Leonhard Ragaz - Die Bibel eine Deutung - Die Gechichte Israels / Die Propheten

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Samstag 6.4.2013 - Die Chronik: Die Gründer des ersten Staates Israel - Richter 6,1-40 - Richter 6,33+34 - RAGBDI 62 - NOUISL 36 - Die Person und der Geist

Nicht sich in der trägen Masse einrichten, sondern sich dorthin orientieren, wo Gott durch seinen Geist am Werk ist und sein Einfluss zunehmen kann.

Die Orientierung:

Richter 6,33+34 Als nun die Midianiter und die Amalekiter und die Morgenländer sich vereinigt hatten und herübergezogen waren und sich in der Ebene Jesreel lagerten, da rüstete der Geist des HERRN den Gideon aus; und er ließ die Posaune blasen und rief dem Hause Abieser, daß sie ihm nachfolgten;

Gott, der lebendige Gott, ist nicht mit der Masse, sondern mit dem Geist. Der Sieg ist da wo er ist. In der Masse ist viel Hemmung durch Feigheit und Bequemlichkeit. Die großen Dinge werden durch Minderheiten gewagt und vollbracht, mit denen Gott ist. Leonhard Ragaz aus "Die Bibel eine Deutung - Die Geschichte Israels / Die Propheten" Seite 62

Diszipliniert leben bedeutet so leben, dass Du nur dort sein möchtest, wo Gott mit dir ist. Je tiefer und bewusster du dein geistliches Leben führst, desto leichter wirst du zwischen einem Leben mit und ohne Gott unterscheiden können, und desto leichter wirst du die Orte verlassen, wo Gott nicht mehr mit dir ist. Henri Nouwen aus "Die innere Stimme der Liebe" Seite 36  

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Montag 8.4.2013 - Die Chronik: Die Gründerzeit des ersten Staates Israel - Der Fokus: Das tragische Gelübde Jephtas Richter 11,29-40 - Richter 11,36+37 - RAGBDI 77 -  Die Fähigkeit Gottes Opfer zu bringen - Die Fähigkeit als Christ Opfer zu bringen

Von Gottes Opfer lernen, als Christ Opfer unterschiedlichster Art zu bringen, um dadurch ein zeugnis von ihm zu sein

Die Orientierung:

Richter 11,36+37 Sie aber sprach zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund dem HERRN gegenüber aufgetan, so tue an mir, wie es aus deinem Munde gegangen ist, nachdem der HERR dich an deinen Feinden, den Kindern Ammon, gerächt hat! Und sie sprach zu ihrem Vater: Das werde mir gestattet, daß du mich zwei Monate lang verschonest, damit ich auf die Berge steigen und über meine Ehelosigkeit mit meinen Freundinnen weinen kann.

Die Tochter Jephtas illustriert auch großartig und ergreifend die höchste Begabung und Berufung der Frau überhaupt: die Fähigkeit und Willigkeit, den Mann zum Opfer zu ermutigen und selbst das Opfer zu bringen. – Die tiefste Kraft aller Geschichte ist nicht die Gewalt, sondern das Opfer. Nicht das Schwert schafft den Sieg, sondern das Kreuz, nicht das Vergießen fremden Blutes, sondern des eigenen. Der echte Siegesweg der Völker geht durch ihre Opfer hindurch. Auch der Weg jedes Führers, besonders dessen, der von unten kommt, geht durch schwere, oft furchtbare Opfer, Opfer oft am Liebsten und Teuersten. Durch das Opfer wird die Gewalt gebrochen und gesühnt. Wie tragisch, aber auch wie notwendig ist die Geschichte von Jephtas Tochter. Leonhard Ragaz aus "Die Bibel eine Deutung - Die Geschichte Israels" Seite 77

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Donnerstag 9.4.2015 – Die Chronik: Die Gründungszeit des ersten Staates Israel - Der Fokus: Manoahs Gebet Richter 13,8-24 - Richter 13,17-20 / Jeremia 23,29 / Lukas 12,49  - RAGBDI 83 - Jesus der Feuerwerker

Das Opfer Gottes, Christus ihm immer wieder neu mit unserem Leben darbringen, dass das Feuer vom Himmel entzündet und sein wunderbares Licht sichtbar wird.

Die Faszination:

Richter 13,17-20 Und Manoach sprach zum Engel des HERRN: Wie heißt du? Denn wenn dein Wort eintrifft, so wollen wir dich ehren! Aber der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du nach meinem Namen? - er ist ja wunderbar! Da nahm Manoach das Ziegenböcklein und das Speisopfer und opferte es dem HERRN auf dem Felsen, und er tat ein Wunder; Manoach aber und sein Weib sahen zu. Denn als die Flamme vom Altar gen Himmel stieg, fuhr der Engel des HERRN in der Flamme des Altars hinauf. Als Manoach und sein Weib solches sahen, fielen sie auf ihr Angesicht zur Erde. – Lukas 12,49 Ich bin gekommen, daß ich ein Feuer anzünde auf Erden; was wollte ich lieber, denn es brennete schon!  

Wo Gott der Lebendige hervortritt, da geschieht es stets im Feuer. „Ist nicht mein Wort wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschlägt? (Jer.23,29) Aber noch bedeutsamer ist die Antwort, die Gott auf die Frage des Manoach gibt, wie sein Name sei: „Was fragst du nach meinem Namen – ist er doch wunderbar.“ Der lebendige Gott ist stets das Wunder. Leonhard Ragaz aus "Die Bibel eine Deutung - Die Geschichte Israels" Seite 83

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Donnerstag 11.4.2013 - Die Chronik: Die Gründungszeit des ersten Staates Israel - Der Folkus: Die daniter nehmen den Götzen und Priester Michas mit Richter 18,14-26 - Richter 18,18-20 - RAGBDI 94 - Der Götzendienst

Uns als Christen nicht benutzen lassen oder anderen Fixierungen nachgehen, was uns Anerkennung und Einfluss verspricht, aber Gott nicht mehr Gott sein lässt

Die Mahnung:

Richter 18,18-20 Als nun jene in Michas Haus kamen und das geschnitzte Bild, das Ephod und die Teraphim und das gegossene Bild nahmen, sprach der Priester zu ihnen: Was macht ihr? Sie antworteten ihm: Schweig! Lege deine Hand auf den Mund und zieh mit uns, dass du uns Vater und Priester seiest! Was ist besser für dich, Hauspriester eines einzelnen Mannes, oder Priester eines Stammes und Geschlechts in Israel zu sein? Da ward dem Priester wohl ums Herz; und er nahm das Ephod und die Teraphim und das geschnitzte Bild und trat unter das Volk.

Der Eine, heilige und lebendige Gott wohnt sozusagen bloß in der Stiftshütte. Er lebt, ohne Bild gesprochen, inmitten Israels bloß als Geheimnis und Erkenntnis weniger. Er ist sozusagen mehr eine Möglichkeit als eine selbstverständliche Wirklichkeit. Die Breite der Wirklichkeit wird nicht vom Reich Gottes beherrscht, sondern von der Religion; nicht von dem Einen, heiligen und lebendigen Gott, sondern von allerlei Göttern und Götzen; nicht vom Gehorsam und der Gerechtigkeit, sondern vom Kultus. Und allerlei Menschlichkeiten hängen daran, besonders Geld und Macht. - Wohnt nicht auch inmitten der Christenheit Gott, der Eine, heilige und lebendige, mehr als Möglichkeit denn als Wirklichkeit? Ist er nicht doch auch die heilige Macht und Wirklichkeit, die immer wieder in der revolution Gottes ausbrechen kann. Leonhard Ragaz aus "Die Bibel eine Deutung - Die geschichte Israels" Seite 94

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Montag 8.10.2018 – Fokus: 2.Könige 14,23-29 / Amos 1-3Amos 3,10RAGBDP 266Die Qualität ehrlich zu sein

Ein grundehrliche Haut sein und dabei anderen Menschen gerecht werden.

Die Umkehr: Amos 3,10 Sie sind keiner ehrlichen Handlung fähig, spricht der HERR, sondern häufen durch Unrecht und Gewalt in ihren Palästen Schätze an.

Israel lebt allein durch den Gehorsam gegen seine Berufung; es es besteht allein durch die Treue gegen seinen Auftrag. Worin besteht aber dieser mit seiner Berufung verbundene Auftrag? Er drückt sich in einem Wort aus: Gerechtigkeit und zwar soziale Gerechtigkeit. Leonhard Ragaz RAGBDP 266

 

Montag 29.1.2018 – Fokus: 2.Könige 22+23 - 2.Könige 23,25-27- RAGBDI 297 - Die Geschichte Israels / Die Reformation Josias / 622 vor Christus

Von der Reformation durch Jesus, aber auch durch die Josias und Luthers inspiriert werden, dass wir in der Tiefe verwandelt werden und als wirklich reformierte Menschen leben können.

Die Orientierung: 2.Kön 23,25-27 Und seinesgleichen ist vor ihm kein König gewesen, der sich also von ganzem Herzen und von ganzer Seele und mit allen seinen Kräften dem HERRN zuwandte, ganz nach dem Gesetze Moses; auch nach ihm ist keiner seinesgleichen aufgestanden. Doch kehrte sich der HERR nicht von dem Grimm seines großen Zornes, womit er über Juda erzürnt war, um aller Ärgernisse willen, womit Manasse ihn gereizt hatte. Denn der HERR sprach: Ich will auch Juda von meinem Angesicht hinweg tun, wie ich Israel hinweg getan habe, und ich will diese Stadt Jerusalem, die ich erwählt hatte, verwerfen, und das Haus, von dem ich gesagt habe: Mein Name soll daselbst sein!

Wir haben in der Geschichte des Josia und der mit ihm verknüpften sogenannten prophetischen Reformation ein Stück falscher Theokratie vor uns. Diese Reformation ist, so gut sie gemeint ist, doch ein oberflächliches Werk. Sie schafft mehr Schein als Wesen. Sie ist bloß eine „Geste“. Sie arbeitet mit unzulänglichen, ja mit verwerfenden Mitteln: mit der weltlichen Macht und sogar mit dem frommen Trug. – Die Wendung musste von größerer Tiefe kommen. – Gott wollte vorwärts. – Aber umsonst ist doch auch diese prophetische Reformation nicht gewesen. Sie hat doch, wie wir gezeigt haben, Baal in einer bestimmten Form endgültig gestürzt. Sie hat die Bahn für eine neue Entwicklung frei gemacht. Sie hat dem Volk etwas eingehaucht, was schließlich doch auch rettend geworden ist. Leonhard Ragaz - Die Geschichte Israels / Die Propheten S.297f 

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21.SONNTAG NACH TRINITATIS 28.10.2012 - Predigttext: Jeremia 29,1-14 - Jeremia 29,10-11 - RAGBDI 312+315 - Aufleben in Schwierigkeiten

Immer wieder den Ausgang aus gottlosem und ausweglosem Leben finden, um wieder voll den Auftrag wahrzunehmen, die Gott uns gegeben hat.

Die Faszination: Jer.29,10-11 Denn so spricht Jahwe: Sobald siebzig Jahre für Babel voll sind, werde ich mich eurer annehmen und mein gutes Wort an euch erfüllen, euch an diesen Ort zurückzubringen. Denn ich weiß ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht Jahwe, Gedanken des Friedens und nicht zum Unglück, um euch Ausgang und Hoffnung zu gewähren. 

Der zweite große Gewinn der Katastrophe aber ist: Israel ist nun Baal los. Denn Baal hing eben auf der einen Seite mit „Grund und Boden“ zusammen und auf der anderen Seite mit dem Volk als „Nation“ zusammen. Das ist nun vorbei. Babylon hatte ja seinen Baal und der konnte nicht zugleich Israels Baal sein. Israel musste sich an seinen Gott halten. – Das Exil bedeutet eine lange, harte Schule der Entwöhnung, der Abstinenz von allem Baalsdienst, der Erneuerung von Gott her zu Gott hin. – Israel ist durch seine Propheten gerettet worden. Ganz besonders durch Jeremia, seinen letzten vor dem Untergang, der dank seiner kein endgültiger Untergang geworden ist. Leonhard Ragaz RAGBDI 312+315