Gott als Freund

Foto Fotolia

Lukas 11,5-10

Donnerstag 26.2.2026 – Der Fokus: Lukas 11,1-13 Gebetslehren von Jesus - Lukas 11,5-10 Gott als FreundAnselm Grün GRÜWZL 366

Gott als guten Freund erleben, der uns immer wieder gleich oder nach langem Klopfen die Tür immer wieder die Tür öffnet, um uns das zu geben, um was wir gebeten haben

Die Faszination:

Lukas 11,5-10 Dann sagte er zu seinen Jüngern: "Angenommen, einer von euch geht mitten in der Nacht zu seinem Freund und sagt: 'Bitte leih mir doch drei Fladenbrote! Ein Freund von mir ist unerwartet auf Besuch gekommen und ich habe nichts zu essen im Haus.' Und stellt euch vor, jener würde von innen rufen: 'Lass mich in Ruhe! Die Tür ist schon abgeschlossen und meine Kinder liegen bei mir im Bett. Ich kann jetzt nicht aufstehen und dir etwas geben.' Ich sage euch, er wird es ihm schließlich doch geben - wenn auch nicht gerade aus Freundschaft. Aber schon wegen seiner Unverschämtheit wird er aufstehen und ihm geben, was er braucht. Und ich sage euch: Bittet, und ihr werdet bekommen, was ihr braucht; sucht, und ihr werdet finden, klopft an, und es wird euch geöffnet! Denn wer bittet, empfängt; wer sucht, findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Lukas erhellt durch zwei Gleichnisse, die er auf das Vaterunser folgen lässt. wie und mit welcher inneren Einstellung wir beten sollen. Die Parabel vom bittenden Freund hat ein palästinisches Dorf vor Augen, in dem es keine Läden gibt. Jedes Haus stellt die notwendige Nahrung selbst her. Da hat einer mitten in der Nacht Besuch bekommen und kann ihm nichts anbieten. Das ist ihm peinlich. Denn Gastfreundschaft ist im Orient und in Griechenland das höchste Gut. So geht er zu seinem Freund und pocht an die Tür. Er weiß, welche Schwierigkeiten er dem Freund bereitet. Denn der muss aufstehen und die mit einem Balken gesicherte Tür öffnen. Vom Lärm, den er beim Wegziehen des Balkens macht, werden die Kinder aufwachen. Doch Gastfreundschaft ist heilige Pflicht. So wird er aufstehen und dem bittenden Freund alles geben, was er braucht. Jesus will uns mit diesem Gleichnis sagen, dass Gott unser Freund ist. Und Lukas deutet dieses Gleichnis im Sinn der griechischen Philosophie: Wir Christen sind Gottes Freunde. Beten heißt zu Gott wie zu einem Freund sprechen. Wir dürfen Gott so unverschämt bitter wie einen Freund. Er wird uns nicht abweisen. Denn die Freundschaft zwischen Gott und uns ist noch viel fester als die zwischen Menschen. Anselm Grün „Jesus – Wege zum Leben“ Seite 366

Foto Fotolia

.

Jesaja 65,1

Freitag 7.3.2025 – Die aktuelle StudieJesaja 65,1Gott als FreundFrank C.Laubach LAUIJM 62

Die geöffneten Arme Gottes wahrnehmen, ihn dann umarmen, sich ganz auf ihn einlassen und ihn in unser Leben ganz einbeziehen, um sein Wirken zunehmend zu erleben

Die Orientierung:

In Jesaja 65,1 liest man, wie sehr sich Gott nach dieser ursprünglichen Freundschaft zu den Menschen sehnt: «Ich sagte zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief: Hier bin ich, hier bin ich. Den ganzen Tag streckte ich meine Hände aus nach einem abtrünnigen Volk, das einen Weg ging, der nicht gut war und den sie selbst geplant hatten.» Diese Worte gelten auch heute noch. Gott sehnt sich nach Freundschaft mit dir und mir. Und um so eine Beziehung zu ermöglichen, setzte Gott das Wertvollste, Liebste und Beste ein: seinen einzigen Sohn Jesus. Er ist Gottes lautes Rufen nach einer Freundschaft mit Menschen. Aus Jesus.ch

Eine Errungenschaft der Freundschaft mit Gott ist, dass man ihn immer besser kennenlernt. Wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, kann ein derart starkes Gefühl der Verbundenheit und des Glücks entstehen, dass man womöglich sich selbst in der sich vertiefenden Entdeckung des anderen Menschen verliert. Das Ich und die geliebte Person werden gleichermaßen real. Daraus ergeben sich folglich drei Fragen, die wir stellen könnten: Glaubst du an Gott? Das führt nicht sehr weit, denn auch die Dämonen glauben und zittern deswegen, Zweitens: Bist du mit Gott vertraut? Wir sind mit Menschen vertraut, mit denen wir einige geschäftliche Beziehungen hatten. Drittens: Ist Gott dein Freund? oder anders gefragt: Liebst du Gott? Diese dritte Stufe ist die wirklich lebenswichtige. Wie kann man sie erreichen? Genau auf die gleiche Weise, wie man jede Freundschaft entwickelt: indem man Dinge gemeinsam tut. Die Tiefe und Intensität der Freundschaft wird von der Vielfalt und dem Ausmaß der Dinge abhängen, die wir gemeinsam tun und genießen. Wird die Freundschaft dauerhaft bleiben? Auch dies hängt wiederum von der Dauerhaftigkeit unserer gemeinsamen Interessen ab, sowie davon, ob sich unsere Interessen in immer weitere Kreise ausdehnen, so dass wir nicht stagnieren. Die höchste Freundschaft ist auf Wachstum angewiesen. Sie muss progressiv sein, so wie das Leben selbst progressiv ist. Freunde müssen miteinander gehen; sie können nicht lange auf der Stelle treten, denn das bedeutet den Tod der Freundschaft und des Lebens 

Die Freundschaft mit Gott ist wie die Freundschaft des Kindes mit Vater oder Mutter. Genau wie ein idealer Sohn tagtäglich in eine engere Beziehung zu seinem Vater hineinwächst, so können auch wir in eine engere Liebe zu Gott hineinwachsen, indem wir uns für seine Interessen weiten, seine Gedanken teilen und uns an seinen Unternehmungen beteiligen. 

Als Werkzeug Gottes, das dazu diente, die Liebe zu erschaffen, war weit mehr als alles andere das Kreuz von Bedeutung, an dem der liebevollste Mensch, den die Welt je gekannt hat, mit seiner ganzen Qual hängt und uns weiter liebt. Dieses Kreuz wurde für ein Drittel der Welt zum Symbol der Religion und der Liebe, denn es rührt an die tiefsten Tiefen der menschlichen Liebe. 

Alles bleiben bloße Worte, solange man sich nicht daran macht, Gott dabei zu helfen, Unrecht zu beheben, den Hilflosen zu helfen, andere zu lieben und das alles mit Gott zu besprechen. Dann stellt sich ein starkes Gefühl des ganz offenen, warmen, vertrauten Herzens der Wirklichkeit ein. Gott fließt einfach in dich ein und du weißt, dass er in deinem Herzen da ist. Er ist dein Freund geworden, indem er mit dir zusammenwirkt. 

Frank C.Laubach aus „In jeder Minute bist Du da“ Seite 62f

Foto Fotolia

.

Maleachi 3,16 / Psalm 25,14+15 / Hiob 29,2-4

Freitag 18.12.2020 – Der Fokus: Maleachi 3,16-18 Das Buch Gottes über seine Freunde - Maleachi 3,16 / Psalm 25,14+15 / Hiob 29,2-4Gott als Freund / Das Vorbild Johannes der Jünger - William MacDonald

Die Freundschaft mit Gott in guten Zeiten schätzen und sie suchen und vertiefen in schwierigen Zeiten, dass er unser bester Freund wird und dass sich seine Freunde erkennen können

Der Lebensstil:

Maleachi 3,16 Jahwe hörte aufmerksam zu, als die Menschen, die ihn fürchteten und seinen Namen achteten, so miteinander redeten. Für sie wurde ein Gedenkbuch vor ihm geschrieben. 

Es ist gut möglich, dass man so beschäftigt ist, dass die eigene Seele dabei verdorrt und unfruchtbar wird. Zuviel Aktivität bringt uns dazu, dass wir uns zu sehr um unsere eigene Arbeit und viel zu wenig um unseren Gott kümmern. - Der Stress des modernen Lebens treibt uns dazu an, immer ungeheuer aktiv zu sein, Übermenschliches zu leisten. - Und doch gibt es auch die Menschen, die sich dazu zwingen, aus diesem Wettlauf auszubrechen, die auch einmal Einladungen ablehnen, die weniger wichtige Aktivitäten beiseite legen können, um eine Weile allein mit ihrem Herrn zu verbringen. Sie halten sich entschlossen eine Zeit frei für das Gebet und das Nachdenken über Gottes Wort. Sie haben ein stilles Versteck, wo sie den Lärm der Welt einmal abschalten und mit dem Herrn Jesus ganz allein sein können. - Solche Leute gehen einen inneren Weg in enger Gemeinschaft mit Gott. Den Gottesfürchtigen vertraut Jahwe. Er weiht sie ein in seinen Bund. Meine Augen haben Jahwe immer im Blick, / denn er zieht meine Füße aus dem Netz.  (Psalm 25,14+15). Gott offenbart ihnen Geheimnisse, von denen wir in unserem gehetzten Leben überhaupt nichts wissen. Er kann göttliche Einsichten schenken in Bezug auf Führungen im Leben, auf Ereignisse im geistlichen Bereich und auf die Zukunft. Die Menschen, die im Heiligtum Gottes wohnen, erleben die Nähe Gottes in einer Weise, die diejenigen, welche in den Vororten der Welt leben, sich gar nicht vorstellen können. Gerade dem Jünger (Johannes), der an der Brust des Herrn lag, wurde die Offenbarung von Jesus Christus geschenkt. William MacDonald aus Evangeliums.net

Das ist eine Freundschaftsbeziehung wie sie Hiob vor und wohl besonders nach seiner schweren Zeit hatte: Ach wäre ich doch wie in den früheren Jahren, wie in den Tagen, als Gott mich beschützte, als seine Leuchte über mir schien, als ich in seinem Licht durchs Dunkel ging, wie ich war in der Zeit meiner Reife; als Gottes Freundschaft über meinem Zelt stand, … (Hiob 29,2-4) Holgus