Apostelgeschichte 3,15

Dienstag 30.8.2016 – Die Chronik: Die Verherrlichung des Königs - Der Fokus: Die erste Heilung und Predigt von Petrus - Apostelgeschichte 3,1-26 Apostelgeschichte 3,15 - GRÜBVJ 152 - Jesus der Anführer zum Leben

Vom Fürst des Lebens höchstpersönlich allein und gemeinsam dirigiert werden, um seine Kompositionen durch unser Leben umzusetzen.

Die Faszination:

Apostelgeschichte 3,15 Den Urheber des Lebens aber habt ihr getötet; Das ist der, den Gott aus den Toten auferweckt hat. Wir sind Zeugen davon.

Jesus führt uns zum Leben, indem er sich auf die Suche nach dem Verlorenen in uns macht und uns wieder zur Ganzheit führt. Er stiftet uns zum Leben an. Das deutsche Wort „anstiften“ kommt von „stiften“, was „schenken“, „gründen“, „ins Werk setzen“, „erbauen“ bedeutet. Jesus stiftet uns mit seinen Worten und seinem Verhalten zum Leben an. Gerade mit den Worten, die uns zunächst befremden, will Jesus uns die Augen öffnen für das eigentliche Leben. Er provoziert uns, damit wir uns aufmachen zum wirklichen Leben. Er öffnet uns die Augen, damit wir all das Ungelebte in uns entdecken. Oft werden wir gelebt, anstatt uns selbst zu leben. Jesus stiftet uns zum eigenen Leben an. Er ermutigt uns unseren ureigenen Weg zu gehen. Nur so werden wir lebendig, zu Zeugen des Lebens. – Leider verstehen viele Christen Jesus nicht als Anführer zum Leben, sondern eher als Zuflucht vor dem Leben. Weil sie Angst vor dem Leben und seinen Auseinandersetzungen haben, fliehen sie zu Jesus. - Jesus stiftet uns an, das eigene Leben zu wagen, ohne ständig auf die Meinungen anderer zu achten. Anselm Grün aus "Bilder von Jesus" Seite 152

Ja mein lieber Rabbi, mein Fürst des Lebens, Du bist gestorben, dass Du durch deinen Geist in uns leben und regieren kannst. In mir soll es vollständig still sein, dass Du dein Werk tun kannst. Was bewirken doch fünf Minuten Stille. Wenn wir Dich in der Stille nicht Dein Werk tun lassen, dann töten wir Dich. Vergib, dass ich dies oft genug getan habe. Du hast mehr zu geben wie Petrus, es ist nur die Frage, ob wir unsere Hände nach Dir ausstrecken. Du sollst in mir regieren können wie ein Dirigent, der mich freisetzt heute das zu tun, wozu Du mich vorbereitest und berufen hast. Gerade die Zeit der Vorbereitung möchte ich zulassen, die brechen wir oft unnötigerweise ab. Gliedere mich ein, in Dein Orchester, in Dein Konzert und in die Sinfonie, die Du in meinem Umfeld spielen willst. Wie soll das anders geschehen, indem wir auch gemeinsam vor Dir still werden und Dich wirken lassen. Die Ehe, der Freundeskreis, die Gemeinde, die Firma, die Gesellschaft, das Land – all die Gemeinschaften, in denen ich lebe, sind vor Gott ein Du. Wie ein Geigenbauer die Resonanz des Klanges gestaltet, so soll auch dieses Du eine Gestalt haben, an der man sich freuen kann. Martin Schleske SCHDKL 318