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Markus 1,40+41

Freitag 20.12.2024 – Der Fokus: Markus 1,40-45 Jesus heilt einen AussätzigenMarkus 1,40+41In Berührung mit Jesus sein - Anselm Grün GRÜWZL 182

Intimität mit Jesus, in der Berührung mit ihm zunehmend wie Verliebte suchen und erleben, dass seine Klarheit und Reinheit uns innerlich organisieren kann und wir sie wie er an unsere Nächsten weitergeben können

Die Faszination:

Markus 1,40+41 Einmal kam ein Aussätziger. Er kniete sich vor ihm hin und bat ihn flehentlich: "Wenn du willst, kannst du mich rein machen." Jesus hatte Mitleid mit ihm, berührte ihn mit seiner Hand und sagte: "Ich will es, sei rein!" 

Jesus bietet dem Aussätzigen Beziehung an. Er möchte mit ihm in Kontakt treten, möchte, dass etwas zwischen ihnen hin und her strömt. Und dann berührt er den Kranken. Wenn jemand sich nicht selber annehmen kann, tun wir uns sehr schwer, ihn anzunehmen. Denn wir haben oft genug Angst, dass wir all das innere Chaos des anderen berühren, dass wir uns die Hände schmutzig machen, weil der Unrat der Bitterkeit und des Selbsthasses auf uns geworfen wird, Jesus kennt solche Berührungsängste nicht. Er weiß, dass seine Person nicht unrein werden kann. dass sein Innerstes klar ist und rein, Die Berührung bedeutet: Ich nehme dich an, wie du bist. Berührung kommt von rühren“, „sich mischen“. Die Gefühle Jesu mischen sich mit denen des Kranken. Jesus lässt etwas von seiner inneren Klarheit in den Kranken hineinströmen. Und dann sagt er zu ihm: „Ich will es, werde rein!“ (Markus 1,41) Für mich heißt das: „Ich stehe zu dir.“ Ich nehme dich an. Nun ist es aber auch deine Aufgabe, ja zu dir zu sagen, dich selbst anzunehmen. Du musst nun auch das Deine zu deiner Heilung tun. Du musst dich für dich selbst, für das Leben entscheiden. Im gleichen Augenblick verschwindet der Aussatz. Der Kranke kann sich nun annehmen. Er fühlt sich rein, im Einklang mit sich selbst. Doch offensichtlich fehlt dem Geheilten noch etwas. Er steht noch nicht ganz in sich selbst. Er muss ständig von seiner Heilung erzählen. Damit stellt er sich selbst in den Mittelpunkt. Er kann sich nicht so annehmen, wie er wirklich Ist, sondern nur als jemand, der etwas Besonderes ist, der sich über die anderen stellt. Er verwechselt Angenommensein mit Abhängigkeit. Er lässt Jesus nicht los, indem er überall von ihm erzählt. Anselm Grün aus „Jesus Wege zum Leben“ Seite 182f

Ja mein Gott, danke dass ich in Beziehung, in Berührung mit Dir sein kann und sich von daher alle Beziehungslosigkeit mit meinen Nächsten auflösen kann. Oft genug kann ich mich mit ihnen nicht einlassen, weil ich wie sie von Dir losgelöst, nicht in lebendiger Beziehung bin. Lehre mich zunehmend mit Dir in Berührung zu bleiben.