1.Korinther 15,36

Dienstag 2.10.2018 - Fokus: 1.Korinther 15,29-581.Korinther 15,36ROSCAR - Das Ego sterben lassen

Unser Leben als Christen nicht ins Trockene bringen wollen, sondern von Jesus ausäen lassen, in der Erde verfaulen und das neue Leben aufwachsen lassen.

Die Faszination: 1.Korinther 15,36 "Du Narr, was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn."

Der Apostel will gleichsam sagen: Du Narr, der du einen Augenblick das für ungereimt und unmöglich ansehen kannst, was du doch täglich in einem viel weniger wichtigen Fall vor Augen hast, dass nämlich Gott die toten, trockenen Samenkörner gerade während ihres Verfaulens in der Erde fruchtbringend macht, so dass sie in neuen, lebendigen und schöneren Gestalten auferstehen. Kannst du nicht begreifen, dass Gott unseren begrabenen und vermoderten Leibern eine Auferstehung geben kann, während du doch siehst, dass Er die unbedeutenden Samenkörner des Weizens der Auferstehung würdigt? Du siehst in jedem Frühjahr die Auferstehung vor Augen. Du siehst, wie der Same, der im Herbst ganz trocken in die Erde gelegt wird, als weggeworfen, verfault und im Winter steinhart gefroren unter einem großen, dicken Leichentuch von Schnee und Eis daliegt, wie kalte, rauhe Winterstürme über das weite Grab dahinfahren und wie der Same während der langen Monate und der finsteren Nächte des Winters dir gleichsam als ganz verloren und weggeworfen erscheint. Aber wie geht es? Endlich erscheint der langersehnte Frühling, die Sonne breitet wieder ihre Strahlen aus, und durch ihre Wärme löst der Schöpfer das Leichentuch auf und gebietet den Toten aufzuerstehen. Jetzt steigen aus der Erde neue, lebendige und frische Gestalten grüner Halme zu Tausenden hervor, die dem Ackersmann den ausgestreuten Samen später vielfältig wiedergeben. Carl Olof Rosenius aus Evangeliums.net

Ja abba Vater, wir möchten uns nicht gerne, zu nichts werden oder sogar verfaulen. Unser Körper wird verfaulen, aber unsere Seele wird ab diesem Zeitpunkt einen neuen Körper bekommen, dem Alten gleich, aber noch viel besser. Aber lassen wir zu, dass unser Leben nass wird und verfaulen kann, um fruchtbar zu werden? Wie wehren wir uns doch gegen Unbedeutsamkeit und Verachtung. Unser Leben, unser vom Ego vergiftetes Leben muss sich auflösen, dass eine herrliche Frucht wachsen kann, unser neues Leben, dass durchs Leben und durch den Tod kommt. Ich wehre mich nicht mehr gegen mein Schicksal, sondern ich betrachte es als meine Therapie, um sterben zu können und ewiges hervorbringen zu können.