechte Weide führen. Nun bekamen die Menschen Klarheit über die Gnade und das Heil Gottes. Sie wurden geweidet "mit Lehre". Und wo etliche in überschwenglicher Begeisterung zu weit gingen und in Schwärmerei gerieten, da konnten diese gottgesandten Männer sie "mit Weisheit" wieder in die rechten Bahnen zurückführen. - Gott schenke den Orten, die nur trockene "Beamte" haben, Hirten und Seelsorger nach seinem Herzen! Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

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Jeremia 25,34-38 / Jeremia 4,7

Montag 23.6.2025 – Der Fokus: Jeremia 25,15-38 Das Gericht über Babel und die Heidenvölker - Jeremia 25.34-38 / Jeremia 4,7Gott als Löwe - Helmut Lamparter 

Gott als Löwen wahrnehmen, der die von ihm geschenkten Friedenszeiten wegen zunehmender Gottlosigkeit beendet und Länder zu Wüsten macht

Das Gericht: 

Jeremia 25,34-38 Heult, ihr Völkerhirten und schreit! Wälzt euch in der Asche, ihr Mächtigen der Herde, denn jetzt seid ihr an der Reihe, geschlachtet zu werden. Ich schmettere euch zu Boden wie ein kostbares Gefäß. Verloren ist die Zuflucht der Hirten, für die Herrlichen der Völkerherde gibt es kein Entkommen. Hört das Geschrei der Hirten, das Heulen der Herrscher der Herde, denn Jahwe verwüstet ihre Weide. Der Gluthauch seines Zorns zerstört die Auen des Friedens. Wie ein Löwe verlässt er sein Versteck, denn ihr Land ist zur Wüste geworden durch das furchtbare Schwert, durch Jahwes glühenden Zorn. Ein Löwe kommt aus seinem Dickicht, der Völkervernichter bricht auf. Er verlässt seinen Ort, um dein Land zur Wüste zu machen. Deine Städte werden veröden, weil keiner darin wohnt." (Jeremia 4,7)

Mit den Versen 34-38 der Kapitels Jeremia 25 wendet sich der Prophet selbst an die Hirten der Völker, ihre Könige und Regenten, und fordert Sie auf, über sich selbst mit lautem Geschrei und Heulen die Totenklage anzustimmen (V.34). Denn der Zeitpunkt ist gekommen, da sie wie Opfertiere geschlachtet werden. Schonungslos und unentrinnbar bricht das Gericht über sie herein (vgl. Amos 2,14f.). Ähnlich wie bei den Gerichtsworten über sein eigenes Volk ist auch dieses Gericht über die Völker für Jeremia in der Ankündigung schon so sehr gegenwärtig, daß er das Wehgeschrei der Hirten bereits zu vernehmen meint (V.36). Sie müssen mit ansehen, wie ihre Weide (d. h. ihr Land) verheert wird, so daß aus den saftigen, friedlichen Auen, wo einst ihre Herden weideten, eine unbewohnte, tote Wüste wird (V.37). Das Bild von den , Hirten hat wohl auch die Bildwahl in V.38 beeinflusst, wo Gott mit einem Löwen, der aus dem Dickicht aufbricht und sich voller Raubgier und Blutdurst auf die Herde stürzt, verglichen wird (vgl. Hosea 5,14; 11,10; 13,7). Manche Ausleger mochten zwar in Erinnerung an Kap.4,7 in diesem ,Löwen" eine Anspielung auf Nebukadnezar, den Würger der Völker, erblicken. Aber das eigentliche, handelnde Subjekt ist bei diesem Gericht so oder so Gott, und der Vergleich mit der Bildwahl Hoseas macht durchaus wahrscheinlich, daß in V.38 mit dem ,Löwen" Gott gemeint ist. Furchtbar ist's, wenn er mit der Glut seines Zorns über die Volker herfallt. Da ist kein Entrinnen! Helmut Lamparter aus „Prophet wider Willen“ Seite 231+232