Matthäus 7,1-29 / Lukas 6,37-49 - Ein tragfähiges und gnädiges Leben - Sommer 28 nach Christus

Matthäus 7,1-6 Über das schädliche Richten

Matthäus 7,3+4 ROHZSH 18 - Die Sünde Richten

Matthäus 7,6 - RAGDBJ 162Das Sprechen - Die Wahrheit

 

Matthäus 7,7+8  RAGDGJ 197Das Gebet als Suchen und Finden

Sprüche 28,27 / Lukas 6,38 Das Geben / 7.Gebot: Du sollst nicht stehlen - LAMBDW 275

Matthäus 12,34-35 / Lukas 6,45 Das Sprechen - CRASOT 27

Matthäus 7,3+4

Donnerstag Neujahr 1.1.2015 – Die Chronik: Der provozierende König - Der Fokus: Matthäus 7,1-6 Über das schädliche Richten - Matthäus 7,3+4ROHZSH 18 - Die Sünde Richten

Freie Sicht für die Wirklichkeit bekommen, indem sich der Balken vor unseren eigenen Augen in der tiefen Abhängigkeit von Gott auflöst. Foto Fotolia

Die Ermahnung:

Matthäus 7,3+4 Was kümmerst du dich um den Splitter im Auge deines Bruders, bemerkst aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht? 4 Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: 'Halt still, ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen!' -, und dabei ist der Balken doch in deinem Auge?

Das gesamte Spiel des Selbstbetrugs wird in diesem großartigen Satz von Jesus entlarvt. Offenbar brauchen wir Zwang, um uns mit dem Balken zu beschäftigen. Für viele, wenn nicht für die meisten Menschen ist der einzige Zwang, der dazu stark genug ist, die Erfahrung einer Sucht, eines moralischen Scheiterns, eines Absturzes, dem gegenüber sie machtlos sind. – Bei Alkoholikern ist die Machtlosigkeit lediglich allgemein sichtbar. Wir anderen verbergen sie auf verschiedene Weise und kompensieren unsere verborgenen, subtileren Süchte und Anhaftungen – vor allem unsere Abhängigkeit von einer bestimmten Art zu denken. – Wir glauben wir seien identisch mit unserem Denken, und wir halten unser Denken tatsächlich für ganz und gar wahr, was uns mindestens zwei Schritte von der Realität entfernt. In Wirklichkeit sind wir selbst unsere schlimmsten Feinde und daher brauchen wir vor allem Erlösung von uns selbst. Richard Rohr ROHZSH 18  

Ja abba Vater, wir können nur schlecht uns unsere Machtlosigkeit eingestehen. Unsere Mittel sind sehr begrenzt, um gute Lebensgemeinschaften zu gestalten. Ich fühle mich heute Morgen so abhängig wie Dein Sohn, der ununterbrochen von Dir lebte und so vollmächtig agieren konnte. Lehre Du mich dieses Leben mit Dir zu leben. Sobald ich den Splitter in den Augen der Anderen sehe und mich mehr als nötig mit ihnen beschäftige, sehe ich nicht mehr den Balken vor meinem Auge. Noch tiefer müssen wir Christen an uns arbeiten lassen. In der Regel sind wir Christen ehrliche, wohlmeinende Leute – solange es nicht um die wichtigen Themen geht: Ego, Kontrolle, Macht, Geld, Spaß und Sicherheit.

Dienstag 31.1.2017 – Lesung: Matthäus 7,1-6 - Matthäus 7,6 - RAGDBJ 162Das Sprechen - Die Wahrheit

Perlen durch den Heiligen Geist in uns entstehen lassen und dann zu Gott gegebener Zeit Menschen durch Wort und Tat verschenken.

Der Königsweg: Mt 7,6 Gebet das Heilige nicht den Hunden und werfet eure Perlen nicht vor die Schweine, damit sie dieselben nicht mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

Jesus will durch dieses Wort ausdrücken, dass nicht nur die Anderen uns heilig sein sollen, sondern auch wir uns selbst. Und vor allem unser Verhältnis zu Gott. Wir dürfen und sollen es nicht ohne Not oder Gebot preisgeben. Wir dürfen die Wahrheit nicht am falschen Ort, zur falschen Zeit, in falscher Lage und vor den falschen Menschen anbringen, weder für sie, noch gegen sie. Wir sind den Menschen Wahrheit schuldig aber auch Gott. Sie gehört in erster Linie ihm. Und wir sind damit, wie in allem, in erster Linie ihm heilig. Wir haben dieses Eigentum zu ehren und zu hüten. Wehe uns, wenn wir das nicht tun, wenn wir auf falsche Weise die Wahrheit anbringen! Wenn wir sie preisgeben, dann gibt sie uns preis; wir verlieren sie selbst. Schon das viele Reden davon ist gefährlich. Preisgabe des Heiligsten ist Selbstwegwerfung. Wahrung des Heiligsten die heiligste Form der Keuschheit. Sie erst macht das Heilige heilig. – Wie soll das Bekenntnis sein? Wie es Ort, Zeit, Lage, Mitmenschen erfordern. Es kann ein kurzes Wort sein; es kann ein Schweigen sein. Es ist am besten eine Tat, oder die Tat, eine Existenz, oder die Existenz. Leonhard Ragaz RAGDBJ 162 

Ja abba Vater, wie wunderbar ist Deine Lehre heute. Besonders ist sie dann, wenn mich etwas bewegt und es dann beim Jesuslauf bestätigt wird. Ja ich möchte den Menschen Gott bringen und nicht in allererster Linie die Wahrheit. Dann bist Du Vater mein Dirigent, der mir den Einsatz gibt, um auf meinem Instrument, meiner Persönlichkeit zu spielen. Lehre uns Christen doch, dass wir ein Orchester sind, aber ein schlechtes, dass wir lernen zusammen zu spielen, dirigiert von Dir Vater. Ja schenke es doch dass wir gute Stücke spielen können, wir eins in Dir Gott miteinander mitschwingen können und Menschen erkennen, dass Du am Werk bist und dass sie die Freiheit haben auf Dich zuzukommen.

Donnerstag 28.6.2018

Ja Vater, löse Du mich von Reden, das mich selbst oder andere befriedigen möchte, weil ich selbst nicht  von Dir erfüllt bin. Du sollst doch durch mich zu Wort kommen, durch das Heilige ganz natürlich. Lass doch da etwas in unseren, in meinen Beziehungen geschehen. Bereite mich vor Perlen wie Du lieber Rabbi durch mein Reden zu verschenken, an die, die sie wertschätzen können und an die, die zur Entscheidung aufgerufen werden sollen.

 

Lukas 7,7+8

Freitag 29.6.2018 – Lesung: Matthäus 7,7-14 – Matthäus 7,7+8  – RAGDGJ 197Das Gebet als Suchen und Finden

Im Suchmodus zunehmend Gebetserhörungen als ununterbrochen fließenden Strom wahrnehmen 

Die Ermutigung: Mt 7,7+8 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan! Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan. - Wir müssen auch die Verheißung des Wortes Jesus „Bittet so wird euch gegeben; suchet so werdet ihr finden; klopfet an so wird euch aufgetan weiter fassen, als im engeren Sinne der Erhörung. Sie meinen nicht nur einen einzelnen Akt, sondern eine dauernde Haltung des Geistes: die dauernde Haltung des Bittens, Suchens, Anklopfens, die dauernde Einstellung der Seele auf Gott und seine Wunder. Damit aber ist in dieser Verheißung auf der einen Seite eine alles Leben umfassende Wahrheit enthalten, auf der anderen aber eine Erhörung des Gebets, die nicht nur ein Becher frischen Wassers ist, sondern ein strömender Quell. Leonhard Ragaz RAGDGJ 197

Ja danke Vater, dass Du mich in den Suchmodus immer weiter hineinführst, zunehmend in alle Angelegenheiten von Dir und von mir, die sich immer mehr überschneiden sollen. Aus dem Rinnsal an Gebetserhörungen, soll sich ein strömender Quell entwickeln, dass Wunder in meinem Umfeld zunehmend zur Selbstverständlichkeit werden. Ja Tag und Nacht will ich wie die Witwe an Deinen Türen klopfen und drücken, dass sie aufgehen und Segen in die Welt einfließen kann.

Lukas 6,38

Donnerstag 25.6.2020 – Der Fokus: Der Lohn der Barmherzigkeit  – Sprüche 28,27 / Lukas 6,38Das Geben / 7.Gebot: Du sollst nicht stehlen - LAMBDW 275

Das Geben in unterschiedlichen Facetten macht nicht arm, sondern die glücklich und reich, die nehmen und besonders die geben können

Die Faszination:

Sprüche 28,27 Wer dem Armen hilft, hat keinen Mangel, doch wer die Augen vor ihnen verschließt, dem mangelt es nicht an Flüchen. – Lukas 6,38 Gebt, und es wird euch gegeben: Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überlaufendes Maß wird man euch in den Schoß schütten. Denn das Maß, mit dem ihr bei anderen messt, wird auch für euch verwendet werden.

Unsere Spruchreihe drückt es nicht so überschwenglich aus wie Lukas, was der Lohn der Barmherzigkeit gegenüber dem Bedürftigen sein wird. Aber in der Sache besteht eine völlige Übereinstimmung. Hergeben macht nicht arm, wie der glaubenslose Sinn befürchtet. Ist doch die Gabe, die dem Armen gegeben wird, dem Herrn in den Schoß gelegt. Er lässt sich von keinem Menschen etwas schenken und weiß den, der den Armen Gutes erweist, vor Mangel und Armut zu bewahren. Helmut Lamparter aus „Das Buch der Weisheit“ Seite 275

Ja Vater im Himmel, Du hast mich in meinem Leben bisher sehr gut versorgt. Ich habe es aber viel zu wenig genossen und Dir dafür gedankt. Das soll zunehmen! Ja, Du bist der große Geber und darin sollen wir es Dir gleichtun. Armselig sind die Menschen die mehr nehmen, als sie geben. Ich danke Dir für die Werke an Gutem für die Armen in der Vergangenheit, ja ich möchte noch mehr für sie tun, nicht nur in meinen Umfeldern, sondern auch in der weiten Welt, dorthin wo Du es in Deiner Ernte gebrauchen kannst.

Lukas 6,45

Dienstag 21.5.2013 – Die aktuelle StudieDer Fokus: Matth.12,33-38 An ihren Reden kann man sie erkennen - Matthäus 12,34-35 / Lukas 6,45 – Das Sprechen - CRASOT 27

Unsere Seele so oft wie möglich vom Geist Gottes tränken lassen, dass sich in uns das Sprechen herausbildet und aus uns heraus fließen kann, das verbindet und heilt, das nicht spaltet oder zerstört.

Die Faszination:

Mt 12,34+35 Denn aus dem Mund kommt das, was das Herz erfüllt. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er mit Gutem erfüllt ist. Ein böser Mensch bringt Böses hervor, weil er Böses in sich hat. 

Die Liebe und Freude des wahren Lebens können wir nicht erfahren, solange wir nicht auf der Ebene der Seele miteinander in Verbindung treten. Von der Freiheit, die zu sein, die wir wahrhaftig sind, können wir nichts wissen, solange wir nicht dieses wahrhaftige Selbst einem anderen Menschen hinhalten und von diesem Menschen angenommen werden. Wir können nicht mit einer auf andere gerichtete Energie und edlen Absichten in die Welt hinausgehen, solange wir innerlich allein bleiben – unerkannt, unerforscht, unentdeckt und unberührt. Das Leben Gottes strömt nicht von uns zu anderen über. Nur selten sprechen wir mit Vollmacht in das Leben eines Menschen hinein. Und wenn wir es versuchen, erweist sich unser Wort meist als spaltende, zerstörerische Macht. – Das Fundament alles anderen Guten, das wir tun, muss darin bestehen, dass wir uns auf der Ebene der Seele mit jener Kraft begegnen, die nur Jesus Christus gibt. – Das ist SoulTalk: Das, was in uns wahrhaft lebendig ist, in einen anderen Menschen hineinsprechen und dieses Leben empfangen, wenn es von einem anderen her zu uns kommt. Lawrende Crabb aus "Soultalk" Seite 27

Ja mein lieber Rabbi, danke für den Anstoß in meinem Herzen Dich wirken zu lassen. Deine Vollmacht und Deine Weisheit sollen Sprechen bilden, das die Seele des anderen Menschen erreicht und verwandelt, wie Du es tun konntest. Du bist mein Schatz in mir, meine Liebe und meine Weisheit die ganz natürlich in mir das Wunder des Hineinsprechens schaffen. Ich möchte mich nun lösen vom SelfTalk: SelfTalk ist unsere soziale, religiöse, politische und geschäftliche Sprache, unsere Beziehungssprache. Ihr Ursprung liegt nicht in unserer vom Geist Gottes durchtränkten Mitte. CRASOT 29 So tränke Du meine Mitte, mein Herz durch Deinen Geist, das in ihm das wirklich Gute gebildet und aus mir ganz natürlich heraussprudeln kann. Danke dass dieses Gute ganz von selbst gebildet wird, wenn ich an eine Person denke, an ihr Wesen und ihre Probleme. Jeden Morgen sollten wir eigentlich an die Personen denken mit denen wir zusammenkommen, um Inspiration für das Gespräch mit ihnen zu empfangen. Lehre mich!