Matthäus 5,2-16 - Lukas 6,20-26 - Die Seligpreisungen und Jüngeridentität der Bergpredigt - Sommer 28 nach Christus

Die Jahre kommen und gehen, aber würzen müssen wir jeden Tag selber. Martin Liechti

Matthäus 5,2-12 Die Seligpreisungen der Bergpredigt

Matthäus 5,3 Selig sind die Armen - Holgus

Matthäus 5,3 Selig sind die Armen - HÖHLAL 24

Matthäus 5,4 - ROHZSH 40 - ROHPUP 136 - Die Trauer/Das Leid

Matthäus 5,4 / Jesaja 53,4+5Selig sind die Leid tragen - LUBAES 30

Foto Holgus

.

Matthäus 5,3

Dienstag 18.2.2020 – Die Chronik: Der provozierende KönigDer Fokus: Matthäus 5,2-12 Die Seligpreisungen der Bergpredigt - Matthäus 5,3Selig sind die Armen - Holgus

Arm werden an Sicherheitsdenken, Zweckdenken und Erfolgsdenken, um durchlässig und aufnahmefähig zu werden für den Reichtum Gottes

Die Faszination:

Matthäus 5,3 Wie glücklich sind die, die ihre Armut vor Gott erkennen! / Ihnen gehört das Reich, das der Himmel regiert.

Nur wenn ich arm bin, wenn meine Hände leer sind, kann ich annehmen und weitergeben, geistliches, materielles und seelisches. Also ein Leben von der Hand in den Mund! Dadurch soll ich reich werden, dass ich viel empfange und weitergebe? Nichts für mich soll ich behalten, nichts auf Vorrat anlegen und mich absichern. Was besitze ich, ist also nun die Frage, die mich für den eigentlichen Reichtum aufschließen will. Was habe ich noch nicht gegeben? Gott sei Dank lässt er mir ja einiges, aber nur wenn ich es habe als hätte ich es nicht. Spürst Du die bittere Armut nichts zu haben, den Rohstoff aus dem Gott etwas Kleines oder Großes zu seiner Verherrlichung machen will. Ja Armut ich begrüße Dich, Du bist mehr wert als aller Reichtum, der vor Menschen gilt. Ich halte es aus, mit Dir zusammen zu sein, den Ekel zu ertragen, der Dich umgibt. Ja ich will beginnen Dich zu lieben, wenn ich nichts habe auch nichts weitergeben und wenn ich etwas habe es auch weitergeben können. Leer sein wie ein leerer Sack und wie ein stromloses Kabel, gefüllt und angeschlossen wie Gott es in seiner Weisheit fügt, um sich wieder zu entleeren und allen Strom abzugeben. Ja dieses Leben will ich Vater, ununterbrochen arm und gleichzeitig reich. Ich preise Dich Armut, ich kann nichts mehr verlieren, weil ich dadurch reich bin vor Gott. Holgus in einem Brief 29.6.2005

Matthäus 5,3

Montag 13.6.2016 – Die Chronik: Der provozierende KönigDer Fokus: Matthäus 5,2-12 Die Seligpreisungen der Bergpredigt - Matthäus 5,3Selig sind die Armen - HÖHLAL 24

Unseren Geist wie unsere Hände leeren, um vom Nehmen und Festhalten, auf das segensreiche Empfangen und Geben umschalten zu können. Foto Fotolia

Der Königsweg: Mt 5,3 Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Himmelreich! - Arm sein heißt, mir bewusst machen, dass mir nichts gehört, sondern alles anvertraut ist. Arm sein heißt, durchlässig sein für den Herrn, freigebig und großzügig mit anderen zu teilen, was ich habe. Es heißt anderen zu gönnen, was sie bekommen haben, und selbst an nichts festzuhalten als an Jesus selbst. Arm sein heißt, es ganz anzunehmen und darin zu ruhen, dass ich das Wesentliche im Leben mir nicht nehmen, sondern nur vom Himmel empfangen kann (vgl. Johannes 3,27). Arm sein bedeutet zu wissen, dass es nichts gibt, was mir nicht von Gott geschenkt ist (vgl. 1.Korinther 3,23;4,7). – So gesehen bekommt Armut plötzlich einen neuen Klang, verströmt einen frischen „Duft“. Ich erkenne: Es ist in Ordnung vor dem Herrn arm zu sein. Es ist keine Schande und kein Grund, sich zu schämen. Es ist die Einladung, nicht mehr „etwas bringen“ und Gottes Erwartungen genügen zu müssen; stattdessen darf ich alles empfangen. So betrachtet bekommt Armut etwas Anziehendes. Meine Armut macht mich frei für Gott und sein Handeln. – Und langsam dämmert es mir: Wer den weg der Liebe gehen will, wird das nur über die Armut tun können, denn nur Arme sind frei zu lieben und Liebe zu empfangen! Peter Höhn HÖHLAL 24

Matthäus 5,4

Dienstag 10.2.2015 – Matthäus 5,4 - ROHZSH 40 - ROHPUP 136 - Die Trauer/Das Leid -

Mit leerem Geist und erfülltem Herz Leiden transformieren und nicht auf andere projizieren, um Lektion um Lektion zu lernen und dabei zunehmend selig zu werden. Foto Fotolia

Die Herausforderung: Mt 5,4 Selig sind die Trauernden, selig sind die Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden! – Schritt 2 des 12-Schritteprogramms  ist klug genug, Gebet und Meditation als notwendig für den Heilungsprozess zu benennen. –Man könnte sagen, dass echte Spiritualität immer damit zu tun hat, den Geist zu leeren und das Herz zu füllen – beides zu gleicher Zeit. Richard Rohr ROHZSH40 – Nichtduale Menschen nutzen ihr Wissen zur Transformation von Menschen und Strukturen dagegen vor allem dazu, sich selbst zu verändern und die Wirklichkeit mit neuen Augen und Herzen zu sehen. Sie halten die Konflikte des Lebens aus und durchleiden sie, anstatt sie an andere weiterzureichen oder auf andere zu projizieren. Sie schütteln den Lebensschmerz nicht ab, bevor sie seine notwendigen Lektionen gelernt haben. Richard Rohr ROHPUP136 

Foto Fotolia

.

Matthäus 5,4 / Jesaja 53,4+5

Donnerstag 4.2.2021 – Der Fokus: Matthäus 5,2-12 Die Seligpreisungen der Bergpredigt - Matthäus 5,4 / Jesaja 53,4+5Selig sind die Leid tragen - LUBAES 30

Das Leiden im Leben nicht verdrängen oder wegschütten, sondern fast genussvoll trinken, weil es uns Gott einschenkt, nicht um uns zu bedrücken, sondern um uns dadurch zu verwandeln

Der Lebensstil:

Matthäus 5,4 Selig sind die Trauernden, selig sind die Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden! – Jesaja 53,4+5 Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.…

Und reichst du uns den schweren Kelch, den bitter'n. Des Leids gefüllt, bis an den höchsten Rand. So nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern. Aus deiner guten und geliebten Hand. Aus dem Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ von Dietrich Bonhöfer

Wenn Du leidest und Deine Leiden so groß ist, dass es Dich an jeder Tätigkeit hindert, dann denke an die Messe. In der Messe, damals wie heute, arbeitet und predigt Jesus nicht: Er opfert sich aus Liebe. - Im Leben kann man vieles tun und vieles sagen, doch die Stimme des Schmerzes, stumm vielleicht und von keinem beachtet, aber aus Liebe geschenkt, ist das eindringlichste Wort: Es erschüttert den Himmel! - Wenn du leidest, versenke Deinen Schmerz in seinen: Feiere deine Messe! Wenn die Welt das nicht versteht, soll es Dich nicht verwirren. Gib Dein Blut zum Segen für die Menschheit – wie Jesus. Die Messe: zu groß, um verstanden zu werden! Seine Messe, unsere Messe. Chiara Lubich aus „Alle sollen eins sein“ Seite 30