Lukas 6,8

Samstag 7.2.2015 – Die Reform des Sabbats - Lukas 6,8 - Jesus als Therapeut - GRÜWZL 193

Unsere Hände vor Gott öffnen, dass er sie für Werke gebrauchen kann, die ihm Gefallen und nachhaltigen Nutzen bringen können. Foto Fotolia

Die Herausforderung: Ich kann mir vorstellen, was das Problem dieses Mannes war: Mit der Hand gestalte und forme ich mein Leben und packe ich etwas an. Mit ihr nehme ich mein Leben in die Hand. Ich nehme mir was ich brauche. Und ich gebe was ich zu geben habe. – Die verdorrte Hand weist auf einen Menschen hin, der sich angepasst hat, der seine Hand zurückgezogen hat. Er will sich nicht die Finger verbrennen, sie sich nicht schmutzig machen. Er hat sich herausgezogen aus dem Lebenskampf und hat sich mit der Zuschauerrolle begnügt. Doch vor lauter Anpassung hat er auch alle Kraft verloren. Von ihm geht nichts mehr aus. Er kann nun nichts mehr in die Hand nehmen, nichts mehr formen und gestalten. Er ist handlungsunfähig geworden. – Jesus befiehlt dem Mann mit der verdorrten Hand: Lukas 6,8 „Steh auf und stell Dich in die Mitte.“ Er der sich immer nur angepasst hat, der alles vom Rand aus beobachtet hat, muss sich nun in die Mitte stellen. – Aber für mich klingt auch mit: „Stell Dich! Stell Dich endlich in Deine Mitte! Du bist nicht in deiner Mitte. Du bist herausgefallen aus Dir selbst.“ Anselm Grün GRÜWZL 192

Ja mein lieber Rabbi, ich stelle Dir meine Hände wieder zur Verfügung, dass ich deine Werke tun kann, die Du für mich vorbereitet hast. Zeige mir, wann ich mich in die Mitte zu stellen habe und mir Gehör verschaffen muss. Schenke es, dass wir mit unseren Händen fruchtbares und sinnvolles zustande bringen, das nachhaltig positive Wirkungen hat. Bilde weiterhin meine Gestaltungskraft  insbesondere für Dein Reich aus, dass sie ganze Werke tun kann.