JVKDDN - Johannes vom Kreuz - Die dunkle Nacht

Mittwoch 23.8.2017 – Fokus: 1.Korinther 2 - 1.Korinther 2,12-15  - JVKDDN - Das Leben im Geist

Erweckt durch den Geist Gottes, zunehmend losgelöst von seelischen Regungen, durch ihn - wie ein Blinder - dorthin geführt werden, wo er uns benutzen will.

Das Geheimnis: 1.Kor 2,12-15 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist aus Gott, so daß wir wissen können, was uns von Gott gegeben ist; und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich beurteilen. Der seelische Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geiste Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht verstehen, weil es geistlich beurteilt werden muss. Der geistliche [Mensch] aber erforscht alles, er selbst jedoch wird von niemand erforscht;

Die inneren Handlungen und Regungen des Menschen müssen zuerst in ihrer natürlichen Art verdunkelt, eingeschläfert und zur Ruhe gebracht werden, und zwar in all ihren Fähigkeiten und Wirkmöglichkeiten, bis sie in Ohnmacht fallen. Deshalb, du geistlich bemühter Mensch, wenn du dein Streben verdunkelt, deine Neigungen trocken und bedrängt und dein Seelenvermögen zu jeder inneren Übung unfähig erlebst, soll dir’s darum nicht leid sein, sondern halte es für ein gutes Geschick, jetzt ist es so weit, dass Gott beginnt, dich von dir selbst zu befreien, indem er dir deine Habe aus den Händen nimmt und dich an der Hand nimmt und dich wie einen Blinden im Dunkeln führt, wo und wohin du nicht weißt. Johannes vom Kreuz JVKDDN 159/160

Samstag 30.7.2011 - Lesung: Psalm 51 - Psalm 51,19 - JVKDDN 88 - Das Gebet um Gott zu opfern

Während der Kontemplation von Selbstgefälligkeit wie ein Schwamm austrocknen, um das zarte geistliche Einströmen lebendigen Wassers immer wieder neu zu erleben.

Die Orientierung: Ps 51,19 Die Gott wohlgefälligen Opfer sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.

In der trockenen Nacht wächst im Menschen die Sorge um Gott und die brennende Sehnsucht ihm zu dienen, denn da die Brüste seiner Sinnenwelt, mit denen er seine Bestrebungen, denen er einst nachlief, vermehrte und förderte, immer mehr austrocknen, bleibt die brennende Sehnsucht Gott zu dienen, ausgetrocknet und nackt zurück. Dies gefällt Gott sehr, denn wie David sagt, ist der zerknirschte Geist für Gott ein Opfer. Johannes vom Kreuz JVKDDN 88

Gott teilt gerade in dieser Trockenheit dem Menschen, wenn er am wenigsten daran denkt, geistliche Süßigkeiten, ganz reine Liebe und geistliche, zuweilen sehr zärtliche Erkenntnisse mit, von denen jede einzelne für den Menschen von größerem Nutzen und Wert ist als alles, was er vorher verschmeckt hat, auch wenn sich der Mensch am Anfang das nicht denkt; denn das erlebte geistliche Einströmen ist sehr zart und wird vom Sinnenbereich nicht wahrgenommen. JVKDDN 87  

Mittwoch REFORMATIONSFEST 31.10.2012 - Fokus: Galater 5,1-6 - Galater 6,1 - JVKDDN 87 - Die Liebe Gottes erleben -

Innerlich zunehmend leer, das Einströmen des Geistes mehr erleben, um so die Freiheit und die Fruchtbarkeit des Geistes erleben und weitergeben zu können.

Die Faszination: Galater 5,1+6 Für die[A] Freiheit hat Christus uns freigemacht; stehet nun fest und lasset euch nicht wiederum unter einem Joch der Knechtschaft halten. Denn in Christo Jesu vermag weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt. 

Inmitten trockener Kontemplation teilt Gott dem Menschen gerade dann, wenn er am wenigsten daran denkt, geistliche Süßigkeiten, ganz reine Liebe und geistliche, zuweilen sehr zärtliche Erkenntnisse mit. Das geistliche Einströmen ist sehr zart und wird vom Sinnenbereich nicht wahrgenommen. Insofern der Mensch hier von seinen sinnenhaften Neigungen und Bestrebungen geläutert wird, erlangt er schließlich auch die Freiheit des Geistes, in der nach und nach die Früchte des heiligen Geistes eingebracht werden. Auch befreit er sich hier auf wunderbarer Weise aus den Händen seiner drei Feinde, der Welt, dem Bösen und dem Fleisch; Denn da das sinnenhafte Verkosten und Verschmecken bezüglich der Dinge zum Erlöschen kommt haben diese Feinde keine Waffen oder Kräfte gegen den Geist. Johannes vom Kreuz JVKDDN 87