Matthäus 5,3

Montag 13.6.2016 – Die Glücksformeln der Bergpredigt - Matthäus 5,3 - HÖHLAL 24

Unseren Geist wie unsere Hände leeren, um vom Nehmen und Festhalten, auf das segensreiche Empfangen und Geben umschalten zu können. Foto Fotolia

Der Königsweg: Mt 5,3 Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Himmelreich! - Arm sein heißt, mir bewusst machen, dass mir nichts gehört, sondern alles anvertraut ist. Arm sein heißt, durchlässig sein für den Herrn, freigebig und großzügig mit anderen zu teilen, was ich habe. Es heißt anderen zu gönnen, was sie bekommen haben, und selbst an nichts festzuhalten als an Jesus selbst. Arm sein heißt, es ganz anzunehmen und darin zu ruhen, dass ich das Wesentliche im Leben mir nicht nehmen, sondern nur vom Himmel empfangen kann (vgl. Johannes 3,27). Arm sein bedeutet zu wissen, dass es nichts gibt, was mir nicht von Gott geschenkt ist (vgl. 1.Korinther 3,23;4,7). – So gesehen bekommt Armut plötzlich einen neuen Klang, verströmt einen frischen „Duft“. Ich erkenne: Es ist in Ordnung vor dem Herrn arm zu sein. Es ist keine Schande und kein Grund, sich zu schämen. Es ist die Einladung, nicht mehr „etwas bringen“ und Gottes Erwartungen genügen zu müssen; stattdessen darf ich alles empfangen. So betrachtet bekommt Armut etwas Anziehendes. Meine Armut macht mich frei für Gott und sein Handeln. – Und langsam dämmert es mir: Wer den weg der Liebe gehen will, wird das nur über die Armut tun können, denn nur Arme sind frei zu lieben und Liebe zu empfangen! Peter Höhn HÖHLAL 24

Ja abba Vater, so habe ich die Armut vor Dir noch nicht gesehen, dass sie duften und anziehend wirken kann. Danke für das Viele, dass ich in meinem Leben empfangen habe, klagen muss ich aber darüber, dass ich bisher einfach noch zu wenig gemacht habe. Vielleicht habe ich es einfach nur genommen und nicht arm empfangen. Warum begreifen wir zum Beispiel nicht das Urteilen und Recht haben wollen besondere Formen des geistlichen Reichtums sind, die andere arm und uns reich machen soll. Wenn wir dagegen arm sind an diesen Formen machen wir andere reich, wie Du selbst! 2.Kor.8,9 Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.