Martin Schleske - Der Klang

Die Bücherstudien

SCHDKL - Martin Schleske - Der Klang

Einer der großen Geigenbauer der Gegenwart erzählt von den Geheimnissen seines Berufes. Alle Phasen des Geigenbaus, vom Auffinden des geeigneten Holzes bis hin zur Wölbung und Lackierung des Instruments, werden ihm zum Gleichnis für persönliche Entwicklung, für unsere Berufung und unseren Platz im Leben. Wir werden zu einem klingenden Instrument, wenn sich in uns das Unsagbare, das Unerhörte des Lebens ausspricht. Die Botschaft dieses einzigartigen Buches spiegelt sich in den sensiblen Fotos von Donata Wenders, der international bekannten Fotografin aus Berlin. SCHDKL 142

In der emirischen Physik gibt es die Grundregel und in mancherlei Hinsicht gilt dies nicht nur dort, sondern auch für Dinge des inneren Lebens. Sie lautet der Erfkenntnisgegenstand bestimmt die Erkenntnismethode.  Beim Propheten Jeremia findet sich ein Hinweis dafür. Dort heißt es: Jer 29,12+13 Wenn ihr dann zu mir ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, will ich euch hören. Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, werde ich mich von euch finden lassen', spricht Jahwe.  Wie sonst kann ich dieses Wort verstehen, als dass Gott vom suchenden Menschen gefunden werden will? Alles Suchen, Fragen, Forschen und Beten ist gelebte Empfänglichkeit. Es ist der Aufbruch des inneren Menschen. – Wenn mein Leben mir etwas wert ist, dann werde ich mich aufmachen und mein Dasein als eine Pilgerschaft des suchenden und hörenden Lebens verstehen. So werde ich aufbrechen, fragen, ausschauen und forschen. – Habe ich denn ein Recht, zu hoffen, Erfüllung, Berufung und Sinn könne man so eben nebenbei finden. Michael Schleske aus "Der Klang" Seite 19

Freitag 6.10.2017 – Fokus: Jeremia 28+29 - Jeremia 29,12+13 - SCHDKL 19 - Gott suchen und erleben - Gelebte Empfänglichkeit - Erfüllung - Berufung - Sinn - Erkenntnisgegenstand bestimmt die Erkenntnismethode

Akribisch mit ganzem Herzen den Erkenntnisgegenstand Gott und sein Handeln in seiner Schöpfung Erde und in unserem Leben erforschen, dass wir ihn immer wieder neu finden und in den Arm nehmen können. Foto Fotolia 

Die Ermutigung: In der empirischen Physik gibt es die Grundregel und in mancherlei Hinsicht gilt dies auch für Dinge des inneren Lebens. Sie lautet: Der Erkenntnisgegenstand bestimmt die Erkenntnismethode. Was erfordert Gott, um erkannt zu werden? Beim Propheten Jeremia findet sich ein Hinweis. Dort heißt es: Jeremia 29,12+13 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören; ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, … wie sonst kann ich dieses Wort verstehen, als dass Gott vom suchenden Menschen gefunden werden will? Alles Suchen, Fragen, Forschen und Beten ist gelebte Empfänglichkeit. Es ist der Aufbruch des inneren Menschen. – Wenn mein Leben mir etwas wert ist, dann werde ich mich aufmachen und mein Dasein als eine Pilgerschaft des suchenden und hörenden Lebens verstehen. So werde ich aufbrechen, fragen, ausschauen und forschen. – Habe ich denn ein Recht, zu hoffen, Erfüllung, Berufung und Sinn könne man so eben nebenbei finden. Michael Schleske SCHDKL 19  

3.Mose 20,7+8 / 2.Korinther 12,9+10

Donnerstag 26.10.2017 – Die Lesung: 3.Mose 20+21 – Der Fokus: 3.Mose 20,1-27 Strafen für schwere Verirrungen und Aufruf zur Heiligung3.Mose 20,7+8 / 2.Korinther 12,9+10Schwäche und Stärke - SCHDKL 61

Sich von Gott heiligen lassen und die eigene Schwäche rühmen, dass die Kraft von Christus in mir wohnen kann

Die Orientierung:

Die Achtung hat eine schöpferische und heilende Kraft. 3.Mose 20,7+8 So sondert euch von alldem ab und lebt heilig, denn ich bin Jahwe, euer Gott! Ihr sollt euch nach meinen Ordnungen richten! Ich bin Jahwe, der euch heiligt! Wenn wir unser Leben heiligen (lassen) – denn das ist die Selbsterziehung, zu der wir berufen sind -, dann werden wir das Schwache in uns achten und es durch die Achtung stärken. Umgekehrt werden wir dem Starken in uns nicht erlauben, sich durch Selbstgefälligkeit noch einsamer zu machen, sondern wir werden das Starke in uns zur Demut führen. 2.Korinther 12,9+10 Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung.« Daher will ich nun mit größter Freude und mehr als alles andere meine Schwachheiten rühmen, weil dann die Kraft von Christus in mir wohnt. Mit anderen Worten: Wo das Starke in uns zur Demut fähig ist, wird es das Schwache in uns stärken. Ohne diese Demut wird jede Stärke zur Schwäche und jede Gabe zur Sünde. Ich bin überzeugt: Das berühmte Wort aus dem Philipperbrief gilt nicht allein für das versöhnte Miteinander der menschlichen Gemeinschaft, sondern in einer verborgenen Weise, auch für das versöhnte Ineinander einer geheiligten Seelenwelt. Das Wort heißt: „In Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.“ Michael Schleske aus „Der Klang“ Seite 61

Ja abba Vater, danke für die Inspiration heute Morgen. Meine Seelenkraft hat gestern gelitten und nun hat sie sich wieder zu regenerieren. Nur gut dass Du mich heiligst und ich das eigentlich nur zulassen brauche. Die Heiligung bringt dann wieder eine Stärkung hervor. Du bist meine Stärke in mir mein Christus, Du sollst alles in mir regulieren können, neu sortieren und in Balance miteinander bringen, meine Stärken und meine Schwächen. Bringe mich ins Gleichgewicht, dass ich den Stürmen gewachsen und ihnen standhalten kann. Ich hänge mich alleine an Dir auf und hänge bei Dir ab, entspanne dabei und orientiere mich neu. Nur an einem Punkt will ich mich aufhängen, an Dir, nur so gelingt Mobilität im Leben und in Beziehungen, wie bei einem frei und gut eingestellten Mobile.  

Mittwoch 14.8.2019 – Die Chronik: Die Vollendung der PauluslehreDer Fokus: 2.Tim.3,1-17 Der Abfall von Gott und dessen Überwindung2.Timotheus 3,5 / Jesaja 9,3SCHDKL 72 – Die GnadeDie tägliche Arbeit

Die Gnade und die Arbeit zunehmend ununterbrochen zusammenspielen lassen, wie zwei Hände, die etwas tun, um Gott zur Wirkung kommen zu lassen und ihn dadurch zu ehren

Der Lebensstil:

2.Timotheus 3,5 Sie geben sich zwar einen frommen Anschein, aber von der Kraft wahrer Gottesfurcht wollen sie nichts wissen. Halte dich von solchen Menschen fern! – Jesaja 9,3 Denn wie am Tag von Midian, zerbrichst du das drückende Joch, das ihnen den Rücken gebeugt, den Stock, der sie angetrieben hat

Der Schwärmer rühmt die Gnade, aber er scheut die gründliche Arbeit. Sein Leben ist „ein Schein von Frömmigkeit“ 2.Tim.3,5. Der innerlich Getriebene sieht all die Arbeit, aber er hat den Bezug zur Gnade verloren. – Erst das Zusammenspiel von Arbeit und Gnade macht für mich den reiz des Glaubens aus. Man könnte diese Kräfte wie die Hände unseres Körpers verstehen. Sie sind spiegelverkehrt einander zugeordnet und gehen doch gerade darum gemeinsam ans Werk. Darum verlieren Gnade und Arbeit etwas von der Reinheit, wenn sie einander nicht dienen. – So bilden Gnade und Arbeit in einem reifen Leben doch immer eine Resonanz. Das heißt: Das eine bringt das andere erst zur Geltung. Die Spannung zwischen Gnade und Arbeit, zwischen Lebenskraft und Lebensinhalt, hat ihren Grund letztlich in Gott selbst! Denn er ist – so sagt es die alte Sprache – der Gebende und zugleich der Gebietende. Martin Schleske aus „Der Klang“ Seite 72

Donnerstag 14.4.2016 - Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Johannes 7,2-10 - Johannes 7,6 - SCHDKL 80 - Die praktische Lebensführung

Hellwach die Zeiten unseres Lebens wahrnehmen, um da aufzutauchen und das zu tun, was gerade an Willen Gottes dran ist und er es segnen kann.

Der Lebensstil: 

Johannes 7,6 Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da; aber eure Zeit ist immer bereit. 

Jesus kann warten und beobachten und zur rechten Zeit in der rechten Weise handeln. Die Lebensweise Jesu ist von einem inneren Blickkontakt zu Gott geprägt. So begreift er den Sinn der Zeit, die ihm gegeben ist. Im Leben Jesu gibt es kein Erkennen um des Erkennens willen. Keine Spur von Intellektualismus. Er ist in der Lage, den Willen Gottes zu erkennen, einzig darum, weil er ihn tun will! – So wird in unserem Alltag, eine geistgewirkte Unruhe entstehen, die uns zur Mahnung wird, wenn wir wieder und wieder über unsere Ruhe hinaus die Dinge abarbeiten, ohne sie zu erfüllen. Erst dann, wenn wir uns an einen heiligen Willen gebunden wissen, wird der Pendelschlag zwischen pflichtbehafteter Getriebenheit und suchtartiger Entspannung in uns zur Ruhe kommen. Martin Schleske - Der Klang Seite 80

Montag 26.8.2019 – Die Chronik: Die wunderbare Schöpfung und das Drama MenschDer Fokus: 1.Mose 11,1-9 Der Turmbau von Babel1.Mose 11,4 / Jesaja 9,8SCHDKL 103 – Der Götze Gigantismus

Sich hochmütig Denkmäler zu setzen, um Beachtung und Anerkennung zu finden, endet im Zusammenbruch

Die Mahnung:

Das Buch Genesis beschreibt die Urgeschichte vom Turmbau zu Babel das innere Muster der Haltung: 1.Mose 11,4 Dann sagten sie: "Los! Bauen wir eine Stadt und einen Turm, der bis an den Himmel reicht! So werden wir uns einen Namen machen und verhindern, dass wir uns über die ganze Erde zerstreuen." Wie ein Echo auf diese Arroganz der Macht den religiösen Hochmut weissagt der Prophet Jesaja (Jes.9,8+9) über ein stolzes Volk: Das ganze Volk sollte zur Einsicht kommen, Efraim und wer in Samaria wohnt, alle, die hochmütig prahlten: Die Ziegelmauern sind gefallen, jetzt bauen wir mit Quadern; die Maulbeerbäume hat man gefällt, jetzt pflanzen wir Zedern. – Die Dynamik, dass Dinge, die doch versprochen hatten, um zu dienen, uns stattdessen beherrschen und unser ganzes Leben ihrem Einfluss unterwerfen, wohnt allen Götzen inne. Erst locken sie uns, dann binden sie uns. Darum müssen wir wachsamer auf die Art des Wachstums achten und mutiger auch von ungerechtem Wachstum sprechen. Man darf Wachstum also keinesfalls mit Expansion verwechseln! Im Gegenteil! – Auch ein Krebsgeschwür ist nichts anderes als Wachstum, krankhaftes Wachstum, das nichts anderes als waschen will. Krebsgeschwüre verkörpern ein bitter erlittenes Sinnbild unserer Zeit: Nicht jeses wachstum hat mit einer organischen Entwicklung zu tun. Martin Schleske aus „Der Klang“ Seite 103f

Donnerstag 3.3.2016 – Fokus: Hesekiel 17-19 - Hesekiel 18,5-9 - SCHDKL 125 - Gerechtigkeit leben 

Entspannt Gerechtigkeit leben lernen, zunehmend erfüllt mit der Gerechtigkeit von Jesus Christus, die uns die Kraft dazu gibt.

Die Herausforderung:

Hesekiel 18,5-9 Wenn jemand das Rechte tut und lebt, wie es mir gefällt, wenn er nicht von den Opfern auf den Bergen isst, nicht zu den Götzen des Hauses Israel aufschaut, wenn er die Frau seines Nächsten nicht berührt und auch nicht seine eigene Frau, wenn sie ihre Tage hat, wenn er niemand unterdrückt und dem Schuldner sein Pfand wiedergibt, wenn er sein Brot mit dem Hungernden teilt und den Nackten mit Kleidung versorgt, wenn er keinen Wucherzins nimmt und sich nicht an Unrecht beteiligt und im Gericht ein unparteiisches Urteil fällt, wenn er sich an meine Ordnungen hält und treu tut, was recht vor mir ist - der ist gerecht. Er soll am Leben bleiben, spricht Jahwe, der Herr.

Ein "klingender Mensch" ist kein Knecht, sondern ein Diener. Er dient Gott - nicht weil er es muss und nicht weil es ihm nützt, sondern weil er es will. Die Furcht macht uns klein, die Ehrfurcht richtet uns auf. Das knechtische Leben berechnet den Nutzen; das dienende Leben verschenkt sich, es ist barmherzig und dadurch frei. - Der Lohn dafür, dass ich die Gebote halte, ist nicht irgendeine Belohnung, auf die man schielen könnte, sondern es ist das Leben selbst! Das ist der Grundtenor. Die Gebote sind es “durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut!“ Neh.9,29. Eben das ist es ja, was mich der Geigenbau lehrt: Der Lohn dafür, dass ich die Gebote der Akustik halte, ist nicht eine besondere Belohnung, sondern es ist der Klang der Geige selbst! Was will ich mehr? Der hörbare Klang ist Gleichnis für das gelebte Leben. Ein guter Klang ist Gleichnis für die Gerechtigkeit. Darum heißt es beim Propheten Hesekiel 18,9: „Wer nach meinen Gesetzen lebt und meine Gebote hält, dass er danach tut: das ist ein Gerechter“ Martin Schleske - Der Klang Seite 125

SONNTAG 21.7.2013 - Jesus erklärt sein Wirken: Johannes 5,17-46 - Joh.5,19 -Jesus und das Leben mit seinem Vater - SCHDKL 142

In großer Abhängigkeit und Demut, die Bestimmung interpretieren, die Gott für uns komponiert hat. Foto Fotolia

Die Faszination: Wir sollen durch unser Leben zu Interpreten Gottes werden. Unsere Demut soll sein, die Intentionen Gottes herauszuarbeiten. Denn seine Ideen sind besser als die eigenen. Das aber muss aus einem tiefen Verständnis kommen. Jesu Leben war von der Demut durchdrungen, die Intentionen Gottes herauszuarbeiten. Diese Demut war zugleich seine Vollmacht. So sagte er: „Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleichweise auch der Sohn“ Johannes 5,19 – Wenn wir eigensinnige und misstrauische Wege gegen Gott gehen, werden wir das Heilige verletzen, zu dem wir berufen sind. Frere Roger, der Gründervater der Gemeinschaft von Taize, sagt: „Eines fasziniert an Gott: Die Demut seiner Gegenwart. Jede herrschsüchtige Geste würde sein Antlitz entstellen.“ Martin Schleske SCHDKL 142