Das Familienleben

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Micha 7,5+6

Dienstag 20.7.2021 – Der Fokus: Micha 7,1-7 Klage des Propheten über die Gottlosigkeit des VolkesMicha 7,5+6 Das Familienleben / Die Selbstständigkeit der Person - Holgus

Innere Selbstständigkeit in Gott zunehmend entwickeln, um in den Dynamiken mit unseren Nächsten, unseren Familien und unseren Umfeldern keine Abstürze erleben müssen

Die Mahnung:

Micha 6,5+6 Trau deinem Nachbarn nicht, verlass dich nicht auf den Freund! Hüte deine Zunge vor der Frau in deinen Armen. Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter widersetzt sich der Mutter und die Schwiegertochter der Schwiegermutter. Der Mann hat seine Feinde im eigenen Haus. 

Am Ende eines Lebens ist es interessant auf die Dynamiken von den Familien, die man hautnah kennengelernt hat, zurück zu blicken und zu überlegen, ob inwieweit der Prophet Micha recht hat. Seltsam ist, dass Menschen, die nach außen zum Übernächsten als äußerst freundlich erscheinen als Nächster zum Feind werden können, der sich allem entgegenstellt, was man vorhat. Geschwister können plötzlich einem Falltüren stellen, durch die man plötzlich durchfallen und im Fall Traumen durchmachen muss. Urplötzlich kann ein Nächster Gericht halten über seinen Nächsten, wobei es keinem Menschen zusteht dies zu tun. Es sei denn, er ist vom Staat eingesetzt, um Recht und Urteil zu sprechen über Menschen, die etwas verbrochen haben. - Nur eine innere Selbstständigkeit, die man nur in Gott finden und entwickeln kann, bewahrt einen davor zu sehr in Abhängigkeiten zu seinen Nächsten zu geraten und so in Fallen zu geraten, die einem die Nächsten stellen. Sie kann Distanzen regeln, die wir zu unseren Mitmenschen einhalten sollten. Dieses Wort des Propheten Micha sollte junge Menschen auf das Leben in Familien vorbereiten und uns Alten alle Register ziehen lassen, um in allen Lebenslagen, die noch auf einen zukommen standfest bleiben zu können. Irritierende Dynamiken in den Partnerschaften, Familien und anderen Umfeldern dienen uns dazu wacher zu werden, für die Instabilität des Menschen und ihm alles zuzutrauen, das Negative, aber Gott sei Dank auch das Positive.  Holgus 20.7.2021 

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Markus 5,18+19

Donnerstag 18.2.2021 – Der Fokus: Markus 5,1-20 Der Besessene von Gerasa wird befreit von Dämonen - Markus 5,18+19 - Das Familienleben / Jesus als Therapeut / Die Persönlichkeitsentwicklung - DREMEE 364

Nachfolge leben lernen, entweder im Auszug aus der Herkunftsfamilie oder in der Integration in ihr, um die Heilung in Christus zu bestätigen, zu bewähren und auszuleben

Die Orientierung: 

Markus 5,18+19 Als Jesus dann ins Boot stieg, bat ihn der Geheilte, bei ihm bleiben zu dürfen. Doch er gestattete es nicht, sondern sagte: "Geh nach Hause zu deinen Angehörigen und berichte ihnen, wie viel der Herr in seinem Erbarmen an dir getan hat."

Etwas ist an dieser Heilungsgeschichte bemerkenswert. Es geschieht, wie auch sonst im Neuen Testament, dass der Besessene, der nun geheilte, Jesus bittet, bei ihm bleiben zu dürfen, und es ist das einzige Mal im ganzen Evangelium, dass diese Bitte nicht erhört wird. Jesus gebietet diesem Mann im Gegenteil, zurückzugehen zu den Seinen, in sein Haus, wie wenn er ihm sagen wollte: „Es gibt für Dein Leben künftig eine Gefahr und eine Chance. Die Gefahr droht, dass ein Drang zur Freiheit in der Hauslosigkeit erneut erwacht und dich wiederum wegzieht von dir selber. Es besteht aber auch die Chance, dass du beginnst, mit Menschen zu leben und sie als deine Hausgenossen kennenzulernen. Diese Chance musst du nutzen!“ Es ist ein ganz überraschender Befehl von Jesus. An vielen Stellen des Evangeliums bemüht Jesus sich, Menschen aus ihrer Borniertheit des Alltags, aus der Verflachung ihrer engstirnigen Bürgerexistenz in die Freiheit zu rufen., und so fordert er sie auf, alles zu verlassen, was sie einschnürt und einengt. - Hier geht es Jesus darum, einen Menschen, der nie ein Zuhause gehabt hat, auf dieser Erde inmitten seiner Angehörigen heimisch zu machen. Der eigene Vater, die eigene Mutter können oft schlimmer wirken als der Tod, und es ist wie eine Bestätigung und Bewährung der Heilung dieses Besessenen, wenn er es lernt, mit gerade den Menschen zusammenzuleben, vor denen er ursprünglich bis an den Rand des Todes geflohen ist. – So völlig undogmatisch kann Jesus handeln, dass er niemals eine Lebensform für jedermann verbindlich macht, sondern von Fall zu Fall sich fragt, was für den Einzelnen richtig ist. Eugen Drevermann aus „Das Markusevangelium – Erster Teil“ Seite 364