Habakuk 2,15+16

Dienstag 5.8.2014 – Fokus: Habakuk 1-3 – Habakuk 2,15-16 / Römer 2,1-4HolgusDie Sünde richten

Entblößt durch die Wut anderer über uns, das Kleid Christus anziehen und so geschützt die Beziehung neu herstellen. Foto Fotolia

Die Warnung: Hab 2,15-16 Wehe dem, der seinem Nächsten zu trinken gibt aus dem Becher seines Grimms und ihn sogar trunken macht, damit er seine Blöße sehe! Du hast dich von Schande gesättigt, statt von Ehre; so trinke auch du und entblöße dich. Die Reihe wird auch an dich kommen, den Becher zu nehmen aus der rechten Hand des HERRN, und Schande wird fallen auf deine Herrlichkeit. - Römer 2,1-4 Aber auch ihr anderen – wer immer ihr seid – könnt euch nicht herausreden. Ihr spielt euch als Richter über alle auf, die Unrecht begehen, und sprecht euch damit euer eigenes Urteil. Denn ihr klagt bei anderen an, was ihr selbst tut. Wir wissen, dass Gott über alle, die so handeln, ein gerechtes Urteil fällen wird. Meint ihr etwa, ihr könntet dem Gericht Gottes entgehen, wo ihr doch genauso wie die handelt, die ihr verurteilt? Ist euch Gottes unendlich reiche Güte, Geduld und Treue denn so wenig wert? Seht ihr denn nicht, dass gerade diese Güte euch zur Umkehr bewegen will?

Es ist schlimm für uns selbst, wenn wir unseren Mut bei anderen kühlen müssen, dass er sich schämen bzw. demütigen muss und wir als Gerechte dastehen können. Das tut uns zuerst sehr gut aber wir vergessen, was für Nachwirkungen dieser Trunk für uns hat. Wir bekommen ihn spätestens von Gott wieder gereicht. Wir sind uns nicht bewusst, dass wir dasselbe mehr oder weniger tun, was wir beim Anderen verurteilen. Gut ist es richtende Gedanken erst auf uns selbst anzuwenden und überrascht festzustellen, dass wir ähnliche Vorgehensweisen haben. Nur gut, dass wir Verurteiler oder als Verurteilte verdammt bleiben müssen, sondern umkehren und uns durch Christus gerechtfertigt werden können und so mit Würde mit Angriffen unseren Mitmenschen umgehen können. Holgus 181016

Ja abba Vater, es tut zuerst gut aus dem Becher des Zorns zu trinken und einen anderen dabei zu entblößen. Du aber tadelst dieses Vorgehen, auch wenn jemand im Recht ist. Was machen wir, wenn wir selbst entblößt worden sind? Wir können nur unsere Nacktheit zur Schau stellen wie Du Jesus, dann besteht eventuell die Möglichkeit, dass der Andere sein falsches Vorgehen einsieht. Wir Menschen sind alle nackt vor Dir, wenn wir nicht das wundervolle Kleid Deinen Sohn anziehen. Nur dadurch bekleidet können wir nackt vor anderen sein. So ziehe ich Dich heute Morgen wieder an und genieße die frischen Kleider auf meinem Körper und meiner Seele, durch die ich geschützt bin.  

Ich klage heute wieder über das Unrecht, das auf der Erde geschieht, auch wenn ich es nicht direkt wahrnehmen muss wie Habakuk oder ein Zivilist in Gaza. Danke für die Zeilen des Habakuk, die Menschen trösten können, die Unrecht leiden. Wir können still werden und auf Dein Eingreifen warten, bis Du handelst und recht schaffst.