Die Geschichte

RAGBDP 267

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Amos 3,6 / Jesaja 45,7 / Lukas 12,7

Donnerstag 1.Juli 2021 – Der Fokus: Amos 3,3-8 Der Prophet hat keine Wahl die Botschaft Gottes zu verkündenAmos 3,6 / Jesaja 45,7 / Lukas 12,7Der Wille Gottes / Die Geschichte - CARBDL 115

Jedes Geschehen des Lebens als eine besondere Gestaltung Gottes wahrnehmen, durch die er agiert oder reagiert, um uns zu zeigen, dass er Gott ist

Die Faszination: 

Amos 3,6 Wird in der Stadt Alarm geblasen, ohne dass ein Bewohner erschrickt? Geschieht ein Unglück in der Stadt, ohne dass Jahwe es bewirkt? 

Jesaja 45,5-7 Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! Ich bin der einzige Gott! Ich gebe dir die Macht, obwohl du nichts von mir weißt, damit man von da, wo die Sonne aufgeht, bis dahin, wo sie untergeht, erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! Ich bin es, der Licht und Dunkelheit macht, der Frieden gibt und Unheil schafft.  Ich, Jahwe, bin es, der das alles tut.  

Alle historischen Ereignisse sind so heilig wie die Heilige Schrift, weil sie gleichfalls ein Ausdruck des Willens Gottes sind. Und die bescheidensten Begebenheiten des Alltags ist ein Ausdruck des Willens Gottes und darum genauso wichtig wie das wichtigste historische Ereignis. Das Verpassen eines Zuges ist genauso wichtig sie das Verlieren der Schlacht von Waterloo. 

Darum gibt es nichts Banales und nichts Unbedeutendes auf der Welt („alle Haare auf eurem Kopf sind gezählt“ Lukas 12,7) Der unbedeutendste Zwischenfall kann die Weltgeschichte verändern. Ein fallender Dachziegel verursachte den Tod des spanischen Königs, und der kleine Zeitungsjunge von heute kann morgen die Titelseiten aller Zeitungen der Welt füllen. Auch andere noch so winzige Vorkommnisse haben irgendwie den Lauf der Welt beienflußt, obwohl wir nie etwas davon gehört haben. Und genauso wichtig ist das Leben jedes einzelnen Menschen, auch wenn keine Zeitung je etwas über ihn berichtet. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 115

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Montag 8.12.2014 – Fokus: Offenbarung 5 - Offenbarung 5,2SCHWZM 93 - Die Geschichte

Des Welträtsels Lösung immer mehr erkennen, um entspannt aufleben und erwarten können, bis es entgültig gelöst wird, wenn Jesus wiederkommt. Foto Fotolia

Die Ermutigung:

Offb 5,2 Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? 

Die Weltgeschichte im ganzen ist für die Menschheit aller Jahrtausende ein großes Rätsel. Die gesamte Menschheit hungert nach dessen Auflösung. Manche führen die Fragen und Rätsel der Welt bis in Schwermut und Verzweiflung. Es liegt eine tiefe Trauer über der Menschheit, weil sie durch ihre eigene Geschichte keinen Durchblick hat. Teilausschnitte aus der Geschichte einzelner Völker und Rassen werden wohl niemals verständlich, aber eine Gesamtlösung der Menschheitsgeschichte ist niemandem zugänglich. Und doch brauchen wir diese, um wirklich leben zu können. – In Jesus löschen sich alle Fragen und Schrecken der Weltgeschichte. In ihm kommen wir zur Ruhe. Er gibt uns neuen Durchblick, dass wir Grund für unser Leben bekommen. Erich Schnepel - Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus?  Seite 93 

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Mittwoch 25.7.2012 – Fokus: Hosea 9-11 - Hosea 9,7+10,4Jakob Kroeker - Die Geschichte - Die Völker - Die Propheten Israels

Den Löwen von Juda anrufen, dass er nicht auf der Lauer liegen muss, um uns zu vernichten, sondern brüllt, dass wir endlich für seinen Willen und für seine wunderbaren Verheißungen aufwachen.

Die Tragik: Hos 9,7 Die Tage der Heimsuchung sind gekommen, die Tage der Vergeltung sind da! Israel soll erfahren, ob der Prophet ein Narr sei, wahnsinnig der Geistesmensch! Und das um deiner großen Schuld willen, weil du so feindselig warst. - 10,4 Leere Worte reden, falsche Eide schwören, Bündnisse schließen, so dass das Gericht aufsprosst wie Unkraut aus den Furchen des Ackers!  

Durch diese ergreifenden Schilderungen sucht der Prophet seinem Volke den ganzen Ernst seiner geschichtlichen Stunde vor die Seele zu führen. Er erreichte jedoch nicht, was seine Gerichtsbotschaft erreichen sollte. Im Gegenteil, sie trug ihm jene Leiden ein, die jede höhere Offenbarung in ihrem Dienst zu erdulden hatte. Das Licht wurde Finsternis genannt, die Wahrheit galt als Lüge, der Prophet Gottes ein politischer Narr und Demagoge. Aber wenn die Tage der Heimsuchung und Vergeltung gekommen sind, alsdann wird Israel erkennen, ob der Prophet ein Narr gewesen ist und ob der Mann des Geistes ein Wahnsinniger war. 

Denn unter diesem Urteil stand der Dienst des Propheten. Und vom rein weltlichen und machtpolitischen Standpunkte aus war es tatsächlich eine wahnsinnige Anmassung des Propheten, die großen Fragen der Politik mit ihren Notwendigkeiten besser beurteilen zu wollen, als es die verantwortlichen Träger des Nordreiches zu tun vermochten. Es war doch gewiss nicht die Absicht der politischen Leitung, das Land ins Verderben zu stürzen, den Staatskörper bewusst zerschlagen zu lassen, dem Volk durch die großen Weltmächte Heimat und Freiheit nehmen zu lassen. Und doch lebte man in jener großen Täuschung, die mit dem Gericht enden musste, dem man zu entfliehen hoffte. Man rechnete eben nicht mit jenen unsichtbaren Geschichtsfaktoren, die außerhalb der politischen Berechnung und staatsmännischen Klugheit liegen: mit Gottes verborgener Weltregierung! Innerlich dem Wesen der Weltvölker gleich geworden, muss die Geschichte Israels wieder in Ägypten und Assur enden. 

Auch hinter jeder noch so stark betriebenen Nationalpolitik gibt es eine sich auswirkende Gerechtigkeit und Heiligkeit, der sich kein Volk auf die Dauer entziehen kann. Gott lässt sich im Blick auf das Kommen seiner Königsherrschaft von keiner Weltmacht Schranken ziehen. Er ist stark genug, auch jede Auflehnung einer Weltmacht so auszunutzen, dass sie zum Gericht für sich selbst und zu einem Segen für das Kommen seines Königreiches werden muss. Von uns aus gesehen erscheint die ganze Weltgeschichte daher als ungeheurer Wirrwarr. Die Menschheit als Gesamtheit schafft eine Geschichte, die niemand mehr verstehen kann. Von Gott und dem Kommen seiner Königsherrschaft aus gesehen, ist nichts zwecklos. Wenn Gott nicht Herr auch des Weltgeschehens wäre, dann wäre unendlich vieles völlig sinnlos. Als Herr der Geschichte zieht Er aber auch das Sinnlose der Menschheit mit in sein Walten hinein, um durch alles hindurch die Grundlagen für sein Reich der Gerechtigkeit und des Friedens vorzubereiten. Jakob Kroeker