Dienstag 8.10.2019 – Die aktuelle Studie – Der Fokus: 2.Korinther 13,11-13 Das Wichtigste zum Schluss des Briefes – 2.Korinther 13,13 / Philipper 2,1Die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist - koinonia - Frederick Brotherton Meyer

Zunehmend innigere Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist feinsinnig suchen und tiefgehender finden, um ihn durch uns wirken lassen zu können  

Die Orientierung:

2.Korinther 13,13 Die Gnade Jesu Christi, des Herrn, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Phil 2,1 Gibt es nun irgendwelche Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und Erbarmen,

Wie oft werden diese Worte ausgesprochen, ohne dass die Tiefe ihrer Bedeutung beachtet wird. Das Wort Gemeinschaft will auf einen gemeinsamen Besitz hinweisen. - Wie groß sind doch die Vorzüge solcher göttlichen Gemeinschaft! Nie mehr brauchen wir uns einsam zu fühlen; jeden Augenblick dürfen wir uns an den heiligen Geist wenden, um Rat und Leitung. Seine Hilfsquellen sind uns jederzeit aufgeschlossen; es ist unmöglich seine Bereitwilligkeit uns zu helfen, zu stark in Anspruch zu nehmen oder gar zu erschöpfen; Er will uns begleiten bei jeglicher Arbeit, in jedes Leiden hinein! Wahrlich, wenn wir nur Zeit nähmen, uns diese wunderbaren Tatsachen zu vergegenwärtigen, so wäre kein Raum mehr da für die Verzagtheit, die uns zuweilen allen Mutes und Trostes zu berauben droht.

Es versteht sich, dass wir sehr sorgfältig umgehen müssen, mit den zarten Empfindungen, der heiligen Gesinnung unseres göttlichen Bundesgenossen. Wir können Ihn nicht rücksichtslos betrüben, durch unsere Härte oder Unreinheit, und dann im nächsten Augenblick uns um Hilfe und Leitung wieder zu Ihm wenden. Solche göttliche Verbindung verlangt von unserer Seite Wachsamkeit, ein zartes Gewissen, einen biegsamen, Gott anheimgegebenen Willen, – ein Herz, das keine andere Liebe, kein Verlangen, keinen Abgott – nichts duldet, das nicht im Einklang stände mit der Gemeinschaft des heiligen Geistes. Frederick Brotherton Meyer aus Evangeliums.net

Donnerstag 4.7.2019 – Die Chronik: Die Vollendung der PauluslehreDer Fokus: Hebräer 5,11-6,13 Die Gefahr nachlässig zu werdenHebräer 5,13+14Frederick B. MeyerDie Fähigkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden

Die Sinne der Seele schärfen, indem wir als Kinder Gottes immer festere Speise zu uns nehmen und verdauen, um dann Gut und Böse unterscheiden zu können

Der Lebensstil:

Hebreäer 5,13+24 Wer aber nur Milch verträgt, ist noch ein Kind. Er ist nicht in der Lage, die Lehre von der Gerechtigkeit Gottes zu begreifen. Feste Nahrung dagegen ist für Erwachsene, für reife Menschen, die durch ständigen Gebrauch geschärfte Sinne haben, um zwischen Gut und Böse zu unterscheiden.

Der Wert unserer leiblichen Sinne ist kaum zu überschätzen. Wie ist doch z. B. der Sinn des Geruchs der Vermittler höchsten Genusses, wenn er uns den Duft der Gärten, Wälder und Felder zuträgt; wie kann er uns auch schützen vor verborgenen Gefahren, die unseren sorglosen Schritten drohen. Durch Gottes gnädige Vorsorge strömen schädliche Stoffe, widrige Gerüche aus, wodurch wir vor zu großer Annäherung gewarnt werden. Auch die Seele ist mit Sinnen begabt, die im Gebiete des inneren Lebens von ungeheurer Wichtigkeit sind. Je rascher wir sind im Unterscheiden des Guten und Bösen, desto mehr können wir mit stets zunehmender Sicherheit das eine erwählen und das andere vermeiden. Schon von ferne ahnen wir entweder den zu erwartenden Segen, oder den drohenden Fluch. Frederick B. Meyer aus Evangeliums.net

Donnerstag 6.6.2019 – Die Chronik: Die Gründungszeit des ersten Staates IsraelDer Fokus: Krieg mit den Philistern und Sauls Ungehorsam 1.Samuel 13,1-23 . 1.Samuel 13,9-13 - Frederick Brotherton Meyer - Das Lamm Gottes  - Die Gnade

Gott für unseren Alltag und besonders für die Herausforderungen gnädig stimmen, dann wird er uns als seine Arbeiter bestätigen und uns Gelingen schenken

Die Mahnung:

1.Samuel 13,9-13 Da sagte Saul: "Bringt mir die Tiere für das Brand- und Freudenopfer her!" Dann brachte er selbst das Opfer dar. Als er gerade mit dem Brandopfer fertig war, kam Samuel. Saul ging ihm zum Segensgruß entgegen."Was hast du da getan?", fragte Samuel. "Ich sah, dass das Volk mir davonlief", erwiderte Saul, "und du kamst nicht zur vereinbarten Zeit, und die Philister standen schon in Michmas. Da dachte ich: Nun werden sie nach Gilgal herunterkommen, und ich habe Jahwe noch nicht gnädig gestimmt. Da habe ich es gewagt und das Brandopfer selbst dargebracht." "Das war sehr dumm von dir!", sagte Samuel. "Du hast den Befehl von Jahwe, deinem Gott, nicht ausgeführt. Denn gerade jetzt hätte er dein Königtum über Israel für immer bestätigt. 

Die Tat schien an sich unbedeutend, und einem oberflächlichen Urteil gegenüber mochte sie den Verlust des Königreichs nicht rechtfertigen; aber sie deutet auf einen tieferen sittlichen Mangel. Saul hatte nicht gelernt, dem Befehl des Herrn zu gehorchen; wie sollte er regieren können? Er konnte die raschen Eingebungen seiner Natur nicht beherrschen: wie sollte er Gottes erwähltes Werkzeug sein? Er handelte mehr nach den Grundsätzen der Vernunft, als nach dem Glauben: wie konnte er ein Mann sein nach dem Herzen Gottes? – Die Unruhe und Hast, wodurch unsere gegenwärtige Zeit sich kennzeichnet, darf unsere Arbeit für den Herrn nicht berühren, denn dadurch würde der Fortschritt des Evangeliums eher aufgehalten, als gefördert. - Wir müssen auf Gott warten lernen. Er mag sich vielleicht nicht zeigen, bis die bestimmte Zeit beinahe vorbei ist; aber Er wird kommen. Er wartet auf den genauen Augenblick, da Er uns seine Hilfe am besten erweisen kann; zwar nicht ehe die Geduld geübt, aber doch ehe sie ausgegangen ist. Indessen können wir ruhig sein; unsere Sicherheit ist verbürgt; Er wird schon dafür sorgen, dass uns die Philister nicht überwältigen. - Frederick Brotherton Meyer  aus Evangeliums.net

Mittwoch 30.1.2019 – Die Chronik: HesekielDer Fokus: Hesekiel 40Hesekiel 40,2-4Frederick B. MeyerDas Gebet als Visionen sehen -  Jesus will uns baun zu einem Tempel

Gott seine Wege mit uns über Höhen und durch Tiefen führen lassen, dass er uns Visionen von seinem Wirken seinem Volk durch uns zeigen kann

Die Faszination:

Hesekiel 40,2-4 In einer göttlichen Vision brachte er mich nach Israel und setzte mich auf einem sehr hohen Berg ab. In südlicher Richtung war etwas wie eine Stadt auf dem Berg erbaut. Als er mich dorthin brachte, sah ich einen Mann, der aussah, als wäre er aus Bronze. Er stand neben dem Eingang zu einem Torweg und hielt eine Schnur aus Leinen und eine Messrute in der Hand. Der Mann sagte zu mir: »Menschenkind, sieh her und hör zu. Achte genau auf das, was ich dir jetzt zeige. Du wurdest hierher gebracht, damit ich es dir zeige. Berichte dem Volk der Israeliten alles, was du gesehen hast.«

Wir sind berufen Gottes Zeugen zu sein, göttliche Visionen zu schauen, und dann unseren Brüdern mitzuteilen was wir gesehen, gehört und mit unseren Händen betastet haben von dem Worte des Lebens. Wenn die Städte in Dunkelheit und Nebel gehüllt sind, so nimmt der Künstler seine Mappe und steigt hinauf zu den Bergen, wo er einen Ausblick hat. Dort sieht er die krystallene Schönheit des reinen Schnees, die zarten Farben des Sonnenaufgangs und -Untergangs, die wundervolle Pracht der Gletscher mit ihrem bläulichen Schimmer. Er überträgt der Leinwand, was er gesehen hat, und steigt dann wieder von der Höhe hinab. In einer Bildergalerie stellt er sein Gemälde auf, wo es stillschweigend von den wunderbarsten Naturstimmungen Zeugnis ablegt. Die Kunstinteressierten sind vielleicht geneigt, den Maler der Übertreibung zu überführen. Ja – aber sie sind nicht da gestanden, wo er stand, sie haben nicht gesehen, was er sah! - Gott führt seine Kinder oft überraschende und unerwartete Wege. Von allen Seiten werden sie bedrängt; ihre Geliebten werden ihnen entrissen; ihre Gesundheit oder ihr Vermögen verlieren sie; sie müssen durch das versengende Feuer der Lästerung, des Missverständnisses, der Versuchung hindurchgehen. Aber das sind gerade die Zeiten, wo sie aufmerksam beherzigen sollten, was ihnen gezeigt wird, um den Weg zu erkennen, den Gott mit ihnen geht, den Trost, womit Er sie tröstet, die Hilfe, womit Er sie umgibt. Sie gehen durch diese Erfahrungen, damit sie sich selbst, ihren Gott und seine Führungen mit seinem Volk kennen lernen können. Dann sollen sie berichten, was sie gelehrt worden sind, auf dass es Fürstentümern und Herrschaften in dem Himmel bekannt wird, die vielfaltige Weisheit Gottes an der Gemeinde.“ Keine Offenbarung, keine Vision wird uns nur zur persönlichen Freude gegeben; wir sollen alles anderen mitteilen. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Mittwoch 23.1.2018 – Die Chronik: HesekielFokus: Psalm 97+101Psalm 101,2Frederick B.MeyerDas Leben in der Familie - Die aktuelle Chronik: Europa - 22.2.2019 56.JAHRE NACH ÉLYSÉE-VERTRAG:Merkel und Macron besiegeln neuen Freundschaftsvertrag

Lernen Gott durch unser Leben souverän unter unseren Nächsten zur Wirkung kommen zu lassen, um ihn so zu verherrlichen.

Der Lebensstil:

Psalm 101,2 Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die zu mir gehören, und wandle treulich in meinem Haus.

Unter den nächsten Menschen ist es wohl am Schwersten, umsichtig oder wie es eigentlich heißen sollte, vollkommen zu leben. Dies scheint leichter zu sein als unter Fremden. Aber das ist sicher: ein Mensch ist an anderen Orten nicht wirklich besser, als er es zuhause ist. Sein Wert lässt sich nicht bemessen, nach dem was nach außen von ihm gedacht und gesagt wird, wohl aber nach der Beurteilung derer, die ihn im gewöhnlichen Umgang des eigenen Hauses erleben.

Stets vollkommene Freundlichkeit denen zu beweisen, die du bei jeder Mahlzeit triffst; völlige Selbstbeherrschung üben, wenn kleine, unbedeutende Unvollkommenheiten dich reizen, oder du von Provokationen wie von Insekten gestochen wirst; so zu leben, dass der Charakter stark bleibt und die Würde unverletzt bleibt – Gottes Ideal der Liebe zu leben  – dazu braucht es im höchsten Maß Gnade, die Gott uns geben kann. Einmal gut sein ist leicht, aber täglich mit ungeteiltem Herzen leben, das ist schwer.

Bedenke, dass dich Gott durch das häusliche Leben zu den größten Siegen erzieht und vorbereitet. Hier kannst du die Stufen der Heiligung am besten lernen. Du brauchst nicht an Konferenzen teilzunehmen, noch in die Predigten und Heiligungsversammlungen zu laufen; wenn du dich entschließen willst, mit lauterem Herzen in deinem eigenen Hause zu leben, da würdest du bald entdecken, wie weit entfernt du davon bist, vollkommen zu sein, ja wie du der Geringste aller Heiligen bist. Trachte nach heiligem Leben in deinem eigenen häuslichen Umfeld, dann wird Gott zu dir kommen, unter deinem Dach wohnen, und die Geschichte von dem Haus in Bethanien, in den Jesus wirkte, wird sich für dich und die Deinen wiederholen. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Mittwoch 16.1.2019 – Die Chronik HesekielFokus: Hesekiel 24-26Hesekiel 24,16-18 / 1.Korinter 7,29+30 -  Frederick B.MeyerDas Mitleiden

Sich auch nicht von tiefer Trauer vereinnamen lassen, um das Leid von anderen wahrnehmen und sie dann trösten zu können.

Der Lebensstil:

Hes 24,16-18 Menschensohn, siehe, ich will die Lust deiner Augen durch eine Plage von dir wegnehmen; aber du sollst weder klagen noch weinen und keine Tränen darüber vergießen. Seufze still, aber veranstalte keine Totenklage! Binde deinen Kopfbund um und lege deine Schuhe an deine Füße; verhülle den Bart nicht und iß kein Trauerbrot! Als ich nun am Morgen früh zum Volke geredet hatte, starb mir am Abend mein Weib. Da tat ich am andern Morgen, wie mir befohlen war.

Das war ein plötzlicher Schlag, der den Propheten traf, seine Ehefrau war gestorben. Am Morgen war seiner Augen Lust noch da gewesen und hatte für ihn gesorgt; am Abend war sie gestorben. Es ist im Orient Sitte, dass ein Leidtragender seinem Schmerz durch lautes Schreien Luft macht; aber in diesem Falle war es Hesekiel verboten. Hesekiel durfte seufzen, – aber nur leise. Keine Totenklage sollte stattfinden; er sollte weder weinen noch fasten, denn seine Aufgabe sollte ihn ganz erfüllen. Die Not des Volkes war schwerer als sein persönliches Leid; in seiner stummen Zurückhaltung sollte er den feierlichen, stillschweigenden Jammer darstellen, womit Israel in die Gefangenschaft ging.

Wir werden hier erinnert an die Worte des Apostels: Denn ich sage euch, Brüder, die Zeit ist kurz bemessen: In Zukunft sollten die, die Frauen haben, so sein, als hätten sie keine.Wer weint, soll sich nicht von Trauer überwältigen lassen, und wer fröhlich ist, nicht von Freude.  (1. Kor. 7,29+30). - Es gibt auch in unserer Erfahrung Zeiten, wo die persönlichen Empfindungen den nationalen und allgemeinen untergeordnet werden müssen. Da gilt es das Schluchzen unterdrücken, unsere beinahe unbezwingbare Bewegung beherrschen, ein stilles und ruhiges Äußere bewahren, um uns desto kräftiger und unablässiger der schreienden Not anderer widmen zu können. Edleres lässt sich nicht denken, als jene Selbstbeherrschung, die das Gesicht wäscht und schön macht, um losgelöst von sich selbst, desto mehr sich der eigentlichen Lebensaufgabe hinzugeben, um die Leidenden aller Art zu trösten. – Wie gut wäre es doch, wenn unsere Herzen so frei von Selbstsucht wären, dass unsere warme Teilnahme allen Bekümmerten offen stehen könnte! Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Mittwoch 2.1.2019 – Fokus: Hesekiel 7-9Hesekiel 8,12 - Frederick B.MeyerDie permanente Umkehr

Alle Räume unseres Herzens öffnen, dass Gott darin aufräumen und wohnen kann, dann erfahren wir Freiheit und Sicherheit in einem.

Die Mahnung:

Hesekiel 8,12 „Siehst du, Mensch, was die Ältesten von Israel hier im Finstern tun und jeder in seiner Bilderkammer zu Hause?“ Sie denken: „Jahwe sieht es nicht, Jahwe hat das Land verlassen!“

Gibt es in unserem Innern, das ein Heiligtum Gottes sein sollte, keine solche Bilderkammern? Sind nicht etwa auch böse Gedanken und Vorstellungen auf den Wänden unserer Herzen eingegraben? Ach, dem mag wohl also sein. Hinter einem feinen und lieblichen Äußeren können schreckliche Geheimnisse verhüllt sein, die Gott allein offenbar sind. Im Verborgenen unserer Herzen mögen unreine Vögel nisten – in der Dunkelheit der Seele, unheilige Gedanken ihr Wesen treiben. Wie nötig ist die in jenen ergreifenden Worten des alten Kirchengebets enthaltene Bitte: „Reinige du die Gedanken unserer Herzen, durch den Einfluss deines heiligen Geistes, dass wir dich vollkommen lieben können.“ - Es gibt eine Erlösung von allen diesen Gräueln, durch die Gnade und das Blut von Jesus Christus. Er kann befreien und bewahren. Er kann die Seele mit seiner Gegenwart so sehr erfüllen, dass die Sünde ganz verabscheuungswürdig wird. Unser Gefühl mag so geschärft werden, dass wir vor der leisesten Berührung des Bösen uns zu Jesu flüchten, noch ehe die Versuchung sich zu ihrem ersten Angriff gerüstet hat. Heiliger Geist, bewahre dein Volk, wir bitten dich! Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net

Donnerstag, den 27.12.2018 – Fokus: Hesekiel 1-3Hesekiel 1,13-19Frederick B.MeyerDie alles umfassende Schöpfung Gottes

Die Schöpfung Gottes, als vollkommenes Geschehen begreifen, die nie aufgehört hat, sondern innerlich von ihm erleuchtet, uns in sie mit hineinnehmen will.

Die Faszination:

Hesekiel 1,13-19 Mitten zwischen den Lebewesen war etwas, das aussah wie brennende glühende Kohlen und wie Fackeln, deren Feuer zwischen ihnen hin und her zuckte. Das Feuer leuchtete hell, und Blitze schossen aus ihm. Auch die Lebewesen selbst liefen hin und her. Es sah aus wie ein Wetterleuchten. Als ich die Lebewesen näher betrachtete, sah ich an der Vorderseite von jedem ein Rad, das den Boden berührte. Alle Räder waren gleich gebaut und funkelten wie Edelsteine. Es sah aus, als ob ein Rad mitten im anderen wäre, sodass sie nach allen vier Richtungen laufen konnten, ohne gedreht zu werden. Ihre Felgen hatten eine gewaltige Höhe und waren furchtbar anzusehen: Sie waren alle vier voller Augen. Wenn die Lebewesen sich fortbewegten, bewegten sich auch die Räder mit ihnen, und wenn sie sich von der Erde erhoben, erhoben sich auch die Räder.  

Diese lebendigen Wesen, die Hesekiel später als Cherubim erkannte, sollten die ganze lebende Schöpfung darstellen. Des Löwen majestätische Kraft, die ausdauernde Arbeitskraft des Ochsen, der scharfe Blick und der kühne Flug des Adlers, waren auf vollständige Weise in diesen edlen Gestalten vereinigt. Die Räder mögen das darstellen, was wir die Gesetze der Natur nennen. Was wir hier zu beobachten haben, ist die völlige Übereinstimmung zwischen dem Geist, den lebendigen Wesen und den Rädern; wir lernen daraus die tiefe, heilige Wahrheit: dass, die im Geist leben und wandeln, auf die Mitwirkung, aller lebendigen Wesen und die Übereinstimmung der göttlichen Vorsehung zählen dürfen. Wenn wir aus freien Stücken und mit Bewusstsein den göttlichen Willen zu unserem Mittelpunkt machen, so sind wir im Kernpunkt vieler konzentrischer Kreise, und alles dies muss uns zum Besten dienen; alles ist unser. Frederick Brotherton Meyer aus Evangeliums.net

Freitag 9.11.2018 – Fokus: Jeremia 43-45Jeremia 44,4 / Matthäus 17,17Frederick Brotherton MeyerDie Sünde

Gott sich vorstellen, als empfindsamer Mensch, der zunehmend genervt ist von den gottlosen und schöpfungsvernichtenden Handlungen der Menschen.

Die Warnung: Jer 44,4 wiewohl ich alle meine Knechte frühe und fleißig zu euch gesandt habe und euch sagen ließ: Begeht doch diese Greuel nicht, welche ich hasse!

Es liegt etwas geheimnisvoll Persönliches in der Sünde. Sie ist nicht nur einfach eine Übertretung des allgemein anerkannten Gesetzes; sie schadet unserem eigenen Leben und vor allem betrübt sie das heilige liebevolle Herz Gottes, so dass sein Geist schmerzlich ruft: O tut es nicht! Ist nicht dieser Ruf überaus ergreifend, den die Sünde des Menschen dem Herzen Gottes auspresst. Er erinnert uns an jenen Seufzer Jesu: „o du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein und euch dulden?“ Matthäus 17,17 Wenn jemand empfindlich an den Nerven leidet, so ist es ihm fast unmöglich, das beständige Hin- und Hertrippeln eines Kindes in einem Zimmer über ihm zu ertragen. Er wird eher in bittendem, als in gereiztem Tone sagen: „Mein Kind, tue das nicht mehr; ich kann es nicht ertragen.“ Gottes heiliges Wesen empfindet jede Sünde in ungleich höherem Grade; sie ist Ihm weit unausstehlicher, als der Lärm für abgespannte Nerven; ist es nicht, als hörten wir Ihn sagen, wenn wir im Begriff sind, eine Sünde zu begehen: „O tue doch nicht diese Gräuel, die ich hasse?“

Wie sehr Gott die Sünde hasst, das sehen wir am Kreuze. Um sie zu tilgen, hat Er seines eingeborenen Sohnes nicht verschont, sondern Ihn dem bitteren Weh Golgathas preisgegeben. Wie sehr auch der Sohn Gottes die Sünde hasst, beweist der blutige Schweiß in Gethsemane, als die Schuld einer ganzen Welt auf Ihm lastete. Wie sehr muss der heilige Geist, dessen Tempel unser Leib ist, jegliche Sünde hassen, die uns verunreinigt. Einstimmig warnt dich, der du Böses im Sinne hast, also die heilige Dreieinigkeit. Hüte dich, der ewigen Liebe Schmerz zu bereiten, und bitte, dass der Hass Gottes gegen die Sünde auch dir eingepflanzt werde. Frederick Brotherton Meyer aus Evangeliums.net

Dienstag 6.11.2018 – Fokus: Jeremia 36+37Jeremia 37,20+21Frederick Brotherton MeyerUnd gib uns unser täglich Brot

Nicht nur in Verfolgungszeiten, als Diener Gottes Versorgung von ihm kühn erwarten und erhalten.

Die Ermutigung: Jeremia 37,20+21 Doch hör mich an, mein Herr und König! Ich flehe dich an! Schick mich bitte nicht ins Haus Jonatans zurück! Das wäre mein Tod." Da ordnete König Zidkija an, Jeremia in den Wachthof zu verlegen. Dort bekam er täglich ein Rundbrot aus der Bäckergasse, bis es in der Stadt kein Brot mehr gab. So blieb Jeremia im Wachthof. 

Also sorgte Gott für seinen Diener. Sein Leben war gesichert vor dem Hass seiner Feinde, und sein tägliches Brot mangelte ihm nicht. Wenn du im Dienst Gottes stehst, darfst du dich kühn auf Ihn verlassen; Er wird dein nicht vergessen. Auf die unwahrscheinlichste Weise wird dein Brot dir gegeben werden, und an Wasser wird es dir nicht fehlen. Frederick Brotherton Meyer aus Evangeliums.net

Montag 5.11.2018 – Fokus: Jeremia 33-35Jeremia 33,3F.B. MeyerDas Gebet als Anrufen

Gott mit höchster Intensität anrufen, dass er sein Wort erfüllt und uns unfassbare Dinge mitteilt, die uns weiter in ein Leben mit ihm hineinziehen.

Die Faszination: Jeremia 33,2+3 So spricht Jahwe, der alles geschaffen, Jahwe, der alles geformt und bereitgestellt hat, Jahwe ist sein Name:"Rufe mich an, dann antworte ich dir und Teile dir große, unfassbare Dinge mit, von denen du nichts weißt.

Wir müssen die heilige Kunst des Gebetes lernen. Gott spricht: „Rufe mich an!“ Es freut Ihn, wenn wir uns im Gebet an Ihn wenden. Wir tun wohl daran zu glauben, dass Er alles aufs Beste ausführen wird; aber dies kann ausarten in eine Entschuldigung für geistige Trägheit; daraus müssen wir aufgeweckt werden, durch die Aufforderung, den Herrn anzurufen. Wir können nicht erwarten, dass Er uns große und gewaltige Dinge zeigen wird, wenn wir dem Befehl, ihn anzurufen, nicht nachkommen. Übe dich darin, stille vor Ihm zu warten, bis Er dir auf das Herz legt, um was du bitten sollst. Das aus Gott geborene Gebet, steigt zu Gott auf, mit der Gewissheit der Erhörung.

Wie groß ist die Verheißung, die Er uns gibt! Wir sehnen uns darnach, dass große Dinge geschehen in unseren Kirchen, Gemeinden und Kleingruppen, in den Herzen und dem Leben unserer Angehörigen. Wir würden gerne sehen, dass gewaltige Schwierigkeiten gelöst, das Krumme gerade, das Höckerige eben gemacht wird. Alles dieses soll geschehen. Was uns unmöglich ist, das ist möglich bei Gott. Die Rätsel deines Lebens können gelöst werden auf den Befehl Gottes. Die eisernen Tore werden sich öffnen, das Meer wird sich zerteilen, die Gräber werden ihre Toten wieder geben. Komme nur in die rechte Stellung zu Gott; lass Ihn ungehindert herrschen in deinem Leben; wage zu glauben, dass du bereits die Bitte hast, die du von Ihm erbeten hast, und dann gehe mutig vorwärts im Glauben! Frederick Brotherton Meyer aus Evangeliums.net

Ja ich rufe Dich an, dass sich Dein Wort, Deine Zusagen erfüllen, zum Beispiel dass Du uns große, unfassbare Dinge mitteilst, von denen wir nicht einmal eine Ahnung haben. Danke für die Entwicklungen der letzten Wochen. Deine Wunder zeigen sich in unserem ganz normalen Alltag. Wie Du ihn und uns Mensch lenkst und korrigierst ist genial, auch wenn es nur langsame Prozesse sind. Es scheint, dass wir oft vor verschlossenen Türen stehen, doch die Türen unserer Herzen sind verschlossen, dass wir sie nicht aufmachen können. Ja führe Du uns weiter heraus aus dem müden und desorientierten Christenleben, das niemand mehr anziehen kann. Lass uns Christsein in dieser Welt!

Dienstag 30.10.2018 – Fokus: Jeremia 25+26Jeremia 26,12+13 - Frederick Brotherton MeyerDie Propheten Israels

Alle Register der Umkehr und der prophetischen Rede ziehen, indem wir Gott unser Leben zur vollen Umgestaltung anbieten.

Die Orientierung: Jeremia 26,12+13 Darauf erwiderte Jeremia: "Jahwe hat mich beauftragt, gegen dieses Haus und gegen diese Stadt all das zu weissagen, was ihr gehört habt. So bessert nun euer Leben und euer ganzes Tun und hört auf Jahwe, euren Gott. Dann wird es Jahwe leidtun und er wird das Unheil nicht über euch kommen lassen.

Welche wunderbare Erfüllung jener Verheißung bietet uns dieses Kapitel! Hier steht der furchtsame Mann allein auf für seinen Gott, inmitten einer wogenden Volksmenge. Obschon sein Leben auf dem Spiel steht, und es ratsam erscheinen möchte, es durch völliges Stillschweigen zu erkaufen, so will er sich nicht zurückhalten. Er besteht darauf, dass Gott ihn gesandt habe, und ruft der wütenden Menge zu, sie sollen ihr Wesen bessern und zu Jehovah umkehren. Hätte Johannes der Täufer also gesprochen, wir hätten uns nicht verwundert; aber dass dieser zurückgezogene, ängstliche Mann diesen Ton anschlägt, das beweist uns die umgestaltende Kraft der Gnade Gottes.

Hieraus können die von Natur Schüchternen und Furchtsamen Hoffnung schöpfen. Lege deine natürlichen Anlagen Gott dar, und bitte Ihn, sie mit Stahl und Eisen zu beschlagen. Vor allem, suche die lebendige Gewissheit, dass Gott mit dir ist; dann tue deinen Mund auf und rede. Der in dir ist, der ist größer, als der in der Welt ist. Die Überzeugung, von Gott gesandt zu sein, das Bewusstsein, dass es seine Eingebung ist, die deine Seele begeistert – das ist unumgänglich notwendig, um zielbewusst und kräftig vorgehen zu können. Sobald wir wissen, dass der lebendige Vater uns gesandt hat, so können wir dastehen gleich einer ehernen Mauer. Frederick Brotherton Meyer

Donnerstag 5.10.2017 – Fokus: Jeremia 27+28 - Jeremia 27,12-13 / Hebräer 12,6 - F.B.Meyer - Gottes allmächtige Wirken zulassen

Unser Schicksal, als Therapie Gottes verstehen und dabei lernen, ob als Freier, Diener oder Sklave, Gott allein zu dienen.

Die Faszination: Jer 27,12-13 Und zu Zedekia, dem König von Juda, redete ich ganz ähnlich und sprach: Unterziehet euren Nacken dem Joch des babylonischen Königs und dienet ihm und seinem Volke, so sollt ihr leben! Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, durch Hungersnot und Pest, wie der HERR dem Volk angedroht hat, das dem babylonischen König nicht dienen will?

Hebräer 12,5+6 Mein Sohn, wenn der Herr dich zurechtweist, dann sei nicht entrüstet, sondern nimm es an, denn darin zeigt sich seine Liebe. Wie ein Vater seinen Sohn erzieht, den er liebt, so erzieht der Herr jeden mit Strenge, den er als sein Kind annimmt.

So sei es auch bei dir. Nimm die Erziehungen Gottes an und denke daran, dass er Dich erzieht, wie ein Vater seinen Sohn erzieht. Demütige dich unter die gewaltige Hand Gottes. 1.Petrus 5,6+7 Blicke über den Stolz und die Grausamkeit der Menschen hinweg, auf die zulassende Hand deines himmlischen Vaters. Bemühe dich das, was deine gegenwärtige Erziehung dich lehren soll, recht aufzunehmen und zu beherzigen. Sie wird nur eine Zeit lang dauern. Kommt es dir vor, dass indessen die Menschen ihre Rechte überschreiten? Räche dich nicht selbst, sondern gib Raum der harten Erziehung Gottes; übergebe deine harten Beziehungen ihm; die Vergeltung und die Gnade ist sein. Etwas überarbeitet und ergänzt nach  Frederick Brotherton Meyer aus Evangeliums.net

Dienstag 26.9.2017 – Fokus: Jeremia 7+8 - Jeremia 7,3-7 - F.B.Meyer - Gerechtigkeit leben

Wer glaubt der bleibt, er weiß wie er wandeln soll im Dickicht des Alltags, weil er ungewöhnliche Dinge tun kann, die seinem Inneren entspringen.

Die Herausforderung: Jer 7,3-7 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Bessert euren Wandel und eure Taten, so will ich euch an diesem Orte wohnen lassen! Verlaßt euch nicht auf trügerische Worte wie diese: «Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies!» Denn nur wenn ihr euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert, wenn ihr wirklich Recht schafft untereinander, wenn ihr die Fremdlinge, die Waisen und Witwen nicht bedrückt und an dieser Stätte kein unschuldiges Blut vergießt und nicht andern Göttern nachwandelt zu eurem eigenen Schaden, dann will ich euch an diesem Orte wohnen lassen, in dem Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit. –

Die Menschen können an den heiligsten Zeremonien festhalten und daneben die größten Verbrechen begehen. Die Gegenwart eines Tempels mit allem seinem Priesterdienst beweist noch nicht die vorhandene Heiligkeit, sondern oft sogar das Gegenteil. In gewissen Ländern erflehen sich ja selbst die Räuber den Segen des Himmels für ihre geplanten Mordtaten und Plünderungen. Unsere Sicherheit besteht nicht in äußeren Formen, sondern darin, dass wir unsere Wege und Handlungen bessern. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass wir gottselige Eltern gehabt, oder uns mit heiligen Dingen abgegeben haben; auch unsere genaue Beobachtung gottesdienstlicher Formen kann uns nichts helfen, wenn wir es nicht redlich meinen mit Gott. Die wahre Religion besteht nicht im Tempeldienst, sondern in Demut, Selbstlosigkeit und Gottseligkeit. Frederick Brotherton Meyer

Mittwoch 2.3.2016 – Fokus: Hesekiel 16 - Hesekiel 16,14+15 - Frederick B.MeyerGottes Geliebte

Bei aller Attraktivität und Anziehungskraft, die uns Gott gegeben hat, nicht auf die Flirts hereinfallen, die uns von der Liebesbeziehung mit ihm abhalten. Foto Fotolia

Die Versuchung:

Hes 16,14+15 Und dein Ruhm erscholl unter den Heiden wegen deiner Schönheit; denn sie war ganz vollkommen infolge des Schmuckes, welchen ich dir angelegt hatte, spricht Gott, der HERR. Du aber verließest dich auf deine Schönheit und buhltest auf deine Berühmtheit hin und gossest deine Buhlerei über jeden aus, der vorüberging, und wurdest sein.

Wie reich ist dieses Kapitel an geistlicher Bedeutung für uns! Auch wir sind wie Kanaaniter; von Natur hatten wir keine Schönheit; sondern alles an uns musste die Abscheu des heiligen Gottes erregen. Wenn wir jetzt gewaschen und bekleidet, mit Gold und Silber geschmückt, mit seiner Leinwand, Seide und Stickereien geziert sind, – wenn wir uns nähren dürfen von Semmel, Honig und Öl, wenn wir zu königlichem Stand erhoben sind, so ist das alles nur Gnade, überschwängliche, unendliche Gnade Gottes. Es ist durchaus nichts da, dessen wir uns selber rühmen könnten. Von Ihm sind wir in Christo Jesu eingepflanzt, durch Ihn sind wir, was wir sind. Wir werden nur vollkommen durch seine Herrlichkeit, die Er auf uns gelegt hat.

In Christo sind wir mehr als Geduldete, wir sind Geliebte. Uns ist noch mehr geschenkt als Vergebung, – wir sind mit köstlichen Kleidern angetan. Der König hat sein Wohlgefallen an uns. In seinen Augen, weil seine Herrlichkeit auf uns ruht, sind wir lieblich und schön. Dieselbe Freude, die der Vater an Jesu hat, die hat Er auch an denen, die in Ihm sind. Wir mögen uns unserer Sündhaftigkeit aufs tiefste bewusst sein; aber Er erblickt keine Ungerechtigkeit in Jakob und sieht kein Unrecht in Israel. Wir brauchen uns nicht zu scheuen, unseren Platz einzunehmen unter den Heiligen, die sein Angesicht schauen, denn wir sind angenehm gemacht in dem Geliebten, und in seine Schönheit eingekleidet.

Aber anmaßend dürfen mir nicht werden. Wir haben gar nichts aus uns selbst. Wenn die Versuchung sich uns naht, uns auf unsere Frömmigkeit etwas einzubilden; uns selbst, um unserer Überlegenheit willen über andere, eine besondere Stellung anzumaßen; uns unabhängig zu halten von dem Freund unserer Seele, – dann lasst uns daran gedenken, wie und was wir waren. Frederick B.Meyer aus Evangeliums.net