Foto Fotolia

.

Jesaja 65,1

Freitag 7.3.2025 – Die aktuelle StudieJesaja 65,1Gott als FreundFrank C.Laubach LAUIJM 62

Die geöffneten Arme Gottes wahrnehmen, ihn dann umarmen, sich ganz auf ihn einlassen und ihn in unser Leben ganz einbeziehen, um sein Wirken zunehmend zu erleben

Die Orientierung:

In Jesaja 65,1 liest man, wie sehr sich Gott nach dieser ursprünglichen Freundschaft zu den Menschen sehnt: «Ich sagte zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief: Hier bin ich, hier bin ich. Den ganzen Tag streckte ich meine Hände aus nach einem abtrünnigen Volk, das einen Weg ging, der nicht gut war und den sie selbst geplant hatten.» Diese Worte gelten auch heute noch. Gott sehnt sich nach Freundschaft mit dir und mir. Und um so eine Beziehung zu ermöglichen, setzte Gott das Wertvollste, Liebste und Beste ein: seinen einzigen Sohn Jesus. Er ist Gottes lautes Rufen nach einer Freundschaft mit Menschen. Aus Jesus.ch

Eine Errungenschaft der Freundschaft mit Gott ist, dass man ihn immer besser kennenlernt. Wenn sich zwei Menschen ineinander verlieben, kann ein derart starkes Gefühl der Verbundenheit und des Glücks entstehen, dass man womöglich sich selbst in der sich vertiefenden Entdeckung des anderen Menschen verliert. Das Ich und die geliebte Person werden gleichermaßen real. Daraus ergeben sich folglich drei Fragen, die wir stellen könnten: Glaubst du an Gott? Das führt nicht sehr weit, denn auch die Dämonen glauben und zittern deswegen, Zweitens: Bist du mit Gott vertraut? Wir sind mit Menschen vertraut, mit denen wir einige geschäftliche Beziehungen hatten. Drittens: Ist Gott dein Freund? oder anders gefragt: Liebst du Gott? Diese dritte Stufe ist die wirklich lebenswichtige. Wie kann man sie erreichen? Genau auf die gleiche Weise, wie man jede Freundschaft entwickelt: indem man Dinge gemeinsam tut. Die Tiefe und Intensität der Freundschaft wird von der Vielfalt und dem Ausmaß der Dinge abhängen, die wir gemeinsam tun und genießen. Wird die Freundschaft dauerhaft bleiben? Auch dies hängt wiederum von der Dauerhaftigkeit unserer gemeinsamen Interessen ab, sowie davon, ob sich unsere Interessen in immer weitere Kreise ausdehnen, so dass wir nicht stagnieren. Die höchste Freundschaft ist auf Wachstum angewiesen. Sie muss progressiv sein, so wie das Leben selbst progressiv ist. Freunde müssen miteinander gehen; sie können nicht lange auf der Stelle treten, denn das bedeutet den Tod der Freundschaft und des Lebens 

Die Freundschaft mit Gott ist wie die Freundschaft des Kindes mit Vater oder Mutter. Genau wie ein idealer Sohn tagtäglich in eine engere Beziehung zu seinem Vater hineinwächst, so können auch wir in eine engere Liebe zu Gott hineinwachsen, indem wir uns für seine Interessen weiten, seine Gedanken teilen und uns an seinen Unternehmungen beteiligen. 

Als Werkzeug Gottes, das dazu diente, die Liebe zu erschaffen, war weit mehr als alles andere das Kreuz von Bedeutung, an dem der liebevollste Mensch, den die Welt je gekannt hat, mit seiner ganzen Qual hängt und uns weiter liebt. Dieses Kreuz wurde für ein Drittel der Welt zum Symbol der Religion und der Liebe, denn es rührt an die tiefsten Tiefen der menschlichen Liebe. 

Alles bleiben bloße Worte, solange man sich nicht daran macht, Gott dabei zu helfen, Unrecht zu beheben, den Hilflosen zu helfen, andere zu lieben und das alles mit Gott zu besprechen. Dann stellt sich ein starkes Gefühl des ganz offenen, warmen, vertrauten Herzens der Wirklichkeit ein. Gott fließt einfach in dich ein und du weißt, dass er in deinem Herzen da ist. Er ist dein Freund geworden, indem er mit dir zusammenwirkt. 

Frank C.Laubach aus „In jeder Minute bist Du da“ Seite 62f

 Ja mein Gott, ich möchte Dein Freund werden, danke dass Du schon meiner bist und Deine Hände nach mir ausstreckst, um mich zu umarmen. Ich lasse mich heute von Dir umarmen und möchte mich ganz auf Dich und Deinen Willen einlassen. Ich möchte dies solange tun, bis ich erkenne, dass Du mit mir und meiner Entwicklung weiter gekommen bist.