Die Propheten Israels

Dienstag 30.10.2018 – Fokus: Jeremia 25+26Jeremia 26,12+13 - Frederick Brotherton MeyerDie Propheten Israels

Alle Register der Umkehr und der prophetischen Rede ziehen, indem wir Gott unser Leben zur vollen Umgestaltung anbieten.

Die Orientierung: Jeremia 26,12+13 Darauf erwiderte Jeremia: "Jahwe hat mich beauftragt, gegen dieses Haus und gegen diese Stadt all das zu weissagen, was ihr gehört habt. So bessert nun euer Leben und euer ganzes Tun und hört auf Jahwe, euren Gott. Dann wird es Jahwe leidtun und er wird das Unheil nicht über euch kommen lassen.

Welche wunderbare Erfüllung jener Verheißung bietet uns dieses Kapitel! Hier steht der furchtsame Mann allein auf für seinen Gott, inmitten einer wogenden Volksmenge. Obschon sein Leben auf dem Spiel steht, und es ratsam erscheinen möchte, es durch völliges Stillschweigen zu erkaufen, so will er sich nicht zurückhalten. Er besteht darauf, dass Gott ihn gesandt habe, und ruft der wütenden Menge zu, sie sollen ihr Wesen bessern und zu Jehovah umkehren. Hätte Johannes der Täufer also gesprochen, wir hätten uns nicht verwundert; aber dass dieser zurückgezogene, ängstliche Mann diesen Ton anschlägt, das beweist uns die umgestaltende Kraft der Gnade Gottes.

Hieraus können die von Natur Schüchternen und Furchtsamen Hoffnung schöpfen. Lege deine natürlichen Anlagen Gott dar, und bitte Ihn, sie mit Stahl und Eisen zu beschlagen. Vor allem, suche die lebendige Gewissheit, dass Gott mit dir ist; dann tue deinen Mund auf und rede. Der in dir ist, der ist größer, als der in der Welt ist. Die Überzeugung, von Gott gesandt zu sein, das Bewusstsein, dass es seine Eingebung ist, die deine Seele begeistert – das ist unumgänglich notwendig, um zielbewusst und kräftig vorgehen zu können. Sobald wir wissen, dass der lebendige Vater uns gesandt hat, so können wir dastehen gleich einer ehernen Mauer. Frederick Brotherton Meyer

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Mittwoch 25.7.2012 – Fokus: Hosea 9-11 - Hosea 9,7+10,4Jakob Kroeker - Die Geschichte - Die Völker - Die Propheten Israels

Den Löwen von Juda anrufen, dass er nicht auf der Lauer liegen muss, um uns zu vernichten, sondern brüllt, dass wir endlich für seinen Willen und für seine wunderbaren Verheißungen aufwachen.

Die Tragik: Hos 9,7 Die Tage der Heimsuchung sind gekommen, die Tage der Vergeltung sind da! Israel soll erfahren, ob der Prophet ein Narr sei, wahnsinnig der Geistesmensch! Und das um deiner großen Schuld willen, weil du so feindselig warst. - 10,4 Leere Worte reden, falsche Eide schwören, Bündnisse schließen, so dass das Gericht aufsprosst wie Unkraut aus den Furchen des Ackers!  

Durch diese ergreifenden Schilderungen sucht der Prophet seinem Volke den ganzen Ernst seiner geschichtlichen Stunde vor die Seele zu führen. Er erreichte jedoch nicht, was seine Gerichtsbotschaft erreichen sollte. Im Gegenteil, sie trug ihm jene Leiden ein, die jede höhere Offenbarung in ihrem Dienst zu erdulden hatte. Das Licht wurde Finsternis genannt, die Wahrheit galt als Lüge, der Prophet Gottes ein politischer Narr und Demagoge. Aber wenn die Tage der Heimsuchung und Vergeltung gekommen sind, alsdann wird Israel erkennen, ob der Prophet ein Narr gewesen ist und ob der Mann des Geistes ein Wahnsinniger war. 

Denn unter diesem Urteil stand der Dienst des Propheten. Und vom rein weltlichen und machtpolitischen Standpunkte aus war es tatsächlich eine wahnsinnige Anmassung des Propheten, die großen Fragen der Politik mit ihren Notwendigkeiten besser beurteilen zu wollen, als es die verantwortlichen Träger des Nordreiches zu tun vermochten. Es war doch gewiss nicht die Absicht der politischen Leitung, das Land ins Verderben zu stürzen, den Staatskörper bewusst zerschlagen zu lassen, dem Volk durch die großen Weltmächte Heimat und Freiheit nehmen zu lassen. Und doch lebte man in jener großen Täuschung, die mit dem Gericht enden musste, dem man zu entfliehen hoffte. Man rechnete eben nicht mit jenen unsichtbaren Geschichtsfaktoren, die außerhalb der politischen Berechnung und staatsmännischen Klugheit liegen: mit Gottes verborgener Weltregierung! Innerlich dem Wesen der Weltvölker gleich geworden, muss die Geschichte Israels wieder in Ägypten und Assur enden. 

Auch hinter jeder noch so stark betriebenen Nationalpolitik gibt es eine sich auswirkende Gerechtigkeit und Heiligkeit, der sich kein Volk auf die Dauer entziehen kann. Gott lässt sich im Blick auf das Kommen seiner Königsherrschaft von keiner Weltmacht Schranken ziehen. Er ist stark genug, auch jede Auflehnung einer Weltmacht so auszunutzen, dass sie zum Gericht für sich selbst und zu einem Segen für das Kommen seines Königreiches werden muss. Von uns aus gesehen erscheint die ganze Weltgeschichte daher als ungeheurer Wirrwarr. Die Menschheit als Gesamtheit schafft eine Geschichte, die niemand mehr verstehen kann. Von Gott und dem Kommen seiner Königsherrschaft aus gesehen, ist nichts zwecklos. Wenn Gott nicht Herr auch des Weltgeschehens wäre, dann wäre unendlich vieles völlig sinnlos. Als Herr der Geschichte zieht Er aber auch das Sinnlose der Menschheit mit in sein Walten hinein, um durch alles hindurch die Grundlagen für sein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens vorzubereiten. Jakob Kroeker

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Freitag 2.10.2009 - Fokus: Jeremia 20-22 - Jeremia 20,14 - SCHTIS 55 - Die Propheten Israels - Hoher psychischer Preis - Gegen den Strom -

Wer im Kampf zwischen himmlischen und menschlichen Mächten steht, der muss auf eine raue See gefasst und ihr mental gewachsen sein. Foto Fotolia        

Die Herausforderung: Jer 20,14 Verflucht sei der Tag, da ich geboren bin; der Tag, an welchem mich meine Mutter zur Welt gebracht hat, sei nicht gesegnet!

Jeremia war mutlos, weil er als einzelner gegen den Strom schwamm. Und ich möchte ihnen sagen: Wer in unserer eigenen Generation im Kampf steht, der kann sich nicht auf einer Luftmatratze treiben lassen. Wenn sie Gott lieben, wenn sie die Menschen lieben und Mitgefühl mit ihnen haben, müssen Sie psychisch einen hohen Preis zahlen. Francis Schaeffer SCHTIS 55