Johannes 12,24

Mittwoch 15.4.2020 – KARFREITAG - Der Predigttext: 2.Korinther 5,15-21 - 2.Korinther 5,15  / Johannes 12,24 – Jesus leben und lieben - HOLGUS 15.4.20

Im Humus des Sterbens von Jesus Christus zunehmend aufgehen und wurzeln, wie ein lebendiger Organismus, dass so durch sein Leben aufwachsen und für ihn leben kann

Der Lebensstil:

2.Korinther 5,15 Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.

Jesus Christus ist unter anderem dafür gestorben, dass wir nicht mehr für uns selbst oder für andere leben, sondern für ihn. In seinem Tod, löst sich alles Eigene, Gottlose auf, wenn wir uns in ihn hinein begeben. Nur hier werden wir von uns selbst erlöst, die wichtigste Erlösung. Es ist gut in diesem Tod Zeit zu verbringen und sich weiter verwandeln zu lassen. Immer wieder, noch besser ist es jeden Tag, in diesem Tod, aber auch in seinem Leben zunehmend aufzugeben. Das ist wie das Sterben eines Menschen, der von seinem Leben erlöst wird. Das braucht seine Zeit, bis alle Motive sterben bzw. durchdrungen werden von dem einen Motiv für Jesus zu leben. Das ist wie das Sterben eines Weizenkorns und sein Aufgehen im Humus. Erst dann wenn der Trieb durch die Erde ins Licht tritt, können wir diesen Tod und dieses Leben genießen und diesen Prozess weiter fördern. Holgus am 15.4.2020

Ja mein lieber Rabbi, das soll geschehen! Alles muss durch Deinen Tod durch, dass es Leben in Deinem Sinne wird, ewig. Für diesen Prozess will ich Dir Zeit geben. Wie die Natur sich alles zurückerobert, was sie einmal verdrängt hat. So soll Deine Natur alles verdrängen, was sich in  mir Deinem Leben verweigert. Ja mein lieber Rabbi, durchdringe nun meinen Tag, meine Beziehungen, meine Arbeit, die Projekte, durch die Du Dich verherrlichen willst.

Freitag 27.3.2020 – Die aktuelle Studie - Der Fokus: Johannes 12,23-50 Jesus sagt seine Kreuzigung voraus - Johannes 12,24Das Ego sterben lassen - Martin Schleske

Im Alltag zunehmend lernen, das sich verselbstständigende Leben absterben zu lassen, um in Verbindung mit Jesus das tun zu können, was Gott für uns vorsieht

Die Orientierung:

Johannes 12,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, so bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, so bringt es viele Frucht.

Wir sollen nicht durch eine weltflüchtige Sehnsucht nach Vollkommenheit unser Leben zerstören. Wir sollen vielmehr durch Widrigkeiten und Enttäuschungen hindurch unsere heutige Berufung erfüllen. Es sind die Geburtswehen der zukünftigen Welt. Wir sind immer Werdende. Selbst unser Vergehen wird ein Werden sein. Das Weizenkorngleichnis sagt: Dein Leben ist kein Sterben, das seinem Tod entgegen lebt. Wäre es so, dann wären wir unentwegt Getriebene. Wir müssten in unserem weizenkornkurzen und -kleinen Leben alles erleben, alles herausholen, alles perfektionieren, müssten uns verewigen. – Die Nähe zu Gott, in der wir heute schon leben können, entfaltet eine andere Freiheit; Wir leben nicht unserem Tod entgegen, sondern wir sterben unserem Leben entgegen Nicht erst in unserer letzten Hingabe (dem Tod), sondern auch in jeder alltäglichen Hingabe an das, worin wir heute schon Sinn erahnen und Freude erfahren, wird stets etwas Schlummerndes zum Leben erweckt. Es ist die Schönheit der Gnade , die das tut. Martin Schleske aus dem Artikel der Zeitschrift Aufatmen 1/2020 „Heilsame Gegensätze“.

Ja mein lieber Rabbi, Du bist gestorben, dass wird mit Dir mitsterben, um dann mit Dir in diesem, aber auch im ewigen Leben leben zu können. Jeder Tag können wir unserem Leben entgegen sterben. Es gibt viele Möglichkeiten dazu: Nicht Recht haben und sich nicht verteidigen zu wollen zum Beispiel. Vertiefe das in mir, wie ich Dich in mir so zunehmend mehr leben lassen kann.

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Donnerstag 22.1.2015 – Die Buchstudie: Zwölf Schritte der HeilungJohannes 12,24 / 2.Korinther 12,9 - ROHZSH 32 - Das Ego sterben lassen Kapitel 1 Machtlosigkeit - Aufgehen in der Schwachheit und des inneren Sterbens

Immer weiter als Weizenkorn schwach werden und in unserer Erde Gott absterben, um aufzugehen im Licht Gottes, um fruchtbar in underen Umfeldern wirken zu können. 

Die Herausforderung:

Johannes 12,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. - 2.Korinther 12,9 Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 

Erst wenn wir ganz unten angekommen sind und unser Reservetank leer ist, haben wir keinen Grund mehr, einfach auf eine höhere Oktanzahl unseres Brennstoffes umzusteigen. Erst wenn wir auf einen Menschen, eine Situation, ein Ereignis, eine Idee, einen Konflikt oder eine Beziehung stoßen, die wir selbst nicht managen können, machen wir Bekanntschaft mit dem wahren Manager. – Diejenigen die bisher glaubten, ihr Leben im Griff zu haben oder in Griff kriegen zu können, werden versuchen mittels Willenskraft und Bestimmtheit ein noch stärkeres Selbst aufzubauen, um die Zügel wieder in die Hand zu bekommen und die Kontrolle wieder zu erlangen. – Dieses Selbst reagiert immer unangemessen oder falsch. Seine Reaktion wird das Leben, die Liebe oder das innere Leben niemals vertiefen oder verbreitern. Unser Ego ist immer an Äußerlichkeiten gebunden, weil es keine innere Substanz hat. Es definiert sich durch Anhaftungen und Abneigungen. Die Seele dagegen haftet weder an, noch hasst sie – sie begehrt und liebt und lässt los. Richard Rohr aus "Zwölf Schritte der Heilung" Seite 32

Oh tut das gut Vater, wieder aufzugehen in Dir, meinem Grund und Boden, in dem ich wie ein Weizenkorn wieder neu aufweichen kann. Wir werden immer wieder hart und unfruchtbar, wenn wir nicht in Dir aufweichen, wenn wir unsere absolute Machtlosigkeit nicht anerkennen können. Warum entziehen wir uns immer wieder diesem Boden, der fruchtbar nass und mit vielen Nährstoffen reich gesegnet ist? Nur gut, dass es immer wieder Situationen gibt, in denen wir aufweichen müssen, wollen wir nicht weiter verhärten und verkümmern. Wenn wir aber schwach sein und innerlich sterben können, dann kann Deine Kraft wieder fließen. Unsere Fixierungen oder unsere Abneigungen zeigen uns an, dass wir hart geworden sind und keine innere Substanz mehr besitzen. Lass uns doch weiter in Dir aufgehen, immer weicher und weicher werden! Nur gut, dass Du uns immer wieder ans Ende bringst, um einen neuen Anfang zu ermöglichen.