Die Nähe Gottes

28.8.2018

Montag 16.12.2013 - Fokus: Apostelgeschichte 17,16-34 - Apostelgeschichte 17,26-29 - Kursstudie: Der erste Christ von Alois Prinz:  PRIDEC 141 - Die Nähe Gottes

Gott ist uns näher, als es Menschen uns sein können und kann nur in der Liebe richtig wahrgenommen werden.

Die Orientierung: Apg 17,26-29 Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, daß es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im voraus die Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt, daß sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl spüren und finden möchten, da er ja nicht ferne ist von einem jeglichen unter uns; denn in ihm leben, weben und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: «Wir sind auch seines Geschlechts.» Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung gleich.

Der Gott des Paulus handelt ganz anders als der Gott der Philosophen. Er existiert nicht in majestätischer Zurückgezogenheit, nur für sich, sondern er ist ganz und gar für andere da. Er ist ganz Beziehung. – Für Paulus ist Gott keine abstrakte Größe, keine ominöse Macht, sondern er ist ein Liebender, der wirbt, sucht, sich freut und trauert. – Um Gott zu sehen, bedarf es einer besonderen Art der Wahrnehmung, die Paulus meint, wenn er davon spricht, dass ein Mensch vom Geist Gottes erfüllt ist. Letztlich kann ein liebender Gott  nur wieder durch eine liebende Erkenntnis erfasst werden. Damit soll aber nicht ein Gegensatz von Vernunft und Gefühl, Denken und Glauben behauptet werden. Vielmehr ist damit ausgesagt, dass wirkliches Erkennen immer Liebe voraussetzt oder, wie es der Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal es ausdrückte: „Liebe und Vernunft sind ein einzig Ding.“ Alois Prinz PRIDEC 141