Matthäus 5,25+26

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Donnerstag 30.10.2014 - Die Erfüllung des GesetzesMatthäus 5,25+26 - GRÜBVJ 53 - Jesus der Versöhner

Vorwürfe von anderen, aber auch von mir selbst, wie Feuer durch die Gnade löschen und sie dann erst verarbeiten. Foto Fotolia

Die Orientierung: Mt 5,25+26 Sei deinem Widersacher bald geneigt, während du noch mit ihm auf dem Wege bist; damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter überantworte, und der Richter dich dem Gerichtsdiener übergebe, und du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir, du wirst von dort nicht herauskommen, bis du den letzten Heller bezahlt hast! – Im griechischen Urtext heißt es einfach: „solange du noch auf dem Weg bist“. Solange ich lebe und in Bewegung bin, muss ich mich mit meinem Gegner versöhnen. Hier ist vor allem der innere Gegner gemeint, all das, was ich in mir selbst bekämpfe, was ich nicht annehmen kann. Solange ich auf dem Weg bin, soll ich mich mit dem inneren Gegner versöhnen. Ich muss versuchen meine Schattenseiten anzunehmen, die ich am Liebsten abschneiden möchte. Wenn ich mich nicht mit meinen Schattenseiten versöhne, dann führen sie mich vor den inneren Richter, vor die Instanz des Über-Ichs. Der innere Richter wird mich dem Gerichtsdiener übergeben, der mich mit Selbstvorwürfen peinigt, der mich in meinen Lebensmustern festhält. Und er wird mich ins Gefängnis werfen. Ich werde so in mir gefangen sein, dass es irgendwann zu spät ist, dass es irgendwann zu spät sein wird, aus diesem inneren Gefängnis auszubrechen. Solange ich auf dem Weg bin, ist es meine Aufgabe, mich mit mir selbst auszusöhnen. Nur dann werde ich auch fähig sein, mich mit den Gegnern zu versöhnen, die meine Wege kreuzen. Anselm Grün GRÜBVJ 53

Ja abba Vater, in mir ist ein Verdränger, der mich schützen will vor meiner und der vollen Wahrheit. So kann ich mich nicht annehmen lernen und muss andere ablehnen durch den unbarmherzigen und gnadenlosen Richter in mir, der auf andere mit einem Finger zeigt und der drei Finger auf sich selbst zeigt. Du nimmst mich und alles in mir an, dann wird es hell in meinen Zellen in mir und dann gehen die Türen von innen auf. Alles in mir kann sich dann verbinden und ich werde als ganzer Mensch erleuchtet. Nur durch Dein Licht kann ich verwandelt werden von Schuldgefühlen und dem Richtgeit, durch nichts anderes sonst. Wenn wir andere Menschen anstrahlen können, auch wenn sie nicht unserem Ideal entsprechen, dann lösen sich Widerstände und Feindschaften auf. Wie schön wäre es, wenn wir Christen wie hell erleuchtete Häuser in Städten wären, die nachts hell erleuchtet sind. Dann würden sicher unsere Mitmenschen sich auch nach diesem wunderbaren Licht sehnen, Jesus Du unser Licht.