Kursstudie: Der erste Christ von Alois Prinz - Über die Lebensgeschichte des Apostel Paulus

PRIDEC - Alois Prinz - Der erste Christ

Dienstag 3.12.2013 - Kursstudie: Der erste Christ von Alois Prinz: Kapitel 6 Von Zauberern und falschen Götzen S.87-94 – Apostelgeschichte 13,46-49 - PRIDEC 92 - Die Bekehrung

Sich von Christus ergreifen lassen und endlich in ihm wir selbst werden, um als Freier in unseren Beziehungsfeldern leben zu können.

Die Faszination: Apg 13,46-49 Da sprachen Paulus und Barnabas freimütig: Euch mußte das Wort Gottes zuerst gepredigt werden; da ihr es aber von euch stoßet und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu den Heiden. Denn also hat uns der Herr geboten: «Ich habe dich zum Licht der Heiden gesetzt, daß du zum Heil seiest bis an das Ende der Erde!»Als die Heiden das hörten, wurden sie froh und priesen das Wort des Herrn, und es wurden gläubig, soviele ihrer zum ewigen Leben verordnet waren.

Jesus war aber kein Zauberer, das will Lukas mit seiner Geschichte sagen. Er hat zwar auch Wunder gewirkt, doch das war die Folge einer inneren Verwandlung, die Menschen widerfahren ist, als sie Jesus begegnet sind – Obwohl Gott Menschen so nahe ist, dass Paulus sagen kann, er ist in ihnen, zwingt er ihnen nicht seinen Willen auf, sondern verhilft ihnen dazu, sie selbst zu sein. Das geschieht paradoxerweise gerade dadurch, dass sie nicht auf ihrer Eigenständigkeit beharren, sondern sich öffnen, sich ergreifen lassen. Das ist die Erfahrung, die Paulus mit diesem Gott gemacht hat: Er wurde von sich selbst erlöst. Alois Prinz PRIDEC 92

Mittwoch 4.12.2013 - Apostelgeschichte 14,26-28 - Kursstudie: Der erste Christ von Alois Prinz: Kapitel 6 Von Zauberern und falschen Götzen - PRIDEC 99 - Die Mission

Unser Leben wie eine Missionsreise zu bekannten aber auch zu unbekannten Menschen leben, bis Türen des Glaubens aufgehen. Foto Fotolia

Die Faszination: Apg 14,26-28 Und von da schifften sie nach Antiochia, von wo aus sie der Gnade Gottes übergeben worden waren zu dem Werke, das sie [nun] vollbracht hatten. Als sie aber angekommen waren, versammelten sie die Gemeinde und erzählten, wie viel Gott mit ihnen getan und dass er den Heiden die Tür des Glaubens aufgetan habe. Sie verbrachten aber nicht geringe Zeit mit den Jüngern.

Der lebendige Gott, von dem Paulus den Heiden erzählt,  braucht keine Opfer. Er ist kein beleidigter oder zorniger Gott, der erwartet, dass die Menschen zu ihm kommen und ihre Schuld abzahlen. Nein, gerade umgekehrt ist es: er kommt auf die Menschen zu, um ihnen etwas zu geben. Ja Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. Alois Prinz PRIDEC 99 

28.8.2018

Montag 16.12.2013 - Fokus: Apostelgeschichte 17,16-34 - Apostelgeschichte 17,26-29 - Kursstudie: Der erste Christ von Alois Prinz:  PRIDEC 141 - Die Nähe Gottes

Gott ist uns näher, als es Menschen uns sein können und kann nur in der Liebe richtig wahrgenommen werden.

Die Orientierung: Apg 17,26-29 Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, daß es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im voraus die Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt, daß sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl spüren und finden möchten, da er ja nicht ferne ist von einem jeglichen unter uns; denn in ihm leben, weben und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: «Wir sind auch seines Geschlechts.» Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung gleich.

Der Gott des Paulus handelt ganz anders als der Gott der Philosophen. Er existiert nicht in majestätischer Zurückgezogenheit, nur für sich, sondern er ist ganz und gar für andere da. Er ist ganz Beziehung. – Für Paulus ist Gott keine abstrakte Größe, keine ominöse Macht, sondern er ist ein Liebender, der wirbt, sucht, sich freut und trauert. – Um Gott zu sehen, bedarf es einer besonderen Art der Wahrnehmung, die Paulus meint, wenn er davon spricht, dass ein Mensch vom Geist Gottes erfüllt ist. Letztlich kann ein liebender Gott  nur wieder durch eine liebende Erkenntnis erfasst werden. Damit soll aber nicht ein Gegensatz von Vernunft und Gefühl, Denken und Glauben behauptet werden. Vielmehr ist damit ausgesagt, dass wirkliches Erkennen immer Liebe voraussetzt oder, wie es der Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal es ausdrückte: „Liebe und Vernunft sind ein einzig Ding.“ Alois Prinz PRIDEC 141