Die Propheten

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1.Samuel 19,19-24

Dienstag 13.8.2024 – Der Fokus: 1.Samuel 19,1-24 Jonathan versucht Frieden zwischen Saul und David zu stiften1.Samuel 19,19-24 – Die Propheten -  WAZBD1 563 / Dietmar Scheunemann SCHFMW 99

Den Heiligen Geist auf seine besondere Art und Weise zur Wirkung kommen lassen, wenn wir Christen nicht zusammen finden und neu organisiert werden müssen oder wenn offensichtlich Gefahr droht

Die Orientierung:

1.Samuel 19,19-24 Saul wurde gesagt: "Pass auf! David hält sich in der Wohnsiedlung der Propheten auf." Da schickte Saul Männer los, die David festnehmen sollten. Als diese aber die Gesellschaft der weissagenden Propheten sahen und Samuel, der an ihrer Spitze stand, kam der Geist Gottes auch über die Männer Sauls, sodass sie ebenfalls weissagten. Als man es Saul berichtete, schickte er noch einmal andere los. Doch auch die begannen zu weissagen. Da schickte Saul ein drittes Mal Leute. Doch denen erging es nicht anders. Nun machte sich Saul selbst auf den Weg nach Rama. Als er an die große Zisterne in Sechu kam, erkundigte er sich nach Samuel und David. "Sie halten sich in der Prophetensiedlung von Rama auf", sagte man ihm. Schon auf dem Weg dorthin kam der Geist Gottes auch über ihn. Er weissagte im Gehen, bis er in der Prophetensiedlung ankam. Dann warf er auch noch seine Oberkleider ab und weissagte vor Samuel, bis er erschöpft zu Boden fiel. Den ganzen Tag und die folgende Nacht lag er so entblößt auf der Erde. Daher sagt man: "Ist denn auch Saul unter den Propheten?"

Nach einem ersten und erfolgreichen Versuch Jonatans, die Gefühle seines Vaters gegenüber David zu  beruhigen, wagte Saul weitere  Schritte. David zu vernichten. Zuerst versuchte er noch einmal, ihn mit eigener Hand zu erschlagen. Dann heuerte er Verschwörer an, die  ihn in seinem Bett töten sollten, ein  Plan, der von Michal vereitelt wurde. Darauf schickte Saul Männer nach Najot bei Rama, wo David bei Samuel Zuflucht gesucht hatte. (Rama war Samuels Heimatstadt. Sie hatten aber keinen Erfolg, weil sie  und später Saul, durch den Geist Got-  tes, der über sie kam und sie veranlaßte, sich wie Propheten zu benehmen  überwältigt worden waren. Dies bedeutet, daß sie in Trance fielen oder in Ekstase gerieten, ein  Zustand, der sie unbeweglich und unfähig machte, ihre bösen Absichten zu  verfolgen. J.F.Walvoord und R.F.Zuck Band 1 - Das Alte Testament - Erklärt und ausgelegt - 1.Mose bis 2.Samuel – Seite 563  

Propheten sind Männer Gottes. Dieser Beiname bringt in besonderer Weise ihre persönliche Beziehung zu Gott zum Ausdruck. Ihr Leben ist ganz von Gott mit Beschlag belegt. Aus dieser Beschlagnahme erwachsen ihre beiden anderen Namen: Sie sind Seher Gottes und Mund Gottese. Als Seher haben sie die Fähigkeit, verborgene Verhältnisse und zukünftige Dinge zu enthüllen. Der Akzent liegt auf Vision. Sie sehen Gottes Wort. Als Mund Gottes sagen sie das gehörte Wort Gottes weiter: Der Akzent liegt auf der Audition. Da aber meistens das geschaute Wort Gottes auch weitergesagt werden muss wird der Seher zum Mund Gottes. Der Prophet redet also an Gottes statt, er ist Gottes Sprachrohr, wobei seine eigene Persönlichkeit nicht zur Seite gesetzt ist,  sondern im vollen Bewusstsein von Gott gebraucht wird. Der alttestamentliche Prophet stellt die Vergangenheit, die Gegenwart und die  Zukunft des Volkes Gottes in Gottes Licht dar. Dietmar Scheunemann aus „Und führte mich hinaus ins Weite“ Seite 99


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Jeremia 20,7 / Johannes 7,16

Montag 2.10.2017 – Der Fokus: Jeremia 20,7-18 Jeremia klagt Gott sein Leid über sein Leben - Jeremia 20,7 / Johannes 7,16Die Geschichte / Die Propheten - Leonhard Ragaz 

Die Propheten Gottes der Geschichte, aber auch der Moderne auf uns wirken lassen, auch wenn wir dadurch dasselbe Schicksal erleiden wie sie

Die Faszination: 

Jeremia 20,7 HERR, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen; du bist mir zu stark geworden und hast mich überwunden! So bin ich zum täglichen Gelächter geworden, jedermann spottet über mich; 

Der rechte Prophet hat Vollmacht. Das unterscheidet ihn von jeder anderen Gestalt. – Diese Vollmacht muss der Prophet selbst empfinden, sonst ist er kein Prophet. Sie muss als Zwang über ihn kommen. „Wehe wenn ich nicht rede …“ Auch Jesus beruft sich auf diese Vollmacht: Meine Lehre stammt nicht von mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Johannes 7,16+17) Dieses Bewusstsein mag der Prophet in Demut haben, im Gefühl der eigenen Schwäche und Kleinheit, oder auch in stolzer Selbstbehauptung gegen die Anmaßung der weltlichen und geistlichen Gewalten. – Im Propheten, so können wir auf dieser Linie abschließend sagen, tritt die Unmittelbarkeit Gottes, die alle Mächte der Vermittlung auf die Seite schiebt und alle heiligen Überlieferung aufhebt. Er ist das Wunder der Geschichte. Er ist jenes Moment der Überraschung, das wir als Grundelement aller Geschichte immer wieder angetroffen haben. Er ist Träger der Schöpfung Gottes in der Geschichte. Leonhard Ragaz 

Ja abba Vater, Du sollst Dich mit mir auseinander setzen dürfen, wie Du durch mich reden kannst, in Einzelgesprächen oder in Predigten. Ich möchte es erleben, dass Dein Wort durch mich nicht leer zurückkommt, sondern zur Umkehr führt und Frucht bringt. Ja das möchte ich noch erleben, dass Du uns noch überraschen kannst und nicht die alte Leier auf der Straße oder auf der Kanzel gespielt wird.