18. Der Karfreitag der Tiere

Gott in allen Lebenslagen als Vater erleben, der uns in die Beziehung mit ihm geführt hat und uns in ihr bewahrt.

Freitag 22.2.2019 – Studie: Kostbare Erde von Jörg ZinkMatthäus 27,51+52 / Lukas 23,44 ZINKOE 102+105 - 18. Der Karfreitag der Tiere

Die Mahnung:

Matthäus 27,51+52 Und siehe, der Vorhang im Tempel riß entzwei von oben bis unten, und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich. Und die Gräber öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf - Lukas 23,44 Es war aber um die sechste Stunde, und eine Finsternis kam über das ganze Land bis zur neunten Stunde.

Was wollen uns die Evangelien damit mitteilen: Malen sie uns die schreckliche Tatsachengeschichte einer Kreuzigung ein paar übersinnliche Schnörkel? Oder wollen sie mit diesen Bemerkungen verhindern, dass wir Menschen angesichts der Passion des Sohnes Gottes als allein Betroffene aus dem kosmischen Zusammenhang lösen und allein die Versöhnung zwischen Gott und uns Menschen betrachten.? – Das Leiden der Schöpfung hat ein Ausmaß erreicht, das Golgatha täglich vergegenwärtigt. Man denke nur an die Ölpest, das Bild der ölverschmierten, flügellahmen Vogels mit weit aufgerissenem Schnabel, der geradezu zum Symbol für das von der Technik verursachte leiden der Kreatur geworden ist. Zwanzigtausend Seevögel hat man beim Tankerunglück in der Bretagne gefunden. Und auch das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus einem unermesslich größeren Martyrium. Der Karfreitag der Tiere hat noch lange kein Ende. Jörg Zink – Kostbare Erde Seite 102+105  

Ja mein Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde, der Du deiner Schöpfung das Prädikat „Sehr gut“ gegeben hast, vergib uns unseren Umgang mit den Tieren, direkt und indirekt. Wie sieht aber die Umkehr aus? Soll ich, sollen wir in Zukunft vegetarisch oder besser noch vegan leben? Mein Verzehr von Fleisch und Milch zum Beispiel soll kein Tier mehr kreuzigen, unnötig leiden lassen. Wenn ich das nicht weiß, sollte ich auf den Verzehr in Zukunft verzichten.