Richter 18,18-20

Donnerstag 11.4.2013 - Die Chronik: Die Gründungszeit des ersten Staates Israel - Der Folkus: Die Daniter nehmen den Götzen und Priester Michas mit Richter 18,14-26 - Richter 18,18-20 - RAGBDI 94 - Der Götzendienst

Uns als Christen nicht benutzen lassen oder anderen Fixierungen nachgehen, was uns Anerkennung und Einfluss verspricht, aber Gott nicht mehr Gott sein lässt

Die Mahnung:

Richter 18,18-20 Als nun jene in Michas Haus kamen und das geschnitzte Bild, das Ephod und die Teraphim und das gegossene Bild nahmen, sprach der Priester zu ihnen: Was macht ihr? Sie antworteten ihm: Schweig! Lege deine Hand auf den Mund und zieh mit uns, dass du uns Vater und Priester seiest! Was ist besser für dich, Hauspriester eines einzelnen Mannes, oder Priester eines Stammes und Geschlechts in Israel zu sein? Da ward dem Priester wohl ums Herz; und er nahm das Ephod und die Teraphim und das geschnitzte Bild und trat unter das Volk.

Der Eine, heilige und lebendige Gott wohnt sozusagen bloß in der Stiftshütte. Er lebt, ohne Bild gesprochen, inmitten Israels bloß als Geheimnis und Erkenntnis weniger. Er ist sozusagen mehr eine Möglichkeit als eine selbstverständliche Wirklichkeit. Die Breite der Wirklichkeit wird nicht vom Reich Gottes beherrscht, sondern von der Religion; nicht von dem Einen, heiligen und lebendigen Gott, sondern von allerlei Göttern und Götzen; nicht vom Gehorsam und der Gerechtigkeit, sondern vom Kultus. Und allerlei Menschlichkeiten hängen daran, besonders Geld und Macht. - Wohnt nicht auch inmitten der Christenheit Gott, der Eine, heilige und lebendige, mehr als Möglichkeit denn als Wirklichkeit? Ist er nicht doch auch die heilige Macht und Wirklichkeit, die immer wieder in der revolution Gottes ausbrechen kann. Leonhard Ragaz aus "Die Bibel eine Deutung - Die geschichte Israels" Seite 94

Ja abba Vater, uns genügt es nicht, dass Du im Stillen unserer Seele wohnst und wirkst. Wir wollen lieber erobern, mit einem Logo, mit einem Bild von Christsein, dem einige oder viele folgen, die wir eingemeinden und uns folgen sollen. Dabei ist Deine Wirkung doch viel Wichtiger, als die unserer Standarten, die wir vor uns hertragen, immer wieder beschwören. Ich kreuzige heute diesen Eroberungskick, bei dem ich Dich nicht zur Wirkung kommen lasse und der deshalb verpufft. Wir suchen gerne unser Land wie der Stamm Dan mit falschen Vorgehensweisen, so kann das Reich Gottes nicht wachsen und zunehmen.