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Hebräer 13,3 / Apostelgeschichte 12,5

Donnerstag 26.9.2024 – Der Fokus: Hebräer 13,1-19 Abschließende Ermahnungen - Hebräer 13,3 / Apostelgeschichte 12,5Das Gebet für verfolgte Christen - Peter Wenz

Für verfolgte Christen beten, wie wenn wir an ihrer Stelle wären und Gebet bräuchten, um die Qualen wie Jesus selbst durchstehen zu können und ihn nicht verleugnen

Der Lebensstil: 

Hebräer 13,3 Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr selbst mit im Gefängnis! Habt Mitgefühl mit den Misshandelten, als würdet ihr an eurem Leib die Schmerzen spüren!

Vor einigen Tagen hatte ich einen Traum, der mich unwahrscheinlich erschüttert hat. Normalerweise träume ich überhaupt nicht bzw. kann mich an keinen Traum mehr erinnern, wenn ich aufwache. Dieses Mal war es aber anders: In der Nacht von Sonntag auf Montag war ich plötzlich im Traum irgendwohin versetzt, wo Christen auf die brutalste Art und Weise misshandelt, gequält und umgebracht wurden. Es war fast nicht zu ertragen!  Ich wurde Zeuge, wie mehrere Glaubensgeschwister auf die brutalste Art und Weise ertränkt wurden. Es war nicht so, dass sie einfach untergetaucht wurden - und das war es dann.  Im Gegenteil - kurz bevor sie am Sterben waren, wurden sie wieder an die Wasseroberfläche gebracht, denunziert, beschimpft und verlästert. Dann wurden sie aufgefordert ihrem Glauben an Jesus abzuschwören

Im Traum spürte ich, wie der Körper unter einer ungeheuerlichen Spannung war und die Seele dies kaum aushalten konnte.  Dann erweiterte sich das Bild. Mir wurde nun klar, wie auf diesen Brüdern und Schwestern ein unvorstellbarer Druck lag, was die eigene Familie, Ehefrau oder Kinder betraf. Sie erduldeten nicht nur körperliche, sondern extreme seelische Folter.  Details kann man hier gar nicht beschreiben. Das Maß an Grausamkeiten ist einfach nicht wiederzugeben. Selbst vor dem intimsten Bereich der Menschen wurde nicht halt gemacht. Auch dort mussten Brüder und Schwestern unglaubliche Qualen ertragen“ Ich wachte dann vom Traum auf. Es war 1:30 Uhr morgens - aber ich war hellwach. Mein Körper zitterte und ich kann nicht beschreiben, welche  Emotionen ich in meiner eigenen  Seele durchlebte.  

Die Bibel spricht eine eindeutige Sprache: ,,Gedenkt der Gefangenen als wenn ihr mitgefangen wärt. Gedenkt derer, die gequält werden, als solche, die auch selbst in einem Körper leben." (Hebräer 13, 3).  Als Petrus von Herodes Agrippa für acht Tage ins Gefängnis geworfen worden war, um dann getötet zu werden, ,,geschah von der Gemeinde  anhaltendes Gebet für ihn zu Gott"  (Apg. 12, 5). Als Folge davon wurde Petrus durch Engel befreit. Dies ist das Vorbild für uns und unser klarer Auftrag. Hunderttausende von Brüdern und Schwestern, die weltweit verfolgt werden, brauchen unsere Ermutigung durch das Gebet. Genau wie bei Petrus werden durch deine und meine Gebete Engel freigesetzt, Ketten zerbrochen, Ermutigung geschenkt und Licht in die Finsternis einer Gefängniszelle gebracht. Ohne die Kraft des Heiligen Geistes kann kein Christ die Ungerechtigkeiten, Diffamierungen und körperlichen Qualen ertragen, die  ihm um seines Glaubens willen von religiösen Fanatikern oder hasserfüllten Mördern zugefügt werden. Peter Wenz   


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Hebräer 13,12+13

Montag 30.3.2020 – SONNTAG JUDICAPredigttext: Hebräer 13,12-14Hebräer 13,12+13 - Den Leidensweg von Jesus mitgehen - LAUHEB 123

Das Leiden und Sterben von Jesus Christus tiefer wahrnehmen, um von seiner Liebe erfasst, ihn überallhin zu begleiten, wo er uns auch hinführt

Die Herausforderung:

Hebräer 13,12+13 Darum hat auch Jesus außerhalb der Stadtmauern gelitten, um das Volk durch sein Blut zu heiligen. - Jesus hat die wahre Erfüllung der alttestamentlichen Opfer gebracht und sich im Vollzug der Selbsthingabe ganz unter die Ordnungen des Alten Bundes gestellt. Aber die freiwillige Hingabe seines Lebens war mehr als ein Tieropfer, die je erbracht wurden. Er starb außerhalb der Tore der Gottesstadt, der Stadt des großen Königs. Nach dem Alten Testament wird der Schuldige außerhalb des Lagers zu Tode gebracht. Hier aber stirbt der rechte Hohepriester selbst außerhalb des Tores; um das schuldige Volk zu heiligen. Sein Blut hat reinigende und heilende Kraft für die Menschen, die sich unter die Besprengung mit seinem Blut stellen. Niemand kann aber Vergebung, Reinigung und Heiligung empfangen, das heißt in die Lebensgemeinschaft mit Christus eintreten, der nicht auch in die Gemeinschaft seiner Leiden kommen will. Das drückt der Apostel in den Worten aus: Lasst uns also zu ihm hinausgehen, vor das Lager, und die Schande tragen, die er getragen hat! Fritz Laubach aus „Der Brief an die Hebräer – Wuppertaler Studienbibel“ Seite 283

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Hebräer 13,12-14

SONNTAG JUDIKA 22.3.2026 – Predigttext: Hebräer 13,12-14 - Der Fokus: Hebräer 13,1-19 Abschließende Ermahnungen - Hebräer 13,12-14Als Ausgegrenzte mit Jesus Freundschaft draussen leben -  Pfarrer i.R. Matthias Rost

Sich als Ausgegrenzte mit dem gekreuzigten, auferstandenen und regierenden König bewusst draußen treffen, die Einheit mit ihm feiern und ausleben

Der Lebensstil: 

Hebräer 13,12-24 Darum hat auch Jesus außerhalb der Stadtmauern gelitten, um das Volk durch sein Blut zu heiligen. Lasst uns also zu ihm hinausgehen, vor das Lager, und die Schande tragen, die er getragen hat! Denn hier auf der Erde haben wir keine Heimat. Unsere Sehnsucht gilt jener künftigen Stadt, zu der wir unterwegs sind.

Drinnen - und Draußen. Diese Aufteilung der Welt gibt es immer wieder. - Zum Beispiel: Drinnen, das sind die harmonischen Beziehungen in einer Familie. Da hat jeder seinen Raum und sein Recht, bis auf eine: Die ist draußen. Das ist die halb-erwachsene Tochter. Die nicht so richtig tickt, die da nicht reinpasst. Immer wieder ist sie für Monate in der Psychiatrie. - Oder: Drinnen, das ist unser behütetes Deutschland, noch immer eines der reichsten Länder der Erde. Das ist die Festung Europa. - Draußen, das sind die Wälder in Belarus, hinter der polnischen Grenze, wo die Geflüchteten aus Afghanistan erfrieren.

Draußen, das sind die zahllosen versunkenen Flüchtlingsboote im Mittelmeer und die namenlosen Ertrunkenen. - Drinnen. das ist ein super gut sortierter Elektronikmarkt in unserer Nachbarschaft. Draußen, das ist die größte Elektronikschrott-Müllhalde der Welt in Ghana, in Westafrika, wo aus all dem veralteten, kaputten Zeugs unter unsäglichen Bedingungen die wertvollen, wiederverwendbaren Metalle herausgeholt werden. - Immer dasselbe Schema: Drinnen - und Drau- Ben. Drinnen, das ist die saubere, geordnete Welt, der Raum von Handel und Wandel, von Kultur und Kult, von Beziehungen, die wenn sie gestört sind, auch repariert werden. Draußen, das ist der Un-Ort, der Schindanger, wo das hinkommt, was wir ausstoßen. wo das >entsorgt< wird, was wir nicht brauchen, was wir nicht integrieren, mit dem wir anders nicht umgehen können oder wollen.

 Wo sind wir in diesem Drama? Was ist unser Ort? Oder: Wo gehören wir hin? Wo sollten wir sein? Wo sollte unser Herz sein? - Lasst uns hinausgehen vor das Lager, sagt uns der Verfasser des Hebräerbriefes. Zu Jesus nach draußen gehen: Hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen. Es gibt ja keinen besseren Ort für uns als dort, unter dem Kreuz, wo sich der Himmel öffnet. Es gibt keinen schöneren Schmuck für uns als seine Schmach, dieses schmachvolle, hässliche Draußen, wo er hingegangen ist, wo er gelitten hat und gestorben ist. Es gibt keinen besseren Ort als dort, wo wir in seiner Nähe heil und heilig werden. Wo die Verdreckten und Zerlumpten in seinen Augen schön werden, heilig und rein. Ein Paradox! Die ewige Welt-Unordnung wird auf den Kopf oder vom Kopf auf die Füße gestellt. Eine neue Welt-Ordnung ist wirklich geworden. Drinnen und draußen werden getauscht. Das Kreuz ist zum Mittelpunkt der Welt geworden. Das Draußen wird zum heiligen Ort, weil Gott da ist. Darum: Hinaus vor das Lager. Denn seitdem steht diese alte Lager-Mentalität uns nicht mehr gut zu Gesicht. Diese Lagermentalität, die das Draußen meidet wie die Pest.

Drinnen, da ist die Macht konzentriert, da sind die Macher beieinander. Draußen vor dem Tor ist der Rettungsort für die, die gar nichts machen können, die vor allem sich selbst nichts recht machen können. Drinnen sammelt sich der Reichtum, der Erfolg, die Prosperität. Drauẞen vor dem Tor finden sich die ein, die arm und mit leeren Händen vor Gott stehen. Drinnen ist die Religion ein Teil der kulturellen Tradition - auch ganz schön, dass man die noch hat. Draußen vor dem Tor treffen sich die, deren einziger Trost im Leben und im Sterben" der gekreuzigte und auferstandene Christus ist. So lasst uns nun zu ihm hinausgehen vor das Lager und seine Schmach tragen.

Denn, so fügt der Verfasser des Hebräerbriefs an, wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir. Hier kommt eine doppelte Zeitbestimmung in den Blick. Es gibt das Gegenwärtige und es gibt das Zukünftige. Es gibt die bleibende Stadt und es gibt die zukünftige. Eine bleibende Stadt, die haben wir nicht. Und die zu- künftige, die suchen wir. Wir gehören schon gar nicht mehr ganz zum Gegenwärtigen. Das Drinnen, die Stadt, der vermeintlich sichere Ort, hat eben gerade keinen ewigen Bestand. Auszug aus der VELKD-Lesepredigt von Pfarrer i.R. Matthias Rost zum Sonntag Judika 22.3.2026


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Hebräer 13,21 / Matthäus 25,21

Montag 15.7.2019 – Die Chronik: Die Vollendung der PauluslehreDer Fokus: Hebräer 13,20-25 Segenswünsche und Grüße  -  Hebräer 13,21 / Matthäus 25,21ENGGOA 240 / Holgus - Die geistliche Vorbereitung

Innerlich von Gott aufgeräumt und vorbereitet, die Werke so angehen, dass er sie durch uns, zu seiner Ehre, tun kann

Die Orientierung:

Hebr 13,21 Der Gott des Friedens aber, …, der rüste euch mit allem Guten aus, seinen Willen zu tun, indem er selbst in euch schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit!

Mitarbeiter Gottes haben sich entschieden, nur dort Hand anzulegen, wo Gott bereits am Werk ist; sie versuchen, die für sie vorbereiteten Werke zu erkennen und zu tun; sie wollen sie unter der Leitung des Heiligen Geistes, in der Authorität von Jesus und aus Gottes Kraft tun. Entscheidend dabei ist nicht der Erfolg, sondern die Treue in der Erfüllung des Auftrags. Gottes Urteil „Recht so, du guter und treuer Knecht“ (Matthäus 25,21) genügt ihnen und bedeutet für sie die größte Ermutigung. Fürarbeiter lassen sich durch eigene Ziele, die Not anderer Menschen oder äußere Umstände bestimmen. Es ist für sie sehr entmutigend, wenn iher Anstrengungen nicht vom erfolg gekrönt sind. Sie sind auf Lob und Anerkennung von Menschen angewiesen. Manfred Engeli aus „Gottes Angebote“ Seite 240

Das Christentum ist meist falsch verstanden worden. Gott ist der Arbeiter und wir sind die Zulasser. Solange wir nicht gelernt haben, seine Arbeit an uns zuzulassen, solange überfordern wir uns und bringen nur wenig zustande. Gott möchte uns von einem guten Werk bis zum Nächsten führen, während des Tages meist kurze und während unseres Lebens lange, für die wir Visionen und große Ausdauer brauchen. Wichtig ist dabei sich auf sie vorbereiten zu lassen, um sie so vollbringen zu können, dass er dadurch verherrlicht wird. Holgus 15.7.2019