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Lukas 23,33

Samstag 8.12.2012 - Lukas 23,32-43 Die Kreuzigung von JesusLukas 23,33 – Gott und das Kreuz / Die Erlösung - Martin Schleske SCHDKL 164 

Durch das Leiden Gottes an Jesus am Kreuz, davon erlöst sein Gott als Mensch sein zu müssen

Die Faszination: 

Lukas 23,33 Als sie an den Ort kamen, den man Schädelstätte nennt, kreuzigten sie daselbst ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den andern zur Linken. 

Jesus leidet an der Selbstpreisgabe Gottes, an einem Gott also, der zeigt, dass er fähig ist, sich nicht alles zu sein; und er leidet zugleich am Menschen, der „sich selbst“ alles ist und nun zeigt, wie sehr er fähig ist Gott zu sein! Am Kreuz offenbart sich dieses entsetzliche Außerhalb Gottes – und zugleich das Innerste der Welt. Es zeigt sich der Grund dafür, dass es mich gibt (die Selbstpreisgabe Gottes), und es zeigt zugleich das Äußerste, zu dem ich fähig bin. Darum offenbaren sich am Kreuz der Grund und zugleich der Abgrund unserer Welt. 

Ich muss das Entsetzliche des Kreuzes also als etwas Notwendiges begreifen, weder als ein aktives göttliches Wollen noch als ein passives göttliches Zulassen. Es ist vielmehr notwendige Folge. Es ist das Leiden Gottes – jenes Gottesleiden, das schlicht notwendig ist, damit eine Welt Welt sein kann und nicht Gott sein muss. Martin Schleske SCHDKL164

Ja abba Vater, das ist Dein Schauspiel, durch das Du Dich der Welt zeigst wie Du bist. Lass uns Deine Liebe erkennen, die alle Erkenntnis über Dich übersteigt. Wenn wir dieses Geschehen vorgeführt vom Heiligen Geist anschauen, werden wir gereinigt von unseren falschen Bildern von Dir und dazu verwandelt wie Jesus Deine Liebe zum Ausdruck zu bringen. Es ist nur die Frage wie lange wir es in den Theaterstühlen beim wichtigsten Stück Deines Programms aushalten und Dein Wirken an uns zulassen können.

Zwei Gebete willst Du uns lehren. Wenn wir am Leben und an den Menschen, ja auch an uns verzweifeln, wenn wieder eine neue Hoffnung stirbt, können wir beten: Vater in Deine Hände befehle ich meinen Geist. Und wenn wir mit Menschen konfrontiert sind, die bewusstlos für dein Handeln sind und anderen oder uns weh tun, können wir voll Erbarmen beten: Vater vergib ihnen den sie wissen nicht was sie tun!