Die Inszenierungen Gottes durch Johannes und Jesus, auf die eine Sünderin voll anspringt - Matthäus 11,2-19 / Lukas 7,18-50 - Sommer 28 nach Christus

Matthäus 11,2-19 Jesus über Johannes

Matthäus 11,17-19 HOLGUS 140115 - Jesus der Musiker

Luk.7,31-35 Das Spiel der Kinder der Weisheit 

Lukas 7,35 – Gott als Regisseur / Die Weisheit Gottes - Pastor Stefan Herb (EmK)

Lukas 7,36-50 Jesus wird von einer Sünderin durch ihre Liebe verherrlicht 

Lukas 7,37+38 – Jesus der Liebeauslöser Holgus

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Matthäus 11,17-19

Mittwoch 4.7.2018 – Die Chronik: Der provozierende KönigDer Fokus: Matthäus 11,2-19 Jesus über JohannesMatthäus 11,17-19HOLGUS 140115 - Jesus der Unterhalter

Zur fetzigen oder traurigen Musik von Jesus oder des Alltags vor Gott in Bewegung bleiben und die Lebendigkeit tanzen, die er schenkt

Die Faszination:

Matthäus 11,17-19 Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht getanzt; wir haben geklagt, und ihr habt nicht geweint! Denn Johannes ist gekommen, der aß nicht und trank nicht; da sagen sie: Er hat einen Dämon! Des Menschen Sohn ist gekommen, der ißt und trinkt; da sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer, der Zöllner und Sünder Freund! Und die Weisheit ist durch ihre Kinder gerechtfertigt worden.

Für viele ist heute der Gottesdienst und die Gemeinde der Dreh‐ und Angelpunkt ihres Glaubens, wo sie Impulse für ihr Glaubensleben bekommen. Wie lange sind wir aber in unserer stillen Ecke, in unserer Kammer, um Gott allein und persönlich zu begegnen? Ich möchte das damit vergleichen, wie ich tanzen gelernt habe. Ich fand Musik die mich faszinierte, damals Songs von den Beatles, von Ten Years After und Chicago. Da konnte ich dann nicht mehr sitzen bleiben, sondern tanzte vor einem Glasschrank, so dass ich mich sehen konnte und bewegte mich nach der Musik, nach meinem ganz persönlichen Stil. Die Musik ist heute noch in mir und deshalb tanze ich gerne frei, wenn ich die Gelegenheit habe. In der Einsamkeit muss das Feuer brennen und die Musik spielen, die mich in Bewegung bringt. Das Feuer, das Gott in uns entzündet hat, muss täglich geschürt und Holz nachgelegt werden. Unseren ganz besonderen Tanz einzuüben, unsere Berufung als Christ und als einzigartiges Individuum zu leben, muss aus uns selbst kommen, das kann uns niemand lernen, außer Gott allein, weil er uns durch und durch kennt. Richard Foster der Autor des Buches Nachfolge feiern hält das tägliche Studium der Bibel, die Anschauung ihrer Akte in der Kontemplation, als wichtige Übungen zu einem ansteckenden Christsein. HOLGUS 140115

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Lukas 7,35

Mittwoch 26.1.2022 – Der Fokus: Luk.7,31-35 Das Spiel der Kinder der WeisheitLukas 7,35 Gott als Regisseur / Die Weisheit Gottes - Pastor Stefan Herb (EmK)

Wie Kinder beim Spiel des Lebens mitgehen, wenn es ums freudige aus uns herausgehen geht oder wenn wir in uns gehen, etwas betrauern oder bereuen müssen

Die Faszination:

Lukas 7,35 Und doch ist die Weisheit von allen ihren Kindern gerechtfertigt worden.

Die Weisheit Gottes ist immer im Recht – das zeigt sich durch alle ihre Kinder. Mit diesem Satz endet die Geschichte. Mit der Weisheit Gottes und deren Kinder. Es gibt offenbar doch nicht nur Spielverderber. Es gibt Kinder, die tatsächlich heulen, wenn Beerdigung gespielt wird, und es gibt Kinder, die anfangen zu tanzen, wenn andere zur Hochzeit aufspielen. Es gibt Menschen, die mit dem Täufer Johannes umkehren und es gibt solche, die sich vom Menschensohn zum Festmahl einladen lassen. Bei Jesus erfahren sie, dass Gottes Weisheit größer ist als all die Dummheiten, in die sich Menschen verirren. Kinder der Weisheit sind diejenigen, die Gott recht geben.

Es ist schon ein ungewöhnlicher Gedanke: das „Spiel“ des Lebens, bei dem es Mitspieler gibt, nämlich die Kinder der Weisheit, und Spielverderber, das sind die Dummen. Aber – so müssen wir uns fragen – ist das Leben denn ein Spiel? Und ob! Es steckt sehr viel mehr Spiel drin als wir denken: in der Mannschaft spielen wir zusammen, in der Diskussion spielen wir uns den Ball zu, in der Therapie spielen wir eine bestimmte Situation durch, am Arbeitsplatz verspielen wir uns gelegentlich Sympathien, manchmal spielen wir ein böses Spiel, um anderen eins auszuwischen, ja, wir sind unter Umständen sogar bereit, eine Freundschaft aufs Spiel zu setzen. Oder denken wir an die Spielregeln im Straßenverkehr oder daran, dass Menschen zum Spielball dunkler Mächte werden können. Das Leben ist ein Spiel. Mitunter sogar ein Tanz auf dem Vulkan. Also ein sehr ernstes Spiel. Denn es geht dabei um alles. Es geht um Hochzeit und Beerdigung. Es geht um Leben und Tod. Und doch ist es auch ein leichtes Spiel, ein fröhliches, denn es ist ein Tanz. Und alles kommt darauf an, dass wir mittanzen, dass wir uns in dieses Spiel hineinnehmen lassen, dass wir uns anstecken lassen von der Spielfreude, dass wir uns verlocken lassen zum Tanz des Lebens. Pastoraltheologe Pastor Stefan Herb (EmK)

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Lukas 7,37+38

Montag 31.1.2021 – Der Fokus: Lukas 7,36-50 Jesus wird von einer Sünderin durch ihre Liebe verherrlicht - Lukas 7,37+38Jesus der Liebeauslöser - Holgus

Von Jesus von Sünde überführen und fast gleichzeitig, sich durch ihn entlasten lassen und sich so zu einer überwältigenden Liebe zu Jesus entzünden lassen

Der Lebensstil:

Lukas 7,37+38 In dieser Stadt lebte auch eine Frau, die für ihren unmoralischen Lebenswandel bekannt war. Als sie erfahren hatte, dass Jesus im Haus des Pharisäers zu Gast war, nahm sie ein Alabastergefäß voll Salböl und ging dorthin. Sie trat an das Fußende des Liegepolsters, auf dem Jesus sich ausgestreckt hatte, kniete sich hin und fing so sehr zu weinen an, dass ihre Tränen seine Füße benetzten. Sie trocknete sie dann mit ihren Haaren ab, küsste sie immer wieder und salbte sie mit dem Öl.

Unsere Liebe zu Gott bzw. zu Jesus ist davon beeinflusst, inwieweit wir uns als Sünder wahrnehmen und persönlich Vergebung notwendig haben. Je weniger wir uns vom Geist Gottes und von der Wahrheit erforschen und überführen lassen, desto weniger ist uns unsere Schuld bewusst und die Vergebung, die sie auflöst. Was mag wohl konkret die Liebe dieser Frau ausgelöst haben? Dieser Frage nachzugehen kann wohl nur ein Hineinversetzen in ihr Leben erschließen. Diese Liebe muss durch ein großes, persönliches Schuldbewusstsein ausgelöst worden sein, das wohl Jesus selbst inspiriert hat, weil er für sie die Vergebung verkörpert hat. Was unterscheidet uns von ihr? So gut wie nichts, wir alle sind unendlich viel Gott schuldig und können genauso viel von dieser Schuld entlastet, erlöst sein. Die Liebe ist ein Produkt, der Offenbarung unserer Schuld und der Vergebung Gottes, die nur Jesus selbst entfalten kann. Holgus 31.1.2022