Montag 6.7.2020 – Der Fokus: Prediger 3,9-15 Das Rätsel des ZeitgeschehensPrediger 3,11Gott der Zeitgestalter - Wilhelm Busch – Das Lied: Meine Zeit steht in Deinen Händen

Gott ist der Macher des Lebens, er entscheidet was er aus wem und mit wem, zu welchem Sinn machen will, wenn er/sie sich ihm voll zu seiner Verherrlichung zur Verfügung stellt

Die Faszination:

Sprüche 3,11 Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit; auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt, ohne dass der Mensch das Werk, welches Gott gewirkt hat, von Anfang bis zu Ende zu erfassen vermag.

Gott denkt aber gar nicht daran, sich von uns vorschreiben zu lassen, wann Er handeln soll: „Er tut alles fein zu seiner Zeit." Und wer Gottes Macht erfahren will, der muss es lernen, seine Uhr wegzulegen und sich nach Gottes Uhr zu richten. Gottes Uhr geht meist langsamer als unsere Uhr. Manchmal auch schneller. Aber jedenfalls meist anders als unsere Uhr. Er hat Seine Zeit. Und Er tut alles nach Seiner Zeit. Wilhelm Busch aus Evangeliums.net

Montag 22.6.2020 – 2.SONNTAG NACH TRINITATIS – Der Predigtext: Matthäus 11,25-30 - Matthäus 11,25 / Jesaja 29,14Die Unmündigkeit - Hermann Bezzel / Wilhelm Busch

Im Bewusstsein des Kindes leben, das die Komplexität des Lebens verstehen will, aber sie nicht zu beherrschen glaubt, um Offenbarungen Gottes zunehmend erfahren zu können

Die Orientierung:

Matthäus 11,25 Damals rief Jesus aus: "Vater, du Herr über Himmel und Erde, ich preise dich, dass du das alles den Klugen und Gelehrten verborgen, aber den Unmündigen offenbar gemacht hast. Jesaja 29,14 Deshalb will ich auch in Zukunft seltsam handeln an diesem Volk, wunderlich und wundersam, dass die Weisheit seiner Weisen vergeht und der Verstand ihrer Verständigen verfliegt.

Wo ein armer Mensch nach Trost verlangt und eine Seele aus ihrer Angst nach Hilfe begehrt, wo die Worte sich nicht mehr einstellen wollen und alle Begriffe weichen und zerrinnen, da tritt die Bibeloffenbarung ein und zeigt die ewigen Friedensgedanken als von ihm bereitete und vor ihm bereitete. So lässt er sich nieder zu denen, die ihn nicht verstehen, und redet mit ihnen, dass sie verstehen mögen. Aller „Trost“ anderer Religionstraditionen trägt nicht Mitleid mit den Armen; „aus der Höhe“ sind seine Kenner und Forscher, „die Vornehmen im Geiste“ sind seine Freunde, aber das arme, geknechtete, heimatfremde und trostbedürftige Volk geht leer aus. Hier ist das Wort, das mit den Müden zu rechter Zeit zu reden weiß, hier ist das Wort, das zu Herzen spricht, weil es selber ein Herz voll Leid und Not getragen hat. Hermann Bezzel aus Evangeliums.net

Achtet darauf, was Jesus hier als Gegensatz gegen „die Weisen und Klugen" herausstellt. Nicht „den Dummen" wird es offenbart, sondern „den Unmündigen". „Unmündig" sind seltsamerweise die ganz kleinen Kinder und ganz alte Menschen. „Unmündige" das sind Menschen, die in keiner Weise allein fertig werden können. Unmündige, das sind die völlig Hilflosen. Wilhelm Busch aus Evangeliusm.net

Donnerstag 4.6.2020 – Der Fokus: 1.Könige 8,22-53 Das Gebet Salomos zur Einweihung des Tempels1.Könige 8,27 / Johannes 14,23Der Christ als Tempel / Gott als SchöpferWilhelm Busch

Unser Leben von Gott zu einem Tempel machen lassen, indem wir auf ihn hören, dass er sich wohl fühlen und sich in unseren Umfeldern durch uns verwirklichen kann

Die Faszination:

1.Könige 8,27 Aber will Gott wirklich bei den Menschen auf der Erde wohnen? Selbst der Himmel und das ganze Universum können dich nicht fassen, geschweige denn dieses Haus, das ich gebaut habe!

Da war in uralter Zeit der junger König Salomo. Der hat mit ganzer Liebe und großem Eifer ein „Gotteshaus" gebaut. Aber bei der Einweihung dieses wundervollen Tempels sprach er es klar aus: Dieser Tempel kann niemals Gottes Wohnung sein. Er ist nur Opfer- und Gebetsstätte. Denn „der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen, wie sollte es denn dies Haus tun, das ich gebaut habe!" Salomo hatte Recht. Unser Gott ist so unendlich groß, herrlich und gewaltig, dass die ganze Schöpfung Ihn nicht fassen und beherbergen kann. Und doch – und das ist wunderbar! – diesem großen Gott hat es gefallen, sich eine Wohnung zu suchen im kleinsten Raum, der nur denkbar ist: im Herzen von Menschen. - Der Sohn Gottes, Jesus, hat gesagt: „Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen." Johannes 14,23 Das ist ein wunderbares und anbetungswürdiges Ding, dass unser Herz sein soll, was der schönste Tempel nicht sein konnte: Gottes Wohnung. Wilhelm Busch aus Evangeliums.net

Ja mein Gott, danke dass Du in mein Leben eingetreten bist, Dich einrichtest und in mir hoffentlich mehr recht als schlecht wohnen kannst. Dir soll es in mir gut gehen und das durch mich tun können, was Du willst und Dich verherrlichen können. Dann geht es auch mir gut und auch Menschen um mich herum. Du sollst mich mit Deinem Geist erfüllen können, wie den Tempel damals. Das geht anscheinend ganz einfach: Wir lieben ihn, indem wir sein Wort zunehmend an uns und durch wirken lassen!

Montag 27.1.2020 – Die Chronik: Der wahre König tritt aufDer Fokus: Johannes 2,1-11 Die Hochzeit zu Kana - Johannes 2,3+4 / Prediger 3,1+11Auf die Zeitplanung Gottes eingehen - Wilhelm Busch

Gottes Stunden abwarten und erwarten, durch die er unsere Berufung weiter freisetzen und durch uns voll wirken kann

Die Faszination:

Johannes 2,3+4 Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen! –  Prediger 3,1+11 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde - Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Gott denkt gar nicht daran, sich von uns vorschreiben zu lassen, wann Er handeln soll: „Er tut alles fein zu seiner Zeit." Und wer Gottes Macht erfahren will, der muss es lernen, seine Uhr wegzulegen und sich nach Gottes Uhr zu richten. Gottes Uhr geht meist langsamer als unsere Uhr. Manchmal auch schneller. Aber jedenfalls meist anders als unsere Uhr. Er hat Seine Zeit. Und Er tut alles nach Seiner Zeit. - Und zwar tut Er alles „fein" zu Seiner Zeit. Ach, was gäbe das für Unheil, wenn Gott sich nach unserer Ungeduld richten würde! Weil Er das nicht tut, darum geschieht alles „fein", was durch Ihn geschieht. Ein Beispiel: Wenn es nach den Jüngern Jesu gegangen wäre, hätte Gott schon im Garten Gethsemane eingreifen müssen. Aber das war nicht Seine Stunde. „Das ist eure Stunde", sagt Jesus zu Seinen Häschern. - Seine Stunde kam erst am Ostermorgen. Und dadurch wurden wir erlöst und erkauft, „von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels". Ja, wahrlich, Er hat es „fein" gemacht zu Seiner Zeit. Das darf uns trösten und gewiss machen in dunklen Nächten, wo wir nichts von Seiner Macht fühlen: „Er tut alles fein zu seiner Zeit." Wilhelm Busch aus Evangeliums.net

Freitag 25.10.2019 – Die Chronik: Die ersten Jünger und ihr Wirken von Jerusalem ausgehendDer Fokus: Apostelgeschichte 12,1-5 Jakobus wird hingerichtet, Petrus gefangengenommenApostelgeschichte 12,5Das Gebetsleben der GemeindeWilhelm Busch

Die eingesperrte Herrschaft Gottes als Gemeinde ohne Unterbrechung freibeten, für tatsächlich Gefangene Jünger, aber auch um ihre Wirkung überall in der Welt freizusetzen

Der Lebensstil:

Apostelgeschichte 12,5 Während Petrus streng bewacht im Gefängnis saß, betete die Gemeinde inständig für ihn zu Gott.

„Ohne Aufhören" betete die Gemeinde. Man musste sehr viel Geduld mitbringen und immer mehr Geduld lernen. Man musste abwarten lernen, wann es dem Herrn wohlgefiel, einzugreifen. Denn unser Herr hat Seine Stunde. Und es hieß auch hier wie bei der Hochzeit zu Kana: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen." - In solcher Lage kann die Gemeinde eben nur „ohne Aufhören" im Gebet bleiben. Da muss man es üben, alles stürmische eigene Wünschen, alle zappelnde Ungeduld, alles Zerren der Nerven in den Tod zu geben und zu lernen: „Es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des Herrn hoffen." Wer kann denn so beten? - Nur die „Gemeinde"! Es wird ja hier und da in der Welt auch gebetet. Aber das ist, als wenn bei einem Zugunfall einer an der Notbremse reißt. Da tritt der Mensch herrisch vor Gott und verlangt die Erfüllung seines Willens. Hier aber betet die „Gemeinde", Menschen, die durch Jesus begnadigt sind, die durch Jesus versöhnt sind; Menschen, die Frieden mit Gott haben; Menschen, die im Namen „Jesus" vor den Vater treten; Menschen, denen der Geist Zeugnis gibt, dass sie Kinder Gottes sind. - Solche Menschen können geduldig und „ohne Aufhören" beten; denn sie kennen den Vater, und ihr Rufen aus tiefster Not hat schon immer den Jubel in sich: „Vater, ich danke dir, dass du mich hörst." Amen. Wilhelm Busch aus Evangeliums.net

Mittwoch 5.6.2019 – Die Chronik: Die Gründungszeit des ersten Staates IsraelDer Fokus: Sauls Sieg über die Ammoniter 1.Samuel 11,1-151.Samuel 11,4-7 / Jesaja 35,3Wilhelm BuschDie Führung durch den Heiligen Geist

Nicht nur in schwierigen Situationen mit dem Eingreifen des Geistes Gottes rechnen und Mut für die Bewältigung der Herausforderungen  bekommen

Die Faszination:

1.Samuel 11,4-7 Die Boten kamen auch nach Gibea, dem Heimatort Sauls. Als sie dem Volk die Lage schilderten, brachen alle in Tränen aus. Saul kam gerade mit seinen Rindern vom Feld und fragte: "Was ist mit den Leuten los? Warum weinen sie alle?" Sie berichteten ihm, was die Männer von Jabesch gesagt hatten. Als Saul das hörte, kam der Geist Gottes über ihn, und er wurde sehr zornig. Er schlachtete zwei seiner Rinder und zerstückelte sie. Dann schickte er Boten mit den Stücken in alle Gegenden Israels. Sie sollten sagen: "Wer nicht mit Saul und Samuel in den Kampf zieht, dessen Rindern wird es ebenso ergehen!" Da fiel der Schrecken Jahwes auf das ganze Volk, und es meldete sich geschlossen zum Kampf. 

Schon diese Frage des Saul war eine Anklage. Aus dieser Frage klingt heraus die Beschämung: „Wie kann Gottes Volk so verzagt sein?! Haben wir nicht den zum Vater, der die Seinen wie auf Adlerflügeln trägt?! Ihr tut ja, als sei Gott gestorben!" - Da stürzen sie auf ihn zu und erzählen ihm das Furchtbare: „Der Feind ist eingefallen in Gottes Land! Nirgendwo ist Hilfe!" - So, nun wird Saul ihr Weinen verstehen und auch verzagen! Aber nein! Im Gegenteil! Die Bibel erzählt: „Da geriet der Geist des Herrn über Saul." Er tut, was zu tun ist. Und all sein Tun ist erfüllt von Glaubenszuversicht, dass das Volk getröstet wird, den Kampf wagt und auch gewinnt. - Es wird immer so sein, dass Gottes Volk in Not gerät. Das Volk Gottes im Neuen Bund hat geradezu den Auftrag, dem Herrn das Kreuz nachzutragen. Und da wird es auch zu allen Zeiten so sein, dass Gottes Volk darüber sehr verzagt und mutlos wird. Dass doch der Herr in solchen Zeiten Seiner Gemeinde immer den Saul schenke, den Einen, der „sein Licht brennend" erhält und seine „Lenden gegürtet" hat! Es braucht das nicht immer der Stärkste oder Klügste zu sein. Ein Knabe kann es sein wie David bei Goliath. Oder eine Frau wie Debora. - Auf die innere Stellung kommt's an: auf die klare Bekehrung, auf den völligen Gehorsam und den rechten Glauben. Dann kann man tun, was die Schrift befiehlt: „Stärket die müden Hände und erquickt die strauchelnden Knie." Amen. Wilhelm Busch aus Evangeliums.net

1.SONNTAG NACH WEIHNACHTEN 30.12.2018 – Pretigttext: Matthäus 2,13-23 – Matthäus 2,13 / Psalm 2,3Wilhelm Busch - Das Ego sterben lassen

Herodes als Prototyp des modernen Menschen begreifen, der alles subtil kontrollieren will und dem jedes Mittel dazu recht ist.

Die Auseinandersetzung:

Mt 2,13 Als sie aber entwichen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter und fliehe nach Ägypten und bleibe dort, bis ich es dir sage; denn Herodes will das Kindlein aufsuchen, um es umzubringen.

Der Krieg zwischen dem Menschen, der sich selbst behaupten will, und dem Christus Gottes tobt weiter. Herodes ist längst gestorben. Die Front geht seither weiter um den ganzen Erdball. Immer wieder erhebt sich der Mensch, der sich selbst behaupten will, gegen Gott und Seinen Christus und erklärt - wie es in Psalm 2,2 steht -  „Lasst uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!" - Die Front geht um den ganzen Erdball. Und sie geht mitten durch unser eigenes Herz. Ja, der Herodes ist in uns! Immer wieder fängt er an, großspurig zu reden von „meinen Interessen", von „meinen Rechten" und von „meiner Freiheit". Er hat mancherlei Namen bekommen, dieser „Herodes in uns". Man nennt ihn „den alten Menschen", das „eigene Ich". Wir kennen ihn alle, diesen Herodes in uns. Die Frage ist, wie wir mit ihm verfahren. Wenn wir ihn machen lassen, dann geschieht das Schrecklichste: Das Kind geht weg — weg von uns, die wir berufen waren zum Reiche Gottes. Es geht weg zu den Ägyptern oder andern Heiden, die nichts von Ihm wussten und die Ihn gern aufnehmen. Herodes in uns muss sterben, damit Jesus in uns leben kann. Wilhelm Busch aus Evangeliums.net

Donnerstag 6.4.2017 – Die Chronik: Die Gründer des ersten Staates Israel - Der Fokus: Jahwe mustert die Krieger Gideons aus Richter 7,1-8 - Richter 7,2 / Sacharja 4,6 - Wilhelm Busch - Die Gemeinde als Reich Gottes

Uns nicht auf unsere Potentiale verlassen, sondern Gottes zur Wirkung kommen lassen, dann kann er sich durchsetzen und in unserem Lebensbereich zunehmend Einfluß gewinnen

Die Orientierung:

Richter 7,2 Aber Jahwe sagte zu Gideon: "Dein Heer ist zu groß! So kann ich euch den Sieg über die Midianiter nicht geben. Die Israeliten sollen sich nicht vor mir rühmen können und sagen: 'Wir haben uns aus eigener Kraft befreit!'

Ein seltsamerer Befehl ist nie gegeben worden in einem Krieg! „Des Volkes ist zu viel!" Das können wir uns wohl denken, dass ein Feldherr sorgenvoll seine Scharen zählt und mit den Zahlen des Gegners vergleicht. Das leuchtet uns wohl ein, dass die letzten Reserven aufgeboten werden, um die Lücken zu füllen. Aber: „Des Volkes ist zu viel!" Und Gideon muss auf des Herrn Befehl ausrufen lassen: „Wer verzagt ist, der kehre um!" Und er muss es erleben, dass 22000 Mann abziehen. - Hier wird ganz deutlich, dass es bei den Kämpfen des Reiches Gottes gar nicht ankommt auf Zahlen, auf Macht. Es kommt ganz allein nur auf den Herrn selbst an. „Es soll nicht durch Heer oder Kraft geschehen, sondern durch meinen Geist", spricht der Herr Zebaoth (Sacharja 4, 6). Es ist ganz belanglos, ob Gideon 30000 oder 3000 oder nur 3 Mann hat. Darauf allein kommt es an, ob bei den Dreien der lebendige Herr ist. Ein Mann Gottes hat einmal das feine, stolze Wort gesagt: „Ein Mensch mit dem Herrn ist immer in der Majorität." Wilhelm Busch aus Evangeliums.net