Der Meilenstein: Gottes Kreation sein und bleiben

Die Meilensteine

Wer nämlich – und nämlich ist namentlich! – berufen wurde, der weiß daß alle Schöpfungsakte zu ihrer Stunde eingesetzt und in Kraft gesetzt werden. Eugen Rosenstock Huessy ERHSM1 46

Montag 10.8.2020 – Der Fokus: Apostelgeschichte 17,16-34 Paulus in Athen - Apostelgeschichte 17,26-28Das Werk Gottes - MALGBK 201 – Der Meilenstein: Gottes Kreation sein und bleiben

Gott in unserem Lebens in allen seinen Zusammenhängen wahrnehmen, indem wir es zutiefst bejaen und allen Illusionen absterben, dass wir Christen Gottes Schöpfung durch unseren Alltag sind, Augenblick um Augenblick

Die Faszination:

Apg 17,26-28 Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, dass es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im voraus die Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt, dass sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl spüren und finden möchten, da er ja nicht ferne ist von einem jeglichen unter uns; denn in ihm leben, weben und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: «Wir sind auch seines Geschlechts.»

Es liegt so viel Fluchtverhalten in unserem Streben nach dem geistlichen Leben. Wir flüchten uns aus unserer konkreten, scheinbar so banalen Wirklichkeit, die voll von Gottes Nähe ist, in ein künstliches Dasein, das unseren Vorstellungen von Frömmigkeit und Heiligkeit entspricht, aber wo es Gott nicht gibt. Solange man selbst bestimmen will, wo man Gott findet, läuft man nicht Gefahr, dass man ihn trifft. Man trifft nur sich selbst – eine retuschierte Ausgabe seines Ichs. Echtes geistlicghes Leben fängt dort an, wo ich bereit bin zu sterben. Und gibt es ein schnelleres Sterben, als wenn wir Gott Augenblick um Augenblick unser Leben umformen lassen und unaufhörlich sein Werk bejaen. Wilfried Stinissen zitiert von Magnus Malm aus „Gott braucht keine Helden“ Seite 201

Ja mein Gott, ich will Dich wahrnehmen, als meinen Schöpfer, indem ich Dein Werk durch meinen Alltag und durch meine Umfelder ohne Widerstände zulasse. Leider bin ich viel zu spät dran, weil ich Dir bisher – aus Unwissenheit – zu wenig Raum zur Wirkung gegeben habe. Mein ganzes Sein und mein Ausdruck, soll Dich hervorbringen, wie Du es durch Deinen Sohn in Vollendung tun konntest. Lehre mich, wie ich das zulassen kann.

Samstag 22.8.2020

Danke für die letzten Tage, bei denen ich Dich einweben wollte in meinen Tag. Ja webe Du mich ein in Dein Willen an diesem Tag. Es ist unfassbar, dass Du uns so nahe bist und unser Leben gestalten willst, wenn wir es zu lassen. Ja weiter so, mache mich zu Deinem wunderbaren Werk mein Gott!