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Richter 15,18+19 / Psalm 84,6

Mittwoch 23.4.2018 – Die Chronik: Die Gründungszeit des ersten Staates IsraelDer Fokus: Simson erschlägt tausend Phillister Richter 15,9-20 - Richter 15,18+19 / Psalm 84,6Alfred Christlieb - Das Gebet als Anrufen

Der Schrei nach Gottes Eingreifen für seine Kämpfe, die er durch uns führt, wird erhört durch neue Stärkung

Die Faszination:

Richter 15,18+19 Da ihn aber sehr dürstete, rief er den HERRN an und sprach: Du hast durch die Hand deines Knechtes dieses große Heil gegeben; soll ich nun aber vor Durst sterben und in die Hand der Unbeschnittenen fallen? Da spaltete Gott die Höhlung, die bei Lechi ist, so daß Wasser herausfloß; und als er trank, kehrte sein Geist wieder, und er lebte auf. Darum heißt man sie noch heute «Quelle des Anrufers»; sie ist bei Lechi.

Niemand sollte verzagen, wenn ihm sterbenselend zumute ist. Gott leitet manchmal die Wunder seiner Hilfe ein, indem er uns in jämmerliches Elend versetzt. Er will, dass wir schreien lernen. Wandle nur dein brennend heißes Verlangen in Anrufung Gottes, in flehendes Schreien: "Du hast Heil gegeben, nun muss ich vor Durst sterben!" Es wird auch bei dir heißen: "Da spaltete Gott die Höhlung, dass Wasser herausging." - Ein einziger Anrufer kann für eine ganz öde Gegend Belebung durch Gott erlangen. Fast immer geht es dabei durch hoffnungslose Nöte. Nie mag es dem Simson so jämmerlich zumute gewesen sein, als damals bei Lehi. An keiner Stelle mag man aber auch so dankbar seiner gedacht haben als dort. Die Stadt war gerettet, und die wasserlose Gegend hatte eine Quelle erhalten: Des Anrufers Brunnen! Psalm 84, 6 f. sagt: "Wohl den Menschen, die Gott für ihre Stärke halten und von Herzen ihm nachfolgen, die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen." - Möchten viele Brunnen des Anrufes entstehen, wo es jetzt noch dürre ist! Alfred Christlieb aus Evangeliums.net

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Richter 16,15-19 / Epheser 3,16

Freitag 14.6.2024 – Der Fokus: Richter 16,4-31 Simsons Fall und Rache - Richter 16,15-19 / Epheser 3,16Die Kraft / Die Stärke - Julia Kaluza

In der engen Beziehung zu Jesus lernen, unsere Kraft wie Haare - auch durch Schwächen zurück geschnittene - wachsen zu lassen, um Helden Gottes werden zu können, die ihn durch ihr Leben – auch unscheinbar – verherrlichen können

Die Orientierung: 

Richter 16,15-19 „Wie kannst du nur behaupten, dass du mich liebst!", warf Delila ihm vor. "Du vertraust mir ja nicht einmal! Dreimal hast du mich jetzt schon getäuscht und mir nicht verraten, woher deine große Kraft kommt." Tag für Tag redete sie auf ihn ein und quälte ihn so sehr, dass ihm das ganze Leben verleidet war. Da öffnete er ihr sein Herz und sagte: "Noch nie sind mir die Haare geschnitten worden. Ich bin nämlich von Geburt an ein Nasiräer Gottes. Würde man mir die Haare abschneiden, würde ich meine Kraft verlieren und schwach werden wie andere Menschen auch." Delila merkte, dass er ihr jetzt alles offenbart hatte. Sie schickte jemand zu den Philisterfürsten und ließ ihnen ausrichten: "Diesmal müsst ihr selbst herkommen, denn er hat mir alles anvertraut!" Da kamen sie und brachten das versprochene Silber mit. Delila ließ Simson auf ihren Knien einschlafen. Dann winkte sie einen von den Männern herbei und ließ die sieben Haarflechten Simsons abschneiden. So fingen sie an, ihn zu bezwingen, und Simson verlor seine Kraft. 

Epheser 3,16 Ich bitte Gott, euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet.

Haare stehen nicht nur in religiösen Darstellungen in engem Bezug zur Macht, auch Herrscher und Könige trugen Bärte und lange wallende Haare. Die häufigste bildliche Interpretation von Jesus Christus zeigt ihn mit langem gewelltem Haar. - Die Geschichte von Delila und Simson ist eine tragische. Die Haare Simsons haben hier eine ganz zentrale Rolle inne. „Danach gewann er (Simson) ein Mädchen lieb im Tal Sorek, die hieß Delila.“ So steht es im Buch der (Richter 16,4). Delila war eine Komplizin der Philister, welche dem großen Herrscher Simson feindlich gesinnt waren. Delila sollte als Lockvogel herausfinden, worin seine scheinbare Unbesiegbarkeit bestand. Auch wenn bisher nichts den großen Herrscher besiegen konnte, einer Frau gelang es in dieser biblischen Geschichte den Mann zu betören. Mehrfach konnte er ihr widerstehen, bis er doch auf einmal einen schwachen Moment verspürte und zu ihr sagte: „Es ist nie ein Scherenmesser auf mein Haupt gekommen, denn ich bin ein Geweihter Gottes (…). Wenn ich geschoren würde, so wiche meine Kraft von mir“ (Richter 16,16-21). Als er erschöpft in ihrem Schoss einschlief, rief sie nach einem Mann, der ihm seine Locken abschnitt und ihn somit entmachtete. Die Philister konnten ihn bezwingen und stachen ihm zusätzlich noch die Augen aus.

Simson, der scheinbar Unbesiegbare, der sogar ausgewachsene Löwen mit den bloßen Händen besiegt, wird kraftlos durch den Verlust seines Haars. Interessant ist auch, dass sich die Zuwendung Gottes scheinbar mit dem abgeschnittenen Haar verliert. Erst als die Haare wieder nachgewachsen waren, kehrten das Wohlgefallen Gottes und die Stärke Simsons zu ihm zurück. - Die Haare sind in dieser Erzählung Symbol für Stärke, Kraft und die Zuwendung Gottes. Fast schon mystisch wird hier das Haar inszeniert. Das Abschneiden der Haare ist ein bekanntes Symbol für die Entmachtung. Antiken Sklaven wurden oftmals die Köpfe kahl geschoren, und viele Krieger besiegelten auch symbolisch ihren Triumpf, indem die Unterlegenen einer Rasur unterzogen wurden. Beitrag von Julia Kaluza im Blog der TU Darmstadt Streethair: Körper, Mode und Ästhetik 

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Richter 16,27+28

Montag 17.6.2024 – Der Fokus: Richter 16,4-31 Simsons Fall und RacheRichter 16,27+28Die Kraft / Die Stärke - Holgus

Nach Versagen und Verführungen dem Geist Gottes, vom Sieg durch Jesus Christus über unsere inneren Feinde inspiriert, wieder Raum geben und ihn in unserem Alltag oder besonderen Werken wirksam werden lassen

Die Ermutigung:

Richter 16,27+28 Das Gebäude war voller Menschen, die zusahen, wie Simson verspottet wurde. Allein auf dem Flachdach saßen 3000 Männer und Frauen. Auch alle Fürsten der Philister waren da. Simson betete: "Herr, Jahwe, denk doch an mich und gib mir nur noch einmal meine alte Kraft! Ich will mich an den Philistern rächen - nur eine Rache für meine beiden Augen!" 

Früher erlebten geweihte Menschen Gottes wie Simson und wiedergeborene durch Jesus Christus zu allen Zeiten, Gott durch besondere Siege oder Segnungen auf unterschiedliche Art und Weise, durch besondere von Gott geschenkte Kräfte und Charismen ermöglicht. Auch wir heute, können durch Verheißungen ermutigt, eine Zunahme und ein Wachstum an Kraft anstreben und erleben, wie die unbeschnittenen Haare von Simson. Simson bekam körperliche Kraft und eine geniale List im Kampf mit den Feinden Israels, gegen die damals über sie herrschenden Philistern. Wir können die Kraft Gottes durch unser Sein und Tun im Umgang mit unseren Nächsten unserer Umfelder, sowie im spontanen oder stetigen Umsetzen von Werken, die Gott für uns vorbereitet hat erleben.

Simson wurde dann durch seine Geliebte Delila und die Philister, von einem Moment auf den anderen völlig geschwächt, weil er durch sie verführt die Ursache seiner Kraft verriet und ihm anschließend seine langen Haare nachts abgeschnitten werden konnten. Er kam dann ins Gefängnis und musste Korn durch eine von ihm angetriebene Mühle malen. Etwa ein Jahr war er nach der Erkenntnis von Auslegern im Gefängnis. Zeit genug, dass seine Haare wieder wuchsen. Was mag wohl während dieses Jahres in ihm vorgegangen sein? Ihm wurde wohl zutiefst bewusst, dass er verführbar war und dies vor Gott verarbeiten mußte. Gleichzeitig war er erfüllt von Rache den Philistern gegenüber. Aus dem Gefängnis auszubrechen hätte er wohl auch blind geschafft, aber blind konnte er kein Richter wie früher über Israel sein und die Feinde Israels siegreich bekämpfen. So wartete er wohl auf Gott, der ihm eine Gelegenheit ermöglichte, die Philister entscheidend zu schwächen, um die Israeliten von ihrer Herrschaft zu befreien. Diese Hoffnung muss ihn wohl im sicher tyrannisch geführten Gefängnis Zuversicht gegeben haben. 

Als Gott geweihte Christen sind wir dazu wie Simson geboren, dass wir an Kraft am inneren Menschen zunehmen. Simsons nahm seine Kraft an seinen langen Haaren wahr, die er nie abschnitt, wie es eben die Nasiräer tun. Die Zunahme an Kraft nimmt aber leider bei uns nicht automatisch zu, wie der Haarwuchs von Simson seit seiner Geburt. Je nachdem, wie uns unsere Wiedergeburt hervorgebracht hat, sind uns Kräfte nachgewachsen, die wir unseren Umfeldern wahrnehmbar zeigen konnten, vor allem wohl zuerst durch unser Zeugnis durch Wort und Tat. Im Lauf unseres Christenlebens wurden wir aber auch mehr oder weniger verführt und geschwächt, dass unsere Kraft beschnitten wurde oder nicht mehr wie Haare nachwachsen konnten. Viele Christen haben sich so mit einer kleinen Kraft, wie mit mehr oder weniger kurzen Haaren abgefunden. Andere haben sich auf die Suche gemacht, wie die Kraft Gottes nachwachsen kann, ohne dass sie wieder durch gottloses Verhalten abnimmt. 

Paulus hat uns den Weg aufgezeigt, wie wir an Kraft zunehmen können. Wir sollten es ihm nachmachen und den Vater unseres Herrn Jesus Christus bitten, dass er nach seinem großen Reichtum uns verleiht an Kraft zuzunehmen am inwendigen Menschen, dass Christus durch den Glauben in unseren Herzen wohnen kann. Dieses Gebet erhört Gott bestimmt, sicher nicht gleich, sondern wachstümlich. Wir haben dann durch den Geist Gottes aber auch selbst zu lernen, der Kraft Gottes in uns Raum zu geben und sie zu nähren, dass Jesus Christus  in uns wahrnehmbar wohnen und unser Leben mitgestalten kann. Er hat wie Simson unsere Feinde durch seinen Tod ein für allemal besiegt und hat uns frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Als die Israeliten hörten, dass Simson die Philister entscheidend geschwächt und sie ihre Herrschaft so nicht mehr über sie ausüben konnten, wachten ihre Lebensgeister wieder auf. Wir sollten deshalb auch wissen, dass unsere Feinde, die uns beherrscht haben vernichtend am Kreuz geschlagen wurden. Wir dürfen uns nun der Sünde abgestorben halten und sie so schwächen. Dann wacht der Geist Gottes in uns auf, der die Kraft Gottes in uns hervorbringt, die meist unscheinbar im Alltag fruchtbares Verhalten, nachhaltigen Segen hervorbringt. Holgus am 17.6.2024