Der Wille Gottes

1.Thessalonicher 5,16-18 Freut euch allezeit! Betet immerzu! Sagt Gott in allem Dank! Das ist es, was Gott will, und was er euch durch Christus Jesus möglich macht.

1.Petrus 2,5 Denn Gott will, dass ihr durch gute Taten das dumme Gerede unwissender Menschen zum Schweigen bringt. 

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2.Mose 3,14+15

Montag 3.2.2025 – Die aktuelle Studie - 2.Mose 3,14+15Der Name Gottes - Dr. Dietrich Knapp

Gott als einen annehmen, der treu mit seinem Volk Israel umgeht, der sich dann in seinem Sohn auf völlig neue Weise gezeigt hat und der sich durch die Zeitalter als Gott – sicher sehr geheimnisvoll – erweisen wird 

Die Orientierung:

2.Mose 3,13+14 Mose sagte zu Gott: "Wenn ich nun zu den Israeliten komme und ihnen sage: 'Der Gott eurer Vorfahren hat mich zu euch geschickt', und sie mich dann fragen: 'Wie heißt er denn?', was soll ich ihnen sagen?" Da sagte Gott zu Mose: "Ich bin der, der ist und immer sein wird. Sag den Israeliten: Der 'Ich-bin' hat mich zu euch geschickt." 

Es gibt viele geheimnisvolle und rätselhaft erscheinende Aussagen über Gott in den Schriften des Alten und Neuen Testaments. Aussagen, in denen die Verfasser dieser Texte versuchen, Wesentliches über ihn, den Unbegreiflichen und ganz Anderen, in Worte zu fassen. Eine davon steht im 2. Buch Mose (Exodus) im 3. Kapitel. Als Mose Gott nach seinem Namen fragt, erhält er die Antwort: Ähjäh aschär ähjäh. Dieser Satz, der wirklich geheimnisvoll klingt, ist am ehesten so zu übersetzen: „Ich werde sein, der ich sein werde.“ Aber wie ist das zu verstehen? Darüber haben sich Auslegerinnen und Ausleger seit dem Altertum unendlich viele Gedanken gemacht. Sie wollten dem Wesen Gottes auf die Spur kommen.

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Nicht uninteressant ist es, einen Blick in die alten Übersetzungen zu werfen. Die griechische Übersetzung der Hebräischen Bibel etwa, die sogenannte Septuaginta, hat im dritten vorchristlichen Jahrhundert den Satz mit „Ich bin der Seiende“ wiedergegeben. Das klingt für griechische Ohren durchaus verständlich: Gott als der Seiende. Dennoch entfernt sich diese Übersetzung weit vom hebräischen Original. Philosophische Gedanken und Spekulationen lagen den Schreibern des alten Israel fern. Über das Sein in einem abstrakten und grundsätzlichen Sinne haben sie ganz sicher niemals nachgedacht.

Also muss man nach einer anderen Interpretation dieser geheimnisvollen Aussage suchen. Es lohnt sich, im Einzelnen einmal nachzulesen, wie moderne Bibelwissenschaftler/innen diesen Satz ausgelegt haben. Einer der produktivsten und kundigsten Exegeten, Otto Kaiser, hat zunächst darauf aufmerksam gemacht, dass hier eine besondere rhetorische Figur vorliegt, die Gleiches durch Gleiches ausdrückt (eine sogenannte formula idem per idem). Es geht bei der Aussage nicht grundsätzlich um das Sein, sondern um „ein qualifiziertes Sein“. Für Kaiser verweist der Satz „auf die Beständigkeit und Treue Jahwes als des Gottes Israels. Wir könnten es daher auch mit Ich bin zu allen Zeiten derselbe umschreiben. Als solcher ist er der Gott, der so, wie er mit den Vätern war, jetzt und in alle Zukunft mit seinem Volk sein wird“. In der Antwort auf die Frage des Mose wird ein „Hinweis auf das Wesen Jahwes als des mit den Seinen ziehenden und für die Seinen gegenwärtigen Gottes“ gegeben (Otto Kaiser: Der Gott des Alten Testaments. Wesen und Wirken, Theologie des Alten Testaments Teil 2, Göttingen 1998, S. 99f.).

Aber es gibt (mindestens) auch noch eine andere Interpretation.

Zwei neuere Ausleger, Helmut Utzschneider und Wolfgang Oswald, setzen einen anderen Akzent. Ihrer Auffassung nach ist der Satz Ähjäh aschär ähjäh wörtlich erst einmal so zu übersetzen: „Ich werde sein, wer immer ich sein werde.“ Gemeint ist damit: „Ich werde (einer) sein, dessen zukünftiges Sein nicht festlegbar ist.“ Für diese beiden Exegeten „ist die Antwort Gottes eher verhüllend als erhellend und passt zunächst gut in die geheimnisvolle Atmosphäre, in der die Erzählungen am Gottesberg gehalten sind. Bei näherer Betrachtung aber gibt Gott damit einen im wörtlichsten Sinne ‚theologischen‘ Hinweis:

Wer er ist, wird sich erst in Zukunft erweisen“ (Helmut Utzschneider / Wolfgang Oswald: Exodus 1-15, Internationaler Exegetischer Kommentar zu Alten Testament, Stuttgart 2013, S. 128f.). Zwei unterschiedliche Interpretationen:

Die eine betont, dass Gott der mitgehende ist, in allen Phasen der zukünftigen Geschichte. Die andere möchte das Geheimnisvolle und die unbedingte Freiheit Gottes festhalten.

Beide Auslegungen sind möglich und sinnvoll.

Dr. Dietrich Knapp in seiner Auslegung „Ich werde sein, der ich sein werde“


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Jesaja 46,9-10 / Psalm 1,1-3

Montag 18.9.2023 – Die aktuelle Studien Jesaja 46,9-10 / Psalm 1,1-3 – Der Wille Gottes / Der Christ als Baum - LAUIJM 11

Sich dem Willen Gottes hingeben, ihm vertrauen und ihn agieren lassen, um zunehmend erfüllt zu werden und fruchtbar unser Leben führen zu können, das nur eines zum Ziel hat, dass sich Gott durch uns verherrlichen kann

Der Lebensstil:

Jesaja 46,9-10 „Ich bin Gott, und sonst keiner, ein Gott, dem nichts gleicht, der ich zuvor verkündige, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist, und der ich sage: Was ich beschlossen habe, geschieht, und alles, was ich mir vorgenommen habe, das tue ich.“ 

Was mich angeht, habe ich noch nie richtig gelebt, ich war halb tod, ich war ein verrottender Baum, bis ich schließlich den Ort erreichte, an dem ich voll und ganz, mit äußerster Ehrlichkeit, beschloss und dann immer wieder beschloss, Gottes Willen finden zu wollen und auch diesen Willen erfüllen zu wollen, obwohl jede Faser in mir Nein sagte, und dass ich diese Schlacht in meinen Gedanken gewinnen wollte. Das war, als wäre ein tiefer artesischer Brunnen, in meiner Seele angegraben worden und es quelle daraus eine ungeheure Kraft empor. Ich behaupte noch nicht, dass das auch nur einen einzigen Tag lang wirklich gelungen wäre, aber manche Tage kommen dem Erfolg sehr nahe und jederTag ist von der prickelnden Freude einer großartigen Entdeckung erfüllt. Das ist etwas Ewiges. Das ist etwas Unbesiegbares. Du und ich , wir werden schon bald von unseren Körpern fortgeweht werden. Geld, Lob, Armut, Widerstand – das alles macht nichts aus, denn alles macht nichts aus, denn all das wird in tausend Jahren vergessen sein, aber dieser Gott, der jemanden überkommt, wenn er sich auf ständige Auslieferung einstellt, dieser Geist ist zeitloses Leben. Frank C.Laubach „In jeder Minute bist du da“ 11

Psalm 1,1-3 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen, sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht; und was er macht, das gerät wohl.

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Johannes 19,15

Freitag 19.5.2023 – Der Fokus: Johannes 18,39-19,16 Jesus wird öffentlich verspottet und zum Tod verurteilt Johannes 19,15Der Wille Gottes / Die Macht der Religion - CARBDL 117

Den Willen Gottes erkennen, auch im Schauspiel des mit einer Dornenkrone gekrönten Königs der Juden, um zu lernen nicht gegen ihn zu agieren, sondern ihn durch uns Akteure sich verwirklichen zu lassen

Die Tragik:

Johannes 19,15 "Weg mit ihm, weg!", schrien sie. "Ans Kreuz mit ihm!" - "Euren König soll ich kreuzigen lassen?", rief Pilatus. Die Hohen Priester entgegneten: "Wir haben keinen König außer dem Kaiser."

Wir sollen alles segnen, was geschieht, denn alles, sogar die Konsequenzen der Sünde , ist der Wille Gottes. Von uns hängt einzig und allein die Zustimmung zur Sünde ab. Manchmal wollen wir den Willen Gottes nicht erkennen, weil er verkleidet unter schrecklichen Aspekten auftritt. Die Juden wollten ihren König nicht anerkennen, als er ihnen mit Dornen gekrönt vorgeführt wurde., da zogen sie lieber die Diktatur des Tiberius vor: "Wir haben keinen König außer dem Kaiser." (Der Kaiser würde sie später niederdrücken, während Christus ihr Befreier war). Der Wille Gottes zeigt sich uns oft versteckt unter Misserfolg, Elend, Einsamkeit und Tod. Dann wählen wir lieber Tiberius, den Vertreter der Macht, der Vergnügungen, des Geldes und der Sinnlichkeit, der Grausamkeit und des Sieges. Dann rufen wir: "Ans Kreuz mit ihm!" Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 117

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Amos 3,6 / Jesaja 45,7 / Lukas 12,7

Donnerstag 1.Juli 2021 – Der Fokus: Amos 3,3-8 Der Prophet hat keine Wahl die Botschaft Gottes zu verkündenAmos 3,6 / Jesaja 45,7 / Lukas 12,7Der Wille Gottes / Die Geschichte - CARBDL 115

Jedes Geschehen des Lebens als eine besondere Gestaltung Gottes wahrnehmen, durch die er agiert oder reagiert, um uns zu zeigen, dass er Gott ist

Die Faszination: 

Amos 3,6 Wird in der Stadt Alarm geblasen, ohne dass ein Bewohner erschrickt? Geschieht ein Unglück in der Stadt, ohne dass Jahwe es bewirkt? 

Jesaja 45,5-7 Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! Ich bin der einzige Gott! Ich gebe dir die Macht, obwohl du nichts von mir weißt, damit man von da, wo die Sonne aufgeht, bis dahin, wo sie untergeht, erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin Jahwe, und sonst ist keiner da! Ich bin es, der Licht und Dunkelheit macht, der Frieden gibt und Unheil schafft.  Ich, Jahwe, bin es, der das alles tut.  

Alle historischen Ereignisse sind so heilig wie die Heilige Schrift, weil sie gleichfalls ein Ausdruck des Willens Gottes sind. Und die bescheidensten Begebenheiten des Alltags ist ein Ausdruck des Willens Gottes und darum genauso wichtig wie das wichtigste historische Ereignis. Das Verpassen eines Zuges ist genauso wichtig sie das Verlieren der Schlacht von Waterloo. 

Darum gibt es nichts Banales und nichts Unbedeutendes auf der Welt („alle Haare auf eurem Kopf sind gezählt“ Lukas 12,7) Der unbedeutendste Zwischenfall kann die Weltgeschichte verändern. Ein fallender Dachziegel verursachte den Tod des spanischen Königs, und der kleine Zeitungsjunge von heute kann morgen die Titelseiten aller Zeitungen der Welt füllen. Auch andere noch so winzige Vorkommnisse haben irgendwie den Lauf der Welt beienflußt, obwohl wir nie etwas davon gehört haben. Und genauso wichtig ist das Leben jedes einzelnen Menschen, auch wenn keine Zeitung je etwas über ihn berichtet. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 115

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2.Samuel 17,14

Freitag 20.3.2020 – Der Fokus: 2.Samuel 17,1-14 Huschai überlistet  Ahitophel2.Samuel 17,14Der Wille GottesCARBDL 116

Das tägliche Geschehen, aber auch wichtige Entscheidungszeiten, als ein Werk bzw. eine Zulassung Gottes wahrnehmen und gleichzeitig sich darauf konzentrieren, seinen Willen zu tun, dass er gute Weichenstellungen vornehmen kann

Die Orientierung:

2.Samuel 17,14 Da riefen Abschalom und alle Männer Israels: "Der Rat des Arkiters Huschai ist besser als der Rat Ahitofels." Doch Jahwe hatte es so kommen lassen, um den guten Rat Ahitofels zunichte zu machen und Unheil über Abschalom zu bringen.

Der Wille Gottes ist ein unheimlich kompliziertes Gewebe, das immer wieder durch den freien Willen des Menschen durchkreuzt wird, das aber darum doch nie reißt. Jeden Augenblick ändert Gott seinen Willen, je nachdem, wie sich die Umstände durch das Dazwischentreten des Menschen wandeln. In jedem Fall beachtet Gott aber auch die unendlichen Wirkungen, die eine Abänderung seines Willens für alle anderen Fälle und Umstände des Universums zur Folge haben können. – Der Wille Gottes ist die Koordinierung aller dieser Wirkungen, die er mit unendlicher Weisheit und unendlicher Liebe kombiniert. Darum sollen wir mit Freuden alles annehmen, was geschieht, so widrig es im Augenblick auch sein mag, weil alles zu unserem besten geschieht, weil es uns zuträglich ist. Ernesto Cardenal aus „Das Buch von der Liebe“ Seite 116

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Jeremia 42,3+7

Mittwoch 11.10.2017 – Fokus: Jeremia 40-42Jeremia 42,3+7MURWAG 54 – Gottes Rat suchen Der Wille Gottes -  Bei jedem Schritt himlische Führung

Gottes guten Willen erfragen und unter himmlischer Leitung zunehmend bleiben, dass er auf Erden wie im Himmel geschieht.

Die Orientierung: Jer 42,3 Der HERR, dein Gott, soll uns den Weg zeigen, den wir gehen sollen, und uns sagen, was wir zu tun haben! - Jer 42,7 Aber nach zehn Tagen empfing Jeremia das Wort des HERRN. 

Gott arbeitet stets nach dem Ratschluss seines Willens; je mehr dieser gesucht, gefunden und geehrt wird, mit desto größerer Sicherheit und Macht wird Gott sein Werk für uns und durch uns vollbringen. Die Gefahr ist groß, dass wir unser Vertrauen auf den Besitz der Bibel, vergangene Erfahrungen der Führung Gottes, unser fundiertes Glaubensbekenntnis und den aufrichtigen Wunsch, Gottes Willen zu tun setzen und nicht bemerken, dass wir bei jedem Schritt himmlische Führung brauen und haben können. Und während wir meinen, die Macht Gottes für das, was wir erwarten dürfen, zu kennen und ihr zu vertrauen, behindern wir ihn vielleicht, weil wir ihm keine Zeit einräumen und die Gewohnheit des Wartens aus Seinen Rat nicht wirklich entwickeln. Andrew Murray - Warten auf Gott - S.54

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Markus 7,37

Samstag 21.7.2012 – Markus 7,31-37 Jesus heilt einen Taubstummen - Markus 7,37 Der Wille Gottes - Chiara Lubich

Die Stimme Gottes nicht zum Schweigen bringen und auf ihn hören, sie ist der kostbarste Schatz

Der Lebensstil:

Markus 7,37 Und sie wunderten sich über die Maßen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend.

Im gegenwärtigen Augenblick ist es nicht schwer zu erkennen, was Gott will. Wenn du in dich hineinhorchst, kannst du eine leise Stimme vernehmen. Vielleicht hast du sie oft überhört und nimmst sie deshalb kaum noch wahr. Doch höre hin! Es ist die Stimme Gottes. Sie sagt dir etwa, dass jetzt Zeit zum Lernen ist oder jemandem deine Liebe zu schenken, der dich braucht; Zeit zu arbeiten, eine Versuchung zu überwinden oder einer Pflicht als Christ oder als Staatsbürger nachzukommen. Diese Stimme lädt dich ein, auf jemanden zu hören, der im Namen Gottes zu dir spricht oder mutig schwierige Situationen in Angriff zu nehmen. - Höre gut hin! Bringe jene Stimme nicht zum Schweigen, denn sie ist dein kostbarer Schatz! Es lohnt sich, ihr zu folgen. Chiara Lubich Wort des Lebens