1.Thessalonicher 2,8

Foto Holgus

Freitag 19.2.2016 - Fokus: 1.Thessalonicher 2 - 1.Thessalonicher 2,8 - ROSSME 779 - Das Sprechen 

Sich ganz vom Evangelium durchdringen lassen, um die Faszination zu erleben, dass sich unsere Seelen gegeneinander öffnen können und sich etwas zu sagen haben.

Die Faszination: 1.Thess 2,8 Und wir sehnten uns so sehr nach euch, daß wir willig waren, euch nicht nur das Evangelium Gottes mitzuteilen, sondern auch unsre Seelen, weil ihr uns lieb geworden waret.

Seele gegen Seele darf sich öffnen. Dem forschenden Auge des Geistes muss die Seele tod bleiben oder aber zum Opfer fallen, und so geschieht es ja in der Pychoanalyse. Nur der darf Geisteskräfte zur Erklärung der Seele einsetzen, der mit seiner eigenen Seele bezahlt. Der Psychoanalytiker, der außerdem von „Natur“ Seelsorger ist, leistet oft Erstaunliches, weil er die eigene Scham, die eigene Seele mit hineingibt in die Berührung mit der Seele eines anderen; weil sein Blick ebenso sehr aus der eigenen Seele herausblickt wie in die andere Seele hinein. Eugen Rosenstock-Huessy ROSSME 779

Ja mein lieber Rabbi, Du konntest von Seele zu Seele sprechen und Paulus auch. Das ist auch eine Frucht des Evangeliums, dass Seelen zu Seelen sprechen können, wie gestern zum Beispiel im Hauskreis. Ja lass das Seelengespräch zwischen uns Menschen wieder zunehmen, besonders zu unseren Geschwistern. Das sollte ja unsere Gemeinschaften und Gemeinden, ja auch Ehen auszeichnen, dass Dein Geist durch unsere Seelen wirken kann und unser Sprechen zutiefst menschlich ist. Lehre uns aber auch unsere Seelen zu verschließen, wenn sie in Gefahr steht ausgebeutet und verletzt zu werden.