Foto Holgus

.

Jeremia 22,3+4

Dienstag 17.6.2025 – Der Fokus: Jeremia 22,1-9 Das Drohwort im Königspalast - Jeremia 22,3+4Die Regierenden / Die Demokratie / Gerechtigkeit leben - Holgus

Recht und Gerechtigkeit gegenüber jedermann mit Würde ausleben, einander gerecht werden lernen, als Mitmensch, als Demokrat, aber auch als Regierende, dann werden wir nicht nur von Gott, sondern auch von Menschen geehrt

Die Verheißung:

Jeremia 22,3+4 Sorgt für Recht und Gerechtigkeit, befreit die Beraubten aus der Gewalt ihrer Unterdrücker! Bedrängt weder Fremde, noch Waisen und Witwen, und misshandelt sie nicht! Vergießt kein unschuldiges Blut! Nur wenn ihr euch wirklich daran haltet, werden auch weiterhin Könige durch diese Tore einziehen, Könige, die auf dem Thron Davids sitzen; mit Pferd und Wagen werden sie fahren, sie und ihre Diener und das Volk. 

Dieses Wort von Jeremia an Zedekia, ist sicher direkt einmal an ihn als König gerichtet. Leider war er wohl zu sehr in seinem gottlosen Regieren verstrickt, das sich nicht an das Recht Gottes hielt, um es wahrzunehmen. Die Vorgehensweise konnte Zedekia nicht mehr umsetzen und deren Verheißung erleben. Sie war wohl eher eine Begründung des Gerichts das über ihn und Jerusalem bald kommen würde, weil der König eine alternative Vorgehensweise ausschlug, die ihm und dem Volk gut getan hätte. Es ist also wohl eher ein Wort an die Regierenden aller Zeiten bis heute, aber auch seit der Verwirklichung der Demokratie auch an uns Demokraten, die Regierende zu wählen haben, die Recht und Gerechtigkeit durch ihre Politik umsetzen sollten. Es ist aber auch ein Wort an uns Menschen, die Recht und Gerechtigkeit im Umgang miteinander zunehmend einüben sollten. Wir sollten Vereinnamung und Bedrängung selbst nicht ausüben und in unseren Umfeldern aufzulösen versuchen, sondern im Gegensatz dazu miteinander so umgehen, dass wir Übereinstimmung in allen Konflikten und Herausforderungen anstreben und umzusetzen versuchen. Wir sollen lernen einander gerecht zu werden, das eine umfassende Menschenwürde lebt und sie auch erleben will, mit den Nächsten, aber auch mit entfernt lebenden Menschen. Wir werden dann mit Würde leben können, wie ein König, der von anderen Königen besucht wird, denen es gut geht und die ihre Gemeinschaft miteinander genießen können. Holgus 

Foto Holgus

.

Hesekiel 34,2-4

Freitag 4.11.2022 – Der Fokus: Hesekiel 34,1-10 Weissagung gegen die Führungselite Israels - Hesekiel 34,2-4Der Hirtendienst / Die Regierenden - Dekanin Elisabeth Hege, Tübingen - SONNTAG MISERICORDIAS DOMINI

Sich vom guten Hirten selbst führen lernen lassen, um sich dann als Mitarbeiter zum Hirtendienst - auch als Politiker - in allen Umfeldern an anderen Menschen, den Nächste, Übernächsten und einigen Menschen von dieser Welt zunehmend gebrauchen lassen lernen.

Die Orientierung:

Hesekiel 34,2-4 "Du Mensch, weissage gegen die Hirten Israels! Sprich zu ihnen: So spricht Jahwe, der Herr: 'Weh den Hirten Israels, die sich nur selbst versorgen! Müssen die Hirten nicht die Herde versorgen? Ihr genießt die Milch, nehmt Wolle für eure Kleidung und schlachtet die besten Tiere, aber um die Herde kümmert ihr euch nicht. Den Schwachen habt ihr nicht geholfen, die Kranken nicht gesund gepflegt, gebrochene Glieder nicht geschient, versprengte Tiere nicht zurückgebracht und verloren gegangene nicht gesucht. Mit Härte und Gewalt habt ihr über sie geherrscht. 

Die Könige, die Machthaber als Hirten. Nicht nur der Prophet hat sie so gesehen. Könige wurden oft als Hirten dargestellt. Hesekiel hat das überkommene Bild kritisch abgeklopft. Er hat es aus dem zeremoniellen Rahmen genommen und neu angeschaut. Was wäre denn die Aufgabe von Hirten, hat er gefragt. - Und man versteht unmittelbar, was er meint: Gute Hirten sind nicht die Leithammel, nicht die Alpha-Tiere. Hirten gehen mit der Herde und hinter ihr her. Hirten sorgen für Nahrung, für gute Weide und frisches Wasser und halten alle zusammen, so verschieden sie sind. Sie stärken die Schwachen oder Verletzten und geben den Starken genügend Raum. Sie hüten, was ihnen anvertraut ist. Sie plündern die Herde nicht aus und setzen die Zukunft nicht aufs Spiel. - All das sind die Aufgaben eines jeden, der Verantwortung für andere trägt. Im Kleinen. Und auch für ein ganzes Land: Für Schutz und für Frieden zu sorgen, für Gesundheit und Wohlergehen und für ein gedeihliches Miteinander.

Wo immer Menschen die Aufgabe haben, nach anderen zu sehen, wo immer wir Verantwortung für andere tragen – im Beruf oder in der Kirchengemeinde, als Eltern oder als Pflegende – da sind wir selbst Hirten. Und Gott ist es nicht gleichgültig, wie wir unser Hirtenamt wahrnehmen. Es gibt zum Glück viele solche Hirtinnen und Hirten. Menschen, die das Sorgen und Helfen, das Pflegen und Heilen, zu ihrer Aufgabe gemacht haben. Solche Menschen schauen nicht nur nach sich selbst. Sie führen andere „zum frischen Wasser“. Sie leiten sie an. Sie trösten sie. Sie stehen ihnen bei. Dekanin Elisabeth Hege, Tübingen aus Ihrer Predigt zum Sonntag Misericordias Domini 18.4.2021 

Foto Pixabay

.

Donnerstag 18.6.2020 – Der Fokus: Sprüche zum Amt des RegierendenSprüche 21,1 / Sprüche 25,34.Gebot: Du sollst Deine Eltern und Vorgesetzten ehren / Die RegierendenLAMBDW 239

Am Geschehen des Lebens, aber auch der Politik, lernen dass Gott alle Figuren lenkt oder zulässt und dass wir seine Kinder freie Beteiligte des Dramas sind, als Gegner oder als seine Figuren, durch die er sich verherrlicht

Die Orientierung:

Sprüche 21,1 Wie ein Wasserlauf ist das Herz des Königs in Jahwes Hand;  er lenkt es, wohin er auch will. Sprüche 25,3 Der Himmel an Höhe, die Erde an Tiefe, und die Gedanken der Könige - unerforschlich sind sie.

Gott die Herzen der Könige „wie Wasserbäche“, das setzt sie mit müheloser Überlegenheit für seine Pläne ein. Wenn die Regierenden vor den Menschen geheim halten, was sie in ihrem Herzen planen, Gott erforscht auch ihr Herz. Ob sie es wissen oder nicht, ob sie es wollen oder nicht, alle sind sie Figuren auf dem Schachbrett Gottes. Ihre Gedanken und Entscheidungen sind seine Schachzüge. Er, der Herr aller Herren, überträgt den Regierenden seine Macht. Daraus ergibt sich, dass ein Thron im selben Maß befestigt wird, als das Regiment des Regenten mit dem Willen Gottes in Einklang steht. Helmut Lamparter aus „Das Buch der Weisheit“ Seite 239