4.Mose 6,27

Freitag 5.6.2020 – SONNTAG TRINITATIS – Der Predigttext: 4.Mose 6,22-27 Der aaronitische Segen4.Mose 6,25Andreas WeidleDas Gebet als Zeit mit Gott

Gott im Glauben wahrnehmen, zum Beispiel wie eine Mutter, die sich zärtlich über ihr Kind beugt und für es sorgt, um dadurch immer mehr für ihn ein Du ein Gegenüber zu werden

Die Ermutigung:

4.Mose 6,25 Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

So wie eine Mutter sich zärtlich über ihr Kind beugt, wie ein Vater, der sein Kind anschaut, um es zu trösten, oder um es anzulachen, so wird uns die Zuneigung, die Zuwendung Gottes zugesprochen. - Anselm Grün, der katholische Mönch und Theologe, hat einmal erzählt: "Wenn ich bete, dann mache ich zuerst keine Worte. Dann setze ich mich auf einen Stuhl und stelle mir vor, dass Gott mich jetzt sieht, dass Gott mich anstrahlt, dass er mich anlacht. Das gehört für mich zum Beten." Das heißt doch: Du angesehen. Du beachtet. Du von Angesicht zu Angesicht ein Gegenüber zum Herrn der Welt, der über beide Backen strahlt, dass es dich und mich gibt. Du im Werden. Du geliebt. Du - gesegnet. Andreas Weidle aus seiner Predigt zum Trinitatisfest am 26.5.2013

Ja Vater, danke für die weitere Aufforderung mit Dir Blickkontakt aufzunehmen. Das ist ja auch das Erste, was wir Menschen tun, wenn wir mit ihnen in Kontakt kommen wollen. Dass man dann auch noch die Seele ein Gespräch mit ihm – ohne Worte - führen kann, wie es Bruder Lorenz fast ununterbrochen tat und dazu ermutigte. Wir sollen ja wenig Worte machen, wenn wir beten, aber umso mehr möchte ich Dich wahrnehmen und mit Dir im Austausch leben, über das was mir gerade widerfährt und über die Menschen mit denen ich gerade zusammen bin. Ja Du sollst durch mich zur Wirkung kommen. Lass die Reifezeit der Sonntage an und nach Trinitatis furchtbar in deiner Christenheit ausfallen.