1.Korinther 6,17+19

Donnerstag 22.8.2019 – Aktuelle StudieDer Fokus: 1.Kor.6,12-20 Der ganze Mensch gehört Gott1.Korinther 6,17+19LEBDSH 142 – Die Kontemplationen

Kontemplationen wie unterschiedliche Plätze wahrnehmen, wo wir Gott auf immer wieder neue Weise erleben und uns mit ihm vereinigen können

Die Faszination:

1.Korinther 6,17+19 Wer sich an den Herrn bindet, ist ein Geist mit ihm. Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt? Ihr gehört nicht euch selbst; …

Seit Etty (Hillesum) begonnen hat, ihren geistlichen Weg zu gehen, entdeckt sie das, was man als Kon-templation bezeichnet: Das Wort hängt mit dem Begriff „Tempel“ (lat. Templum) zusammen, abgeleitet vom griechischen temenos – ein umgrenzter abgeschiedener Ort, und bezeichnet diesen Raum jenseits aller „Nützlichkeit“, allein der Aufnahmeund der Offenbarung einer Gegenwart vorbehalten. Ein kontemplativer Blick ist frei von Besitzinstinkt und Beherrschen-Wollen und erfasst intuitiv die Schönheit der Welt, den tief und geschenkten Sinn des Seienden und der Dinge. Etty berichtet auf einer der ersten Seiten ihres Tagebuches von einem inneren Ereignis, das ihr den Zugang zu einer kontemplativen Offenheit eröffnete: „Wenn ich da ausgestreckt auf meinem Rücken liege, dann ist es mir, als schmiege ich mich an die gute alte Erde selbst, während ich doch in Wirklichkeit nur auf einer weichen Matratze liege. Aber während ich da so liege, so intensiv und ausgestreckt und voller Dankbarkeit für alles, dann ist es gerade so, als sei ich verbunden mit – ja, womit eigentlich? Mit der Erde, mit dem Himmel, mit Gott , mit allem“. Paul Lebeau aus „Das suchende Herz“ Seite 142

Ja danke Vater, für die vielen, zunehmenden kontemplativen Erfahrungen mit Dir und mit dem was Du geschaffen hast. Dann fühle ich mich tatsächlich so, als wäre ich mit Dir ein Geist, der in mir Wohnung, einen Tempel gefunden hat. Bruder Lorenz fällt mir aber sofort in meine Gedankengänge: Das bist nicht Du, sondern nur eine Auswirkung von Dir. Ich will nicht die Auswirkung, sondern Dich! Danke für die vielen Kontemplationen, sie sind wie besondere Plätze, zu denen ich immer wieder zurückkehre, sobald sie mir in den Sinn kommen. Ich bin aber nur dort, weil ich mich mit Dir vereinigen will. Ich vereinige mich nun mit Dir für ein Anliegen, das mir besonders am Herzen liegt. Ich sehne mich nach einem Werk der Heilung eines Freundes. Wenn es ein vorbereitetes Werk von Dir ist, dann weise mir den Weg.