Das Gebet als Delegation

Johannes 2,3-5

Dienstag 28.11.2017 – Der Fokus: Johannes 2,1-11 Jesus hilft Maria bei einer Hochzeit in Kana -  Johannes 2,3-5Das Gebet als Delegation / Maria und Jesus - HALBET 33

Lernen unser Leben, unsere Beziehungen und unsere Nöte an Jesus zu delegieren, dass er es leben und aus dem Mangel Fülle generieren kann  

Der Lebensstil:

Johannes 2,3-5 Als während des Festes der Wein ausging, sagte seine Mutter zu Jesus: "Sie haben keinen Wein mehr!" "Frau, in was für eine Sache willst du mich da hineinziehen?", entgegnete Jesus. "Meine Zeit ist noch nicht gekommen." Da wandte sich seine Mutter an die Diener und sagte: "Tut alles, was er euch aufträgt." 

Das Geheimnis des Betens wurde mir einmal besonders klar, als ich vor vielen Jahren den kleinen wunderbaren Bericht von der Hochzeit von Kana las. – Die Mutter von Jesus erweist sich als rechte und geübte Beterin. Sie geht mit der Not, in die sie eingeweiht worden ist, an die richtige Stelle: sie geht zu Jesus und erzählt es ihm. Wir müssen uns dabei merken, was sie zu ihm sagt: Nur die wenigen und schlichten Worte: „Sie haben keinen Wein!“ Hier hast Du den Sinn des Gebets: Jesus zu sagen was uns fehlt. Fürbitte bedeutet Jesus zu sagen was anderen fehlt. Und wenn wir genau hinsehen merken wir, dass die Mutter von Jesus auch nichts anderes tat. Sie hat ihm einfach die Not ihrer Freunde erzählt und wusste, dass sie von sich aus nichts hinzufügen brauchte. Sie wusste, dass er ihre Hilfe nicht benötigte, weder durch Vorschläge noch in anderer Form. Sie kannte ihn und war ganz sicher, dass diese Not in die richtigen Hände gelegt war. Er weiß schon was zu tun ist. – Aber lasst uns auch beachten, dass sie das ihre getan hat, indem sie ihre Bitte äußerte. Damit hatte sie die Sache von sich auf ihn übertragen. Sie hatte sozusagen keine Verantwortung mehr für die peinliche Lage. Die Verantwortung war nun auf Jesus gelegt. Ole Hallesby aus „Vom Beten“ Seite 33