Die Heiligung / Die Vollkommenheit

Durch die Umkehr zur Heiligkeit

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Matthäus 5,48

Dienstag 4.3.2025 – Der Fokus: Matthäus 5,43-48 Die Liebe zu den Feinden - Matthäus 5,48 – Die Heiligung / Die Vollkommenheit  - Thomas Merton MERCHK 100f  

Die Heiligung anstreben, indem wir seine Heiligkeit wahrnehmen, sich von ihr erfüllen lassen, um ganz von ihr erfasst zu werden, um sie dann in unseren Umfeldern ausleben zu können.  

Der Lebensstil:

Matthäus 5,48 “Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist."

Wenn das Heiligsein aller Heiligen immer für alle anderen Menschen offensichtlich gewesen wäre, so wären sie nie von Prüfungen, Kritik, Demütigungen und Gegnerschaft seitens der Menschen, mit denen sie zusammenlebten feingeschliffen und vervollkommnet worden. Seien wir zufrieden damit, dass wir noch keine Heiligen sind, selbst wenn uns klar ist, dass das einzige Ziel, für das es sich zu leben lohnt, das Heiligwerden ist. Dann werden wir damit zufrieden sein, dass Gott uns zum Heiligsein auf Wege führt, die wir nicht zu verstehen vermögen. Wir werden unseren Weg im Dunkeln gehen und darin werden wir nicht länger mit uns selbst beschäftigt sein und uns nicht mehr mit anderen Menschen vergleichen. Diejenigen, die diesen Weg gegangen sind, fanden schließlich heraus, dass in allem Heiligkeit steckt und Gott sie von allen Seiten umgibt. Nachdem sie jeglichen Wunsch nach dem Wettstreit mit anderen Menschen aufgegeben hatten, waren sie plötzlich aufgewacht und darauf gekommen, dass die Freude Gottes überall ist, und sie waren fähig, sich über die Tugenden und das Gutsein anderer mehr zu freuen, als sie sich über ihre eigenen Tugenden und ihr eigenes Gutsein je hätten freuen können. Sie sind derart von der Spiegelung Gottes in den Seelen der Menschen in ihrer Umgebung benommen, dass sie gar nicht mehr die Kraft haben, irgendetwas, das sie in anderen sehen, zu verurteilen. 

 Wenn wir also einen Weg zum Heiligwerden suchen, so müssen wir zuerst einmal auf unseren eigenen Weg und unsere eigene Weisheit verzichten. Wir müssen uns selbst entleeren", wie er es tat. Wir müssen uns selbst völlig zurücknehmen und uns in einem bestimmten Sinn zu „nichts" machen, damit wir nicht so sehr in uns selbst leben als vielmehr in Gott. Wir müssen aus einer Kraft und einem Licht leben, die beide gar nicht da zu sein scheinen. Wir müssen aus der Stärke einer scheinbaren Leerheit leben, die immer wirklich leer ist und dennoch nie aufhört, uns in jedem Augenblick zu tragen. Das ist Heiligkeit. Nichts von alledem lässt sich mit meiner eigenen Anstrengung erreichen, mit irgendeinem Bemühen meinerseits mit irgendeinem Wettstreit mit anderen Menschen. Das bedeutet, ich muss alle Wege verlassen, die die Menschen einschlagen oder verstehen können. Ich, der ich ohne Liebe bin, kann nicht Liebe werden, solange nicht die Liebe mich mit sich selbst identifiziert. Aber wenn Gott seine eigene Liebe in mich sendet, um in mir und in allem, was ich tue, zu handeln und zu lieben, dann werde ich verwandelt werden und ich werde entdecken, wer ich bin, und ich werde meine wahre ldentität besitzen, indem ich mich in ihm verliere. Das ist das, was man Heiligsein nennt. Thomas Merton aus „Christliche Kontemplation“ Seite 100f

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1.Thessalonicher 5,23 / Johannes 14,9

Freitag 12.8.2022 – Der Fokus: 1.Thessalonicher 5,23-28 Segenswünsche und Grüße1.Thessalonicher 5,23 / Johannes 14,9Die Heiligung - Thomas Eger

Bis ins hohe Alter, Gottes Wesensart durch uns zu anderen Menschen zunehmend strömen lassen, dass er durch uns erkannt wird

Der Lebensstil:

1.Thessalonicher 5,23 Gott selbst, der Gott des Friedens, möge euch geben, ein völlig geheiligtes Leben zu führen. Er bewahre euch ganz nach Geist, Seele und Leib, damit bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus nichts Tadelnswertes an euch ist. 

Nun ist es der gute Wunsch des Paulus an die Christen damals und an Sie und mich heute, dass uns dieser Gott des Friedens heiligen soll. Heilig sein hat mit der Wesensart Gottes zu tun. Für Gott geheiligt werden heißt, zu Gott zu gehören, von ihm bestimmt werden. Vom Gott des Friedens bestimmt zu werden, das ist gut. Da bin ich auf der Seite der mächtigsten Persönlichkeit, die es überhaupt gibt. Was für einen Charakter Gott hat, zeigt sich im Leben seines Sohnes Jesus Christus auf dieser Erde. Da gab es nichts auszusetzen, nichts zu kritisieren an seinem Verhalten gegenüber den anderen Menschen. Und zu seinen Jüngern hat Jesus sogar gesagt (Joh 14,9): „Wer mich sieht, der sieht den Vater“ – also Gott, seinen Vater im Himmel.

Der Wunsch des Paulus ist es, dass jeder, der zu Jesus gehört, buchstäblich von Gottes Wesensart durchströmt wird. Durch und durch nennt Paulus das. Den ganzen Menschen meint er damit. Geist, Seele und Leib. Alles, was ich bin, soll den Frieden Gottes atmen, soll ihn aufsaugen. Das möchte ich einfach eins zu eins für mich übernehmen.

Wenn der Gott des Friedens meine Gedanken durchströmt mit seinem Denken. Wenn der Gott des Friedens meine Gefühle durchströmt mit seinem Empfinden. Wenn der Gott des Friedens mein Tun durchströmt mit seiner Kraft. – Dann, ja dann wird jeder Tag zu einem Festtag, für mich und die anderen, die mit mir zu tun haben! Thomas Eger aus ERFplus

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Römer 2,1

Mittwoch 22.9.2021 – Der Fokus: Römer 2,1-16 Die Sinnlosigkeit des Richtens - Römer 2,1Die Heiligung / Die Sünde Richten - MERCHK 100

Die verbale, aber auch die innere Verurteilung von Menschen ablegen, indem wir das Gute in ihnen wahrnehmen und  erkennen dass wir uns selber verurteilen, wenn wir sie verurteilen würden  

Das Problem und die Lösung:

Römer 2,1 Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, lieber Mensch, auch wenn du das alles verurteilst. Du sitzt zwar über einen anderen zu Gericht, doch verurteilst du dich damit selbst, denn du tust ja genau das, was du verurteilst.

Diejenigen, die Heiligsein als einziges Ziel für ihr Leben erklärt haben und die diesen Weg gegangen sind, fanden schließlich heraus, dass in allem Heiligkeit steckt und Gott sie von allen Seiten umgibt. Nachdem sie jeden Wunsch nach dem Wettstreit – und dem Vergleich – mit Menschen aufgegeben haben, waren sie plötzlich aufgewacht und darauf gekommen, dass die Freude Gottes überall ist, uns sie waren fähig, sich über die Tugenden und das Gutsein anderer mehr zu freuen, als sie sich über ihre eigenen Tugenden und eigenes Gutsein je hätten freuen können. Sie sind derart von der Spiegelung Gottes in den Seelen der Menschen in ihrer Umgebung benommen, dass sie gar nicht mehr die Kraft haben, irgendetwas, das sie in anderen sehen, zu verurteilen. Selbst in den größten Sünden können sie Tugenden und ein Gutsein sehen, das niemand anderer in ihnen zu entdecken vermag, sofern sie überhaupt noch über sich selbst nachdenken. Diese Idee, sich mit jemandem anderen zu vergleichen, ist ihnen ganz abhandengekommen. Thomas Merton aus „Christliche Kontemplation“ Seite 100 

2.Korinther 7,1 / 2,Korinther 6,18 / 1.Mose 32,27

Dienstag 7.9.2021 – Der Fokus: 2.Korinther 7,1 Ermutigung zur Vollendung der Heiligung - 2.Korinther 7,1 / 2,Korinther 6,18 / 1.Mose 32,27 Die Heiligung / Christsein als Tochter und Sohn Gottes - Carl Eichhorn

Als Kinder Gottes zu erwachsenen Töchtern und Söhnen von ihm und der Schöpfung reifen, indem wir Vollkommenheit entwickeln, durch die Verwurzelung unserer Seelen in ihn, aber auch in die Schöpfung

 Der Lebensstil:

2.Korinther 6,18+7,1 «ich will euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein», spricht der allmächtige Herr. Diese Zusagen gelten uns, liebe Geschwister. Darum wollen wir uns von allem rein halten, was Körper und Geist beschmutzt, und in Ehrfurcht vor Gott die Heiligung verwirklichen. 

Es muss vorwärtsgehen mit  der Heiligung. Wer nicht nach der Vollkommenheit trachtet, der sinkt zurück, versumpft und stirbt ab. Man gewöhnt sich an die alten Fehler, man findet sich mit ihnen ab, etwa mit der Rede: Es hat eben jeder seine schwachen Seiten. Man schleppt sie mit fort wie etwas Unvermeidliches, anstatt dass man sie ablegt, täglich ablegt, täglich sich erneuert im Geist des Gemütes, also bis auf die Wurzeln des Seelenlebens. Es heißt wörtlich: Lasst uns die Heiligung zur Vollendung bringen! Lasst uns nicht auf halbem Weg stehenbleiben, uns nicht mit armseligem Stückwerk begnügen! - Die Gotteskraft ist da; dringe ein in sie! Jesus wird mit allen Fehlern fertig, ganz fertig. Auch von eingerosteten alten Untugenden, von Lieblingssünden und Temperamentsfehlern macht er frei. Kämpfe nur den Jakobskampf: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!" Ergib dich nicht in die bösen Gewohnheiten, als müsste es so sein! Tröste dich nicht mit andern, die auch nicht anders sind! Dringe im Glaubens- und Gebetskampf vorwärts! Viele laufen - aber nicht mit ganzer Entschiedenheit. Nur einer erlangt das Kleinod. Laufet also, dass ihr's ergreift! Carl Eichhorn aus Evangeliums.net


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Dienstag 25.8.2020 – Der Fokus: Kolosser 1,24-29 Christus das Geheimnis der Gemeinde - Kolosser 1,27-29 / 1.Johannes 2,14  - Die Heiligung / Die Vollkommenheit / Die Aufgaben von Gemeindeleiter -  www.bibelstudium.de.html

Vor Gott vollkommen gemacht in Christus, Vervollkommnung anstreben und Mitchristen dazu anleiten, sie erwachsen vor ihn hinstellen zu können

Die Herausforderung:

Epheser 1,27-29 Denn sein Geheimnis ist auch für die anderen Völker bestimmt: und das ist Christus - Christus, der in euch lebt und nun auch euch die Hoffnung schenkt, an seiner Herrlichkeit teilzuhaben. Diesen Christus verkündigen wir, indem wir die Menschen ermahnen und sie mit aller Weisheit, die Gott uns geschenkt hat, belehren. Denn wir möchten sie als Menschen, die in Christus erwachsen geworden sind, vor Gott hinstellen. Für dieses Ziel setze ich mich mit aller Kraft ein und vertraue dabei auf das, was er in mir schafft, er, der so mächtig in mir wirkt.

Jeder Gläubige soll als Erwachsener in Christus dargestellt werden. Im ganzen Neuen Testament werden die Vollkommenen als Erwachsene bezeichnet (Heb 5,14). Das meint nicht unsere vollkommene Stellung in Christus als das Werk Gottes, sondern eine wachstümliche Vollkommenheit (Phil.3,12-15). Das Erwachsen-Sein im Glauben heißt, dass Christus alles für uns ist. Erwachsen sein ist also nicht Kenntnis, nicht große Taten, nicht großes Arbeitspensum, nicht viele Dienste, sondern den erkennen, der von Anfang ist (1. Joh 2,14 Ich habe euch, Väter, geschrieben, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist). Das sind die Väter in Christus; und daran sehen wir, was das Ziel Gottes mit uns ist. Er hat uns nicht nur diese Stellung geschenkt, sondern Er möchte, dass wir das verstehen und verwirklichen. Dann sind wir geistlich erwachsen. Den Korinthern und den Hebräern musste Paulus einmal sagen, dass sie weit davon entfernt waren, vollkommen zu sein. Beide, sowohl die Korinther als auch die Hebräer konnten die feste Speise für Erwachsene nicht vertragen. www.bibelstudium.de.html

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Dienstag 21.2.2017 – Die Chronik: Die Passion des Königs - Der Fokus: Matthäus 20,17-28 - Matthäus 20,25-28 - William MacDonald - Die Beziehung der Christen - Die Heiligung

Lieber unseren Nächsten Früchte unseres Menschseins in Christus anbieten können, statt über sie offensichtlich oder subtil herrschen zu wollen.

Der Lebensstil:

Matthäus 20,25-28 Aber Jesus rief sie herzu und sprach: Ihr wisset, daß die Fürsten der Völker sie unterjochen, und daß die Großen sie vergewaltigen; unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener; und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, gleichwie des Menschen Sohn nicht gekommen ist, sich dienen zu lassen, sondern damit er diene und sein Leben gebe zum Lösegeld für viele.

Der Christ erkennt, dass Größe in Bezug auf die soziale Stellung ohne wahre Größe des Charakters völlig wertlos ist. Das, was sich in einem Menschen abspielt, zählt allein. Die Frucht des Heiligen Geistes ist wichtiger als ein erhöhter Platz auf der Karriereleiter. Es ist viel besser, in der Liste der Heiligen vorzukommen als in der Liste der absoluten Stars. William MacDonald aus evangeliums.net