Freitag 17.4.2020 – OSTERMONTAG – Der Predigttext: Lukas 24,36-45 - Lukas 24,39 / Kolosser 3,1-3  – Jesus der Auferstandene - Die Ganzheit des Christen - GRÜWZL 403

Zunehmend wahrnehmen mit Christus auferstanden zu sein, um verwandelt zu werden ganz wir selbst zu sein und nachdem zu trachten, was Gott will

Die Faszination:

Lukas 24,39 Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an, und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie er es bei mir seht. – Kol 3,1-3 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so suchet, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben, nicht nach dem, was auf Erden ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.

Auferstehung heißt auch für uns, ganz wir selbst zu werden, frei zu werden von den Oberflächlichkeiten des Alltags, frei zu werden von der Macht anderer Menschen, von ihren Ansprüchen und Urteilen, aufzustehen vom Uneigentlichen zum Eigentlichen, einzutreten in das innere Heiligtum, in dem Gott in uns wohnt und indem wir in Berührung kommen mit dem unverfälschten und unberührten Bild Gottes von uns. Anselm Grün aus „Jesus, Wege zum Leben“ Seite 403

Montag 12.11.2012 - Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Lukas 15.1-32 - Lukas 15,8 - GRÜWZL 349 - Die Ganzheit der Person - EJWZL

Alle Anteile des Lebens in sich zulassen und in Christus vereinigen lassen, um alles Verlorene und scheinbar Sinnlose ins Ganze unserer Persönlichkeit von Gott zu seiner Ehre integrieren lassen zu können.

Die Orientierung:

Lukas 15,8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, wenn sie eine Drachme verliert, zündet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit Fleiß, bis sie sie findet? 

Die Frau hat eine von zehn Drachmen verloren. Zehn ist die Zahl der Ganzheit. Eins ist ein Bild für die Einheit. Wenn die Frau eine Drachme verloren hat, fällt sie aus ihrer Ganzheit, aus ihrer Einheit mit sich selbst und mit Gott. Sie hat ihre Mitte verloren. Und ohne diese Mitte nützen ihr die neun Drachmen  auch nichts. Sie fallen auseinander. Sie sind nicht mehr miteinander verbunden. Die Frau weiß um ihren Verlust. Sie hat sich selbst verloren. Gregor von Nyssa deutet die Drachme als Bild für Christus. Psychologisch könnte man sagen, die Drachme symbolisiert das Selbst. Wer sein Selbst verloren hat, der tut nach außen Vieles. Aber allem fehlt die Mitte, die Kraft, die Klarheit. - Die Frau fegt das ganze Haus aus. Sie fegt den Schmutz weg, der sich auf den Boden ihres Hauses gelegt hat. Gregor von Nyssa deutet diesen Schmutz als Bild für die Unachtsamkeit, mit der wir leben. Wenn wir uns unachtsam auf viele Aktivitäten einlassen, dann verschmutzt unser Haus. Wir sind nicht mehr Herr im Haus. Es legt sich eine Schicht von Staub auf den Boden unserer Seele. So müssen wir kräftig fegen, um wieder an den ursprünglichen Glanz unserer Seele zu gelangen. Anselm Grün aus "Jesus, Wege zum Leben" Seite 349