Esaus Geschlecht und die prophetischen Träume Josefs - 1.Mose 36+37 - ca.1900 vor Christus

1.Mose 37,12-28 Die Brüder verkaufen Josef nach Ägypten

Donnerstag 18.7.2013 - Die Chronik: Die Schöpfung, das Drama Mensch und der Segen Gottes - Der Fokus: Genesis / 1.Mose 37,12-28 Die Brüder verkaufen Josef nach Ägypten - 1.Mose 37,19+20 - Die Prophetie - RAGBDU 242 - Expedition im Segen Tag 11

Träume in und um uns - auch unter Leiden - zulassen und lernen sie zu deuten, dass sich Gottes Schöpferkraft durch deren Verwirklichung zu seiner Ehre durchsetzen kann.

Die Orientierung:

1.Mose 37,19+20 Und sie sprachen zueinander: Seht, da kommt der Träumer her! Jetzt wollen wir ihn doch töten und in eine Zisterne werfen und sagen, ein böses Tier habe ihn gefressen; so wollen wir sehen, was aus seinen Träumen wird.

Die Vorsehung tritt im Leben Josephs zunächst als individuelles hervor. Eine ihrer Formen ist der Traum. Wir haben seine Bedeutung als Organ für die Sache Gottes, als Vision, Gesicht, schon am Beispiel des Jakobstraumes von der Himmelsleiter erwähnt. In der Geschichte Josephs wird seine Rolle noch größer. Der Traum hat aber noch allgemeine Bedeutungen: er ist als Vision und wohl auch noch als Ahnung, Intuition, die damit jedenfalls verwandt sind, ein Organ der Schöpfung. Ohne ihn kein wirkliches Schaffen, keine Kunst, nur Handwerk im menschlichen Sinne, nur Maschine und ohne ihn jedenfalls keine Geschichte, weder im Großen noch im Kleinen, weder im Allgemeinen noch im Speziellen, weder für die Gemeinschaft noch für den Einzelnen. – Der Traum, an den wir hier denken, ist vor allem auch Weissagung. Es kommt in ihm der schöpferische Sinn des Lebens zum Ausdruck. – Dabei taucht aber sofort eine Erscheinung auf, welche wie ein Schatten alle Träume und Visionen der Propheten und Genies begleitet: das Nichtverstandenwerden, von Seiten der Bestehenden und seiner Vertreter, der Hohn des bloßen Verstandes und die Eifersucht des bloßen Bestandes, die sich nicht durch etwas Größeres, als sie selbst sind, überbieten und verdrängen lassen wollen – auch ein Ur-Element der Geschichte. Leonhard Ragaz aus "Die Bibel eine Deutug - Urgeschichte" Seite 242

Ja abba Vater, Deine Gegenwart zu erleben und in ihr zu leben ist wichtiger als Segen zu erfahren, weil er nämlich nur aus unserem gemeinsam Gegenwärtigen hervorgehen kann. Bei den Visionen die Du schenkst geht es nur um die Sache des Reiches Gottes und nicht um unsere Verwirklichung und Ehre. Unsere Visionen müssen wir durchsetzen, Deine Visionen verwirklichst Du auf geheimnisvolle Weise zu Deiner Ehre. Letztendlich bin ich, ist jedes Kind Gottes eine Vision von Dir. Ja abba Vater, ich möchte Dir und Deinen Visionen nicht im Wege stehen. Schenke mir, schenke uns, dass wir unsere aber auch andere Träume deuten können wie Josef, dass wir die Verwirklichung Deines großen Traumes auf vielfältige Weise erleben können, Dein Reich Vater.