Lukas 3,1+2
Freitag 30.1.2026 – Der Fokus: Lukas 3,1-7 Der Auftritt von Johannes dem Täufer - Lukas 3,1+2 – Johannes der Täufer / Die Propheten – Leonhard Ragaz RAGBDJ 8
Durch das karge Wüstenleben für Gott geöffnet und dort von ihmbeauftragt, tritt der letzte große Prophet Israels am Jordan auf und ruft die Juden zur Umkehr auf
Die Faszination:
Lukas 3,1+2 Es war im 15. Regierungsjahr des Kaisers Tiberius; Pontius Pilatus war Statthalter von Judäa; Herodes Antipas regierte als Fürst in Galiläa, sein Bruder Philippus in Ituräa und Trachonitis und Lysanias in Abilene. Hohe Priester waren Hannas und Kajafas. In dieser Zeit erhielt Johannes, der Sohn des Zacharias, draußen in der Wüste einen Auftrag von Gott.
Mit dem Prophet Johannes dem Täufer nimmt die Geschichte Israels vor ihrem Abschluss ihre prophetische Linie wieder auf und ersteigt damit ihre letzte Höhe, von der aus Israel seinen weiteren Weg sehen kann. Ganz nach der Weise der früheren Propheten, besonders der des Elia, mit dem er ja von jeher mit Vorliebe zusammengestellt worden ist, taucht er aus dem Unerwarteten her, als Überraschung auf. Diesen Zug illustriert auch seine bei Lukas erzählte Geburtsgeschichte. Elisabeth, die unfruchtbar Gewordene, gebiert überraschend einen Sohn, einen Großen, der die Wende Israels bedeutet. Und hinter ihm wartet der Andere noch Größere. Aus der Wüste kommt er, wie einst Moses - ein neuer Anfang. Als eine rauhe Gestalt, im Mantel von Kamelhaaren, tritt er einer ganzen entarteten Religion und Kultur entgegen. Von Heuschrecken und wildem Honig nährt er sich - er lebt aus einem anderen Element als die Kultur- und Religionswelt Israels mit ihrer Üppigkeit und Leere. Mit alledem mag Johannes an die Essener anknüpfen, aber es ist wirklich bloß Anknüpfung und bekommt bei ihm einen anderen Sinn. Er geht auf der zentralen prophetischen Linie Israels nicht weniger als Elia und Jesaja. Er ist an den Kreuzweg der Krise Israels gestellt, welche ihrerseits mit der Krise der Welt in tiefstem Zusammenhang steht. Leonhard Ragaz aus „Jesus“ Seite 8
Ja Vater, in der Wüste und nicht im Trubel Jerusalems hast Du Johannes den Täufer als Prophet berufen. Nur in der Zurückgezogenheit können wir auf Dich hören und kannst Du uns Aufträge erteilen.
Montag 27.2.2023 – Der Fokus: Johannes 5,17-24 Die Beziehung zwischen Jesus und Gott seinem Vater - Johannes 5,19 – Völlige Übergabe / Die Freiheit - ENGMAK 59
Wie ein Bergsteiger die Herausforderungen meistern, indem ich mich Gott völlig hingebe und auf ihn vollständig vertrauen lerne, um seine Verherrlichung zu erleben
Der Lebensstil:
Die 100%ige Hingabe und die Abhängigkeit vom Vater heben Jesus aus der sozialen Hängematte heraus – er ist nicht angewiesen auf seine Mitmenschen. Weil er vom Vater empfängt was er braucht, kann er die Menschen freigeben und bleibt ihnen gegenüber auch frei. Die einzige Freiheit, die wir als Menschen gewinnen können, ist Freiheit durch die Abhängigkeit von Gott. Diese 100%ige Abhängigkeit vom Vater soll unser Ziel sein; aber erreichen werden werden wir es – im Gegensatz zu Jesus – auf dieser Erde wohl nicht. Wenn wir uns danach ausstrecken, wird der Vater und tiefer in die Abhängigkeit von ihm hineinführen. – Wer solch Gott ganz hingibt, bekommt von ihm die wieder geschenkt, die der Mensch vor dem Sündenfall besaß: Die Freiheit zu wählen und zu lieben. Nun kann er sich aus Liebe Gott mit seinem Willen, seinem Verstand und allen seinen Kräften freiwillig unterordnen, wie es Jesus getan hat. Johannes 5,19 Der Sohn kann nichts von sich aus tun; er tut nur, was er den Vater tun sieht. Was der Vater tut, das genau tut auch der Sohn.
Ja mein Gott diese Freiheit will ich, die aus der zunehmenden Abhängigkeit von Dir lebt. Wieder neu mache ich mich bei Dir fest und löse mich von meiner sozialen Hängematte, die mich abhängig von Menschen macht. Danke für die Freiheiten, die ich in Dir schon erlebe. Lass mich aber auch erkennen, welche Freiheiten ich mir einfach nur herausnehme, sondern welche ich aus Dir heraus bewusst lebe.