RAGBDJ - Leonhard Ragaz - Die Bibel eine Deutung: Jesus

Dienstag 31.1.2017 – Lesung: Matthäus 7,1-6 - Matthäus 7,6 - RAGDBJ 162Das Sprechen - Die Wahrheit

Perlen durch den Heiligen Geist in uns entstehen lassen und dann zu Gott gegebener Zeit Menschen durch Wort und Tat verschenken.

Der Königsweg: Mt 7,6 Gebet das Heilige nicht den Hunden und werfet eure Perlen nicht vor die Schweine, damit sie dieselben nicht mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

Jesus will durch dieses Wort ausdrücken, dass nicht nur die Anderen uns heilig sein sollen, sondern auch wir uns selbst. Und vor allem unser Verhältnis zu Gott. Wir dürfen und sollen es nicht ohne Not oder Gebot preisgeben. Wir dürfen die Wahrheit nicht am falschen Ort, zur falschen Zeit, in falscher Lage und vor den falschen Menschen anbringen, weder für sie, noch gegen sie. Wir sind den Menschen Wahrheit schuldig aber auch Gott. Sie gehört in erster Linie ihm. Und wir sind damit, wie in allem, in erster Linie ihm heilig. Wir haben dieses Eigentum zu ehren und zu hüten. Wehe uns, wenn wir das nicht tun, wenn wir auf falsche Weise die Wahrheit anbringen! Wenn wir sie preisgeben, dann gibt sie uns preis; wir verlieren sie selbst. Schon das viele Reden davon ist gefährlich. Preisgabe des Heiligsten ist Selbstwegwerfung. Wahrung des Heiligsten die heiligste Form der Keuschheit. Sie erst macht das Heilige heilig. – Wie soll das Bekenntnis sein? Wie es Ort, Zeit, Lage, Mitmenschen erfordern. Es kann ein kurzes Wort sein; es kann ein Schweigen sein. Es ist am besten eine Tat, oder die Tat, eine Existenz, oder die Existenz. Leonhard Ragaz RAGDBJ 162 

Mittwoch 7.9.2011 - Fokus: 1.Korinther 15,1-28 - 1.Korinther 15,1 - RAGBDJ 267 - Wir in Christus

Jeden Morgen in das neue Leben in Christus einsteigen, den unermüdlichen Motor der Gnade starten, so in den Tag fahren und alle Funktionen nutzen, erst nachts voll gesegnet aussteigen.

Die Orientierung: 1.Kor 15,1 Ich mache euch aber, ihr Brüder, auf das Evangelium aufmerksam, das ich euch gepredigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch stehet; 

Die Auferstehung Jesu Christi ist nur von dem zu fassen, der sich persönlich mit seiner ganzen Existenz, wenn auch in Schwachheit und Unzulänglichkeit, auf diese Linie stellt. Weil Christus die Auferstehung ist, so kann diese nur für denjenigen siegreiche Gewissheit und lebendige Kraft sein, der mit Christus, dem Lebendigen, in lebendiger und das heißt gegenwärtiger, sich in Glaube, Liebe, Hoffnung, Gehorsam und Tat, kurz in der Nachfolge ausdrückender und auswirkender Verbindung steht. Leonhard Ragaz RAGBDJ 267