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Jeremia 20,7 / Johannes 7,16

Montag 2.10.2017 – Der Fokus: Jeremia 20,7-18 Jeremia klagt Gott sein Leid über sein Leben - Jeremia 20,7 / Johannes 7,16Die Geschichte / Die Propheten - Leonhard Ragaz 

Die Propheten Gottes der Geschichte, aber auch der Moderne auf uns wirken lassen, auch wenn wir dadurch dasselbe Schicksal erleiden wie sie

Die Faszination: 

Jeremia 20,7 HERR, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen; du bist mir zu stark geworden und hast mich überwunden! So bin ich zum täglichen Gelächter geworden, jedermann spottet über mich; 

Der rechte Prophet hat Vollmacht. Das unterscheidet ihn von jeder anderen Gestalt. – Diese Vollmacht muss der Prophet selbst empfinden, sonst ist er kein Prophet. Sie muss als Zwang über ihn kommen. „Wehe wenn ich nicht rede …“ Auch Jesus beruft sich auf diese Vollmacht: Meine Lehre stammt nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Johannes 7,16+17) Dieses Bewusstsein mag der Prophet in Demut haben, im Gefühl der eigenen Schwäche und Kleinheit, oder auch in stolzer Selbstbehauptung gegen die Anmaßung der weltlichen und geistlichen Gewalten. – Im Propheten, so können wir auf dieser Linie abschließend sagen, tritt die Unmittelbarkeit Gottes, die alle Mächte der Vermittlung auf die Seite schiebt und alle heiligen Überlieferung aufhebt. Er ist das Wunder der Geschichte. Er ist jenes Moment der Überraschung, das wir als Grundelement aller Geschichte immer wieder angetroffen haben. Er ist Träger der Schöpfung Gottes in der Geschichte. Leonhard Ragaz 

Ja abba Vater, Du sollst Dich mit mir auseinander setzen dürfen, wie Du durch mich reden kannst, in Einzelgesprächen oder in Predigten. Ich möchte es erleben, dass Dein Wort durch mich nicht leer zurückkommt, sondern zur Umkehr führt und Frucht bringt. Ja das möchte ich noch erleben, dass Du uns noch überraschen kannst und nicht die alte Leier auf der Straße oder auf der Kanzel gespielt wird.